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Maria001
 
Johanna´s schöner Start ins Leben <3 - 09.05.2012, 15:00

So, ich muss es jetzt gschwind niederschreiben, bevor die Erinnerngen verschwimmen ...

Nach ein paar Monaten Bastelzeit hielten wir dann doch überraschend einen pos. Test in der Hand ... wir konnten es kaum glauben und plötzlich, wie aus heiterem Himmel holten mich die Erinnerungen wieder ein.
M´s Geburt war so präsent und in schmerzhafter Erinnerung dass ich in Tränen ausbrach und zu meinem Mann gesagt hab, dass ich keine norm. Geburt will, sondern einen KS.
Ich war völlig fertig mit den Nerven und hatte panische Angst ...
Nach vielen vielen Gesprächen mit meinem Mann und einer ganz lieben Freundin die die Doula ausbildung hat, kam ich vom KS ab und suchte nach einer Hebamme die mich ins KH begleiten würde, das war schwieriger als gedacht.
Nadja, die Doula, brachte mich dann auf Monika, die eine Hebammenpraxis hat und dort auch Geburten begleitet ...
Ca in der 17. Woche traf ich mich erstmals mit ihr und es passte sofort, die Räumlichkeiten gefielen mir und ich fühlte mich wohl bei ihr, sie strahlte eine unglaubliche Ruhe aus und machte mir Mut.
Trotz der vorausgegangen Geburt mit schlimmen Verletzungen hatte sie keine Scheu meine Geburt in ihrer Praxis zu begleiten.

Die SS verlief problemlos bis auf die Speiberei. Den ganzen Sept. lag ich nur im Bett und konnte mit Mühe M soweit versorgen, dass sie nicht verhungerte, was mir im Herzen weh tat und ich hatte ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber, aber ich konnte einfach nicht.

Beim OS ergab sich dann, dass ich nur eine NS Arterie hab und Tante Google machte mir Angst. Monika und der FA aber beruhigten mich immer wieder und so war ich bald wieder guter Dinge, dass unser Bauchbewohner bestens versorgt ist und gesund zur Welt kommen wird.

Ich begann viele Bücher zu lesen und mich mental auf die Geburt vorzubereiten, ich träumte viel und oft von versch. Geburten, manchmal zu Hause, manchmal im Geburtshaus, aber niemals im KH.

Nun war es soweit, dass ich mich vernünftigerweise im KH anmelden musste... schon die Fahrt dahin war nervenaufreibend, ich war nervös und fühlte mich überhaupt nicht wohl.
Die Hebamme war bei der Anamnese sichtlich beunruhigt, dass ich bei M. einen DR III hatte und schloss mich dann ans CTG an. 2 weitere Schwangere waren auch dran und es störte mich massiv, dass ich auch noch 2 weitere Pärchengespräche und Herztöne von anderen hörte, ich konnte das gar nicht genießen und war froh als ich wieder abgeschlossen wurde.
Dann zur FA rüber ... na das war erst ein Erlebnis. Sie schaute auf den Anamnesebogen und bot mir einen KS an – ich war geschockt! Dann teilte sie mir „wertfrei“ mit, dass sie das GH für keine gute Idee hielt und meinte, dass ein KS besser sei.
Ich war total perplex, das alles sagte sie mir, ohne mich untersucht zu haben und zu wissen wie das Gewebe aussah … nach der KO der Durchblutung schnappte ich meine Sachen und verließ fluchtartig das KH.
Am nächsten Tag hatte ich dann mit Monika einen Termin zur Akupunktur und erzählte ihr davon. Gemeinsam mit ihr beschloss ich nicht mehr ins Kh zu gehen, sondern die letzten KO- US beim FA zu machen.
Dem erzählte ich aber nicht alles ... sondern sagte einfach, dass ich mich nicht wohl gefühlt habe und es sei so weit zu fahren bla bla
US passten immer alle, Baby gings gut und so warteten wir ...
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Maria001
 
09.05.2012, 15:01

Einen Tag vor EGT hatte ich nochmal US beim FA. Der sich diesmal eine Gewichtsschätzung nicht verkneifen konnte. Die ganze SS über war ausgemacht, dass er nichts sagt wegen dem Gewicht, weil sich bei M. die Ärzte so verschätzt haben ...
Nun ja, er kam auf 3.500g und erkundigte sich nochmals ob sich denn die Monika da drübertraue.
Schon jetzt hatte ich in der Nacht immer wieder Wehen und ein ziehen innen drinnen was ziemlich unangenehm war.
Monika meinte, dass das sicher nicht umsonst sei und sich der Körper halt stückchenweise vorbereitet. Immerhin ein Lichtblick, auch wenn’s mühsam war und frustrierend immer wieder bin ich in der Nacht aufgestanden und kaum war ich auf, waren die Wehen wieder weg. Schleimpropf ging in der Nacht von ET+5 auf ET+6 ab und ich war mir sicher , dass wir mittags bei der Monika sein würden ... falsch gedacht und am Donnerstag ET+6 war meine Stimmung am absolutem Tiefpunkt angelangt.
Ich hatte Schmerzen in der Hüfte und konnte kaum mehr gehen. M. war frustriert weil ich heute überhaupt nichts so machen konnte wie sie meinte und ließ mich das deutlich spüren. Ich sehnte den Augenblick herbei an dem E. heimkam und ging dann ins Schlafzimmer um mich mal ordentlich auszuheulen.
Ich sprach mit dem Baby in meinem Bauch und musste mich sehr zusammenreißen nicht wütend zu werden. Auf meinen Körper und überhaupt, ich war total frustriert und traurig.

Nach ca 1h hatte ich mich wieder soweit gefasst, dass ich das SZ verlassen habe...

Dann spürte ich plötzlich ein ziehen das sich aber anders anfühlte als die Tage zuvor.
Hatte ich tatsächlich wehen?
Ich schaute immer wieder auf die Uhr und tatsächlich ... 6-7 Minuten. Ich wartete noch einige ab und ging dann zu E. rauf, der bei M. eingeschlafen war um ihn zu wecken.
Ich informierte die Hebamme, dass es soweit sei und sagte aber dazu, dass ich erst noch a bissi rumkrebsen muss, zamräumen ... man merkte, dass sie lächelte und meinte, ich solle mich einfach melden wenn wir losfahren, sie freut sich auf uns.

Kurz darauf rief ich meine Mama an um ihr zu sagen, dass sie die Nacht wohl heute auswärts verbringen müsste ... die kam 10min später angerauscht und war hypernervös, ich war ganz ruhig und freute mich wahnsinnig auf die Monika und war schon so gespannt wie das ablaufen würde, der Gedanke zu Hause zu bleiben, kam mir nicht mehr, es fühlte sich die letzten Wochen schon so richtig an bei Monika zu Hause in der Praxis zu gebären.

Als dann nochmal der Koffer gecheckt wurde, Jause eingepackt, 100x Stiege auf- und abgelaufen, weil ich immer wieder was brauchte *gg* war es dann soweit, Aufbruch in die Hebammenpraxis. Meine Mama war glaub ich einerseits froh, dass sie endlich ins Bett konnte, andererseits war sie sehr unsicher, drückte mich nochmal und wünschte mir alles Gute.

Bei Monika angekommen wurden wir herzlich empfangen, das Licht war gedämpft, Musik eingeschalten und die mir so wichtigen Aromaöle waren schon am verdunsten und ein wunderbarer Duft begrüßte mich.
Die KO ergab 4cm und alles weich, ich war froh, denn bisher war das alles gar nicht schlimm gewesen, im Gegenteil, zu Hause war ich mir dann gar nicht mehr so sicher, ob´s wirklich noch da sind die Wehen.
Ich entschloss mich für einen Einlauf, da ich den ganzen Tag noch nicht so richtig war und ich das lieber jetzt erledigt haben wollte als dann nachher.

Dann machten wir es uns auf dem Bett bequem, ich brauchte seine Hand bei meiner Wange um zu merken wann ich mich verspannte und atmete so mit jeder Wehe mit. Monika fragte mich hin und wieder wie es mir gehe, wo ich gerade sei, ich war total entspannt und voller Vorfreude auf unser Zwergerl, was mich schon sooo lange sekkiert hat.

Monika meinte nach einer Weile ob ich nicht mal aufstehen möchte, dass ich dem Kind a bissi mithelfe, so begab ich mich halt in die Vertikale zum Wickeltisch und kreiste mit dem Becken, bei jeder Wehe ging ich in die Knie, es war unmöglich gerade stehen zu bleiben, aber immer noch konnte ich ganz gut umgehen. In den Wehenpausen streichelte E. mir den Rücken mit dem selbstgemischten Öl, während der Wehe musste er pausieren, sonst konnte ich mich nicht konzentrieren, schließlich wurden die Wehen so anstrengend, dass ich unbedingt wieder liegen wollte, also gleiche Position wie vorher.
Monika fragte mich wieder wie´s mir ginge, ich stöhnte jetzt schon und sagte ihr, dass sich die Wehen jetzt anders anfühlten.
Was da genau vorging wusste ich ja nicht, weil bei M. diese Phase der Geburt fremdbestimmt war (kristellern. Wehentropf ...)
Sie kontrollierte den Muttermund und stellte begeistert fest, dass er bei 8cm ist und alles ganz weich sei.
4 Füßler-Stand war nun ihrer Meinung nach am Besten und so veratmete ich die nächsten Wehen mit dem OK auf dem Pezzi Ball – aber da hatte ich zu wenig Halt, außerdem wurde der Druck immer schlimmer und nun packte mich doch die Angst zu reißen.
M. gab mir Globuli und beruhigte mich, sie war so ruhig und zuversichtlich, das gab mir neuen Mut.
Schließlich war es soweit. Wir gingen zum Hocker, ich hängte mich in das Seil und nach ein paar Presswehen merkte ich wie der Kopf austrat, ich schrie „unser Kind kommt“ und dann war sie auch schon da! Um 1:05 geboren. Vom ersten Zwicker bis zur Geburt ~5h.
Monika musste sie absaugen und von der Nabelschnur befreien und gab sie mir dann gleich herauf.
Es war ein überwältigendes Gefühl, meinen Mann hinter mir als Wahnsinnsstütze und unsere Tochter ganz frisch bei meiner Brust zu haben. Sie hat auch gleich gesaugt.
Dann kam noch das letzte Stückchen Arbeit, die Plazenta, diese war sehr groß und schwer wie M. bemerkte. Nachdem auch das geschafft war übersiedelten wir wieder ins kuschelige Bett und kuschelten ausgiebig mit unserer Maus. Monika gab uns alle Zeit der Welt und erst als ich Johanna Sophie freigab wurde sie gewogen und gemessen. 4080g auf 53cm und 35cm KU wobei sie 1 Hand dabei hatte – ein Bröckerl also.
Sie hat mich übrigens noch am Gebärhocker 2x angeludlt, das hat sie sich beibehalten, jedes Mal wenn’s nackig is, rinnts schon *ggg*
Ein kleines Risserl hatte ich als Verletzung, was wenn man die Vorgeschichte betrachtet, nahezu lächerlich wirkt. Die Schwellung die ich hatte behandelte Monika gleich mit Coolpacks.
Nachdem ich mit dem Kreislauf nicht so stabil war beschlossen wir nach dem Frühstück noch ein Weilchen zu bleiben. E. machte sich auf zum Standesamt und Monika betreute mich und wir redeten sehr viel.
Gegen 10:30 waren wir dann startklar. E. stützte mich zu Hause angekommen noch die 2 Stiegen bis ins Schlafzimmer und holte dann die stolze große Schwester vom Kindergarten ab.
Superstolz kam M. ins Schlafzimmer um ihre kleine Schwester zu betrachten.
Eugen und ich sind beide überwältigt von dieser Geburt, wir wussten nicht, dass eine Geburt so schön sein kann, so intim, einfach unbeschreiblich!
Wir sind auch Monika unendlich dankbar, sie hat nie daran gezweifelt, dass ich es schaffen kann, dass alles heil bleibt, bzw. die Narbe hält usw. sie war uns eine große Stütze und ich bewundere nun Hebammen noch viel mehr, als ich es in dieser SS ohnehin schon tat.
Bei meinem FA bin ich froh, dass er mir es ermöglicht hat, die letzten US auch noch bei ihm zu machen und dass er sich so verschätzt hat, auf sein Gesicht bin ich schon SEHR gespannt *gg*.

Soda, das ist jetzt ein gscheiter Roman geworden – sorry!
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Dieser Beitrag von Maria001 gefällt 15 Usern: Amber, Claudia1985w, dani2000, esche82, kat, Katzenbaer, mausilein1, Merena, Morgana, morle, musicus, Pama, schaf86, Schokolade, tschepetta
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Benutzerbild von Merena
Merena
 
09.05.2012, 17:21

danke für den schönen bericht!
das macht mut
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Dieser Beitrag von Merena gefällt: Maria001
(#4) [Permalink]
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Benutzerbild von Phidelia
Phidelia
 
09.05.2012, 21:03

Ein echt wundervoller Geburtsbericht! Herzlichen Glückwunsch zu eurer Kleinen!
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Benutzerbild von mausilein1
mausilein1
 
09.05.2012, 21:32

Es freut mich das du eine so wunderschöne Geburt erleben durftest!
Ich wünsche euch alles Liebe und Gute!!!!!

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Benutzerbild von Iris1979
Iris1979
 
10.05.2012, 05:44

einfach nur

lg iris
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(#7) [Permalink]
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Benutzerbild von Morgana
Morgana
 
10.05.2012, 09:18

Schöner Bericht - freut mich dass die Geburt so ein schönes Erlebnis war.......
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(#8) [Permalink]
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Benutzerbild von NextSweety
NextSweety
 
13.05.2012, 19:31

lichen Glückwunsch und wirklich ein schöner Bericht, das macht echt Mut!

Meine 1. Geburt war auch nicht sooo schön und ich bin guter Dinge das die 2te auch dafür umso schöner wird
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Dieser Beitrag von NextSweety gefällt: Maria001
(#9) [Permalink]
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Benutzerbild von morle
morle
 
13.05.2012, 19:39

Das ist ein schöner Bericht, herzlichen Glückwunsch
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(#10) [Permalink]
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Benutzerbild von -Mily-
-Mily-
 
18.05.2012, 21:19

total schön dein geburtsbericht, bin ja selber von meiner letzten geburt noch ein bißl ″psychisch geschädigt″ aber wenn ich deinen bericht lese,dann bekommr geburt einen ganz anderen beigeschmack. voll schön,freut mich für dich dass so eine schöne geburt erleben durftest !
alles gute !
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(#11) [Permalink]
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Benutzerbild von Lupa18
Lupa18
 
19.05.2012, 12:27

wie schööön! herzlichen glückwunsch!

ich hab ganz am anfang auch mal kurz überlegt ins geburtshaus zu gehen, aber bei mir war eindeutig das gefühl da, das ich zuhause bleiben möchte und hätte es mir dann gar nicht mehr anders vorstellen können. ich finde es einfach schön wenn man dort entbinden kann wo man sich wohl fühlt, sei es zuhause, im geburtshaus oder eim kh! fes sollte einfach passen!
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(#12) [Permalink]
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Benutzerbild von KatjaMami
KatjaMami
 
19.05.2012, 22:50

Herzlichen Glückwunsch! Ich freue mich immer sehr, wenn ich von so schönen und stimmungsvollen Geburten lese.

Alles Gute euch vieren!
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