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Toilettenverweigerungssyndrom -
19.12.2010, 09:43
Hab schon im Kindergesundheitsforum gefragt, möchte aber hier auch noch mal nachfragen: kennt das jemand? Brauche Erfahrungen!
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19.12.2010, 10:33
Ja leider kenn ich das.
Wie alt ist dein Kind? War es schon sauber?
Mein großer Sohn war mit zweieinhalb sauber. Ein Jahr später begann er - wahrscheinlich durch einen Schock verursacht - immer öfter das Klo zu verweigern.
Geholfen hatte dann, als er schon 5 war, dass ich ihm gesagt habe, dass ich nicht mehr weiß, wie ich ihm helfen soll, dass nichts von dem, was ich versucht hatte, funktionierte und dass ich daher ihm die Verantwortung über seine Blase ganz alleine überlasse.
Ich forderte ihn nicht mehr auf, aufs Klo zu gehen, auch wenn er schon sehr zappelte, zog ihn nicht mehr um, wenn er nass war und nahm keine Ersatzsachen mehr mit. Nach ein paar Tagen, begann er von selbst aufs Klo zu gehen und wenn er doch mal zu spät dran war, zog er sich ganz alleine um (was aber immer seltener vorkam). Das ging 10 Monate gut so.
Seit ca 3 Wochen macht er sich nun aber wieder regelmäßig an und ich bin echt ratlos und frustriert
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19.12.2010, 10:57
Hallo,
Toilettenverweigerungssyndrom kennzeichnet sich eigentlich dadurch, dass die Kinder die kleine Seite problemlos am Klo verrichten, die große Seite jedoch nicht. Im Unterschied dazu die Toilettenphobie. Ein bisserl etwas findet man im Internet.
Mein Sohn ist 8, verrichtet das kleine Geschäft problemlos, verweigert jedoch das große Geschäft am Klo, ebenso sich selber zu säubern. Er hat sich auf diese Weise verstopft, bekommt 28 g PEG 4000, um den Stuhl weich zu halten.
Stuhlverhalten tritt immer bei fremden WCs auf und auch zu Hause, wenn Besuch da ist.
bin jetzt echt ratlos. Wir sind wegen der Verstopfung in Behandlung und bin jetzt durch Zufall auf das Toilettenverweigerungssyndrom gestoßen, dass unserem Problem sehr ähnlich klingt.
Ich kenne nur leider keinen Kinderpsychologen, den ich mal fragen könnte, scheint kein alltägliche Sache zu sein.
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19.12.2010, 22:27
Zitat:
Zitat von haselmaus
Hallo,
Toilettenverweigerungssyndrom kennzeichnet sich eigentlich dadurch, dass die Kinder die kleine Seite problemlos am Klo verrichten, die große Seite jedoch nicht. Im Unterschied dazu die Toilettenphobie. Ein bisserl etwas findet man im Internet.
Mein Sohn ist 8, verrichtet das kleine Geschäft problemlos, verweigert jedoch das große Geschäft am Klo, ebenso sich selber zu säubern. Er hat sich auf diese Weise verstopft, bekommt 28 g PEG 4000, um den Stuhl weich zu halten.
Stuhlverhalten tritt immer bei fremden WCs auf und auch zu Hause, wenn Besuch da ist.
bin jetzt echt ratlos. Wir sind wegen der Verstopfung in Behandlung und bin jetzt durch Zufall auf das Toilettenverweigerungssyndrom gestoßen, dass unserem Problem sehr ähnlich klingt.
Ich kenne nur leider keinen Kinderpsychologen, den ich mal fragen könnte, scheint kein alltägliche Sache zu sein. 
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ich kenn das nur zu gut. mein bub wird 10 und ist nicht im stande, sein großes geschäft am klo zu verrichten. auch mit abführmitteln hatten wir keinen erfolg. er hat es so lange zurück gehalten, bis er sich vor schmerzen gekrümmt hat und geschrieen hat. der stuhl funktioniert nur in die windel. das kleine geschäft geht ins klo und er braucht nur zum groß gehen eine windel, bzw. in der nacht ist er auch nicht sauber.
sogar mit einer kinderpsychotherapeutin haben wir es schon versucht, aber die hat gemeint, so etwas habe sie noch nicht gehört. nach einem jahr haben wir dann aufgehört, da unser bub nicht mehr zu ihr gehen wollte. wenn er in der schule groß muss sagt er dass ihm nicht gut ist und er legt sich hin bis der drang vorbei ist.
natürlich ist das für ihn eine riesenbelastung. auch hat er sich in den letzten 2 jahren total auf mich mit der a-a-windel fixiert. ich war jetzt längere zeit im spital, da hat er im schnitt nur 1x in der woche gemacht.
ich weiß mir auch keinen rat mehr. ich setz ihn aber auch in keiner art und weise unter druck. ich baue halt darauf, dass die zeit für uns arbeitet.
wenn jemand aber einen tipp hat, so wäre ich dankbar dafür. ich hab alles probiert was möglich war.
ich möcht4e noch erwähnen, dass unser bub sehr, sehr dünn ist und teilweise das essen verweigert. das war immer schon so. manchmal hab ich das gefühl, dass alles, was mit nahrungsmittelaufnahme und -ausscheidung zu tun hat, für ihn ein riesiges problem darstellt. natürlich im unterbewusstsein.
Geändert von PULANDEVY (19.12.2010 um 22:30 Uhr)
Grund: ergänzung
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20.12.2010, 08:28
Hallo,
Meine Söhen hatten das beide.
Das einzige was hilft kein Thema daraus machen.Ignorieren- fertig .
Nicht bestrafen ,nicht drängen etc.
Bei beiden Kindern war der Spuk von einem Tag auf den anderen vorbei.
So ungewöhnlich ist es übrigens gar nicht.
Es gibt gar nicht so wenige Kinder die dieses Problem haben nur spricht man nicht darüber.
Bei älteren Kinder sollten evt. organische Gründe (vorallem bei chron. Opstipation) ausgeschloßen werden.
Im SMZO gibt es z.b eine eigene Ambulanz.
Durch das chronische zurückhalten können sich auch Ausweitungen im Enddarm bilden etc.
Das sollte evt. abgeklärt werden.
Lg A.
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20.12.2010, 14:21
hallo,
genau das halte ich für den falschen ansatz .je mehr du an der verweigerung " arbeitest" umso weniger wird es klappen.
lg a
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20.12.2010, 15:42
Mit "daran arbeiten" meine ich, dass ich mich darum kümmere, dass er - falls erforderlich - eine Therapie bekommt. Außerdem finde ich es durchaus gerechtfertigt, dass ich meinem 8-jährigen Kind mitteile, dass es nicht in Ordnung ist, in die Hose zu machen, statt das WC zu benutzen.
Also wenn ich nicht einmal DAS mehr machen darf, dann weiß ich wirklich nimmer 
Aber um dich zu beruhigen: ich sage es ihm nicht laufend, dass es nicht in Ordnung ist, ich setze ihn auch sonst nicht unter Druck. Er weiß, dass SAUBERE Unterwäsche und ein Haufen am WC sein Ziel sein sollte, sonst nix.
Er selber fragt mich ja auch, was er tun muss, um seine Medizin nicht mehr nehmen zu müssen....... er will also selber wissen, wie er daran arbeiten kann........
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20.12.2010, 15:46
Zitat:
Zitat von PULANDEVY
ich kenn das nur zu gut. mein bub wird 10 und ist nicht im stande, sein großes geschäft am klo zu verrichten. auch mit abführmitteln hatten wir keinen erfolg. er hat es so lange zurück gehalten, bis er sich vor schmerzen gekrümmt hat und geschrieen hat. der stuhl funktioniert nur in die windel. das kleine geschäft geht ins klo und er braucht nur zum groß gehen eine windel, bzw. in der nacht ist er auch nicht sauber.
sogar mit einer kinderpsychotherapeutin haben wir es schon versucht, aber die hat gemeint, so etwas habe sie noch nicht gehört. nach einem jahr haben wir dann aufgehört, da unser bub nicht mehr zu ihr gehen wollte. wenn er in der schule groß muss sagt er dass ihm nicht gut ist und er legt sich hin bis der drang vorbei ist.
natürlich ist das für ihn eine riesenbelastung. auch hat er sich in den letzten 2 jahren total auf mich mit der a-a-windel fixiert. ich war jetzt längere zeit im spital, da hat er im schnitt nur 1x in der woche gemacht.
ich weiß mir auch keinen rat mehr. ich setz ihn aber auch in keiner art und weise unter druck. ich baue halt darauf, dass die zeit für uns arbeitet.
wenn jemand aber einen tipp hat, so wäre ich dankbar dafür. ich hab alles probiert was möglich war.
ich möcht4e noch erwähnen, dass unser bub sehr, sehr dünn ist und teilweise das essen verweigert. das war immer schon so. manchmal hab ich das gefühl, dass alles, was mit nahrungsmittelaufnahme und -ausscheidung zu tun hat, für ihn ein riesiges problem darstellt. natürlich im unterbewusstsein.
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mein Sohn hat das Essen verweigert, weil er damit den Stuhlgang verweigern wollte - voll bewusst. Das war noch VOR Diagnosestellung und Einstellung mit dem PEG4000. Bekommt ihr auch dieses Medikament? Damit KANN er nämlich den Stuhlgang NICHT verdrängen.
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20.12.2010, 19:08
hallo,
vielleicht ist das buch hilfreich für euch.
ich kenne es nicht aber hatte es damals als meine söhne das problem hatten abgespeichert.
wobei meine immer eine windel verlangt haben und jünger waren.
lg a
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20.12.2010, 21:25
Ich habe mir grad das Buch angesehen und war überrascht, wie groß die Auswahl überhaupt zu diesem Thema ist. Ich habe jetzt gleich mehrere Bücher bestellt, sowohl für meinen Burschen, als auch für mich (Eltern-Info Brochüre).
Ich halte viel davon, mit Büchern zu arbeiten!
Vielen Dank für den Tipp!
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21.12.2010, 00:01
hallo,
gerne !
ich bin ja auch so eine leserate und lese mich in jede thematik die meine kinder betrifft ein.
ich hoffe du findest eine passende lösung für euch .
berichte doch weiter !
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02.02.2011, 09:06
Ich kenne das auch! Amelie ist 5 Jahre alt und ist brav aufs Klo gegangen. Dann waren wir eine Woche auf Urlaub in Italien dort hatte sie verstopfung und ging die ganze Woche nicht! Ich hab mir Sorgen gemacht.. das hat sie gemerkt und dann kamen wir vom Urlaub zurück, und mein erster Arbeitstag nahte!
Ab diese, Zeitpunkt war es vorbei!
Sie hält bis zu 9 (!) Tagen zurück, am Anfang hab ich in Panik immer Stuhlerweicher gegeben oder Microklist!
Mittlerweile weiss ich ganz genau wie sie sich verhält wenn sie zurückhält!
Ich habe es ganz lieb mit viel reden und Büchern versucht zu erklären warum es sooo schlimm für ihren Körper ist! Und das wir Klozeiten einführen müssen damit sie immer zu Hause aufs Klo gehen kann!
Ich hab ihr dutzende neue Unterhosen gekauft und ihr versucht bei zu bringen, dass wenn die UHose voll ist, sie diese unbedingt wechseln muss und es mir nicht sagen braucht wenn sie sich schämt! Nur damit sie sauber ist und nicht noch andere Krankheiten bekommt!
Nichts hat geholfen...wie immer bei Amelie!
Beim letzten Mal war ich dann sehr sauer weil ich vom KiGa angerufen wurde, dass Amelie scheinbar krank sei uns sie wimmere so und ich soll sie holen! Ich rase in den Kindergarten (alle bei uns haben Fieber und Grippe teilweis Scharlach) frage sie sofor Amelie musst du aufs Klo??? NEIN! Ok! UHose war auch sauber ich düse zum Arzt um alles ausschliessen zu lassen! Nichts! 
Also schnell die Familie organisiert Pflegeurlaub eingeteilt - das arme Kind muss sich erholen!
Ihr Verhalten war auch sonderbar kein Wort hat sie gesprochen, immer gesagt sie habe Halsweh...ist freiwillig ins Bett gegangen und in der Nacht nicht gekommen...!
3 Tage später: Ich erinnere sie an den Klogang - ein riesen Zirkus, sie haut mich schreit mich an, etc....!
Dann ist mir der Geduldsfaden gerissen: Ich habe sie aufs Klo gesetzt (ohne Gebrüll meinerseits) und ihr gesagt, dass ich nicht einfach so zu Hause bleiben kann nur weil sie nicht aufs Klo geht...! Dann das üblich, Stuhlgang aber soo viel unfassbar danach entschuldigungen noch und nöcher...! Danach ein vollkommen gesundes hüpfendes Kind gar nicht krank!
Ich verzweifle! Da muss man doch was tun können! Ich verwende jetzt keine Medikamente mehr ich setze sie jeden Abend 10 min aufs Klo damit sie sich daran gewöhnt und wenn was kommt dann sind wir hell auf begeistert!
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