Internetfalle Olympia: Vorsicht bei Online-Videos und Live-Streams
Malware tarnt sich in Codec-Downloads und multimedialen Video-Inhalten
(24.02.10) - AVG Technologies warnt vor infizierten Video-Dateien und falschen Codecs im Zusammenhang mit den Olympischen Winterspielen. Nach Erkenntnissen des AVG-Forschungs-labors ist es Virenschreibern gelungen, bereits wenige Stunden nach dem tödlichen Rodel-Unfall aus Suchmaschinen-Anfragen wie "Video Schlittenunfall Olympia" Profit zu schlagen. Um das Unfall-Video abspielen zu können, wurden arglose Anwender zur Installation einer scheinbar nicht vorhandene Software verleitet, hinter deren Fassade sich jedoch Schadware verbarg.
AVG rechnet im Laufe des Großereignisses mit einem deutlichen Anstieg betrügerischer Aktivitäten im Rahmen von Video-und Live-Streaming-Angeboten. Vermehrt führen seriös wirkenden Streams oder Videos zu Download-Angeboten, die den Rechner mit Trojanern, Spyware, Rootkits oder anderer Malware infizieren.
Immer mehr Menschen verfolgen über Live-Streams im Internet das aktuelle Geschehen der Spiele. Laut ARD/ZDF Online-Studie 2009 rufen 62 Prozent aller Onliner regelmäßig Beiträge ab, zum Beispiel über Videoportale oder Online-Mediatheken, und schauen live oder zeitversetzt Fernsehsendungen im Internet. Auf unzähligen Portalen sind daher Videos der Eröffnungsfeier, der spannendsten Medaillenkämpfe und Interviews zu finden. Mit der Nachfrage nach multimedialen Inhalten steigt jedoch das Risiko, Opfer von Internet-Kriminalität zu werden.
Dabei ist die Masche der Angreifer fast immer dieselbe: Entweder besteht das manipulierte Video aus einer infizierten Flash-Datei oder es ist so präpariert, dass es eine scheinbar nicht vorhandene Software zur Wiedergabe erfordert. Die Nutzer werden dann animiert, den angeblich benötigten Video-Codec herunterzuladen. Einige Abspielprogramme laden fehlende Codecs sogar automatisch aus dem Netz nach.
Um das Risiko einer Infektion durch Malware stark zu reduzieren empfiehlt AVG, stets einen aktuellen Player einzusetzen und sämtliche Sicherheitsupdates zeitnah zu installieren. So ist es unwahrscheinlich, dass ein benötigter Codec zu einem legitimen Video nicht vorhanden ist. Daneben empfiehlt es sich einen Linkscanner einzusetzen, um dubiose Download-Angebote und gefährliche Internet-Adressen bereits vor dem Anklicken zu enttarnen. Der AVG LinkScanner etwa prüft Links und Web-Inhalte genau in dem Moment, in dem sie aufgerufen werden
Quelle:itseccity.de
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