21.02.2010, 14:40
Zitat:
Zitat von sazhanna
liebe frauen,
nach zwei jahren stillen soll es nun tatsächlich so weit sein. abstillen ist angesagt. problem: töchterchen ist busenfanatikerin. wahrscheinlich würde sie noch jahre trinken wenn ich sie ließe.
das heißt: der widerstand wird groß sein (erste versuche im herbst schlugen fehl). sie liebt den busen heiß, aber ich mag wirklich nicht mehr (entsprechend schlechte nächte).
als wir vor kurzem beim arzt wegen grippe waren, und töchterchen nach dem busen griff, stellte sich heraus dass die ärztin eine tochter hatte, die auch bis zweieinhalb trank (wenn ich sie gelassen hätte, würde sie noch in der schule trinken meinte sie). ihre tochter war so hartnäckig, dass sie sich dann chillie auf die brustwarzen rieb? grübel.......
wie habt ihr es geschafft? ich weiß es gibt mütter/kinder, wo das ganz problemlos ist.
bei uns nicht, daher bitte tipps, für erfolgreiches, und vielleicht doch ein wenig "entspanntes" abstillen.
danke und lg
sabine
|
Liebe Sabine!
Zuerst kannst du mal mit deiner Tochter sprechen und "stillfreie" Zeiten vereinbaren. Also mal "punktuell" abstillen, z.b. es wird nicht gestillt wenn ihr ausser Haus seid, oder dein Kind darf sich nicht "selbst bedienen". Wichtig ist dass DU konsequent bist, und auch mal einen Protest aushältst.
Die Methode deiner Ärztin ist nicht unbedingt empfehlenswert, heisst auch
„Curry Methode" (auch Senf Methode genannt) kann einen sehr gravierenden Vertrauensbruch bedeuten.
Auch das oft empfohlene "Wegfahren" für einige Tage ist sehr belastend für dein Baby.
Es gibt einige weniger schlimmt Methoden zum Abstillen eines älteren Kindes.
* biete nicht an, lehne nicht a, das bedeutet, dass du deinem Kind die Brust nicht anbietest, aber auch nicht ablehnst wenn es zu einem für dich passenden Zeitpunkt stillen will.
* dann lenke dein Baby ab, du müsstest aber deine Gewohnheiten verändern, d.h. vertraute Stillsituationen vermeiden, und neue Betätigungsfelder schaffen.
Für das eine Kind kann das bedeuten, dass du viel häufiger Ausflüge zu Orten unternimmst , die deinem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern.
Es kann auch ablenkend wirken, wenn du dein übliches Verhalten in bestimmten Situationen veränderst. Wenn du zum Beispiel sitzen bleibst anstatt sich hinzulegen, wenn du dein Kind zum einschlafen bringst. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt.
Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn du das Stillen immer dann, wenn dein Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschiebst . Das kannst du flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen.
Du kannst auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Also dein Kind anlegen und stillen aber ihm bald etwas zum Essen anbieten.
Für die Nacht kannst du dir z.b. ein langes Nachthemd /Hauskleid anziehen das du vorne nicht öffnen kannst und somit dein Kind sich nicht selbst bedienen kann.
buchtipp: Wir stillen noch Verlag la leche Liga
LG
susa