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Mupfeloma
 
Krankenhausgeburt: Was sollte man wissen? - 09.08.2009, 18:15

Hallöchen

Ich selber habe vor 23 Jahren meine Tochter zuhause geboren, weil mir das zu kompliziert war, den ganzen medizinischen Kram zu verstehen und zu beurteilen.... (na ja, nicht nur deshalb...)

Jetzt ist mein Kind schwanger und will im Krankenhaus entbinden (*schluck...*) aber das coole ist: Vermutlich darf/kann/soll ich dabei sein

Ich möchte gerne aus Interesse wissen, was denn heutzutage die ganzen Dinge sind, die man wissen sollte, wenn man zur Geburt in ein Krankenhaus geht? Ich weiß nur ein paar Stichworte so am Rande und ich hätte gerne weitere Informationen/Links/Lesetipps....

Also Vitamin K zum Beispiel... wie verabreicht man das oral ohne Schnuller oder Fläschchen? Einfach auf die Brustwarze geben? Oder auf einen Löffel und mit etwas Mumi einflößen? Ist das dann gut zu dosieren? Wann sollte das gegeben werden? Oder vielleicht sowieso gleich gar nicht geben? Gibts da aktuelle Infos/Untersuchungen? Hat da jemand gute Links?

Augentropfen/Antibiotika: Welche Abstrichuntersuchungen kann Frau vor der Geburt machen lassen und wann ist das sinnvoll? Ich glaube zwar nicht, das mein Tochterkind an Gonnorhoe leidet, aber was ist mit Streptococcus? Gibts da noch mehr Dinge, die man vorher checken kann, um die Augentropfen guten Gewissens abzulehnen?

Blutentnahme aus Kindesferse: Ich vergess immer die Fachbegriffe... Vor 23 Jahren gab es einen sogenannten Windeltest (mit dem ersten Urin), den man alternativ zu dieser Piekserei machen konnte. Damals war das Risiko eben, dass man auf das erste Pipi warten musste und nicht sofort nach der Geburt das Ergebnis hatte, aber heutzutage wird die Blutabnahme eh oft erst später gemacht... warum dann nicht gleich nur diesen Windeltest? Wäre ja nett, wenn man das Zwergerl nicht zur Begrüßung in die Ferse stechen müsste.... Weiß da zufällig jemand was dazu und hat vielleicht sogar Links für mich diesbezüglich?

Wehenfördernde Mittel: Aus meiner Zeit hab ich nur was über Oxytocin gelesen... gibts da andere/neuere? Was sind die Vor- und Nachteile? (Wenn es denn nötig sein sollte, wovon ich natürlich nicht ausgehe...)

PDA scheint ja auch heutzutage fast üblich zu sein... gibt es noch andere Methoden der medizinischen Schmerzlinderung? Oft lese ich von einem venösen Zugang der gelegt wird, was soll denn da durch? Was sind die Wirkungen/Nebenwirkungen? Vor- und Nachteile?

Tja, und was gibts sonst noch so für Dinge, über die man heutzutage so Bescheid wissen sollte, wenn man sich zur Geburt ins Krankenhaus begibt?
Ich vermute mal, Auspulsieren der Nabelschnur und Mutter/Kind nicht trennen, später baden (wenn überhaupt) ist wohl heutzutage kein Thema mehr? Aber ich weiß ja nicht, was sonst noch so "Routine" ist heutzutage und worüber man sich informieren sollte, um Entscheidungen zu treffen...

Mir gehts hier vorallem um Links/Quellen/Infos ... am liebsten online... Bücher sind so teuer und oft eben schon älteren Datums.

Lieben Gruß

Kirsten
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sandy181985
 
09.08.2009, 18:44

Hallo!

Bin auch eine der Feb10 Mama! Wo wird sie denn entbinden? Ich hab bei der 1. Geburt meinen LG mitgehabt und so machen wir das jetzt auch - übrigens der hatte keine Ahnung, man wird ja eh super von den Kinderschwestern, Hebamen, Ärzten betreut! Aber Infos vorab sind immer super!

In den KH´s gibts Kreissaalführungen, wo man alles erfragen kann, was einem noch so einfällt, bzw. sind die Hebamen in Hietzing zB jederzeit telefonisch erreichbar, sodass man sie auch nochmal ausquetschen kann!


Zitat:
Zitat von Mupfeloma Beitrag anzeigen


Ich möchte gerne aus Interesse wissen, was denn heutzutage die ganzen Dinge sind, die man wissen sollte, wenn man zur Geburt in ein Krankenhaus geht? Ich weiß nur ein paar Stichworte so am Rande und ich hätte gerne weitere Informationen/Links/Lesetipps....

würd mal auf die HP des KH´s schauen, da gibts immer KH-Spezifische Infos!

Also Vitamin K zum Beispiel... wie verabreicht man das oral ohne Schnuller oder Fläschchen? Einfach auf die Brustwarze geben? Oder auf einen Löffel und mit etwas Mumi einflößen? Ist das dann gut zu dosieren? Wann sollte das gegeben werden? Oder vielleicht sowieso gleich gar nicht geben? Gibts da aktuelle Infos/Untersuchungen? Hat da jemand gute Links?

Vitamin K wird von der Kinderschwester/ Kinderarzt verabreicht! Oral! soweit ich weiß nach der Geburt!

Augentropfen/Antibiotika: Welche Abstrichuntersuchungen kann Frau vor der Geburt machen lassen und wann ist das sinnvoll? Ich glaube zwar nicht, das mein Tochterkind an Gonnorhoe leidet, aber was ist mit Streptococcus? Gibts da noch mehr Dinge, die man vorher checken kann, um die Augentropfen guten Gewissens abzulehnen?

Streptokoken: in der 37. SSW wird vom KH ein Abstrich gemacht - sonst weiß ich leider nix!

Blutentnahme aus Kindesferse: Ich vergess immer die Fachbegriffe... Vor 23 Jahren gab es einen sogenannten Windeltest (mit dem ersten Urin), den man alternativ zu dieser Piekserei machen konnte. Damals war das Risiko eben, dass man auf das erste Pipi warten musste und nicht sofort nach der Geburt das Ergebnis hatte, aber heutzutage wird die Blutabnahme eh oft erst später gemacht... warum dann nicht gleich nur diesen Windeltest? Wäre ja nett, wenn man das Zwergerl nicht zur Begrüßung in die Ferse stechen müsste.... Weiß da zufällig jemand was dazu und hat vielleicht sogar Links für mich diesbezüglich?

Stich in die Ferse wird jetzt auch noch gemacht, wobei dieser dann ins Labor geschickt wird und sollte etwas sein, bekommt man dann Bescheid!

Wehenfördernde Mittel: Aus meiner Zeit hab ich nur was über Oxytocin gelesen... gibts da andere/neuere? Was sind die Vor- und Nachteile? (Wenn es denn nötig sein sollte, wovon ich natürlich nicht ausgehe...)

Hab sowas auch bekommen - die Wehen waren bei mir danach viel schmerzhafter! Wie das Mittelchen allerdings heißt, weiß ich nicht! In Hietzing gibts auch noch alternativ Akupunktur, mit der kann man bereits in der 36. SSW beginnen (kostenlos, 1x die Woche, bzw. bei der Geburt), bei mir war es auch so, dass sich die Hebamen echt bemüht haben und brav massiert, geschmiert usw. haben! (gut wars- hatte nämlich keine Risse!)

PDA scheint ja auch heutzutage fast üblich zu sein... gibt es noch andere Methoden der medizinischen Schmerzlinderung? Oft lese ich von einem venösen Zugang der gelegt wird, was soll denn da durch? Was sind die Wirkungen/Nebenwirkungen? Vor- und Nachteile?

Dieser venöse Zugang wird sowieso sofort gelegt, da man ja im Ernstfall sofort handeln könnte! bezüglich der PDA gibt es in den KH´s sogar Vorträge, die man sich anhören kann! Es gibt schon schmerzstillende Medikamente, die man verlangen kann - werden dann über den Tropf verabreicht!

Tja, und was gibts sonst noch so für Dinge, über die man heutzutage so Bescheid wissen sollte, wenn man sich zur Geburt ins Krankenhaus begibt?
Ich vermute mal, Auspulsieren der Nabelschnur und Mutter/Kind nicht trennen, später baden (wenn überhaupt) ist wohl heutzutage kein Thema mehr? Aber ich weiß ja nicht, was sonst noch so "Routine" ist heutzutage und worüber man sich informieren sollte, um Entscheidungen zu treffen...

mein Kleiner ist nicht gebadet worden, hab ihn nach der Geburt sofort auf den Bauch bekommen und nach dem Wiegen usw. wurde dann schon das 1. mal versucht ihn anzulegen (habe gestillt - wurde gefragt, ob ich das so möchte) - danach waren wir (zu dritt) noch einige Zeit im Kreissaal und als ich dann ins Zimmer gebracht wurde, war mein LG mit dem Zwergi im Kinderzimmer, wo noch Untersuchungen gemacht wurden!

Mir gehts hier vorallem um Links/Quellen/Infos ... am liebsten online... Bücher sind so teuer und oft eben schon älteren Datums.

Bezüglich der Links, würd ich eben auf die KH-Seiten schauen, bzw. auf die Seite für die sich deine Tochter entschieden hat. Sonst findest du vielleicht noch Infos auf http://www.hebammen.at/



Lieben Gruß

Kirsten
Ich hoffe, ich konnte zumindest ein wenig behilflich sein!

LG
Sandra
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Benutzerbild von Reeva
Reeva
 
09.08.2009, 19:16

Hallo,

ich hab die Geburt zwar erst vor mir, aber vielleicht kann ich dir trotzdem ein bissi Infos geben bzw. zu weiteren Infos anregen:

Zitat:
Zitat von Mupfeloma Beitrag anzeigen
Also Vitamin K
wird von der Hebamme bzw. vom Arzt verabreicht, direkt nach der Geburt.
das Risiko einer Blutungsneigung steht bei 1:10 000 in den ersten lebhensmonaten.... trotzdem kriegt das gleich mal jedes Buzi.
Nebenwirkungen wurden mir weder im Vorgespräch von der Hebamme genannt, noch hab ich da schon was drüber gehört.
Würd ich also schon machen....
Bei uns: 2 Tropfen (ich nehme an mit Pipette) am 1. Tag und dann nochmal am 5. Tag

Augentropfen/Antibiotika:
Streptococcen-Abstrich wird bei der letzten FA-Untersuchung gemacht im Normalfall, falls da alles passt wird eigentlich nicht mehr untersucht, falls welche festgestellt werden, wird Antibiotika gegeben.
Pilze werden auch möglichst noch vor der Geburt behandelt (Zäpfchen, etc.)
Am besten wird aber sein, direkt im KH das Thema anzusprechen - ich möchte diese Augentropfen nämlich auch nicht haben und meine Hebamme hat gemeint, auf die kann man am ehesten verzichten... weil nix passiert, wenn das Buzi die nicht kriegt. Selbst wenn eine Augenentzündung auftritt, wird die halt dann behandelt. Nicht mehr und nicht weniger... Insofern aber bitte trotzdem einfach mal nachfragen, in jedem KH ist es anders.
Bei uns: Betaisodona - 2,5%ige Augentropfen, weil 10% aller Neugeborenen in den ersten Lebenstagen eine Bindehautentzündung haben, die meist durch Chlamydien verursacht werden... Tropfen werden noch innerhalb einer Stunde nach der Geburt gegeben...


Blutentnahme aus Kindesferse:

find ich auch nicht so prickelnd muss ich sagen, aber das "Gute":
bei uns: frühester Zeitpunkt der Blutabnahme: 48 Std nach der Geburt, also ab dem 3. Lebenstag, üblicherweise am 5. LT
es werden insgesamt 23 Erkrankungen untersucht.


Wehenfördernde Mittel:

Neben dem Oxytocin als Tropfinfusion (in die Armvene) oder als Tablette oder Gel vor den äußeren Muttermund gibts noch den sogenannten "Rizinusölcocktail" (sollte nur unter Aufsicht erfolgen), außerdem homöopathische Möglichkeiten (Globuli, welche genau weiß ich nicht aber dass muss ja eh der geeignete Arzt entscheiden oder auch eine befähigte Hebamme..), außerdem gibts noch wehenverstärkende oder auch wehenhemmende Medikamente...

PDA scheint ja auch heutzutage fast üblich zu sein...
bei uns: nein nicht üblich und wird auch von den Hebammen wegen der hohen Saugglockenrate bei PDA-Geburten davon abgeraten!
Natürliche Geburt wird bevorzugt!

gibt es noch andere Methoden der medizinischen Schmerzlinderung? Oft lese ich von einem venösen Zugang der gelegt wird, was soll denn da durch? Was sind die Wirkungen/Nebenwirkungen? Vor- und Nachteile?
der venöse Zugang wird meistens routinemäßig zu Beginn gelegt, kann man aber auch ablehnen! am besten vor Ort schon bei einem Kontrolltermin besprechen. Oder einen Geburtsplan aufstellen (was will ich - was will ich auf keinen Fall). Hat den Vorteil, falls wirklich was ist, kann man sehr schnell zb Schmerzmittel, Narkose etc. spritzen, aber manche Frauen stört das (zu "klinisch"), wie gesagt, kann man ablehnen!
Schmerzlinderungsmöglichkeiten bei uns:
- Aromabad, homöopathische Medikamente
- schmerzdämpfende Tabletten / Zäpfchen / Spritzen
- örtliche Betäubung
- Akupunktur

Auspulsieren der Nabelschnur

ist nicht unbedingt obligat! sollte man, wenn man das will, unbedingt vor der Geburt besprechen bzw. am Geburtsplan festhalten

Mutter/Kind nicht trennen
wird im Normalfall nicht getrennt - außer bei Komplikationen...

später baden

bei uns im LKH Sbg wird nach der Geburt nicht gebadet, auch soweit ich weiß erst ab dem 2. oder 3. Lebenstag erst (wozu auch) - wird nur mit vorgewärmten Tüchern abgetrocknet und dann zur Mutter auf Bauch / Brust gelegt

hoffe somit ich konnte einige deiner Fragen beantworten.

alles Liebe und vor allem alles Gute deiner Tochter!
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(#4) [Permalink]
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tikimama
 
10.08.2009, 09:38

wenn deine tochter nicht will, muß sie gar nichts dieser maßnahmen für sich und ihr kind in anspruch nehmen.

informiert euch vorab, wägt das risiko ab und trefft die für euch richtige entscheidung. zwingen kann euch niemand zu etwas!

mein kind hat alle von dir beschriebenen bhandlungen nach der geburt bekommen, ausser dem fersenstich würde ich beim nächsten nichts mehr machen lassen.

die meisten meiner bekannten haben auf das vitamin k und die augentropfen verzichtet und völlig gesunde kinder mit nach hause genommen (sofern sie überhaupt im krankenhaus entbunden haben).

im gegensatz dazu liegt das kleine einer freundin seit seiner geburt im juni wegen 2 gehirnblutungen auf der intensivstation - und das trotz der vit k-tropfen. also absolute sicherheit gibts ohnehin nicht.
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(#5) [Permalink]
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Aysa
 
10.08.2009, 17:59

Zitat:
Zitat von Mupfeloma Beitrag anzeigen
Hallöchen

Ich selber habe vor 23 Jahren meine Tochter zuhause geboren, weil mir das zu kompliziert war, den ganzen medizinischen Kram zu verstehen und zu beurteilen.... (na ja, nicht nur deshalb...)

Jetzt ist mein Kind schwanger und will im Krankenhaus entbinden (*schluck...*) aber das coole ist: Vermutlich darf/kann/soll ich dabei sein

Ich möchte gerne aus Interesse wissen, was denn heutzutage die ganzen Dinge sind, die man wissen sollte, wenn man zur Geburt in ein Krankenhaus geht? Ich weiß nur ein paar Stichworte so am Rande und ich hätte gerne weitere Informationen/Links/Lesetipps....

Also Vitamin K zum Beispiel... wie verabreicht man das oral ohne Schnuller oder Fläschchen? Einfach auf die Brustwarze geben? Oder auf einen Löffel und mit etwas Mumi einflößen? Ist das dann gut zu dosieren? Wann sollte das gegeben werden? Oder vielleicht sowieso gleich gar nicht geben? Gibts da aktuelle Infos/Untersuchungen? Hat da jemand gute Links?

ich habe leider keinen link.
das vitamin k ist umstritten da es studien zwischen der intramuskulären injektion und gehäuften krebserkrankungen im kindesalter gab.in erster linie von leukämie.
die konsequenz war das es inzwischen oral verabreicht wird.
in österreich ist es üblich es am tag der geburt ,am vierten lebenstag sowie mit 4 lebenswochen zu verabreichen.
es wird mit einer pipette verabreicht und den neugeborenen direkt in den mund gespritzt.
es ist sehr gut zu dosieren.
bitte daruaf achten das es erst nach dem ersten anlegen verabreicht wird.ich gebe es sehr gerne wenn die kinder an der brust saugen .dann spritze ich es in den mundwinkel und die kinder saugen es vermischt mir süßer mamamilch (die vormilch hat übrigens auch vitamin k) einfach weg.

Augentropfen/Antibiotika: Welche Abstrichuntersuchungen kann Frau vor der Geburt machen lassen und wann ist das sinnvoll? Ich glaube zwar nicht, das mein Tochterkind an Gonnorhoe leidet, aber was ist mit Streptococcus? Gibts da noch mehr Dinge, die man vorher checken kann, um die Augentropfen guten Gewissens abzulehnen?

die augentropfen kann man wenn tripper ausgeschloßen werden kann immer mit gutem gewissen ablehnen.
die betaisotona lösung ist nicht wie fälschlicherweise oft behauptet schmerzfrei.
und vermeidet auch nicht eine bindehautinfektion nach der geburt.
im falle eine bindehautentzündung kann man immer noch antibiotische augentropfen geben (das ist allerdings selten nötig).

Blutentnahme aus Kindesferse: Ich vergess immer die Fachbegriffe... Vor 23 Jahren gab es einen sogenannten Windeltest (mit dem ersten Urin), den man alternativ zu dieser Piekserei machen konnte. Damals war das Risiko eben, dass man auf das erste Pipi warten musste und nicht sofort nach der Geburt das Ergebnis hatte, aber heutzutage wird die Blutabnahme eh oft erst später gemacht... warum dann nicht gleich nur diesen Windeltest? Wäre ja nett, wenn man das Zwergerl nicht zur Begrüßung in die Ferse stechen müsste.... Weiß da zufällig jemand was dazu und hat vielleicht sogar Links für mich diesbezüglich?

den windeltest gibt es nicht mehr.
der pku wird frühestens 48 stunden nach der geburt (besser ist es aber den ersten muttermilchstuhl abzuwarten.also dann wenn sich das mekonium umstellt auf den hellen ,flüssigen mm-stuhl).
das ist zwischen dem vierten und siebten lebenstag der fall.
die untersuchung (screnning auf über 20 versch. stoffwechselerkrankungen ) halte ich für sehr sinnvoll.
es sit ja nur ein kleiner stich in die ferse.
einfach darauf achten das es ruhig abläuft.es gibt eigene lanzetten die sehr fein sind und sehr schnell auf knopfdruck in die haut eindringen.dadurch ist der schmerz viel geringer als früher.
wenn das stillen schon gut klappt dann einfach das baby anlegen.das trinken entspannt das kind und das blut fließt besser ) dann ist es in 2 min.schon wieder vorbei.sie lassen kurz aus und schreien erschreckt aber trinken in der regel sofort weiter.
viele weinen gar nicht oder nur gaaanz kurz.
vorher auf warme füßchen achten (warm baden oder kirschkernkissen) und die hebamme /schwester soll nicht sofort drücken sondern erst mal ein paar sekunden warten.
dann ist es wirklich nicht schlimm.für die eltern ist es sowieso immer schlimmer als für die babys

Wehenfördernde Mittel: Aus meiner Zeit hab ich nur was über Oxytocin gelesen... gibts da andere/neuere? Was sind die Vor- und Nachteile? (Wenn es denn nötig sein sollte, wovon ich natürlich nicht ausgehe...)

nein.oxytocin ist immer noch das mittel der wahl wenn es nötig sein sollte.


PDA scheint ja auch heutzutage fast üblich zu sein... gibt es noch andere Methoden der medizinischen Schmerzlinderung? Oft lese ich von einem venösen Zugang der gelegt wird, was soll denn da durch? Was sind die Wirkungen/Nebenwirkungen? Vor- und Nachteile?

in kh ist ein venöser zugang üblich damit im falle einer komplikation sofort etwas verabreicht werden kann.
das kann ein wehenhemmendes mittel sein oder auch nur flüssigkeit wenn der kreislauf nicht mitspielt etc.
man kann den venösen zugang aber natürlich ablehnen.es kann dich ja niemand dazu zwingen.
neben der pda gibt es medikamente die gespritzt werden können.
wenn deine tochter eine gute hebamme hat und gut betreut wird ist ein schmerzmittel aber nicht immer notwendig.
ein entspannungsbad ,eine massage oder anleitung den schmerz zu veratmen reichen da meist schon.

Tja, und was gibts sonst noch so für Dinge, über die man heutzutage so Bescheid wissen sollte, wenn man sich zur Geburt ins Krankenhaus begibt?
Ich vermute mal, Auspulsieren der Nabelschnur und Mutter/Kind nicht trennen, später baden (wenn überhaupt) ist wohl heutzutage kein Thema mehr? Aber ich weiß ja nicht, was sonst noch so "Routine" ist heutzutage und worüber man sich informieren sollte, um Entscheidungen zu treffen...

Mir gehts hier vorallem um Links/Quellen/Infos ... am liebsten online... Bücher sind so teuer und oft eben schon älteren Datums.

ich kann dir auch dieses forum sehr empfehlen

www.rabeneltern.de

deine tochter sollte sich auf jeden fall eine gute hebamme suchen und ein kh wählen wo eine private hebammengeburt möglich ist.

Lieben Gruß

Kirsten
Liebe Grüße
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Benutzerbild von Mupfeloma
Mupfeloma
 
10.08.2009, 21:21

Hallöchen

Ganz herzlichen Dank für die vielen ausführlichen Antworten!

Im Moment ist meine Tochter in St. Josef angemeldet. Sie steht aber noch auf der Warteliste vom... öhmm... hab ich vergessen... so eine Abkürzung... Mist. Sorry...
Jedenfalls ist angedacht, dass mein bester Schwiegersohn von allen, eine Doula in Ausbildung und vielleicht auch noch meine Wenigkeit der Geburt beiwohnen wollen. Das ist natürlich ungewöhnlich... obwohl: "natürlich" streich ich mal in dem Satz... aber eben unüblich heutzutage. Das wird jedenfalls im St Josef schon mal nicht von vornherein ausgeschlossen. Mir ist schon klar, dass das vielleicht zu viel wird und ich hab auch fast kein Problem damit, vielleicht doch stundenlang in irgendeinem Warteraum zu hocken... aber schön wärs halt... wenn klappen würd. Und das ist heutzutage ja schon cool von einer Entbindungsstation, zu sagen "Sie können so viele Leute mitbringen, wie sie wollen, solange es nicht zu eng wird oder es SIE (meine Tochter) nicht stört." Und drei Begleitpersonen seien ja nicht automatisch ein Problem. Okay, das gefällt mir schon mal... Außerdem haben die gesagt, es wird nichts mit dem Kind gemacht ohne ausdrückliche Einwilligung der Eltern!

Ich denke ja auch, dass meine Tochter einfach vorher aufschreibt, was sie will und was nicht und was nur wenn.... aber dazu muss sie eben Infos haben, um das zu entscheiden. Es geht nicht darum, dass sie einfach "nichts" machen lassen will... sondern darum, dass sie sich da vorher informieren muss und da mag ich eben gerne helfen. Zumal mich das ganze Thema auch sehr interessiert. Aber für Nicht-Mediziner ist da ja kein durchkommen...

Ich frag mich zum Beispiel, wieso die Natur seit Jahrtausenden Babies mit niedrigem Vitamin K-Spiegel zur Welt kommen lässt. Ist das wirklich ein "Fehler" der Evolution? Oder hat das gar irgendeinen Sinn, den wir nur noch nicht kennen? Das ist einfach super schwer zu entscheiden, wie man es da halten will..... Und das ist noch das einfachste Thema von dem allen, finde ich...

Gut, dass mit den Augentropfen können wir wohl sein lassen, wenn vorher der Gyn sein OK gibt. Auf Chlamydien kann man ja auch vorher testen, glaub ich.
(Bei mir war es damals so, dass meine Hebamme ihre Berufszulassung riskiert hat... die Silber-Nitrattropfen waren damals noch Pflicht in Deutschland! Aber dieses Gesetz wurde noch im gleichen Jahr gestrichen)

Tja, dann diese Fersenblutgeschichte... *grübel*... wieso gibts wohl diesen Windeltest mit dem ersten Urin nach 24 Stunden nicht mehr? Damit konnte man zumindest einige Stoffwechselstörungen aufspüren. Ich bin vielleicht überskeptisch, aber ich denke, um ein Stück Papier an eine feuchte Windel zu halten und anschließend die Farbe abzulesen, gibts sicher keine gute Bezahlung von den Kassen... im Vergleich zu einer Blutentnahme und Labortests... Na ja, sicher ist der Windeltest nicht ganz so zuverlässig gewesen und konnte auch nicht soooo viele mögliche Krankheiten bestimmen.... aber bevor man nun gar nichts machen lässt, wäre es ja noch eine Alternative. Wenn es ihn noch gäbe.... Vielleicht kann ja irgend eine ältere Hebamme den noch irgendwo ausgraben...
Aber suuuper Tipps mit warmen Füßchen und anlegen und nicht sofort ausdrücken und so!!! Falls meine Tochter das machen lassen will, sind wir gut informiert, wie es relativ stress- und schmerzarm geht! Danke!!!

Wir haben viel hin- und herüberlegt wegen einer eigenen Hebamme.... ich weiß nicht, wie meine Tochter das letzendlich entscheidet. Ich persönlich finde ja, JEDE Hebamme, die diese Berufsbezeichnung tragen darf, MUSS meine Tochter ganz hervorragend betreuen. Das ist ihr Job, dafür wird sie bezahlt. Und wenn sie sich nicht angemessen verhält, muss man sich an entsprechender Stelle beschweren. Wenn sich nun jede Frau, die es sich leisten kann, eine eigene Wunsch-Hebamme mitnimmt, dann werden eventuell ungeignete Personen als Kassenhebammen in den Häusern bleiben und mit den "armen" Frauen, die sich meist eh nicht wehren, umspringen, wie sie wollen. Ich finde sogar, man muss seine Hebamme nicht unbedingt total "nett" finden. Ein Mindestmaß an Sympathie reicht völlig, der Rest ist Professionalität. Und dazu zählt auch Empathie JEDER werdenden Mutter gegenüber. Eine Hebamme muss die richtigen Tricks und Techniken kennen und vermitteln können, einen Dammriss möglichst verhindern können und einen Notfall zeitig erkennen. Schön, wenn man sich dabei gegenseitig nett findet, aber nicht zwingend notwendig. Man will sich ja nicht heiraten... Aber das erwarte ich von jeder Hebamme, auch ohne 800,-€ dafür zusätzlich zu bezahlen. Nun, wie gesagt, wie meine Tochter sich da entscheidet, weiß ich nicht... da misch ich mich auch möglichst wenig ein.

So, jetzt hab ich aber wieder viel geschrieben und doch die Hälfte vergessen... werdende Omas dürfen das

Ich danke Euch noch einmal ganz herzlich!

Lieben Gruß

Kirsten
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(#7) [Permalink]
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tikimama
 
11.08.2009, 09:24

bei meinem sohn war die geschichte mit dem fersen-blut die reinste tortur: das blut ist nicht richtig ausgetreten, vielleicht war ihm kalt oder er war einfach nicht entspannt genug. er wurde jedenfalls 2x gestochen und die schwestern haben dann auf seinem mini-füßchen herum gequetscht, dass mir ganz anders wurde. es hat, in meinem augen, auch ewig lange gedauert und ich war mehr als einmal beinahe soweit, darauf zu bestehen, das ganze sofort abzubrechen.

der fuß war dann auch noch tage danach richtig blau, selbst am rist. als ich eine schwester mal darauf ansprach, meinte sie entrüstet, diese verfärbung ruhe sicher noch vom fußabdruck her, der direkt nach der geburt gemacht wurde . soviel zum ausmaß des ganzen.

trotzdem würde ich, wie gesagt, bei einem potentiellen zweitem kind diesen test wieder machen lassen, um einfach die gewißheit zu haben. diesmal allerdings mit kompetentem personal, damit es so ablaufen kann, wie von aysa beschrieben.
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(#8) [Permalink]
Alt
paprika
 
11.08.2009, 18:17

Zitat:
Zitat von Mupfeloma Beitrag anzeigen
Ich persönlich finde ja, JEDE Hebamme, die diese Berufsbezeichnung tragen darf, MUSS meine Tochter ganz hervorragend betreuen. Das ist ihr Job, dafür wird sie bezahlt. Und wenn sie sich nicht angemessen verhält, muss man sich an entsprechender Stelle beschweren. (....) Ein Mindestmaß an Sympathie reicht völlig, der Rest ist Professionalität. Und dazu zählt auch Empathie JEDER werdenden Mutter gegenüber. E
Ja. Genau das hab ich mir vor meiner ersten Geburt auch gedacht (außer dass ich eine Beleghebamme hatte, was mir aber auch nix genützt hat...). Das ist doch sicher Standard, dass Hebammen per Berufsprofil im richtigen Moment einfühlsam sind und mit Gebärenden respektvoll umgehen. Weit gefehlt, so naiv bin ich beim zweiten Mal nicht mehr.

Weißt du, das ganze Beschweren hinterher nützt dir nix, weil die Geburt dann vorbei ist und nix davon rückgängig gemacht werden kann.. so oft im Leben erlebt frau ja keine Geburt... und eine, die nicht so läuft, wie sie bei freundlicher und achtsamer Betreuung hätte laufen können, kann eine Zeitlang ganz schön nagen, für das Experiment wär ich mir (jetzt beim zweiten Mal) zu schade. Wobei, Garantien gibt's bekanntlich eh nirgends.

Ich finde es übrigens sehr beeindruckend und vorbildlich, welche Gedanken du dir um die Geburt deines Enkerls machst...
Mit Zitat antworten
(#9) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Mupfeloma
Mupfeloma
 
11.08.2009, 22:18

Hallöchen

Ja, wenn meine Tochter alleine wäre, würde ich auch für eine Wunschhebi plädieren. Aber es werden 2-3 Leute dabei sein, die sie sich ausgesucht hat. (und ich bin eine davon *freu*). Ich gehe davon aus, dass die/wir nicht nur die Interessen meiner Tochter gegenüber dem Personal verteten werden (wenn sie das grad nicht kann) sondern auch -insbesondere die Doula in Ausbildung-. notfalls den einfühlsamen und stärkenden Part übernehmen können, wenn die Hebi ... öhm... doof sein sollte.
"Nur" der medizinische Teil ist eben durch das Krankenhauspersonal abzudecken. Und da kann man tatsächlich nur hoffen, dass sie wissen was sie tun. *seufz* Mir machen die Ärzte mehr Kopfzerbrechen als die Hebi... und einen "Wunscharzt" zu buchen wäre ja noch verrückter....

Ich selbst hatte eine lange, schwierige und wundervolle Hausgeburt und wünsche meiner Tochter davon vor allem das "wundervoll". Eine Hausgeburt will sie nicht, aber zumindest steht schon mal "ambulant" im Raum
Für mich logisch, dass ich mich da informiere um vielleicht ein paar Tipps und Infos beizusteuern.

Aber ehrlich gesagt tue ich das auch aus ganz egoistischen Gründen. Ich war damals 21 Jahre alt und habe "gegen das System" eine Hausgeburt durchgesetzt. Mein Gyn erklärte mich für verantwortungslos, meine Freundinnen bewunderten meinen "Mut" (dabei hätte ich viel mehr Mut für eine Krankenhausgeburt gebraucht), die Krankenkasse versuchte mir Steine in den Weg zu legen, alle Ärzte lehnten eine Rufbereitschaft für eine Hausgeburt ab und letzendlich begleitete ein 86 jähriger pensionierter Arzt die Geburt, weil kein anderer zu kriegen war..... (Es war damals Vorschrift, dass ein Arzt abrufbereit sein musste für eine Hausgeburt) usw....

ich fühle mich hier im Forum ein bisschen wie eine "historische Pionierin" und es sind ja einige Frauen hier, denen es so ähnlich geht (glaub ich).

Es interessiert mich sehr, was sich seit damals so getan hat und wie "das System" heute so arbeitet. Ich wundere mich sehr, wie wenig sich positiv verändert hat.... aber nicht nur am "System", sondern auch an den Frauen und ihrer Lust, Verantwortung für die Geburt zu übernehmen. Der Mainstream scheint mir immer noch in die Richtung zu gehen, alles von Medizinern entscheiden zu lassen, sich kaum selbst zu informieren, die Verantwortung abzugeben/sich abnehmen zu lassen.... Umso cooler, dass es Foren wie dieses gibt, wo sich Frauen austauschen können.

Lieben Gruß

Kirsten
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(#10) [Permalink]
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Benutzerbild von UMI
UMI
 
12.08.2009, 11:02

an Deine Tochter: bleib zu Hause! (naja..wenn ich eh schon so eine tolle Familie und Unterstützung habe, würd mich niemand ins KH bringen..
..und wenn das KH nahe ist..



hmmm im KH...auch wenn eine liebe Mama, Doula-Freundin etc dabei sind..die Hebi kann doch ausschlaggebend sein..ich mein in der Extremsituation vor der Geburt kann ich mich dann schlecht auf mehrere Leute beziehen, ich brauch eine, die mir dann "sagt wos lang geht", wenn mich die Kraft/Mut verlässt..also ungefähr so :" bitte versuche in die Hocke zu gehen, bitte versuche..ich mache jetzt das, dann passiert das.."...und wenn dieser Job dann zufällig auf einen Drachen fällt...
ich bin für eine Wunschhebi, damit steht und fällt für mich die KH Geburt, denn die habi ist ja eigentlich zuständig..Ärzte ja nur Beiwerk, die ab und zu vorbeischauen und wenn ihr eh viele seid, könnt ihr euch auch stark machen, bei eventuell doofen Entscheidungen..

auf jeden Fall eine schöne Geburt!!
Mit Zitat antworten
(#11) [Permalink]
Alt
Aysa
 
12.08.2009, 19:50

hallo,

ich spreche mich auch stark für eine private hebamme aus.
ich hatte wunderbare begleiter (meinen partner und meine schwester).
trotzdem war mir eine hebamme die meine wünsche und mich kennt und der ich vertraue gaaanz wichtig.


ich für meinen teil würde da eher auf die doula verzichten wollen als auf meine hebi


was z.b wenn sie um die geburt zu beschleunigen wehenmittel anhängt (z.b damit das kind vor dienstschluß kommt und sie pünktlich nachhause gehen kann)
hebammen sind halt keine heiligen.zumindest nicht alle.
weder du noch die doula wissen ob es medizinisch nötig ist (erzählen kann sie euch ja viel).eine eigene hebamme ist nur für euch da und wird sich eine wunderschöne geburt für euch wünschen.
außerdem ist sie ansprechpartner nach der geburt und in der schwangerschaft.

ich könnte noch viele gründe aufzählen.

klar kostet das auch was aber für den traumurlaub gibt man locker mal mehr aus als für eine eigene hebamme und den urlaub kann ich jederzeit wiederholen.
eine geburt aber nicht.sie ist einzigartig und einmalig und wenn sie dann nicht so läuft wie frau es sich wünscht kann das ein leben lang nagen .


lg a
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