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Benutzerbild von Cat-Steve
Cat-Steve
 
Frage Einspruch gegen Entscheidung der WGKK möglich? - 15.03.2009, 12:02

Ich schlage mich ja noch immer ein bisschen mit dem Ärger über die Ablehnung der Sprachheilkur für Annabelle herum.

Geschichte ist folgendermaßen:

Annabelle hat eine verbale Entwicklungsdyspraxie - also ein Problem mit der Steuerung der Mundmotorik, zusätzlich Wahrnehmungsstörungen.

Sie hat wenig Lautsprache (obwohl die jetzt ein bisschen zu kommen scheint ) und verwendet zur aktiven Kommunikation sehr gerne und gut Gebärden - offensichtlich liegt´s nicht am Kognitiven, dass sie Probleme mit der Sprachentwicklung hat.

Für eine Dyspraxie/Apraxie sind nur wenig Ansätze wirklich erfolgreich - am bekanntesten ist TAKTKIN, die deutschsprachige Variante des kanadischen PROMPT, wobei Laute über physische Hilfestellungen beim Mund angebahnt werden und in Folge dem Kind dann die Hilfestellungen so gesetzt werden, dass es ganze Wörter erlernen kann (wobei sich das einfach anhört: in Wirklichkeit sind unendlich viele Wiederholungen notwendig, bis das Gehirn dann doch bereit ist, dieses Bewegungsmuster zu speichern ).

Jedenfalls scheint die Methode ganz erfolgversprechend zu sein; allerdings ist in Österreich/v.a. in Wien kein Therapeut aufzutreiben, der sie anbietet. Ich habe unter logopaedieaustria.at gesucht, unter logopaeden.at, ich habe jeden kontaktiert, der irgendwie in Verdacht stand etwas zu wissen - kein Erfolg. Und ich habe doch immerhin rund ein Jahr lang gesucht!

Habe dann herausgefunden, dass in Werscherberg/D Sprachheilkuren angeboten werden, die u.a. TAKTKIN sehr erfolgreich verwenden (aber eben auch viele andere Ansätze fahren bzw. auch Hippo, Ergo etc. anbieten - durchaus also auch auf Wahrnehmungsprobleme eingehen können).

Habe daraufhin für eine Sprachheilkur in Werscherberg eingereicht. Es wäre für uns der 3. Kuraufenthalt - 2x waren wir schon für jeweils einen Monat in Judendorf-Strassengel. Ich möchte dort aber kein 3. Mal hinfahren - ich finde den Ansatz für Annabelle spezielles Problem nicht passend. Die dortige Logopädin hat zwar im Endbericht ebenfalls von Dyspraxie gesprochen, kannte aber damals keinen speziellen Therapieansatz dafür bzw. finde ich generell, dass 2-3 Logostunden / Woche (die wir eben in Judendorf hatten) für die Kleine nicht ausreichen. Ist aber ein anderes Thema: für uns wäre eben ein anderer Ansatz - wie z.B. in Werscherberg - wohl erfolgsversprechender.

Dann kam eine Ablehnung, ein Schimmelbrief à la "die Therapie kann ja problemlos ambulant am Wohnort durchgeführt werden."

Ich rufe daraufhin die entscheidende Ärztin vom Medizinschen Dienst der WGKK an und frage sie, ob sie mir also bitte eine Liste von potentiellen Therapeuten für TAKTKIN geben könne bzw. Alternativansätze nennen. Sie hört auch zu und sagt mir beim nächsten Gespräch, sie hätte mit google "Etliches" gefunden. Ich hatte den Rechner vor mir, führte die von ihr angegebene Suche (TAKTKIN Wien) durch und - kam genau auf meine Suchanfragen in diesem und anderen Foren bzw. auch auf anderen Plattformen.

Sie meinte dann noch, sie hätte sich mit einer Logopädin beraten - diese hätte gemeint, dass die Kinder sowieso durch so eine Kur überfordert würden. Finde ich toll, als Aussage: immerhin schicken die Deutschen reihenweise sprachbehinderte Kinder hin und verzeichnen auch Erfolge: wir haben schon sehr kompetente Leute bei der WGKK, die natürlich viel besser Bescheid darüber wissen, wie ein ihnen völlig unbekannter Ansatz wirkt .

Am besten war dann noch die Aussage ich "solle sie nicht länger bei der Arbeit stören" (der Kontakt mit einem Versicherten zählt also nicht zu ihrer Arbeit ).

Der in dem Zusammenhang versprochene Rückruf passierte natürlich nicht; ein von mir verfasster detaillierter Brief, den ich nach Intervention der Ombudsfrau an die Verwaltung schickte, brachte auch genau null Ergebnis: nicht einmal ein Gespräch bekam ich - der Direktor hatte sich offensichtlich mit Frau Superärztin besprochen und ließ mir einfach ausrichten, es wäre noch einmal abgelehnt worden. Punktum.

Jetzt ist es so, dass ich auf seltsamen Wege dann doch eine wunderbare Logopädin gefunden habe, die mit der Kleinen sehr gut arbeitet.

Es wurmt mich aber schon, von inkompetenten Leuten so behandelt zu werden. Es geht ja nicht einmal nur ums Geld - Judendorf ist sicher nicht billiger, und wir wären selbst nach Werscherberg angereist: ist im Grunde auch kein Argument.

Lange Rede, kurzer Sinn: hat jemand Erfahrung im Kampf gegen die WGKK? Mir wäre der Volksanwalt eingefallen - wobei ich eigentlich keine Lust auf einen rührseligen Fernsehbericht über meine kleine, süße und behinderte Tochter habe. Nichtsdestotrotz halte ich es, befürchte ich, nicht aus, einfach zurückzustecken.

Wäre für jeden Tipp dankbar.

lg
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Benutzerbild von Pflegemami
Pflegemami
 
15.03.2009, 12:22

habe leider keinen tipp für dich
aber die umgangssprache der WGKK scheint nicht sehr professionell zu sein. auch ich habe eine ablehnung für s. aufenthalt in judendorf bekommen. mit gleicher begründung und judendorf sei nur für verunfallte kinder zur rehab gedacht.
ich habe vor der einreichung mit einer ärztin aus judendorf über sebastians befunde gesprochen und sie meinte das wäre sehr wohl ausreichend für einen aufenthalt. leider hat es sich die WGKK sehr einfach gemacht und abgelehnt.
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Benutzerbild von Cat-Steve
Cat-Steve
 
16.03.2009, 05:18

@Pflegemami: Danke nochmals für Deinen Beitrag.

Scheinbar sind sonst immer alle mit den Entscheidungen der WGKK zufrieden?
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Schamanin
 
16.03.2009, 11:29

Vielleicht wendest dich an die Volksanwaltschaft 0800 223 223. Sollte es irgendeine gesetzliche Grundlage für dein Anliegen geben, müssten die dir helfen können. Auch ohne Kamera
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Benutzerbild von Cat-Steve
Cat-Steve
 
16.03.2009, 11:45

Danke, meine Liebe, für die konkrete Hilfe. Ich werde im Laufe der Woche anrufen, weil´s mich doch zu sehr wurmt...
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(#6) [Permalink]
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Benutzerbild von leaflo
leaflo
 
16.03.2009, 12:17

Weißt du, wie diese Ärztin dort geheissen hat? Da sitzt ja eine, die kann man sowieso durch den Fleischwolf drehen .
War ja letztes Jahr dort, als die Verlängerungswoche abgelehnt wurde, die Depperte - sorry, aber das ist sie, mit deren Ansagen - hat gemeint, was wir überhaupt wollen, wir sollen froh sein, dass wir überhaupt was bewilligt bekommen haben.
Mmn sollte die froh sein, gesunde Kinder zu haben, sollte sie überhaupt welche haben, ich denke nicht, dass hier irgendwer glücklich darüber ist, sich mit Therapien, Reha-Aufenthalten, etc. überhaupt herumzuschlagen.
Bin ja gespannt, wir werden diese Woche Reha einreichen, ob ich da wieder streiten fahren muss.
Ich war letztes Jahr ja dann gleich beim ärztlichen Leiter der WGKK, weil ich mir solche Frechheiten mal sicher gar nicht sagen lass.

Was Lea´s Schiene betrifft, werden von EUR 2.500,-- ja auch nur EUR 402,-- von der KK übernommen, der Fall liegt jetzt mal beim Unterstützungsfonds, sollte da Anfang April nichts rauskommen, bzw. Probleme bei der Reha-Bewilligung auf uns zukommen, dann bin ich garantiert in den Medien.

Vielleicht sollten wir uns mal alle zusammentun !

Liebe Grüße und alles Gute !
M.
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Ronico
 
16.03.2009, 13:11

Ich komm ja aus NÖ.
Letztes Mal hab ich mich so geärgert über die Ärzte, da hab ich aus lauter Wut zu unseren Landeshauptmann gschrieben.
Er ist ja wirklich toll, nach 4 tagen Antwort dass er es weitergeleitet hat an die richtige Stelle.
Tja ab jetzt heißt es warten
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(#8) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Anneliese
Anneliese
 
16.03.2009, 17:37

einen einspruch habe ich vor jahren einmal erhoben, als man mir kein vorgezogenes wochengeld als freier dienstnehmer zahlen wollte - da habe ich mit hilfe der ak geklagt und recht bekommen.

bei meiner älteren tochter habe ich zweimal ergo eingereicht und abgelehnt bekommen, aber da habe ich mich nur geärgert und dann selbst gezahlt.

ich drück dir die daumen, dass du was bewirken kannst!

(p.s. seid ihr auch so traurig wie wir, dass u.j. vom spielstudio weggeht?)
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(#9) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von sabineh
sabineh
 
16.03.2009, 21:43

Hallo, die Wiener GKK ist da sehr schnell mit den Ablehnungen. Du sollstest persönlich zum Chef marschieren, mit Kind im Schlepptau. Frag die Sonja 5, die kann dir genau sagen, zu wem du gehen musst. Sie hat diesbezüglich (leider auch negative) Erfahrungen.
Alles Liebe
SAbine
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(#10) [Permalink]
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Benutzerbild von Cat-Steve
Cat-Steve
 
17.03.2009, 05:44

@leaflo: Ich würde mich gerne mit Euch zusammentun - wir müssen nur genau über den Modus nachdenken. Das Problem ist genau was Du beschreibst: die Entscheidungen werden von einer/wenigen Einzelpersonen getroffen, und es ist mehr oder minder eine Gnade, wenn man "etwas bekommt". Mein Liebling ist übrigens Dr. K.

@Ronico: halt uns auf dem Laufenden! Bin neugierig, ob Deine Intervention etwas gebracht hat.

@Anneliese: selbst zahlen ist halt in dem Fall schon aus Prinzip keine Option. Ergo bekommen wir ja wenigstens bewilligt! Wir sind auch traurig, das U. weggeht - sie hat soviel Einfühlungsvermögen in Kombination mit Spezialwissen... Wir sind jetzt bei Danielle, die ich zumindest als Person auch mag. Hoffe, dass sie auch gut ist, weil diese Form der Ergo bei der Kleinen in nur 3 Monaten schon superviel in Bewegung gebracht hat. Bei wem seid Ihr jetzt?

@sabine: Danke - das Problem ist, dass ich der Kämpfe schon so überdrüssig bin, dass ich eben immer am Telefon geblieben bin - jetzt haben sie mir die 2. Ablehnung mitgeteilt und sogar ein Gespräch mit dem Ärztlichen Direktor verweigert. Natürlich könnte ich noch einmal persönlich hingehen (das hat mir sogar vor Jahren in einer anderern Situation sehr genützt), aber ich befürchte, in diesem Fall würde ich nichts mehr erreichen.

Ich werde mich wohl wirklich an den Volksanwalt wenden - die Ombudsfrau konnte mir leider auch nicht viel sagen.

lg
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(#11) [Permalink]
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Benutzerbild von leaflo
leaflo
 
17.03.2009, 10:49

Zitat:
Zitat von sabine_h Beitrag anzeigen
Hallo, die Wiener GKK ist da sehr schnell mit den Ablehnungen. Du sollstest persönlich zum Chef marschieren, mit Kind im Schlepptau. Frag die Sonja 5, die kann dir genau sagen, zu wem du gehen musst. Sie hat diesbezüglich (leider auch negative) Erfahrungen.
Alles Liebe
SAbine
Der ärztliche Leiter ist Prim. Dr. Marek, bei dem war ich letztes Jahr, als T. mich angerufen hat, dass die Verlängerungswoche abgelehnt wurde... die wollten mich wieder zu der Frau Dr. W. schicken, ich hab aber gleich kundgetan, dass ich aufgrund unqualifizierter Aussagen ihrerseits ganz sicher nicht mit ihr sprechen werde, sondern eben zum ärztlichen Leiter möchte, bei dem ich dann auch war.


Ich war heute übrigens unseren Reha-Antrag abgeben, wenn da jetzt auch noch Probleme auftreten, muss ich leider mal ein bisserl auszucken, dann bin ich beim ORF, bei der Zeitung, und was mir sonst noch alles einfällt.

Gestern hab ich erfahren, dass ich mit Lea nächste Woche eh auch auf den Wienerberg fahren muss, damit die die lächerlichen 402 Euro, die sie von 2.500 Euro übernehmen, überhaupt auszahlen. Sie wollen Lea mit ihrer neuen US-Orthese sehen - na weil ich die ja zum Spaß machen hab lassen .

Mir reicht´s schon so mit denen...
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(#12) [Permalink]
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Benutzerbild von Cat-Steve
Cat-Steve
 
17.03.2009, 14:07

@leaflo: Bitte um Info falls Eure Reha abgelehnt wird - vielleicht können wir uns da wirklich zusammentun!

lg
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(#13) [Permalink]
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Gerda
 
17.03.2009, 14:24

Einen Einspruch kann man immer machen.
Es müssen halt die Fristen berücksichtigt werden.

Ich würde einen Bescheid anfordern und es probieren.

Vom medizinischen/therapeutischen Standpunkt kann ich es nicht beurteilen.

Viel Erfolg!

P.S. Ich war auch mit Rafaela beim Chefarzt, wegen der Bewilligung ihrer Nasensonde, die sie im ersten Jahr gehabt hat. Die Kleine ist neben mir im MaxiCosi mit Nasensonde und der Chefarzt hat mich auch gefragt, ob denn das Kind eine Sonde habe????
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(#14) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Anneliese
Anneliese
 
17.03.2009, 14:56

Zitat:
Zitat von Cat-Steve Beitrag anzeigen
@Anneliese: selbst zahlen ist halt in dem Fall schon aus Prinzip keine Option. Ergo bekommen wir ja wenigstens bewilligt! Wir sind auch traurig, das U. weggeht - sie hat soviel Einfühlungsvermögen in Kombination mit Spezialwissen... Wir sind jetzt bei Danielle, die ich zumindest als Person auch mag. Hoffe, dass sie auch gut ist, weil diese Form der Ergo bei der Kleinen in nur 3 Monaten schon superviel in Bewegung gebracht hat. Bei wem seid Ihr jetzt?
das mit dem selberzahlen ist eh klar, dass das keine option ist.
das war nur ein beispiel dafür, wie viel die bei der wgkk ablehnen. (als ob ich zum spaß die kinder zur ergo bringen würde ...)

im spielstudio hat u. uns an eine eva weitergegeben, die ich zwar bei der ersten begegnung ganz nett fand, aber meine tochter hat total abgeblockt und ist jetzt stinksauer auf u. und das spielstudio. sie mag veränderungen nicht allzu gerne ...
wir werden wahrscheinlich im spielstudio aufhören und die ergo in hollabrunn weitermachen, dort gibt es zwar lang nicht die möglichkeiten wie im spielstudio, aber dafür haben wir statt netto 3 stunden fahrzeit nur noch eine stunde für hin und retour.
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