31.10.2008, 00:45
Wenns gleich groß werden soll: Das Motiv auf Butterbrotpapier oder dünnes Normalpapier abpausen. Die Rückseite des Papiers mit Kreide, Kohle oder Pastell in Kontrastfarbe zur Grundierung der Leinwand färben (Stift flach halten und drüberreiben). Dann das Blatt mit der unbekreideten Fläche oben auf die Leinwand legen, die gepausten Linien mit einem härteren Stift nachziehen - die lose Pigmentschicht legt sich an die Leinwand, voila!
Bei harten Malgründen (zB Holz) ginge das auch mit einer Abriebschicht aus weichem Grafit...
Wenns vergrößert oder verkleinert werden soll, kann man sich mit Rastertechniken behelfen.
Man überzieht das Ursprungsbild (oder die Kopie davon *g*) mit einem regelmäßigen Raster - also zB alle Zentimeter eine Linie, senkrecht wie waagrecht, sodass eine quasi karierte Optik erscheint. (je regelmäßiger und rechtwinkeliger desto gut!)
Wenn ich das Bild doppelt so groß haben will, so bereite ich auf der Leinwand eine ebensolche karierte Fläche vor, allerdings haben da die senkrechten / waagrechten Linien einen Abstand von ZWEI Zentimeter. (Solls halb so groß werden, dann 0,5 cm...)
In diese Quadraterln werden nun stur und Reihe für Reihe die "Inhalte" der Vorzeichnung übertragen... schwer das zu beschreiben, ich hoffe, ihr könnt mir folgen!

Dieser Trick mit den Ecken hat zur Folge, dass ich sehr exakt Objekte etc. an den richtigen Ort im Leinwand-Bild setzen kann, auch wenn ich zB von Anatomie keinen blassen Tau habe. Oder wenn ich Winnie Puh nie und nimmer ähnlich hinbekommen würde, weiß ich auf diese Weise aber haargenau, wo seine Ohren hinmüssen... *g* Dieses Zerstückeln auf kleine Einheiten macht das Übertragen auch für nur am Rande malerisch/zeichnerisch begabte Menschen durchführbar.
*goodluck*