Warum kann ein als Intersexueller nicht selbst entscheiden, wie er mal leben will? -
07.10.2008, 13:01
Warum muss man diese Babys/ Kinder schon so früh operieren?
Warum kann man nicht warten bis sie selbst dazu eine Meinung haben, als was sie leben wollen, Frau, Mann oder Zwitter.
Auf der einen Seite verstehe ich warum man sie irgendwie "schützen" will (vorm anders sein), auf der anderen Seite, was müssen diese Zwerge schon alles aushalten, nur damit sie einer Norm entsprechen.
ich glaube, der trend geht eh in die richtung, daß man behutsam begleitet und ja nicht zu früh oder für das kind entscheidet - schon gar nicht als baby oder kind. nicht?
ich glaube, der trend geht eh in die richtung, daß man behutsam begleitet und ja nicht zu früh oder für das kind entscheidet - schon gar nicht als baby oder kind. nicht?
soweit ich weiß wird einfach fast alles verweiblicht. weils leichter geht.
ich glaube, der trend geht eh in die richtung, daß man behutsam begleitet und ja nicht zu früh oder für das kind entscheidet - schon gar nicht als baby oder kind. nicht?
Ich denke auch, dass die Zeit vorbei ist, in der die Ärzte in den ersten Wochen nach der Geburt entschieden und operiert haben.
Was natürlich nicht die Leiden derer mindert, die das einmal durchmachen mussten.
Man befürchtet, die Kinder würden psychischen Schaden nehmen, wenn sie mit uneindeutigen Genitalien aufwachsen, ja meist wird zur Frau operiert und es wird auch so scheints noch immer sehr oft operiert.
So viel ich weiß wird nur noch operiert, wenn die Eltern extrem drauf drängen und den Status Quo nicht ertragen.
Es ist aber sicher auch für aufgeklärte Gemüter nicht leicht, den sozialen Druck zu ertragen, wenn nicht gleich operiert wird.
es gibt zumindest hier in der Schweiz keine Statistiken, zu dem Thema, Intersexualität ist ein Sammelbegriff, der je nach Definition fünf Varianten umfasst.Wissenschaftlich am breitesten abgestützt ist die Annahme,dass einer von 2000 Menschen intersexuell ist. Also werden in der Schweiz wohl jedes Jahr 370 intersexuelle Babys geboren - und operiert!
ich glaube, der trend geht eh in die richtung, daß man behutsam begleitet und ja nicht zu früh oder für das kind entscheidet - schon gar nicht als baby oder kind. nicht?
Ich glaube, dass ist mehr ein Wunschdenken, als die Realität.
Es gibt ja nicht einmal eine Statistik dazu und es ist immer noch ein absolutes Tabuthema, sogar unter Ärzten.
Ich lese jetzt schon sehr lange im Forum mit und ich habe noch keinen einzigen thread von einer betroffenen Mutter gelesen, ihr?
Zitat:
Zitat von SSS
mit seiner intersexualität ist es ja schon zugeordnet.
Nein, eben nicht.
Unsere "Bürokratie" kennt kein drittes Geschlecht, d.h. das Kind muss als weiblich oder männlich definiert werden (Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Krankenkasse usw)
Zitat:
Zitat von Swiss-Austria
Die richtige Entscheidung treffen "müssen" als Eltern, ist ja auch nicht ohne!
Eltern können in dieser Situation nie "richtig" entscheiden.
Angenommen sie sind so stark und setzen sich gegen den Willen der Ärzte durch und operieren nicht. Sie entscheiden sich für ein soziales Geschlecht und es stellt sich nach der Pubertät als "richtig" heraus, in dem Sinne, dass das Kind sich auch diesem Geschlecht zugehörig fühlt.
Dann haben sie zwar alles "richtig" gemacht, aber trotzdem kann der Vorworf kommen,
warum sie damals nicht operiert haben, weil dann hätten sie dem Kind viel erspart - weisst was ich meine?
Wenn das äußere Erscheinungsbild nicht eindeutig ist, dann wird wohl erst einmal das genetische Geschlecht über die urkundliche Eintragung entscheiden.
Und ja, ich finde es schlimm, wie da "zurechtgeschustert" wird, wie hilflos viele Eltern und wie unsensibel viele Ärzte sind.
Gebräuchlich ist leider immer noch, daß alles, was kein "ordentlicher Penis" ist, auf Pseudo-Frau umoperiert wird - weil ein gscheiter Mann kann ja daraus nicht mehr werden (eine richtige Frau ja auch nicht, aber das stört anscheinend niemanden). Dann lieber gleich ganz weg damit. Ungeachtet des chromosomalen Geschlechts und ungeachtet der bereits begonnenen Sozialisierung.
Nach 2 Jahren kann man nicht einen "gelernten" Buben auf Mädchen umtrimmen, auch nicht mit noch so vielen Hormonen.
Bei genetischen Mädchen, deren Genital in Richtung männlich verändert ist, geht es wahrscheinlich mit weniger Identitätsstörung, trotzdem finde ich es schrecklich, wenn an Babies kosmetisch herumgeschnippelt wird, ohne ihre Meinung und ihren Willen zu kennen.
mit seiner intersexualität ist es ja schon zugeordnet.
Neulich im Tiroler Bergdorf:
Hans: Herr Dokta, wos issn? Is a Madl oda a Bua?
Herr Doktor: Des wissma no ned.
Hans: Na is a Bua?
Herr Doktor: Jo, scho, owa ...
Hans: Owa wos? Issa Woama? So kla scho?
Herr Doktor: Na, es is intersexuell, a Hermaphrodit sozusogn.
Hans: Oisa doch a Woama ...
Herr Doktor: Na, eigentli a a Madl.
Hans: Oisa wos jetzn?
Herr Doktor: Des muastas hoit söba frogn.
Hans: Wos? Redn kons a scho!?
Dsa Problem ist, dass das Gesetz vorschreibt, dass ein GEschlecht angegeben wird, daher wird auch so bald operiert und außerdem, um es dem Kind leichter zu machen.
Gott sei Dank wissen die Ärzte heute auch schon, dass man es dem Kind aber ned leichter macht, wenn man es ungefragt, also vor der Pubertät einem Geshlecht zuordnet, weil es ja eventuell das falsche sein kann, das zeigen dann die Hormone und dann habens die Kinder noch viel schwerer.
Wenn das äußere Erscheinungsbild nicht eindeutig ist, dann wird wohl erst einmal das genetische Geschlecht über die urkundliche Eintragung entscheiden.
So wie ich es verstanden habe, gibt es eben auch Fälle, in denen das genetische Geschlecht nicht eindeutig zuordenbar ist bzw. der Hormonstatus "unklar" ist.
Das kann mehrere Gründe haben. Ich hab es mir aber leider nicht gemerkt, weil ich es auch nicht ganz verstanden habe.
Wichtig dabei ist auch, das man festgestellt hat, dass Gene keine Blaupausen sind, sondern "interpretiert" werden.
Das Geschlecht ist nicht so klar zu definieren, wie man annehmen möchte.
Es spielen viele Faktoren mit - aussere Geschlechtsorgane, innere Geschlechtsorgane, Hormonstatus der sich aber auch im Laufe des Lebens verändern kann und eben die Gene, die aber auch nicht immer eindeutig sind. Geschlecht ist nicht wie zwei entgegengesetzte "Punkte", sondern eher wie eine Skala/Strahl. Ich kann es nur schwer beschreiben.
Hans: Herr Dokta, wos issn? Is a Madl oda a Bua?
Herr Doktor: Des wissma no ned.
Hans: Na is a Bua?
Herr Doktor: Jo, scho, owa ...
Hans: Owa wos? Issa Woama? So kla scho?
Herr Doktor: Na, es is intersexuell, a Hermaphrodit sozusogn.
Hans: Oisa doch a Woama ...
Herr Doktor: Na, eigentli a a Madl.
Hans: Oisa wos jetzn?
Herr Doktor: Des muastas hoit söba frogn.
Hans: Wos? Redn kons a scho!?
Glaubst du wirklich, dass es in einer Grossstadt bei dem Thema anders abläuft?
Ich nicht.
So wie ich es verstanden habe, gibt es eben auch Fälle, in denen das genetische Geschlecht nicht eindeutig zuordenbar ist bzw. der Hormonstatus "unklar" ist.
Der Hormonstatus ist bei einem Säugling sowieso unklar, der hat nichts zu sagen.
Wichtig ist, ob es genetisch XX oder XY ist, oder X0, XXX0 (weiblich) oder XXY (männlich). Das ist meistens eindeutig.
Die "echten" Zwitter, die genetisch sowohl weibliche als auch männliche Zellen haben, sind sehr selten. Trotzdem spricht ja nichts dagegen, einmal pro Forma ein Geschlecht auszuwählen, aber mit einer Operation bis zur Volljährigkeit zu warten, oder nur das urologisch Notwendigste zu machen.
Der Hormonstatus ist bei einem Säugling sowieso unklar, der hat nichts zu sagen.
Wichtig ist, ob es genetisch XX oder XY ist, oder X0, XXX0 (weiblich) oder XXY (männlich). Das ist meistens eindeutig.
Aber auch wenn das genetische Programm eindeutig ist, kann es sein, dass der Körper das andere Geschlecht ausbildet.
Ich hab jetzt nochmals gegooglet - das nennt sich
Androgen Insensitivity Syndrome.
Ich bin aber ganz bei dir, dass man mit Operationen auf jedenfall warten sollte.
Der Hormonstatus ist bei einem Säugling sowieso unklar, der hat nichts zu sagen.
Wichtig ist, ob es genetisch XX oder XY ist, oder X0, XXX0 (weiblich) oder XXY (männlich). Das ist meistens eindeutig.
Die "echten" Zwitter, die genetisch sowohl weibliche als auch männliche Zellen haben, sind sehr selten. Trotzdem spricht ja nichts dagegen, einmal pro Forma ein Geschlecht auszuwählen, aber mit einer Operation bis zur Volljährigkeit zu warten, oder nur das urologisch Notwendigste zu machen.
Betroffene plädieren für eine dritten Geschlechtseintrag für Zwitter- Frau, Mann,Intersexuell.
Ein Eintrag soll bestehen bleiben, bis das Kind urteilsfähig ist.