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wie haltet ihr es mit religion? -
22.09.2008, 14:14
ist religion in eurer familie ein thema?
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22.09.2008, 14:24
bei uns auch - allerdings alle religionen.
unsere kinder wurden nicht getauft (meine tochter hat sich dann später für die taufe entschieden).
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22.09.2008, 14:28
Meine Kinder sind beide evangelisch getauft. Der Pfarrer, der meinen Sohn (damals 9 Monate alt) getauft hat, wunderte sich, daß ich einen Säugling taufen lasse, denn dort oben Richtung Norden ist man immer mehr dazu übergegangen, ältere Kinder zu taufen.
Auch bei uns sind von Zeit zu Zeit alle Religionen Gesprächsthema im Sinne der Toleranz. Momentan fährt meine Tochter total auf den Buddhismus ab, weil sie bei ihrem Vater Sieben Jahre in Tibet gesehen hat.
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22.09.2008, 14:28
mein Kind ist erst 2 und interessiert sich noch nicht für Religionen, seine Welt besteht im Moment noch aus sich selbst und nochmal sich selbst  ... aber wenn es soweit ist, versuche ich alle Religionen zu erklären und warum sein Vater Atheist ist und ich nicht. Er soll sich dann selbst ein Bild machen und entscheiden. Aufzwingen werde ich ihm meine Religion nicht.
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22.09.2008, 14:35
Hallo,
ja, ist ein Thema.
Aber jetzt kein explizites, bei uns ist es im Familienalltag integriert. D. h. die Feste aus dem Jahreskreis werden bewusst erlebt und bei jenen FEsten die einen katholischen Bezug haben, wird dies auch bewusst erklärt und begangen. Und jene Feste ohne die katholische Färbung wird halt der Hintergrund bewusst gemacht, erklärt und begangen.
Wir sind aber keine "Jeden-Sonntag-Kirchgänger". Sonntags genießen wir gerne unser Zusammensein und bei den Kindermessen gehen wir schon hin. Er wird ja erst zwei, darum interessiert er sich eh ohnehin für die "achtion-parts" der Messe, also die Gesänger und Tänze der Kinder.
Ich finde es wichtiger den Kindern gewisse Grundhaltungen mitzugben, wie eben ein soziales Miteinander, Dankbarkeit etc. Klar geht das ohne Religion auch, aber ich muss gestehen manche Sachen lassen sich mit der Religion besser erklären bzw. erlebbar mache.
LG
Anita
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22.09.2008, 14:38
Zitat:
Zitat von Anita1979
Hallo,
ja, ist ein Thema.
Aber jetzt kein explizites, bei uns ist es im Familienalltag integriert. D. h. die Feste aus dem Jahreskreis werden bewusst erlebt und bei jenen FEsten die einen katholischen Bezug haben, wird dies auch bewusst erklärt und begangen. Und jene Feste ohne die katholische Färbung wird halt der Hintergrund bewusst gemacht, erklärt und begangen.
Wir sind aber keine "Jeden-Sonntag-Kirchgänger". Sonntags genießen wir gerne unser Zusammensein und bei den Kindermessen gehen wir schon hin. Er wird ja erst zwei, darum interessiert er sich eh ohnehin für die "achtion-parts" der Messe, also die Gesänger und Tänze der Kinder.
Ich finde es wichtiger den Kindern gewisse Grundhaltungen mitzugben, wie eben ein soziales Miteinander, Dankbarkeit etc. Klar geht das ohne Religion auch, aber ich muss gestehen manche Sachen lassen sich mit der Religion besser erklären bzw. erlebbar mache.
LG
Anita
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stimmt - ich hab auch manchmal "der liebe gott" oder "im himmel" gesagt - obwohl ich schon eine bestimmte "ausrichtung" vermeiden wollte.
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22.09.2008, 14:46
Ja für mich schon. Wir haben Elias taufen lassen da ich katholisch bin. Mein Mann ist ohne Bekenntnis. Glaubt aber trotzdem an eine höhere Macht. Ich erkläre Elias schon immer wieder wie das war mit Christus. Vor allem zu Weihnachten fragt er oft nach und wir sehen uns gemeinsam Bücher an. Wenn Elias älter ist kann er sich immer noch für eine Religion entscheiden, egal ob er die behält die er hat oder sich für eine andere interessiert.
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22.09.2008, 14:48
ja, es ist ein thema.
alle kinder sind getauft (ja, das habe ich einfach so bestimmt) und gingen/gehen in einen kindergarten der erzdiözese.
prinzessins themen sind dzt. sehr stark wissenschaftlich/metaphysisch/philosophische. in meinen antworten versuche ich sowohl die wissenschaftliche erklärung als auch religiöse ansätze einfließen zu lassen.
zb. der klassiker: was ist wenn man tot ist?
vom zerfall des körpers über die wiederauferstehung im paradies bis hin zur wiedergeburt versuche ich die meinungen an zu bieten.
detto wie leben enstanden ist. ich erkläre ihr die theorie des intelligent design und die evolutionstheorie.
ich selbst habe verschiedene phasen durchlebt um (vorerst?) beim atheismus angekommen zu sein. katholische kindheit, atheistische jugend, esoterische 20er um wieder ende 20 beim atheismus an zu kommen.
ich möchte meinen kindern nicht eine denkrichtung vorgeben, sie aber mit den mir bekannten möglichkeiten konfrontieren. religionsunterricht und co sollen darüber hinaus informationsinput geben.
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22.09.2008, 14:57
Unsere Kinder sind nicht getauft. Religion ist aber trotzdem ein Thema und soll auch so sein. In unserer Erziehung haben christlich-soziale Werte einen großen Stellenwert. Damit meine ich Achtsamkeit im Umgang mit anderen, Wertschätzung, soziales Verhalten etc.
Großtochter wünscht den Religionsunterricht zu besuchen und tut dies auch. Sie beschäftigt sich mit religiösen Fragen und diskutiert darüber mit Lehrerin und Pfarrer ("Ist Gott ein Mensch, Tier, oder ein anderes Wesen etc.).
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22.09.2008, 15:10
Unsere Kinder sind nach einer agnostischen mit 7, 8 Jahren in die atheistische Phase eingetreten. Mein Ex ist atheistischer Moslem aus höchst säkularer Familie, ich entstamme einem katholischen Elternhaus, habe die Firmung verweigert und bin ehestmöglich aus der Kirche ausgetreten.
Religion ist immer wieder Thema und zwar in vielen Facetten:
Dass sie durchaus Trost und Sicherheit geben kann, wenn man glaubt und eine schwierige Phase durchläuft, aber auch, dass sie sehr oft missbraucht wird, um Menschen zu instrumentalisieren und eine bestimmte Politik durchzusetzen.
Dass arme, bildungsferne, verelendete Schichten aus nahe liegenden Gründen anfällig für jenseitige Versprechungen sind.
Dass viele Kriege ohne das Deckmäntelchen Religion oder Glaubenskrieg gar nicht möglich gewesen wären. Dass Religion zur Privatsache erklärt werden sollte, was das Prinzip des laizistischen Staates ist und dass man trotzdem über Kopftücher für Lehrerinnen diskutieren darf, dass die Mohammed-Karikaturen sehr wohl unter die Pressefreiheit fallen. Und dass auch Wirtschaft und Industrie von scheinbar religiös motivierten Kriegen oder Konflikten profitieren.
Trotzdem haben wir ihnen frei gestellt, den Religionsunterricht zu besuchen und hätten sie auch nachträglich taufen lassen, als die Erstkommunion anstand, für den Fall, das sie hätten teilnehmen wollen.
Aber natürlich prägt das Weltbild der Eltern die Kinder in diesem Alter noch, insofern war das nie Thema.
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22.09.2008, 15:21
Nein!
Beide haben zwar religion in der Schul, aber das wars.
Wir gehen auch nicht in die Kirche - haben die beiden trotzdem Fragen, werden diese beantwortet.
Wenn sie ne Gute-Nachtgeschichte aus der Kinderbibel wollen, könnens eine haben.
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22.09.2008, 15:37
Zitat:
Zitat von Moni-Andi
Nein!
Beide haben zwar religion in der Schul, aber das wars.
Wir gehen auch nicht in die Kirche - haben die beiden trotzdem Fragen, werden diese beantwortet.
Wenn sie ne Gute-Nachtgeschichte aus der Kinderbibel wollen, könnens eine haben.
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offtopic: witzig, dass zwei personen ein und den selben zustand mit ja und nein beantworten.
ich hätte eure version mit einem ja beantwortet.
ich habe auch mit einem ja geantwortet, obwohl wir (ausnahme: taufen, feiern mit dem kiga, hochzeiten) auch nicht in die kirche gehen.
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22.09.2008, 15:46
Zitat:
Zitat von SSS
offtopic: witzig, dass zwei personen ein und den selben zustand mit ja und nein beantworten.
ich hätte eure version mit einem ja beantwortet.
ich habe auch mit einem ja geantwortet, obwohl wir (ausnahme: taufen, feiern mit dem kiga, hochzeiten) auch nicht in die kirche gehen.
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Weisst, meine Oma hat uns gezwungen in die Kirche zu gehen, hat uns vollgesuddert (zu dem Zeitpunkt haben wir es so empfunden) wegen Jesus und bla.
Ich hab mir geschworen, ich werd meine Kinder nie zwingen in die Kirche zu gehen, zu beten etc.
Also im Gegensatz zu meiner Jugend haben meine Kinder wenig Bezug zur Kirche und dem Tamtam 
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22.09.2008, 16:02
Nein und ich werde da auch nichts bewußt fördern. Unterstützen, Fragen beantworten ist ok, aber mehr mag ich ihr nicht zumuten.
Und die Weihnachtsgeschenke kommen von Papa und Mama.
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22.09.2008, 16:27
Wir sind alle Taufscheinkatholiken.
Zuerst zu den Sakramenten: Meine Schwiegereltern sind Kirchgänger, daher wurde die Taufe unserer Kinder irgendwie erwartet. Ich hätte auf jeden Fall eine Art Willkommensfest für meine Kinder veranstaltet, um sie der gesamten Familie vorzustellen. Dass dieses Fest im Rahmen der Taufe stattgefunden hat, hat mich nicht gestört. Da die Erstkommunion im Volksschulverbund durchgeführt wurde, wollte ich meine Töchter nicht ausschließen und habe ihnen die Entscheidung überlassen. Sie haben diesen Tag genossen. An der Firmung haben beide auf eigenen Wunsch nicht mehr teilgenommen.
Zu meiner Einstellung daheim: Ich halte die christlichen Feste für eine schöne Tradition und werde die strahlenden Augen meiner Kinder, als sie noch kleiner waren, nie vergessen. Die Kinder wissen, warum Weihnachten und Ostern gefeiert wird. Gebetet wird bei uns nie.
Zum Religionsunterricht in der Schule: Beide Kinder nehmen teil, für mich gehört der Unterricht zur Allgemeinbildung, ähnlich wie Geschichte- oder Philosophieunterricht. Meine Kinder wissen auch über die anderen Weltreligionen Bescheid und konnten sich auf unseren Reisen ein gutes Bild vom Buddhismus (Tibet, Thailand), Islam (Malaysia, Indonesien, Qatar) und Hinduismus (Indien, Nepal) machen. Sie wissen auch, dass ich religiösen Fundamentalismus jeder Konfession ablehne.
lg
Andrea
A religious war is like children fighting over who has the strongest imaginary friend
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22.09.2008, 16:41
Zitat:
Zitat von Sino
Zum Religionsunterricht in der Schule: Beide Kinder nehmen teil, für mich gehört der Unterricht zur Allgemeinbildung, ähnlich wie Geschichte- oder Philosophieunterricht. Meine Kinder wissen auch über die anderen Weltreligionen Bescheid und konnten sich auf unseren Reisen ein gutes Bild vom Buddhismus (Tibet, Thailand), Islam (Malaysia, Indonesien, Qatar) und Hinduismus (Indien, Nepal) machen. Sie wissen auch, dass ich religiösen Fundamentalismus jeder Konfession ablehne.
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ist mir symphatisch!
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22.09.2008, 17:19
Zitat:
Zitat von lucy777
ist religion in eurer familie ein thema?
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Religion ist bei uns gar keine Thema! GG und ich waren katholisch, die Kibnder nicht.
Fällt mir erst jetzt auf, dass Gott bzw. eine Religion überhaupt kein Thema bei uns ist... und es fehlt auch nix
Ausgenommen natürlich, es kommen Fragen - oder es geht um Geschichtliches oder so. Dann wird erklärt...
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22.09.2008, 22:07
ja es ist ein thema. wir gehen regelmäßig in die kirche. wir fragen unsere kinder und meist wollen sie. wir sind auch bei den diversen kirchlichen festen mit dabei, erntedank, fronleichnamsprozession, ostern etc.
wir haben eine kinderbibel daheim, die lesen wir vor und wir beantworten fragen.
manchmal fragt ilvy schon warum das aber andere anders machen udn dann erklär ich ihr, dass eben andere menschen an was anderes glauben und andere regeln im zusammenleben haben.
ich bin aus der kirche ausgetreten, mein mann röm.ktah.
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