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Tintii
 
Erfahrungsaustausch: Trotzphase - 23.12.2007, 20:04

freu mich über erfahrungsaustausch und bin dankbar über gute buchtipps...
was bei uns grad so los ist:
wenn ich etwas anders mache als er möchte, dann wird gleich geheult und sich auf den boden geworfen....das "gute" daran ist nur, nachdem ichs ihm erklärt habe bzw. mit ihm einen kompromiss gefunden habe, gehts wieder besser...trotzdem findet das derzeit täglich xmal statt...
er hat auch grad die phase, wo er nicht sitzen bleiben mag untertags und spielen - nein, er läuft hin und her und hin und her...außer natürlich ich spiele mit ihm...
ist schon mühsam und man braucht gute nerven und es gelingt mir leider nicht immer dabei eine ruhige stimme zu behalten (was man ja eigentlich sollte)...wie gehts euch mit euren kleinen zwergen in der trotzphase und mit welchem alter wars besonders arg - bzw. gibts da hochs und tiefs??
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orangerotlila
 
26.12.2007, 18:37

hallo,

bei uns hat es sich wieder ein bisschen eingependelt. mein sohn war ja ganz arg drauf beim kdg-abholen. hab dann verschiedene "versionen" des abholens ausprobiert und hab jetzt die richtige gefunden. seitdem gehe ich nicht mehr mit einem tobenden und schreienden kind durch unsere straßen.

er will einfach viel alleine machen was ja auch gut und richtig ist, aber viele sachen schafft er nicht alleine und sich dann helfen zu lassen ist für ihn nicht einfach.

ich bin auch nicht immer ruhig. wenn ich wütend bin, dann zeig ich das auch. natürlich raste ich nicht so aus, dass mein kind angst bekommt, aber er soll auch merken, dass mich sein verhalten nervt.

ich hab vor kurzem gelesen, dass trotzige kinder psychisch gesunde kinder sind, und dass deren mütter statistisch gesehen einfühlsamer und fröhlicher sind. na dann ....

lg orangerotlila
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(#3) [Permalink]
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Benutzerbild von kuki
kuki
 
26.12.2007, 23:10

Ja gute Buchtipps zum Thema Trotzphase würden mich auch interessieren! Mein älterer Sohn ist jetzt 3 und er ist immer noch ganz extrem. Obwohl das jetzt schon sehr lange so geht, hab ich immer noch kein Patentrezept gefunden - offensichtlich gibt es da auch keines. Ich habe immer wieder gelesen und gehört, dass die elterliche Konsequenz das Um und Auf ist. Wenn er z.B. nicht folgt, drohe ich ihm z.B. eine Konsequenz an, die unmittelbar mit der Situation zu tun hat. Also z.B. "Wenn du dir jetzt nicht gleich die Zähne putzen lässt, dann haben wir nachher keine Zeit mehr für eine Gute Nacht Geschichte". Und wichtig ist, dass man dann - wenn das Kind immer noch nicht folgt - wirklich keine Geschichte vorliest. So lernt das Kind Richtlinien und Regeln kennen.

Zu dem ruhigen Ton, den du meinst, den man immer haben soll: Natürlich soll man mit dem Kind nicht herumbrüllen. Das ist schon klar. Aber ich lasse meinen Sohn schon auch merken, wenn er mich durch sein Verhalten traurig macht oder ärgert und das äussert sich dann auch in meinem Tonfall. Er soll schon merken, dass auch ich Gefühle habe. So wie ich seine Gefühle zulasse (die sich in der Trotzphase ganz extrem äussern) so muss auch er meine Gefühle akzeptieren und die will ich gar nicht vertuschen. Das ist meine Meinung dazu.

LG
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(#4) [Permalink]
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Benutzerbild von quakfrosch
quakfrosch
 
31.12.2007, 12:18

Zitat:
Zitat von kuki Beitrag anzeigen
Ja gute Buchtipps zum Thema Trotzphase würden mich auch interessieren! Mein älterer Sohn ist jetzt 3 und er ist immer noch ganz extrem. Obwohl das jetzt schon sehr lange so geht, hab ich immer noch kein Patentrezept gefunden - offensichtlich gibt es da auch keines. Ich habe immer wieder gelesen und gehört, dass die elterliche Konsequenz das Um und Auf ist. Wenn er z.B. nicht folgt, drohe ich ihm z.B. eine Konsequenz an, die unmittelbar mit der Situation zu tun hat. Also z.B. "Wenn du dir jetzt nicht gleich die Zähne putzen lässt, dann haben wir nachher keine Zeit mehr für eine Gute Nacht Geschichte". Und wichtig ist, dass man dann - wenn das Kind immer noch nicht folgt - wirklich keine Geschichte vorliest. So lernt das Kind Richtlinien und Regeln kennen.
nachdem das bei dir schon sehr lange so geht, könnte man daraus schließen, dass deine interpretation von "konsequenz" (kind folgt nicht, drohen, strafen) vielleicht doch nicht das um und auf ist.

ich finde, nett und verständnisvoll mit seinen kindern umzugehen ist das um und auf. dann brauchen sie nämlich nicht zu trotzen.
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(#5) [Permalink]
Alt
Tintii
 
31.12.2007, 12:29

quakfrosch
Zitat:
ich finde, nett und verständnisvoll mit seinen kindern umzugehen ist das um und auf. dann brauchen sie nämlich nicht zu trotzen.
dann sag mir bitte was ich falsch mache (auch wenn es nicht in allen details zur trotzphase passt):
unser zwerg ist derzeit extrem anstrengend: er schläft schlecht in der nacht (eigentlich seit der geburt, sicher gabs gute und schlecht phasen, aber in der regeln wacht er mehrmals auf in der nacht) - daraus ergibt sich der teufelskreis, dass er schon grantig aufsteht, weil nicht ausgeschlafen....
im grunde rennt der tag so ab, dass er sich kaum irgendwo alleine beschäftigen kann und ständig blödsinn macht (mit spielzeug schießen, andere hauen, pflanzen "hauen", etc...) und er läuft die ganze zeit durch die wohung...wenn er etwas nach mehrmahligem "nein" - "das tut mir weh,!"..etc nicht aufhört schicke ich ihn in sein zimmer (wo er nicht mehr raus darf - die tür bleibt natürlich offen)
gleich nach dem aufstehen bin ich nicht bereit mich mit ihm zu beschäftigen, weil ich erstmal frühstück für uns mache...da fängt es schon an...natürlich bekommt er immer wieder mal aufmerksamkeit und gemeinsames spielen (derzeit vermehrt von meinem freund - da dieser urlaub hat, sonst vermehrt von mir)
natürlich ist er auch trotzig, wenn er ausgeschlafen ist, aber lang nicht so extrem...
einmal vor weihnachten hat er wirklich ganz durchgeschlafen und ist singend aufgewacht - was sonst nie der fall ist - das war super....
derzeit ists echt sehr mühsam
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(#6) [Permalink]
Alt
buchstabensuppe
 
01.01.2008, 17:07

Zitat:
Zitat von Tintii Beitrag anzeigen
gleich nach dem aufstehen bin ich nicht bereit mich mit ihm zu beschäftigen, weil ich erstmal frühstück für uns mache...da fängt es schon an...natürlich bekommt er immer wieder mal aufmerksamkeit und gemeinsames spielen (derzeit vermehrt von meinem freund - da dieser urlaub hat, sonst vermehrt von mir)
natürlich ist er auch trotzig, wenn er ausgeschlafen ist, aber lang nicht so extrem...
einmal vor weihnachten hat er wirklich ganz durchgeschlafen und ist singend aufgewacht - was sonst nie der fall ist - das war super....
derzeit ists echt sehr mühsam
Hallo!

Es ist halt schwierig, weil du ja weißt und planst, dass du zwar gleich nach dem Aufstehen für ihn keine Zeit hast, aber eh danach - aber ihm kann man das wohl noch nicht vermitteln. Ich glaub, er ist noch zu klein, um diesen Bezug herzustellen.

lg

b.
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(#7) [Permalink]
Alt
Alija
 
01.01.2008, 17:54

Zitat:
Zitat von quakfrosch Beitrag anzeigen
nachdem das bei dir schon sehr lange so geht, könnte man daraus schließen, dass deine interpretation von "konsequenz" (kind folgt nicht, drohen, strafen) vielleicht doch nicht das um und auf ist.

ich finde, nett und verständnisvoll mit seinen kindern umzugehen ist das um und auf. dann brauchen sie nämlich nicht zu trotzen.
ich halte nichts von drohen/Strafen und "folgen" kommt in meinem Wortschatz sowieso nicht vor.

dennoch kommt die Trotzphase auch bei jenen Kindern vor, die obiges nicht kennen, halte ich auch für ganz "normal".

kommt nur drauf an wie man es nimmt/sieht - die meisten (Eltern) machen ein "Problem" draus, dabei entdeckt das Kind doch nur den eigenen Willen. ist ja gut und natürlich, würde mich eher andersum wundern.
was natürlich nicht ausschließt, daß es manchmal sehr mühsam sein kann.
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