Hallo,
nachdem ich mir mal ein paar Minuten Zeit rausschinden kann, hier der Geburtsbericht.
Nachdem ich ja am 3.7. um 8.00 h eine Einleitung wegen mangelndem Fruchtwasser bekommen hätte, dachte ich mir abends zuvor - ok - dann probierst halt doch mal diesen ominösen Wehencocktail.
Hab mal meine Hebamme angerufen und mir die Zubereitung erklären lassen.
Tja - Punkt 19.00 h am 2.7. hab ich mir das Gesöff (schmeckt dank Cognac gar ned so grauslich) mal reingeschüttet.
Möchte nur nebenbei anmerken: ich hab die ganze SS nichts alkoholisches getrunken - na was glaubt ihr, wie der Cognac gewirkt hat? Ich war echt supergut aufgelegt ...
Tja, da ich ja noch einige Sachen erledigen musste (Buchhaltung und so ...

) bin ich ja sowieso länger vor dem PC gesessen.
Um 2.00 h früh bekam ich dann "Regelschmerzen" - ich mass dem ganzen keinerlei Bedeutung zu, nachdem ich sowieso öfters Durchfall hatte wo der Bauch genauso weh tat. Also was solls - ich stellte mich eher auf eine Nacht im Klo ein ...
Das ging dann so bis 4.30 h dahin - im Abstand von etwa 3-4 Minuten ... irgendwann hatte ich dann so ein Gefühl, da stimmt was nicht. Normale Bauchschmerzen halten sich nicht ständig an eine Uhrzeit
Ich schrieb also vorsichtshalber meiner Freundin, die mich ja zur Geburt begleiten sollte (hat auch schon 3 Kinder) mal eine SMS, ob ma irgendwas tun sollten, weil so richtig WEH tut das ganze ned.
Sie schrieb mir zurück: Ach, wart noch bis die Abstände kürzer werden.
Gut - ich wartete.
Aber nicht lange

auf einmal kamen nämlich diese "Schmerzchens" im Abstand von 2 Minuten
Nix mehr mit SMS schreiben, ich rief sie um Punkt 5.00 an und meinte:
"Duhuuuuu - es sind jetzt nur mehr 2 Minuten".
"Ich komm gleich" war ihre Antwort - und ergo gleich drauf: "Gibts no an Kaffee?"
"No freilich" sagte ich noch grossgoschert, war ja ned in der Annahme, dass das jetzt sooo dringend abgeht.
Um 6.00 war sie dann da, wir tranken noch gemütlich einen Kaffee, obwohl ich schon alle paar Minuten mal kurz verschnaufen gehen musste. Allesamt - Mama, Tochter, ich und Freundin sind wir also am Küchentisch gesessen, ich mit dem Wackel-Popo in der Höhe und der Nase im Kaffeetopf.
Um halb 7.00 h beschlossen wir dann - WIR FAHREN.
Tja - und das war dann doch nicht so schlecht die Idee.
Wie ein Pfitschepfeil ist meine Freundin gerast, die Kanaldeckel verzeihe ich ihr bis heute nicht - weil dadurch sind die Wehen noch stärker geworden.
Flugs 6.55 h beim KH angekommen sind wir rauf zur Entbindungsstation - der Weg dorthin war recht lustig, weil ich schnaufend immer irgendwo rumgestanden bin und mit den Äuglein gerollt habe.
Ein Patient des KH mit Gipshaxn hat nur gemeint: "Na da hab i liaba an Gips" - hab ihn nur angegrinst und weitergschnaufelt.
Die Hebamme auf der Entbindungsstation wollte noch fragen, ob ich einen Blasensprung gehabt hätte - hab sie milde angelächelt und gesagt: "Nein, aber bald ...."

Sie hat mich noch kurz untersucht und dann sinds alle ganz wurdelig geworden ... ab ins Kreiszimmer hats geheissen. Auf irgendwelche Venenzugänge, Aufnahmepapierdeln usw. (der übliche Kram halt) habens vorerst verzichtet.
Da ich ja für eine Wassergeburt angemeldet war, versuchte noch eine Schwester, die Badewanne vollzukriegen - aber bei der Hälfte musste sie dann aufgeben.
Denn nach weiteren 4 Wehen und 3 Preßwehen war Klein-Emma um 7.24 h schon da und hat mal neugierig rumgekuckt.
Gott sei Dank hab ich nur 2 ganz kleine Risschen in der Scheide davongetragen und musste dann noch eine Viertelstunde ganz wichtig mit den Ärzten diskutieren, ob das denn jetzt notwendig sei, die blöde Näherei ... der schnuckligere von den beiden hat nur gemeint: "maaaaaa, da legst eine super Blitzgeburt hin und dann stellst dich wegen 2 Sticherls so an"
Naja, er hatte es echt schwer beim Nähen, weil mich sogar die Nabelschnur soooo derartig gekitzelt hat in der Schamgegend, dass ich dauert lachen musste und beim nähen dann auch nicht stillhalten konnte.
So, das wars - um 11.30 h sind wir nach Hause gegangen und haben das bravste und liebste Baby mit nach Hause genommen.
LG Judith