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ärzte... -
13.01.2004, 02:40
auszug aus einem typischen feedback, das ich heut gekriegt hab:
"Rechts hielt mich mein Mann, links Li und ich fühlte mich gut abgeschirmt von dem recht aufgeregten Arzt, der dauernd auf mich einredete."

solche typen sind echt fehl am platz und irgendwie nur mühsam. können´s die ned besser ausbilden?
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13.01.2004, 06:32
Nun ja, Berichte von ruppigen Hebammen ('Nun stellen Sie sich mal nicht so an!') sind auch keine Seltenheit.
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13.01.2004, 20:05
Da ist noch viel zu tun.
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Re: ärzte... -
13.01.2004, 22:30
Zitat:
Original geschrieben von li
auszug aus einem typischen feedback, das ich heut gekriegt hab:
"Rechts hielt mich mein Mann, links Li und ich fühlte mich gut abgeschirmt von dem recht aufgeregten Arzt, der dauernd auf mich einredete."

solche typen sind echt fehl am platz und irgendwie nur mühsam. können´s die ned besser ausbilden?
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 Könnte von mir und meiner Geburt stammen der Ausspruch, nur daß Du da ja nicht mit dabei warst (leider?).
Und es waren 2 Ärzte, welche wie aufgescheuchte Hühner rumliefen.
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Re: Re: ärzte... -
14.01.2004, 00:40
Zitat:
Original geschrieben von gela
nur daß Du da ja nicht mit dabei warst (leider?).
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 lustig, ich hab mir heut früh erst gedacht, dich hätt ich gern dabei, beim gebären.
 darf man hier so auffällig flöatn?
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Re: Re: Re: ärzte... -
14.01.2004, 10:07
Zitat:
Original geschrieben von li
darf man hier so auffällig flöatn?
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Normal nur mit mir. Aber bei der gela drück ich ein Äugl zu.
Die aufgeregten sollen zuhause bleiben. Es gibt aber auch entspannte und vernünftige, muss man hier wieder einmal erwähnen, denen darf man nicht Unrecht tun.
An der Ausbildung sollte wirklich mehr gefeilt werden. Polizisten kriegen zB eine Kriesenmanagementausbildung, da lernen sie, wie sie brenzlige Situationen und sich selbst (!) unter Kontrolle kriegen/halten.
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14.01.2004, 17:24
Na, das is ja heute mal Balsam auf meiner gschundenen Seele.
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14.01.2004, 21:44
Ach, weil ich euch so nett hier beisammen hab, hätt nicht eine von Euch Lust, meinem Schwesterl ein bisserl weiterzuhelfen?
http://elternforum.hebammen.at/showt...threadid=30319
Vielleicht wisst ihr ja eine Hebamme oder was über das KH Tulln?
Vielen lieben Dank!!
's Sonscherl
PS: Ich hab vorgestern von einer schnellen (hurra) spontan- (hurra) allein- (hurra) Badewannen(hurra)geburt geträumt - war ursuperschön! Und stillen konnte ich auch (hurra)!!!! Also wenn mentales geburts-vorerleben was bringt, bin ich jetzt echt guter Hoffnung, es diesmal ohne KS zu schaffen! 
Aber das nur so nebenbei, weil ich es jemandem erzählen wollt
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16.01.2004, 14:54
@li: ich hab' dich nicht vergessen....
die dissertation hab' ich (endlich) bei mir liegen ...muss mich nur durch die wahnsinnig lange literaturliste "plagen"
weisst eh...bezüglich der motive, warum männer gyns werden
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16.01.2004, 17:20
boah, du denkst wirklich noch dran?!
bin beeindruckt!
dankeschön.
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16.01.2004, 20:46
ich hab'gar net alle 37 seiten literaturliste durchsehen müssen....
hier ist es:
AMENDT, Gerhard, 1989: Die bevormundete Frau oder Die Macht der Frauenärzte, Frankfurt am Main
Schon der Titel lässt Böses erahnen
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16.01.2004, 21:37
Meint ihr, da hat sich in 15 Jahren nichts geändert ?
Meint ihr, Männer werden bei Ärzten nicht ähnlich oft bevormundet, ok, nicht so oft in so einem intimen Bereich ?
Meint ihr, die Frauenärztinnen, von denen es 1989 kaum welche, heute aber schon eine ganze Menge gibt, sind da wesentlich anders? Ich hab schon beides gehört.
Meint ihr, der aufgeregte Arzt aus Post 1 "bevormundet" ? Da war ja wohl eher gegeben, dass alle anderen Beteiligten einfach bessere Nerven hatten, eventuell sogar zumindest in Punkten Erfahrung & Fachwissen.
Hallo Sonschi:
Der Wald mag ja eine natürliche Umgebung zum gebären sein, aber das Wasser? Letzteren Satz bitte nicht ganz ernst nehmen
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16.01.2004, 21:59
Der männliche Gynäkologe und seine Patientin - wie gehen beide mit ihren erotisch-sexuellen Bedürfnissen um? - Johannes Bitzer
Ein spannungsgeladener Titel, der zur Entwicklung von Phantasien einlädt. Was geht im männlichen Gynäkologen vor, wenn er die intimen Bereiche eines weiblichen Körpers anschaut, berührt, untersucht? Wie erleben Frauen diesen körper-bezogenen Kontakt, der sonst nur in sexuellen Beziehungen stattfindet? Darüber ist schon viel spekuliert, gesagt und geschrieben worden.
Die implizierten Bilder vom männlichen Gynäkologen reichen vom verklemmten Voyeur (ich erinnere an die ganzen Schlüssellochwitze) über den narzißtisch gestörten Don Juan (das Bild des Gynäkologen am Männerstammtisch) weiter zum überlegenen Frauenkenner, der alle weiblichen Schwächen mehr oder minder heimlich genießt, bis hin zum erkalteten, abgebrühten Techniker, den nichts mehr reizen kann, weil der weibliche Körper zum sachlichen Arbeitsfeld verkommt (der Gynäkologe als "Damenschneider").
Das Bild der Frau, die zum männlichen Gynäkologen geht, variiert ebenfalls erheblich: von der vom Gynäkologen ausgebeuteten Hilflosen, über die in ihren Gynäkologen verliebte, abhängige Romantikerin weiter zur heimlich, das versteckt Erotische der Situation genießenden Raffinierten hin zur verführerisch, dominanten Hysterischen.
In allen diesen Bildern ist übrigens eine bemerkenswerte Vorstellung von Erotik und Sexualität impliziert: Lust ist eigentlich minderwertig, gespalten, unterteilt, versteckt und gewissermaßen ein Nebenprodukt der Abhängigkeit der Frauen vom mächtigen Gynäkologen, der mehr über ihren Körper weiß, als sie selbst. Es sind, mit andern Worten, unterschiedliche Formen der Abwehr von Ängsten vor sexuell-erotischen Impulsen.
Das Terrain ist also angefüllt mit Phantasien, Vorurteilen, Projektionen und einer eindeutig spürbaren Lust aller Beteiligten am Enthüllen. Man möchte das Verboten-Verborgene decouvrieren.
Ich werde diese durchaus verständliche Lust nicht befriedigen. Ich werde weder über die Häufigkeit von Erektionen bei männlichen Gynäkologen noch über deren Masturbationsgewohnheiten berichten. Auch nicht über Verführungs- und Vergewaltigungsphantasien von Patientinnen.
Nicht, weil es das nicht gibt, sondern weil eine isolierte, abgespaltene Darstellung solcher Befunde das Erotisch-Sexuelle eigentlich abwehrt, anstatt es anzunehmen und zu verstehen.
(aus einem Referat auf der Jahrestagung der DGPGG Bremen 1996)
Edith Bauer u.a. (Hrsg.) Psychosomatische Gynäkologie und Geburthilfe - Beiträge der Jahrestagung 1996, Psychosozialverlag Göttingen 1997 - S.33 ff. - da geht's weiter.
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16.01.2004, 23:52
ich bezweifle gar nicht, dass die motivation der (angehenden) gynäkologinnen (hebammen, doulas,... ebenso interessant ist/sein kann.
die gebär-lust ist (für mich) jedenfalls eine, die keinen mann und auch keine frau als partnerIn braucht oder sucht.
da genüg ich mir selbst mit meiner geburt 
vielleicht ist es das, was manche schwer verkraften?
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17.01.2004, 00:40
Zitat:
Original geschrieben von li
ich bezweifle gar nicht, dass die motivation der (angehenden) gynäkologinnen (hebammen, doulas,... ebenso interessant ist/sein kann.
die gebär-lust ist (für mich) jedenfalls eine, die keinen mann und auch keine frau als partnerIn braucht oder sucht.
da genüg ich mir selbst mit meiner geburt
vielleicht ist es das, was manche schwer verkraften?
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Hm - Geburt als erotisches Erlebnis ? Scheint eine Eigenart der Spezies Mensch zu sein. Ein bis unter die Decke gekachelter Kreißsaal wirkt da natürlich ernüchternd.
Aber apropos Motivation von Hebammen : warum wird in einem Hebammenforum immer nur nach der Motivation männlicher Gynäkologen/Geburtshelfer gefragt ?
Übrigens bin ich mit einer (der Besten aller) Hebamme verheiratet - wenn ich die frage: Warum ? - bekomme ich zur Anwort: eigentlich wollte ich Weltmeisterin im 100-m-Lauf werden und für's Medizinstudium war ich im Abi zu schlecht.
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17.01.2004, 00:49
Zitat:
Original geschrieben von Frank-S
Aber apropos Motivation von Hebammen : warum wird in einem Hebammenforum immer nur nach der Motivation männlicher Gynäkologen/Geburtshelfer gefragt ?
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da scheinst du einiges überlesen zu haben. selektive wahrnehmung?
zur erotik der geburt (sag nur, das ist dir neu?): dagegen richten kacheln gar nichts aus. der ort war mir wirklich wurscht. nur meine ruh haben wollte ich; ungestört sein.
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17.01.2004, 00:54
achja, im übrigen: dass die erotik bei menschen nun mal spezifisch menschlich ist, würde ich annehmen
dass aber gebär-lust etwas spezifisch menschliches ist, schliesse ich aus 
ich behaupte: es ist der "normalzustand". das spezifisch menschliche ist wohl eher die "minderbewertung, abspaltung,..." etc., du weisst schon.
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17.01.2004, 01:30
@ li:
Ich glaub, der Frank-S und der Matthias sind so in ihrer eigenen pathologischen Welt und eigenen Realität verhaftet, dass es schwer ist, sie da raus zu kriegen. Denen ist wahrscheinlich nicht einmal bewusst, dass mann dort, wo das Baby rauskommt, auch was reinstecken kann (egal ob Viecherl oder Mensch). Die sind einfach total fixiert auf den medizinischen Fall Geburt, die kennen die gute Version einfach nicht. Wahrscheinlich können sie auch sonst nix mit weiblichen Geschlechtsorganen anfangen.
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17.01.2004, 03:01
Ich glaub, der Frank-S und der Matthias sind so in ihrer eigenen pathologischen Welt und eigenen Realität verhaftet, dass es schwer ist, sie da raus zu kriegen.
Und das von einer Sexualpsychopathin!
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17.01.2004, 16:05
@dagmar:
ich merke vor allem, dass die beiden zu kultivierter unterhaltung in der lage sind. das finde ich schon mal sehr positiv 
meiner meinung sein müssen sie ja nicht.
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