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Semmelweis und Stillen - ein kleiner Erfahrungsbericht -
12.04.2006, 10:17
Aus aktuellem Anlass, ein paar Erfahrungen zur Semmelweis in punkto Stillen.
Hab übrigens nie zum Stillen (zurück)gefunden, weil die Maus so eine extreme Saugverwirrung hatte, dass die laufende Konsultation mehrerer Stillberaterinnen nichts mehr gebracht hat. Es ist vielleicht blöd von mir, aber ich hab fast ein dreivierteljahr gebraucht, um darüber hinwegzukommen, dass das Stillen nicht geklappt hat und teilweise bin ichs immer noch nicht.
Ja, unsere Bindung war trotzdem immer super und sie hat das H*pp (hab nur die ersten Wochen gepumpt) ausgezeichnet vertragen, aber trotzdem...
Zur Semmelweis:
- mir wurde am ersten Tag ungefragt ein Flascherl in die Hand gedrückt mit Glucoselösung "geben Sie ihr das, das braucht sie"
- ich hatte extreme Schmerzen beim Stillen, Ursache wurde nie versucht abzuklären, Schwester meinte sie hätte eine andere Patientin gehabt die hatte auch Schmerzen "die hat halt immer auf einen Stock gebissen" und "Entspannen Sie sich!" (im ungeduldigen Befehlston) während gleichzeitig die Kleine nicht allzu sanft gegen meine Brust geschoben wurde
- anfangs wurde mir ein Flascherl mit Habermannsauger gegeben, dann einfach ein normaler, ohne mich darüber aufzuklären, welche Nachteile das hat
- sie hatte Neugeborenengelbsucht: unterm UV-Licht hat sie gegen meinen ausdrücklichen Wunsch einen Schnuller bekommen
Aufgrund der Schmerzen hab ich teils gepumpt, teils gestillt:
- mir wurde als "Fakt" erklärt, dass man nicht lange (ausschliesslich) abpumpen kann, weil dann die Milch wegbleibt
- es wurden keinerlei alternative Fütterungsmethoden (zum Flascherl) auch nur erwähnt
- ich hatte geplant abends nochmals das Stillen zu probieren (statt Pumpen) > Schmerzen > Schwester gesagt dass ich diesmal doch noch Pumpen werde > sie zu mir: "na dann geb ich Ihnen jetzt gleich mal Tabletten zum Abstillen" (welche ich natürlich nicht genommen hab)
So, das sind so einige Erfahrungen zur Semmelweis - mir kommt heute noch die Galle hoch!
(Die Hebammen im Kreißsaal waren im Gegensatz dazu aber superlieb.).
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12.04.2006, 10:27
mah, das tut mir leid für euch  ich habe 2mal in der Semmelweiß geboren aber die Stillberatung war 1mal wirklich top! und einmal, naja, ich sage wenn ernsthafte Probleme auftreten stehen sie auch an  ich hatet extrem wunde Brustwarzen, beim abpumpen kam erstmal Blut, dazu ein Kind mit extremen Suagbedürfnis, tja, was machen  ausser einer Salbe hat man mir dort auch nichts geben und/ oder sagen können
Also Stillberatung in der Theroie super, wenn Probleme auftreten würde ich doch sofort zu einer Stillberaterin kontakt aufnehmen, das weiß ich aber leider auch erst heute! bzw. würde ich schon in der Schwangerschaft zu einer Stillberaterin kontakt aufnehmen!
lg sweety
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12.04.2006, 10:30
Na die Salbe war ja das nächste, hatte auch extrem wunde Brustwarzen, wurde zwar gelasert, aber ansonsten hab ich eine Probepackung Salbe bekommen mit den Worten: "Und die teilen Sie sich gut ein.".
Aus heutiger Sicht würde ich dort jederzeit wieder entbinden, aber keine 10 Pferde würden mich je wieder in die Wochenbettstation bringen. Die Zeit hab ich nur deswegen positiv in Erinnerung, weil ich aufgrund der Maus eh nur mit Herzerln in den Augen herumgerannt bin. Ich hab das Ganze gar nicht gecheckt während ich dort war...
Geändert von Leasmom (12.04.2006 um 10:39 Uhr)
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12.04.2006, 11:43
Ich werde wohl gleich mal suchen gehen, aber ist die Semmelweiß-Klinik nicht WHO-zertifiziertes "babyfriendly Hospital"?!
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12.04.2006, 11:48
Zitat:
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Zitat von FranFine
Ich werde wohl gleich mal suchen gehen, aber ist die Semmelweiß-Klinik nicht WHO-zertifiziertes "babyfriendly Hospital"?! 
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Yep, und genau deshalb war ich eigentlich dort.....
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12.04.2006, 11:52
Zitat:
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Zitat von Leasmom
Yep, und genau deshalb war ich eigentlich dort.....
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Ich weiß zwar nicht, wie gut die Zusammenarbeit zwischen D und A ist, aber ich sehe in zwei Wochen den Vorsitzenden der deutschen Initiative und Prüfungskommission "babyfriendly hospital", vielleicht bringt es etwas, ihm zu berichten.
Wer mag denn noch Erfahrungsberichte schreiben?
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12.04.2006, 11:56
Zitat:
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Zitat von FranFine
Ich werde wohl gleich mal suchen gehen, aber ist die Semmelweiß-Klinik nicht WHO-zertifiziertes "babyfriendly Hospital"?! 
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Genau, ich war auch dort und ich habe sehr gute und schöne Erinnerungen daran, ich hab aber auch schon in der Schwangerschaft einen Haufen Bücher übers Stillen gelesen, sodass ich nicht auf eine Schwester oder Hebamme angewiesen war.
Aber ich konnte damals auch beobachten, dass es gerade mal eine Stillberaterin gegeben hat, die wirklich eine Ahnung vom Stillen hatte und wenn die keinen Dienst hatte, dann waren keine kompetenten Schwestern oder Hebammen erreichbar.
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12.04.2006, 11:57
Mir ergings genauso. Wollte unbedingt stillen, mir half keiner, nur einmal eine Schwester, die aber sofort aufgab und mich zünisch fragte, ob ich überhaupt stillen WILL....
Ich war dann gezwungen abzupumpen und mit Flascherl zu füttern, fast 4 Monate dann versiegte meine Milch, leider.
Stillfreundlichstes KH noch damals, daß ich nicht lache!!!!
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12.04.2006, 12:00
also ich hab in der semmelweiß entbunden (2003) und genau das gegenteil erlebt
ich wurde richtig dazu gezwungen , flascherl hab ich nie für sie bekommen , eher das gegenteil
ich mußte dieses und jenes machen und so und so wie es im buch steht und nicht so wie es für mich angenehm war
was mir dort am nerv gegagen ist das sie dort die weißheit mit löffeln zu sich genommen haben
sprich , sie wollte mir beim 3 kind zeigen wie ich sie baden soll und wie sie angezogen wird und und und
tja lange hab ich nicht gestillt aber ob die daran schuld sind weiß ich nicht
danach habe ich im smz ost entbunden (2004)
dort habe ich wieder geguckt wie ein autobus
es war 1 stillberaterin da sie meinte wenn ich stillen mag ok aber sie wird mich dazu nicht zwingen
sie hat mir einiges gezeigt und mich aber auch probieren lassen wie es für UNS angenehm war
keine hetze , kein drängen , ganz easy und locker
sie war immer abrufbereit
naja da hab ich 11 monate voll gestillt und es war immer super
lg sue
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12.04.2006, 12:08
Das tut mir ur leid, das du dort solche erfahrungen gemacht hast  , dabei dachte ich da sie von der WHO-zertifiziertes "babyfriendly Hospital" ist, solche Erfahrunge dort ned möglich wären.  , tja falsch gedacht
Da ich aber in einem anderen Spital entbunden hab, kann ich sonst nix dazu sagen.
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12.04.2006, 14:04
Also bezüglich Stillen hab ich auf der Wochenbettstation auch keine besonders guten Erfahrungen gemacht. Die Hebamme im Kreissal war super (ich hätt auf sie hören sollen und ambulant nach Hause gehen - hab mich leider nicht getraut, weil mein Kreislauf total am Boden war  )
Auf der Wochenbettstation hat mir dann jede Schwester was anderes erzählt. Meine Milch ist auch erst am 4.Tag eingeschoßen und bis dahin wurde ich halb verrückt gemacht, dass das Baby ja verhungert, wenn ich nicht zufüttere (Hannah hatte ein Geburtsgewicht von 3670g- also keineswegs leicht,). Hab mich natürlich total verunsichern lassen und die Zeit mit Flascherl (zuerst Glucoselösung, dann normale HA-Nahrung) überbrückt. Zwischendurch sollte ich immer abpumpen, was mich nur nochmel frustriert hat, weil ja noch kein Milcheinschuß und daher nach 20 min Pumpen gerade mal 5 ml (is später auch nicht mehr geworden, mit Milchpimpen steh ich auf Kriegsfuß). Die Trinkwiegungen haben den Stress auch nur noch vergrößert.
Die Stillberatung war überhaupt nur einmal da und hat mir einen Zettel gegeben mit Nahrungsmitteln, die ich in der Stillzeit vermeiden soll.
Nach 5 Tagen sind wir dann heim und das erste was ich gemacht hab, war hier zu posten. ICh habe so tolle Ratschläge bekommen, dass wir das Flascherl nach 3 Wochen wieder abgewöhnt hatten und ich voll gestillt hab - ich war sooo stolz auch uns.
Wenns das Forum (und meinen LG, der mich immer unterstützt hat, es doch weiterzuversuchen  )nicht gegeben hätte, hätt ich wahrscheinlich die Flinte ins Korn geworfen.
Jetzt stillen wir schon über 2 Jahre und kein Ende in Sicht. ICh weiß zwar nihct mehr, wer mir von euch damals weitergeholfen hat, aber mich möchte mich nochmal sehr herzlich bedanken!
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12.04.2006, 21:02
Hi!
Kann nur positives berichten!
Habe 2005 in der SFK entbunden und hatte auch die Megaprobleme am Anfang (wunde Brustwarzen, teilweise starke Schmerzen, .....) und wurde echt toll beraten. Ich musste nicht (wollte auch nicht) zufüttern trotzdem meine Kleine mit 2400 GG nicht zu den Stärksten zählte. Bei 2000g hab ich mir schon Sorgen gemacht, aber ich wurde eher beruhigt als eingeschüchtert und sie ist mit einem Gewicht von 2010g heimgegangen und wir haben nie zugefüttert und stillen heute noch!!
Also ich glaube es kommt leider (wie in jedem Spital) auf die Chemie zwischen Patient und Pflegepersonal an und man kann da und dort schlecht und gute Erfahrungen machen!
LG
Brigitte
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12.04.2006, 23:26
meine nippel wurden mir im st josef traumatisiert und mein kleines mia auch, zum glück habe die dort eine exzellente stillberaterin, weswegen das stillen dann zuhaus doch noch geklappt hat.
über die semmelweis hab ich nur schlechtes gehört.
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12.04.2006, 23:53
Zitat:
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Zitat von Bigi22
Also ich glaube es kommt leider (wie in jedem Spital) auf die Chemie zwischen Patient und Pflegepersonal an und man kann da und dort schlecht und gute Erfahrungen machen!
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das glaube ich auch!
ich war ebenfalls in der Semmelweisklink 2005, aber mit dem zweiten Kind. Und daduch ich mein erstes Kind schon 14Monate lang gestillt habe, haben sie mich in Ruhe gelassen.
Weiters lag ich nicht in der Wochenbettstadtion da sie voll war.
Ich war in der Gebärenden bzw. Schwangeren Stadtion (weiß nicht wie man die richtig betitelt) - und dort waren die Hebammen bzw. Schwestern 1A.
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13.04.2006, 00:03
Zitat:
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Zitat von mnpsx5
Ich war in der Gebärenden bzw. Schwangeren Stadtion (weiß nicht wie man die richtig betitelt) - und dort waren die Hebammen bzw. Schwestern 1A.
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Also DAS kann ich nur bestätigen! Ich denk mir immer wenn ich dort entbunden hätte und dann aufgestanden und nachhaus gegangen wär, wärs am Besten gewesen.
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13.04.2006, 10:04
ich hab 2003 dort entbunden, schwester imgke war super, alle anderen zum vergessen, jede hat etwas anderes gesagt - pumpen, frauenmilch zufüttern, habermann.... und als ich am 3. tag gegangen bin, weil es so schrecklich war(Und ich eine hebamme schon bei der geburt und dann für daheim hatte) und mein kind nicht trinken wollte, sagte die ärztin beim entlassungsgespräch: ihr kind vertrocknet ja, sie müssen unbedingt zufüttern!
ich war total fertig und mit den nerven am ende. meine hebamme hat dann den busen angeschaut, ein wenig gedrückt und gesagt, was willst denn, ist eh milch da. nix da mit zufüttern. ich hatte zwar auf den tag genau 2 monate schreckliche schmerzen beim stillen, besonders beim andocken, und mein kind hat stündlich getrunken. aber das hab ich durchgezogen und als es ncht mehr wehtat hab ich noch 31 monate weitergestillt....
fazit: unter "stillfreundliches krankenhaus" verstehe ich etwas anderes!
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13.04.2006, 10:10
Zitat:
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Zitat von Bigi22
Also ich glaube es kommt leider (wie in jedem Spital) auf die Chemie zwischen Patient und Pflegepersonal an und man kann da und dort schlecht und gute Erfahrungen machen!
LG
Brigitte
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Ich denke es kommt auf die Kompetenz des Personals an  99 gab es keine Probleme und 02 doch! Es gibt eine Schwester die ich wirklich für sehr kompetent in Stillfragen halten, alle anderen tun´s nur halbherzig, leider
Ich denke wenn ein Krankenhaus als stillfreundlich ausgezeichnet wird haben das alle Schwestern der Säuglingsstation ( sofern die Mutter das möchte) zu unterstützen! und nicht blos eine. ( und dabei muss völlig egal sein ob mir die Patientin zu Gesicht steht oder nicht)
lg sweety
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13.04.2006, 11:14
Zitat:
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Zitat von sweety
Ich denke es kommt auf die Kompetenz des Personals an  99 gab es keine Probleme und 02 doch! Es gibt eine Schwester die ich wirklich für sehr kompetent in Stillfragen halten, alle anderen tun´s nur halbherzig, leider
Ich denke wenn ein Krankenhaus als stillfreundlich ausgezeichnet wird haben das alle Schwestern der Säuglingsstation ( sofern die Mutter das möchte) zu unterstützen! und nicht blos eine. ( und dabei muss völlig egal sein ob mir die Patientin zu Gesicht steht oder nicht)
lg sweety
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Ja, so ist es!
Schließlich gibt es auch einen Punkte-Plan, quasi die Voraussetzungen und Bedingungen, die zum Erhalt des Zertifikates erfüllt sein müssen.
Wen es interessiert, hier mal die deutsche Seite:
www.stillfreundlicheskrankenhaus.de
LG,
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13.04.2006, 11:48
Also, ich hab auch letztes Jahr in der Semmelweis entbunden. Lag 5 Tage in der Wochenbettstation (Station im Erdegeschoß soll viiiiel besser sein - hab ich jetzt schon öfter gehört), zwei Schwestern waren sehr nett und hilfreich, alle anderen nicht so toll. Von unfreundlich bis genervt ("jetzt seien sie nicht so hysterisch" - naja, mein Baby hat nur geweint und hat sich nicht beruhigen lassen, bis mir eine total genervte Schwester sie mir auf den Bauch gelegt hat, da war's dann schon 4 Uhr früh. oder: "lassen sie ihr Kind doch nicht schreien" - aha, was sollte ich bitte tun, wenn nicht mal die Schwester weiß, was das Baby haben könnte?? - sie gab mir ein Flascherl mit Glucoselösung drin, Baby wollte aber gar nicht trinken, hat deshalb weiter geschrieen.).
Stillen an sich hat mir überhaupt niemand richtig gezeigt-ich hatte schon im Kreißsaal wunde Brustwarzen, gegen die ich so Kompressen am letzten (!) Tag bekommen hab, davor nur diese Fettcreme, die überhaupt nicht gewirkt hat.
Zum Flascherl hinzu kam noch, dass wirklich jede Schwester was anderes gesagt hat. Die Nachtschwester meinte, ich soll ihr in der Früh gleich wieder eine Nährlösung geben (Milcheinschuss war erst anscheinend am 4. Tag da), die Schwester in der Früh schnauzte micht wiederum an, warum ich denn ein Flascherl haben wolle! Also, eigentlich unerhört, so mit "frisch gebackenen" Müttern umzugehen, die nur ja alles richtig machen wollen.
Noch zum Stillen: die einen Schwestern meinten, ich soll sie nur 10 Min. pro Seite trinken lasse, die anderen waren für noch kürzer und wieder andere stimmten für 30 Min. pro Seite. Also, irgendwie konnte ich da nur alles "falsch" machen. Beim nächsten Kind werde ich hoffentlich schon selbstsicherer sein und wissen, was für mich und das Baby gut ist - oder wir landen nach der Geburt im Erdgeschoß mit fähigeren Schwestern/Hebammen oder gleich zu Hause...
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13.04.2006, 20:18
Zitat:
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Zitat von Leasmom
Aus aktuellem Anlass, ein paar Erfahrungen zur Semmelweis in punkto Stillen.
Hab übrigens nie zum Stillen (zurück)gefunden, weil die Maus so eine extreme Saugverwirrung hatte, dass die laufende Konsultation mehrerer Stillberaterinnen nichts mehr gebracht hat. Es ist vielleicht blöd von mir, aber ich hab fast ein dreivierteljahr gebraucht, um darüber hinwegzukommen, dass das Stillen nicht geklappt hat und teilweise bin ichs immer noch nicht.
Ja, unsere Bindung war trotzdem immer super und sie hat das H*pp (hab nur die ersten Wochen gepumpt) ausgezeichnet vertragen, aber trotzdem...
Zur Semmelweis:
- mir wurde am ersten Tag ungefragt ein Flascherl in die Hand gedrückt mit Glucoselösung "geben Sie ihr das, das braucht sie"
- ich hatte extreme Schmerzen beim Stillen, Ursache wurde nie versucht abzuklären, Schwester meinte sie hätte eine andere Patientin gehabt die hatte auch Schmerzen "die hat halt immer auf einen Stock gebissen" und "Entspannen Sie sich!" (im ungeduldigen Befehlston) während gleichzeitig die Kleine nicht allzu sanft gegen meine Brust geschoben wurde
- anfangs wurde mir ein Flascherl mit Habermannsauger gegeben, dann einfach ein normaler, ohne mich darüber aufzuklären, welche Nachteile das hat
- sie hatte Neugeborenengelbsucht: unterm UV-Licht hat sie gegen meinen ausdrücklichen Wunsch einen Schnuller bekommen
Aufgrund der Schmerzen hab ich teils gepumpt, teils gestillt:
- mir wurde als "Fakt" erklärt, dass man nicht lange (ausschliesslich) abpumpen kann, weil dann die Milch wegbleibt
- es wurden keinerlei alternative Fütterungsmethoden (zum Flascherl) auch nur erwähnt
- ich hatte geplant abends nochmals das Stillen zu probieren (statt Pumpen) > Schmerzen > Schwester gesagt dass ich diesmal doch noch Pumpen werde > sie zu mir: "na dann geb ich Ihnen jetzt gleich mal Tabletten zum Abstillen" (welche ich natürlich nicht genommen hab)
So, das sind so einige Erfahrungen zur Semmelweis - mir kommt heute noch die Galle hoch!
(Die Hebammen im Kreißsaal waren im Gegensatz dazu aber superlieb.).
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 ich bin entsetzt. das stillfreundliche kh
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