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dani77
 
Frage essverhalten ehemals intubierter kinder?? - 26.01.2006, 19:23

hallo an alle mamas, deren kind als baby beatmet wurde oder die solche kinder kennen!

wie schauts mit dem essverhalten aus? matthias ist ein ganz komischer esser, er mag keine bröckerl oder stückerl im essen und alles muss weich, breiig oder flüssig sein. erwischt er ein stückerl, reckt's ihn sofort. er ißt überhaupt kein fingerfood und nicht mal die sachen, die alle kinder essen. keine schokolade, keine kekse, keine pommes (und ich glaube, alle kinder lieben diese sachen!). das höchste der gefühle sind nudeln mit sauce.

meine überlegung ist, dass es vielleicht daran liegt, dass matthias die ersten 3 wochen seines lebens intubiert war und gar keine nahrung bekommen hat. bei unseren ersten stillversuchen hat er gewürgt und geweint. kann es sein, dass sein natürliches essverhalten dadurch beeinflusst wurde? dass er es von anfang nicht richtig gelernt hat?

würd mich wirklich interessieren, ob an dieser theorie etwas dran sein könnte oder, ob er einfach nur ein schlechter esser ist.

bitte bitte um eure erfahrungen!

danke und lg
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Benutzerbild von Brigitte72
Brigitte72
 
26.01.2006, 19:34

hallo dani!
manuel lag drei wochen auf intensiv und wurde auch künstlich ernährt. er hatte nierenversagen......... die ärzte meinten nur, es sei ein wunder das er noch lebt.
nach vier wochen kh aufenthalt sagte man mir, manuel muß alle drei stunden sein fläschen trinken. wir brauchten für 50ml eine stunde unter ständigem schreien.... ein halbes jahr lang! in graz fand ich dann hilfe.
manuel wird heuer drei jahre und es ist immer noch ein kampf. mal ißt er mir alles total super, mit großen stücken, nächsten tag würgt es ihn was es nur geht, dann ißt er ein monat lang nur brei, im moment (drei monate schon) ißt er zu mittag nur pudding, wochenlang hat er überhaupt nichts gegessen, vorgestern und gestern hat er suppe und spagetti gegessen, wir waren schon froh, endlich wieder normal essen, heute hat er uns wieder das gegenteil gezeigt. ich denke, es wird immer schwer sein mit dem essen. man muß es einfach immer wieder versuchen!
rat kann ich dir leider keinen geben, da ich selber immer wieder auf suche bin, und leider noch immer nichts gefunden hab!

aber du weißt, du bist nicht allein. ist zwar nur ein kleiner trost aber immerhin!
wenn noch fragen hast, kannst mir ja gerne eine pn schicken!!
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(#3) [Permalink]
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Benutzerbild von tabitha
tabitha
 
26.01.2006, 19:37

Luca war auch intubiert. Wurde 5 Wochen über Sonde ernährt.

Er war ein sehr schlechter Esser bis vor kurzem (er ist 10). Auch nichts Bröckeliges, Joghurt mit Fruchtstückchen - ein Graus. Auch nur Nudeln und Hühnersuppe und noch ein paar ausgewählte Gerichte.

Jetzt hat Gandhi beschlossen, zu essen. Er wächst aber auch momentan ordentlich.
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(#4) [Permalink]
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sahato
 
26.01.2006, 20:28

johanna hatte eine ösophagusatresie (speiseröhrenunterbrechung) und wurde am 2. tag operiert. sie war insgesamt 15 tage beatmet, und mußte dann erst trinken lernen. von dem her war es doppelt schwer, weil ja bei ihr die speiseröhre betroffen ist, und auch die genähte stelle nie so sein wird, wie wenn sie gewachsen wäre. sie hat aber dann gelernt am busen zu trinken. aber sie hat nie die mengen getrunken. jetzt isst sie ein glaserl mittags 190 g und am nachmittag obstglaserl und am abend manchmal brei. sie ist auch eine schlechte esserin und sie hat jetzt seit einiger zeit einen reflux entwickelt, was bei ihrem krankheitsbild zwar nichts ungewöhnliches ist, aber trotzdem mühsam. manchmal bricht sie 2 tage nicht und dann wieder schon. sie hustet seit 8 wochen und hat schleim, was auch vom reflux kommen dürfte. sie hat jetzt mit 7 1/2 monaten 6.50 kg, was nicht wirklich berauschend ist. aber jetzt versuchen wir es mit der antirefluxnahrung, wobei ich nicht sagen kann wie das wird, weil sie ja nicht viel vom flascherl trinken mag.
bin zur zeit sehr nervös und war jetzt richtig "froh" zu lesen, daß andere auch solche sorgen haben. nein, ohne spaß, aber ihr wisst ja eh, wir hätten alle gerne kinder ohne probleme und eines habe ich ja gott sei dank auch. julian ist zur zeit wirklich super.
wie war das bei euch eigentlich mit den zunahmen?
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(#5) [Permalink]
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Benutzerbild von Sonja5
Sonja5
 
26.01.2006, 20:53

Deine Theorie stimmt meiner Meinung nach.

Sebastian war ca 1,5 Monate immer wieder Intubiert, weitere Intubationen folgten bei div. Operationen und Intensivstationsaufenthalten.

Er hat teilweise schon feste Nahrung zu sich genommen und nach jeder Intubation hab ich mich Wochenlang gespielt bis er wieder etwas mit bröckerl essen konnte.

Vanessa war nie Intubiert sie hatte nur einen Infantvlon und sie isst und kaut alles.

Sebastian ist nach wie vor der wesendlich schlechtere esser, er hat auch um ca. 2,5 kg weniger bei der selben Körpergrösse.
Wir haben es aber immer wieder geschafft ihn langsam aber beharrlich auf feste Kost umzustellen.

Fingerfood mag er auch nicht, hängt bei ihm aber mit der Struktur des essen zusammen und mit seiner "gestörten" Feinmotorik.
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(#6) [Permalink]
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Benutzerbild von Drillingsmama
Drillingsmama
 
26.01.2006, 21:48

Bei uns war Alex gleich nach der Geburt intubiert. Er ist bis heute ein schlechter Esser. Das Problem war die Mundmuskulatur, die sehr hypoton war. Er hat immer hineingestopft, aber nicht geschluckt - und hat wieder alles rausgelassen. Es ist teilweise noch immer, dass er ans Schlucken erinnert werden muss und er in den Backen das Essen sammelt.

Beni wurde in der 2. Lebenswoche für 2 Tage intubiert. Er isst alles, auch große Stücke, aber auch zu große. Er spürt den Mundbereich nicht richtig, das sieht man auch, wenn es ihm nicht auffällt, dass er den Sauger/Lulli verkehrt im Mund hat.
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(#7) [Permalink]
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cybernola
 
26.01.2006, 22:03

ich unterstütze die Theorie, dass es mit der Intubation zusammenhängt. Noch mehr als mit der Magensonde. Max war nicht intubiert (knapp wars, der Riss ist schnell genug geheilt und der Infantvlon hat dann doch gereicht), sondern er wurde 8 Tage mit Magensonde ernährt, was sein Essverhalten nicht weiter beeinflusst hat.
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(#8) [Permalink]
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Benutzerbild von Sonja5
Sonja5
 
26.01.2006, 22:07

Zitat:
Zitat von cybernola
Noch mehr als mit der Magensonde.
Glaub ich auch das die Magensonde keinen einfluss darauf hat denn mein Frl. Vielfrass hatte ca. 1,5 Monate eine Magensonde und sie futtert alles
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(#9) [Permalink]
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Benutzerbild von sabineh
sabineh
 
26.01.2006, 22:13

Eine Stimme für die Magensonde. Alexander (33. Woche, 1170 g aufgrund schwerer Plazentainsuffizienz) war nie intubiert, aber wurde lange sondiert, wogegen er immer protestiert hat.
Er hat zusätzlich eine starke sensorische Integrationsstörung (aufgrund eines Sauerstoffmangels vor der Geburt) und enorme Probleme mit taktiler Reizverarbeitung.

Er ist jetzt bald 4 Jahre alt und ißt nur Püriertes. Von allen festen Dingen beißt er winzigste Portionen herunter, die er nicht kaut, sondern nur lutscht und im Mund hin und herschiebt. Er wartet sozusagen, bis sie zergehen (oder auch nicht), dann wird erst geschluckt. Seit Herbst schafft er auch schon einmal zwei Basmatireiskörner auf einmal. Er braucht dafür ca. 5 Minuten.

Jetzt hat er gelernt, Dinge, die er nicht bewältigt, auch auszuspucken, denn bis zum Herbst hat er bei unbewältigbaren Bissen im Schwall erbrochen. Das passiert nun nur mehr sehr selten. Am schlimmsten war die Zeit von 1,5 bis 2,5 Jahren, da hat er regelmäßig an oft mehreren Tagen der Woche sein ganzes Essen wieder erbrochen, auch Püriertes. Es musste besonders fein püriert sein und sehr leicht zu schlucken. Damals war ich mit meinen Nerven schon ziemlich am Ende.

Ist Alexander verkühlt, ist manchmal nicht einmal Püriertes mehr essbar. Da er keine Milch trinkt, nimmt er durch Husten und Schnupfen immer extrem ab. Wir schlafen bei Husten immer mit einem großen Wäscheschaffel mit Handtuch drin unterm Bett, wegen der Speiberei.

Alexander hat das ganze Jahre einen leichten Husten, von dem niemand weiß, woher er kommt. Was bedeutet, dass ich in der Nacht bei ihm im Zimmer schlafe, und immer ein Becher Wasser gegens Husten griffbereit stehen muss.

Momentan ist er für seine Verhältnisse richtig fett, er wiegt 14.5 kg auf 105 cm. ;-)

Buchtipp: Jenseits von dick und dünn, Falter Verlag, von Marguerite Dunitz-Scheer und Peter Scheer. Ich lese es gerade und verstehe jetzt, warum mein Zweitgeborener (2) kein Gemüse isst.. Das Buch trägt aber auch zur Entspannung gegenüber Alexanders Eigenheiten beim Essen bei.

Alles Liebe
Sabine
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(#10) [Permalink]
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sabrina12
 
26.01.2006, 23:03

hallo


hmmm also irgentwie wird mir meine jüngste hexe zuhause immer unheimlicher du kennst ja ninas geschichte und sie wurde auch schon einige male intubiert, hatte auch schon eine magensonde, aber meinem vielfrass hat das absolut nichts gemacht. die hat dir auch ohne zähne alles gegessen, desto grösser die stückerln waren desto besser. sie hat ihren ersten zahn bekommen da war sie 1.jahr alt und mit 8.monaten hat sie fix bei uns mitgegessen, jetzt kannst dir vorstellen wie hart das kiefer schon war.
genauso hatte sie nie probleme mit der gewichtszunahme, im gegenteil die aktuellen daten sind momentan das sie 89cm ist und knappe 17kilo auf die waage bringt und wenn ich sie nicht stoppen würde mit dem essen, ginge sie noch mehr in die breite. dafür will sie einfach nicht wachsen, mein kleiner bomber
dafür hat sie aber ein sehr geschwächtes imunsystem, momentan hat sie fast 2.monate schon dauerschnupfen und husten und immer wieder fieberschübe.

aber ich kanns mir schon vorstellen, das das mit dem zusammen hängen kann. obwohl weist eh herzkids sind eigentlich schlechte esser, ausser nina, aber ausnahmen bestättigen ja die regeln
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(#11) [Permalink]
Alt
blueangel
 
26.01.2006, 23:08

Also wir schlagen da wohl auch aus der Theorie . Dominik hatte auch eine Magensonde und intubiert war er auch allerdings hat ihm das von Anfang an nicht vom essen abgehalten ganz im Gegenteil er würde noch mehr essen . Er hatte eigentlcih mehr die Probleme beim kauen hat dann öfter Stücke geschluckt die dann natürlich in der selben Form wieder zurück kamen, war allerdings auch nur eine Phase.
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(#12) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von FranFine
FranFine
 
26.01.2006, 23:20

Auf dem letztjährigen Still- und Lactationskongress in Minden/D hat ein sehr netter Psychotherapeut referiert über Eßstörungen bei (ehemals)intensivbetreuten Kindern.
Man kann auch Kontakt zu ihm aufnehmen:

www.markus-wilken.de

LG,
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(#13) [Permalink]
Alt
dani77
 
27.01.2006, 11:04

danke für eure zahlreichen antworten! einige dinge kommen mir sehr bekannt vor! vor allem sabine_h, die sache mit dem essen im mund hin-und-her-schieben.....es tut gut zu wissen, dass man nicht allein mit einem problem ist (wobei ich es natürlich niemandem wünsche!).

schon in der stillzeit hat matthias wenig getrunken, wobei ich immer an mir selbst gezweifelt habe und geglaubt habe, dass ich zu wenig milch hätte. dabei hat es offenbar eh gereicht. von anfang an waren wir geprägt von wiegen, stillen, wiegen, sondieren. das hat natürlich auch an meinem selbstvertrauen gekratzt. erinnert mich sehr an die publikation von markus wilken. danke franfine für den link!!

hat jemand von euch etwas unternommen? zb cranio, osteopathie oder ähnliches?? hattet ihr erfolge zu verzeichnen? hab schon überlegt unsere cranio-therapeutin anzurufen. ich möchte matthias eine schulmedizinische untersuchung ersparen, er hat eh schon so viel mitgemacht und das ist bestimmt keine angenehme untersuchung. hat schon jemand????

würd mich auch noch über weitere erfahrungsberichte freuen!!!
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(#14) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von sabineh
sabineh
 
27.01.2006, 13:36

Liebe Dani,

Alexander bekommt Ergotherapie seit 1 1/2 Jahren und Logopädie seit einem halben Jahr. Vorher wäre die Logo sinnlos gewesen, er hätte niemals mit jemandem Übungen mit dem Mund gemacht. Beide Therapien 14-tägig Ergo 1 Einheit, Logo 1/2 Einheit.

Wir waren ein Jahr regelmäßig bei einer Osteopathin , der letzte Termin ist nun schon ein halbes Jahr her. Das hat Alexander äußerst gut getan. Er hat zugenommen, das Essverhalten hat sich eine Zeitlang gebessert. Sollten wir auch wieder einmal machen.

Da er entwicklungsverzögert ist, bekommt er übers steirische Behindertengesetz auch Frühförderung, jede Woche kommt die Frühförderin ins Haus, für ein Jahr ab vergangenem Sept. Er wird danach in einen Integrationskindergarten gehen, und dort wird ihm hoffentlich übers Behindertengesetz vor Ort Ergo und Logo bewilligt.

Durch eine PH-Metrie wegen des Verdachtes auf Reflux (ihm wurde ein Röhrl durch die Nase in den Magen geschoben) waren dann alle Fortschritte im Sommer wieder weg. Nie mehr werde ich ihm so ein traumatisches Erlebnis zumuten, solange es nicht um sein Leben geht.

Ich gehe am 13. 2. mit Alexander zur Kinderärztin, von dort werde ich mir eine Überweisung zu Prof. Marguerite Dunitz-Scheer an der Kinderklinik (Abt. f. Psychosomatik) geben lassen. Davon erhoffe ich mir vor allem für mich, dass ich das alles noch ein Stück gelassener angehen kann.

Dabei geht es mir jetzt ohnehin gut mit der Situation. Dann damals in der Zeit der Vielspeiberei war ich kurz vorm Durchdrehen. Ich denke mir halt, je entspannter ich damit umgehe, desto weniger Druck bekommt Alexander von mir mit, und desto besser kann er sich selbst helfen, das Essen zu erlernen.

Alles Liebe
Sabine
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(#15) [Permalink]
Alt
dani77
 
27.01.2006, 19:21

@sabine_h: wie du in bezug auf die schulmedizinische untersuchung sagst, genau davor habe ich angst. er lässt sich ja noch nicht einmal von der kiä in den mund schauen. zähneputzen ist eine katastrophe. und wenn ich mich zurückerinnere, wie sehr er sich gegen das absaugen des tubus gesträubt hat. und damals war er gerade mal ein paar tage alt. nein, eine untersuchung will ich ihm nicht antun.

heute hab ich übrigens die cranio-therapeutin angerufen. sie sagte, eine blockade bzw. eine störung des natürlichen essverhaltens wären durchaus möglich. allerdings käme mein anruf ein wenig spät. na haha. matthias war in seiner entwicklung immer ein wenig anders als "normale" kinder.... aber sie wird ihn sich ansehen. bin ja mal gespannt.....
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(#16) [Permalink]
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Benutzerbild von spechti
spechti
 
27.01.2006, 20:18

Julian war 10 Tage nach der Geburt intubiert (inkl. künstl. Tiefschlaf) und nach der OP nochmals für einen Tag und es war von Anfang an mit ihm ein Krampf bzgl. Trinken. Anfangs wurde er sowieso nur über die Magensonde ernährt und auf die Umstellung aufs Flascherl war ein Wahnsinn - es wurde eine logopäd. Therapie mit ihm gemacht und danach gings etwas besser. Aber der grosse Esser war er nie und ist er auch nach wie vor nicht.

Mit grösseren Stückerln hat er auch seine Schwierigkeiten, er weiss nicht so recht was er damit tun soll bzw. kaut ewig drauf herum. Dazwischen regt's ihn dann auch wieder, aber ausspucken tut er gsd nichts.

Er nimmt auch wie Matthias nichts in die Hand zum Essen - beisst ja nicht mal von einem Keks oder ähnlichem ab.

Hoffe allerdings, dass sich das bald mal gibt.
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(#17) [Permalink]
Alt
dani77
 
27.01.2006, 21:05

@spechti: unsere zwei sind sich so ähnlich. wahnsinn. sie sind in ihrer entwicklung immer gleich, gell?
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(#18) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von spechti
spechti
 
27.01.2006, 21:11

Zitat:
Zitat von dani77
@spechti: unsere zwei sind sich so ähnlich. wahnsinn. sie sind in ihrer entwicklung immer gleich, gell?
du sagst es schaut fast so aus, als würden sich die beiden irgendwie "absprechen"
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(#19) [Permalink]
Alt
Kondor
 
27.01.2006, 21:15

Also wir können aufwarten mit insgesamt ca. 8 Wochen am Tubus und dann noch einige Monate Magensonde und Heim-Sauerstofftherapie (Zufuhr von zusätzlichem Sauerstoff über eine Nasenbrille)

Eßverhalten mit 2 Jahren (inzwischen ganz ohne Schläuche im Gesicht):
Hungergefühl ist nicht wirklich vorhanden, zum Essen muß man den jungen Mann eher "überreden", d.h. Lieblingslieder dabei vorsingen, Geschichten dazu erzählen usw. Dann ißt er, wenn er gut drauf ist, aber akzeptable Mengen.
Fein pürierte Sachen ißt er ohne Probleme, ebenso ganz harte Sachen, wie Keks, Biskotten, Brezen usw.
Schwierigkeiten gibts bei inhomogener Konsistenz, also Bröckchen im Brei oder Suppen mit Einlage, hier wird gleich der Würgereiz ausgelöst und das Weiteressen verweigert.
Weiches Fingerfood wie Bananenstückchen, Käse usw. mag er nicht angreifen, da ist ihm förmlich anzusehen, wie es ihm davor graut.

Ich sehe die Situation als Ergebnis der gesamten Vorgeschichte (Unterversorgung in der Schwangerschaft, extreme Frühgeburtlichkeit, Beatmung, Magensonde, viele unangenehme Manipulationen im Gesichtsbereich, taktile Überempfindlichkeit usw) - schwierig zu sagen, welchen Anteil daran die Intubation hat.
Mit Zitat antworten
(#20) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von FranFine
FranFine
 
28.01.2006, 11:15

Zitat:
Zitat von Kondor
Eßverhalten mit 2 Jahren (inzwischen ganz ohne Schläuche im Gesicht):
Hungergefühl ist nicht wirklich vorhanden, zum Essen muß man den jungen Mann eher "überreden", d.h. Lieblingslieder dabei vorsingen, Geschichten dazu erzählen usw. Dann ißt er, wenn er gut drauf ist, aber akzeptable Mengen.
Markus Wilken erzählte auf dem Kongress auch von allerlei Kuriositäten, z.B. von einem Kind, das nur aß, wenn die Mutter während dieser Zeit möglichst viele Kreisel drehen ließ...
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