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Weinen -
18.10.2005, 18:41
ich eröffne hiermit einen thread, indem über das weinen geschrieben werden kann.
ich bemerke oft, wie die menschen versuchen (kleine) kinder möglichst vom weinen abzuhalten, als wäre es "schlecht" für die kinder.
ich denke hingegen, dass das gegenteil er fall ist - denn nicht das weinen selbst ist schlecht; es hat einen bestimmten auslöser - der aber nicht berücksichtigt wird, wenn man ein kind lediglich versucht vom weinen abzuhalten.
(ähnlich, wie wenn man ein symptom einer krankheit, jedoch nicht die krankheit selbst bekämpft).
es ist zb auch so, dass nuckeln zwar auch eine art von entlastung darstellt, weinen jedoch dafür eine viel effektivere methode ist.
das problem ist va, dass wir selbst als kinder nicht weinen durften und es deshalb auch nicht ertragen, wenn unsre kinder weinen.
- in disem hinblick ist es wichtig auch selbst weinen zu dürfen.
ich selbst merke, wie schwer ich mir dabei tue merke dass ich eig. durch weinen alles rauslassen könnte - nur irgendetwas hält mich ab - möchte meinen kindern jedoch ermöglichen, jederezit ihre gefühle rauslassen und innere spannungen entlasten zu können.
wie seht ihr das?
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18.10.2005, 19:04
Livia wird das Weinen voraussichtlich durch Vorbildwirkung lernen. Ich bin nämlich eine Heulsuse!
Wo geht für dich die Grenze zwischen "weinen zulassen" (brav) und "schreien lassen" (böse)? Was mir klar ist, ist, dass ich nie zu Livia sagen würd: "Geh bitte, lass die Heulerei" oder so - ich glaub, das versteht sich von selbst. Aber natürlich versuche ich doch zu trösten, wenn sie weint.
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18.10.2005, 19:05
Ich seh das genauso wie du. Vor allem in der Arbeit mit Kindern (bin KIGÄ) sehe ich verstärkt (vielleicht weil ich nun ein eigenes Kind habe? Ich knapp 3 Jahre vom Job weg war?) dass die Kinder ihre Emotionen - und dazu gehört auch das Weinen - kaum rauslassen können bzw. dürfen.
Gerade Weinen ist eine sehr sehr wichtige Sache und ich denke mir auch, dass wir doch schon gelernt haben unsere Kinder "anders" aufzuziehen und sie auch weinen zu lassen.
Lg
Wutzi
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18.10.2005, 19:06
Zitat:
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Zitat von elgpigen
Wo geht für dich die Grenze zwischen "weinen zulassen" (brav) und "schreien lassen" (böse)?
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verstehe die frage nicht ganz.
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18.10.2005, 19:11
Zitat:
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Zitat von alpaka-mum
verstehe die frage nicht ganz.
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Also, wenn ich das Weinen zulasse, heißt das für mich, ich greife nicht tröstend ein. Ich will aber tröstend eingreifen, wenn meine Tochter weint. Das Ziel ist dabei, dass sie sich wieder wohl dühlt und daher mit dem Weinen aufhört.
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18.10.2005, 19:19
Zitat:
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Zitat von elgpigen
Also, wenn ich das Weinen zulasse, heißt das für mich, ich greife nicht tröstend ein. Ich will aber tröstend eingreifen, wenn meine Tochter weint. Das Ziel ist dabei, dass sie sich wieder wohl dühlt und daher mit dem Weinen aufhört. 
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für mich heisst trösten im positiven sinne: ich höre meinen kindern beim weinen zu, halte sie aber nicht davon ab. mit dem wissen, dass sie es brauchen - sonst würden sie es nicht tun.
klar, am ende weinen sie nicht mehr, weil sie ihre gefühle entlasten konnten - als ziel würde ich es in dem sinn sehen, dass der weg davor das weinen sein SOLL.
verstehe aber immernoch diese frage nicht:
Zitat:
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Zitat von elgpigen
Wo geht für dich die Grenze zwischen "weinen zulassen" (brav) und "schreien lassen" (böse)?
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18.10.2005, 19:42
Ich denke die Elchi meint, dass wenn man ein Kind schreien lässt wird man als böse Eltern hingestellt, (aus)weinen lassen hingegen ist positiv. Weißt was ich mein? Wo ist da der Unterschied?
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18.10.2005, 19:56
Zitat:
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Zitat von mama niki
Ich denke die Elchi meint, dass wenn man ein Kind schreien lässt wird man als böse Eltern hingestellt, (aus)weinen lassen hingegen ist positiv. Weißt was ich mein? Wo ist da der Unterschied?
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weinen zulassen:
Zitat:
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Zitat von alpaka-mum
ich höre meinen kindern beim weinen zu, halte sie aber nicht davon ab.
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schreien lassen: rausgehen bzw. ignorieren, mit den gedanken/worten: "dann schrei halt"
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18.10.2005, 20:01
ich weine gern ich gebs zu... wenn ich einen ur stressigen oder depremierenden tag hab und heul mal so richtig dann gez mir danach einfach besser...
wenn julia weint dann nehm ich sie zuwe (soweit sie es zulässt) und tröste sie würd aber nie zu ihr sagen na geh da ist ja gar nix zum weinen oder so....
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18.10.2005, 21:11
Weinen ist ein Ventil. Egal ob für Kinder oder Erwachsene.
Wenn Moritz weint weil er sich zB anghaut hat dann nehm ich ihn aufm Arm und schaukel ihn. Streichel ihm den Kopf und er beruhigt sich dann "wenns gut ist" wieder.
Es gibt aber auch ein anderes Weinen. Das hysterisch herumschreien das als Druckmittel verwendet wird, weils zB im Supermakrt keine Süßigkeitn bekommen. Meiner macht das (noch) nicht. Dafür ist er wohl noch zu jung. Aber ich habs schon oft bei Kindern miterlebt und DAS ist bestimmt das "böse Weinen" das oben schon mal genannt wurde....
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18.10.2005, 21:23
@Kathinka: Nein, "böses Weinen" hab ich nicht in dem Sinn gemeint; ich hab's so gemeint, wie's die mama niki beschrieben hat! @mama niki, danke, du hast es besser ausgedrückt!
Also, ich sag jetzt mal ehrlich, beim An- und Ausziehen lass ich die Livia mittlerweile schreien (es ist kein Weinen, es ist Protestgeplärre). Mein Mann wird da immer leicht hysterisch, will das Kind beruhigen, blödelt rum, was das Ganze bloß unnötig hinauszögert, weshalb sie noch mehr protestiert. Das kanns nicht sein. Ich red zunächst beruhigend auf sie ein, sage ihr aber auch, dass sie jetzt umgezogen wird und aus, und so geht es schnell und vergleichsweise harmlos. Mir ist bewusst, dass das nicht antipädagogisch ist, aber ich finds so richtig.
Ansonsten, wenn Livia etwa weint, weil sie hingefallen ist, lasse ich mir das Trösten nicht nehmen. Wann sie zu weinen aufhört, bestimmt ja sowieso SIE. Ahja, und in gravierenderen Fällen packe ich den Busen aus. Und ja, das werd ich definitiv noch laaange so handhaben, und wenn ihr ihr erleichtertes Gesicht sehen könntet, wenn sie sich die Titte reinstopft - ihr würdet es verstehen.
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18.10.2005, 21:29
Zitat:
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Zitat von alpaka-mum
es ist zb auch so, dass nuckeln zwar auch eine art von entlastung darstellt, weinen jedoch dafür eine viel effektivere methode ist.
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Inwiefern? Die Livia würde dir da sicher nicht zustimmen.  Schau, bei ihr gibt es nur so Auslöser wie Hinfallen. Das erfordert keine tiefenpsychologische Durchleuchtung. Wir wissen beide, dass sie Schmerzen hat, weil sie sich den Schädel anghaut hat. Ich sage, wenn sie zu weinen beginnt: "Ja Schatzi, jetzt hast du dir den Kopf angehaut, das tut dir weh, gell" oder so was, dann nehme ich sie hoch, versuche sie zu trösten, wenn sie heftig weiterweint, biete ich ihr den Busen an. Sie entscheidet ja selbst, ob sie ihn nehmen will. Sie wollte ihn bisher immer nehmen. Ich kann mir vorstellen, dass es später relevanter wird, auf den Auslöser des Weinens gründlich Bezug zu nehmen, wenn die Auslöser komplexer werden. Aber wegen Hinfallen u. Ä. - echt nicht.
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18.10.2005, 22:15
Zwischen Weinen lassen und Weinen lassen gibt es ja einen Unterschied:
Weinen lassen 1: Ausheulen lassen, das Weinen / Schreien akzeptieren, da sein, Geborgenheit geben und einfach nur "sein lassen".
Weinen lassen 2: mit dem Gedanken, irgendwann ist scho a Ruh
Trösten: Das Weinen zuerst mal hinnehmen, in den Arm nehmen, Geborgenheit vermitteln und geduldig abwarten.
vom Weinen abhalten: BEVOR das Weinen ausbricht, trösten (in Form von stillen oder Schnuller), also wirklich bevor das Kind überhaupt die Möglichkeit hat zu weinen bei größen Kindern dann begleitet mit: Geh brauchst ja nicht weinen, Ist ja eh nix passier, Jetzt plärrst scho wieder, Halt den Mund,
Gabriel hatte lange Zeit Schlafprobleme und war ein Schreibaby. Ich habe ALLES versucht, gebracht hats nix. Nie (außer er hatte zwischendurch Hunger o.ä.). Irgendwann habe ich ihn schreien lassen. Ich saß mit Oropax bzw. mit Kopfhörer da und habe ihn einfach schreien lassen. Immer und wieder zugeredet "schrei nur, schrei alles raus" immer und immer wieder (mehr für mich). Ich oder GG waren immer da, hatten ihn auf dem Bauch, am Arm, Tragetuch, wir waren ganz nah, aber wir ließen ihn schreien. Nach ein paar Tagen wurde es besser. Er brauchte das "ausschreien" einfach und ich habe es akzeptiert. ALLEINE war er nie. Natürlich tröste ich, ich denke, das ist genauso wichtig, aber ich unterdrücke nicht seinen Drang zu heulen. Ich akzeptiere es auch, wenn er noch während dem Heulen auf und davon ist, oder gar nicht rauf will, sondern weg geht. Wenn er DAS braucht, dann ist das o.k. für mich.
Ich selber brauche DAS ausweinen können auch, allerdings weine ich selten (außer ich bin traurig oder vor Glück aber ganz selten). Ich SCHREIE mich aus und schimpfe, dass Matrosen rot werden auf vulgarisch. DAS brauche ich. Richtig weinen kann ich nur alleine. Und mir ist definitiv nichts aberzogen geworden in der Richtung. Ich brauche einfach etwas anderes. Aber egal ob ich weine oder mich ausschreie, trost brauch ich dabei auch. Aber ich will angenommen werden mit meinem derzeitigen Gefühl, aber eben auch getröstet werden. Und ich denke, dass Kinder das auch brauchen wahrscheinlich noch stärker. Ich kann mich auch "selber" trösten mit einem "Präsent" für mich, ein Kind ist dazu nur bedingt in der Lage.
Lg Betty
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18.10.2005, 22:28
Ich hab jetzt eine ganz blöde Frage, wie hält man sein Kind vom Weinen ab, ich mein im negativen Sinn.
Wenn mein Kleiner weint, dann nehm ich ihn in den Arm und dann hört er auf zu weinen, ausser er weint vor Schmerzen, dann möchte er meistens gestillt werden und dadurch hört er auch auf zu weinen.
Ist das jetzt schlecht
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18.10.2005, 22:41
Zitat:
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Zitat von elgpigen
Also, ich sag jetzt mal ehrlich, beim An- und Ausziehen lass ich die Livia mittlerweile schreien (es ist kein Weinen, es ist Protestgeplärre). Mein Mann wird da immer leicht hysterisch, will das Kind beruhigen, blödelt rum, was das Ganze bloß unnötig hinauszögert, weshalb sie noch mehr protestiert. Das kanns nicht sein. Ich red zunächst beruhigend auf sie ein, sage ihr aber auch, dass sie jetzt umgezogen wird und aus, und so geht es schnell und vergleichsweise harmlos. Mir ist bewusst, dass das nicht antipädagogisch ist, aber ich finds so richtig.
Ansonsten, wenn Livia etwa weint, weil sie hingefallen ist, lasse ich mir das Trösten nicht nehmen. Wann sie zu weinen aufhört, bestimmt ja sowieso SIE. Ahja, und in gravierenderen Fällen packe ich den Busen aus. Und ja, das werd ich definitiv noch laaange so handhaben, und wenn ihr ihr erleichtertes Gesicht sehen könntet, wenn sie sich die Titte reinstopft - ihr würdet es verstehen. 
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genauso. vorallem die sache mit der titte reinstopfen... ;-)
ich muss ehrlich gesagt zugeben, dass ich ne antipädagogische niete bin. dem mia ist es egal ob ich erkläre, was ich da grad mit ihr anstelle oder nicht, sie protestiert lautstark.
das nervt mich ziemlich, zumal ihr gekreische beinahe unerträglich ist und sämtliche leute im umkreis von 100m aktiviert zu uns herüberzukommen und mich noch mehr zu nerven.
ich gehe immer auf mia ein, aber manchmal hilfts nix, wenn sie schreit, weil die mama zb keine zeit und lust hat, um zu diskutieren.
tränen geweint hat sie bisher nur wenige male und da hat sie sich auch weh getan.
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18.10.2005, 23:02
@Trixi...: Erklärst du mir warum DAS Mia??? Bidde!!! Nur so aus Neugier.
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18.10.2005, 23:06
Wenn mein Schatz weint nehm ich ihn hoch und streichle ihn und vermittel ihm Geborgenheit. Er kuschelt sich meist an mich weint noch ein bisserl und beruhigt sich dann. Die Körpernähe ist aber ganz wichtig für ihn.
Wenn er im Auto zu heulen beginnt und sich in "ich will nichr Autofahren" hineinsteigert bis die Tränen kullern und ich im Stau stecke ist es schon ofter passiert dass ich aus Verzweiflung mitgeheult habe, irgendwann beruhigen wir uns dann wieder GsD
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18.10.2005, 23:07
Interessantes Thema. Ich hab früher auch fast reflexartig gestillt bei Weinen. Mittlerweile hatte ich aber ein interessantes Erlebnis in der Spielgruppe, das meine Reaktion geändert hat. Die Leiterin der Piklergruppe hatte damals gemeint, wenn sich ein Kind weh tut, würde sie vorschlagen, dass wir als Eltern das Kind zwar streicheln und trösten, aber nicht gleich hochnehmen oder anlegen, sondern erst, wenn man das Gefühl hat, es ist wirklich nötig. Ihr Argument war, dass die Kinder sich nach Stürzen etc. oft noch gar nicht gescheit orientieren können, was zum ****** ihnen eigentlich grad widerfahren ist, schon werden sie hochgerissen und ihnen wird der Mund gestopft (sie hat´s diplomatischer formuliert) und irgendein anderes Spielzeug in die Hand gedrückt. Hab mich ein bisserl ertappt gefühlt, weil ich all diese Weinstoptechniken verwendet hab. Und kurz darauf ist der Matthias von der Rutschfläche geplumpst und umgekippt. Normalerweise hätte ich ihn gleich aufgehoben, herumgetragen, dann, wenn er länger als 1 Minute oder so weint, gestillt, und ihm dann ein anderes Spielzeug angeboten. So bin ich zu ihm hin - er ist weinend dagelegen- und hab sein Köpfchen gestreichelt, ihm tröstende Worte gesagt und hab mir gedacht, er hört so nie auf. Naja, nach kurzer Zeit hat er sich umgeblickt, hat die Rutsche angeschaut, hat sich mit einem Schluchzen aufgesetzt, ist noch einmal - vorsichtig - auf die Rutsche rauf, hat sie mit einem tränennassen Strahlen bewältigt, und dann war´s vergessen. Ich hab mich da so mit ihm gefreut. Wenn ich ihn auf meine eingefahrene Weise getröstet hätte, hätte ich ihm diese Bewältigung genommen. So was hab ich mittlerweile schon einige Male bei ihm beobachtet.
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19.10.2005, 09:43
Zitat:
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Zitat von Mavis
Interessantes Thema. Ich hab früher auch fast reflexartig gestillt bei Weinen. Mittlerweile hatte ich aber ein interessantes Erlebnis in der Spielgruppe, das meine Reaktion geändert hat. Die Leiterin der Piklergruppe hatte damals gemeint, wenn sich ein Kind weh tut, würde sie vorschlagen, dass wir als Eltern das Kind zwar streicheln und trösten, aber nicht gleich hochnehmen oder anlegen, sondern erst, wenn man das Gefühl hat, es ist wirklich nötig. Ihr Argument war, dass die Kinder sich nach Stürzen etc. oft noch gar nicht gescheit orientieren können, was zum ****** ihnen eigentlich grad widerfahren ist, schon werden sie hochgerissen und ihnen wird der Mund gestopft (sie hat´s diplomatischer formuliert) und irgendein anderes Spielzeug in die Hand gedrückt. Hab mich ein bisserl ertappt gefühlt, weil ich all diese Weinstoptechniken verwendet hab. Und kurz darauf ist der Matthias von der Rutschfläche geplumpst und umgekippt. Normalerweise hätte ich ihn gleich aufgehoben, herumgetragen, dann, wenn er länger als 1 Minute oder so weint, gestillt, und ihm dann ein anderes Spielzeug angeboten. So bin ich zu ihm hin - er ist weinend dagelegen- und hab sein Köpfchen gestreichelt, ihm tröstende Worte gesagt und hab mir gedacht, er hört so nie auf. Naja, nach kurzer Zeit hat er sich umgeblickt, hat die Rutsche angeschaut, hat sich mit einem Schluchzen aufgesetzt, ist noch einmal - vorsichtig - auf die Rutsche rauf, hat sie mit einem tränennassen Strahlen bewältigt, und dann war´s vergessen. Ich hab mich da so mit ihm gefreut. Wenn ich ihn auf meine eingefahrene Weise getröstet hätte, hätte ich ihm diese Bewältigung genommen. So was hab ich mittlerweile schon einige Male bei ihm beobachtet.
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kann ich nur zustimmen.
- bei dingen, die passieren reicht es ihnen oft, wenn man ihnen einfach nur sagt, was passiert ist. beim neon wirkt es wunder.
schon klar, dass sich für den beobachter manche methoden als nützlich erweisen. sie nehmen aber oft nicht rücksicht auf die tatsache, dass das kind dads weinen braucht, um zu entlasten.
wie schon mal geschrieben beruhigt auch schnullern oder stillen, nur hat es nicht den gleichen effekt wie das weinen - sonst gäbe es dies nicht.
es wird glaube ich allzu oft geglaubt, das die bbeindugung des weinens bedeutet, der schmerz/die empfindung wären vergessen - ich denke sie werden so oft unterdrückt.
ich nehme meine kinder zb nicht gleich hoch sondern biete ihnen meine offenen arme an - sie sollen selbst entscheiden, ob sie genommen werden wollen.
(ausnahme, wenn sie so schlimm fallen, dass es offensichtlich ist, dass sie sich extrem weh getan und geschreckt haben - tu ich dann aber zt auch für mich)
sonst streichle ich sie wie mavis meinte am kopf und sag ihnen, was passiert ist.
cih denke auch, dass sie so viel schneller lernen zu formulieren, was sie bedrückt anstatt praventiv zu weinen, um trost zu bekommen.
(zb nachschaun, ob jem. reagieren würde etc. - wenn sie so 1 reaktion nicht kennen, werden sie auch nicht drauf warten)
aber auch abends lasse ich sie weinen, wenn sie einfach müde sind und den tag verarbeiten wollen.
wenn sie offensichtlich schmerzen oä haben, gegen die was getan werden kann wird das nat. gemacht.
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19.10.2005, 10:01
Ich weiss nicht, was ich als "richtig" empfinden soll, ich hör da lieber auf mein Herz, als auf irgend welche oberweisen Pädagogen und von so Pekip Tanten hab ich schon Sachen gehört  .
Das Weinen ist aber auch ein natürliches Mittel um Hilfe herbei zu rufen, die ich dann meinem Kind verweigern würde, wenn ich es weinen lasse.
Ich denke in der Natur würde keine Mutter ihr Kind lange weinen lassen, denn das zieht Räuber an.
Ich bin aber nicht für das übertriebene aufhüpfen, wenn mein Kind ein bißchen die Mundwinkel verzieht.
Ich merke auch an mir, dass sich mein Verhalten gegenüber Jamie´s Weinen mit der Zeit verändert, ich reagier manchmal nicht mehr so schnell darauf, wie am Anfang.
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