Hund und Baby - welche Erfahrungen habt ihr -
04.10.2005, 17:18
Hallo,
meine kleiner Sonnenschein ist jetzt knapp 6 Wochen alt und Sunny, unsere Mischlingsdame ist im Dezember 3 Jahre bei uns.
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht, wenn ein Baby zum Hund dazukam?
Momentan hab ich nicht große Hoffnungen, dass sich Sunny richtig daran gewöhnt. Sie riecht seit 6 Wochen mehrmals täglich am Baby, zeigt aber keine Freude oder so. Außerdem habe ich Angst, dass Sunny eifersüchtig wird. Natürlich steht jetzt das Baby an erster Stelle, aber das war natürlich vorher Sunny´s Platz.
Kinder ist sie übrigens gewöhnt, da mein Mann schon 2 Töchter hat (12 und 5 Jahre), aber die waren auch schon vor Sunny da und sind außerdem nur alle 2 Wochen für einen Tag da.
also bei uns war es anfänglich auch schwer einzuschätzen mit Kind und Hund, ich hatte auch so meine Bedenken. Unsere Mischlingshündin war etwa 5 J. als unser Sohn zur Welt kam. Wir haben sie auch sofort schnuppern lassen und sie nie weggeschickt od gar unbeachtet lassen wegen dem Baby.
Ich denke es ist einfach alles neu und ungewohnt für den Hund wenn der Zwerg eingezogen ist, gib ihr einfach Zeit und schenke ihr genausoviel Aufmerksamkeit wie vorher (soweit das geht). Geht zusammen spazieren und lasst sie ganz normal an allem teilhaben.
Heute toben unsere 2 bzw 3, da noch ein 4 beiniger Freund eingezogen ist, durch den Garten und die Hündin muß immer mit hinauf ins KiZi zum schlafen gehen. Sie liegt vor seinem Bett und das gibt ihm offensichtlich ein beruhigendes Gefühl.
Da eure Hündin Kinder kennt und gewohnt ist, wird sie wohl keine bösen Absichten hegen und wenn ihr sie nicht total in den Hintergrund schiebt wird sich die ganze Situation bald nomalisiert haben.
Unsere beiden (Schäferhündin ist 8, Border Collie ist 5) waren von Anfang an seeeeeehr neugierig.
Bei mir kam aber noch eine andere Sache dazu: GG ist beruflich oft unterwegs, auch oft eine Woche lang. Da bleiben die Hunde dann natürlich bei mir - d.h. sie sind es absolut gewohnt, das Herrli einmal länger nicht da ist; Frauli ist ja eh bei uns.
Massimo´s Geburt war dann ein bissl plötzlich und völlig unerwartet, so das ich - ungewohnterweise für die Hunde eine Woche nicht da war.
Als ich dann zurückkam, haben wir unseren Zwerg erstmal im Auto sitzen lassen, damit ich die Hunde und sie mich begrüßen können - und wir haben uns ausgiebig begrüßt (wußte gar nicht, das mir die zwei soooo abgehen können).
Dann durften sie ausgiebig den Kleinen beschnuppern.
Und seither haben wir kein Problem mit Ihnen. Wenn er in seinem Bett liegt und vor sich hinkasperlt kommts schon vor, das beide völlig fasziniert davor sitzen und ihn beobachten - und er sie dann auch. Außerdem kommt vor allem der Border gleich angesaust wenn Massimo schreit ganz nach dem Motto: sag hörst ihn net?!
@sirawa: hab ich dich nicht gerade bei den Septemberbabys gelesen?
Am Anfang hat Sunny auch gemeldet, wenn sich Joanne im Bettchen nicht mehr wohlgefühlt hat und ich dachte mir "super, brauch ich kein Babyphon". Aber das war wohl eher, weil sie das Geräusch nicht kannte, weil heute macht sie das nicht mehr und ich hab mir doch ein Babyphon angeschafft
@jollybearmama: nein, böse Absichten hegt sie sicher nicht, aber
Sunny war immer schon ein Problem"kind". Ich bekam sie mit 5 1/2 Wochen und hab sie bis fast zur 10. Woche wie ein Baby herumgetragen. Sie verhielt sich nämlich auch wie ein Baby. Ihr hat die Mutterwärme natürlich total gefehlt, dann war sie auch ein bissl kränklich (Darm- und Blasenentzündung). Da hab ich sie daheim oft am Bauch liegen gehabt, weil sie anders gar nicht mehr aufgehört hat zu winseln. Auf der Straße hab ich sie Anfangs auch viel getragen, weil da gerade tiefster Winter war und sie keinen Schritt machen wollte. Ich war also voller Mutterersatz. Heute hat sie knapp 30kg und sie würde sich heute noch gerne auf meinen Schoß legen. Ich bin also noch immer ihre "Mami". Sie hat prinzipiell ein aufdringliches Wesen. Wenn Besuch kommt, dann muss dieser sie streicheln...nicht nur zur Begrüßung sondern am liebsten die ganze Zeit. Ich muss sie dann oft am Platz schicken, weil sie dann sogar unter den Tisch kriecht damit sie zum Besucher kommt. Also sie ist sehr liebesbedürftig und ich habe einfach nur Angst, dass sie extem eifersüchtig wird. Ich habe zwar keine Angst, dass sie die Kleine dann "angreifen" würde, aber die Eifersucht sich dann in gestörtem Verhalten äußert (Babysachen zerlegen o.ä.). Natürlich versuche ich ihr weiterhin die gewohnte Aufmerksamkeit zu schenken, aber ist natürlich nicht immer möglich. Aber ich gestalte dafür die Spaziergänge jetzt interessanter. Und ich hoffe, dass Sunny meine Joanne lieb gewinnt sobald sie aktiver wird. Also wenn Joanne sie dann vielleicht in ein paar Wochen schon mal streicheln kann und mit ihr vielleicht mit Glucksgeräuschen "kommunizieren" kann.
Aber die Erfahrungen von euch zwei haben mir schon ein bissl meine Befürchtungen genommen.
hab eine jack russel mischlings hündin, und auch wenn sie auf der strasse jeden anbellt, ob mensch oder tier, so ist sie doch zu niklas gaaanz lieb. als wir aus dem kh kamen, hat sie ihn auch gleich beschnuppert. die ersten paar tage war sie eher skeptisch, wußte nicht so recht, was der kleine zwuck bei uns wollte :-) aber jetzt vertragen sich die zwei sehr gut, niklas darf jeanny sogar zwicken und sie tut ihm nichts... obwohl beim essen weicht sie nicht von meiner seite, bis alles verputzt wurde, da könnte der kleine ja etwas bekommen, was ihr sonst zusteht :-)
@MamaSonja
ja, hast mich bei den Septembermamis gelesen
Was mir noch bei meinem Border aufgefallen ist: er war immer schon ein stürmischer Begrüßer, keine Nase (sobald man sich runtegebeugt hat, weil er ja soooo lieb ist) war vor ihm sicher (nein, nicht beißen, nur abschlecken, trotzdem waren auch schon einmal blaue Augen dabei, wenn er die Nase verfehlt hat ).
Seit der Kleine da ist, ist er Erwachsenen gegenüber nach wie vor der Alte, bei Kindern ist er aber sooooo vorsichtig geworden, läuft hin wie ein Irrer (wenn er darf und ihn die Kinder kennen), kommt dann im letzten Moment drauf - hoppla, ist ja klein, muß man ja vorsichtig sein, bremst ab und läßt sich streicheln - ohne raufspringen oder Hundeknutscher...
Die Kinder von meinem GG sind mittlerweile 12 und 5 Jahre alt. Und bei der kleineren habe ich heute noch Panik, dass Sunny sie bei der Begrüßung mal umwirft. Sie springt sie nicht an, aber im Vorzimmer ist es so eng und sie muss dann unbedingt dort um die Kleine in Kreis rennen und das geht nicht ohne Körperkontakt.
Aber mir ist schon bei den Kindern im Haus aufgefallen, dass sie sich hinsetzt damit sie auf deren Augenhöhe ist und lässt sich dann streicheln Aber da hab ich sie auch immer an der Leine und kann sie ein bissl zurückhalten.
Seit gestern fällt mir auf, dass Sunny sehr ruhig ist. Sie ist ja auf der Straße auch eine stürmische, wenn sie einen Hund sieht und dann vielleicht auch noch einen ihrer Lieblinge. Sie hat zwar gestern zu einem bekannten Hund auch hingezogen wie eine Wahnsinnige, hatte dann aber keine Lust mit ihm zu spielen. Und heute war ich mit ihr am Donaukanal und da ist sie normalerweise auch nicht zu bremsen, zeigte heute aber nicht sonderlich Interesse.
Naja, wir werden schon sehen wie sich das entwickelt. Es muss auf alle Fälle irgendwie gehen
meine Hündin war auch sehr verwöhnt, hatte ihren eigenen Sofasessel etc. Das wollte ich dann auch nicht mehr unbedingt als der Kleine da war. Wir haben das GsD gut hinbekommen und ich vermute, daß die Hunde schon merken das sie noch vollwertiges Mitglied sind aber halt einfach weniger Zeit und Geduld i.M. vorhanden ist. Außerdem wird es ja auch immer einfach Hund und Kind zu versorgen. Sobald die Kleinen mal streicheln, füttern od Ball werfen können, sieht alles schon ganz anders aus.
Mir steht das jetzt bald ja auch ein 2tes Mal ins Haus. Mein Bully ist selbst noch halbwüchsig und ein absolutes Mamakind . Der wird sicher auch eine gröbere Umstellungsphase durchmachen wenn unser Baby nach Hause kommt und mich total in Anspruch nimmt. Ich bin aber positiv eingestellt und freue mich in ein paar Jahren unsere Kinden gemeinsam mit den Hunden im Garten spielen zu sehen.
Außerdem wird es ja auch immer einfach Hund und Kind zu versorgen. Sobald die Kleinen mal streicheln, füttern od Ball werfen können, sieht alles schon ganz anders aus.
Ja, das denke ich mir auch
Zitat:
Zitat von jollybearmama
Ich bin aber positiv eingestellt und freue mich in ein paar Jahren unsere Kinden gemeinsam mit den Hunden im Garten spielen zu sehen.
Also bei uns war ja auch erst unsere Golden Retriever Hündin da Aber es war überhaupt kein Problem.
Bereits die dreijährigen Nachbarszwillinge haben ihre Geduld erprobt ....sie sind beide gleichzeitig auf ihr oben gehangen....sind ihr abwechselnd in Augen, Ohren und Nase gefahren....was tut unser Hund???
Sie wedelt mit dem Schweif
Als Nico noch ganz klein war hat sie ohnehin das Weite gesucht weil ihr einfach die Schreierei zuviel wurde .....nun sind sie auf dem Weg beste Freunde zu werden. Wo Nico ist, ist auch der Hund (ob das wohl daran liegt, dass Nico vielleicht ab und zu das Essen noch aus der Hand rutscht?? )
Wie gesagt, kann nur von unserer Lage sprechen und es ist ABSOLUT KEIN PROBLEM!
Wollt eigentlich ein Foto von den zweien anhängen, aber irgendwie geht das plötzlich nimma so wie früher
Unsere Dame wurde schon 3x in der Rangordnung runtergestuft. Schön langsam glaub ich sie ist sauer auf uns.
Die Ältere war 1 Jahr und der Hund auch ca, als sie sich kennenlernten. Und die beiden haben auch das beste Verhältniss. Beide jetzt 10 und dicke Freunde.
Als sich dann das Baby angekündigt hat, war ich anfangs doch etwas besorg. Aber eigentlich hats nie was gegeben. Auch jetzt bei Nr. 3 nicht, die jetzt 2,5 ist und aufgrund ihrer Entwicklungsverzögerung nur am Boden kullert.
Mir kommt vor, unsere Hundedame kann mit Babys nix anfangen. Sie ignoriert sie, sind Luft für sie. Hin und wieder, wenn sie sich unbeobachtet fühlt, dann schleckt sie mal übers Gesicht. Könnten ja grad was gutes gegessen haben
Aber sonst gabs in den 10 Jahren mit Hund und Kind noch nie irgendeine Situation, die mich beunruhigt hätte. Und das bei einem sogenannten Kampfhund
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich sehr konsequent in der Erziehung bin. Betteln bei Tisch zb gibts bei uns absolut nicht, Hund und Kinder werden nicht alleine gelassen und die Kinder dürfen nicht mit ihr alleine Spazieren gehen. So Zeugs halt, wo der Hund das Gefühl haben könnte, sie steht über den Kindern.
Mir kommt vor, unsere Hundedame kann mit Babys nix anfangen. Sie ignoriert sie, sind Luft für sie. Hin und wieder, wenn sie sich unbeobachtet fühlt, dann schleckt sie mal übers Gesicht. Könnten ja grad was gutes gegessen haben
Das Gefühl hab ich auch. Sie schaut zwar und schnüffelt hin und wieder, aber ansonsten zeigt sie keine Regung.
Als melanie auf die welt kam war Rex 4 ahre alt und 1 Jahr bei uns. Seit dem Melanei da war hat er makiert. Es hat leider nie aufgehört und jetzt wo Lea gekommen si twar es ganz schlimm. Er war nie böse zu den Kindern, er hat sie einfach Ignoriert aber alles von den Kinden angepinkelt. Jetz tist er bei den Schwiegereltern, wir sehe nihn fast täglich und da macht er das nicht merh. Dort ist er im Mittelpunkt und jetzt spielt er sogar mit den Kindern. Aber ich glaube er ist froh wenn sie wieder weg sind.
Da ic hihn aber bekommen habe als er 3 Jahre alt war weiß ic hnatürlich nicht was er vorher erlebt hat.
Als melanie auf die welt kam war Rex 4 ahre alt und 1 Jahr bei uns. Seit dem Melanei da war hat er makiert. Es hat leider nie aufgehört und jetzt wo Lea gekommen si twar es ganz schlimm. Er war nie böse zu den Kindern, er hat sie einfach Ignoriert aber alles von den Kinden angepinkelt. Jetz tist er bei den Schwiegereltern, wir sehe nihn fast täglich und da macht er das nicht merh. Dort ist er im Mittelpunkt und jetzt spielt er sogar mit den Kindern. Aber ich glaube er ist froh wenn sie wieder weg sind.
Da ic hihn aber bekommen habe als er 3 Jahre alt war weiß ic hnatürlich nicht was er vorher erlebt hat.
Das tut mir leid, dass das nicht geklappt hat Aber ihr habt ihn ja so gesehen nicht ganz weggegeben, wenn ihr ihn eh täglich seht
Mir ist aber aufgefallen, dass du die erste bist, die von einem Rüden berichtet. Vielleicht liegt es daran....vielleicht gewöhnen sich Rüden schwerer an Kinder. Aber wenn du ihn auch erst mit 3 Jahren bekommen hast, weiß man ja wirklich nicht was vorher war. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn ihr ihn von klein auf gehabt hättet.
hallo!
na auf das bin ich auch schon gespannt, wie unser hund (terriermischling) drauf reagieren wird. wir haben ihn mit 6 monaten bekommen und mittlerweile wird er 4.
das baby kommt dann im februar und wir sind bereits dabei ihm einige dinge abzugewöhnen bzw. anzulernen. ist zwar nicht ganz so einfach, weil wir ihm viel zu viel immer haben angehen lassen.
aber mittlerweile hat er kapiert, dass ihn kinderzimmer und schlafzimmer nichts mehr angehen, hoffe, dass das dann auch noch so bleibt.
den einzigen kinderkontakt den er kennt, ist meine nichte (1,5 jahre), die wir leider nicht allzuoft sehen, aber wenn, dann bleibt er immer gleich stocksteif stehen und lässt sich von ihr streicheln und wartet bis sie weitergeht. anfangs wollt er ihr immer das gesicht abschlecken, das interessiert ihn mittlerweile gar nimma.
ich hoffe halt, dass es absolut klappen wird mit baby und hund!!´
das baby kommt dann im februar und wir sind bereits dabei ihm einige dinge abzugewöhnen bzw. anzulernen. ist zwar nicht ganz so einfach, weil wir ihm viel zu viel immer haben angehen lassen.
Das ist gescheit, ihm jetzt schon einiges ab- bzw. anzugewöhnen. Das haben wir auch gemacht. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg
Zitat:
Zitat von AuT
aber mittlerweile hat er kapiert, dass ihn kinderzimmer und schlafzimmer nichts mehr angehen, hoffe, dass das dann auch noch so bleibt.
Kinderzimmer haben wir keines (derweil). Unser Schlafzimmer ist auch nur sehr klein. Also machten wir ein Hochbett und darunter steht eben Gitterbett, Kasten, usw. Aber da Sunny von Anfang an auch ein Körberl im Schlafzimmer hatte, haben wir das natürlich beibehalten. Ich wollte ihr ihren Platz nicht nehmen, weil das würde auf alle Fälle die Eifersucht schürren. Wenn wir in der neuen Wohnung, dann ein Kinderzimmer haben, weiß ich noch nicht wie ich es handhabe. Ins neue Schlafzimmer darf sie aber dann auf alle Fälle auch wieder mit.
Zitat:
Zitat von AuT
ich hoffe halt, dass es absolut klappen wird mit baby und hund!!
...es wird schon gut gehen Aber ich kenne solche Sorgen
ich kann leider nicht so positive sachen über unsere hündin und christoph erzählen. es war so, als christoph auf die welt gekommen ist, war alles super. gina (=hündin) hat ihn beschnuppert, immer mit dem schwanz gewedelt, nix kaputt gemacht und immer seine zehen abgeschleckt (das hab ich ihr erlaubt). als er zu krabbeln begonnen hat, wars mit der liebe vorbei. gina hat ihn ständig angeknurrt und und manchmal auch hingeschnappt. wir haben sofort rat in der hundeschule geholt, aber alle versuche, das verhalten zu ändern haben fehlgeschlagen. das eigenartige war, daß sie bei spaziergängen das wagerl mit dem christoph drinnen gegen alle verteidigt hat. wenn jemand (egal ob hund oder mensch) zu nahe gekommen ist wurde er sofort verbellt und angeknurrt.
wir haben für sie einen neuen platz gefunden, wo sie jetzt bei einer alleinstehenden dame ist, die ganz viel zeit (pension) für sie hat und mit der ich immer wieder telefoniere und mich nach gina erkundigen kann.
ich möchte aber nur noch sagen, daß ich viel mehr leute kenne, wo das zusammenleben mit baby + hund super klappt, als welche, wo es nicht klappt.