Nachdem ich so gerne Eure Geburtsberichte lese, habe auch ich mich nach 5 jahren entschlossen, einen zu schreiben. Wir haben uns zu einer ambulanten Geburt in der Semmelweisklinik entschieden.
Am 26.8. (EGT 4.9.) abends haben wir uns mit Freunden für einen Kinobesuch verabredet. Kaum hatte ich den Hörer aufgelegt ,ist auch schon meine Fruchtblase geplatzt. Da ich eh gerade im bett lag, blieb ich auch gleich liegen. ich trau mich gar nicht schreiben, aber ich hatte noch keine tasche gepackt. Als gab ich vom bett aus Komando, was mein lg alles einpacken soll, bevor wir den krankenwagen rufen. Ich war erstaunt, dass er so die Ruhe bewahrt und überhaupt keine Nervostiät zeigte. Erst als er den krankenwagen anrief und die Stiege nicht genau wusste (er wohnte noch nicht allzulange bei mir), wusste ich ...alles nur gespielt.
Während der Einpackrei haben auch die Wehen eingesetzt. Im Spital war der Muttermund dann auch schon ein paar cm offen. ich durfte auch aufstehen und mit meinem lg die wunderbare laue Sommernacht im Garten des Semmelweisklinik „geniesse“. Als die Wehen stärken wurden ging ich in die Badewanne. Dort wurden die Wehen immer heftiger und ich fand keinen Lage mehr, in der ich es aushielt.. Ausserdem war mir so übel und der Kreislauf machte auch nicht mehr mit. Also raus aus der Badewanne. Alles war anders. Die Wehen hörten überhaupt nicht mehr auf ..es gab keine Pausen .. darauf war ich aber so eingestellt .... ich wollte eine PDA jetzt und sofort ... die Hebamme hat auch sofort alles organisiert .. .die Hebamme war bis zu diesen zeitpunkt sehr liebevoll und rücksichtsvoll ..aber sie hat die Situation richtig eingeschätzt und reagiert ... sie kam durch meinen schmerz-und-Hysterie-schleier durch und konnte mir verständlich machen, dass ich mich jetzt während des setzen der PDA zuammen reissen muss ... die pda wirkte zwar, aber ich war nicht wirklich schmerzfrei ...jedenfalls dauerten die Presswehen uneendlich lang .... ich kann mich nicht mehr so daran erinnern, aber sicher 2 Stunden...lg meinte noch, ob ich nicht auf den Gebärhocker mag, aber ich schaffte es nicht mehr .... jedenfalls merkte ich, dass nicht alles so gut lief ...er waren zwei oder drei personen im Zimmer ... es gab auch eine Diskussion mit der Hebamme über die Herztöne ... und ich weiss nicht, aber ich glaubte das geht jetzt ewig so weiter ... ich habe nicht mitbekommen, dass es eigentlich schon der Endspurt ist ... dann meinte jemand ..das wird nichts mehr, sie schafft es nicht, die Zange muss her ..aber mein lg, der sich bis jetzt im Hintergrund gehalten hat, mischte sich ein und meinte, ich schaff das schon und bat um Aufschub .... und sagte mir, dass er den Kopf schon sehen kann ...und da kapiert ich erst, dass ich mich nur einmal noch anstregen muss ..und dann ist es vorbei ..und siehe da ...mit der nächsten Wehe war der Kopf herausen .... für das bin ich ihm bis heute unglaublich dankbar und auch sehr stolz so einen mann zu haben...der sich gegegen alle durchgesetzt hat ... und an mich geglaubt hat und die Situation richtig eingeschätzt und erkannt hat. Dann haben sie mir die Kleine gleich auf den bauch gelegt ... aber ich war überhaupt nicht glücklich ..ich war noch so in meinen Schmerz ..konnte nichts anderes fühlen ..und schon gar nicht, dass baby auf meinem Bauch lieben oder irgendwelche anderen positiven gefühle für diesen Wurm hegen... ich war total überfordert mit der Situation ...das habe ich dann wohl auch kommuniziert und die Hebamme gab das Baby ihren vater, der sich auch gleich das T-Shirt ausgezogen hat.
Achja davor hat sie mich die kleine noch angepinkelt und gleich darauf ihren Papa angekakkt. So nach dem Motto ..die beiden markier ich jetzt, die gehören zu mir. :-))))
Ich wurde dann noch genäht und danach gingen alle aus dem Zimmer. Das war dann wunderschön. das Zimmr war abgedunkelt ..alles war ruhig ..und ganz langsam konnte auch ich mich freuen und mein baby liebgewinnen. Die Hebamme war sehr rücksichtsvoll, kam nur rein und fragte ob wir was brauchten und brachte Essen. Dann ging ich duschen und mein Kreislauf hielt auch gut durch und so durften wir gleich nach Hause.
Zu hause angekommen legten wir uns alle drei ins bett und schliefen 5 Stunden. In der Früh haben wir dann die Hebamme angerufen. Die nächste Zeit war einfach wundervoll.
Mein lg genoss sichtlich die Situation gebraucht zu werden und einen aktive Rolle als vater übrnehmen zu können ... er kümmerte sich um den haushalt, ums baby und mich ..ich konnte nicht sitzen und nicht stehen, da ich recht zerissen war und es trotz der Topfen/eichenrinden Umschlägen nicht wirklich gut verheilte. Auch die Hebamme war etwas ratlos und dann kam sie eines Tages mit der Idee, das Aloe vera helfen konnte. Wir haben dann mit Eilpost ein Blatt geordert und siehe da, in nur 24 Stunden war es um vieles besser. Kann ich allen nur empfehlen. Es trocknet nicht ein und muss auch nicht schmerzhaft runtergewaschen werden und wirkte wunder.
Gruss
Manuela