1. Klasse VS, schreiende Lehrerin OK oder etwas unternehmen, was? - Seite 3 - Parents.at | Das Elternforum
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DaisyD
 
17.09.2017, 11:20

Zitat:
Zitat von marmor Beitrag anzeigen
Danke für die Antworten

Wenn ich das jetzt so zusammen fasse ist es OK wenn die Lehrerin schreit, negative Schulerfahrungen kommen nicht durch eine schreiende Lehrerin sondern durch besorgte Eltern. Und ich brauche hier nichts unternehmen außer abwarten.

Ich werde mich auch an die hier gemachten Empfehlungen halten und derzeit nichts unternehmen.

Wobei ich selbst sehr wohl glaube das es die Pflicht der Eltern ist, auf der Seite des Kindes zu stehen, auch dann wenn es sich um eine Lehrerin handelt die so lant schreit das es durch die Wände durch hörbar kist.

Heute sagte mein Kind, das die Lehrerin wieder geschrien hat. Laut seiner Aussage schrie sie nicht mit der ganzen Klasse sondern mit Einzelnen. Hier bin ich selbst der Meinung, das durch solche Lehrermassnahmen das heruntermachen anderer Kinder (mobbing) unter den Kindern gefördert wird. Denn wenn es die Lehrerin vor macht...

Also auch wenn ich derzeit nichts unternehmen werde, ich bin selbst nicht zufrieden mit der Situation.
Dein PoSt kommt recht ungut rüber. Erstens finde ich deine Zusammenfassung der antworten sehr eigenwillig, zweitens musst du nicht so tun,wie wenn du dich an sie halten musst.
Und denen,die dir geantwortet haben,quasi zu unterstellen,für sie wäre Mobbing nicht so schlimm ist sowieso mies.
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Dieser Beitrag von DaisyD gefällt 2 Usern: bixi, BrigitteS
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(#42) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
18.09.2017, 07:50

Zitat:
Zitat von independence Beitrag anzeigen
Ich sag euch mal als Lehrerin, dass man manchmal einfach "schreien" muss, um sich bei einer Meute von 25+ Kindern Gehör zu verschaffen. Deswegen ist man kein böser Mensch noch verdirbt man den Kindern damit die Freude an Schule. Ganz im Gegenteil, die Kinder merken dann gleich, dass sie zu weit gegangen sind, es zu laut wurde usw.

Bei Lehrern, die sich in einer lauten Menge kein Gehör verschaffen können, hört man von den Schülern ganz oft Beschwerden, dass es immer so laut ist, sie sich nicht konzentrieren können usw. Leider klappt die Verbindung nicht ganz, dass sie merken, dass das ja an ihrem Verhalten liegt.

Ich schreie nicht, um Kinder zu beleidigen, runterzumachen etc., sondern ich werde lauter, wenn sie laut sind und ich mit einer normalen Stimme einfach nicht mehr gehört werden würde, was bei Gruppenarbeiten usw leicht vorkommt. Da wird es ganz selbstverständlich lauter. Ich schreie auch nicht jede Stunde und ständig sondern nach Bedarf. Und sollte ich mich mal unfair verhalten, was passieren kann, weil ich auch nur ein Mensch bin, entschuldige ich mich auch dafür bei ihnen.

Und jeder, der noch nie in einer Klasse mit 25+ Kindern versucht hat zu unterrichten, kann das, glaube ich, einfach nicht beurteilen


Insofern würde ich darauf achten, was mein Kind erzählt, nicht ständig von mir aus nach der "Schreierei" fragen
. Auch wenn die VS Lehrerin jetzt nicht ideal sein sollte, was man nach einer Woche wahrscheinlich auch nur schwer beurteilen kann, kann das Kind in einer weiterführenden Schule selbst erkennen, welche unterschiedlichen Lehrertypen es gibt und womit es am besten zurecht kommt.
ad Erfahrung: ich bin der Überzeugung, dass es nicht nur Eltern, sondern vor allem manch Verantwortlichem gut tun würde, mal ein paar Wochen im aktiven Unterricht zu genießen

ad Fragen: das erzeugt beim Kind auch eine gewisse Erwartungshaltung und da es kooperieren will, wird es vermutlich mehr das erzählen, "was die Mama wissen will" als das, was wirklich bedeutend war an dem Vormittag. Aktives Zuhören ist mMn auch besser.


Zitat:
Zitat von independence Beitrag anzeigen
Ich bin an einer AHS tätig. Die von dir genannten Möglichkeiten passen für mich (!) nicht in diesen Rahmen. Ich stelle mir gerade vor, wie ich einer 3. Klasse voller 13- und 14-Jähriger vom Schweigefuchs erzähle :D

Ich kann selbstbewusst sagen, dass meine Schüler/innen mich sehr gerne haben und ich auch zahlreiches Feedback in diese Richtung bekomme. Auch die Eltern waren bisher immer recht traurig, wenn ich ihre Kinder nicht mehr weiter unterrichtet habe (Klassenwechsel). Natürlich schreie ich nicht permanent oder unangebracht, aber ich stehe dazu, dass ich meine Stimme erheben kann, wenn es notwendig ist. Und irgendwer hat es auch geschrieben, dass die Kinder sich nicht unfair behandelt vorkommen dürfen. Und genau das ist es, wenn die Kinder wissen, dass mein Schreien in dem Moment gerechtfertigt war, ist es kein Thema. Wenn ich falsch handle - warum auch immer - kann ich ihnen das erklären und mich bei ihnen entschuldigen. Und dann ist es auch gegessen.

Ganz wichtig ist einfach Authentizität. Wenn ich mich verstelle und Dinge tue (Schlüsselbund klimpern), die nicht zu mir passen, merken das die Kinder SOFORT. Ich bin wie ich bin und unterrichte genauso und bisher bin ich ganz zufrieden
Danke für den Lacher mit dem Schweigefuchs!

Ich merk grad, wie die Diskussion abrutscht vom "Wie soll ich damit umgehen?" zum "Welche Methode ist im Unterricht geeignet, um zu disziplinieren?". Ich persönlich würd keinem Lehrer raten wollen, wie er mit der Klasse umgeht: man hat als Elternteil immer zu wenig Informationen und reagiert ja auch emotional.

@Marmor: welchen Weg hast du gefunden, um mit der Situation umzugehen, für dich und v.a. für dein Kind?
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Dieser Beitrag von samakaste gefällt 2 Usern: Heliamphora, independence
(#43) [Permalink]
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Benutzerbild von BineR
BineR
 
18.09.2017, 10:39

@marmor: keiner hier hat glaube ich geschrieben du sollst nichts tun, sondern du sollst mehr herausfinden, bevor du etwas tust. Denn das Schreien und wie es empfunden wird ist wirklich sehr subjektiv. Und Kinder in dem Alter erzählen nun mal wirklich gern das was man hören mag. Wenn du suggestiv fragst, wirst du genau das hören, was du hören magst. Daher mein Vorschlag sich mit den Klassenkameraden und Eltern zu treffen und deren Einschätzung zu hören. Ob und was deren Kinder so erzählen. Ob sonst noch wer das Schreien erwähnt hat. Bei euch ist es ja auch erst Thema geworden, wie ein anderes Kind darüber erzählt hat. Außerdem wenn nur du mit der Lehrerin unzufrieden bist, wird sich kaum was ändern. Treten die Eltern der Klasse gemeinsam auf, ist es die Mehrheit, die eine Änderung verlangt, wird sich ziemlich sicher was tun. Allein schon deswegen wäre mal Kontakt zu anderen wichtig.

lg
bine
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(#44) [Permalink]
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Benutzerbild von simplify
simplify
 
18.09.2017, 14:58

Zwischen Schreien und Schreien gibt es meilenweite Unterschiede und ich stimme hier zu - wichtig ist zu eruieren, ob es für dein Kind belastend ist oder nicht. Ein sehr laute, dann kollektiv zusammengeschrieene Klasse (ohne dass ich das jetzt für das pädagogische Nonplusultra halte) wird eher nachvollziehen können warum die Lehrerin losgebrüllt hat und es nicht "persönlich nehmen", als ein einzelnes Kind, das wegen einem verschmierten Zettel angeschrieen wird.

Kind 1 hatte eine sehr erfahrene TraumVS-Lehrerin, die allerdings in der ersten Klasse mit 5 integrierten - und teilweise deutlich nicht schulreifen - VS oft alleinegelassen und sehr überfordert war - da hat mein Kind auch berichtet, dass sie schreit und es hat alle Kinder belastet. Mein Kind wusste aber auch, dass es ganz klar wegen dem Schüler XY war und hat sich selbst nicht angegriffen gefühlt. In den nachfolgenden 3 Jahren war die Lehrerin immer sehr ruhig und hat angeblich gar nie geschrieen.

Tochter 2 hat seit einem Jahr einen Lehrer; er hat uns gerade beim Elternabend vom wöchentlichen Klassenforum berichtet, in dem die Kinder ihre Anliegen/Sorgen/Wünsche diskutieren - und erzählt, dass eine Beschwerde war "der Lehrer schreit oft so laut". Er hat berichtet, das er froh ist, dass die Kinder dies angemerkt haben und dass er nun versucht, leiser zu sprechen - mein Kind hat daheim gar nie davon berichtet, dass der Lehrer schreien würde - sie hat es entweder nicht belastet oder nicht so empfunden.
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