"Gute Sozialpolitik"? - Seite 4 - Parents.at | Das Elternforum
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12.01.2018, 22:33

Zitat:
Zitat von inkale Beitrag anzeigen
Gibt es eh, war zumindestens an der NMS, die Kleinkind besucht hat, so.
Das Angebot wird halt nur sehr mäßig angenommen und vieles, das Lehrer gerne anbieten würden, kann aufgrund der geringen Teilnehmerzahl nicht stattfinden. Viele Eltern haben Gewerbebetriebe oder Landwirtschaften oder sie arbeiten in solchen Betrieben und da ist der weitere Berufsweg für viele Kinder schon vorgezeichnet. Und das ist unmittelbares Einzugsgebiet von Wien.

Ich habe es früher schon einmal geschrieben, dass es nicht einfach in der NMS war, obwohl die Lehrer sehr engagiert und auch die soziale Durchmischung und Klassenniveau sehr gut waren.
DAs wollte ich eh mal isbinnbeal fragen, die das irländische System beschrieben hat: was ist wenn sich nur 2 Schüler für einen bestimmten Kurs im Bereich Pass (wenn das jetzt das fortgeschrittene ist) melden? Wird dann für die 2 Schüler dieser Kurs abgehalten oder ist man davon abhängig,d ass ich genügend melden? Weil wenn zweiteres, dann tritt genau das von dir gesagt ein.
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(#62) [Permalink]
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Antares2010
 
12.01.2018, 22:34

Ich würde ja ganz radikal vorgehen nach dem, was ich bis jetzt selber an verschiedenen Schulen erleben durfte und von anderen vom Hörensagen kenne.

- Ab 3 Jahren verpflichtender Kindergarten, mind. 9-15:00
- VS verpflichtend mind. 8-15:00
- 10-12 Jahre weiter Gesamtschule mind. 8-16:00
- Überprüfung gewisser Mindestanforderungen bereits im Kindergarten, aufsteigen in die nächste Schulstufe nur wenn die Bildungsziele erreicht werden, mehrstufige Überprüfung durch eine externe Stelle und nicht die eigenen Lehrer - dafür Abschaffung der Noten und Einführung geeigneterer Feedbackmethoden (was kann das Kind tatsächlich - wo sind Defizite - wie können sie bearbeitet werden), die im nächsten Jahr auch zu konkreten Handlungen führen

Allerdings mit der Option, dass Eltern ihre Kinder zum halbtägigen Kindergarten- und Schulbesuch abmelden können, wenn das Kind alle erforderlichen Ziele erreicht. Benötigt es mehr professionelle Förderung, muss es in den Kiga / die Schule gehen und dort auch entsprechende Förderung bekommen. Es kann einfach nicht sein, dass in einer NMS Kinder sitzen, die nicht mal die Erstsprache (egal ob "Ausländisch" oder Deutsch) beherrschen und keinerlei lebensweltlichen Erfahrungen haben. Da ist es vom Staat verantwortungslos, diese Kinder ihren Eltern zu überlassen, so wie die derzeitige Situation ist, kannst da nicht mehr viel retten in einer Halbtagsschule sondern nur mehr Schadensbegrenzung machen. Und übrig bleiben die Kinder und Jugendlichen.
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12.01.2018, 22:35

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Das hat man sowieso, unabhängig von der Schulform. Man hat die "guten" Bezirke mit gut ausgestatteten Schulen, man hat die "schlechten" Bezirke, wo die Schulen quasi im laufenden Betrieb verrotten. Das einzige was etwas hilft, sind heterogene Stadtbezirke. Und eine deutliche Reduzierung der Privatschulen.
Wieos will man Eltern untesagen, eine Privatschule zu nehmen? Das ist ein Sozialismusgedanke mit dem ich nix anfangen kann.

Die eisten Proponenten der Gesamtschule erwarten sich eine toll soziale Durchmischung, die alle Probleme lösen wird. Ich sehe das aber nicht. Deshalb meine Frage.

also wenn eh alle wieder getrennt sind - wozu brauche ich eine Gesamtschule?
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isbinnbeal
 
12.01.2018, 22:54

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
DAs wollte ich eh mal isbinnbeal fragen, die das irländische System beschrieben hat: was ist wenn sich nur 2 Schüler für einen bestimmten Kurs im Bereich Pass (wenn das jetzt das fortgeschrittene ist) melden? Wird dann für die 2 Schüler dieser Kurs abgehalten oder ist man davon abhängig,d ass ich genügend melden? Weil wenn zweiteres, dann tritt genau das von dir gesagt ein.
honours vs pass, honours ist fortgeschrittener
nur in Mathe gab es A,B,C wobei A = honours, B = pass und C = Basis (ca 3. Klasse VS Niveau, ohne Scherz)
Mit C hat man aber 0 Punkte bekommen.

Von ca 90 Schuelerinnen in meinem Jahrgang haben ganz am Ende nur 5 oder 6 den A-Kurs in Mathe besucht. Der Lehrer hat zwar immer versucht die Anderen zu halten als sie nach und nach in B abstiegen (es war ihre Entscheidung), aber es stand nie zur Diskussion diesen Unterricht einzustellen. War allerdings wohl klar, dass die 5 oder 6 bleiben.
Das war damals und auch viel spaeter als meine Schwester 2007 ihre Reifeprüfung machte normal an eine Maedchenschule. Von den Jungs habe vlt die Haelfte des Jahrgangs A Mathe absolviert.

Wir gingen zu ihnen fuer Physik, weil auch nur wenige Maedchen Physik machten, sie wiederum kamen zu uns fuer home economics und BE.

Wie sie das gemacht haetten wenn keine zweite Schule so nah wäre weiss ich nicht.

Bei Faechern wo nur weniger pass machten, wie bspw Physik (weil die meisten wenn sie es ueberhaupt machen wollten auch nicht schlecht waren), sassen die pass-Schueler mit uns und mussten halt weniger machen. Der umgekehrte Fall wäre sicher ungünstiger, aber traf bei uns zufaellig nicht ein. Ich nehme aber an, dann wuerden die honours SchuelerInnen mit den anderen sitzen und mehr sollen.

Wenn Franzoesisch und Spanisch als Fremdsprachen angeboten werden und praktisch alle zB Französisch nehmen, wird Spanisch dann doch nicht angeboten.

Als BE nur zur Auswahl mit Französisch und glaube ich Business stand, haben wir erreicht, dass wir zwar in der Auswahl nicht BE nehmen mussten, aber die Lehrerin ihren Unterricht in der langen Pause machte und wir somit es als Extrafach besuchen konnten.


Perfekt ist das System sicherlich nicht.
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Erdbaerin
 
12.01.2018, 23:06

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
Wieos will man Eltern untesagen, eine Privatschule zu nehmen? Das ist ein Sozialismusgedanke mit dem ich nix anfangen kann.

Die eisten Proponenten der Gesamtschule erwarten sich eine toll soziale Durchmischung, die alle Probleme lösen wird. Ich sehe das aber nicht. Deshalb meine Frage.

also wenn eh alle wieder getrennt sind - wozu brauche ich eine Gesamtschule?
Die Frage muss doch wohl eher lauten, wieso Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule geben wollen. Und in nahezu allen Fällen lautet die Antwort "damits Herzibinki nicht zusammen mit dem Pöbel lernen muss".

Nichts gegen Privatschulen an sich, aber der Anteil sollte einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Zumindest wenn man erreichen will, daß gute Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern wird.
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inkale
 
12.01.2018, 23:11

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Die Frage muss doch wohl eher lauten, wieso Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule geben wollen. Und in nahezu allen Fällen lautet die Antwort "damits Herzibinki nicht zusammen mit dem Pöbel lernen muss".
So ein Schmarrn.
Wirklich auseinandergesetzt kannst du dich mit dem Thema nicht haben, wenn du solchen Unsinn verzapfst.
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isbinnbeal
 
12.01.2018, 23:17

Zitat:
Zitat von Antares2010 Beitrag anzeigen
Ich würde ja ganz radikal vorgehen nach dem, was ich bis jetzt selber an verschiedenen Schulen erleben durfte und von anderen vom Hörensagen kenne.

- Ab 3 Jahren verpflichtender Kindergarten, mind. 9-15:00
- VS verpflichtend mind. 8-15:00
- 10-12 Jahre weiter Gesamtschule mind. 8-16:00
- Überprüfung gewisser Mindestanforderungen bereits im Kindergarten, aufsteigen in die nächste Schulstufe nur wenn die Bildungsziele erreicht werden, mehrstufige Überprüfung durch eine externe Stelle und nicht die eigenen Lehrer - dafür Abschaffung der Noten und Einführung geeigneterer Feedbackmethoden (was kann das Kind tatsächlich - wo sind Defizite - wie können sie bearbeitet werden), die im nächsten Jahr auch zu konkreten Handlungen führen

Allerdings mit der Option, dass Eltern ihre Kinder zum halbtägigen Kindergarten- und Schulbesuch abmelden können, wenn das Kind alle erforderlichen Ziele erreicht. Benötigt es mehr professionelle Förderung, muss es in den Kiga / die Schule gehen und dort auch entsprechende Förderung bekommen. Es kann einfach nicht sein, dass in einer NMS Kinder sitzen, die nicht mal die Erstsprache (egal ob "Ausländisch" oder Deutsch) beherrschen und keinerlei lebensweltlichen Erfahrungen haben. Da ist es vom Staat verantwortungslos, diese Kinder ihren Eltern zu überlassen, so wie die derzeitige Situation ist, kannst da nicht mehr viel retten in einer Halbtagsschule sondern nur mehr Schadensbegrenzung machen. Und übrig bleiben die Kinder und Jugendlichen.
Ich finde es problematisch wenn Kinder sehr viel aelter sind als ihre Klassenkameraden. Fuer beide Seiten
Und wenn Jemand bloss faul ist reicht mMn eben die Aussicht auf Überprüfung durch externe Stellen bspw fuer die Reifeprüfung. Zwei von meinen Brüdern waren sehr faul und fielen immer wieder mal wo durch. In Irland bedeutet das aber nicht Sitzenbleiben. Als sie ca 17J waren erkannten sie was sie wollten (und das war nicht gleich arbeiten gehen) und haben sehr gute Reifeprüfungen hingelegt und erfolgreich studiert. In Ö wären sie wohl Jahre davor sitzen geblieben und es wäre viel schwieriger gewesen sich zu motivieren wenn man eh noch jahrelang in die Schule gehen muss. So hatten sie keine Zeit verloren und durften normalaltrig abschliessen.
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12.01.2018, 23:23

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Die Frage muss doch wohl eher lauten, wieso Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule geben wollen. Und in nahezu allen Fällen lautet die Antwort "damits Herzibinki nicht zusammen mit dem Pöbel lernen muss".

Nichts gegen Privatschulen an sich, aber der Anteil sollte einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Zumindest wenn man erreichen will, daß gute Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern wird.
Also so ein klischeehafter blödsinn. Bei uns ist es konkret die wohnortnähe und zwar ausschließlich. Hätte lieber die öffentliche Ganztagsschule, aber die ist zu weit weg und komplett überlaufen. Bei uns gehen auch Kinder der meisten Schichten hin, nur die bildungsfeindlichen nicht. ausländeranteil 30%.

Diegründe sind meistens besseres Angebot, Nachmittagsbetreuung im Haus, etc.
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12.01.2018, 23:24

Zitat:
Zitat von isbinnbeal Beitrag anzeigen
honours vs pass, honours ist fortgeschrittener
nur in Mathe gab es A,B,C wobei A = honours, B = pass und C = Basis (ca 3. Klasse VS Niveau, ohne Scherz)
Mit C hat man aber 0 Punkte bekommen.

Von ca 90 Schuelerinnen in meinem Jahrgang haben ganz am Ende nur 5 oder 6 den A-Kurs in Mathe besucht. Der Lehrer hat zwar immer versucht die Anderen zu halten als sie nach und nach in B abstiegen (es war ihre Entscheidung), aber es stand nie zur Diskussion diesen Unterricht einzustellen. War allerdings wohl klar, dass die 5 oder 6 bleiben.
Das war damals und auch viel spaeter als meine Schwester 2007 ihre Reifeprüfung machte normal an eine Maedchenschule. Von den Jungs habe vlt die Haelfte des Jahrgangs A Mathe absolviert.

Wir gingen zu ihnen fuer Physik, weil auch nur wenige Maedchen Physik machten, sie wiederum kamen zu uns fuer home economics und BE.

Wie sie das gemacht haetten wenn keine zweite Schule so nah wäre weiss ich nicht.

Bei Faechern wo nur weniger pass machten, wie bspw Physik (weil die meisten wenn sie es ueberhaupt machen wollten auch nicht schlecht waren), sassen die pass-Schueler mit uns und mussten halt weniger machen. Der umgekehrte Fall wäre sicher ungünstiger, aber traf bei uns zufaellig nicht ein. Ich nehme aber an, dann wuerden die honours SchuelerInnen mit den anderen sitzen und mehr sollen.

Wenn Franzoesisch und Spanisch als Fremdsprachen angeboten werden und praktisch alle zB Französisch nehmen, wird Spanisch dann doch nicht angeboten.

Als BE nur zur Auswahl mit Französisch und glaube ich Business stand, haben wir erreicht, dass wir zwar in der Auswahl nicht BE nehmen mussten, aber die Lehrerin ihren Unterricht in der langen Pause machte und wir somit es als Extrafach besuchen konnten.


Perfekt ist das System sicherlich nicht.
Das heißt Honours gab es nur in Mathe und nirgendwo sonst?
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isbinnbeal
 
12.01.2018, 23:26

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
Das heißt Honours gab es nur in Mathe und nirgendwo sonst?
Doch, sonst immer honours und pass. Mathe hat einen dritten Zug fuer Diejenige die es gar nicht koennen, weil alle Mathe nehmen müssen. Also Mathe: A, B, C und alle andere Faecher honours und pass.
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12.01.2018, 23:28

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Die Frage muss doch wohl eher lauten, wieso Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule geben wollen. Und in nahezu allen Fällen lautet die Antwort "damits Herzibinki nicht zusammen mit dem Pöbel lernen muss".

Nichts gegen Privatschulen an sich, aber der Anteil sollte einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Zumindest wenn man erreichen will, daß gute Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern wird.
Geh bitte, das hat mit demgeldbeutel rein gar nix zu tun. Es gibt in Österreich ausgezeichnete öffentliche Schulen.das EINZIGE Kriterium ist die bildungsaffinität.
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inkale
 
12.01.2018, 23:30

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
EINZIGE Kriterium ist die bildungsaffinität.
Das, sowie die Aussichten an einer öffentlichen Schule mit gewünschtem Schwerpunkt auch einen Platz zu bekommen.
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12.01.2018, 23:33

Zitat:
Zitat von isbinnbeal Beitrag anzeigen
Doch, sonst immer honours und pass. Mathe hat einen dritten Zug fuer Diejenige die es gar nicht koennen, weil alle Mathe nehmen müssen. Also Mathe: A, B, C und alle andere Faecher honours und pass.
Ah ok. Ichkann mir nicht vorstellen, dass in Ö ein Kurs für 5 Kinder unterrichtet werden würde.

Wenn ich heute zB will, dass mein Kind Latein oder Französisch oder Spanisch lernt, kann ich es in eine bestimmte Schule schicken. Wenn ich besonders viel Physik oder Chemie will, ebenso. Weil die GYm spezialisiert sind. Wenn man bei einer Gesamtschule immer davon abhängig ist, dass genügend andere Kinder das auch nehmen, dann werden Eltern noch mehr daran interessiert sein, nur ja nicht mit bildungsininteressierten Kindern in der Klasse zu sein.
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13.01.2018, 00:13

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
Wenn ich heute zB will, dass mein Kind Latein oder Französisch oder Spanisch lernt, kann ich es in eine bestimmte Schule schicken. Wenn ich besonders viel Physik oder Chemie will, ebenso. Weil die GYm spezialisiert sind. Wenn man bei einer Gesamtschule immer davon abhängig ist, dass genügend andere Kinder das auch nehmen, dann werden Eltern noch mehr daran interessiert sein, nur ja nicht mit bildungsininteressierten Kindern in der Klasse zu sein.
Genau so ist es. Aber auch jetzt schon bin ich an manchen Gyms nicht interessiert, weil da bei den Wahlpflichtfächern genau das gleiche schon passiert.
Aber es gibt auch schon Privatschulen, die sich auf genau diese Gruppe an "wohlhabenden, bildungsuninteressierten Zöglingen" spezialisiert haben. Dort gilt dann: Niveau bitte draussen bleiben und um Himmels willen nicht lernwillig sein.
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13.01.2018, 00:17

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Die Frage muss doch wohl eher lauten, wieso Eltern ihre Kindern auf eine Privatschule geben wollen. Und in nahezu allen Fällen lautet die Antwort "damits Herzibinki nicht zusammen mit dem Pöbel lernen muss".

Nichts gegen Privatschulen an sich, aber der Anteil sollte einen gewissen Prozentsatz nicht überschreiten. Zumindest wenn man erreichen will, daß gute Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern wird.
Du ignorierst beharrlich die Tatsache, dass Privatschule nicht automatisch höhere Leistung bedeutet. Manche Privatschulen sind sogar darauf aus, ihren Schülern mit geringstmöglichem Aufwand und unterstem Niveau die Matura zu ermöglichen.
Ich habe in den letzten Monaten diverse Gyms analysiert. Private und öffentliche. Bei meiner Reihung ist nun eine öffentliche auf Platz 1, wo ich mein Kind hineinbringen möchte....
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Erdbaerin
 
13.01.2018, 00:39

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Du ignorierst beharrlich die Tatsache, dass Privatschule nicht automatisch höhere Leistung bedeutet. Manche Privatschulen sind sogar darauf aus, ihren Schülern mit geringstmöglichem Aufwand und unterstem Niveau die Matura zu ermöglichen.
Ich habe in den letzten Monaten diverse Gyms analysiert. Private und öffentliche. Bei meiner Reihung ist nun eine öffentliche auf Platz 1, wo ich mein Kind hineinbringen möchte....
Ich hab nie behauptet, daß Privatschulen "besser" sind.

Mir ging es immer darum, was muß getan werden, damit eine gute Schulausbildung von der Leistungsfähigkeit des Kindes und nicht der Eltern abhängig wird. Dazu braucht es aber sowohl eine heterogene Durchmischung bezüglich des elterlichen Backgrounds als auch weitestgehend kostenlose Schulen. Genau lesen, das sind zwei Bedingungen!

So, jetzt haben wir aber hier im Thread schon festgestellt, daß Eltern sich wünschen, daß die Kinder im gleichen Background bleiben. Das gilt für das Arbeiterkind genauso wie das Akademikerkind. Wenn beide Kinder dann aber auf eine öffentliche Schule gehen, ist die Chance größer, daß beide zusammenlernen (und somit durch "Fremdbestäubung" dem eigenen Glassturz entkommen), als wenn die Eltern des Akademikerkindes ihr HerziBinki auf eine "saubere" Privatschule schicken.
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Dieser Beitrag von Erdbaerin gefällt 2 Usern: mane9, Schnabilein
(#77) [Permalink]
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mane9
 
13.01.2018, 00:44

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Ich hab nie behauptet, daß Privatschulen "besser" sind.

Mir ging es immer darum, was muß getan werden, damit eine gute Schulausbildung von der Leistungsfähigkeit des Kindes und nicht der Eltern abhängig wird. Dazu braucht es aber sowohl eine heterogene Durchmischung bezüglich des elterlichen Backgrounds als auch weitestgehend kostenlose Schulen. Genau lesen, das sind zwei Bedingungen!

So, jetzt haben wir aber hier im Thread schon festgestellt, daß Eltern sich wünschen, daß die Kinder im gleichen Background bleiben. Das gilt für das Arbeiterkind genauso wie das Akademikerkind. Wenn beide Kinder dann aber auf eine öffentliche Schule gehen, ist die Chance größer, daß beide zusammenlernen (und somit durch "Fremdbestäubung" dem eigenen Glassturz entkommen), als wenn die Eltern des Akademikerkindes ihr HerziBinki auf eine "saubere" Privatschule schicken.
dann kommt der faktor wohnbezirk dazu, in meinem jetzigen wohnbezirk ist das einkommen und die bildung überdurchschnittlich. das ist anders als, z.b. in den wiener flächenbezirken.

darauf könnte aber durch mehr zu verfügung stehende mitteln bei schlechterem bidlungshintergrund geantwortet werden.
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(#78) [Permalink]
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Erdbaerin
 
13.01.2018, 00:51

Zitat:
Zitat von mane9 Beitrag anzeigen
dann kommt der faktor wohnbezirk dazu, in meinem jetzigen wohnbezirk ist das einkommen und die bildung überdurchschnittlich. das ist anders als, z.b. in den wiener flächenbezirken.

darauf könnte aber durch mehr zu verfügung stehende mitteln bei schlechterem bidlungshintergrund geantwortet werden.
Ja, das Problem kommt auch noch dazu.
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(#79) [Permalink]
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Antares2010
 
13.01.2018, 02:00

Zitat:
Zitat von isbinnbeal Beitrag anzeigen
Ich finde es problematisch wenn Kinder sehr viel aelter sind als ihre Klassenkameraden. Fuer beide Seiten
Und wenn Jemand bloss faul ist reicht mMn eben die Aussicht auf Überprüfung durch externe Stellen bspw fuer die Reifeprüfung. Zwei von meinen Brüdern waren sehr faul und fielen immer wieder mal wo durch. In Irland bedeutet das aber nicht Sitzenbleiben. Als sie ca 17J waren erkannten sie was sie wollten (und das war nicht gleich arbeiten gehen) und haben sehr gute Reifeprüfungen hingelegt und erfolgreich studiert. In Ö wären sie wohl Jahre davor sitzen geblieben und es wäre viel schwieriger gewesen sich zu motivieren wenn man eh noch jahrelang in die Schule gehen muss. So hatten sie keine Zeit verloren und durften normalaltrig abschliessen.
Ich schreibe hier von den kleineren Kindern bis 12, max. Ende Unterstufe, und "Bildungsziele" muss man sinnvoll definieren. Dass es gerade bei Jugendlichen nicht zwingend sinnvoll ist, in jedem Fach und jedem Jahr positiv abschließen zu müssen, finde ich auch.

Wann waren Deine Brüder faul? Konnten sie z. B. nach der 2. VS noch nicht lesen? Oder in der 1. Unterstufe noch nicht mit dem Zahlenraum 1.000 arbeiten? Von solchen elementaren Dingen rede ich, und nein, wenn die nicht erfüllt sind, sollte ein Kind nicht aufsteigen dürfen weil die Defizite nur weiterwachsen. Dann landen wir nämlich genau dort wie Obsidian schreibt, dass (Wirtschafts?)Akademiker unter 25 nicht mehr in der Lage sind, 20 % von 200.000 auszurechnen. Bitte, das kann es ja auch nicht sein. Wenn Du mein Posting ganz liest, siehst Du auch, dass ich für Feedbackmethoden bin, die konkret aufzeigen, wo ein Kind noch weiteren Förderbedarf hat und dass das Kind den dann auch bekommen muss. Reines Sitzenbleiben als Strafe quasi ist sinnlos, da bin ich bei Dir.

Ob ein Jugendlicher jetzt z. B. die x. Ableitung einer Gleichung bilden kann, ist nicht so wichtig wenn der Rest passt. Ich habe die fehlenden Grundlagen von ca. 2 Schuljahren in Mathe auch im notwendigen Ausmaß in der 4. HAK nachgelernt dass ich die 5. dann bestanden habe. Hätte ich aber Defizite in mehreren Fächern gehabt, wäre es schon problematischer gewesen, aber 1 Fach das man wegen Faulheit nicht kann, schafft man schon nachzulernen. Die ersten Ergebnisse der modularen Oberstufe haben auch gezeigt, dass es einen gar nicht so kleinen Prozentsatz an Kindern gibt, die vor der Matura draufkommen dass ihnen noch viel zu viel fehlt als dass sie es in einem Jahr nachholen könnten, ist natürlich auch toll, wenn die dann im 8. Gym frustriert abbrechen. Hier sollte dringend eine Art "Sicherheitsnetz" im Sinne der Jugendlichen eingezogen werden.

Ein gewisses Niveau oder ein gewisser positiver Prozentsatz an Fächern ist einfach erforderlich um die nächste Stufe überhaupt absolvieren zu können. Oder glaubst ernsthaft, es ist sinnvoll in einem Business-English Kurs zu sitzen, ohne die wichtigsten Zeiten zu beherrschen? Oder in Rechnungswesen Jahresabschlüsse abrechnen zu müssen, wennst schon mit einfachen Buchungssätzen überfordert bist und keine Ahnung hast, was bei einer GuV passiert? Caesar übersetzen zu müssen, ohne Modi unterscheiden zu können und einen ACI oder NCI zu kennen?

Wie funktioniert das in Irland? Absolviert man dann einfach andere Fächer, oder sitzt man dann völlig überfordert im Folgekurs? Es sind ja nicht wenige Fächer aufbauend.
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(#80) [Permalink]
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Seifenblase
 
Daumen runter 13.01.2018, 04:17

Zitat:
Zitat von change00 Beitrag anzeigen
Ah ok. Ichkann mir nicht vorstellen, dass in Ö ein Kurs für 5 Kinder unterrichtet werden würde.

Wenn ich heute zB will, dass mein Kind Latein oder Französisch oder Spanisch lernt, kann ich es in eine bestimmte Schule schicken. Wenn ich besonders viel Physik oder Chemie will, ebenso. Weil die GYm spezialisiert sind. Wenn man bei einer Gesamtschule immer davon abhängig ist, dass genügend andere Kinder das auch nehmen, dann werden Eltern noch mehr daran interessiert sein, nur ja nicht mit bildungsininteressierten Kindern in der Klasse zu sein.
das kann ich mir nicht vorstellen, ist der default modus in österreich und gleichbedeutend mit: kenn ma net, mach ma net.
darf sich jeder selbst überlegen, ob das damit was zu tun hat, dass unser Bildungssystem in seiner Struktur Immer noch Maria Theresia widerspiegelt.
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