wenn die tyrannenkinder erwachsen werden - Seite 8 - Parents.at | Das Elternforum
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(#141) [Permalink]
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Benutzerbild von bixi
bixi
 
28.02.2017, 12:15

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
@samakaste: ein Kind, das für einen Sport talentiert ist und dafür brennt,in jeder Hinsicht zu unterstützen,sehe ich aber nicht als Erziehung zum narzismus.
Ich sehe mich im Alltag wirklich am sehr gelassene Mutter, aber trotzdem unterstützen wir die sportlichen Ambitionen unserer Kinder ohne Vorbehalte. Das ist ihre Leidenschaft,d sind sie tlw. Recht gut, und ich sehe eher das Gegenteil oft kritisch, dass Kinder hier kaum von zu Hause unterstützt werden. Da müssen sie alles mögliche tun, dürfen aber nicht zum Training, weil es zu viel wird.

Sport/leistungssport bringt im allgemeinen nicht jene Phänomene, die hier angeprangert werden.
Da muss ich aufgrund persönlicher, täglich wiederkehrender Erfahrungen widersprechen.

Unglaublich, welche Mengen an Egozentrik, Gesellschaftsunfähigkeit und Brutalität in einem VS-Kind Platz haben. Die Familie, um die es mir hier geht, kenne ich gut genug, um sagen zu können: Ja, das hier liegt an der Erziehung, an nicht vorhandenen Konsequenzen, Überbehütetheit und der festen Überzeugung, die eigenen Kinder sind den anderen überlegen.
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(#142) [Permalink]
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Dinimama
 
28.02.2017, 15:03

Zitat:
Zitat von Sonne-30 Beitrag anzeigen
Weil es oben schon jemand geschrieben hatte bzgl. "entspannter herangehen" und ein gutes Mittelmaß finden: Ich hab gerade "Eltern entspannt euch" gelesen von Ulrich Conrady - weil es neu ist. Kennt es wer?
Der Autor hat Sportler mit einer Entspannungstechnik behandelt und das dann umgemünzt, er ist Wissenschaftler und schreibt darüber was welche Aktionen im Kind auslösen. Ich fand es recht spannend weil ich den Ansatz "gelassener Umgang" und "intuitive Erziehung" gut finde. Erinnert ein bisschen an André Stern und co, aber eben mit den ganzen wissenschaftlichen Hintergründen. (Was ist gut fürs Immunsystem, wie entspannt sich mein Kind (und ich), was kann ich aus Neuro-Sicht richtig und falsch machen). Habt ihr das vlt. auch schon gelesen und was haltet ihr davon, dass er sagt dass Kinder die ersten Jahre bei der Mutter sein sollten? (und möglichst wenig fremdbetreut, weil das besser fürs Immunsystem wäre?)

Freu mich über andere Meinungen zu dem Buch! Liebe Grüße, Sonne
ich kenne das buch nicht, könnte interessant sein!

zum fettgedruckten: da würde mich der hintergrund interessieren.

zuallererst: was sind die ersten jahre? bis zwei, bis drei, oder noch länger?

grundsätzlich könnte man ja meinen, dass kind in fremdbetreuung mehr mit den unterschiedlichsten erregern in berührung kommen und dadurch ein trainierteres immunsystem haben.

wenn die fremdbetreuung das kind sehr stresst, dann kann es sein, dass sein cortisolspiegel steigt (da gabs auch schon studien, wo das gemessen wurde), und ein ständiger hoher cortisolspielgel dämpft wiederum die effektiität des immunsystems.
vermutlich ist das also höchst individuell und hängt sehr vom charakter des kindes bzw der qualität der betreuung ab, wie stark so etwas zum tragen kommt.

insofern: ich würde sagen, dass man da nichts verallgemeinern kann!
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(#143) [Permalink]
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Benutzerbild von Apfelsaft
Apfelsaft
 
28.02.2017, 16:33

Zitat:
Zitat von Sonne-30 Beitrag anzeigen
Weil es oben schon jemand geschrieben hatte bzgl. "entspannter herangehen" und ein gutes Mittelmaß finden: Ich hab gerade "Eltern entspannt euch" gelesen von Ulrich Conrady - weil es neu ist. Kennt es wer?
Der Autor hat Sportler mit einer Entspannungstechnik behandelt und das dann umgemünzt, er ist Wissenschaftler und schreibt darüber was welche Aktionen im Kind auslösen. Ich fand es recht spannend weil ich den Ansatz "gelassener Umgang" und "intuitive Erziehung" gut finde. Erinnert ein bisschen an André Stern und co, aber eben mit den ganzen wissenschaftlichen Hintergründen. (Was ist gut fürs Immunsystem, wie entspannt sich mein Kind (und ich), was kann ich aus Neuro-Sicht richtig und falsch machen). Habt ihr das vlt. auch schon gelesen und was haltet ihr davon, dass er sagt dass Kinder die ersten Jahre bei der Mutter sein sollten? (und möglichst wenig fremdbetreut, weil das besser fürs Immunsystem wäre?)

Freu mich über andere Meinungen zu dem Buch! Liebe Grüße, Sonne
Klingt logisch. Dass Stress diverse Hormone ausschüttet, die ihrerseits negative Auswirkungen haben, ist ja inzwischen allseits bekannt. Kann sich folglich also nur ungünstig auswirken.

Fremdbetreuung in den ersten Jahren nur von der Mutter: ich würde es nicht ganz so eng fassen und stattdessen "nur von wenigen aber sehr konstanten Bezugspersonen", vorzugsweise, die das Kind auch lieb haben und Liebe geben.
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(#144) [Permalink]
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Benutzerbild von lucy777
lucy777
 
28.02.2017, 16:51

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen

Fremdbetreuung in den ersten Jahren nur von der Mutter: ich würde es nicht ganz so eng fassen und stattdessen "nur von wenigen aber sehr konstanten Bezugspersonen", vorzugsweise, die das Kind auch lieb haben und Liebe geben.
ich kenne das buch nicht - aber ich würde das auch so interpretieren.
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(#145) [Permalink]
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DaisyD
 
28.02.2017, 17:02

Zitat:
Zitat von bixi Beitrag anzeigen
Da muss ich aufgrund persönlicher, täglich wiederkehrender Erfahrungen widersprechen.

Unglaublich, welche Mengen an Egozentrik, Gesellschaftsunfähigkeit und Brutalität in einem VS-Kind Platz haben. Die Familie, um die es mir hier geht, kenne ich gut genug, um sagen zu können: Ja, das hier liegt an der Erziehung, an nicht vorhandenen Konsequenzen, Überbehütetheit und der festen Überzeugung, die eigenen Kinder sind den anderen überlegen.
Dass es diese Eltern n Verbindung mit Kindern, die Leistungssport machen, auch gibt, glaub ich dir schon. Aber ich denke es liegt da nicht am Sport, sondern wie du selbst schreibst, an der Erziehung. Diese Eltern leben ihren Erziehungsstil halt zufällig Grad am sportbegeisterten Kind aus....würden aber ähnlich reagieren, würde das Kind Flöte spielen oder was auch immer.

Abgesehen davon...auch aus eigener Erfahrung: da schriebst von einem Vs Kind, erfahrungsgemäß kommt mit bei diesen kndern/familien bald dann das böse erwachen
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(#146) [Permalink]
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Benutzerbild von bixi
bixi
 
28.02.2017, 18:52

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
Dass es diese Eltern n Verbindung mit Kindern, die Leistungssport machen, auch gibt, glaub ich dir schon. Aber ich denke es liegt da nicht am Sport, sondern wie du selbst schreibst, an der Erziehung. Diese Eltern leben ihren Erziehungsstil halt zufällig Grad am sportbegeisterten Kind aus....würden aber ähnlich reagieren, würde das Kind Flöte spielen oder was auch immer.

Abgesehen davon...auch aus eigener Erfahrung: da schriebst von einem Vs Kind, erfahrungsgemäß kommt mit bei diesen kndern/familien bald dann das böse erwachen
Ohne da jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, die Familie hat mehrere Kinder, sowohl im VS- als auch im Gym-Alter. Der Sport ist Mittel zum Zweck, wurde von einem Elternteil gewählt und wäre bei entsprechender Begabung meiner Einschätzung nach absolut durch ein Instrument, Sprachen, whatever zu ersetzen.

Da meine Kinder schon ein paar Jahre sportlich aktiv sind, hab ich in dem Bereich schon viel gesehen. Was da zum Teil an Selbstprofilierung von Elternseite geliefert wird, geht auf keine Kuhhaut. Aber ja, mit der Pubertät kommt oft das Erwachen. Für die Eltern mitunter böse, für das Kind wohl nicht so sehr.
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(#147) [Permalink]
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Benutzerbild von Hexi68
Hexi68
 
01.03.2017, 06:55

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
insofern: ich würde sagen, dass man da nichts verallgemeinern kann!
Ich denke das ist insgesamt wohl der Kern aller Erziehungserfolge, als auch Erziehungsprobleme!
Die eierlegende Wollmilchsau gibt es schlicht und einfach nicht...

So wie ich es bei meinen Kindern erlebt habe und bei meinem Jüngsten erlebe, braucht jedes Kind seine "eigene", spezielle Erziehung, weil die angeborenen Charaktereigenschaften, aber auch andere Gegebenheiten wie Talente, Intellekt, körperliche Gegebenheiten usw. einfach unterschiedliches elterlicher Verhalten nötig machen, selbst wenn die Kids im gleichen Umfeld aufwachsen.
Natürlich gibt es Grundprinzipien die man als Struktur beibehält wie z. B. Verlässlichkeit oder liebevoller Umgang, aber nur diese beiden Anteile elterlichen Verhaltens hatten bei meinen Kindern ganz unterschiedliche Auswirkungen, wurden auch unterschiedlich stark eingefordert.

Wenn ich meinen ältesten Sohn mit dem Jüngsten vergleiche gibt es z.B. einen riesigen Unterschied in puncto "Grenzen setzen"...
Mein ältester konnte mit wenig Grenzen gut umgehen, zu viel davon hätte ihn erdrückt.
Bei Kleinsohn ist es umgekehrt, ohne Grenzen geht gar nichts!
Davon gibt es unzähle Beispiele...

Ich denke, wenn man den Umgang mit Erziehungsratgebern dahingehend gestaltet, das man überlegt, inwiefern man sich irgendwo wiedererkennt, bzw. wie im Supermarkt nimmt was man brauchen kann, dann ist man gut bedient.
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Dieser Beitrag von Hexi68 gefällt 6 Usern: Apfelsaft, ARES2013, Asterix, Berthold, Crocodylia, Heliamphora
(#148) [Permalink]
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Benutzerbild von kirschzuckerl
kirschzuckerl
 
01.03.2017, 07:27

ich lese kaum erziehungsratgeber, aber wenn ich doch mal einen zur hand nehme, dann hab ich bemerkt, dass ich persönlich am allermeisten von denen profitiere, die einen komplett konträren erziehungsstil zu meinem propagieren. die regen mich zwar auf, aber kleinigkeiten bleiben dann doch hängen und erweitern den horizont.
lese ich zb. juuls, dann denk ich nur "sowieso, wieso schreibt man das überhaupt, ist doch logisch!" und außer dass ich mich gebauchpinselt fühle, passiert dann nix.

mein konträres eck ist schon fast eso, also jedenfalls extremst kindzentriert....ich weiß nichtmal, wie ich es korrekt formulieren soll. aber auch wenn mich das aufregt, bin ich danach vielleicht doch eine spur ruhiger und geduldiger mit den kindern.

man muss ja lernen was man NICHT kann. zb. als mutter mit kindern, die mir in ihrer "ursprünglichkeit" den letzten nerv rauben, würde ich mich auch eher mit autoritären vertretern der erziehungsratgeberzunft beschäftigen als mit den üblichen verdächtigen, auch wenn ich diesen stil grauenhaft fände.

man macht ja einen "softie" nicht zum "hardliner" durch einmal "fremdlesen"- und umgekehrt.

(bitte hängts mich nicht auf an den patscherten begrifflichkeiten. ich bin ein elefant im porzellanladen, was das beschreiben von erziehungsstilen angeht)
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(#149) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
01.03.2017, 07:46

Zitat:
Zitat von Hexi68 Beitrag anzeigen
Ich denke, wenn man den Umgang mit Erziehungsratgebern dahingehend gestaltet, das man überlegt, inwiefern man sich irgendwo wiedererkennt, bzw. wie im Supermarkt nimmt was man brauchen kann, dann ist man gut bedient.
Danke!
Für mich hast du das kurz und bündig auf den Punkt gebracht.
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(#150) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
02.03.2017, 06:40

Zitat:
Zitat von bixi Beitrag anzeigen
Ohne da jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, die Familie hat mehrere Kinder, sowohl im VS- als auch im Gym-Alter. Der Sport ist Mittel zum Zweck, wurde von einem Elternteil gewählt und wäre bei entsprechender Begabung meiner Einschätzung nach absolut durch ein Instrument, Sprachen, whatever zu ersetzen.

Da meine Kinder schon ein paar Jahre sportlich aktiv sind, hab ich in dem Bereich schon viel gesehen. Was da zum Teil an Selbstprofilierung von Elternseite geliefert wird, geht auf keine Kuhhaut. Aber ja, mit der Pubertät kommt oft das Erwachen. Für die Eltern mitunter böse, für das Kind wohl nicht so sehr.
Das stimmt wohl. Ich erinnere mich zurück an ein "Abschlussspiel" beim Fußballkindergarten... die Trainerin war ein Schatz, ein wirkliches Goldstück, was der Grund war, dass die Kinder mitgemacht haben. Aber beim "Abschlussspiel" kamen Urschreie von den Zuschauerbänken - es war erschreckend. Kiddies, deren Trikot fast am Boden schliff, weil sie so klein waren, wurden von den Vätern dermaßen angebrüllt und "angefeuert", dass ich mich beim ersten Schrei erschreckt umgedreht hab.
In der Garderobe hörten wir ein "Gespräch" mit an, als beim Klogang id Pause ein Vater seinem Kind die "letzten wichtigen Anweisungen" gab. Das war sehr, sehr grenzwertig.

Die Kids haben in den letzten Jahren viel ausprobieren können und dementsprechend viel haben wir schon mitbekommen. Was uns geblieben ist: chillig bleiben und den Kids den Spaß gönnen. Bloß nie in so eine Schiene abdriften.... Nie, nie, nie wollen wir unsere Defizite - und die haben wir ganz sicher auch - durch die Kinder kompensieren.
da gehts uns ähnlich wie Kirscherl mit den Erziehungsratgebern: gesehen, damit auseinander gesetzt und als no-go empfunden.

ad Erziehungsratgeber: die sind in einer Zeit, in der viele sich als perfekte Eltern erleben wollen und wo der familiäre Zuspruch mangels größerer Systeme oft fehlt, immens wichtig für orientierungssuchende Eltern. Darum auch der Boom. Ich hab auch viel gelesen und bin heute beim Querlesen geblieben. Inputs sind schon gut, weil sie Reflexionen anregen. Aber ich bin da bei Hexes Zugang: nicht alles annehmen und hinterfragen, was zur eigenen Familie passt.
Schade nur, dass zB beim Thema Ernährung oft wirtschaftliche Motivationen zu Ratschlägen gegen die Gesundheit der Kinder ausfallen. Damit meine ich Themen wie zeitlich immer vorversetztere Beikost und ähnliches. Jungmütter erleb ich da im Umfeld als absolut verunsichert und der Löffelk(r)ampf beginnt viel zu früh.
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(#151) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
02.03.2017, 06:57

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Das stimmt wohl. Ich erinnere mich zurück an ein "Abschlussspiel" beim Fußballkindergarten... die Trainerin war ein Schatz, ein wirkliches Goldstück, was der Grund war, dass die Kinder mitgemacht haben. Aber beim "Abschlussspiel" kamen Urschreie von den Zuschauerbänken - es war erschreckend. Kiddies, deren Trikot fast am Boden schliff, weil sie so klein waren, wurden von den Vätern dermaßen angebrüllt und "angefeuert", dass ich mich beim ersten Schrei erschreckt umgedreht hab.
In der Garderobe hörten wir ein "Gespräch" mit an, als beim Klogang id Pause ein Vater seinem Kind die "letzten wichtigen Anweisungen" gab. Das war sehr, sehr grenzwertig.
Beim Fussball, find ich, kommt das ganz besonders stark rüber und auch ich war schon mehrmals ziemlich verwundert wie Eltern da agieren und ihre Sprösslinge oder auch andere des Teams, ja sogar die Schiedsrichter, nieder machen.
Einmal war ich bei einem Spiel und der tolle Tormann der anderen Mannschaft durfte nicht spielen, weil er seinen Spielerausweis vergessen hatte. Der Ersatztormann hat ein paar Tore kassiert und er hat mir so leid getan, weil die Eltern ihn sehr oft über den Platz hin angebrüllt haben. Das arme Kind war schon sehr nahe an den Tränen. Es ging sogar soweit, dass der Vater des Haupttormannes extra heim gefahren ist um den Ausweis noch zu holen, damit sein Sohn die zweite Hälfte retten konnte.
Ich fand es sehr schlimm wie der traurige, geknickte Bub vom Platz geschlichen ist.
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(#152) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
02.03.2017, 07:13

Zitat:
Zitat von Heliamphora Beitrag anzeigen
Beim Fussball, find ich, kommt das ganz besonders stark rüber und auch ich war schon mehrmals ziemlich verwundert wie Eltern da agieren und ihre Sprösslinge oder auch andere des Teams, ja sogar die Schiedsrichter, nieder machen.
Einmal war ich bei einem Spiel und der tolle Tormann der anderen Mannschaft durfte nicht spielen, weil er seinen Spielerausweis vergessen hatte. Der Ersatztormann hat ein paar Tore kassiert und er hat mir so leid getan, weil die Eltern ihn sehr oft über den Platz hin angebrüllt haben. Das arme Kind war schon sehr nahe an den Tränen. Es ging sogar soweit, dass der Vater des Haupttormannes extra heim gefahren ist um den Ausweis noch zu holen, damit sein Sohn die zweite Hälfte retten konnte.
Ich fand es sehr schlimm wie der traurige, geknickte Bub vom Platz geschlichen ist.
ja, da gibts wohl viele geschichten...

deswegen hat mein sohn damals nicht mehr weitergemacht: die absolut fantastische kindertrainerin ist quasi in pension gegangen und die trainer der größeren kids waren auch eher so brüller-typen. vielleicht ja ganz nett, wenn man sie kennt, aber wir waren schon eher auf ner anderen linie.

die kindertrainerin hat zb beim tor immer beide zwergal gelobt "X - super geschossen!" - "Y, das war wirklich kaum zu halten, guter einsatz!"... diese gleichwertigkeit fand ich ganz toll.
meine tochter hat damals zugesehen und am spielfeldrand mit einem ball gespielt. irgendwann hat die trainerin dann gemeint, sie bräuchten frauenpower und sie möge doch mitspielen. auch das fand ich spitze. da gabs kein großes tamtam - alle wurden miteinbezogen und alle wurden immer für den einsatz gelobt.

es gibt doch auch viele tolle kindertrainer, man braucht nur a bissi glück um sie zu finden
was manche elterneinstellungen angeht, da krieg ich als erwachsene das fürchten. manchmal möcht man dann rübergehen und die zwergis trösten.
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(#153) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
02.03.2017, 07:22

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
es gibt doch auch viele tolle kindertrainer, man braucht nur a bissi glück um sie zu finden
was manche elterneinstellungen angeht, da krieg ich als erwachsene das fürchten. manchmal möcht man dann rübergehen und die zwergis trösten.
.. und den Eltern erklären, wie niederträchtig ihr Verhalten ist.

Jener Verein von dem ich geschrieben haben, steht eigentlich nicht für Fanatismus, aber die Eltern arbeiten da eben mit ihrem Verhalten dagegen.
Ich find es auch immer ein wenig erschreckend wie Eltern in ihre Kinder die Superstars hineininterpretieren und die Enttäuschung ist dann ganz groß, wenn sie nicht im Landesverband zur Ausbildung in Frage kommen.
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(#154) [Permalink]
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Benutzerbild von Apfelsaft
Apfelsaft
 
02.03.2017, 08:08

Zitat:
Zitat von Heliamphora Beitrag anzeigen
.. und den Eltern erklären, wie niederträchtig ihr Verhalten ist.

Jener Verein von dem ich geschrieben haben, steht eigentlich nicht für Fanatismus, aber die Eltern arbeiten da eben mit ihrem Verhalten dagegen.
Ich find es auch immer ein wenig erschreckend wie Eltern in ihre Kinder die Superstars hineininterpretieren und die Enttäuschung ist dann ganz groß, wenn sie nicht im Landesverband zur Ausbildung in Frage kommen.
Es gibt aber auch Eltern, denen es gar nicht so sehr um die Kompensation ihrer eigenen Schwächen geht, sondern die von einer mächtigen Angst getrieben sind, ihre Kinder könnten "übrig bleiben", wenn sie nicht genug gepusht und gefördert werden.

Die sind ehrlich davon überzeugt, dass sie nur das Beste für ihre Kinder machen, wenn sie so dahinter sind. Weil die Konkurrenz ja nicht schläft usw.
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(#155) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
02.03.2017, 09:30

Zitat:
Zitat von Heliamphora Beitrag anzeigen
.. und den Eltern erklären, wie niederträchtig ihr Verhalten ist.

Jener Verein von dem ich geschrieben haben, steht eigentlich nicht für Fanatismus, aber die Eltern arbeiten da eben mit ihrem Verhalten dagegen.
Ich find es auch immer ein wenig erschreckend wie Eltern in ihre Kinder die Superstars hineininterpretieren und die Enttäuschung ist dann ganz groß, wenn sie nicht im Landesverband zur Ausbildung in Frage kommen.
Die Eltern in der Situation anzusprechen ohne sie zu kennen, ist eher eskalierend statt helfend.
ad Superstars: kann ich nicht sagen, da sind die Kinder altersmäßig noch entfernt und ich hab keine Erfahrungen dazu. Sie werden aber definitiv keine Superstars, aber hoffentlich glückliche, ausgepowerte Kinder.
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(#156) [Permalink]
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Benutzerbild von Doertie-Goertie
Doertie-Goertie
 
02.03.2017, 09:42

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Die Eltern in der Situation anzusprechen ohne sie zu kennen, ist eher eskalierend statt helfend.
ad Superstars: kann ich nicht sagen, da sind die Kinder altersmäßig noch entfernt und ich hab keine Erfahrungen dazu. Sie werden aber definitiv keine Superstars, aber hoffentlich glückliche, ausgepowerte Kinder.

mein sohn hat mit 2 buben gekickt (2 verschiedene vereine), die mittlerweilen beide im sturm fixkader sind (bzw einer, der andere spielt keine ahnung wo, allerdings auch bundesliga) - da sah man mit 7,8 durchaus schon, dass aus denen einmal was werden wird

die hatten einfach in dem alter schon eine ganz andere "beziehung" zum ball - wobei einer extrem gedrillt wurde und auch dementsprechend verbissen gespielt hat (nie abgespielt, geplärrt, wenn er bei 5 torschüssen nicht mindestens 3 tore gemacht hat) und der andere das mit einer leichtigkeit und sympathie gemacht hat, dass er der absolute liebling der anderen kids und auch aller eltern war

da haben auch die jeweiligen trainer das potential gesehen und sturm-scouts eingeladen, die die buben dann bei der erstmöglichen gelegenheit "abgeholt" haben

beim ballett meiner tochter wars genauso - da waren auch 2 dabei, ebenso eine "verbissene" (mit entsprechenden eltern) und eine "gottgegebenes naturtalent" - wobei ich nicht weiß, was aus denen geworden ist

also ich glaub schon, dass ein guter trainer/gute trainerin potential/talent sehr früh erkennen kann
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Dieser Beitrag von Doertie-Goertie gefällt 2 Usern: bixi, DaisyD
(#157) [Permalink]
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Zirberl
 
02.03.2017, 10:47

hab heute mit einer Dame geplaudert, deren fast 50jähriger mann ganz offensichtlich ein erwachsengewordenes tyrannenkind ist.
sein ständiges "mimimimimiiiiiiiiiiiii" geht ihr unglaublich auf die nerven, und auch die Lebenseinstellung "mach duuuu, ich kann das niiiicht,...mach duuuuuu" mit darauffolgendem "waaaaas? warum hast du das sooo gemacht,...du weisst doch, dass ich das sooooo nicht maaaaaaag!" *jammersuderjammerraunz*

und super ist nur er. die anderen sind (fast) alle doof oder nicht gut genug für ihn.
und wenn er keinen erfolg bei was hat, sind auch nur die anderen schuld. er nie. weil er ist super, so wie er ist.
Mit Zitat antworten
(#158) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
02.03.2017, 10:48

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch Eltern, denen es gar nicht so sehr um die Kompensation ihrer eigenen Schwächen geht, sondern die von einer mächtigen Angst getrieben sind, ihre Kinder könnten "übrig bleiben", wenn sie nicht genug gepusht und gefördert werden.

Die sind ehrlich davon überzeugt, dass sie nur das Beste für ihre Kinder machen, wenn sie so dahinter sind. Weil die Konkurrenz ja nicht schläft usw.
Es wird dabei solche und solche geben, ich hab mich da jetzt nicht auf eine der beiden Varianten festgelegt und egal welche Variante, beides ist nicht vorteilhaft für das Kind.

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Die Eltern in der Situation anzusprechen ohne sie zu kennen, ist eher eskalierend statt helfend.
Natürlich wäre es das und würde ich auch nie machen, es sind dann lediglich Gedanken die kurz aufblitzen.
Mit Zitat antworten
Dieser Beitrag von Heliamphora gefällt: Apfelsaft
(#159) [Permalink]
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DaisyD
 
02.03.2017, 11:26

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
ad Superstars: kann ich nicht sagen, da sind die Kinder altersmäßig noch entfernt und ich hab keine Erfahrungen dazu. Sie werden aber definitiv keine Superstars, aber hoffentlich glückliche, ausgepowerte Kinder.
Es gibt aber eben auch kinder, die wollen im Vs Alter diesen einen Sport betreiben. So gut wie möglich, so viel wie möglich. Die sind in diesem Alter schon ehrgeizig.
Ob sie Superstars werden, weiß man niatürlich nicht....Die wenigsten werden es schaffen. Aber wenn sie es probieren wollen, dann werden wir als Eltern genAuso dahinter stehen,wie die Kids selber. Denn wenn sie in d diesem Alter nicht schon voll dahinter stehen....Und die Eltern auch....., wird es definitiv nicht klappen.
Wenn sich also alles um den Sport des Kindes dreht, seh ich das als Förderung seiner Interessen und seines Potentials...deswegen Erziehung ich noch kein tyrannenkind heran.
Der Sport bringt außerdem fast jedem Phasen, die einem demütig werden lassen, die die Grenzen aufzeigen. Auch aus eigener Erfahrung
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