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(#121) [Permalink]
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DaisyD
 
21.06.2017, 06:42

Warum es so viele schwule in bestimmte sparten zieht,hab ich mich auch schon gefragt. In meinem berufsumfeld gibt es auch sehr viele homosexuelle.....allerdings fast ? Nur Männer, lesben wären mir noch nicht aufgefallen.

Vielleicht liegt es zumindest teilweise daran, dass sie hier nichts ungewöhnliches sind und sich gar nicht überlegen müssen,ob sie sich outen .....
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(#122) [Permalink]
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Benutzerbild von Doertie-Goertie
Doertie-Goertie
 
21.06.2017, 06:44

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
Warum es so viele schwule in bestimmte sparten zieht,hab ich mich auch schon gefragt. In meinem berufsumfeld gibt es auch sehr viele homosexuelle.....allerdings fast ? Nur Männer, lesben wären mir noch nicht aufgefallen.

Vielleicht liegt es zumindest teilweise daran, dass sie hier nichts ungewöhnliches sind und sich gar nicht überlegen müssen,ob sie sich outen .....

ein schwuler fotograf/friseur wird gesellschaftlich mehr/besser akzeptiert, als ein schwuler banker/manager/o.ä.?

arg eigentlich, wenn man so drüber nachdenkt, oder?
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(#123) [Permalink]
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Benutzerbild von Obsidian
Obsidian
 
21.06.2017, 07:10

Zitat:
Zitat von Doertie-Goertie Beitrag anzeigen

ich wäre ja neugierig, weil im faden kam, ob obsi den bully auch in die schwule lade steckt - ich spiel zwar dieses "ma, der fix schwul, gö?" spiel sehr selten, aber bei ihm (bully, nicht obsi), hab ich mich das auch schon gefragt
Dazu müsste ich ihn mal abseits einer Bühne treffen und bei Schauspielern ist es schwerer, weil die oft auch privat irgendetwas vorspielen. Bei mir kommt der Trigger ja aus der Ecke "unstimmig", "spielt etwas vor"
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(#124) [Permalink]
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Seifenblase
 
21.06.2017, 07:29

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
Warum es so viele schwule in bestimmte sparten zieht,hab ich mich auch schon gefragt. In meinem berufsumfeld gibt es auch sehr viele homosexuelle.....allerdings fast ? Nur Männer, lesben wären mir noch nicht aufgefallen.

Vielleicht liegt es zumindest teilweise daran, dass sie hier nichts ungewöhnliches sind und sich gar nicht überlegen müssen,ob sie sich outen .....
Schwule Bauarbeiter sagen nicht, dass sie schwul sind. Also ich glaub es ist eher anders rum. Du hast überall Schwule und Lesben, aber in manchen Sparten lebst du offen einfacher und drum siehst du sie da mehr.

In meinem beruflichen Umfeld ist es völlig normal. Keinerlei Thema. Ich merk es halt dann, wenn jemand mal über die Freundin/Freund redet. Aber das ist genauso wie halt auch andere über ihre Beziehungen sprechen. Ich häng meine Ehe ja auch nicht an die große Glocke, Ring trag ich nicht, Name ist unverändert, woher weiß man das, wenn ich nichts sage? Und wenn wer Single ist, woran merkst du es dann? Ist ja nicht ständig Thema?
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Dieser Beitrag von Seifenblase gefällt: Berthold
(#125) [Permalink]
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DaisyD
 
21.06.2017, 09:19

Zitat:
Zitat von Seifenblase Beitrag anzeigen
Schwule Bauarbeiter sagen nicht, dass sie schwul sind. Also ich glaub es ist eher anders rum. Du hast überall Schwule und Lesben, aber in manchen Sparten lebst du offen einfacher und drum siehst du sie da mehr.
Ch bin mir sehr sicher, dass der Prozentsatz in meiner Branche um vieles höher ist als im durchschnitt.
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(#126) [Permalink]
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Benutzerbild von mcw
mcw
 
21.06.2017, 09:26

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
Ch bin mir sehr sicher, dass der Prozentsatz in meiner Branche um vieles höher ist als im durchschnitt.
Ist ja auch wenig verwunderlich, wenn man weiß, dass es in manchen Berufsgruppen viel leichter/selbstverständlich ist, akzeptiert zu werden und kein Aufheben gemacht wird, wenn ein Mann von seinem Freund erzählt oder eine Frau von ihrer Freundin, während man anderswo nicht mal daran denken darf das zu erwähnen, ist es ganz klar, dass man sich - wenn man es sich aussuchen kann, weil einem nicht nur "der eine Job" erstrebenswert erscheint - dann lieber dorthin begibt, wo das Thema gar keines mehr ist. Würde ich genauso machen, bzw. habe ich mir bei meiner Berufswahl aus anderen Gründen ein liberales Umfeld ausgesucht, weil ich keine Lust auf Alltagsrassimus und dumpfe Altherrenwitze im Job habe, was im universitäeren Umfeld, in dem ich mich bewege, zum Glück beides nicht anzutreffen ist.
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Dieser Beitrag von mcw gefällt 3 Usern: Berthold, DaisyD, Seifenblase
(#127) [Permalink]
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Benutzerbild von kirschzuckerl
kirschzuckerl
 
21.06.2017, 09:54

Zitat:
Zitat von Doertie-Goertie Beitrag anzeigen
sorry spin off, aber ich bin neugierig

du machst ja irgendwas mit schreiben und fotografieren, oder?

ich mutmaße jetzt einmal, dass du auf die berufsgruppe "fotografen" anspielst


warum gibts in manchen berufssparten so eine (sorry für die ausdrucksweise ) hohe schwulenquote?

friseure gehören da augenscheinlich ja auch dazu

oder sinds eh in allen sparten vertreten, aber in "kreativberufen" (ich finde einen guten friseur durchaus kreativ) ists einfach akzeptierter, dass sie es offen "rauslassen" können?

wertfreie und neutrale frage, weil ich darüber eigentlich auch noch nie so wirklich nachgedacht habe und die schwulen, die ich kenne in stinknormalen berufen tätig sind (parkraumüberwachung, lageristen, kleinunternehmer, gastronomie (nicht einschlägig), büro etc)

ich wäre ja neugierig, weil im faden kam, ob obsi den bully auch in die schwule lade steckt - ich spiel zwar dieses "ma, der fix schwul, gö?" spiel sehr selten, aber bei ihm (bully, nicht obsi), hab ich mich das auch schon gefragt

fotografen sind sogar recht selten schwul. ich meinte den bereich styling. da habe ich in jetzt fast einem jahrzehnt zwei heterosexuelle männer getroffen (die natürlich jeder für schwul gehalten hat und die damit auch sehr kokettiert haben....was gefährlich war für die frauen, denn das waren dann "schwule" die äußerst "umdrehwillig" waren und auf diese tour zum zug kamen)
ich glaube, es gibt schon häufungen im kreativen bereich (grade "dekorativ" oder "tänzerisch", also die extrem "weiblich" besetzten sparten, denn da haben es hetero männer selbst bei interesse schwer in der gesellschaft. "vati, ich will balletttänzer werden" kommt auch heutzutage leider nicht gut an), aber grundsätzlich gibts natürlich in jeder berufsgruppe homosexuelle.

mein mann arbeitet in einem "reinen heterobereich", ganz schirch klassisch, da haben es schon frauen verdammt schwer. wäre man da schwul/lesbisch, würde man sicher nicht offen damit umgehen. er hasst das und versucht, das auch subtil etwas aufzulockern (indem er vom CSD erzählt, oder von unseren freunden, verwandten, etc., ganz normales sachen...wie hochzeiten, treffen, also nix mit TMI). witzigerweise versucht das jetzt auch der konzern selbst aufzulockern mittlerweile. patschert, aber bemüht gibts die eine oder andere aussendung.
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(#128) [Permalink]
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Benutzerbild von Obsidian
Obsidian
 
21.06.2017, 12:23

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
ich glaube, es gibt schon häufungen im kreativen bereich (grade "dekorativ" oder "tänzerisch", also die extrem "weiblich" besetzten sparten, denn da haben es hetero männer selbst bei interesse schwer in der gesellschaft. "vati, ich will balletttänzer werden" kommt auch heutzutage leider nicht gut an), aber grundsätzlich gibts natürlich in jeder berufsgruppe homosexuelle.
Ich denke, die Häufung im kreativen Bereich ist erklärbar. Da die Gesellschaft in vielen Bereichen noch immer eher ablehnend, bestenfalls duldend ist, müssen Homosexuelle sehr viel kreative Energie aufwenden um potentielle Nachteile abzuwehren. Dadurch werden diese Talente gefördert (weil trainiert) und in weiterer Folge Kreativität zum Beruf gemacht.
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Dieser Beitrag von Obsidian gefällt: inkale
(#129) [Permalink]
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Benutzerbild von kirschzuckerl
kirschzuckerl
 
21.06.2017, 13:12

ich denke auch, dass es zusätzlich noch etwas mit der "grundduldung" zu tun hat. ich würde als lesbe sicherlich lieber am schauspielhaus arbeiten als bei novomatic.


bzw. ist es eine huhn-ei sache. wo mehr homosexuelle präsent sind, steigt auch die toleranz. intoleranz können sich nur sehr heterogene (passt perfekt hier das wort ) gruppen auf dauer kultivieren.
ist ja mit frauen, ausländern, etc. gleich.
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(#130) [Permalink]
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Benutzerbild von einhoernchen
einhoernchen
 
23.06.2017, 12:46

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Mir fällt auf, dass ich männliche Homosexuelle blitzschnell und völlig automatisch identifiziere, so als hätten sie eine optische Markierung. Weibliche Homosexuelle kriege ich jedoch überhaupt nicht mit.
Wie ist das bei euch?
Gehst du dann hin und fragst nach, wie sich die Person identifiziert? Wenn nein, wie kannst du dir sicher sein, dass du richtig liegst? Ich bin bei solchen Aussagen ziemlich skeptisch.

Mein eigener gaydar funktioniert mehr schlecht als recht. So schlecht, dass er nicht mal bei mir selbst angeschlagen hat bis ich über dreißig war. Einzig den Typ maskuline Lesbe kann ich einigermaßen gut identifizieren. Was mir sehr entgegenkommt, weil das genau der Typ ist, auf den ich steh.
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Dieser Beitrag von einhoernchen gefällt 5 Usern: Berthold, Crocodylia, Doertie-Goertie, Erdbaerin, MammaDiDue
(#131) [Permalink]
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Benutzerbild von LittleMissBossy
LittleMissBossy
 
23.06.2017, 13:40

Woran diese Diskussion hier scheitert ist am Wort "outen". Das ist ein eingedeutschter Begriff der eine Aktion suggeriert. Ihr haengt euch daran auf. Was Kirschzuckerl meint ist die Definition out/closeted.
Das hat nichts mit aktivem outen zu tun (weil das kann nur einmal passieren),
sondern offen homosexuell zu leben. Sich nicht zu verstecken, in der Oeffentlichkeit Hand zu halten/kuessen, in der Arbeit den gleichgeschlechtlichen Partner nicht verheimlichen.
Das heisst "out" sein und nicht ein permanentes Outing wo staendig Sexualitaet angesprochen wird.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, closeted LGBT Menschen gibt es viel zu viele. Das kann auch Geschlechtsidentitaet betreffen, nicht nur Sexualitaet.

Komplett sinnlose Diskussion, lost in translation.


Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
haha, ich möcht niemals nicht mit zwei schwulen sex haben. ich glaub nicht, dass ich da so im fokus stünde.
.
Musste jetzt sein

https://www.youtube.com/watch?v=SXweu6Jwx40

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
ich gebs zu, die sexuelle orientierung ist schon eines meiner automatisierten scan-merkmale. die ergibt sich aus anderen, unbewussten taxierungen in der zusammensetzung.
sehr vermeidbar ist das nicht, das passiert automatisch bei mir. und ich will sicher nicht mit jedem/jeder ins bett, trotzdem merkt man ja viel am vis a vis wenn man sich damit beschäftigt.
ist doch nicht schlimm. wenn "wahrscheinlich schwul" rauskommt, dann hat das ja keine konsequenzen bei mir.
Sehe ich ziemlich genauso.


Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
es gibt diese art "vorauseilende toleranz", die an sich löblich, aber leider auch schädlich ist. es wird gerne so getan, als wäre eh schon alles tipptopp für homosexuelle. man muss sich nicht outen, weil es ja eh so normal ist, die sexualität interessiert eh niemanden, etc.

das stimmt einfach nicht. es ist NICHT normal in unserer gesellschaft, noch fliegst raus aus dem kaffeehaus, wenn du gleichgeschlechtlich herumschmust. die sexualität interessiert seit anbeginn der menschheit, und sei es nur, wie obsidian beschrieben hat, um abzuchecken, wer konkurrenz ist und wer nicht.
Ganz ganz wichtiger Punkt und der Grund warum wir als "allys" nicht muede werden sollten darueber zu reden.


Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
frau pippi, ich bin zu 100% ihrer meinung.
ich habe solche erfahrungen auch im freundeskreis und in der engeren familie machen müssen- lesbisch sein ist ein doppelter nachteil, denn man ist homo UND eine frau. auch in der homosexualität sind die männer präsenter, sitzen an den besseren hebeln, werden trotz allem ernster genommen.
Auch das ist ein sehr wichtiger Punkt. Enorm wichtig.


Und zur Frage des TE

Mein Gaydar funkt bei Cisgender homosexuellen Maennern recht gut, weniger gut bei Frauen. Transgender ist nicht immer so offensichtlich, oftmals stark offensichtlich. Aber niemals wuerde ich mir eine 100% Trefferquote anmassen.
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(#132) [Permalink]
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Benutzerbild von LittleMissBossy
LittleMissBossy
 
23.06.2017, 13:43

Kirschzuckerl - wird im deutschen auch zwischen butch und femme unterschieden? Oder wie waere das Aequivalent?
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(#133) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von LittleMissBossy
LittleMissBossy
 
23.06.2017, 13:50

Offenbar sind hier auch keine Fans der Scissor Sisters unterwegs
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(#134) [Permalink]
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Benutzerbild von LittleMissBossy
LittleMissBossy
 
23.06.2017, 13:56

Zitat:
Zitat von Doertie-Goertie Beitrag anzeigen
ein schwuler fotograf/friseur wird gesellschaftlich mehr/besser akzeptiert, als ein schwuler banker/manager/o.ä.?

arg eigentlich, wenn man so drüber nachdenkt, oder?
Und deswegen ist es eben nicht normal.

UK hat derzeit 53 LGBT Politiker im Parlament glaube ich.
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(#135) [Permalink]
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Benutzerbild von einhoernchen
einhoernchen
 
23.06.2017, 15:34

Zitat:
Zitat von LittleMissBossy Beitrag anzeigen
Woran diese Diskussion hier scheitert ist am Wort "outen". Das ist ein eingedeutschter Begriff der eine Aktion suggeriert. Ihr haengt euch daran auf. Was Kirschzuckerl meint ist die Definition out/closeted.
Das hat nichts mit aktivem outen zu tun (weil das kann nur einmal passieren),
sondern offen homosexuell zu leben. Sich nicht zu verstecken, in der Oeffentlichkeit Hand zu halten/kuessen, in der Arbeit den gleichgeschlechtlichen Partner nicht verheimlichen.
Das heisst "out" sein und nicht ein permanentes Outing wo staendig Sexualitaet angesprochen wird.
Das ist ein ganz wichtiger Punkt, closeted LGBT Menschen gibt es viel zu viele. Das kann auch Geschlechtsidentitaet betreffen, nicht nur Sexualitaet.

Komplett sinnlose Diskussion, lost in translation.
Das stimmt so nicht. So ein coming out ist keine Sache, die, einmal erledigt, für immer abgeschlossen ist. Ich entscheide jedes mal, wenn ich eine neue Person kennenlerne, in eine neue Gruppe komme, eine neue Arbeitsstelle antrete von neuem ob und wie ich mich oute. Und natürlich sprech ich da nicht explizit über Sexualität (implizit Tu ich das mit jedem outing). Und weil das eine recht anstrengende Angelegenheit ist und man da durchaus nicht nur gute Erfahrungen macht, kenne ich zu hauf Menschen, die in Teilbereichen ihres Lebens “out“ sind, in anderen (sehr oft der berufliche Kontext) aber nicht. Fertig mit dem outen ist man als lgbti person nie.
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Dieser Beitrag von einhoernchen gefällt: Erdbaerin
(#136) [Permalink]
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Benutzerbild von LittleMissBossy
LittleMissBossy
 
23.06.2017, 15:47

Zitat:
Zitat von einhoernchen Beitrag anzeigen
Das stimmt so nicht. So ein coming out ist keine Sache, die, einmal erledigt, für immer abgeschlossen ist. Ich entscheide jedes mal, wenn ich eine neue Person kennenlerne, in eine neue Gruppe komme, eine neue Arbeitsstelle antrete von neuem ob und wie ich mich oute. Und natürlich sprech ich da nicht explizit über Sexualität (implizit Tu ich das mit jedem outing). Und weil das eine recht anstrengende Angelegenheit ist und man da durchaus nicht nur gute Erfahrungen macht, kenne ich zu hauf Menschen, die in Teilbereichen ihres Lebens “out“ sind, in anderen (sehr oft der berufliche Kontext) aber nicht.
Wir meinen schon dasselbe, eben das Alltags-Leben, Kleinigkeiten, die es offensichtlich machen. Und nein es ist ganz sicher keine grundsaetzliche positive Resonanz. Ich meinte mit dem einmaligen Outing das erstmalige Verkuenden. Ich denke aber wirklich es ist vorallem eine sprachliche Sache. Coming out.
Das es eine taegliche Entscheidung ist wieviel man preisgeben moechte bezweifle ich nicht und zeigt wie priveligiert weisse, cisgender Heterosexuelle sind.

Ich weiss nicht wie lange du schon out lebst, aber ich denke (kann ich aber nicht wissen), dass dieser innerliche Dialog immer weniger wird. Ich weiss nur von Freunden und Familie, dass Femme Lesben weniger Vorurteile erleben. Was wieder typisch fuer unsere kotzige Gesellschaft ist.
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(#137) [Permalink]
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Benutzerbild von einhoernchen
einhoernchen
 
24.06.2017, 00:24

Zitat:
Zitat von LittleMissBossy Beitrag anzeigen
Wir meinen schon dasselbe, eben das Alltags-Leben, Kleinigkeiten, die es offensichtlich machen. Und nein es ist ganz sicher keine grundsaetzliche positive Resonanz. Ich meinte mit dem einmaligen Outing das erstmalige Verkuenden.
ich muss gestehen, ich versteh deinen Einwand weiter oben nicht ganz. wenn ich mich mit meiner Freundin auf der straße bewege und wir uns an der Hand halten, ist das jedes mal wieder ein coming out. wenn wir nebeneinander her gehen, dann bin ich quasi ungeoutet. deswegen kann ich nicht nachvollziehen, was du mit dem einmaligen coming out meinst. es ist jedes mal wieder, wenn ich mich öffentlich zu meiner Partnern bekenne, ein erstmaliges verkünden.

Zitat:
Ich denke aber wirklich es ist vorallem eine sprachliche Sache. Coming out.
streng genommen "outet" man sich ja nicht selber. der begriff wird dann verwendet, wenn das Outing (ohne Einverständnis der geouteten Person) von einem zweiten vorgenommen wird. z.b. Alfons haider, der wurde damals von den medien geoutet, ohne seine Einwilligung. wenn man es aktiv und selber macht spricht man von einem coming out. aber ich muss gestehen, ich verwende die begriffe selber schlampig.

Zitat:
Ich weiss nicht wie lange du schon out lebst, aber ich denke (kann ich aber nicht wissen), dass dieser innerliche Dialog immer weniger wird.
ein paar jahre sinds jetzt schon, wobei ich offen gesagt nicht in allen Lebensbereichen vollständig geoutet bin. Familie und freunde ja. in meinem vorletzten Job war ichs z.b. nicht. ich bin auch nie in die schule gerannt und hab es denen auf die nase gebunden. in ermangelung einer fixen Partnerin, die etwa mein Kind abgeholt hätte, war das auch nicht nötig. wobei es sehr wohl immer wieder Frauen in meinem leben gab, was kindi sehr wohl mitbekommen hat. und nachdem, was ich alles über Lehrer und hortbetreuerinnen zu hören bekomm, kann ich davon ausgehen, dass der Informationsfluss in die andere Richtung genauso gut funktioniert. was weiß ich was die von mir denken.

möglicherweise wird dieser innere Dialog tatsächlich weniger. vielleicht legt man sich im laufe der zeit auch einfach ein dickeres fell zu. ich kann von mir bisher leider weder das eine noch das andere behaupten. wenn ich mich wo vorstelle, sag ich wahrheitsgemäß an der stelle, wo andere sagen, dass sie verheiratet sind oder eine/n Partner/in haben, dass ich alleinstehend bin. oder ich sag gar nix dazu. ich stell mich nicht hin und sag "hallo ich bin die ... und ich bin eine Lesbe".
(aber ich sag in solchen Situationen schon, dass ich ein Kind hab. und dann nehmen in der regel alle an, dass ich eine hetera bin, weil Lesben haben ja keine kinder. :/ ).
es ist halt für die seele schon besser, wenn man in seiner ganzheit wahr- und angenommen wird. deswegen ist die blöde outerei eben doch immer wieder nötig. ich gebs zu, ich bin was das angeht nicht die mutigste.

Zitat:
Ich weiss nur von Freunden und Familie, dass Femme Lesben weniger Vorurteile erleben. Was wieder typisch fuer unsere kotzige Gesellschaft ist.
du meinst feminine Lesben (nicht jede feminine Lesbe ist eine femme ). ja, und das ist vermutlich so, weil man es ihnen nicht ansieht (womit wir wieder beim Thema wären...) die haben dafür mit dem vorurteil zu leben, dass sie doch gar keine richtigen Lesben wären. das kam ja lange auch von den Lesben selber. mittlerweile hat sich das gelockert und die Szene wird vielfältiger, was ich sehr begrüße. was die Gesellschaft angeht teile ich deine Einschätzung. aber ich hab das gefühl es wird besser.

Geändert von einhoernchen (24.06.2017 um 00:42 Uhr)
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Dieser Beitrag von einhoernchen gefällt: mcw
(#138) [Permalink]
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Noemi
 
24.06.2017, 10:23

ich dachte es eine zeitlang erkennen zu können als ich in der bislang größten gay community gelebt hab, wo es wirklich völlig normal war und all meine nachbarn ringsum dazu gehört haben. da konnte ich mich mal in die umgekehrte rolle versetzen und wie man sich als nicht hetero zb bei uns in ö fühlen muss.
obwohl auch das kein passender vergeich ist, weil ich nie diskriminiert wurde (oder mich so fühlte).
ich muss zugeben, dass es anfangs schon gewöhnungsbedürftig so in der (gefühlten) minderheit zu sein, aber auch lehrreich. sollte jeder mal probieren.

das vermeintliche erkennen können war dann ein ziemlicher trugschluss. einen meiner besten freunde noch aus der schule hab ich nämlich nicht erkannt. (er selbst auch nicht bis in seine 30ger). nur meine mutter behauptet es "immer schon gewußt zu haben."
und als sich dann auch noch eine gute freundin geoutet hat, war ich komplett verwirrt. sie selbst kann sich auch nicht wirklich entscheiden, von hetero zu lesbisch, dann bi, jetzt wieder hetero. da komm ich nicht mehr mit. aber eigentlich ist es mir egal, sie ist und bleibt meine freundin, da tut es nix zur sache mit wem sie ins bett geht.
als fazit würde ich sagen mein gaydar funkt schlecht bis gar nicht.
Mit Zitat antworten
(#139) [Permalink]
Alt
Noemi
 
24.06.2017, 11:09

Zitat:
Zitat von einhoernchen Beitrag anzeigen
du meinst feminine Lesben (nicht jede feminine Lesbe ist eine femme ). ja, und das ist vermutlich so, weil man es ihnen nicht ansieht (womit wir wieder beim Thema wären...) die haben dafür mit dem vorurteil zu leben, dass sie doch gar keine richtigen Lesben wären. das kam ja lange auch von den Lesben selber. mittlerweile hat sich das gelockert und die Szene wird vielfältiger, was ich sehr begrüße. was die Gesellschaft angeht teile ich deine Einschätzung. aber ich hab das gefühl es wird besser.
naive frage : was ist jetzt der unterschied ?
was die gesellschaft betrifft bin ich bei lmb, die gesellschaft ist disbezügl. immer noch "kotzig", ö halte ich (wie meist) für hoffnungslos rückständig.
allein was wir für reaktionen kriegen, wenn wir einfach nur was trinken waren in der lila villa, wie zb von passanten angepöbelt nur beim bloßen verlassen des gebäudes man haltet uns wsl für ein paar, wenn wir dort rauskommen, zudem sind wir oft eingehakt, weil sie ein gehhandicap hat. oder ein paar lustige typen wollen uns mit den derbsten worten "aufreißen". ist jetzt zwar schon ein zeitl her, glaub dennoch nicht, dass sich da groß was geändert hat. man darf auch nicht vergessen, dass zb leute wie conchita immer noch mordrohungen kriegen oder etwa alfons haider immer noch angefeindet wird.
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