Zur Kenntnis nehmen, akzeptieren, wie handeln? - Parents.at | Das Elternforum
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Evi-100
 
Zur Kenntnis nehmen, akzeptieren, wie handeln? - 13.09.2017, 16:40

Heute hatte ich etwas Zeit und habe im TV etwas gezappt.

Dabei bin ich bei einem Beitrag/Serie? hängen geblieben, bei welcher eine Ehefrau feststellte, dass ihr Mann homosexuell ist (dieses Paar hatte auch ein gemeinsames Kind). Soweit ich die Geschichte verfolgt habe, hatte die Frau eher vermutet, dass ihr Ehemann eine Freundin hat.

Obwohl ich nicht einmal andeutungsweise in einer solchen Situation bin, habe ich mich doch gefragt, wie ich reagieren würde? Eigenartigerweise? bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es mir "lieber" wäre, dass sich mein Mann outet und gesteht, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt, als dass er eine Freundin hätte.

Abgesehen davon, wie die Beziehung weiter gehen soll? (ich hatte nicht die Zeit, die "Geschichte" weiter zu verfolgen), wie würdet ihr reagieren?
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kirschzuckerl
 
13.09.2017, 17:31

ich habe einen fall in meinem erweiterten bekanntenkreis, bei dem sich der mann auch erst spät outete. bis dahin war es ca. 1,2 jahre (ich hab nicht immer alles mitbekommen) eine QUAL für alle beteiligten. depressionen, breakdowns, misstrauen, ekel,...da war alles dabei.

mir wäre eine freundin definitiv "lieber". gegen einen mann hat man komplett verloren und man unterschätzt, was das mit dem eigenen selbstwert macht, wenn man ewig ein alibi sein musste bzw. nur zur familiengründung "benutzt" wurde. da scheiß ich auf platonische liebe, denn das ist nicht der deal bei einer ehe.

besagte frau kam lange nicht aus den depressionen heraus und hat sich wahnsinnig geschämt, weil ihr auch das gerede sehr unangenehm war und sie beide eher aus einem homophoben umwelt kamen, bis ihr mann sich outete (deswegen hat es ja auch so lange gedauert).
sie hat sehr an sich selbst gezweifelt, auch wenn das natürlich "dumm" ist, weil der mann ja nicht schwul ist, weil sie ihn durch ihre "weibliche unfähigkeit" dazu gemacht hat. trotzdem kam sie sich wie eine versagerin vor und in reiferem alter war es auch erstmal gar nicht so einfach, wieder auf den putz zu hauen und all das verpasste nachzuholen.
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Dieser Beitrag von kirschzuckerl gefällt 4 Usern: Berthold, Birke, mane9, Seifenblase
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Obsidian
 
13.09.2017, 17:55

Zitat:
Zitat von Evi-100 Beitrag anzeigen

Abgesehen davon, wie die Beziehung weiter gehen soll? (ich hatte nicht die Zeit, die "Geschichte" weiter zu verfolgen), wie würdet ihr reagieren?
Pragmatischer Ansatz: Umwandlung der "Ehe" in eine WG mit gemeinsamer Kindererziehung und beziehungstechnisch geht jeder diskret seine eigenen Wege.
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kirschzuckerl
 
13.09.2017, 18:02

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Pragmatischer Ansatz: Umwandlung der "Ehe" in eine WG mit gemeinsamer Kindererziehung und beziehungstechnisch geht jeder diskret seine eigenen Wege.
ja, das wär eine gute lösung, ginge das so in fließendem übergang ohne gröbere schäden bei allen beteiligten....das diskret bedeutet ja auch für beide partner, die eigenen bedürfnisse in liebesdingen auf hobbyähnliche ausmaße zurückzuschrauben, das können und wollen die meisten nicht auf dauer.
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Obsidian
 
13.09.2017, 18:09

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
ja, das wär eine gute lösung, ginge das so in fließendem übergang ohne gröbere schäden bei allen beteiligten....das diskret bedeutet ja auch für beide partner, die eigenen bedürfnisse in liebesdingen auf hobbyähnliche ausmaße zurückzuschrauben, das können und wollen die meisten nicht auf dauer.
Das heisst nur, dass es nicht an die grosse Glocke gehängt wird und die neuen Partner nicht in der Familienwohnung ein und ausgehen.
Nachdem ich einige heterosexuelle Paar kenne, die das genau so machen, hatte ich bisher nicht den Eindruck dass sie es hobbymässig zurückschrauben. Es ist halt ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Elternschaft und da hat man nunmal kein Singlepartyleben. Funktioniert natürlich nicht, wenn einer von beiden nicht nur genug vom Partner sondern vom ganzen Familienleben hat.
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Berthold
 
13.09.2017, 18:33

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Pragmatischer Ansatz: Umwandlung der "Ehe" in eine WG mit gemeinsamer Kindererziehung und beziehungstechnisch geht jeder diskret seine eigenen Wege.
Da ich das aus eigener Erfahrung kenne: es funktioniert nicht. Maximal temporär.
Wenn die Beziehung erst mal aus ist, sind die Zentrifugalkräfte einfach zu stark.
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nina64
 
13.09.2017, 18:44

Zitat:
Zitat von Berthold Beitrag anzeigen
Da ich das aus eigener Erfahrung kenne: es funktioniert nicht. Maximal temporär.
Wenn die Beziehung erst mal aus ist, sind die Zentrifugalkräfte einfach zu stark.
Das denk ich mir auch.
Und ich glaube auch nicht, dass es für die Kinder soviel besser ist wenn zwar nach außen hin alles beim Alten bleibt, innerfamiliär aber beide Elternteile getrennte Wege gehen.
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Evi-100
 
13.09.2017, 19:05

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
ich habe einen fall in meinem erweiterten bekanntenkreis, bei dem sich der mann auch erst spät outete. bis dahin war es ca. 1,2 jahre (ich hab nicht immer alles mitbekommen) eine QUAL für alle beteiligten. depressionen, breakdowns, misstrauen, ekel,...da war alles dabei.

mir wäre eine freundin definitiv "lieber". gegen einen mann hat man komplett verloren und man unterschätzt, was das mit dem eigenen selbstwert macht, wenn man ewig ein alibi sein musste bzw. nur zur familiengründung "benutzt" wurde. da scheiß ich auf platonische liebe, denn das ist nicht der deal bei einer ehe.

besagte frau kam lange nicht aus den depressionen heraus und hat sich wahnsinnig geschämt, weil ihr auch das gerede sehr unangenehm war und sie beide eher aus einem homophoben umwelt kamen, bis ihr mann sich outete (deswegen hat es ja auch so lange gedauert).
sie hat sehr an sich selbst gezweifelt, auch wenn das natürlich "dumm" ist, weil der mann ja nicht schwul ist, weil sie ihn durch ihre "weibliche unfähigkeit" dazu gemacht hat. trotzdem kam sie sich wie eine versagerin vor und in reiferem alter war es auch erstmal gar nicht so einfach, wieder auf den putz zu hauen und all das verpasste nachzuholen.
Hm jaa...
du hast einerseits recht...

Gegen eine andere Frau kann man eher kämpfen als gegen eine "spezielle Neigung". Nur sollte man sich nicht als Versagerin fühlen und/oder an den Fähigkeiten als Frau zweifeln. Man sollte akzeptieren, dass es ist wie es ist! So muss man sich selbst nicht infrage stellen.

Ich bin da eher auf der Seite des Mannes. Der hat sich sicher nicht ausgesucht zu sein, wie er ist? Gerade wenn er aus einer homophoben Familie kommt (wie die meißten von uns), folgt er dem vorgegebenen Muster - heiraten, Kind(er) bekommen, Familie...

Andererseits gefällt mir der Beitrag von UliE aus dem Forum "alternative Familien". ich finde diese Lösung toll!
Schön, dass wir in einer aufgeklärten Zeit leben, in welcher sich Menschen nicht mehr ob ihrer "Andersartigkeit" (schreibt man das so?) genieren müssen.

Klarerweise schreibt es sich leichter darüber, wenn man nicht selbst betroffen ist, aber gemäß UliEdürfte es klappen.
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kirschzuckerl
 
13.09.2017, 19:33

natürlich sollte man sich nicht schämen. ich glaub nur, dass sich das sehr leicht sagt.
man sollte sich ja auch nicht schämen, wenn man 10 kilos zu viel hat, trotzdem tun es fast alle. das hirn ist die eine sache, der selbstwert und die gesellschaftliche wertung die andere.

diese frau war eher typus "goldhaubenobfrau" als "scharfer hase" (um in grausigen klischees zu baden), und somit hatte sie nicht nur den schaden sondern auch den spott. "eh kein wunder, bei der würd ich auch schwul...."- war eine aussage ohne seltenheitswert, ehrlich.

das lässt eine frau nicht unberührt, noch dazu wo es ihr so den boden unter den füßen weggezogen hat. ich hab sie da gut verstanden wie betrogen sie sich vorkam, betrogen um ihr ganzes leben nämlich, nicht nur um den affärenzeitraum. ihr mann hat sie schon schwul geheiratet, er hat schwul kinder mit ihr gezeugt und aufgezogen, er wusste es die ganze zeit, hat es nur teilweise nicht ausgelebt, aber viele gelegenheiten dann doch genutzt. das war ein doppelleben, das sich in phasen über 15 jahre zog, mal hat er es unterdrückt, mal nicht.

sicher, er kann nichts dafür. er konnte aber etwas dafür, was er seiner frau angetan hat. das war nämlich egoistisch, er wusste um seine neigung, wollte aber familie, wollte sich nicht outen, wollte einfach normal sein. diese entscheidungen von ihm haben ihr 15 jahre gestohlen.

diese frau hat echt was mitgemacht, das hat alles leider nichts mit flockigen "wenigstens keine jüngere blondine" überlegungen zu tun.
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dharmapunk
 
13.09.2017, 19:58

Im Prinzip würde es für mich keinen großen Unterschied machen, ob mich ein Mann wegen einer anderen Frau verlässt, oder wegen eines anderen Mannes. Wenn ich den Eindruck hätte, dass der Mann niemals wirkliche Gefühle für mich hatte, würde ich mir aber zusätzlich gröber verarscht vorkommen. Das wäre schon sehr schlimm für mich. Aber viele Leute sind ja auch bisexuell, d.h. es wäre denkbar dass der Mann mich sehr wohl wirklich geliebt hat und nicht nur benutzt. In dem Szenario wäre es für mich nicht schlimmer, wenn er nach unserer Beziehung eine homosexuelle Beziehung eingeht.
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Obsidian
 
13.09.2017, 22:23

Zitat:
Zitat von Berthold Beitrag anzeigen
Da ich das aus eigener Erfahrung kenne: es funktioniert nicht. Maximal temporär.
Wenn die Beziehung erst mal aus ist, sind die Zentrifugalkräfte einfach zu stark.
In deinem Fall hätte ich aus deinen Beschreibungen eher den Fall herausgelesen, bei dem ich ohnehin meinte, dass da nichts mehr klappt.
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Berthold
 
13.09.2017, 22:35

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
In deinem Fall hätte ich aus deinen Beschreibungen eher den Fall herausgelesen, bei dem ich ohnehin meinte, dass da nichts mehr klappt.
Die Frage ist, ob das Auseinandergehen der Beziehung Verletzungen beinhaltet. Wenn nein, dann kann man das von mir aus so machen.
Aber wo gibt es die nicht bei einer Trennung?

Und gerade so eine Geschichte ist doch prädestiniert für Verletzungen. Etwas anderes wäre es, hätte es nie eine Beziehung gegeben. Ich könnte ohne weiteres mit einer lesbischen Frau (oder einer anderen, die nichts von mir will) eine Wohnung teilen. Aber nicht, wenn wir vorher eine Beziehung hatten und eine Familie waren. Rein technisch könnte es funktionieren, hab ich mir auch gedacht. In der Praxis spielen da einfach die Gefühle eine zu große Rolle.

Und dass die neuen Partner die gemeinsame Wohnung nie betreten dürfen - wie befriedigend soll das denn bitte sein? Hat man dann mit jedem von denen noch eine andere Wohnung? Oder trifft sich immer in einem Hotel?
Ich hab genau das jetzt durchgemacht. Es ist einfach Scheiße. Ist es.
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Antares2010
 
13.09.2017, 22:38

Wenn der Mann sich als homosexuell outet, vermute ich mal, dass das Sexleben in der Zeit davor auch nicht unbedingt der Hammer bzw. gar nicht vorhanden war. Also wäre familienintern keine Änderung, außer dass der Mann evtl. außerhalb der Ehe Sex hat. Was er vorher vielleicht auch schon hatte ohne das Familienleben zu tangieren, und jetzt "darf" die Frau auch. Außerdem, wenn es vorher bereits eine Josefsehe war, ändert ein Outing per se auch nichts an der Beziehung. Ob externe Partner etwas verändern, können nur die Beteiligten entscheiden.

Von dem her spricht alles für Obsidians Variante mit der WG mit gemeinsamer Kindererziehung, weil warum einen funktionierenden Familienverband wegen persönlicher Befindlichkeiten auseinanderreißen wenn keiner der Beteiligten davon profitiert?

Für mich persönlich wäre am schlimmsten mit einer jüngeren und / oder attraktiveren Frau betrogen zu werden. Das wäre die endgültige, offizielle Bestätigung aller Komplexe die ich jemals hatte und der emotionale Supergau. Ein Mann wäre einfach eine ganz andere Liga.
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Antares2010
 
13.09.2017, 22:47

Zitat:
Zitat von Berthold Beitrag anzeigen
Und gerade so eine Geschichte ist doch prädestiniert für Verletzungen. Etwas anderes wäre es, hätte es nie eine Beziehung gegeben. Ich könnte ohne weiteres mit einer lesbischen Frau (oder einer anderen, die nichts von mir will) eine Wohnung teilen. Aber nicht, wenn wir vorher eine Beziehung hatten und eine Familie waren. Rein technisch könnte es funktionieren, hab ich mir auch gedacht. In der Praxis spielen da einfach die Gefühle eine zu große Rolle.
Die Fragen sind in dem Fall mit dem homosexuellen Mann: Hatte man eine Beziehung, war man eine Familie, oder hat man noch eine funktionierende Elternbeziehung mit Freundschaft, Respekt, der Bereitschaft füreinander da zu sein und fühlt sich eigentlich noch als Familie? Ist man nur dann eine Familie, wenn die Eltern Sex haben? Nur miteinander, und mit niemand Anderem?

In meinem Freundeskreis gibt es gerade eine sehr interessante Geschichte. Nach dem letzten Kind einige sexlose Jahre, sie hat sich verliebt, er kannte ihn und verkuppelte die beiden. Ich habe erst neulich mit ihm (ohne ihr) darüber gesprochen, er wirkte erleichtert, zufrieden, ist auch wieder auf Freiersfüßen. Zusammen wohnen wollen sie wegen der Kinder und finanzieller Aspekte trotzdem weiter, wegen ihrer Jobs wäre eine räumliche Trennung nicht möglich ohne dass der Kontakt zu einem Elternteil leidet. Die Beziehung zwischen den beiden war die ganzen letzten Jahre sehr liebevoll und freundschaftlich, andere Freunde hielten sie für das absolute Traumpaar , auch jetzt ist ihr Umgang vorbildlich.
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(#15) [Permalink]
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ARES2013
 
13.09.2017, 23:01

Ich könnte es mir bei meinem Mann beim besten Willen nicht vorstellen, daher etwas schwierig.
Puh, ich würde mir wohl verarscht vorkommen. Glaube mir wäre ne andre Frau "lieber".
Weiß nicht ob ihr die kardashian kennt(ja, ich schaue mir den Blödsinn an!) Aber da hat sich Bruce (der ehemann) nach jahrelanger Ehe und 2 gemeinsamen Kindern von seiner Frau getrennt und sich als Frau umoperieren lassen. Dann ein Buch darüber geschrieben und ne eigene Serie hat er auch. In der Transgender Gemeinde wird er als Hero gefeiert. DAS muss hart sein
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(#16) [Permalink]
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Berthold
 
13.09.2017, 23:43

Zitat:
Zitat von Antares2010 Beitrag anzeigen
Die Fragen sind in dem Fall mit dem homosexuellen Mann: Hatte man eine Beziehung, war man eine Familie, oder hat man noch eine funktionierende Elternbeziehung mit Freundschaft, Respekt, der Bereitschaft füreinander da zu sein und fühlt sich eigentlich noch als Familie? Ist man nur dann eine Familie, wenn die Eltern Sex haben? Nur miteinander, und mit niemand Anderem?

In meinem Freundeskreis gibt es gerade eine sehr interessante Geschichte. Nach dem letzten Kind einige sexlose Jahre, sie hat sich verliebt, er kannte ihn und verkuppelte die beiden. Ich habe erst neulich mit ihm (ohne ihr) darüber gesprochen, er wirkte erleichtert, zufrieden, ist auch wieder auf Freiersfüßen. Zusammen wohnen wollen sie wegen der Kinder und finanzieller Aspekte trotzdem weiter, wegen ihrer Jobs wäre eine räumliche Trennung nicht möglich ohne dass der Kontakt zu einem Elternteil leidet. Die Beziehung zwischen den beiden war die ganzen letzten Jahre sehr liebevoll und freundschaftlich, andere Freunde hielten sie für das absolute Traumpaar , auch jetzt ist ihr Umgang vorbildlich.
Ich sage einmal, das ist die absolute Optimalvariante, da muss wirklich alles klappen. Rein theoretisch hätte ich auch dieselben Fragen gestellt wie du oben.
In der Praxis gibt es einfach zu viel, das dabei schief gehen kann. Kränkungen. Verlustschmerz. Lügen. Einfach alles, wo Gefühle im Spiel sind.

Nein, natürlich müssen die Eltern nicht monogam leben. Aber aus heutiger Sicht sage ich, es hilft. Und wenn z.B. die Beziehung die einer noch weiterführen wollte, vom anderen einseitig beendet wird UND noch Sex mit anderen im Spiel ist, dann wird es schon ganz, ganz schwierig. Dann kann man nur noch hoffen, die Trennung halbwegs ohne weitere Verletzungen durchzubringen.

Klar, wenn beide einvernehmlich eh nichts mehr voneinander wollten, wie in deinem Beispiel, dann mag es gehen. Aber meistens will nur einer nicht mehr und der andere schon noch. Das macht es ja schwierig.
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Benutzerbild von anna-mari
anna-mari
 
14.09.2017, 00:02

Zitat:
Zitat von ARES2013 Beitrag anzeigen
Puh, ich würde mir wohl verarscht vorkommen. Glaube mir wäre ne andre Frau "lieber".
Weiß nicht ob ihr die kardashian kennt(ja, ich schaue mir den Blödsinn an!) Aber da hat sich Bruce (der ehemann) nach jahrelanger Ehe und 2 gemeinsamen Kindern von seiner Frau getrennt und sich als Frau umoperieren lassen. Dann ein Buch darüber geschrieben und ne eigene Serie hat er auch. In der Transgender Gemeinde wird er als Hero gefeiert. DAS muss hart sein
Ja. Absolut. Wobei ich mir schwer vorstellen kann, dass man das als langjährige Ehefrau so gar nicht mitbekommt. Kris Jenner wird das wohl eher geleugnet haben. Laut der Biografie soll sie ihn/sie auch mal während der Ehe in Frauenkleidern erwischt haben.
Wobei Bruce/Caitlyn Jenner sich nicht zu Männern hingezogen fühlt. Meinte er/sie mal in einem Interview.
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spacedakini3
 
14.09.2017, 00:38

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen

sicher, er kann nichts dafür. er konnte aber etwas dafür, was er seiner frau angetan hat. das war nämlich egoistisch, er wusste um seine neigung, wollte aber familie, wollte sich nicht outen, wollte einfach normal sein. diese entscheidungen von ihm haben ihr 15 jahre gestohlen.
Es hat sich selbst auch 15 Jahre gestohlen.
Und er hat sich um das "jung, fesch und schwul" sein gebracht. Was auch irgendwie tragisch ist.
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Benutzerbild von spacedakini3
spacedakini3
 
14.09.2017, 00:44

Zitat:
Zitat von Evi-100 Beitrag anzeigen

Gegen eine andere Frau kann man eher kämpfen als gegen eine "spezielle Neigung".

Warum sollte sie überhaupt um einem Mann kämpfen? Entweder es passt und beide wollen, oder nicht.
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spacedakini3
 
14.09.2017, 00:47

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
natürlich sollte man sich nicht schämen. ich glaub nur, dass sich das sehr leicht sagt.
man sollte sich ja auch nicht schämen, wenn man 10 kilos zu viel hat, trotzdem tun es fast alle. das hirn ist die eine sache, der selbstwert und die gesellschaftliche wertung die andere..
echt? Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass ich mich da schäme. Ich hab 40 kg zu viel - vielleicht ist das dann anders.
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