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goldmuskateller
 
Störrischer 8Jähriger - 13.09.2017, 11:01

Mein Großer kann das liebste Kind sein, solange alles nach seinem Kopf geht. Gehts aber nicht. Und daher sind wir zeitweise am dauerstreiten. Und ich mag nimmer. Eventuell hat jemand eine Lösung. Er mag nichts tun was in seinen Augen unnötig ist. Müll runtertragen zB. oder Mathe üben. Tisch decken oder seine Sachen aus dem Auto mitnehmen. Bei einigen Dingen ist es leicht Konsequenzen zu finden. Tisch decken zB. Bleibt halt sein Platz mal ohne Teller oder Besteck. Oder bleibt seine Jacke halt im Auto und muß dann wenn sie gebraucht wird geholt werden. Aber es ist mühsam. Müll runtertragen ist schon schwieriger. Das mach ich dann einfach. Und Mathe/Lesen üben. Geht gar nicht. Er bräuchte es aber. Und wenn ers machen muß ist er am dauernörgeln und kann nichts. ist klar, mit so einer Einstellung kanns nicht funktionieren. Das wurde jetzt eh dem Papa überantwortet. Mal sehn obs da besser klappt. Sohn meint "ja". Beim Spiele spielen gibt er sofort auf. Sobald er sieht das bei einem Spiel mitdenken gefordert ist (bei 4 gewinnt zB) ists vorbei. Er beharrt dann stur drauf das er das nicht kann. Punkt. Mittlerweile versuch ich gar nicht mehr ihn zu überzeugen das ers kann. Das klappt nicht. Sportsachen, Kunststückchen mit dem Rad probiert er dann "heimlich". Und ist natürlich stolz wenns klappt. Wenn ich das dann auf Lesen/Mathe/Gesellschaftspiele umerklären will - durchs Üben Klappts - ist er wieder das sture "ichkanndasnichtKind". Ich denk mir das ers eigentlich eh weiß, aber nicht über seinen Schatten springen kann. UND er verbaut sich damit halt Chancen. Seis ein lustiger Spielenachmittag oder die Chance gut in der Schule mitzukommen. Ich hab Angst das er dieses "Ichkanndasnicht" so verinnerlicht das plötzlich null mehr geht.
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Benutzerbild von lucy777
lucy777
 
13.09.2017, 11:07

zu solchen machtspielchen brauchts immer zwei.
solange du durch reden, erklären, überzeugen wollen mitspielst, ändert sich nichts.

den punkt, wo du den ausstieg am besten ansetzt, musst du finden - aber zuerst ist die erkenntnis nötig, DASS nur du was an DEINEM verhalten ändern kannst, was ihm die chance gibt, seins zu korrigieren.
ihn kannst du nicht zwingen.

so ein geflecht ist komplex, einfache lösungen gibt es da nciht.
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Migale
 
13.09.2017, 11:25

Zitat:
Zitat von goldmuskateller Beitrag anzeigen
Mein Großer kann das liebste Kind sein, solange alles nach seinem Kopf geht. Gehts aber nicht. Und daher sind wir zeitweise am dauerstreiten. Und ich mag nimmer. Eventuell hat jemand eine Lösung. Er mag nichts tun was in seinen Augen unnötig ist. Müll runtertragen zB. oder Mathe üben. Tisch decken oder seine Sachen aus dem Auto mitnehmen. Bei einigen Dingen ist es leicht Konsequenzen zu finden. Tisch decken zB. Bleibt halt sein Platz mal ohne Teller oder Besteck. Oder bleibt seine Jacke halt im Auto und muß dann wenn sie gebraucht wird geholt werden. Aber es ist mühsam. Müll runtertragen ist schon schwieriger. Das mach ich dann einfach. Und Mathe/Lesen üben. Geht gar nicht. Er bräuchte es aber. Und wenn ers machen muß ist er am dauernörgeln und kann nichts. ist klar, mit so einer Einstellung kanns nicht funktionieren. Das wurde jetzt eh dem Papa überantwortet. Mal sehn obs da besser klappt. Sohn meint "ja". Beim Spiele spielen gibt er sofort auf. Sobald er sieht das bei einem Spiel mitdenken gefordert ist (bei 4 gewinnt zB) ists vorbei. Er beharrt dann stur drauf das er das nicht kann. Punkt. Mittlerweile versuch ich gar nicht mehr ihn zu überzeugen das ers kann. Das klappt nicht. Sportsachen, Kunststückchen mit dem Rad probiert er dann "heimlich". Und ist natürlich stolz wenns klappt. Wenn ich das dann auf Lesen/Mathe/Gesellschaftspiele umerklären will - durchs Üben Klappts - ist er wieder das sture "ichkanndasnichtKind". Ich denk mir das ers eigentlich eh weiß, aber nicht über seinen Schatten springen kann. UND er verbaut sich damit halt Chancen. Seis ein lustiger Spielenachmittag oder die Chance gut in der Schule mitzukommen. Ich hab Angst das er dieses "Ichkanndasnicht" so verinnerlicht das plötzlich null mehr geht.
Das sind aber schon verschiedene Problematiken, die du hier zeichnest. Die eine ist z.B. die Sturheit, die mit Unwilligkeit etwas zu machen gepaart ist. dagegen hilft nur konsequent zu sein, auch wenns nervig ist. Weil ich ebenfalls so ein Exemplar zu Hause habe, verstehe ich sehr gut WIE nervig. Aber man kommt nicht drum herum
2te Sache ist der Perfektionismus und seine Angst vom Scheitern. Das ist bei meinem Sohn auch leider der Fall und ist ein Riesenproblem für ihn, weil er noch dazu wahnsinnig verkopft ist und sich seine Unfähigkeit und alle Folgen des Scheiterns im voraus 2000 Mal bildhaft ausgemalt hat, bevor er nur annähernd etwas versucht.
Da hilft nur weiter üben, Selbstbewusstsein stärken und Überzeugungsarbeit leisten.
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Benutzerbild von lisa11
lisa11
 
13.09.2017, 11:37

Bei deiner Schilderung stellt sich für mich eher die Frage, ob das wirklich ein "ich kann das nicht" ist, oder eher ein "ich will das nicht".

- Müll runter tragen/ Tisch decken: Ich nehmen an, du bist der Meinung, dass er Pflichten im Haushalt übernehmen soll. Erklär ihm, wenn man gemeinsam wohnt/ eine Familie ist, dass jeder eine gewisse Anzahl an Pflichten hat, damit das Zusammenleben auch funktioniert. Sag ihm, welche Dinge er machen könnte, und überlass ihm die Wahl, wo er sich regelmäßig einbringen mag. Trefft dann eine Abmachung, dass er sich nun darum kümmern muss.

- Jacke aus Auto: Wär mir wurscht. Wenn mein Kind seine Sachen nicht tragen will, bleibts halt im Auto. Da diskutiere ich nicht, das nehme ich halt zur Kenntnis.

- Spiele: Will er diese Spiele (z.B. 4 gewinnt) spielen, oder schlägst du das vor? Vielleicht taugt es ihm im Moment halt nicht? Mach kein Thema draus.

- Schule/Lernen: Frag ihn mal, wie ihm Lesen mehr Spaß machen könnte? Gemeinsam lesen, Comics, Sachbücher... Vielleicht hat er eine Idee dazu.
Bei Mathe kannst du dich vielleicht mit ihm drauf einigen, dass er pro Tag x Rechnungen üben sollte. Er soll sich dann überlegen, wann denn der beste Zeitpunkt dafür ist. Red mal mit ihm darüber, wie und wann er gern üben mag.

Ab dem Alter wollen Kinder immer mehr miteinbezogen werden. Gib ihm das Gefühl, dass er auch mitreden darf. Wenn ich meiner Tochter komm, dass sie dieses und jenes jetzt gleich tun soll, weil ich halt dieser Meinung bin, dann kommt auch gleich ein "Nein!".
Meist ist es ja auch wurscht, wann etwas gemacht wird. Wenn der Mist 2h vor der Tür steht, ist es egal. Ob um 16:00 oder 17:00 Mathe geübt wird auch. Hauptsache am Ende ist es erledigt.

LG, Lisa
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Dieser Beitrag von lisa11 gefällt 2 Usern: Artemis, Asterix
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goldmuskateller
 
13.09.2017, 12:25

Zitat:
Zitat von lucy777 Beitrag anzeigen
aber zuerst ist die erkenntnis nötig, DASS nur du was an DEINEM verhalten ändern kannst, was ihm die chance gibt, seins zu korrigieren.
ihn kannst du nicht zwingen.

.
Hm, ja diese Erkenntnis hab ich bereits..
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(#6) [Permalink]
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goldmuskateller
 
13.09.2017, 12:35

zu den Pflichten - die sind nicht wirklich festgesetzt. Ich werds mal probieren. Allerdings ists bei ihm so das er beim fragen ob er was machen kann, oder auch bei der Frage was er übernehmen will oder was er spielen will/ob er XYZ mit mir spielt Feuer und Flamme dafür ist. Dann schleicht sich seine Begeisterung aus. Sobald er merkt: Hoppla, es wird was gefordert.

Ich werde mich jetzt aber mehr in Geduld üben und den Dingen seinen Lauf lassen. Ich red zuviel und versuch ihn, wenn er auf stur schaltet viel zu oft zu überreden es zu versuchen und vorallem geb ich zuviel Hilfestellung wenn er was nicht macht. Er soll kapieren das sein Tun, Nicht Tun Folgen hat..
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(#7) [Permalink]
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Benutzerbild von Erdbaerin
Erdbaerin
 
13.09.2017, 13:55

Auf die Gefahr, daß ich mich mit meinen Ratschlägen wie eine Schallplatte anhöre, aber du solltest mit BEIDEN Burschen zur Entwicklungsdiagnostik.

Ich dachte nämlich zuerst, du schreibst von dem, der auch die Probleme in Sachen Frustrationstoleranz hat und da würden die Probleme durchaus zusammenpassen.

Als spontanen Vorschlag würd ich noch einen Art Plan aufstellen, was zu tun ist. Bzw. schau auch, daß er genug Freizeit hat und nicht alles durchgeplant ist. Und ja, die üblichen Sonne/Wolke-Sticker sollen auch helfen.
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(#8) [Permalink]
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Benutzerbild von NaNu
NaNu
 
14.09.2017, 04:42

ich kann mir nicht helfen, beim durchlesen deines posts schleicht sich bei mir das Gefühl hoch, dass du die Sture bist. In mir baut sich eine Abwehrhaltung auf. Vielleicht reagiert dein Sohn genauso auf dich wie ich.

Geändert von NaNu (14.09.2017 um 05:03 Uhr)
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(#9) [Permalink]
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goldmuskateller
 
14.09.2017, 07:10

Erdbaerin: ich hab gestern noch mit ner Bekannten gesprochen, die entfernt in dem Bereich tätig ist. Ich warte mal bis sich der Schul- und Kigaalltag eingependelt hat. Vl. Ists auch nur der Ferienwahnsinn der uns im Griff hatte/hat.

NaNu: ich sag nicht das ich nicht stur bin. Bei meinen Kindern geb ich aber zu oft nach, das ist eher das Problem 😉
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(#10) [Permalink]
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ratzi
 
14.09.2017, 07:56

zum Spielen: wie gehts mit memory? macht ihm das Spaß?

habt ihr schon kooperative spiele ausprobiert? (googlen unter kooperative gesellschaftsspiele kinder)
zb Bärenspiel

Geändert von ratzi (14.09.2017 um 08:02 Uhr)
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(#11) [Permalink]
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goldmuskateller
 
14.09.2017, 08:25

Ratzi: Memory geht, UNO und schwarzer Peter auch. Er kann auch verlieren. Er mag sich nur nicht anstrengen.. ich schau mir diese kooperativen Spiele trotzdem mal an.
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