Das Baby schreien lassen??? - Seite 8 - Parents.at | Das Elternforum
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(#141) [Permalink]
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Astrid78
 
15.01.2018, 20:09

Zitat:
Zitat von phinapuppe Beitrag anzeigen
Ich würde mein Kind niemals schreien lassen! Wir hatten anfangs so ziemlich das gleiche Problem, das Du hier schilderst. Auch ich habe mich viel darüber informiert, Bücher gelesen und mit Bekannten und Familie darüber gesprochen. Viele meinten auch, dass das "Schreien lassen" das Richtige wäre. Aber ich habe es nicht übers Herz gebracht und heute denke ich mir, dass das die richtige Entscheidung war. Bezüglich Einschlafen- und Durchschlafen wurde es mit der Zeit immer besser. Also hab Geduld! Wünsche Euch alles Gute!
Ich denke auch, dass etwas, das einem aus dem tiefsten Inneren derart widerstrebt gar nicht richtig sein kann. Warum sollte ich denn mein Kind Situationen aussetzen, das es verzweifeln lässt? Das kann doch nur der weiteren Entwicklung und der Bindung schaden...
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(#142) [Permalink]
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Astrid78
 
15.01.2018, 20:16

Zitat:
Zitat von nachtglocke Beitrag anzeigen
noch ein beispiel für eine potentiell rosige zukunftsaussicht:

jener meiner drei söhne, der mich die ersten drei jahre seines daseins am meisten an den rande des (wiederholten) nervenzusammenbruches geführt hat* ist heute der unkomplizierteste von allen.

(*er hat in den monaten 0 bis 6 nie geschrien - solange ich ich ihn am körper trug und in bewegung war ; er wollte im halbstunden-rhythmus gestillt werden, ist aber am busen in der regel sofort eingeschlafen; er hat bis zum alter von 1 1/2 jahren nie länger als 2 stunden durchgeschlafen, meist ohnehin nur 45 - 70 Minuten; wenn ich - und niemand anderer - sich nicht zu ihm gelegt hat, war sowieso nix mit einpennen; und von wegen "es wird besser, wenn sie mobil sind und sich sprachlich ausdrücken können..." - da hat dann der psychoterror angefangen ; ... ... ...)

aber: das durchhalten hat sich gelohnt! mittlerweile ist er die ruhe in person, verträglich, liebenswert, intelligent... wenn ich leuten von unserem start ins gemeinsame leben berichte, können sich das ganze gar nicht vorstellen.
Das macht Hoffnung - DANKE dir!! In den letzten beiden Tagen war sie richtig gut drauf, heute sogar ein richtiges "Vorzeige-Baby"! ich glaube, dass alles besser wird, sobald sie sitzen und krabbeln kann. In Bezug auf das Schreien gibt es glaub ich noch wesentlich ärgere Kaliber, denn seit ca einem Monat lässt sie sich von mir eigentlich immer beruhigen und das ist ja schon ein Fortschritt im Vergleich zum Anfang, als sie absolut unberuhigbar war...
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(#143) [Permalink]
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Cocoabean
 
15.01.2018, 20:50

Ich wollte noch einmal hier rein schauen und schreiben, dass ich es toll finde, wie "offen"- wenn auch jetzt hier im Forum- du mit dem Thema umgehst. Ich habe mir in den ersten Monaten (siehe Beitrag von mir weiter vorne) oft gedacht, dass man sich so alleine fühlt mit dem Thema... wir Mamas sollten da mehr zusammen halten- ich bin oft auf Unverständnis gestoßen bzw. habe mir viele Dinge/Treffen einfach erspart. Und- es geht wirklich wirklich vorbei und du hast schneller als du schauen kannst, ein richtig ausgebackenes, viel weniger schreiendes Persönchen vor dir, das später als vielleicht manch andere Babies in unserer Welt angekommen ist.

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Dieser Beitrag von Cocoabean gefällt: Mummy36
(#144) [Permalink]
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Benutzerbild von MarS
MarS
 
15.01.2018, 23:35

Zitat:
Zitat von Astrid78 Beitrag anzeigen
Und was neu ist: Sie liegt wach im Bett und versucht einzuschlafen!! Weint nicht, hat die Augen offen, dreht sich dann immer wieder zu mir bzw zum Busen, trinkt ganz kurz, dreht sich wieder weg mit geschlossenen Augen... Das hat sie gestern eine halbe Stunde lang gemacht bis sie endlich eingeschlafen ist!! Bin ganz stolz
das hört sich echt herzig an!
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(#145) [Permalink]
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Astrid78
 
16.01.2018, 07:15

Zitat:
Zitat von Cocoabean Beitrag anzeigen
Ich wollte noch einmal hier rein schauen und schreiben, dass ich es toll finde, wie "offen"- wenn auch jetzt hier im Forum- du mit dem Thema umgehst. Ich habe mir in den ersten Monaten (siehe Beitrag von mir weiter vorne) oft gedacht, dass man sich so alleine fühlt mit dem Thema... wir Mamas sollten da mehr zusammen halten- ich bin oft auf Unverständnis gestoßen bzw. habe mir viele Dinge/Treffen einfach erspart. Und- es geht wirklich wirklich vorbei und du hast schneller als du schauen kannst, ein richtig ausgebackenes, viel weniger schreiendes Persönchen vor dir, das später als vielleicht manch andere Babies in unserer Welt angekommen ist.

Oooohhh danke dir Ich bin generell ein offener Mensch und spreche auch ganz offen bei diesen Treffen darüber... wirklich unverstanden fühle ich mich aber gar nicht, vielleicht ein bisschen, aber das rührt eben daher, dass das manch andere so gar nicht kennen und das nun mal nicht nachvollziehen können.

Wie es einmal wird mit ihr zeichnet sich ja jetzt schon an so manch gutem Tag ab - da lobe ich sie dann die ganze Zeit und drück und knuddel sie bis zum Umfallen, weil ich richtig verliebt in sie bin Habe mir aber gestern gedacht, dass sich ohnehin schon einiges zum Guten gewendet hat. Anfangs hab ich mich ja kaum raus getraut mit ihr und jetzt ist das kein Problem mehr. Sie geht so gern raus mit dem Wagerl, dass sie beim Anziehen gar nicht weint und (zumindest wirkt das so auf mich) schon gespannt ist, wo es diesmal hingeht
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(#146) [Permalink]
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Astrid78
 
16.01.2018, 07:19

Zitat:
Zitat von MarS Beitrag anzeigen
das hört sich echt herzig an!
Das ist es auch Gestern hat sie das wieder eine Stunde lang gemacht, doch dann lag sie mit weit geöffneten Augen sehr unruhig neben mir und konnte offensichtlich nicht in den Schlaf finden... da bin ich mit ihr aufgestanden und hab sie zu meinem Freund gebracht. Das hat gestern wieder funktioniert!! Also sie hat nicht zu brüllen begonnen, wenn mein Freund sie allein betreut Vielleicht spürt sie ja, dass ich etwas angeschlagen bin und Ruhe brauche...
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(#147) [Permalink]
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sandrine2701
 
16.01.2018, 13:35

ich habe mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen, aber meine Tochter war auch ein Schreibaby, ich war oft kurz vorm Verzweifeln.
Hilfe fanden wir bei der Cranio Sacral Therapie - meine Tochter hatte durch die Geburt Blockaden in der HWS.
Alles Gute!
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(#148) [Permalink]
Alt
Astrid78
 
16.01.2018, 17:19

Ich halte sehr viel von Cranio Sacral Therapie - hab sogar selbst die Ausbildung gemacht! Wir waren nach ihrer Geburt 3 mal bei der Cranio - so richtig hats leider nicht geholfen, sie hat auch keine echten Blockaden gehabt... die Geburt war gar nicht traumatisch, damit wird's also nicht zusammenhängen.

Aber danke für den Beitrag, denk auch dass man sehr viel mit Cranio oder auch Osteopathie lösen kann...
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(#149) [Permalink]
Alt
Astrid78
 
17.01.2018, 08:16

Zitat:
Zitat von Astrid78 Beitrag anzeigen
Oooohhh danke dir Ich bin generell ein offener Mensch und spreche auch ganz offen bei diesen Treffen darüber... wirklich unverstanden fühle ich mich aber gar nicht, vielleicht ein bisschen, aber das rührt eben daher, dass das manch andere so gar nicht kennen und das nun mal nicht nachvollziehen können.

Wie es einmal wird mit ihr zeichnet sich ja jetzt schon an so manch gutem Tag ab - da lobe ich sie dann die ganze Zeit und drück und knuddel sie bis zum Umfallen, weil ich richtig verliebt in sie bin Habe mir aber gestern gedacht, dass sich ohnehin schon einiges zum Guten gewendet hat. Anfangs hab ich mich ja kaum raus getraut mit ihr und jetzt ist das kein Problem mehr. Sie geht so gern raus mit dem Wagerl, dass sie beim Anziehen gar nicht weint und (zumindest wirkt das so auf mich) schon gespannt ist, wo es diesmal hingeht
Gestern hab ich mich doch unverstanden gefühlt - sehr sogar, und zwar schon wieder von meiner Schwester, die mir auch geraten hat, nach dem Buch "Alle Kinder können schlafen lernen" (heißt das so?) vorzugehen und sie schreien zu lassen. Sie erzählte von einer Arbeitskollegin, die wenige Wochen vor mir auch ein Baby zur Welt brachte. Sie legt sie um halb 7 nieder, damit sie noch Zeit mit ihrem Mann verbringen kann... Daraufhin meinte ich, dass wir das wohl auch so ähnlich machen würden wenn wir die Wahl hätten Ihre Antwort: "Na du hast ja die Wahl!" Das war wie ein Schlag ins Gesicht - und das von meiner eigentlich immer sehr verständnisvoll gewesenen Schwester Das geht mir nun nicht mehr aus dem Kopf...
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(#150) [Permalink]
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Benutzerbild von Paulina87G
Paulina87G
 
17.01.2018, 08:37

Wenns um kindererziehung geht, scheiden sich die geister und jeder, egal ob kinderlos oder nicht, meint dir sagen zu können, was richtig für dich und deine familie ist...
Mit gewissen leuten (sind auch z.t. liebe, verständnisvolle freunde oder verwandte) unterhalte ich mich ungern über kindererziehung, weil ich finde, das ist schon ein sehr persönliches thema, wo man sich schon sehr auf den schlips treten kann...
Deine schwester ist offensichtlich sehr überzeugt von dem buch, vielleicht muss sie auch einfach ihre Entscheidung rechtfertigen, selbst von einer methode gebrauch gemacht zu haben, von der sogar der author abstand nimmt.
Lass den kopf nicht hängen, dein baby bleibt nicht ewig ein baby und ihr werdet auch eure zweisamkeit wieder gewinnen - nur jetzt im moment kannst du es nicht erzwingen
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(#151) [Permalink]
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Benutzerbild von Chania
Chania
 
17.01.2018, 11:51

Hat Deine Schwester selbst Kinder?

Wenn nicht, dann muss ich ehrlich sagen: wer keine eigenen Kinder hat, hat einfach keine Ahnung, was es tatsächlich bedeutet, sein eigenes Kind schreien zu lassen. Man kann sich das kinderlos einfach nicht vorstellen, dass man das gegenüber einem Säugling nicht durchsetzen kann.

Als ich noch kinderlos war, hab ich auch allerhand Blödsinn geglaubt. Und war fest davon überzeugt, dass ich diese Probleme nie haben werde, weil mein Kind wird das einfach nicht machen. Und wurde dann von der Realität eines Besseren belehrt.

Deshalb, nochmal, mein Tipp: erzähle Deiner Schwester einfach, dass es eh super klappt und Du vollkommen zufrieden bist.

lg
Chania
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Dieser Beitrag von Chania gefällt: schneeschuh
(#152) [Permalink]
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Astrid78
 
17.01.2018, 12:31

Zitat:
Zitat von Chania Beitrag anzeigen
Hat Deine Schwester selbst Kinder?

Wenn nicht, dann muss ich ehrlich sagen: wer keine eigenen Kinder hat, hat einfach keine Ahnung, was es tatsächlich bedeutet, sein eigenes Kind schreien zu lassen. Man kann sich das kinderlos einfach nicht vorstellen, dass man das gegenüber einem Säugling nicht durchsetzen kann.

Als ich noch kinderlos war, hab ich auch allerhand Blödsinn geglaubt. Und war fest davon überzeugt, dass ich diese Probleme nie haben werde, weil mein Kind wird das einfach nicht machen. Und wurde dann von der Realität eines Besseren belehrt.

Deshalb, nochmal, mein Tipp: erzähle Deiner Schwester einfach, dass es eh super klappt und Du vollkommen zufrieden bist.

lg
Chania
Doch doch, sie hat zwei Töchter, die inzwischen erwachsen sind. Mit beiden hat sie erfolgreich dieses Programm durchgezogen... dazu muss man aber sagen, dass alle zwei extrem "brave Vorzeigebabys" waren, die nicht wirklich Probleme gemacht haben. Nur die erste hatte Schlafprobleme, die sie binnen kürzester Zeit wie im Buch beschrieben in den Griff bekommen hat.
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(#153) [Permalink]
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Benutzerbild von anna-mari
anna-mari
 
17.01.2018, 13:56

Nie hätte ich dieses Schlafprogramm durchgezogen. Da hätten die Umstände noch so widrig sein können. Versuche darüber zu stehen. Du wirst immer wieder auf Menschen treffen, die diese Methode für sich als völlig legitim sehen. Mein eigener Bruder hat mir das Buch während der Schwangerschaft geschenkt. Wobei er derjenige war, der stundenlang nachts mit dem Kinderwagen unterwegs war.
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(#154) [Permalink]
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Dinimama
 
17.01.2018, 14:34

der autor hat sich schon lange von dieser methode distanziert, das sagt ja eh schon einiges.
sie war ursprünglich auch nur für notfälle gedacht, also für menschen, die nahe dran waren, ihr baby gegen die wand zu knallen, weil sie so fertig waren. außerdem wurde dabei an etwas ältere kinder gedacht, nicht an neugeborene und noch sehr kleine babies.

leider haben offenbar immer wieder menschen die methode als so quasi kochrezept für alle kinder verstanden - ich kenne menschen, die geferbert wurden, und die als erwachsene angst im dunkeln haben, nicht gerne alleine schlafen, .......

sag deiner schwester einfach, dass das für euch nicht in frage kommt, und dass sie sich mit ihren kommentaren zurückhalten soll!
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Dieser Beitrag von Dinimama gefällt: Chania
(#155) [Permalink]
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Astrid78
 
17.01.2018, 18:09

Interessant sind auch die Kundenrezensionen auf Amazon - es gibt fast nur 5* und 1* Bewertungen, dazwischen gibts nicht viel. Ich bin überzeugt davon, dass solche Methoden das Urvertrauen schädigen, dazu noch das Vertrauen des Kindes zu den Eltern bzw die Bindung negativ beeinträchtigen. Die beiden Töchter meiner Schwester haben schon einen sehr schwachen Selbstwert... ob das darauf zurückzuführen ist kann man natürlich schwer sagen.

Werde gar nicht mehr darüber sprechen mit ihr, wir sind hier einfach sehr gegenteiliger Meinung. Ich arbeite mit Kindern und betrachte so eine Kinderseele als etwas sehr kostbares, das es zu achten und zu schützen gilt. Die Kinder mit denen ich arbeite sind halt schon viel größer, meist um die 5 Jahre, aber ich bin in den letzten 10 Jahren meines beruflichen Daseins sehr gut damit gefahren, NICHT den Chef herauszukehren und den Kindern ein gewisses Mitspracherecht zuzugestehen. Und trotzdem sind sie mir nicht auf der Nase herumgetanzt und hatten Respekt. Das ist freilich ein ganz anderes Paar Schuhe, aber ich denke man muss sich einfach auch ein bissl hineinversetzen...
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(#156) [Permalink]
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Dinimama
 
17.01.2018, 19:19

Zitat:
Zitat von Astrid78 Beitrag anzeigen
Interessant sind auch die Kundenrezensionen auf Amazon - es gibt fast nur 5* und 1* Bewertungen, dazwischen gibts nicht viel. Ich bin überzeugt davon, dass solche Methoden das Urvertrauen schädigen, dazu noch das Vertrauen des Kindes zu den Eltern bzw die Bindung negativ beeinträchtigen. Die beiden Töchter meiner Schwester haben schon einen sehr schwachen Selbstwert... ob das darauf zurückzuführen ist kann man natürlich schwer sagen.
das schlaftraining alleine wird wohl nicht den selbstwert ausmachen, wohl aber die haltung der eltern, die bei so etwas mitschwingt.
meine meinung (und deine und die aller, die hier mitschreiben): ein kind in diesem alter schreit nicht, weil es die eltern sekkieren will oder weil es sie manipulieren will oder weil es seine grenzen austestet, sondern weil etwas nicht passt und es sich anders nicht mitteilen kann.
kinder, die in so einer situation alleine gelassen werden, lernen nicht, also nicht im positiven sinn, sondern sie resignieren, bzw lernen sie höchstens, dass sie sich auf die erwachsenen in ihrer umgebung nicht verlassen können.
sie lernen, dass es nichts nützt oder sogar falsch ist, seine bedürfnisse mitzuteilen, später kann es sogar sein, dass sie ihre bedürfnisse überhaupt in frage stellen bzw unsicher sind, ob sie überhaupt welche haben dürfen, die eventuell den bedürfnissen der "mächtigeren" zuwiderlaufen - ich bin mir sicher, dass DAS sehr wohl den selbstwert prägt!
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Dieser Beitrag von Dinimama gefällt: schneeschuh
(#157) [Permalink]
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Astrid78
 
17.01.2018, 22:07

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
das schlaftraining alleine wird wohl nicht den selbstwert ausmachen, wohl aber die haltung der eltern, die bei so etwas mitschwingt.
meine meinung (und deine und die aller, die hier mitschreiben): ein kind in diesem alter schreit nicht, weil es die eltern sekkieren will oder weil es sie manipulieren will oder weil es seine grenzen austestet, sondern weil etwas nicht passt und es sich anders nicht mitteilen kann.
kinder, die in so einer situation alleine gelassen werden, lernen nicht, also nicht im positiven sinn, sondern sie resignieren, bzw lernen sie höchstens, dass sie sich auf die erwachsenen in ihrer umgebung nicht verlassen können.
sie lernen, dass es nichts nützt oder sogar falsch ist, seine bedürfnisse mitzuteilen, später kann es sogar sein, dass sie ihre bedürfnisse überhaupt in frage stellen bzw unsicher sind, ob sie überhaupt welche haben dürfen, die eventuell den bedürfnissen der "mächtigeren" zuwiderlaufen - ich bin mir sicher, dass DAS sehr wohl den selbstwert prägt!
wahre Worte
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(#158) [Permalink]
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Benutzerbild von Chania
Chania
 
18.01.2018, 08:36

Meine Mutter hat mir, wenn ich geweint habe, den Schnuller so lange im Mund festgehalten, bis ich aufgehört habe. Ich habe nachts auch nichts zu essen bekommen. Damalige Meinung war: In der Nacht wird geschlafen, am Tag wird gegessen. Weshalb ich auch mit nicht einmal 3 Monaten Brei aus der Flasche bekam, damit ich "besser" schlafen konnte.

Ich glaube nicht, dass das Training selbst das Problem ist. Das Problem ist die Einstellung der Eltern, die solche Trainings zusammenbringen. Meine Mutter war insgesamt eine wenig liebevolle Frau, Kinder gehörten zum Leben dazu und mussten mitlaufen. Extra Aufmerksamkeit gab es nicht. Ich glaube eher, dass diese Einstellung dazu führt, dass Kinder sich vernachlässigt fühlen und wenig selbstbewusst werden. Das Schlaftraining ist nur ein weiteres Mosaiksteinchen.

lg
Chania
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