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Dinimama
 
19.02.2017, 23:02

Zitat:
Zitat von Liselotte Beitrag anzeigen
Und wie kommt sie darauf?
Studie, Statistik?
ich vermute, dass das ihre persönliche erfahrung ist, die sie beschreibt.
eine erziehungsberatung machen vermutlich eher die überbesorgten eltern als die von dir oben beschriebenen.
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Apfelsaft
 
19.02.2017, 23:03

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
bei mir ist es auch die minderheit, insofern tu ich mir mit dem leibovici´schen zukunftsszenarion auch schwer.
Ich kenne keine einzige Familie, auf die all diese Kriterien zutreffen würden. Entweder das Kind ist der Nabel der Welt und es wird gefördert wie blöd. Das wird dann aber auch dementsprechend "erzogen" und sollte wissen, wie es sich zu benehmen hat, einfach gut funktionieren, weil Projekt und so.

Oder es ist ein richtiges Lauserkind, für dessen Lausertum alle anderen verantwortlich gemacht werden, nur die Eltern sehen keinen Handlungsbedarf bei sich, dafür wird das Kind regelmäßig ausgeschimpft oder, weil anstrengend, ausgelagert(Familie, Freunde usw). Da ist das Kind aber definitiv nicht der Nabel der Welt und wird auch nicht über den grünen Klee gelobt.

Beides gab's schon "zu meiner Zeit" und aus beiden Fraktionen ist mehr oder weniger was geworden. Sie kommen jedenfalls recht gut durch und haben heute selbst Familie.

Diese ganze Panikmache, eigentlich von Geburt weg, mach uns Eltern so blöd im Kopf, dass wir schon bei 5-Jährigen die Panik schieben, sie könnten mit 15 im Häfen landen, wenn wir sei einmal zu viel/zu wenig loben, überhaupt (nicht) loben usw, je nach Fraktion.

Je mehr ich lese, und ich lese viel, es interessiert mich einfach, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass die gute alte Coolness, die Gelassenheit und wird schon irgendwie werden-Mentalität völlig verloren gegangen ist. Da bin ich zb bei Winterhoff, wenn er den Eltern verordnet, sie sollten mal 5 Stunden lang allein durch den Wald wandern und sich selbst wieder erden. (er schlägt alternativ dazu eine eben so lange Sitzung in der Kirche vor, aber, naja, eh schon wissen)
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(#123) [Permalink]
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Apfelsaft
 
19.02.2017, 23:08

Zitat:
Zitat von Liselotte Beitrag anzeigen
Und wie kommt sie darauf?
Studie, Statistik?
Puh, da müsste ich lügen, das weiß ich nicht mehr. Aber unschlau und ganz so unwissenschaftlich ist sie nicht. Sie führt ja auch für die EU einige Projekte durch (und im Rahmen dessen, glaube ich mich zu erinnern, auch Studien) und vielleicht zieht sie aus diesen Erfahrungen ihre Schlussfolgerungen.

Bei Winterhoff ist es ausschließlich seine Erfahrung aufgrund der Patienten, die er betreut, das erzählt er ja in jedem Interview und steht auch in all seinen Büchern.

Bei ihr vermute ich halt auch eine stark subjektive Wahrnehmung. Die vermute ich aber eigentlich bei den meisten
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Apfelsaft
 
19.02.2017, 23:11

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
ich vermute, dass das ihre persönliche erfahrung ist, die sie beschreibt.
eine erziehungsberatung machen vermutlich eher die überbesorgten eltern als die von dir oben beschriebenen.
Das ist ein wirklich kluger Gedanke, so einfach, aber sooo logisch!
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(#125) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
20.02.2017, 07:54

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
was sind für die ursachen dafür, dass die kinder immer narzisstischer werden?
Auf Grund des Umgangs mit ihnen, aber nicht nur alleine wie Eltern erziehen, sondern auch der gesellschaftliche Einfluss z.B. in Betreuungseinrichtungen.

Allgemein zusammengefasst: Kinder treiben dahin und bekommen immer weniger die Struktur der gesellschaftlichen Anforderung näher gebracht und wenn sie dann erwachsen sind, kommt die große Keule, weil die Gesellschaft bestimmte Anforderungen hat, die dieser Kinder nie oder kaum gelernt haben.

Ein Beispiel einer Kindergartenpädagogin, die beklagt, dass die Förderung von Individualität und Selbstregulation nicht unbedingt den gewünschten Erfolg bringen muss und Kinder dann eher dahin treiben und sich schwerer oder schwer in Gemeinschaften einfügen können, finde ich sehr anschaulich.

Strukturierte Abläufe wie Morgenkreis (etwas Sitzfleisch lernen, Geduld haben, Respekt lernen, Gemeinschaft stärken) oder gemeinsame Vorbereitung von Mahlzeiten und das gemeinsame Essen, geben den Kindern Anhaltspunkte im Leben und sind eine Vorbereitung für die Zukunft. Werden diese aufgelassen treiben die Kinder dahin, jedes Kind macht sein Ding.
Die Annahme Kinder würden sich ohne Vorgaben selbst für bestimmte Dinge interessieren, trifft nicht in dieser Form zu wie man es sich wünschen würde.
Vorgaben zum Basteln oder Zeichnen dürfen nicht mehr gemacht werden. Jetzt gibt es Angebote und wenn die Kinder diese Angebote nicht annehmen, dann ist das in Ordnung. Kann aber auch dazu führen, dass ein Kind dann den Umgang mit Schere oder das Halten von Stiften einfach nicht ausreichend lernt, weil es einfach nie basteln oder zeichnen möchte.


Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
stimmt, ich erinnere mich.

eine frage in die runde: kennt ihr viele familien, die so ticken?
ich nämlich eigentlich nicht.
Doch, kenne ich. Wobei ich in meinem Umfeld noch mehr Kinder wahr nehmen die nicht so ticken.
Allerdings ist es schon so, dass Lehrkräfte hier viel mehr Veränderungen wahr nehmen, wobei das natürlich nur die persönliche Wahrnehmung und auch eine Momentaufnahme einer Klasse oder eines Jahrgangs sein kann.

Aber auch hier im Forum habe ich schon mehrmals gelesen, dass der Trend zum unselbstständigen jungen Erwachsenen gegeben sein dürfte.

Ich finde auch nicht, dass sie alleine Eltern die Schuld in die Schuhe schiebt, sondern auch die Gesellschaft und die Auswirkungen der Konsumgesellschaft als Teil des Ganzen benennt.

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Ich denke mir halt, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann. Nämlich, dass Eltern vor lauter Angst, sie wären "zu nett" zu ihren Kindern und würden sie damit zu Narzissten erziehen, das Gegenteil praktizieren, in eine Art Mini-schwarze-Pädagogik verfallen (da reicht ja schon strafendes Schweigen, die Drohung, es "dem Papa/der Mama zu erzählen" etc.).
Das würde ich eher davon abhängig machen, dass Eltern sowieso einen Hang dazu haben. Eltern die von schwarzer Pädagogik nichts halten, werden sich von einem Buch auch nicht dazu verleiten lassen.

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Es hat ja einen (wichtigen) Grund, warum Eltern ihre Kinder heute anders erziehen als ihre Eltern sie erzogen haben. Unsere Elterngeneration, die Nachkriegsgeneration in meinem Fall, wurde von Eltern erzogen und damit geprägt, die teilweise in der HJ groß geworden sind. Geprägt von DEM damaligen Erziehungsratgeber schlechthin (J. Haarer: die deutsche Frau und ihr erstes Kind). Und solche Prägungen verschwinden nicht nach einer Generation!
Natürlich verändert sich auch Erziehung, allerdings schlägt das dann offenbar komplett ins Gegenteil um. Der goldene Mittelweg dürfte auch hier etwas schwieriger zu erreichen sein.
Das sieht man daran, dass manche Eltern es besser machen wollen als ihre eigenen Eltern (Beispiele von herrschsüchtigen Vätern oder extrem leistungsdenkenden) und ihrem Kind dann alles angedeihen lassen und diese Kind im Erwachsenenalter Schwierigkeiten hat sich in die Gesellschaft einzufügen.


Zitat:
Zitat von Liselotte Beitrag anzeigen
Und wie kommt sie darauf?
Studie, Statistik?
Sie selbst führt an:
viele Gespräche, Vortragserfahrung, Beratungssituationen, Kontakte mit Journalisten, Eltern, Pädagogen, Ausbildungsteilnehmern und zufällige Begebenheiten.

Geändert von Heliamphora (20.02.2017 um 08:43 Uhr)
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
20.02.2017, 07:56

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
ich vermute, dass das ihre persönliche erfahrung ist, die sie beschreibt.
eine erziehungsberatung machen vermutlich eher die überbesorgten eltern als die von dir oben beschriebenen.
Nein, würde ich eher nicht meinen. Jene Fälle die sie beschreibt sind schon tatsächliche Problemfälle.
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(#127) [Permalink]
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Dinimama
 
20.02.2017, 08:08

Zitat:
Zitat von Heliamphora Beitrag anzeigen
Nein, würde ich eher nicht meinen. Jene Fälle die sie beschreibt sind schon tatsächliche Problemfälle.
ja, und diese problemfälle landen bei ihr in der praxis, auch das meinte ich.

leute, die keine probleme haben (jetzt tatsächliche oder auch von besorgten eltern vermutete) gehen ja zu keiner beratung.

wenn man also primär mit solchen familien zu tun hat, dann ist das bild natürlich ein anderes als wenn man mit diesen menschen eher weniger kontakt hat.

und wenn man einmal den fokus auf die problemfälle gerichtet hat, dann fallen sie einem im alltag vermutlich auch umso mehr auf. (ich habe zb auch nie so viele schwangere gesehen als in meinen eigenen schwangerschaften.)
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(#128) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
20.02.2017, 08:09

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Diese ganze Panikmache, eigentlich von Geburt weg, mach uns Eltern so blöd im Kopf, dass wir schon bei 5-Jährigen die Panik schieben, sie könnten mit 15 im Häfen landen, wenn wir sei einmal zu viel/zu wenig loben, überhaupt (nicht) loben usw, je nach Fraktion.
Naja, da polarisierst du jetzt aber.


Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Je mehr ich lese, und ich lese viel, es interessiert mich einfach, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass die gute alte Coolness, die Gelassenheit und wird schon irgendwie werden-Mentalität völlig verloren gegangen ist.
Das würde ich auch so sehen, allerdings eher im Bezug auf Kinder müssen ganz stark ausgeprägte Individualisten sein bzw. werden, die ohne Anleitung und Führung ihren Weg finden sollen, denen man ihren Weg aufbereitet und die sich dann in einer Gesellschaft wiederfinden, die damit wenig anfangen kann, die nicht auf Individualisten ausgerichtet ist und sie selbst wollen das am Ende vielleicht auch gar nicht.
Natürlich gibt es den einen oder anderen Individualisten der seinen Weg geht, die hat es aber immer schon gegeben und wird es immer geben.
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(#129) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
20.02.2017, 08:14

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
ja, und diese problemfälle landen bei ihr in der praxis, auch das meinte ich.

leute, die keine probleme haben (jetzt tatsächliche oder auch von besorgten eltern vermutete) gehen ja zu keiner beratung.

wenn man also primär mit solchen familien zu tun hat, dann ist das bild natürlich ein anderes als wenn man mit diesen menschen eher weniger kontakt hat.

und wenn man einmal den fokus auf die problemfälle gerichtet hat, dann fallen sie einem im alltag vermutlich auch umso mehr auf. (ich habe zb auch nie so viele schwangere gesehen als in meinen eigenen schwangerschaften.)

Ja klar, allerdings dürfte ihr Spektrum ein weit größeres sein und natürlich zeigt auch nur die Praxisarbeit ein Bild, wenn man z.B. vor 20 Jahren 1000 Fälle im Jahr hatte und das dann ansteigt auf 2000 Fälle pro Jahr (fiktive Zahlen!).
Und es ist ja nicht so, dass Leibovici die einzige ist die davon berichtet. Da gibt es ja Leute die nicht vom Fach sind, die ähnliches berichten, wie z.B. auch Pädagogen und Arbeitgeber.
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(#130) [Permalink]
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Berthold
 
20.02.2017, 16:20

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Finde ich auch, aber sie behauptet eben das Gegenteil!
Zitat:
Zitat von Liselotte Beitrag anzeigen
Und wie kommt sie darauf?
Studie, Statistik?
Ihr beruflicher Tellerrand?
Sie hat eben hauptsächlich mit solchen Familien und Kindern zu tun. Da tappt man leicht in die Falle, einen allgemeinen Trend zu "erkennen".

Der ist genau dasselbe wie mit Polizisten, die Ausländer und Asylwerber hauptsächlich als Kriminelle kennenlernen. Weil andere sie eben nicht beruflich beanspruchen. Der Umkehrschluss - Ausländer/Asylwerber sind kriminell (oder zumindest problematisch) - liegt dann schnell auf der Hand.

Wobei es bei der L.-M. ja wirklich so sein kann, dass sie vermehrt mit diesen Fällen zu tun hat, und der Spielplatz ist kein aussagekräftiger Sample. Alles ist möglich.

Jetzt bin ich neugierig geworden, ich schau mal, ob die Stadtbücherei diese ihre Dystopie zum Ausborgen hat.
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(#131) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
20.02.2017, 23:55

Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
eine frage in die runde: kennt ihr viele familien, die so ticken?
ich nämlich eigentlich nicht.
ich kenn zwei familien, die so sind.
familie A hat nen fußballer-wunderwutzi, da wird schon vereinsmäßig verhandelt und gekauft ecc (sehr abschreckend), was mich sehr gewundert hat, weil ich die mutter schon recht lang kenne und das nie vermutet hätt
familie B hat die mädls beide beim klassischen tanzen, die werden extremst auf fotoshootings ecc vorbereitet und sind bei vielen events dabei. die familie kenn ich nur vom sehen, bin aber auch verwundert, dass sich das getue schon so viele jahre hält
wie es wirklich familienintern abläuft, kann ich bei beiden nicht sagen, das halt ich gern distanz. ich fürcht mich vor ansteckung

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Übrigens: wen tät's auch so interessieren wie mich, wie Trump erzogen wurde ?
mich!

Zitat:
Zitat von Apfelsaft Beitrag anzeigen
Je mehr ich lese, und ich lese viel, es interessiert mich einfach, desto mehr komme ich zu dem Schluss, dass die gute alte Coolness, die Gelassenheit und wird schon irgendwie werden-Mentalität völlig verloren gegangen ist. Da bin ich zb bei Winterhoff, wenn er den Eltern verordnet, sie sollten mal 5 Stunden lang allein durch den Wald wandern und sich selbst wieder erden. (er schlägt alternativ dazu eine eben so lange Sitzung in der Kirche vor, aber, naja, eh schon wissen)
naja, sperrst mich 5 stunden in ne kirche ein, häng ich mich am glockenseil auf und schrei laut.

gelassenheit gibts nicht mehr.
es gibt sehr oft vernachlässigung und fast ebensooft überbesorgnis.
ein begleitendes, doch auch besorgtes und beschützendes gelassensein in der erziehung seh ich kaum. damit mein ich zB das "er ist ja schon 11 monate und läuft noch nicht, ich muss zum arzt" oder das "sie ist ja schon 5 und kann ihren namen noch nicht schreiben. wir müssen die feinmotorik kontrollieren lassen".
kennt noch wer den alten spruch "das gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht"?
warum kann man ein kind nicht einfach so wachsen lassen, wie es kann.
ich find die allgemene tendenz zur therapisierung und pathologisierung der eigenen kinder ja wirklich erschreckend.
überspitzt wars früher so: "Hallo, ich bin Frau X."
heute ists so: "Hallo, ich bin die Mama vom aggressiven Paul da drüben."
früher hätt man eingegriffen, wenn wer laut schreit oder wenn einer verletzt wird. oder wenns finster wird und die kinder nicht in rufnähe sind.
heute streiten mehr mütter um die kübeln in der sandkiste als kinder.

und nein, früher war nicht alles besser. aber gelassener, druckfreier und alles durfte länger dauern. sogar das wachsen.

Geändert von samakaste (21.02.2017 um 00:01 Uhr)
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Dieser Beitrag von samakaste gefällt 3 Usern: alibi, Apfelsaft, Zirberl
(#132) [Permalink]
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Benutzerbild von NaNu
NaNu
 
21.02.2017, 04:11

Bei Lesen dieses Strangs hier ist mir gleich diese Werbung eingefallen.

https://m.youtube.com/watch?v=WzKwnLOYVrQ


Da strecken die Kinder das Beinchen oder spielen mit bunten Kugeln und schon werden ihnen die überhöhten Ansprüche der Eltern übergestülpt.
Und da sie aber ganz normale Kinder ohne Superfähigkeiten sind und dennoch den Wünschen ihrer Elter entsprechen wollen, bleibt nur der Ausweg in die künstliche und unechte Überhöhung der eigenen Person und des Egos - Narzissmus.

Geändert von NaNu (21.02.2017 um 04:30 Uhr)
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(#133) [Permalink]
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DaisyD
 
21.02.2017, 07:42

@samakaste: ein Kind, das für einen Sport talentiert ist und dafür brennt,in jeder Hinsicht zu unterstützen,sehe ich aber nicht als Erziehung zum narzismus.
Ich sehe mich im Alltag wirklich am sehr gelassene Mutter, aber trotzdem unterstützen wir die sportlichen Ambitionen unserer Kinder ohne Vorbehalte. Das ist ihre Leidenschaft,d sind sie tlw. Recht gut, und ich sehe eher das Gegenteil oft kritisch, dass Kinder hier kaum von zu Hause unterstützt werden. Da müssen sie alles mögliche tun, dürfen aber nicht zum Training, weil es zu viel wird.

Sport/leistungssport bringt im allgemeinen nicht jene Phänomene, die hier angeprangert werden.
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(#134) [Permalink]
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Heliamphora
 
21.02.2017, 07:58

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
@samakaste: ein Kind, das für einen Sport talentiert ist und dafür brennt,in jeder Hinsicht zu unterstützen,sehe ich aber nicht als Erziehung zum narzismus.
Ich sehe mich im Alltag wirklich am sehr gelassene Mutter, aber trotzdem unterstützen wir die sportlichen Ambitionen unserer Kinder ohne Vorbehalte. Das ist ihre Leidenschaft,d sind sie tlw. Recht gut, und ich sehe eher das Gegenteil oft kritisch, dass Kinder hier kaum von zu Hause unterstützt werden. Da müssen sie alles mögliche tun, dürfen aber nicht zum Training, weil es zu viel wird.

Sport/leistungssport bringt im allgemeinen nicht jene Phänomene, die hier angeprangert werden.

Ich denke, da müsste man unterscheiden zwischen

Kind interessiert sich für diesen Sport und will etwas erreichen und
Eltern projizieren ihre Vorstellungen (weil sie es vielleicht selbst nicht konnten, keine Möglichkeit hatten) auf das Kind


Ein Kind das Sport gerne ausübt soll und kann, finde ich, gefördert und unterstützt werden. Dazu gehört für mich auch, dass Durchhänger die hin und wieder vorkommen können, überbrückt werden können, sollen.
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Dieser Beitrag von Heliamphora gefällt 2 Usern: Apfelsaft, samakaste
(#135) [Permalink]
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samakaste
 
21.02.2017, 08:34

Zitat:
Zitat von DaisyD Beitrag anzeigen
@samakaste: ein Kind, das für einen Sport talentiert ist und dafür brennt,in jeder Hinsicht zu unterstützen,sehe ich aber nicht als Erziehung zum narzismus.
Ich sehe mich im Alltag wirklich am sehr gelassene Mutter, aber trotzdem unterstützen wir die sportlichen Ambitionen unserer Kinder ohne Vorbehalte. Das ist ihre Leidenschaft,d sind sie tlw. Recht gut, und ich sehe eher das Gegenteil oft kritisch, dass Kinder hier kaum von zu Hause unterstützt werden. Da müssen sie alles mögliche tun, dürfen aber nicht zum Training, weil es zu viel wird.

Sport/leistungssport bringt im allgemeinen nicht jene Phänomene, die hier angeprangert werden.
Das hab ich auch nicht so formuliert.
Ich kenne zwei Familien, die ihre Kinder mMn zu stark pushen, dh die offensichtlich so agieren, wie Heli es weiter unten beschreibt.
Meine Kinder machen auch viel Sport, aber nicht mit der Zielsetzung der medialen Präsenz oder weil ich will, dass Tochter mal Reitweltmeister oder Sohn berühmter Eishockeystar wird. Sie machen es, weil sie es wollen und sich auspowern. Solange der Spaßfaktor im Vordergrund bleibt, sind Vereine eine sehr gute Sache.



Zitat:
Zitat von Heliamphora Beitrag anzeigen
Ich denke, da müsste man unterscheiden zwischen

Kind interessiert sich für diesen Sport und will etwas erreichen und
Eltern projizieren ihre Vorstellungen (weil sie es vielleicht selbst nicht konnten, keine Möglichkeit hatten) auf das Kind


Ein Kind das Sport gerne ausübt soll und kann, finde ich, gefördert und unterstützt werden. Dazu gehört für mich auch, dass Durchhänger die hin und wieder vorkommen können, überbrückt werden können, sollen.
Danke dir, du hast mich besser verstanden.
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(#136) [Permalink]
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Benutzerbild von Apfelsaft
Apfelsaft
 
21.02.2017, 11:21

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
ich kenn zwei familien, die so sind.
familie A hat nen fußballer-wunderwutzi, da wird schon vereinsmäßig verhandelt und gekauft ecc (sehr abschreckend), was mich sehr gewundert hat, weil ich die mutter schon recht lang kenne und das nie vermutet hätt
familie B hat die mädls beide beim klassischen tanzen, die werden extremst auf fotoshootings ecc vorbereitet und sind bei vielen events dabei. die familie kenn ich nur vom sehen, bin aber auch verwundert, dass sich das getue schon so viele jahre hält
wie es wirklich familienintern abläuft, kann ich bei beiden nicht sagen, das halt ich gern distanz. ich fürcht mich vor ansteckung


mich!


naja, sperrst mich 5 stunden in ne kirche ein, häng ich mich am glockenseil auf und schrei laut.

gelassenheit gibts nicht mehr.
es gibt sehr oft vernachlässigung und fast ebensooft überbesorgnis.
ein begleitendes, doch auch besorgtes und beschützendes gelassensein in der erziehung seh ich kaum. damit mein ich zB das "er ist ja schon 11 monate und läuft noch nicht, ich muss zum arzt" oder das "sie ist ja schon 5 und kann ihren namen noch nicht schreiben. wir müssen die feinmotorik kontrollieren lassen".
kennt noch wer den alten spruch "das gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht"?
warum kann man ein kind nicht einfach so wachsen lassen, wie es kann.
ich find die allgemene tendenz zur therapisierung und pathologisierung der eigenen kinder ja wirklich erschreckend.
überspitzt wars früher so: "Hallo, ich bin Frau X."
heute ists so: "Hallo, ich bin die Mama vom aggressiven Paul da drüben."
früher hätt man eingegriffen, wenn wer laut schreit oder wenn einer verletzt wird. oder wenns finster wird und die kinder nicht in rufnähe sind.
heute streiten mehr mütter um die kübeln in der sandkiste als kinder.

und nein, früher war nicht alles besser. aber gelassener, druckfreier und alles durfte länger dauern. sogar das wachsen.
Nicht nur dir würde das passieren

Den Rest deines Beitrages unterschreibe ich gern!
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Dieser Beitrag von Apfelsaft gefällt: samakaste
(#137) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
25.02.2017, 21:11

So, nun hab ich das Buch fertig gelesen.

Es ist definitiv kein Erziehungsratgeber sondern ein Aufzeigen welche Auswirkungen die Gesellschaft und Eltern (geprägt durch die Gesellschaft und der eigenen Erziehung) auf Kinder haben kann.
Manches war mir zu überzeichnet, allerdings bewirkt das vielleicht eher ein intensiveres Nachdenken.

Das Kapitel über ihren Zukunftstraum ging schon in den Sience-Fiction Bereich hinein, aber doch passend im Zusammenhang. Ich denke es sollte aufzeigen zu welchen Entscheidungen Menschen fähig wären, wenn Gefühlskälte ein Teil oder Alltag unserer Gesellschaft geworden ist.

Die Möglichkeit, dass hier jemand vielleicht schwarze Pädagogik herauslesen könnte, kann ich überhaupt nicht bestätigen, auch weil sie im letzten Kapitel genau das Gegenteil beschreibt.
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Dieser Beitrag von Heliamphora gefällt: Zirberl
(#138) [Permalink]
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Benutzerbild von kirschzuckerl
kirschzuckerl
 
25.02.2017, 22:18

was man nie bedenkt- nicht nur die eltern allein formen den kleinen menschen zum großen. und die allermeisten verhunzten "nabel der welt" gfraster wachsen sich irgendwann von selbst aus. weil sie das elternhaus auch hin und wieder verlassen (eines tages sogar dauerhaft) und recht schnell lernen, notgedrungen, dass die welt anders funktioniert.

schreckliche narzissten kommen auch aus der ganz anderen, nämlich autoritären, ecke. diese kinder versuchen dann als erwachsene, den "lohn" für die harte jugend einzuheimsen und eben ab jetzt der "bestimmer" zu sein.

ich seh zwar die wahrheiten hinter all diesen theorien und bin auch sehr genervt von eigenen anektotischen erfahrungen, aber die "weltbedrohung" empfinde ich als weitaus geringer
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Dieser Beitrag von kirschzuckerl gefällt 2 Usern: Apfelsaft, samakaste
(#139) [Permalink]
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Benutzerbild von Heliamphora
Heliamphora
 
26.02.2017, 11:00

Zitat:
Zitat von kirschzuckerl Beitrag anzeigen
aber die "weltbedrohung" empfinde ich als weitaus geringer
Eine "Weltbedrohung" kann es gar nicht sein, weil es Erziehung je nach Land sehr unterschiedlich ausfällt.

Bei möglichen Zukunftsszenarien bin ich immer ein wenig vorsichtig, diese als unmöglich einzustufen. Vieles was vor Jahrzehnten als "lächerlich" oder "unmöglich" eingestuft wurde, ist heute unsere Realität.
Ein Blick nach China mit der möglichen Einführung eines Punktesystems und Belohnungsverfahren für besonders wohlverdiente Staatsbürger, zeigt, dass uns Sciene-Fiction überholen kann.
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