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(#21) [Permalink]
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camefromhell
 
07.11.2017, 09:34

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Dass du bei potentiellen Überwachungsprogrammen und dergleichen Probleme bekommst, wundert mich nicht, hier geht es um datenschutzrelevante Informationen und dass diese nicht so leicht, wie es manche gerne hätten, weitergegeben werden können, sondern besonderen Bestimmungen unterliegen, ist gut für uns alle. Ich finde es sehr beruhigend, dass es kein Entgegenkommen gibt, wenn es um Totalüberwachung, gläserner Mensch und volle Auslieferung an den Arbeitnehmer geht.
Aufgrund der ab 2018 EU-weit geltenden Datenschutzverordnung wird das noch strenger kontrolliert werden, darüber bin ich ebenfalls froh, auch wenn es bei uns derzeit mit erheblichem Mehraufwand verbunden ist, aber es zeigt, dass es nicht egal ist, welche personenbezogenen Daten wo zu welchem Zweck sind.
Du rechtfertigst also die Androhung körperlicher Gewalt und tatsächliche Sachbeschädigung durch Gewerkschafts-Aktivisten damit dass das Durchsetzen von Datenschutz im Interesse aller ist?
Interessant...
Man hat übrigens damit auch die Anwendung nicht verhindern können, hat aber wie so häufig alles verkompliziert.

Die Datenschutz-VO ist derzeit noch ein relativ inhaltsleeres Konstrukt das erst durch die Rechtssprechung dazu in der Praxis relevant wird. Denn in der Form wie sie vorgesehen ist kann sie in Teilbereichen nicht umgesetzt werden, wenn man sie maßvoll anwendet macht sie aber Sinn.
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(#22) [Permalink]
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Benutzerbild von mcw
mcw
 
07.11.2017, 09:41

Zitat:
Zitat von camefromhell Beitrag anzeigen
Du rechtfertigst also die Androhung körperlicher Gewalt und tatsächliche Sachbeschädigung durch Gewerkschafts-Aktivisten damit dass das Durchsetzen von Datenschutz im Interesse aller ist?
Interessant...
Man hat übrigens damit auch die Anwendung nicht verhindern können, hat aber wie so häufig alles verkompliziert.

Die Datenschutz-VO ist derzeit noch ein relativ inhaltsleeres Konstrukt das erst durch die Rechtssprechung dazu in der Praxis relevant wird. Denn in der Form wie sie vorgesehen ist kann sie in Teilbereichen nicht umgesetzt werden, wenn man sie maßvoll anwendet macht sie aber Sinn.
Nein, darauf habe ich ironisch mit der Agenten-Anspielung geantwortet, weil ich dir diesen Teil schlicht nicht glaube.

Die Datenschutzverordnung ist gar kein inhaltsleeres Konstrukt, vielleicht solltest du dir für solche Behauptungen einfach jemanden suchen, der diesen Bereich betreffend weniger Ahnung hat als ich.
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Dieser Beitrag von mcw gefällt: Llandra
(#23) [Permalink]
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inkale
 
07.11.2017, 10:06

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Wie man als Arbeitnehmer/in gegen die AK sein kann, erschließt sich mir überhaupt nicht, das ist ein Schuß ins eigene Knie.
Ich finde die AK wichtig und habe auch nichts gegen eine Pflichtmitgliedschaft, wenn es darum geht die AN dabei zu unterstützen, dass geltendes Arbeitsrecht auch durchgesetzt werden kann.
Allerdings stört mich in einigen Bereichen, wie auch bei den anderen Sozialpartnern, dass sie hier über ihre Kernaufgabe hinaus agieren und teilweise notwendige Entwicklungen lähmen bzw. unsinnigen Mehraufwand den Unternehmen auferlegen. Das hat mit Arbeitnehmerschutz überhaupt nichts mehr zu tun.

Ein Beispiel von vielen für die AK ist die Forderung der verpflichtenden Hinzuziehung von Betriebspsychologen um Arbeitsabläufe zu evaluieren hinsichtlich der Vermeidung von Burn Outs. Nachdem über 90% der österreichischen Unternehmen Klein- und Mittelbetriebe sind, wäre das wieder einmal ein zusätzlicher Aufwand, Kosten und Bürokratie, wo viele ohnehin schon darum kämpfen all den Anforderungen gerecht zu werden. Und das obwohl oftmals Mißstände in der Industrie und Wirtschaft, wo es Ausbeutung praktiziert wird (z.B. unbezahlte Arbeitszeiten vor und nach Geschäftsöffnungszeiten im Handel) ohnehin bekannt sind und man nur aufgreifen müsste was bereits vorhanden ist und endlich dagegen vorgehen. Und darüberhinaus sind oftmals Ursachen für Burn Out auch außerhalb der Arbeitswelt begründet. Da braucht nicht unnötig alle anderen Betriebe mitbelasten.
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Dieser Beitrag von inkale gefällt 8 Usern: Chania, Crocodylia, Heliamphora, kotuko, Liselotte, mane9, mcw, Misella
(#24) [Permalink]
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camefromhell
 
07.11.2017, 10:22

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Nein, darauf habe ich ironisch mit der Agenten-Anspielung geantwortet, weil ich dir diesen Teil schlicht nicht glaube.

Die Datenschutzverordnung ist gar kein inhaltsleeres Konstrukt, vielleicht solltest du dir für solche Behauptungen einfach jemanden suchen, der diesen Bereich betreffend weniger Ahnung hat als ich.
Doch, ist sie. Wir haben einerseits eine rechtliche Anforderung, personenbezogene Daten unveränderlich (!!!) zu sichern bzw. zu archivieren. Aus einem unveränderlichen Archiv kann ich logischerweise keine Löschungen vornehmen, dazu bin ich aber verpflichtet (Recht auf Löschung oder Vergessen-Werden).

Auch das Hilfskonstrukt, das Recht auf Löschung so umzusetzen dass bei Backups erst im Falle einer Rücksicherung die Daten gelöscht werden müssen zu deren Löschung man verpflichtet wurde hilft nicht weiter. Denn einen Datensatz, den ich löschen möchte muss ich zuerst zuallermeist öffnen womit dieser aber schon wieder verarbeitet wurde.

Zum Gewerkschafts-Thema werde ich hier nichts ergänzen da nahezu jede weitere Information den damaligen Kunden identifizieren würde und das möchte ich nicht.
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(#25) [Permalink]
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Benutzerbild von mcw
mcw
 
07.11.2017, 10:28

Zitat:
Zitat von inkale Beitrag anzeigen
Ich finde die AK wichtig und habe auch nichts gegen eine Pflichtmitgliedschaft, wenn es darum geht die AN dabei zu unterstützen, dass geltendes Arbeitsrecht auch durchgesetzt werden kann.
Allerdings stört mich in einigen Bereichen, wie auch bei den anderen Sozialpartnern, dass sie hier über ihre Kernaufgabe hinaus agieren und teilweise notwendige Entwicklungen lähmen bzw. unsinnigen Mehraufwand den Unternehmen auferlegen. Das hat mit Arbeitnehmerschutz überhaupt nichts mehr zu tun.

Ein Beispiel von vielen für die AK ist die Forderung der verpflichtenden Hinzuziehung von Betriebspsychologen um Arbeitsabläufe zu evaluieren hinsichtlich der Vermeidung von Burn Outs. Nachdem über 90% der österreichischen Unternehmen Klein- und Mittelbetriebe sind, wäre das wieder einmal ein zusätzlicher Aufwand, Kosten und Bürokratie, wo viele ohnehin schon darum kämpfen all den Anforderungen gerecht zu werden. Und das obwohl oftmals Mißstände in der Industrie und Wirtschaft, wo es Ausbeutung praktiziert wird (z.B. unbezahlte Arbeitszeiten vor und nach Geschäftsöffnungszeiten im Handel) ohnehin bekannt sind und man nur aufgreifen müsste was bereits vorhanden ist und endlich dagegen vorgehen. Und darüberhinaus sind oftmals Ursachen für Burn Out auch außerhalb der Arbeitswelt begründet. Da braucht nicht unnötig alle anderen Betriebe mitbelasten.
Solche Einwände sind nachvollziehbar und teile ich bei gewissen Bereich auch. Wie immer wäre es perfekt, gäbe es einen nicht überbordend bürokratischen Mittelweg zwischen Interessensvertretung von Arbeitnehmern und zugleich schauen, was für die Arbeitgeber, ohne sich bis zum Irrsinn verzetteln zu müssen, realisierbar ist. Dafür bin ich sofort, auch der Gastronomie könnte eine Minimierung des Aufwands in Bezug auf der Erfüllung div. Auflagen nur guttun (um nur ein Beispiel von vielen zu nennen).
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(#26) [Permalink]
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Obsidian
 
07.11.2017, 10:29

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Ich kenne ebenfalls einige Leute, die ihre Ansprüche nur durch die AK durchsetzen konnten, sei es Lohnnachzahlungen beim Konkurs der Firma oder unrechtsmäßige Kündigungen während der Schwangerschaft, usw.

Wie man als Arbeitnehmer/in gegen die AK sein kann, erschließt sich mir überhaupt nicht, das ist ein Schuß ins eigene Knie. Man kann immer nur erstaunt sein, wie leicht sich Ressentiments schüren lassen und dies zum Nachteil jener, die sie gebetsmühlenartig runterbeten, denn jede/r unselbständig Erwerbstätige kann mal in der Lage sein, wo er auf die Unterstützung der AK angewiesen ist.
Die AK macht nur 200%ig sichere Fälle. Grenzfaelle lehnen sie die Vertretung ab. Somit sind sie sinnlos. Zweimal bei meiner LG und einmal selbst erlebt.

Ich bin freiwillig Gewerkschaftsmitglied, weil es dort tatsächlich eine Vertretung auch im Grenzfall gibt. Rein monetaer ist jedoch sicherlich eine Rechtschutzversicherung das Optimum.
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(#27) [Permalink]
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mcw
 
07.11.2017, 10:30

Zitat:
Zitat von camefromhell Beitrag anzeigen
Doch, ist sie. Wir haben einerseits eine rechtliche Anforderung, personenbezogene Daten unveränderlich (!!!) zu sichern bzw. zu archivieren. Aus einem unveränderlichen Archiv kann ich logischerweise keine Löschungen vornehmen, dazu bin ich aber verpflichtet (Recht auf Löschung oder Vergessen-Werden).

Auch das Hilfskonstrukt, das Recht auf Löschung so umzusetzen dass bei Backups erst im Falle einer Rücksicherung die Daten gelöscht werden müssen zu deren Löschung man verpflichtet wurde hilft nicht weiter. Denn einen Datensatz, den ich löschen möchte muss ich zuerst zuallermeist öffnen womit dieser aber schon wieder verarbeitet wurde.
Ok, alles klar, wir beziehen uns schlicht auf völlig andere Punkte der Datenschutzverordnung.
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(#28) [Permalink]
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inkale
 
07.11.2017, 10:35

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Wie immer wäre es perfekt, gäbe es einen nicht überbordend bürokratischen Mittelweg zwischen Interessensvertretung von Arbeitnehmern und zugleich schauen, was für die Arbeitgeber, ohne sich bis zum Irrsinn verzetteln zu müssen, realisierbar ist.
Ja, das würde ich mir für die Sozialpartnerschaften und auch Wirtschaftskammer wünschen. Die Pflichtmitgliedschaften sollen ruhig aufrecht bleiben, denn die ursprüngliche Intention dieser Vertretungen ist schon ok. Allerdings würde ich mir wünschen, dass man wieder erkennt wer der Kunde ist, der vertreten werden will und hier nicht die Interessen der Funktionäre priorisiert und im Interesse des eigenen Machterhaltes zusätzliche Bürokratien schafft.
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inkale
 
07.11.2017, 10:44

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Die AK macht nur 200%ig sichere Fälle. Grenzfaelle lehnen sie die Vertretung ab. Somit sind sie sinnlos.
Fälle behinderter AN betreffend hat die AK an den Behindertenfachverband ausgelagert. Dort muss man vorher Mitglied werden. Kostet jetzt zwar nicht viel, aber immerhin.
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(#30) [Permalink]
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mcw
 
07.11.2017, 10:50

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Die AK macht nur 200%ig sichere Fälle. Grenzfaelle lehnen sie die Vertretung ab. Somit sind sie sinnlos. Zweimal bei meiner LG und einmal selbst erlebt.

Ich bin freiwillig Gewerkschaftsmitglied, weil es dort tatsächlich eine Vertretung auch im Grenzfall gibt. Rein monetaer ist jedoch sicherlich eine Rechtschutzversicherung das Optimum.
Kann ich nicht bestätigen, mir sind einige Grenzfälle aus dem Bekanntenkreis bekannt, wobei ich nicht genau weiß, was du damit meinst, es war jedenfalls alles andere als "sicher" und dauerte in einem Fall mehrere Monate, bis zum gewünschten Ergebnis. Und in diesem Fall ging es zum Beispiel um die Existenz, nicht um irgendwelchen Schnickschnack.

Mit Versicherungen lasse ich persönlich lieber andere Bereiche abdecken, aber letztlich natürlich auch alles eine Frage der Kosten, mit dem Pflichtbeitrag (0.5% vom Bruttoeinkommen, aber max. 14,44 Euro) der AK kann sich niemand eine Rechtsschutzversicherung leisten, somit wären mal wieder jene grob benachteiligt und der Willkür der Dienstgeber ausgeliefert, die zu wenig verdienen. Dagegen bin ich.
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Chania
 
07.11.2017, 11:08

Mir geht es bei der AK vor allem auch darum, dass sich die um Dinge kümmern, von denen der 08/15 DN einfach keine Ahnung hat, dass ihm das überhaupt zusteht.

Alleine die vielen falschen Abrechnungen bei Praktika oder Ferialjobs.

Oder, wie in meinem Fall, dass die AK ein Versäumnis des DG einfach auffängt. Wer hätte mich anrufen sollen, um mir mitzuteilen, dass ich meine Ansprüche geltend machen muss, wenn es der DG nicht tut? Eine eventuelle Rechtsschutzversicherung muss ICH ja einschalten.

Da gäbe es noch viele, viele Beispiele, wo der DG tatsächlich den AN absichtlich über den Tisch zieht.

Nur noch 2, die ich persönlich kenne:

Teilzeit-Handels-DN hat sich in der 20. SSW vom Arbeitgeber zu einer einvernehmlichen Kündigung drängen lassen. Dank AK hat sie zumindest alle ihre Ansprüche und eine entsprechende Abfindung erstritten.

Langjähriger Filialleiterin in einem Schuhgeschäft wurden bei der Endabrechnung/Pension die geleisteten Überstunden nicht abgerechnet. Dank der AK wurde das alles unbürokratisch und ohne Gerichtsverfahren korrekt abgerechnet.

lg
Chania
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Dieser Beitrag von Chania gefällt 2 Usern: Heliamphora, mcw
(#32) [Permalink]
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Heliamphora
 
07.11.2017, 11:18

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Rein monetaer ist jedoch sicherlich eine Rechtschutzversicherung das Optimum.
Sofern die Versicherung nicht 100 Gründe aus dem Hut zaubert, warum eine Vertretung in dieser Angelegenheit nicht abgedeckt wäre.
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(#33) [Permalink]
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Benutzerbild von Liselotte
Liselotte
 
07.11.2017, 12:37

Zitat:
Zitat von Obsidian Beitrag anzeigen
Die AK macht nur 200%ig sichere Fälle. Grenzfaelle lehnen sie die Vertretung ab. Somit sind sie sinnlos. Zweimal bei meiner LG und einmal selbst erlebt.

Ich bin freiwillig Gewerkschaftsmitglied, weil es dort tatsächlich eine Vertretung auch im Grenzfall gibt. Rein monetaer ist jedoch sicherlich eine Rechtschutzversicherung das Optimum.
Habe ich auch schon so erlebt, dass die AK an die Gewerkschaft verwiesen hat.
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(#34) [Permalink]
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Benutzerbild von Liselotte
Liselotte
 
07.11.2017, 12:45

Zitat:
Zitat von Chania Beitrag anzeigen

Nur noch 2, die ich persönlich kenne:

Teilzeit-Handels-DN hat sich in der 20. SSW vom Arbeitgeber zu einer einvernehmlichen Kündigung drängen lassen. Dank AK hat sie zumindest alle ihre Ansprüche und eine entsprechende Abfindung erstritten.

Langjähriger Filialleiterin in einem Schuhgeschäft wurden bei der Endabrechnung/Pension die geleisteten Überstunden nicht abgerechnet. Dank der AK wurde das alles unbürokratisch und ohne Gerichtsverfahren korrekt abgerechnet.
Beide Fälle gehören zu den 200% sicheren Fallen.

Ich finde eine Beratungseinrichtung auf Non-Profit Basis für Arbeitnehmer grundsätzlich sehr gut und wichtig.
Genauso finde ich es wichtig dass es eine gut funktionierende ArbeitnehmerINTERESSENSvertretung gibt. Meiner Erfahrung nach geht es aber den Gewerkschaften (zumindest den relevanten Entscheidungsträgern) mehr um Bestandsschutz (Jo nix ändern, maximal mehr Gehalt fürs gleiche) als um Interessensvertretung.

Arbeit ist heutzutage diverser als früher. Man kann die Billa-Verkäuferin nicht mit dem Sales-Spezialisten für hochtechnologische Geräte oder Gesamtlösungen, der mind. HTL Abschluss wenn nicht sogar ein Studium braucht vergleichen. Beide haben unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse wenn es um Arbeit geht. Wird aber von den Interessensvertretungen mE nicht berücksichtigt, würde ich mir aber durchaus wünschen.
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Dieser Beitrag von Liselotte gefällt 4 Usern: Alex3, inkale, Misella, Obsidian
(#35) [Permalink]
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Alex3
 
07.11.2017, 18:00

Gegen eine Interessensvertretung wäre ja grundsätzlich nichts einzuwenden, wäre sie nicht ständig extrem parteipolitisch motiviert und engagiert...

Dass jetzt die Hetze gegen alles, was nicht Links ist, losgehen muss, war klar. Wären Gewerkschaft und AK weiterhin in der Regierung vertreten, hätte wohl keiner ein vernünftiges Ergebnis bei ca. 3% verhindert - so muss aber unbedingt Wirbel gemacht werden, damit man den AN seine Leistung verkaufen kann und nicht vergessen wird... Krawall auf dem Rücken von AN und AG, die gemeinsam die Wirtschaft sind, auch wenn die eine Seite das nicht akzeptieren will.

Ich muss vielleicht ergänzen, dass ich bisher weder mit AK noch Gewerkschaft Probleme hatte.
Die kleinen Gewerkschaftsfunktionäre, die die Laufarbeit zu erledigen haben, sind, soweit ich sie persönlich kennengelernt habe, auch sehr nett, aber die obersten Vertreter, Leute wie Kaske, Muhm, Katzian, das sind in meinen Augen übelste Hetzer, gleich sympathisch wie Blaue, wenn sie Daham statt Islam skandieren. Sie hetzen halt gegen die Arbeitgeber, was, wie man hier lesen kann, ja auch Früchte getragen hat...
Man möge es mir nachsehen, aber solche Dinge nehme ich persönlich, eben weil auch Arbeitgeber größtenteils korrekte, anständige Menschen sind und nicht mit dem Generalverdacht seitens Gewerkschafts- und AK-Bonzen, grundsätzlich einmal aus der Funktion heraus Arschlöcher zu sein, zu belegen sind - so wie Arbeitnehmer auch.

Geändert von Alex3 (07.11.2017 um 18:52 Uhr)
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(#36) [Permalink]
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Benutzerbild von gibsea106
gibsea106
 
07.11.2017, 19:25

off-topic-Frage (bin ja wirtschaftlich ein Nudlaug...):

Warum wollen Arbeitnehmer mehr als eine Lohnerhöhung um den offizielle Preisindex (Inflationsrate...heißt das so?) ?
Womit wird diese Forderung von den AN begründet ?

Ich meine, wenn ich als 19 Jähriger 10min für eine Extrawurstsemmel arbeite, so ists doch normal, dass ich als 64,5 Jähriger ebenso 10min für eine solche Semmel arbeiten möchte.
Bei gleicher Aufgabenstellung natürlich...

Warum aber dann eine Lohnerhöhung über dem Preisindex?

Würd mich freuen, wenn mir das jemand erklären kann.
lg Martin
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(#37) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Chania
Chania
 
07.11.2017, 19:57

Zitat:
Zitat von Alex3 Beitrag anzeigen
Gegen eine Interessensvertretung wäre ja grundsätzlich nichts einzuwenden, wäre sie nicht ständig extrem parteipolitisch motiviert und engagiert...

Dass jetzt die Hetze gegen alles, was nicht Links ist, losgehen muss, war klar. Wären Gewerkschaft und AK weiterhin in der Regierung vertreten, hätte wohl keiner ein vernünftiges Ergebnis bei ca. 3% verhindert - so muss aber unbedingt Wirbel gemacht werden, damit man den AN seine Leistung verkaufen kann und nicht vergessen wird... Krawall auf dem Rücken von AN und AG, die gemeinsam die Wirtschaft sind, auch wenn die eine Seite das nicht akzeptieren will.

Ich muss vielleicht ergänzen, dass ich bisher weder mit AK noch Gewerkschaft Probleme hatte.
Die kleinen Gewerkschaftsfunktionäre, die die Laufarbeit zu erledigen haben, sind, soweit ich sie persönlich kennengelernt habe, auch sehr nett, aber die obersten Vertreter, Leute wie Kaske, Muhm, Katzian, das sind in meinen Augen übelste Hetzer, gleich sympathisch wie Blaue, wenn sie Daham statt Islam skandieren. Sie hetzen halt gegen die Arbeitgeber, was, wie man hier lesen kann, ja auch Früchte getragen hat...
Man möge es mir nachsehen, aber solche Dinge nehme ich persönlich, eben weil auch Arbeitgeber größtenteils korrekte, anständige Menschen sind und nicht mit dem Generalverdacht seitens Gewerkschafts- und AK-Bonzen, grundsätzlich einmal aus der Funktion heraus Arschlöcher zu sein, zu belegen sind - so wie Arbeitnehmer auch.
Und Du hetzt gg. die AK. Obwohl Du mit denen noch gar keine Probleme hattest.


Ohne die AK hätte mich mein ach so toller Arbeitgeber um über 7.000 € geschossen. Ihm war es wurscht, mir nicht. Soviel zu korrekt und anständig. Wären alle AG korrekt und anständig, bräuchten wir ja keine AK.

Lg
Chania
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Dieser Beitrag von Chania gefällt 2 Usern: Birke, DaisyD
(#38) [Permalink]
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Benutzerbild von Alex3
Alex3
 
07.11.2017, 20:03

Zitat:
Zitat von Chania Beitrag anzeigen
Und Du hetzt gg. die AK. Obwohl Du mit denen noch gar keine Probleme hattest.


Ohne die AK hätte mich mein ach so toller Arbeitgeber um über 7.000 € geschossen. Ihm war es wurscht, mir nicht. Soviel zu korrekt und anständig. Wären alle AG korrekt und anständig, bräuchten wir ja keine AK.

Lg
Chania
Ich hetze nicht, ich stelle nur fest, wie das, was diese Leute von sich geben, bei rechtschaffenen Leuten ankommt.

Es ist gut, dass du zu deinem Recht gekommen bist und es liegt mir auch fern, miese DG zu verteidigen, aber es bleibt eine Unverschämtheit, alle in einen Topf zu werfen und zu verunglimpfen, wie besagte Leute das tun.
Man könnte ja auch Unrecht beseitigen ohne selbst welches zu begehen und nur das anprangern, was auch anprangernswert ist...
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(#39) [Permalink]
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inkale
 
07.11.2017, 20:07

Zitat:
Zitat von Chania Beitrag anzeigen
Ohne die AK hätte mich mein ach so toller Arbeitgeber um über 7.000 € geschossen. Ihm war es wurscht, mir nicht. Soviel zu korrekt und anständig. Wären alle AG korrekt und anständig, bräuchten wir ja keine AK.
Ja, das hat man hier schon verstanden. Schön für dich. Aber da endet nun einmal nicht der Tellerrand.

Bin mir nicht sicher, ob du auch verstanden hast, dass es darüberhinaus noch andere Bereiche gibt, die Relevanz haben und bisher sehr schlecht Berücksichtigung finden.
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(#40) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Alex3
Alex3
 
07.11.2017, 20:07

Zitat:
Zitat von gibsea106 Beitrag anzeigen
off-topic-Frage (bin ja wirtschaftlich ein Nudlaug...):

Warum wollen Arbeitnehmer mehr als eine Lohnerhöhung um den offizielle Preisindex (Inflationsrate...heißt das so?) ?
Womit wird diese Forderung von den AN begründet ?

Ich meine, wenn ich als 19 Jähriger 10min für eine Extrawurstsemmel arbeite, so ists doch normal, dass ich als 64,5 Jähriger ebenso 10min für eine solche Semmel arbeiten möchte.
Bei gleicher Aufgabenstellung natürlich...

Warum aber dann eine Lohnerhöhung über dem Preisindex?

Würd mich freuen, wenn mir das jemand erklären kann.
lg Martin
Wenn die Wirtschaft floriert, möchten alle, die daran beteiligt sind, gerne auch ihren Anteil daran haben - und der liegt meist über der Inflationsrate. Finde ich nachvollziehbar und gerecht.
Ich fände 3% fair, mehr wäre aber zuviel, weil so grandios läufts dann doch auch wieder nicht...
Die möglichen Steigerungen hängen halt auch sehr von der wirtschaftlichen Entwicklung der Betriebe ab und das wiederum liegt an der jeweiligen Branche.
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