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dieGuteFee
 
Bekenntnisse einer übermüdeten Mutter - 16.12.2016, 21:48

Meine Tochter ist schon 2, ich weiß nicht, ob ich mit meiner Wutschrift hier reinpasse, aber ich hab leider keine Rubrik gefunden, wo ich meinen Kram abladen kann, denn nichts anderes ist das, was ich schreiben will.

Ich muss mir ein paar Dinge von der Seele schreiben, sonst passiert noch was mit mir.

Ich bin am Ende, ja so muss ich es wohl sagen. Aber das klingt so theatralisch und außerdem bedeutet es, dass ich nicht mehr weitermachen kann. Und wir wissen alle, dass man als Mama nicht mehr zurück kann.
Ich bin übermüdet, ich habe ein Kind, das seit der Geburt an Neurodermitis leidet. Das ist ganz ohne Zweifel nicht die schlimmste Krankheit, die einen treffen kann, und ich weiß, dass ich mich eigentlich nicht beschweren darf, wenn ich an andere Eltern denke, deren Kinder WIRKLICH krank sind.
Meine beschränkt sich auf endlosen Juckreiz die ganze Nacht.
Ich hab seit 2 Jahren nicht mehr länger als 2-3 Stunden am Stück geschlafen, wobei Nächte mit 3Stunden-Einheiten so selten sind, dass ich sie im Kalender einringeln kann.
Stundenmäßig verbringen ich ja eigentlich viel Zeit im Bett. Aber nach 2 Jahren und keiner Aussicht auf Besserung, bemerke ich, dass ich nicht mehr der Mensch bin, der ich mal war.

Der Schlafmangel hat mich verändert. Ich hab alle meine früheren Stärken verloren, so kommt es mir vor. Ich war mal geduldig, lebensfroh und vielseitig interessiert. Ich war ein geistiger Tausendsassa, gesellig und hatte immer viele schöne Dinge vor. Ich war mir so sicher, dass ich mal eine gute Mama sein werde, ich wollte so sehr ein Kind. Ich war sicher, dass ich mein Kind niemals anbrüllen werde...

Wie bin ich jetzt?
Reizbar, ungeduldig und leider hab ich es heute schon wieder getan - ich hab die Kleine schon wieder angeschriehen weil ich einfach nicht mehr konnte.
Ich lebe nur von einer Schlafeinheit zur nächsten. Ich bin gedanklich im nächsten Nickerchen und schaue endlich auf die Uhr, wann es wieder Zeit ist, das Kind schlafen zu legen. Tage wie heute, wo der Mittagsschlaf nicht klappt, sind dann der emotionale Super-GAU.
Nach 2 Stunden erfolglosem Einschunkeln hab ich aufgegeben und nur noch versucht, meine Tränen der Enttäuschung zu verstecken.
Die Kleine hängt unfassbar an mir und braucht noch das Stillen. Ich will nicht mehr Stillen, aber abstillen kommt nicht in Frage, wenn es Nachts das einzige ist, das sie halbwegs in den Schlaf bringt, neben stundenlangem kratzen.
Was haben wir alles probiert.... Medikamente, Salben, Cremen, schweineteure Spezialkleidung, Diäten. und natürlich habe ich mit gediätet, wegen dem Stillen, nicht?

Ich bin müde und ich schäme mich dafür, immer öfter den Gedanken wegschieben zu müssen, dass ich mir das Kinderkriegen so nicht vorgestellt habe.
Ich hasse es, wenn ich laut werde, wenn ich weinen muss und wenn ich den ganzen Vormittag sehnsüchtig darauf warte, dass die Kleine endlich schlafen geht.
Lebe ich nur noch für die Momente, wo sie weg ist ?!
So hab ich mir das nicht vorgestellt.
Was tue ich dann, wenn sie schläft? Selten gelingt es mir, selbst zu schlafen.
Meistens hocke ich nur blöd an stumpfsinnigen Computerspielen oder verkrümmel mich mit Handarbeit ins Sofa. Traue mich nicht, laut zu atmen, berühre keinen Gegenstand im Haus und gehe nichtmal aufs Klo, aus Angst Krach zu machen, der sie aufwecken könnte, der die heilige Pause beenden könnte.
Was ist aus mir geworden ?!

Es gibt mich als Person nicht mehr. Ich lebe nur noch für sie und ihre Bedürfnisse. Ich war seit ihrer Geburt bei keiner Routine Untersuchung mehr, dabei war mir früher meine jährliche Kontrolle bei Gyn und Zahnarzt sehr wichtig.
Ich war seit 2 Jahren nicht mehr beim Frisör, ich weiß gar nicht mehr, wie sich eine schöne Frisur anfühlen könnte.
Ich trage seit 2 Jahren meinen Ehering nicht mehr, weil er durch das ständige eincremen sowieso nur fettig wird.

Ich hab seit 2 Jahren nicht mehr neben meinem Mann geschlafen, er schläft im Gästezimmer, weil wenigstens er ausgeschlafen sein muss für die Arbeit.
Von kuscheln oder Zärtlichkeit zwischen uns brauch ich gar nicht anfangen.... das rangiert schon unter Luxus.

Was ist aus meinem Leben geworden?
Ich verbringe an manchen Tagen bis zu 13-14 Stunden pro Nacht im Schlafzimmer neben dem Kind. sitze in einem 9m2 großen Zimmer im Halbdunkel, starre ins Nichts, kratze sie, creme sie ein, stille, streichle. Hoffe darauf, dass sie endlich Ruhe findet und bin mit meinen Gedanken allein.
Meistens sind wir nachts mehrmals munter, oft braucht sie nach dem aufwachen 1-2 Stunden um wieder einzuschlafen, mehrmals. Eine Durchschnittsnacht besteht aus mehreren kurzen Schlaf-Fragmenten, mit langen Wachphasen dazwischen.

Ich verlasse praktisch nie ohne Kind das Haus. Der Papa bemüht sich zwar, aber er muss einerseits arbeiten und andererseits kann er sie nur schwer trösten wenn sie mal wieder Mama haben will.
Bei der Oma schlafen? Unmöglich!
Mit dem Papa schlafen gehen? Unmöglich!

Ich hab mit dem Papa vereinbart, dass ich am Abend noch eine kindfreie Stunde bekomme. Dann spielen die beiden, das tut mir gut. Leider muss er immer wieder mehrtätig beruflich weg, dann zähle ich die Stunden, bis er wieder da ist.
Damit er mir das Kind abnimmt.
Boah, wie ich mich schäme das zu sagen.

Ich hab unendlich schlechtes Gewissen, habe das Gefühl zu schwach zu sein für den Mamajob. Andere Frauen haben mehrere Kinder! Haben kränkere Kinder!
Nie hätte ich gedacht, dass ich so wenig belastbar sein könnte!
Ich kann es nur mit dem Schlafmangel begründen.
Aber Rechtfertigung ist das keine.

Ich bin fertig in jeder Hinsicht.
Und es ist mir nicht leichtgefallen, das alles so direkt zuzugeben. Es hat schon länger in mir gebrodelt.
Ich liebe mein Kind so sehr, so unendlich. Ich brauche die warmen Umarmungen von ihr so dringend als Trost. Und gleichzeitig sehne ich mir die nächste freie Stunde herbei, wo sie schläft.
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Melanie056
 
16.12.2016, 22:30

Fühl dich gedrückt.

Hast du irgendwenn zb oma oder opa die dir deine kleine kurz abnehmen können, damit du mal zeit für dich hast?
Du bist nicht NUR mutter sondern auch frau und versuch das du zweiteres irgendwie mehr leben kannst.

Ich habe einen 4 monate alten sohn. Er schläft die nacht durch und ist an und für sich einfach u brav. Nur die tagschläfchen hauen nicht gut hin. Muss ihn auch hin u her tragen.

Obwohl mein kleiner sehr einfach is, schaue ich dass ich genug zeit auch für mich habe. Jede woche einen gymnastikkurs da is der kleine bei oma oder tante, hin u wieder geh ich ins kino und morgen geh ich auf die weihnachtsfeier. Ich stille u es klappt mit abgepumpter milch. 1 stunde wo ich nur für mich sein kann - das braucht jede mutter.

Wenn du mal schreist weil du dich überfordert fühlst, mach dir kein schlechtes gewissen. Das kind kann zwar nichts dafür, aber es wird als erwachsener auch mal die schlechte laune vom ehepartner etc. Abbekommen...

Mein tipp an dich wenn die kleine schläft:
Ich freue auch zb wenn der kleine mal in ein tagesschläfchen findet. Ich lege ihn tagsüber ins elternbett lege mich dazu und kuschel mit ihm
Probier das aus. Es tut so gut
Ich brauche das auch ein wenig tagsüber - der kleine schläft im kinderzimmer - er is nicht so verkuschelt.

Ich hoffe dass es dir bald besser geht.

Ich finde es schon mal gut dass du darüber schreibst u deinen gefühlen freien lauf lässt
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Benutzerbild von lula
lula
 
16.12.2016, 22:54

liebe gute fee,
ich kann so gut verstehen wie es dir geht. mein erstgeborener war auch eine große herausforderung für mich.
ein extrem schlechter schläfer mit gesundheitlicher belastung.

schlafentzug ist ja tatsächlich eine foltermethode .... wenn das dann jahre so geht kann man schon mal die nerven verlieren.

wenn sie nachts nicht ohne dich kann, vielleicht hast du die möglichkeit sie tagsüber mal abzugeben, damit du deine akkus wieder aufladen bzw. schlaf nachholen kannst.

ein tipp von mir, den ich leider erst beim zweiten kind entdeckt habe .... mach' ganz normalen alltagslärm, wenn dein kind tagsüber schläft.
z.b. fördert das staubsaugergeräusch (stichwort "weißes rauschen") sogar den schlaf.
mein kleiner hat am besten im badezimmer bei laufendem abluftventilator geschlafen. so bald es leise war ist er aufgewacht.

alles gute und lade ruhig deinen ganzen frust hier ab .... sudern hilft immer
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federtrommel
 
16.12.2016, 23:04

Oh, du hast mein vollstes Mitgefühl!

Beim Lesen ist bei mir das Bild einer Mama aufgetaucht, die bereit ist, seehr viel zu geben und die auch wirklich sehr viel geben kann. Und das Bild einer Situation, wo das Kind auch wirklich sehr viel zu brauchen scheint. Und das zerrt unheimlich an den Kräften, immer mehr und immer mehr. Es scheint so, als ob du die wenigen Pausen auch nicht mehr zur Erholung nutzen kannst....

Deine Zeilen haben mich sehr berührt, an meinem eigenen Schmerz gerührt, dass das Leben mit dem so sehr willkommenen Kind ganz anders ist, als gedacht. Ich hatte selber ein Kind, das stundenlang nur geschrieen hat, dauergestillt wurde, getragen wurde und dennoch schrie. Ich hab damals verstehen gelernt, was Schlafentzug mit Menschen macht: alles, was ich mir in den Jahren zuvor mühsam angeeignet hatte an Strategien, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen kann, ist zerbrochen. Das weinende Kind und ich, das Schreien und ich und wie ich mehr und mehr die Kontrolle über mich und mein Leben zu verlieren begann.

Ich bin so froh, dass ich damals nach außen gegangen bin und mir selber erlaubt habe, Hilfe anzunehmen, es nicht alleine schaffen zu müssen. Auch wenn ich heute immer noch traurig bin über den "Betrug", so hat es sich bei uns ziemlich gut entwickelt. Ich habe gelernt, meinem Sohn mit 15 Monaten zuzumuten, dass er nachts nur mehr einmal gestillt wird. Ich hab die Zuversicht entwickeln gelernt, dass er damit zurecht kommen wird. Am schwierigsten war für mich dabei, mein Idealbild von mir als Mama, die alles vermag/vermögen sollte, loszulassen. Ich bin nicht unendlich zugewandt, es reicht aus, "good enough" zu sein, perfekt ist gar nicht notwendig

Auch wenn ich dich gar nicht kenne, wünsche ich dir sooooo sehr, dass du einen Weg findest, mit dieser schwierigen Situation so umzugehen, dass es für dich (und dein Kind) besser passt.

Für uns war die Stängl Antonia recht hilfreich, die müsste eigentlich gar nicht so weit weg von dir sein: http://www.antoniastaengl.at
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Dieser Beitrag von federtrommel gefällt 5 Usern: alibi, Asterix, Jemaro, lula, n-m
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Benutzerbild von Anelle
Anelle
 
17.12.2016, 04:12

Ich wollte nicht ohne gehen. Schick dir viel Kraft.
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Benutzerbild von lottinchen
lottinchen
 
17.12.2016, 07:56

Ich wollte dir nur dalassen: Deine Gefühle sind nicht falsch und du musst dich nicht dafür schämen!!!
Man versucht als Mutter immer das Beste zu geben, 100% zu geben. das Kind verlangt aber 120%, wir reißen uns ein Bein aus und geben 110%, doch es scheint einfach nicht genug zu sein.
Doch du hast nur 100%, der Rest bleibt auf der Strecke! Versuche nur diese 100% zu verteilen und dir die 110% für Extremsituationen aufzuheben.

Das was mir geholfen hat (und ich habe gesunde Kinder, die nur recht anhänglich sind): Krippe/Kiga/Tagesmutter und Abstillen.
Auch wenn es die ersten Tage zusätzliche Kraft fordert - es lohnt sich!
Mein Großer hat mit zwei noch mit nem Schnuller angefangen, weil ich nicht mehr stillen wollte!

Und ich verspreche dir, wenn du ein wenig Abstand bekommst wirst du dein Kind auch mal vermissen und dich freuen mit ihm Zeit zu verbringen. Das ist ein schönes Gefühl!

Es ist schwer, aber du musst zuerst an dich Denken, damit du eine gute Mutter sein kannst!
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Benutzerbild von lottinchen
lottinchen
 
17.12.2016, 07:59

Zitat:
Zitat von federtrommel Beitrag anzeigen
Auch wenn ich heute immer noch traurig bin über den "Betrug", so hat es sich bei uns ziemlich gut entwickelt.
Welchen Betrug meinst du?
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(#8) [Permalink]
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Benutzerbild von Lottie
Lottie
 
17.12.2016, 08:07

Ich kenne vieles davon auch ohne Neurodermitis - das Einschlaf u Durchschlafdrama habe ich seit 5 Jahren mit 2 Kindern.....

Aber ganz ehrlich - es gibt einiges was DU verändern kannst oder musst! Am Anfang deines Beitrages dachte ich du wärst AE...dabei scheinst du ja eh sogar jede Menge Leute zu haben die helfen könnten.

Als erstes musst du deinen Mann stärker in die Verantwortung nehmen. Auch wenn er arbeitet kann er die ein oder andere Nachtschichten übernehmen. Da geht! Andere haben auch schlecht schlafende Kinder und arbeiten voll! Und ja die Leistung leidet manchmal darunter....aber es gibt nunmal mehr im Leben als nur Job.

Ausserdem würde ich dir raten schleunigst einen Kindergartenplatz zu suchen. Nach ein paar Wochen Verschnaufzeit solltest du wieder - Wenn möglich - im geringen Ausmaß anfangen zu arbeiten - das ist der Wichtigste Schritt in ein "eigenes Leben".

Willige Großeltern sollten keinenfalls geschont werden. Du fängst an mit einer Stunde zum Friseur und steigerst es langsam auf einen Abend mit dem Mann.

Du musst ausserdem dringend überlegen, abzustillen ! Es ist ein Loslösungsprozess und da bistu gefragt! Das stillen kostet enorm viel kraft und im Prinzip hilft es in der Nacht GAR nicht mehr, weil Mama dann quasi nur mehr als einschlafhilfe missbraucht wird. Ich hatte 2 Kinder die 20 minütlich den Busen wollten in der Nacht, ich weiß wovon ich spreche.

Aber solange du Stillst wirst du deine Selbstständigkeit nicht wieder erlangen. Solange ist es schwierig das Kind abzugeben und du bindest es nur weiter an Dich.

Du musst sie Anderen jetzt mal machen lassen, weil DU dringend Energie brauchst. Wenn du irgendwann ausgebrannt vom Sessel kippst hilft das niemanden - und das schlimmste wäre dass es dann erst recht auch ohne Dich ginge !

Ich verstehe dich. Aber wenn Du willst dass sich etwas ändert dann musst DU damit anfangen !

Alles Liebe!

Wg der Neurodermitis würde ich das Kind auf Lebensmittelunvertäglichkeit austesten lassen. Das geht auch mit e- Akupunktur oder so. Die Ergebnisse kommen oft sehr nah ran an medizinische Tests. Als erstes würde ich Milchprodukte gänzlich weglassen. Auch keine Soja wg der Kreutzallergien...es ist sehr schwer dass 100% durchzuziehen. Aber die kuheiweisse übertragen sich beim Stillen. Ich habe ein Kind das mit 7 Wochen daran fast erstickt wäre mit einer offizielle Diagnose. Heute reag
iert es sehr stark mit der Haut auf jedlichen Kontakt zu Milcheiweishaltigem. Es ähnelt Neurodermitis und ich habe schon sehr oft gehört dass diese durch Milch verursacht / begünstigt werden kann....

Geändert von Lottie (17.12.2016 um 08:31 Uhr)
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Dieser Beitrag von Lottie gefällt 4 Usern: Asterix, DaisyD, lottinchen, miss.lila
(#9) [Permalink]
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dieGuteFee
 
17.12.2016, 09:04

guten morgen!
heute hab ich es geschafft, mich aus dem zimmer zu schleichen ohne sie aufzuwecken, das sind die guten tage an denen mir so etwas gelingt

so viel anteilnahme! das freut mich total

wo soll ich anfangen zu antworten......
in den kindergarten wird sie ab september gehen, definitiv! mal sehen wie wir das mit den morgenstunden hinbekommen. sie schläft derzeit meistens bis halb 10, halb 11.

abstillen.... das leidige thema. sie hängt so extrem an mir! ich bringe es nicht fertig, zu verweigern wenn sie mich anheult natürlich weiß ich, dass sie es in dem altern nicht mehr braucht, aber den kampf verliere ich gleich, weil sie mir so leid tut
sie fordert ja auch wahnsinnig viel hautkontakt mit mir. sie schläft nur mit großflächigem hautkontakt, und manchmal bohrt sie sich im schlaf so extrem in mich rein, dass ich schon nicht mehr weiß wohin mit mir, weil sie mich an den bettrand schiebt.
nur so kann sie einschlafen, wenn sie dann tief schläft, kann ich sie kurz heben und etwas weiter weg ablegen.
deswegen muss ich ja auch so ewig im schlafzimmer hocken bleiben, weil sie oft sofort wach wird und losheult, wenn ich aufstehe.
sogar wenn ich nachts aufs klo muss, will sie mit. sie sitzt dann halt auf meinen knien und döst an meiner schulter weiter. im bett bleiben ist keine option, und wenn es nur 2 minuten sind

die oma ist noch berufstätig und leider auch eine ziemliche ecke weit weg, da geht sich nur selten was aus. und der papa, ja... den könnte ich mehr in die pflicht nehmen. das stimmt!
aber man geht halt den geringsten widerstand *gähn* überhaupt tue ich vieles nicht, das ich könnte oder sollte, weil mir der antrieb fehlt.
ich könnte schon einiges unternehmen, um das kind "wegzugeben". aber dann nagt das schlechte gewissen, und außerdem fehlt mir der antrieb, die zeit dann zu nützen.

wenn mein mann am abend mit ihr spielt, hab ich auch keine lust mehr, allein im finstern das haus zu verlassen. also sitze ich nur im nebenzimmer, wo sie mich natürlich sofort holen will wenn mal was ist. ich müsste mal RICHTIG rausgehen und was machen, aber mir fehlt komplett die motivation. ich bin es schon so gewöhnt, dass sie an mir hängt und auf mir hockt, dass ich gar keine lust mehr hab, wegzugehen, ins kino zu gehen, irgendwas zu machen....
alles was ich mache, überprüfe ich sofort nach dem kriterium: kann ich die kleine da mitnehmen?

wahrscheinlich der total falsche weg...

das trifft den nagel auf den kopf!
Zitat:
Man versucht als Mutter immer das Beste zu geben, 100% zu geben. das Kind verlangt aber 120%, wir reißen uns ein Bein aus und geben 110%, doch es scheint einfach nicht genug zu sein.
Doch du hast nur 100%, der Rest bleibt auf der Strecke! Versuche nur diese 100% zu verteilen und dir die 110% für Extremsituationen aufzuheben.

milchprodukte haben wir schon versucht, hat leider keinen erfolg gebracht. wir sind nächste woche beim homöopathen, vielleicht kann uns der einen rat geben.

ich würd gern mehr schreiben und auf eure antworten eingehen, vielleicht komme ich später dazu
danke euch schonmal ganz viel, es tut wirklich gut wenn man sich mal offen aussprechen kann
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(#10) [Permalink]
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Seifenblase
 
17.12.2016, 09:21

Ich lese bei dir eine unglaubliche Überlastung und würde dir raten mit deinem Arzt zu sprechen und zu sehen, ob du eine Kur oder Reha machen kannst. Das wäre zudem ein deutliches Zeichen an Partner und Umwelt, dass sie dich besser unterstützen müssen, das scheint derzeit bei niemandem richtig anzukommen. Vor allem die Persönlichkeitsveränderung liest sich schlimm, das wird mit ein paar Besuchen im Kaffeehaus nicht zu lösen sein.

Ich habe drei Kinder, ich kenne auch schlaflose Nächte, aber so wie du das beschreibst, soll Kinder haben nicht sein, auch wenn andere ähnliches erleben: das ist Folter und darf so nicht sein. Für dich nicht und auch nicht für die anderen, die es so erlebt haben.
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Dieser Beitrag von Seifenblase gefällt 14 Usern: Asterix, Caleni2009, DaisyD, easy-going, Flora, lula, miss.lila, Mrs.Who, n-m, Pezi, SanjaM, sol78, Vollmondfrau, zotti
(#11) [Permalink]
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Benutzerbild von Lottie
Lottie
 
17.12.2016, 10:02

Zitat:
Zitat von dieGuteFee Beitrag anzeigen
guten morgen!
heute hab ich es geschafft, mich aus dem zimmer zu schleichen ohne sie aufzuwecken, das sind die guten tage an denen mir so etwas gelingt

so viel anteilnahme! das freut mich total

wo soll ich anfangen zu antworten......
in den kindergarten wird sie ab september gehen, definitiv! mal sehen wie wir das mit den morgenstunden hinbekommen. sie schläft derzeit meistens bis halb 10, halb 11.

abstillen.... das leidige thema. sie hängt so extrem an mir! ich bringe es nicht fertig, zu verweigern wenn sie mich anheult natürlich weiß ich, dass sie es in dem altern nicht mehr braucht, aber den kampf verliere ich gleich, weil sie mir so leid tut
sie fordert ja auch wahnsinnig viel hautkontakt mit mir. sie schläft nur mit großflächigem hautkontakt, und manchmal bohrt sie sich im schlaf so extrem in mich rein, dass ich schon nicht mehr weiß wohin mit mir, weil sie mich an den bettrand schiebt.
nur so kann sie einschlafen, wenn sie dann tief schläft, kann ich sie kurz heben und etwas weiter weg ablegen.
deswegen muss ich ja auch so ewig im schlafzimmer hocken bleiben, weil sie oft sofort wach wird und losheult, wenn ich aufstehe.
sogar wenn ich nachts aufs klo muss, will sie mit. sie sitzt dann halt auf meinen knien und döst an meiner schulter weiter. im bett bleiben ist keine option, und wenn es nur 2 minuten sind

die oma ist noch berufstätig und leider auch eine ziemliche ecke weit weg, da geht sich nur selten was aus. und der papa, ja... den könnte ich mehr in die pflicht nehmen. das stimmt!
aber man geht halt den geringsten widerstand *gähn* überhaupt tue ich vieles nicht, das ich könnte oder sollte, weil mir der antrieb fehlt.
ich könnte schon einiges unternehmen, um das kind "wegzugeben". aber dann nagt das schlechte gewissen, und außerdem fehlt mir der antrieb, die zeit dann zu nützen.

wenn mein mann am abend mit ihr spielt, hab ich auch keine lust mehr, allein im finstern das haus zu verlassen. also sitze ich nur im nebenzimmer, wo sie mich natürlich sofort holen will wenn mal was ist. ich müsste mal RICHTIG rausgehen und was machen, aber mir fehlt komplett die motivation. ich bin es schon so gewöhnt, dass sie an mir hängt und auf mir hockt, dass ich gar keine lust mehr hab, wegzugehen, ins kino zu gehen, irgendwas zu machen....
alles was ich mache, überprüfe ich sofort nach dem kriterium: kann ich die kleine da mitnehmen?

wahrscheinlich der total falsche weg...

das trifft den nagel auf den kopf!



milchprodukte haben wir schon versucht, hat leider keinen erfolg gebracht. wir sind nächste woche beim homöopathen, vielleicht kann uns der einen rat geben.

ich würd gern mehr schreiben und auf eure antworten eingehen, vielleicht komme ich später dazu
danke euch schonmal ganz viel, es tut wirklich gut wenn man sich mal offen aussprechen kann
Kindergarten u ä ist kein "weggeben" voralöem wenn man in deinem Zustand ist. Kannst du nicht schon vor September etwas arrangieren ?

Bis 11 schlafen ist viel zu lang - Kein Wunder dass sie nicht einschlägt und nicht durchschlagen wenn sie sich dann am vormittag den Schlaf holt! Sie ist ja total aus dem Rythmus!

Du solltest dir für "deine" Stunde Termine ausmachen. Zb Massage, Osteo, sprachkurs etc....

Wenn du willst dass sich deine kleine mehr von dir löst musst du sie halt auch lassen. Ich meine ist doch klar dass sie das nicht versteht und akzeptiert wenn du im Nebenzimmer hockst. Was willst du damit erreichen?

Abstillen geht leichter wenn Papa ein paar Nächte übernimmt. Es kommt halt auch drauf an wie oft du nicht stillst. Eventuell müsstest du vorher noch reduzieren. Also nur mehr zum einschlafen etc...je nach Kind und Menge ist "der Spuk" nach einer Woche meist vorbei...

Vielleicht ist ist es aber eh noch nicht so schlimm dass du wirklich etwas ändern möchtest und du wolltest dich nur mal ausheulen und es kam dann nur viel schlimmer rüber.. auch das ist erlaubt

Milchprodukte weglassen heisst mindestens 6 Monate wirklich KONSEQUENT. Ohne Ausnahme. Eine diätologische Beratung macht dafür Sinn. Ich kann mir nicht vorstellen dass du das bei "mal ausprobiert" wirklich hin bekommen hast. Milcheiweiß wird gerne als weichmacher genutzt und ist deshalb in wirklich sehr vielen Produkten versteckt....
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(#12) [Permalink]
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leeloo
 
Geschrieben mittels Parents & more Mobile App
Bekenntnisse einer übermüdeten Mutter - 17.12.2016, 11:18

Zum abstillen. Bei uns ging es ohne Tränen, ich hab in der Nacht immer zuerst eine Flasche mit Wasser Angeboten die ich im Bett hatte und dann gestillt. Manchmal ist sie schon nur mit Wasser eingeschlafen, dann immer öfter mit Wasser und dann nur durch kuscheln. Sie schläft jetzt ca. 4 Std am Stück. Davor waren es 15 Monate 1-2 Std. da hab ich dann angefangen langsam abzustillen.

Das muss nicht euer Weg sein. Ich mag dir nur Mut machen dass es auch bei still Junkies ohne Tränen gehen kann. Es dauert halt länger (was ich aber als angenehm empfunden habe, so hatte ich nie schmerzende Brüste, Milchstau oder ähnliches)
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(#13) [Permalink]
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Benutzerbild von Eeyore
Eeyore
 
17.12.2016, 11:29

Mir sind beim Lesen deines Beitrags die Tränen gekommen - ich finde es beachtlich wie lange Zeit du diese Situation schon durchhältst (ich wüsste ehrlich nicht, ob ich das durchgedruckt hätte).

meine Großen hatten auch beide Neurodermitis, allerdings nicht mal ansatzweise die Situation wie bei dir, was bei uns geholfen hat war bei der Ernährung sehr gut aufzupassen und herauszufiltern welche Dinge absolut nicht gehen (bei meinem Sohn waren das jegliche Milchprodukte und Tomaten), dann gings mit Ausschlag und Juckreiz sehr gut.
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Dieser Beitrag von Eeyore gefällt: Vollmondfrau
(#14) [Permalink]
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Arica
 
17.12.2016, 11:37

Bitte suche dir PROFESSIONELLE Hilfe in ärztlicher/therapeutischer Form. Ich kenn das Neurodermitis-Thema aus meiner eigenen Familie leider zu gut. Es gibt heutzutage wirklich SEHR SEHR gute Behandlungsmöglichkeiten, die zu einer großen Erleichterung und Linderung führen.
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Dieser Beitrag von Arica gefällt 2 Usern: Asterix, Seifenblase
(#15) [Permalink]
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Benutzerbild von n-m
n-m
 
17.12.2016, 13:39

Dein Beitrag geht mir sehr nahe.

Ich würde zuerst einmal eine festen Tagesablauf einführen. Bis 10 oder 11 schlafen ist viel zu lang. Schau dass sie spätestens um 8 aufsteht, dann klappt das auch mit dem Mittagsschlaf besser. Den solltest du sie wiederum auch nicht zu spät machen lassen, damit sie dir am Abend pünktlich ins Bett geht. Baue kleine Fixpunkte in den Tag ein. ZB. jeden Nachmittag eine Stunde spazieren gehen, das tut dir gut und powert die Kleine auch etwas aus für den Abend. Oder, Hausnr., jeden Mittwoch Spielgruppe, etc..
Auf die Bedürfnisse seines Kindes einzugehen und selbst als Leitfigur zu fungieren, die den Rythmus des Tages vorgibt, schließt einander nicht aus.
Dann solltest du deinen Mann etwas mehr einspannen. Lass ihn bei euch im Schlafzimer liegen und wenn du Nachts aufs Klo musst soll er die Kleine in der Zwischenzeit beruhigen. Das ist ihm und ihr durchaus zu zumuten.
Die Stunde die dein Mann abends mit ihr spielt solltest du (und auch dein Mann sollte das der Kleinen signalisieren) wirklich als "Stunde in der Mama nur im Notfall gestört werden darf" kommunizieren.
Sperr dich mit einem guten Buch im Schlafzimmer ein oder leg dich in die Badewanne, etc. Du musst jetzt auch nicht die große Action mit Kino und Co fabrizieren, das stresst doch nur zusätzlich. Schau dass du dich erholst!
Abstillen würde ich grad bei Neurodermitis keinesfalls, sondern im Gegenteil versuchen so lange wie möglich zu stillen. Aber ich würde es anders gestalten. Eine Zweijährige muss Nachts wirklich nicht mehr stündlich gestillt werden. Baue das Stillen als fixes Ritual ein: zum Aufwachen, zum Mittagsschlaf und Abends zum Einschlafen. Das reicht völlig aus. Wenn sie Nachts aufwacht signalisiere ihr deine Nähe aber lass sie ruhig quengeln. Sie wird sich schnell daran gewöhnen dass nicht mehr rund um die Uhr gestillt wird.
Ich lese in deinem Post eine sehr fürsorgliche und bemühte Mama! Du machst vieles sehr richtig. Und ich versichere dir, deine Tochter spürt deine Liebe zu ihr. Und auch dann noch wird sie sie spüren, wenn du dich nicht komplett aufopferst sondern auch dir diese Liebe zu dir selbst zugestehst und deine Bedürfnisse wichtig nimmst.

Geändert von n-m (17.12.2016 um 13:58 Uhr)
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Dieser Beitrag von n-m gefällt 8 Usern: Anno1701, Asterix, babsi60, inkale, lula, Radium, solala, Vollmondfrau
(#16) [Permalink]
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Junili
 
17.12.2016, 13:59

Das hört sich alles sehr belastend an! Aber wie eh schon einige vorher gesagt haben, es gibt Möglichkeiten ein bisschen etwas zu verändern um es für euch erträglicher zu machen.

Meine Kinder waren auch sehr auf den Busen fixiert. Bis zum Abstillen waren unsere Nächte nicht sehr toll. Das hat sich mit dem Abstillen schon verbessert (nicht, dass sie dann durchgeschlafen hätten, aber sie wachten nicht mehr so oft auf und fanden irgendwie besser wieder in den Schlaf).
Also würde ich auch eher ans Abstillen denken. Es wird für dich der Punkt kommen, an dem du ihren Protest aushalten kannst weil es für dich eine stimmige Entscheidung ist. Du hast sehr lange sehr viel von dir gegeben, darfst also auch entscheiden wann es zu Ende sein darf. 2 Jahre ist ein sehr lange Zeit!

Eine Ernährungsberatung wäre für die Neurodermitis wahrscheinlich nicht schlecht.

Und zuletzt würde ich euren Tagesablauf ändern. Wenn sie bis 10-halb 11 schläft wird es natürlich schwer mit einem Mittagschlaf und wenn sie den dann auch noch hält wird sie abends kaum müde sein.
Mein Tipp also: steht um 8 Uhr spätestens auf. Sucht euch irgendwelche Fixpunkte am Vormittag oder Nachmittag (zb eine Spielgruppe, ein Eltern-Kind-Frühstück, trefft euch mit anderen Eltern-Kind-Paaren).
Der Kontakt zu anderen wird euch beiden gut tun.
Generell würde ich den Tagesablauf sehr strukturiert ablaufen lassen. Frühstück, Mittagessen, Abendessen zur ungefähr gleichen Zeit. Schlafen nach/vor dem Mittagessen, Abendritual vor dem zu Bett gehen. Das hat meinen Kindern schon sehr gut getan.
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(#17) [Permalink]
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dieGuteFee
 
17.12.2016, 15:17

puh, so viele antworten! da schaffe ich es kaum auf jeden einzugehen

mal zu den schlafenszeiten: es hat sich sehr früh gezeigt, dass die kleine ein nachtvogel ist. schon als säugling ist sie oft erst nach mitternacht gut in den schlaf gefallen. der vormittag wird eigentlich immer schon verpennt.
ich hab eine zeit lang versucht, das zu ändern, aber jetzt sind wir bei dem rythmus angekommen, dass sie abends gegen 10, halb 11 ins bett geht und morgens rund um 10 aufsteht. der mittagsschlaf geht meistens von halb 3/3 zwei stunden lang.
mit diesen uhrzeiten hab ich halbwegs regelmäßigkeit reinbekommen. das geht zwar dann nicht mit kindergarten, aber darüber mach ich mir später gedanken sie hat ihre aktivste zeit abends gegen 8-9 uhr, da ist sie quirlig und kann sich auch am besten auf schwierige spiele konzentrieren. vormittags kann man sie eigentlich vergessen. sie hat das wohl von ihrem papa, der ist heute noch so und würde am liebsten erst um 4 schlafen gehen wenn er dürfte

ich habe mir angewöhnt, abends gleichzeitig mit ihr schlafen zu gehen. so spare ich eigentlich am besten die zeit, und da ich eigentlich immer schon ein früh-schlafengeher war, hole ich mir da qualitativ gute schlafstunden (wie sich das anhört ).

gestillt wird nur zum einschlafen und wenn sie mal ein aua hat. interessant finde ich aber, dass sie oft stillen will weil sie eifersüchtig auf ihren papa ist. wenn er mich mal in den arm nimmt, muss sie gleich dazwischen gehen und will jetzt sofort nuckeln. da mir dieses verhalten aber zuwider ist, gibts da aber nix. da schmollt sie dann da ist mir das wurscht.
aber nachts wenn sie so verzweifelt kratzt und sich hin und her schmeißt, ist die brust die einzige möglichkeit, sie zu beruhigen

ich glaub ich bin wirklich noch nicht an dem punkt, wo ich ganz vom abstillen überzeugt bin.


heute ist der tag immerhin schonmal sehr gut verlaufen, ich bin spontan zu meinen eltern gefahren und hab sie meiner mama an den tisch gesetzt.
die hat dann mit ihr 2 stunden verblödelt während ich büroarbeit gemacht hab (wir haben ja einen familienbetrieb, da gibts immer irgendwas zu arbeiten ).

mir fehlt auch sehr die geistige arbeit
ich hab früher immer viel gelernt, gelesen, studiert und eine riesengroße diplomarbeit verfasst, für die ich mehr als 2 jahre geackert hab. ich hab immer viel nachgedacht, mit meinem mann diskutiert, wusste die tagespolitischen schlagzeilen noch bevor sie in der zeitung erschienen sind.
so ein mensch war ich früher.
jetzt bin ich mama. das soll nicht abwertend sein, bitte nicht falsch verstehen. aber es füllt mich nicht aus.
ich war selbständig, hab mein eigenes kleines büro gehabt. jetzt seh ich meinen mann hinterher, wie er zur arbeit verschwindet und bleibe über mit ungewaschenen haaren, zerknittertem xxxl pullover, und einem haus voller unsichtbarer duplosteine, auf die man bei jedem schritt drauftritt

einige zeit lang war das ja okay. mit einem kleinen baby ist das normal so. aber jetzt ist sie schon 2 und ich frag mich, wo die zeit geblieben ist.
wie machen das eigentlich andere mit mehreren kindern?
meine cousine hat schon 4 und will noch mehr ich kanns nicht nachvollziehen
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(#18) [Permalink]
Alt
Seifenblase
 
17.12.2016, 15:26

Zitat:
Zitat von dieGuteFee Beitrag anzeigen
wie machen das eigentlich andere mit mehreren kindern?
meine cousine hat schon 4 und will noch mehr ich kanns nicht nachvollziehen
Da ist das nicht so! So wie das bei dir läuft, kommen ganz viele schwierige Punkte zusammen. Und du sagst selbst: du bist nicht mehr du. Du bist gleichzeitig überfordert und unterfordert und das ist enorm anstrengend und macht dich unglücklich. Aber das liegt an eurer speziellen Situation und nicht am Kind. Du musst das unbedingt verändern. Sprich mit deinem Arzt, mit deinem Mann und mit deiner Verwandtschaft. So wie das bei euch ist, so soll es nicht sein. Du trägst zu viel Verantwortung und du hast zu wenig Zeit für dich selbst. Du bist erschöpft und überlastet und das musst du ändern bzw. deine Umwelt muss dir beistehen, damit du gute Änderungen durchführen kannst.

edit: ich habe bei Kind 1 ab dem 4. Monat wieder voll gearbeitet, mein Mann hat sich ums Kind gekümmert. Bei Kind 2 und 3 habe ich erst selbständig, dann Teilzeit, dann Vollzeit gearbeitet und mir die Kinderbetreuung mit Mann, Schwiegermutter, Tante und Kindergarten geteilt.
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Dieser Beitrag von Seifenblase gefällt 3 Usern: avocado, DaisyD, Radium
(#19) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von NaNu
NaNu
 
17.12.2016, 15:30

Da waren glaube ich schon ein paar sehr gute Tipps dabei.
Ich hab das Gefühl, der ganze Tag ist nur auf die nächste Schlafphase ausgerichtet und da ist sehr viel Druck für dich und sie dahinter.
Probier es ganz einfach anders. Geschlafen wird noch bei absoluter Müdigkeit. Ich würde die Schlafzeiten drastisch reduzieren. In der Früh bis halb 11 und auch noch Mittagsschlaf- da hat dein Kind doch gar keine Chance müde zu werden und einschlafen ist ein Kampf.
Daher bin ich bei meinen Vorschreiberinnen: in der Früh aufstehen, oder meinertwegen auch wahlweise nachts lange aufbleiben ( da wird dann allerdings die Umstellung auf den Kindergarten dann schwierig).

Wenn zur Mittagszeit keine Anzeichen von Müdikeit da sind, quäl dich nicht 2 Stunden um etwas erzwingen zu wollen. Mach stattdessen was anderes- geh spazieren, auf den Spielplatz, sonst irgendetwas.
Probier Druck aus dem Thema schlafen zu nehmen.
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Dieser Beitrag von NaNu gefällt: Asterix
(#20) [Permalink]
Alt
dieGuteFee
 
17.12.2016, 15:40

naja, das hört sich viel an, aber wir sind ja nachts noch sehr viel wach. sie schläft ja nicht 12 stunden durch. wir haben manchmal nächte, da sind wir von 3 bis um 7 munter! es ist jede nacht anders, aber ich sag mal, mindestens 3-4 stunden kann man von der nachtzeit abrechnen, das ist durchwachte zeit.
die dämliche krankheit ist schuld am ganzen dilemma. würde sie nicht ständig aufwachen wegen juckreiz, würde sie sicher schon durchschlafen.

mit der milch hab ich es mal 2 monate probiert, das war wohl zu kurz? wir haben eine zeit lang ein tagebuch geführt und frustriert aufgegeben, weil wir überhaupt keinen zusammenhang finden konnten.
wir hatten den verdacht auf zitronensäure bzw. vitamin C oder "säuerungsmittel Citronensäure", wie es heißt. also haben wir das alles gestrichen, wo das drin ist. ich hab säfte selbst eingekocht, backe brot selbst, alles mögliche hab ich gemacht, manches davon hab ich beibehalten, das meiste hab ich mir wieder abgewöhnt, weil es eigentlich nichts bewirkt hat.
viel aufwand für kein ergebnis.

naja, nächste woche sind wir beim spezialisten, vielleicht kann uns der etwas anleitung geben. bisher hab ich alles eher in eigenregie gemacht, weil unsere kinderärztin irgendwie null plan hat


es tut schonmal gut zu hören, dass das nicht normal ist, wie das bei uns läuft.
ich werde über diesen punkt mal eine weile nachdenken...
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