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Benutzerbild von lucy777
lucy777
 
10.11.2016, 10:14

Zitat:
Zitat von Chiara007 Beitrag anzeigen
Ich gebe dir recht-professionelle Hilfe wäre super, aber momnetan habe ich dafür ganz einfach keine Zeit
dieses argument kommt in solchen situationen sehr oft.

es geht ja nicht um den nächsten schiurlaub, sondern um deine zukunft, da sollte ein- bis zwei stunden in der woche drin sein.
solche gespräche werden auch abends angeboten.
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(#82) [Permalink]
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Chiara007
 
10.11.2016, 10:17

Gestern haben wir über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass meine Wünsche ans Leben sehr einfach sind. Gesundheit, ein glückliches Leben, im Alter gemeinsam auf dieses Leben zurückblicken, sich gemeinsam an den Kindern und hoffentlich Enkelkindern erfreuen.
was sagt er: "ich geh gern auf Partys, tanz gerne, trinke dann atürlich auch gerne, bin gerne in großen Gesellschaften, geh gerne mit Freunden weg" Bitte was sind das für Lebensziele??? Denk ich irgendwie falsch oder ist es ganz einfach ein unterscheidlicher Zugang zum Leben?
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(#83) [Permalink]
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Benutzerbild von lucy777
lucy777
 
10.11.2016, 10:27

Zitat:
Zitat von Chiara007 Beitrag anzeigen
Gestern haben wir über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass meine Wünsche ans Leben sehr einfach sind. Gesundheit, ein glückliches Leben, im Alter gemeinsam auf dieses Leben zurückblicken, sich gemeinsam an den Kindern und hoffentlich Enkelkindern erfreuen.
was sagt er: "ich geh gern auf Partys, tanz gerne, trinke dann atürlich auch gerne, bin gerne in großen Gesellschaften, geh gerne mit Freunden weg" Bitte was sind das für Lebensziele??? Denk ich irgendwie falsch oder ist es ganz einfach ein unterscheidlicher Zugang zum Leben?
das sind aussagen, die man nicht gegeneinander aufwiegen kann oder dem einen berechtigung zu- und dem anderen absprechen.

wer wünscht sich nicht gesundheit und ein langes glückliches leben, gesunde kinder und enkelkinder?
aber "lebensziel" ist das genausowenig wie der wunsch deines mannes, das hier und jetzt zu genießen.

deine vorstellung ist - mir fehlt der richtige ausdruck - allgemein und wenig konkret, v.a. von vielen unbeeinflussbaren faktoren abhängig.

seine konkret auf das jetzt bezogen.

die kunst wäre, sowohl kurz-wie langfristig nachhaltig zu planen und zu handeln.

ich interpretiere jetzt, das ist mir klar - aber mir scheint als wäre sein wunsch, aus dem wohlig gleichförmig zufriedenen auszubrechen und deiner, sich genau darin noch mehr häuslich einzurichten.

(ich hoffe, ich kann mich so ausdrücken, dass meine worte nicht als angriff bei dir ankommen).

daher nur nochmal: macht gemeinsam was für eure beziehung, in begleitung professioneller helfer.
sucht euren gemeinsamen nenner und baut darauf auf.

die szene, die du schilderst zeigt genau das auf, was das problem ist, wenn ihr allein weiterwurschtelt:
die missverständnisse und verletzungen auf beiden seiten werden nur größer.-
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Dieser Beitrag von lucy777 gefällt 3 Usern: Asterix, bar.bara, Pipina
(#84) [Permalink]
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Benutzerbild von Pharma
Pharma
 
10.11.2016, 10:28

Zitat:
Zitat von Chiara007 Beitrag anzeigen
Gestern haben wir über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass meine Wünsche ans Leben sehr einfach sind. Gesundheit, ein glückliches Leben, im Alter gemeinsam auf dieses Leben zurückblicken, sich gemeinsam an den Kindern und hoffentlich Enkelkindern erfreuen.
was sagt er: "ich geh gern auf Partys, tanz gerne, trinke dann atürlich auch gerne, bin gerne in großen Gesellschaften, geh gerne mit Freunden weg" Bitte was sind das für Lebensziele??? Denk ich irgendwie falsch oder ist es ganz einfach ein unterscheidlicher Zugang zum Leben?
nun das sind normale Lebensziele würde ich sagen wenn sie von einem zwischen 16-25 jährigen kommen... klingt für mich so als würde er denken er hätte etwas versäumt und will es jetzt nach holen?
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(#85) [Permalink]
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Benutzerbild von lucy777
lucy777
 
10.11.2016, 10:33

Zitat:
Zitat von Pharma Beitrag anzeigen
nun das sind normale Lebensziele würde ich sagen wenn sie von einem zwischen 16-25 jährigen kommen... klingt für mich so als würde er denken er hätte etwas versäumt und will es jetzt nach holen?
sorry - aber:

es ging um VOSTELLUNGEN und WÜNSCHE.

lebensziel ist was anderes.

man kann sich durchaus auch im mittleren alter spaß und geselligkeit wünschen - und muss nicht automatisch oberflächlich und ohne tiefgang sein.

genausowenig wie jemand, der sich häuslichkeit, familie und stabilität wünscht, eine spaßbremse ist.
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Dieser Beitrag von lucy777 gefällt 3 Usern: Asterix, avocado, mcw
(#86) [Permalink]
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Benutzerbild von mcw
mcw
 
10.11.2016, 10:35

Zitat:
Zitat von Chiara007 Beitrag anzeigen
Gestern haben wir über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass meine Wünsche ans Leben sehr einfach sind. Gesundheit, ein glückliches Leben, im Alter gemeinsam auf dieses Leben zurückblicken, sich gemeinsam an den Kindern und hoffentlich Enkelkindern erfreuen.
was sagt er: "ich geh gern auf Partys, tanz gerne, trinke dann atürlich auch gerne, bin gerne in großen Gesellschaften, geh gerne mit Freunden weg" Bitte was sind das für Lebensziele??? Denk ich irgendwie falsch oder ist es ganz einfach ein unterscheidlicher Zugang zum Leben?
Deine Überraschung klingt ein wenig danach, als ob ihr euch nach 22 Jahren nicht kennen würde, denn eigentlich wirst du ja sicherlich schon wissen, dass dein Mann gerne unterwegs ist, Kontakte zu anderen hat oder hat er das bisher der Familie zuliebe nicht ausgelebt?
Eure Kinder sind ja nicht mehr klein, insofern ist es legitim von ihm, sich verstärkt nach außen zu orientieren und mit Freunden unterwegs zu sein. Du solltest da unbedingt gleichziehen, es gibt keinen Grund mehr, den Fokus ausschließlich auf "das Glück in der Familie zu richten". Eure Kinder sind/werden flügge.
Derzeit bist du natürlich durch die Sterbegleitung stark eingespannt, aber vielleicht überlegst du dir für die Zeit danach auch, was du für dich tun und erleben möchtest. Dazu brauchst du nicht deinen Mann. Pflege Freundschaften, mache Sport oder gehe spazieren, je nachdem was dir Freude macht und dich entspannt.
Ihr seid ja beide noch zu jung, um jetzt schon über Enkelkinder und das Leben im Alter nachzudenken, da kann ich deinen Mann durchaus verstehen, er will noch etwas vom Leben haben, dieses Bedürfnis kommt durchaus öfters verstärkt zum Vorschein wenn man mit der Begrenztheit des Lebens und Sterben/schwerer Krankheit bei Nahestehenden konfrontiert wird. Es wird einem bewusst, wie kurz die "gute Zeit" ist, die man noch zur Verfügung hat und die will man auch mit dem verbringen, was einem Freude macht. Das Recht haben dein Mann und du beide, darin würde ich keinen Affront sehen, sondern eher darauf achten, dass ihr nicht nur alleine das macht, sondern auch gemeinsam das eine und andere unternehmt, z.B. tanzen gehen oder ähnliches. Das wird das Paargefühl stärken und zugleich kommt ihr ein wenig raus aus dem Trott und Alltag.
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Dieser Beitrag von mcw gefällt 8 Usern: Asterix, Crocodylia, kirschzuckerl, Liselotte, lucy777, Pipina, simplify, Sunda
(#87) [Permalink]
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Benutzerbild von Pharma
Pharma
 
10.11.2016, 12:02

Zitat:
Zitat von lucy777 Beitrag anzeigen
sorry - aber:

es ging um VOSTELLUNGEN und WÜNSCHE.

lebensziel ist was anderes.

man kann sich durchaus auch im mittleren alter spaß und geselligkeit wünschen - und muss nicht automatisch oberflächlich und ohne tiefgang sein.

genausowenig wie jemand, der sich häuslichkeit, familie und stabilität wünscht, eine spaßbremse ist.
Ich finde nicht das man das so einfach trennen kann.
Habe ich ja nicht behauptet.
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(#88) [Permalink]
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Benutzerbild von Liselotte
Liselotte
 
10.11.2016, 12:08

Zitat:
Zitat von Pharma Beitrag anzeigen
nun das sind normale Lebensziele würde ich sagen wenn sie von einem zwischen 16-25 jährigen kommen... klingt für mich so als würde er denken er hätte etwas versäumt und will es jetzt nach holen?
Die Te schreibt, dass eines ihrer Ziele ein glückliches Leben ist. Da muss man halt drauf schauen was einen glücklich macht.
Offensichtlich braucht der gute Mann dazu einfach auch noch andere Dinge im Leben als trautes Familienglück daheim und einen frustrierenden Job.
Ich finde, der Wunsch nach Spaß und Freude am Leben sollte nicht nur jungen Menschen vorbehalten sein.
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(#89) [Permalink]
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Benutzerbild von Pharma
Pharma
 
10.11.2016, 12:11

Zitat:
Zitat von Liselotte Beitrag anzeigen
Die Te schreibt, dass eines ihrer Ziele ein glückliches Leben ist. Da muss man halt drauf schauen was einen glücklich macht.
Offensichtlich braucht der gute Mann dazu einfach auch noch andere Dinge im Leben als trautes Familienglück daheim und einen frustrierenden Job.
Ich finde, der Wunsch nach Spaß und Freude am Leben sollte nicht nur jungen Menschen vorbehalten sein.
Eh nicht aber anscheinend hat er ja nur den Spaß erwähnt Das finde ich halt etwas komisch.
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(#90) [Permalink]
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Migale
 
10.11.2016, 12:41

Zitat:
Zitat von Pharma Beitrag anzeigen
Eh nicht aber anscheinend hat er ja nur den Spaß erwähnt Das finde ich halt etwas komisch.
Vor allem was mich bei der Aussage stört ist die Tatsache, dass die TE in ihren Lebensvorstellungen ganz klar sich weiter eine Familie mit ihm wünscht, er dagegen ihr gegenüber sich überhaupt nicht deklariert. Sondern Party, Freunde, etc. Klingt für mich ganz klischeehaft nach einer mittelschweren midlife crisis.
Leider aus Ehrfahrung und Beobachtung vieler Paare in den 40gern, sind bei solchen Krisen oft andere /neue Liebschaften involviert. Also so einfach aufs Wort glauben würde ich ihm nicht.
Sorry TE . würde das echt nicht ausschliessen und da schon doch etwas nachhaken. Der Wunsch nach Befreiung von allen Familienpflichten und 2ter Jugend kommt taucht meistens nicht aus dem nirgendwo auf.

Geändert von Migale (10.11.2016 um 12:49 Uhr)
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Benutzerbild von Liselotte
Liselotte
 
10.11.2016, 13:07

Zitat:
Zitat von Pharma Beitrag anzeigen
Eh nicht aber anscheinend hat er ja nur den Spaß erwähnt Das finde ich halt etwas komisch.
Ich geh mal davon aus, dass die zwei Sätze nicht das gesamte Gespräch umfassend dokumentieren
Dieser Punkt hat anscheinend die TE besonders irritiert.
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Dieser Beitrag von Liselotte gefällt: samakaste
(#92) [Permalink]
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Benutzerbild von mcw
mcw
 
10.11.2016, 13:50

Zitat:
Zitat von Pharma Beitrag anzeigen
Eh nicht aber anscheinend hat er ja nur den Spaß erwähnt Das finde ich halt etwas komisch.
Ich nicht, ihm ist wahrscheinlich nach Ablenkung und Zerstreuung zumute und er will sein Leben genießen. Das kann ich gut verstehen, ich habe vor einigen Jahren recht ähnlich auf die Konfrontation mit dem Thema schwere Krankheit/Tod reagiert und wollte damals das Leben geballt inhalieren.
Das bedeutet weder, dass jemand, der dieses Bedürfnis hat, sofort zum oberflächlichen Hallodri mutiert, noch alles hinwerfen mag. Man braucht nur gerade die Möglichkeit ein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen und schaut wie das möglich ist.
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(#93) [Permalink]
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Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 10.11.2016, 13:51

Menschen ändern sich.... VERändern sich - wir alle sicher im Laufe der Jahre.
Wünsche, die man mit 20, 30 hatte, können bereits "erfüllt sein" (Partner, Familie, Nestbau...).
Die Kinder sind schon erwachsen oder Teenager......
Es ist vielleicht/wahrscheinlich - (ob im Zusammenhang mit der vielgeliebten MLC sei dahin gestellt...) so, dass jetzt einfach viel davon bereits erreicht wurde, die Kinder sind groß, gehen ihre eigenen Wege etc. -
es ist natürlich und legitim, wenn man sich nun auch wieder Dingen zuwendet, die mit Hobbys, Freunden etc. und vor allem auch Spaß zutun haben (nicht immer ist Kinderaufzucht, Nestbau, Parntersuche etc. easy cheasy und zehrt auch an der Substanz, trotzdem macht man weiter, ein "Ende"/eine Besserung ist in Sicht oder eben schon da und was liegt näher, als dass man das Leben auch wieder mehr von der Honigseite betrachten möchte - einfach LEBEN will ??

Ich kenne viele, die in diesem Alter sind und jetzt ist einfach wieder mehr Zeit für diese Dinge - vielleicht auch mehr Geld zur Verfügung etc.
Das Eine schließt das Andere aber nicht aus.... zwangsläufig ! D.h., man kann trotzdem seine Familie lieben, seinen Partner, das neue Heim etc. - aber vielleicht ruft der Berg (klettern, wandern..), ferne Länder..., warum auch nicht mal eine Party ? (wir waren erst zu Halloween auf einer, die Teenies haben sich in ihren Zimmern verkrochen und "wir Alten" waren verkleidet bis 3h morgens bei den Nachbarn ) - und?

Es geht eher darum, dass man dem Anderen seine EIGENEN Wünsche zugesteht und ihn nicht mit seinen Wünschen ein Leben lang vereinnahmt... wenn das nicht sein Wille ist...
Man muss auch andere Dinge dem Anderen "wichtig sein lassen", ohne ihn für sich allein zu reservieren...
natürlich sollte es in Absprache beider erfolgen und nicht nur einem zustehen.

Ich weiß, das ist nicht immer so einfach und viele (Männer, aber natürlich auch Frauen) fallen leider manchmal mit der Tür ins Haus und das kann schon eine mega Krise auslösen... vieles baut sich unterschwellig auf, zurückgehalten von Schulgefühlen, Verantwortungsbewusstsein etc. - staut sich auf und bumm - explodiert es und die Katastrophe ist da.

Das ist natürlich dann der Supergau - oft wird es von speziellen Ereignissen ausgelöst (ev. jetzt von der belasteten Situation mit deinem Angehörigen, aber ich vermute fast eher, dass der große Druck durch den neuen Job dahinter steckt und seinen "Fluchtgedanken" bestärkt hat).

Es geht ihm vielleicht aus anderen Gründen als dir nicht gut - ganz sicher wohl.
Männer können oft nicht die richtigen Worte finden, manche wollen gar nicht reden, sondern rennen davon, auch, wenn sie belastende Situationen emotional nicht gut aushalten...

Partnerschaft/Ehe soll (so finde ich), keine Fessel sein, die einem nur wenig Spielraum zum Atmen lässt.... umso enger das unsichtbare Band zugezogen wird/ist (mit Wunschvorstellungen an den Partner, dass er sich ewig so und so verhält, ist und bleibt wie vor vielen Jahren etc.) und nur die Familie der (einzige) Lebensinhalt sein soll........ das kann auf Dauer nicht gut gehen - nicht so, dass BEIDE glücklich sind.

Manchmal verschließt man gern (aus Selbstschutz etc.) die Augen vor bestimmten Tatsachen... weil man sie nicht sehen will, weil man damit nicht gut umgehen kann, sie nicht haben will etc.
Ich könnte mir vorstellen, dass es bei euch leicht in diese Richtung gehen könnte... aber ich kann mich auch irren.
Auf jeden Fall ist da VIEL Gesprächsbedarf da....

Da ich schon allerhand Krisen mit meinem Mann durchgestanden habe, kann ich auch raten - neutrale Orte aufsuchen (wir waren viel spazieren, das befreit irgendwie und öffnet das Herz, den Mund...), haben uns auch viele Briefe geschrieben, was eine Art Therapie war für uns - und gut, weil man sich alles in Ruhe durchlesen konnte (auch mehrmals) und dann in Ruhe antworten konnte - nicht gleich mit voller Emotion den anderen im Wort abwürgt etc. - das war immens hilfreich für uns.

Ist das eure erste so starke "Krise" ?
Ich sage dir, man kann es gemeinsam überstehen... oder auch alleine. Aber es geht in jedem Fall und man lernt noch ganz viel über sich selbst und über den Partner - auch nach 20 Jahren ...und es bringt dich weiter !

Wenn es nicht anders geht, würde ich eine Art Gesprächstherapie anstreben, mit Therapeuten, der euch begleitet und führt.

lg und alles Gute, Asterix
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(#94) [Permalink]
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DaisyD
 
10.11.2016, 14:44

Es klingt ein bissel so, dass ihm fad wird, sich natürlich Chats tut im monotonen Alltag. Kinder sind kein Aufwand mehr, auf die Enkelkinder sich jetzt schon freuen wäre mir auch ein bissel fad....

Er will anscheinend wieder mehr unter die Leute, nicht nur gemütlich aber fad zuhause sitzen. Dass alleine find ch jetzt nichts besonderes, aber er verspüren, dass du das so gar nicht willst.
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(#95) [Permalink]
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Benutzerbild von simplify
simplify
 
10.11.2016, 15:19

Was mir auffällt ist, wie viel Rat- und Verständnislosigkeit aus den Worten der TE für die Äußerungen ihres Mannes klingt, so als würde sie mit einem plötzlich ganz Fremden konfrontiert und da frage ich mich, sind da aus heiterem Himmel ganz neue Teile der Persönlichkeit aus dem Nichts aufgetaucht oder waren die schon vorhanden und konnten oder durften einfach nicht rausgelassen werden?

Ich kann es sowohl verstehen, wenn der Mann in einer persönlichen Krise mit Überforderung im Job, Trauerfall in der Familie sagt, "ich will raus hier", als auch, dass das die TE verletzt hat, schließlich ist offenkundig nicht sie die Ursache der Probleme, warum also soll sie verlassen , also quasi "bestraft" werden, so empfindet sie verlassen werden offenbar?

Nicht nachvollziehen kann ich das geäußerte Unverständnis im letzten Beitrag der TE: die TE erwähnt selbst, dass – vor dem gemeinsam Alt werden - auch „ein glückliches Leben“ für sie wichtig ist. Dieses "glückliche Leben" hier und jetzt kann ja ganz unterschiedlich aussehen und wird (hoffentlich) mit Kindern, die annähernd oder ganz erwachsen sind anders ausschauen, als mit noch betreuungsbedürftigen Kindern daheim. Also ich persönlich freue mich schon sehr darauf, wenn ich endlich wieder ohne Babysitterplanung abends einfach weggehen können werde, ins Kino, in Konzerte, ins Theater oder einfach mal spontan in eine Bar, mit meinem Mann und/oder mit Freunden, so eine Kinderaufzuchtszeit ist eine schöne aber lange Durststrecke in anderen Bereichen, die für erwachsene Menschen auch wichtig sind.

an die TE: Fühlst du dich aus den Wünschen deines Mannes ausgeschlossen? Empfindest du den Umstand, dass er solche Wünsche hat, als Kritik an deinem Lebensstil oder an deiner Person? Sonst könnte ich deine Reaktion nicht verstehen, das sind doch normale Wünsche ans Leben, dieser Hunger nicht immer im eigenen Saft zu schmoren und im grauen Alltagstrott alle Tage seines Lebens vergehen zu lassen sondern auch Highlight zu setzen. Hör dir mal den Song „Ich war noch niemals in New York“ an, dieses Lied enthält so starke Emotion, ich bekomm' jedes mal eine Gänsehaut. Vielleicht findest du da das Gefühl, das – unter vielen - gerade in deinem Mann brodelt.
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Dieser Beitrag von simplify gefällt: mcw
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Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 10.11.2016, 17:23

etwas OT:
Das/ein Lieblingslied meines Mannes ist: "My Way" - Frank Sinatra....

Und noch zu bedenken möchte ich geben:

Glücklich sein bedeutet nicht, dass beide Partner ganz eins sein müssen..... oder "nur" die selben Interessen haben müssen.

Die große Verliebtheit/Liebe vom Anfang verändert sich außerdem - es wird anders, reifer, tiefer ... es bekommt eine andere Qualität und das Leben rundherum verändert sich (in unseren Breiten v.a. sehr rasch, finde ich) - und wir werden meist mitgerissen im Strudel... und wir verändern uns dadurch mit, der eine mehr, der andere weniger... (ich glaube, manche versuchen sehr krampfhaft alles, das gut war, so lange als möglich festzuhalten, im Glauben, dass es sonst nur schlechter werden kann.... doch Veränderung ist auch sehr positiv, es ist eine große Chance, neue Dinge auszuprobieren, kennenzulernen und doch auch eine gewisse Beständigkeit in seinem Denken und Tun und in bestimmten Dingen beizubehalten....
Garantie gibt es für nix im Leben, außer für den letzten Akt, der sicher irgendwann kommt für jeden.

Das Leben ist zu kurz, um sich gegenseitig mit Schwüren und Bedingungen, aufoktruierten Wünschen etc. "das Leben schwer zu machen"...!

Es ist nicht einfach, eine langjährige Beziehung gut am Laufen zu halten.
Es gibt zu viele Unsicherheitsfaktoren, zu viele unvorhersehbare Ereignisse - wir werden im Alltag alle schon so stark reglementiert, dass ich oft nachvollziehen kann, dass Menschen (auf verschiedenste Weise, auf diversen Ebenen) ausbrechen, oder daran denken, es zu tun.

Es gibt von Anne Morrow Lindbergh eine ganz tolle Aussage:

Wenn man jemanden liebt, so liebt man ihn nicht die ganze Zeit, nicht Stunde um Stunde auf die ganz gleiche Weise. Das ist unmöglich. Es wäre sogar eine Lüge, wollte man diesen Eindruck erwecken. Und doch ist es genau das, was die meisten fordern. Wir haben so wenig Vertrauen in die Gezeiten des Lebens, der Liebe, der Beziehungen. Wir jubeln der steigenden Flut entgegen und wehren uns erschrocken gegen die Ebbe. Wir haben Angst, die Flut würde nie zurückkehren. Wir verlangen Beständigkeit, Haltbarkeit und Fortdauer; und die einzig mögliche Fortdauer des Lebens wie der Liebe liegt im Wachstum, im täglichen Auf und Ab – in der Freiheit; einer Freiheit im Sinne von Tänzern, die sich kaum berühren und doch Partner in der gleichen Bewegung sind.

Ich für mich finde sie genial.

Wenn wir dies mehr berücksichtigen würden, hätten viele unserer Beziehungen wahrscheinlich mehr Bestand...

lg Asterix
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Benutzerbild von anna-mari
anna-mari
 
10.11.2016, 20:35

Hatte er bisher diesen Drang nicht? Also auf Partys zu gehen, zu tanzen etc.?
Und falls dieser vorhanden war, warum tut er es nicht? Man kann ja mal auf eine Party gehen, Freunde besuchen u.ä.. Ist ja kein Thema. Dass Dich die Antwort ein wenig frustriert hat, kann ich nachvollziehen. Das ist wahrscheinlich nicht das, was man hören möchte, wenn der Partner vorher thematisiert hat, dass er eine Auszeit benötigt und zu seinen Eltern ziehen will.
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(#98) [Permalink]
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Benutzerbild von spacedakini3
spacedakini3
 
10.11.2016, 22:28

Zitat:
Zitat von Chiara007 Beitrag anzeigen
Gestern haben wir über unsere Vorstellungen und Wünsche gesprochen: Ich habe ihm gesagt, dass meine Wünsche ans Leben sehr einfach sind. Gesundheit, ein glückliches Leben, im Alter gemeinsam auf dieses Leben zurückblicken, sich gemeinsam an den Kindern und hoffentlich Enkelkindern erfreuen.
was sagt er: "ich geh gern auf Partys, tanz gerne, trinke dann atürlich auch gerne, bin gerne in großen Gesellschaften, geh gerne mit Freunden weg" Bitte was sind das für Lebensziele??? Denk ich irgendwie falsch oder ist es ganz einfach ein unterscheidlicher Zugang zum Leben?
Was ist "glücklich Leben" für ein Lebensziel? Deine Wünsche ans Leben sind da aber auch nicht grad so großartig oder weltbewegend.
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(#99) [Permalink]
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Benutzerbild von Pharma
Pharma
 
10.11.2016, 22:40

Zitat:
Zitat von mcw Beitrag anzeigen
Ich nicht, ihm ist wahrscheinlich nach Ablenkung und Zerstreuung zumute und er will sein Leben genießen. Das kann ich gut verstehen, ich habe vor einigen Jahren recht ähnlich auf die Konfrontation mit dem Thema schwere Krankheit/Tod reagiert und wollte damals das Leben geballt inhalieren.
Das bedeutet weder, dass jemand, der dieses Bedürfnis hat, sofort zum oberflächlichen Hallodri mutiert, noch alles hinwerfen mag. Man braucht nur gerade die Möglichkeit ein wenig Abstand vom Alltag zu gewinnen und schaut wie das möglich ist.
Dann sollte man das aber auch so komunizieren
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Dieser Beitrag von Pharma gefällt: anna-mari
(#100) [Permalink]
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Benutzerbild von anna-mari
anna-mari
 
10.11.2016, 22:58

Zitat:
Zitat von spacedakini3 Beitrag anzeigen
Was ist "glücklich Leben" für ein Lebensziel? Deine Wünsche ans Leben sind da aber auch nicht grad so großartig oder weltbewegend.
Wirklich glücklich zu sein ist nicht einfach.
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