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(#61) [Permalink]
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Radium
 
15.11.2016, 10:26

meine tochter hat bis jetzt nur die einser- und zweierreihe durch. im 100er raum rechnen sie im einer bereich auf und ab mit zehnerüberschreitung, sowie einfache textaufgaben.
die malreihen werden wie alles andere auch in der schule erarbeitet.
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(#62) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
15.11.2016, 11:26

Ich bin die Woche sehr im Schlafdefizit und wahrscheinlich deswegen auch die angfressene Antwort. Ich wollt niemand auf die Zehen steigen.
Grad hier im Forum sind eh eher die motivierten Mütter zu finden.

Wie wärs, wenn wir mal kurz eine Auflistung machen, wie man die Malreihen erklären kann? Kann doch hilfreich sein.
Und ganz ehrlich: bevor ich so oft mit der Lehrerin rede, setz ich mich lieber mitn Kind hin - gleicher Zeitaufwand, weitaus mehr Effekt fürs Kind. Meine Kinder haben sehr nette, verständnisvolle und bemühte Lehrerinnen - aber ich würd beide alst strukturiert überfordert bezeichnen. Was nichtan der Qualifikation der Lehrerinnen liegt, sondern an der Klassenzusammensetzung, - größe, -inhomogenität in Bezug auf Alter und Sprache. Das hab ich recht schnell eingesehen und deswegen grad bei 1x1, Aufsatzschreiben und D-Gr früh mit der Großen geübt, das zahlt sich jetzt in der 4.Klasse aus: sie hat den Stoff fix drauf und kann sich auf die Feinheiten konzentrieren. Beim Kleinen mach ich das sicherlich auch, denn ein Schulwechsel wird wenig bringen. Das ist, was ich helfen kann, damit der eine "gute" Basis hat für den weiteren Schulweg.
Sodale - soweit mein Frustrationsexkurs zum Bildungssystem (auch zur "neuen" Reform - pffffff) und retour zum Thema:

Malreihen - Erarbeitung:
In der Schule lernen sie das klassisch mit vieeeelen Übungsblättern. Sie gehen aber auch im Schulhaus die Treppen ab und die Lehrerin bemüht sich ums "be-greifen" mit diversen Hilfsmitteln.
Daheim haben wir unsere Kartenspielchen, da gehts um die Zeit und die Menge der richtigen Antworten.
Außerdem erklär ich mit Nüssen, Mandarinen, Legosteinen... allem, was greifbar ist.
Ich versuch auch, im Alltag viel einfließen zu lassen: wie viel Taschengeld hast du im Monat, wenn du pro Woche 2 Euro kriegst? ... so in etwa.
Beim Autofahren wird ein Mathequiz gemacht.
Es wird auch gern getrickst: 2x9 = 9x2 ... usw. damit das alles transparenter wird.

Welche Ideen habt ihr? Und was ist bitte diese famose Königsreihe?
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(#63) [Permalink]
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Esira
 
15.11.2016, 11:57

Zum BeGreifen nehm ich bei meinen Schülern gerne Perlen. Die gibt´s teuer als Montessorimaterial. Kann man aber auch ganz leicht selber machen.

Z.B. 2er Reihe: Jeweils 2 Perlen auf einen Wollfaden binden. Dann kann man super 1 x 2 Perlen, 2 x 2 Perlen usw. legen. Inreihen gehen damit auch toll zum üben.

4er Reihe: Ganze dann mit jeweils 4 Perlen usw.

Ansonsten immer wieder Spiele einbauen damit´s nicht fad wird. 1 x 1 Memory, Domino, Klammerkarten, Stöpselkarten. Das kann man mit ein bisschen Aufwand auch ganz einfach zu Hause herstellen. Ich hab fast keine gekauften Malreihenmaterialien. Die sind eigentlich fast alle selbst gemacht
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(#64) [Permalink]
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Radium
 
15.11.2016, 12:08

Zitat:
Zitat von Esira Beitrag anzeigen
Zum BeGreifen nehm ich bei meinen Schülern gerne Perlen. Die gibt´s teuer als Montessorimaterial. Kann man aber auch ganz leicht selber machen.

Z.B. 2er Reihe: Jeweils 2 Perlen auf einen Wollfaden binden. Dann kann man super 1 x 2 Perlen, 2 x 2 Perlen usw. legen. Inreihen gehen damit auch toll zum üben.

4er Reihe: Ganze dann mit jeweils 4 Perlen usw.

Ansonsten immer wieder Spiele einbauen damit´s nicht fad wird. 1 x 1 Memory, Domino, Klammerkarten, Stöpselkarten. Das kann man mit ein bisschen Aufwand auch ganz einfach zu Hause herstellen. Ich hab fast keine gekauften Malreihenmaterialien. Die sind eigentlich fast alle selbst gemacht
was sind stöpsel- bzw klammerkarten und wie spielt man 1x1 memory?

wir haben das 1x1 hunderterfeld und einen abakus zum veranschaulichen
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(#65) [Permalink]
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Esira
 
15.11.2016, 12:18

Zitat:
Zitat von Radium Beitrag anzeigen
was sind stöpsel- bzw klammerkarten und wie spielt man 1x1 memory?

wir haben das 1x1 hunderterfeld und einen abakus zum veranschaulichen
Bei Stöpselkarten werden Aufgaben auf ein etwas dickeres Papier gedruckt. Das Blatt sollte dann bestenfalls laminiert werden. Dann heißt die Aufgabe z.B. 5 x 6. Daneben sind 3 Lösungen angegeben. Unter jeder Lösung ist ein Loch. Das Kind nimmt einen Stöpsel und steckt ihn in das Loch mit der richtigen Lösung. Auf der Rückseite hab ich immer so Ringlochverstärker bei der richtigen Lösung zur Selbstkontrolle. Als Stöpsel nehm ich immer die von einem alten Kinderspiel meiner Kinder. Ich weiß gar nicht wie das heißt. Das ist so ein weißes Kästchen mit Löchern drinnen bei dem man mit bunten Knöpfen Bilder stöpseln kann.

Malreihenmemory wird wie das klassische Memory gespielt. Rechnungen bzw. Ergebnisse auf Kärtchen drucken ausschneiden und losspielen.

Klammerkarten sind ähnlich wie Stöpselkarten nur, dass die Ergebnisse am Rand des Blattes stehen und bei jedem richtigen Ergebnis eine Klammer drangesteckt wird.

Am besten du schaust es dir mal an. Ich geb einen Link dazu wo man ganz viele 1x1 Spiele selber machen kann.

http://www.lehrerweb.at/materials/gs/mathe/klasse2/1x1/
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Dieser Beitrag von Esira gefällt 2 Usern: Radium, samakaste
(#66) [Permalink]
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Benutzerbild von Eeyore
Eeyore
 
15.11.2016, 13:12

Ich komme mir hier vor wie eine schlechte Mutter, ich habe keine Ahnung wie Tochter was in der Schule lernt. Sie erzählt nix. Daheim üben wir immer wieder zwischendurch Kopfrechnen, aber quer durch und nicht stur die Malreihen. Mathehausübung haben sie nur wenig, Schwerpunkt liegt derzeit auf dem freien Schreiben.
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(#67) [Permalink]
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Benutzerbild von neumond
neumond
 
15.11.2016, 13:41

Zitat:
Zitat von Eeyore Beitrag anzeigen
Ich komme mir hier vor wie eine schlechte Mutter, ich habe keine Ahnung wie Tochter was in der Schule lernt. Sie erzählt nix. Daheim üben wir immer wieder zwischendurch Kopfrechnen, aber quer durch und nicht stur die Malreihen. Mathehausübung haben sie nur wenig, Schwerpunkt liegt derzeit auf dem freien Schreiben.
Ich kann teils auch nur raten wie Kind etwas lernt und würde mein Kind problemlos zurechtkommen, würde ich ziemlich sicher auch wenig Gedanken dafür erübrigen. Ich finde nicht, dass du dich deshalb schlecht fühlen musst, wofür denn auch?

Danke an alle für die tollen Tipps! Ich habe schon Montessori-Sachen daheim, noch habe ich die Zeit und sie plagt sich echt sehr, ich wollte einfach was tun. Wir haben ein Zahlenkarten-Set, einen Rechenaffen für das Einmaleins und nun habe ich auch noch Rechenstangen bestellt. Auf die Idee was selbst zu basteln bin ich leider gar nicht gekommen, mir fehlt trotz Zeit dann doch wieder die Zeit um auf so tolle Ideen zu kommen.

Außerdem hängen auf ihren häufig gegangenen Wegen in der Wohnung zwei Plakate, eins mit Zahlen und Mengen von 1 bis 100 und ein Frozen Einmaleins. Ich halte sie im Bezug zu alltäglichen Themen immer mal wieder an sich das anzusehen. Heute zB hat sie einen Test heimgebracht mit 86 richtigen Ergebnissen von 100. Ich habe ihr dann gesagt sie soll mal auf dem Plakat schauen wo die 86 ist, dann sieht sie wie viel sie richtig gemacht hat. Das hat sie zusätzlich sehr motiviert, das sah nämlich nach richtig viel aus und die nicht richtigen Ergebnisse hatten kein Gewicht mehr. Ich versuche immer das Augenmerk auf das Positive zu lenken. Und ich hoffe sie legt so ihre unbegründete "Angst" vor Zahlen ab und kann sich endlich öffnen um den Knoten zu lösen.
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(#68) [Permalink]
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mane9
 
15.11.2016, 14:01

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
S

Ich weiß nicht, warum hier alle der Meinung sind, dass die Kinder daheim nichts mehr tun sollten - die Schule ist zur Lernstoffvermittlung da - wenn das funktioniert, bin ich schon sehr froh.
Die Festigung, Automatisierung, Förderung - das sehe ich als meine Aufgabe an.

War auch früher immer schon so. Irgendwie werden die Tendenzen "das soll die Schule machen" immer stärker und fordernder formuliert. Findet ihr das wirklich richtig? Hat denn eure Mama/große Schwester mit euch nie gelernt?

ich bin absolut nicht deiner meinung. würde alles zu hause gefestigt werden müssen wären kinder aus bildungsfernen elternhäusern absolut verloren (ist ja so leider ).
ich sehe es schon als job der schule an zu lernen und zu üben. das geht in einer halbtagsschule nicht - ja. ganztagsschule gibts bei uns leider nicht.
es ist job der schule die grundfähigkeiten adäquat zu vermitteln. das es dafür an mitteln und zeit fehlt ist ein trauriges kapitel, das uns als gesellschaft später sehr viel kosten wird, denn sekundäre qualifikation ist aufwendiger und teurer.

neumond: schade, dass da soviel schief läuft und dein kind nicht beim lernen aufblüht sondern runtergedrückt wird. genauso soll schule nicht sein . gibt es da eine andere möglichkeit? eine andere schule/schulform/klasse?
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(#69) [Permalink]
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Benutzerbild von neumond
neumond
 
15.11.2016, 14:19

Zitat:
Zitat von mane9 Beitrag anzeigen

neumond: schade, dass da soviel schief läuft und dein kind nicht beim lernen aufblüht sondern runtergedrückt wird. genauso soll schule nicht sein . gibt es da eine andere möglichkeit? eine andere schule/schulform/klasse?
Leider nein, wir leben am Land, hier gibt es noch eine Privatschule die aber vom Konzept her total seltsam ist. Sonst fühlt sie sich auch wohl in der Klasse, mag die Lehrerin obwohl sie streng ist, kommt gut in allen anderen Fächern mit aber Mathe will einfach nicht klappen. Da müssen wir als Eltern nun nachfragen woran es liegt, dass ihr das nicht vermittelt werden kann.

Ich selbst war bis zur 3. Klasse überdurchschnittlich gut in Mathematik, dann kam der 3. Lehrerwechsel und es ging total bergab. Mein Mann war und ist sehr mathebegabt. Jetzt gilt es zu ergründen ob es bei ihr auch an der Lehrerin liegt oder eine echte Schwäche vorliegt die mehr Hilfe erfordert. Rausreißen will ich sie aus mehreren Gründen nicht gleich, erstens hat sie bereits umzugsbedingt 2 Wechsel ihres sozialen Umfeldes hinter sich die sie nicht so gut weggesteckt hat, zweitens möchte ich auch als Vorbild fungieren und ihr zeigen dass man an Problemen erstmal zu arbeiten versucht und drittens natürlich auch blöd gesagt "Bequemlichkeit", das ist ein riesiger Aufwand für alle Beteiligten, die Klasse oder gar Schule zu wechseln und ist ohne sehr triftigen Grund auch kaum möglich, das hebe ich mir für wirklich große Probleme auf (mögen sie uns bitte fern bleiben....).

Die nächsten Schritte sind definitiv begleiten, stärken und den Elternsprechtag nutzen um das anzusprechen.
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(#70) [Permalink]
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Radium
 
15.11.2016, 14:26

Zitat:
Zitat von mane9 Beitrag anzeigen
ich bin absolut nicht deiner meinung. würde alles zu hause gefestigt werden müssen wären kinder aus bildungsfernen elternhäusern absolut verloren (ist ja so leider ).
ich sehe es schon als job der schule an zu lernen und zu üben. das geht in einer halbtagsschule nicht - ja. ganztagsschule gibts bei uns leider nicht.
es ist job der schule die grundfähigkeiten adäquat zu vermitteln. das es dafür an mitteln und zeit fehlt ist ein trauriges kapitel, das uns als gesellschaft später sehr viel kosten wird, denn sekundäre qualifikation ist aufwendiger und teurer.

neumond: schade, dass da soviel schief läuft und dein kind nicht beim lernen aufblüht sondern runtergedrückt wird. genauso soll schule nicht sein . gibt es da eine andere möglichkeit? eine andere schule/schulform/klasse?
ich seh das auch so. mein kind wird nach der hausübung um 15:30 abgeholt, bis wir zu hause sind ist es 16:00, dann wird gegessen, geredet, gespielt. zu hause erledigt werden noch lesehausübungen, gedichte lernen, hü machen wenn im hort nicht fertig geworden. ich wüsste nicht wann ich noch förderung, festigung und automatisierung unterbringen sollte

am wochenende werden ohnehin dinge gelernt/geübt die noch nicht sitzen (ich kenn das aus meiner vs zeit überhaupt nicht...). mein kind ist ein durchschnittlich inteligentes kind mit sprachlicher begabung. ich seh es eher nicht als meine aufgabe jenseits der 22 schulstunden plus 5 hü stunden meinem kind schulstoff vermitteln zu sollen (ich red nicht von zusätzlicher musikalischer, künstlerischer, sportlicher förderung weil die ist mittlerweile ohnehin privatvergnügen sieht man von obligatorischen theater und bauernhofbesuchen ab).

als vz berufstätige mutter wüsste ich nicht wann ich das unterrichten noch unterbringen soll.
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Dieser Beitrag von Radium gefällt: Laura82
(#71) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
15.11.2016, 16:36

Zitat:
Zitat von Esira Beitrag anzeigen
Bei Stöpselkarten werden Aufgaben auf ein etwas dickeres Papier gedruckt. Das Blatt sollte dann bestenfalls laminiert werden. Dann heißt die Aufgabe z.B. 5 x 6. Daneben sind 3 Lösungen angegeben. Unter jeder Lösung ist ein Loch. Das Kind nimmt einen Stöpsel und steckt ihn in das Loch mit der richtigen Lösung. Auf der Rückseite hab ich immer so Ringlochverstärker bei der richtigen Lösung zur Selbstkontrolle. Als Stöpsel nehm ich immer die von einem alten Kinderspiel meiner Kinder. Ich weiß gar nicht wie das heißt. Das ist so ein weißes Kästchen mit Löchern drinnen bei dem man mit bunten Knöpfen Bilder stöpseln kann.

Malreihenmemory wird wie das klassische Memory gespielt. Rechnungen bzw. Ergebnisse auf Kärtchen drucken ausschneiden und losspielen.

Klammerkarten sind ähnlich wie Stöpselkarten nur, dass die Ergebnisse am Rand des Blattes stehen und bei jedem richtigen Ergebnis eine Klammer drangesteckt wird.

Am besten du schaust es dir mal an. Ich geb einen Link dazu wo man ganz viele 1x1 Spiele selber machen kann.

http://www.lehrerweb.at/materials/gs/mathe/klasse2/1x1/
Danke Esira, für die vielen guten Tipps - den Link werd ich mir auch anschauen!

Zitat:
Zitat von mane9 Beitrag anzeigen
...es ist job der schule die grundfähigkeiten adäquat zu vermitteln. das es dafür an mitteln und zeit fehlt ist ein trauriges kapitel, das uns als gesellschaft später sehr viel kosten wird, denn sekundäre qualifikation ist aufwendiger und teurer.
natürlich wird uns das alles noch teuer kommen... allerdings denken unsere entscheidenden politiker leider kurzfristig. was ich für meine kinder tun kann, versuch ich zu tun - systemkritisch bin ich, allerdings auch so realistisch, dass ich meine energien hauptsächlich in die eigene familie investiere

Zitat:
Zitat von Radium Beitrag anzeigen
ich seh das auch so. mein kind wird nach der hausübung um 15:30 abgeholt, bis wir zu hause sind ist es 16:00, dann wird gegessen, geredet, gespielt. zu hause erledigt werden noch lesehausübungen, gedichte lernen, hü machen wenn im hort nicht fertig geworden. ich wüsste nicht wann ich noch förderung, festigung und automatisierung unterbringen sollte

am wochenende werden ohnehin dinge gelernt/geübt die noch nicht sitzen (ich kenn das aus meiner vs zeit überhaupt nicht...). mein kind ist ein durchschnittlich inteligentes kind mit sprachlicher begabung. ich seh es eher nicht als meine aufgabe jenseits der 22 schulstunden plus 5 hü stunden meinem kind schulstoff vermitteln zu sollen (ich red nicht von zusätzlicher musikalischer, künstlerischer, sportlicher förderung weil die ist mittlerweile ohnehin privatvergnügen sieht man von obligatorischen theater und bauernhofbesuchen ab).

als vz berufstätige mutter wüsste ich nicht wann ich das unterrichten noch unterbringen soll.
ich versteh dich eh sehr gut. ich arbeite nicht vollzeit, bin aber 3-4 nachmittage erst ab 18,30 daheim - dann sind die kids schon müde und ich mag sie auch nicht überstrapazieren.
ich komm heim, schau mir die hü´s an, les noch mit dem kleinen und das war es fast immer schon. hab ich am nm mehr zeit, dann wird eben was spielerisch gelernt.
die SA-vorbereitung mit der großen schaut so aus, dass wir uns den stoff gemeinsam anschauen. hat sie bei den HÜs irgendwo schwächen gezeigt bzw nicht alles gut verstanden, wird das geübt. nachdem ich oft nicht da bin, richt ich übungsblätter mit den schwerpunkten her. zwei tage vor der SA mach ich ihr eine leichte "probeschularbeit", mehr um ihr ego zu stärken als um sie zu testen.

am WE zu lernen, vermeide ich, sofern möglich. man braucht auch familienzeit, grad wenn auch die mutter berufstätig ist...

unter der woche - der kleine ist grad 7 geworden - geht nicht mehr am abend. regeneration und ausgeschlafensein am schultag sind wichtiger als abendlicher drill. die große ist länger aufnahmefähig, aber auch für sie will ich am abend nicht nur die lern-drill-mama sein.

Ich finds sehr, sehr schad, wenn die systemkritik hier in einen diskurs über gute oder unmotivierte mütter abrutscht. Es geht uns allen gleich. Manche haben einen anderen zugang und manche haben mehr erfahrung. Letzendlich bemühen wir uns alle um die kinder - jeder, wie er kann.

Ich hab nie geschrieben, dass das elternhaus für die wissenvermittlung zuständig ist.
Ich hab geschrieben, dass ich es als meine aufgabe ansehe, das beigebrachte zu festigen, damit das kind sich leichter tut.
Das ist, bitte sehr, ein riesiger unterschied.

Übrigens zur allgemeinen systemkritik gibts grad einen relativ neuen thread - wen´s interessiert?

Aber weil hier ja offensichtlich auch lehrerinnen mitschreiben: wie geht ihr mit der thematik "verantwortung eltern-schule" um oder anders gesagt: was wäre euer wunsch an die "pädagogische zauberfee", wenn ihr euch wünschen könntet, was ihr für euch und die schüler wolltet?
Das würd mich wirklich interessieren! Und die lesenden mamas bitte die antworten nicht als programmierung für schuldzuweisungen oder -gefühle ansehen... das wär ja ne theoretische gedankenspielerei aus lehrerinnensicht.

Geändert von samakaste (15.11.2016 um 16:41 Uhr)
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Benutzerbild von lisa11
lisa11
 
15.11.2016, 17:12

@ Mal-Reihen:
Meine Tochter hat mich letztes Jahr gefragt, was multiplizieren ist und wie es funktioniert. Ich hab ihr das mit einer Schachtel erklärt, in die wir Duplo-Steine reingelegt haben.
Dann hab ich ihr gesagt, sie soll 2x reingreifen und jeweils 2 Steine rausholen und schaun wie viel sie dann hat.
Das haben wir ein paar Mal mit unterschiedlichen Kombinationen durchgespielt, und seit dem hat sie es verstanden und die Mal-Reihen sind kein Problem.
Vielleicht hilft das auch bei euren Kindern...

@ Zu Hause lernen:
Ich denke, man wird nicht ohne zu Hause lernen auskommen. Je komplexer der Stoff wird (ab Mittelschule) bzw. wenn man Dinge lernen muss (Biologie, Chemie), müssen die Kinder zu Hause weiter lernen.
Weder Ganztagsschule noch sonst ein Konzept wird soziale Ungerechtigkeiten ausgleichen können. Es wird immer unfair sein, wenn das eine Kind Eltern zu Hause hat, die vorlesen oder mitlesen, und das Kind zum selber Lesen ermutigen, und ein anderes Kind nicht. Und das gleiche gilt für Mathe.
Je mehr man übt, desto besser wird man.
Anstatt die Kinder in eine Ganztagesschule zu stecken, wäre es mMn besser den Eltern zu vermitteln, dass Bildung einen Wert hat, und dass sie auch etwas dazu beitragen sollen.
Wenn kein Geld da ist, kann man sich z.B. Bücher ausborgen, man kann das Kind in gratis Nachhilfe-Cafes schicken usw.
Es gibt viele Möglichkeiten, nur muss man da halt selber etwas tun.

Wenn man sich z.B. erfolgreiche Jugendliche/ junge Erwachsene mit Migrationshintergrund anschaut, dann sind immer Eltern dahinter, die drauf geschaut haben, dass den Kindern Bildung ermöglicht wird.

Im englischsprachigen Raum gibt es die parents literacy Projekte https://www.edutopia.org/blog/parent...y-erika-burton schon länger, und diese sind ein voller Erfolg!
In Österreich kommt man leider immer mehr davon weg, und will alles in der Schule erledigt wissen - das wird langfristig leider schief gehen.
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Benutzerbild von Eeyore
Eeyore
 
15.11.2016, 19:04

@ daheim lernen: ganz ehrlich ich wüsste nicht mal wann... wir sind Mo beim Eishockey, Dienstag sind sie bis halb 5 beim fußball, Donnerstag sind wir am kons (u eigentlich wäre abends noch Eishockey) und Freitag sind sie beim Schwimmtraining. Mir ist aber eh klar, dass dieses Programm nur deshalb möglich ist weil sie sich in der Schule spielen.. bin gespannt wie lange das tatsächlich so funktioniert.
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Laura82
 
16.11.2016, 08:01

Zitat:
Zitat von lisa11 Beitrag anzeigen
@ Mal-Reihen:
Meine Tochter hat mich letztes Jahr gefragt, was multiplizieren ist und wie es funktioniert. Ich hab ihr das mit einer Schachtel erklärt, in die wir Duplo-Steine reingelegt haben.
Dann hab ich ihr gesagt, sie soll 2x reingreifen und jeweils 2 Steine rausholen und schaun wie viel sie dann hat.
Das haben wir ein paar Mal mit unterschiedlichen Kombinationen durchgespielt, und seit dem hat sie es verstanden und die Mal-Reihen sind kein Problem.
Vielleicht hilft das auch bei euren Kindern...

@ Zu Hause lernen:
Ich denke, man wird nicht ohne zu Hause lernen auskommen. Je komplexer der Stoff wird (ab Mittelschule) bzw. wenn man Dinge lernen muss (Biologie, Chemie), müssen die Kinder zu Hause weiter lernen.
Weder Ganztagsschule noch sonst ein Konzept wird soziale Ungerechtigkeiten ausgleichen können. Es wird immer unfair sein, wenn das eine Kind Eltern zu Hause hat, die vorlesen oder mitlesen, und das Kind zum selber Lesen ermutigen, und ein anderes Kind nicht. Und das gleiche gilt für Mathe.
Je mehr man übt, desto besser wird man.
Anstatt die Kinder in eine Ganztagesschule zu stecken, wäre es mMn besser den Eltern zu vermitteln, dass Bildung einen Wert hat, und dass sie auch etwas dazu beitragen sollen.
Wenn kein Geld da ist, kann man sich z.B. Bücher ausborgen, man kann das Kind in gratis Nachhilfe-Cafes schicken usw.
Es gibt viele Möglichkeiten, nur muss man da halt selber etwas tun.

Wenn man sich z.B. erfolgreiche Jugendliche/ junge Erwachsene mit Migrationshintergrund anschaut, dann sind immer Eltern dahinter, die drauf geschaut haben, dass den Kindern Bildung ermöglicht wird.

Im englischsprachigen Raum gibt es die parents literacy Projekte https://www.edutopia.org/blog/parent...y-erika-burton schon länger, und diese sind ein voller Erfolg!
In Österreich kommt man leider immer mehr davon weg, und will alles in der Schule erledigt wissen - das wird langfristig leider schief gehen.
Schon mal auf die Idee gekommen, dass manche Eltern die Kinder in Ganztagesschulen geben müssen weil sie Vollzeit arbeiten? Und Sinn einer Ganztagesschule (zumindest in der VS) ist es, dass die Kinder zu Hause eben fast nichts mehr tun müssen.

Das die Kids ab der Mittelschule zu Hause lernen müssen versteht sich von selbst - aber bis dahin sind sie normalerweise so weit, dass sie dies eigenständig tun. Ab dem Zeitpunkt wo ich im Gymnasium war, sprich mit 10 hab ich mich nach der Schule zu meinem Schreibtisch begeben und selbstständig gelernt. Gab es Fragen z.B. in Mathe, Physik etc. habe ich die am Abend mit meinen Eltern geklärt
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Benutzerbild von lisa11
lisa11
 
16.11.2016, 09:51

Zitat:
Zitat von Laura82 Beitrag anzeigen
Schon mal auf die Idee gekommen, dass manche Eltern die Kinder in Ganztagesschulen geben müssen weil sie Vollzeit arbeiten? Und Sinn einer Ganztagesschule (zumindest in der VS) ist es, dass die Kinder zu Hause eben fast nichts mehr tun müssen.

Das die Kids ab der Mittelschule zu Hause lernen müssen versteht sich von selbst - aber bis dahin sind sie normalerweise so weit, dass sie dies eigenständig tun. Ab dem Zeitpunkt wo ich im Gymnasium war, sprich mit 10 hab ich mich nach der Schule zu meinem Schreibtisch begeben und selbstständig gelernt. Gab es Fragen z.B. in Mathe, Physik etc. habe ich die am Abend mit meinen Eltern geklärt
Das Ganze fängt ja schon früher an - wird den Kindern am Abend etwas vorgelesen oder nicht? Borg ich mir Kinderbücher aus, oder nicht. Genau da setzen die literacy Projekte an. Den Eltern muss wieder mehr bewusst werden, dass ein Teil des Bildungserfolges auch noch in ihrer Hand liegen. Und zwar nicht erst ab der 1. VS, sondern schon davor.
Auch so wie Samakaste es geschrieben hat, kann man die Kinder immer in den Alltag miteinbeziehen und dadurch z.B. spielerisch einen Grundstein für Mathe legen. Es machen nur leider immer weniger und auch grad bei bildungsferneren Familien laufen die Kinder immer mehr neben her.

Und wenn man der Statisitk glaubt, ist ein Großteil der arbeitenden Mütter nur teilzeit angestellt -> somit sollte es durchaus möglich sein, sich am NM den Problemen der Kinder zu widmen. Und auch als vz angestellte Mutter kann man am späteren NM noch in eine Bibliothek gehen, oder Rechenspiele zum Festigen spielen.

Ganztagesschulen suggerieren eine all inclusive Lösung für Eltern, dass sie sich um den Bildungserfolg ihrer Kinder nicht mehr kümmern müssen. Doch haben die Kinder in einer GTVS wirklich mehr Lernzeit? Bekommen dann die lernschwachen Kinder Extrastunden, damit sie z.B. das 1x1 begreifen?

Es ist doch offensichtlich, dass Kinder, die von ihren Eltern zu Hause gefördert werden, es leichter haben. Anstatt, dass man hier ansetzt und mehr Möglichkeiten schafft, dass auch Eltern aus bildungsschwachen Familien ihre Kinder besser fördern können, versucht man ein Konzept zu verkaufen, dass alles ausgelagert werden kann.
Schräger Ansatz...
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Dieser Beitrag von lisa11 gefällt 2 Usern: Jemaro, samakaste
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samakaste
 
16.11.2016, 10:32

Zitat:
Zitat von lisa11 Beitrag anzeigen
Ganztagesschulen suggerieren eine all inclusive Lösung für Eltern, dass sie sich um den Bildungserfolg ihrer Kinder nicht mehr kümmern müssen. Doch haben die Kinder in einer GTVS wirklich mehr Lernzeit? Bekommen dann die lernschwachen Kinder Extrastunden, damit sie z.B. das 1x1 begreifen?
Anstatt,....... Schräger Ansatz...
Ein pädagogisches Konzept für die breite Masse schreib ich dir an einem Abend, und nicht nur ich...
Das Schwierige ist ja nicht die Konzetionierung, sondern die gelebte Umsetzung mit allen wunderbar ausformulierten Methoden und Zielorientierungen....

Als wir damals in der Nachmittagsbetreuung gearbeitet haben, "durften" wir uns die DVD vom Ministerium anschauen... so quasi "schauts, wie toll wir sind und was wir alles schaffen".... wir haben echt nicht gwusst, sollen wir lachen oder weinen: tolle bunte Bilder, helle Räume, glückliche Kinder.... dann drehst dich um und siehst die Realität: eine Riesengruppe zu betreuen, nebenbei Gschirr und Essensausgabe, viele Problemfamilien ohne Ansprechpartner im System, dunkle Räume, Kampf um den Turnsaal, dauernde Aussagen wie "kein Budget" wenns um Ausstattung oder Ausflüge oder Bastelmaterial geht, Lehrer die in der HÜ-Stunde ihren Frust rauslassen weil sie länger bleiben müssen und gezwungen werden während der Schulleiter zugibt, keine Handhabe zu haben.. das war schon sehr läuternd.
"Unseren" Kindern damals gings gut, weil wir sehr motiviert waren, selber Kinder hatten und auch vom Fach waren und alte Kontakte nutzten und Erfahrungen einfließen lassen konnten. Wir machten Spieleentwicklung und nutzten Zeitlöcher für "1x1 mit Pippi Langstrum" oder "SIC!" - selbstgebastelte Spiele zur Spracherweiterung ecc. Gemeinsam mit dem Schulleiter konnten wir die Lernstunde zu solcher auch machen, weil er uns unterstützte wie er konnte...
Aber ganz ehrlich: das machen nicht alle. Weil du nach den Jahren irgendwann abstumpfst, weil der Stress dich kaputt macht, weil die Bezahlung die gleiche ist ob du was tust oder nur die Aufsicht hast, wenn alle rumsitzen und am Handy spielen.

Es gibt motivierte Betreuer/Schulleiter, es gibt Minimalisten - Glückssache, wo dein Kind untergebracht ist, gleich wie die "Lehrerwahl"....

Die neuen Konzepte sind nix anderes als Kostenersparnis auf Kosten der Kinder.
Alleine die Gestaltung der Räumlichkeiten würde ein Vielfaches des gestaffelt ausbezahlten (!) Budgets kosten....

Wären die Ganztagsschulen so konzipiert, dass die Umsetzung wie im Konzept möglich wäre, dann würd ich das auch dankbar annehmen. Aber so.... bin ich dagegen und dankbar über meinen Mann, der ebenso denkt und sich bemüht.
Müssten wir diese Schulart leben, dann wär ich eine "lästige" Mama, die viel nachfragt, sich um Buskostenbeschaffung bemüht und versucht, den Betreuern zu helfen, wo sie kann.

Ob man am Abend noch mit dem Kind lernen muss oder nicht, ist abhängig von Schulart, Lehreranforderung, kindlichem Einsatz usw usf... und auch von der Motivation der Eltern.
Letztendlich entscheidet das jede Familie für sich.

Und noch ein Nachsatz zu den "Bildungsfernen Familien": schauts amal die Statistiken an, welche Herkunft die "neuen" Akademiker haben. Das sind sehr oft die Underdogs, die für ihr Kind "eine bessere Zukunft" wollen. Es gibt ja auch die Aussage, dass Merkel mit der Zuwanderung die langfristige Bildungsrate erhöhen wollte.
Und auch zum Thema der Förderung fern der Schule: in mehreren ehrenamtlichen Projekten zur Frauen- und Familienförderung sind wir fast schon bedrängt worden, Sprachkurse für Kinder aufzustellen. Ich hab mich geweigert und dann ein spielpädagogisch orientiertes Projekt zur fremdsprachlichen Entwicklung aufgestellt - das ist jetzt im zweiten Jahr und die Nachfrage ist riesig. Und es sind fast alles Migranten, die ihre Kinder hinbringen und sich auch aktiv beteiligen.
Manchmal ist Arroganz nicht angebracht.

Hach, entweder das ist mein Schlafmangel oder aber auch weil mir das Thema so am Herzen liegt.
Ich bin gegen Polarisierungen, gegen Schuldgefühle und gegen Negativisierungen.
Aber die Realität ist: das System ist am Scheitern und eine profunde Änderung ist nicht in Sicht.
Wer sich einredet, dass alles so gut funktioniert, hat entweder die Ausnahmeschulsituation und somit das große Los gezogen - oder will Vieles nicht wahrnehmen. Der aktive Einsatz der Eltern zur (Aus)Bildung der Kinder ist mMn absolut notwendig, graduell natürlich abhängig von der Einzelsituation, aber auf jeden Fall notwendig.
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Dieser Beitrag von samakaste gefällt 4 Usern: BLS, Jemaro, neumond, nonoa
(#77) [Permalink]
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Benutzerbild von Laura82
Laura82
 
16.11.2016, 10:40

Punkto Förderung durch die Eltern hatte ich gestern wieder ein Paradebeispiel:

Unsere türkischen Nachbarn, mit denen wir ein sehr gutes Verhältnis haben, leben in einem 3 Generationenhaushalt unter einem Dach. Die Männer arbeiten alle, die Frauen (Oma, eine Frau mit 35 und zwei Kindern, eine Frau mit 30 und einem Kind) arbeiten nicht obwohl sie locker könnten weil die Oma und noch eine Tante jederzeit auf die Kinder schauen würden. Die netten Damen sitzen den ganzen Tag zu Hause, bis auf die Oma sprechen alle fließend Deutsch und sind schon seit der Grundschule in AT. Gestern steht das 12 jährige Nachbarsmädel da, die gerade in die 4 VS geht, mit einem HÜ Zettel und sagt sie kennt sich nicht aus. Es war die Geschichte vom heiligen Leopold zu lesen und dann Fragen dazu zu beantworten. Madame hat von 10 Fragen zwei beantwortet und den Rest sollte ich ihr beantworten. Hab ich völlig gestresst gemacht, gerade von der Arbeit nach Hause gekommen, zwischen einem Haufen Wäsche und einem quengelnden Kleinkind.... da frag ich mich dann echt ob nicht manche selbst Schuld sind an ihrem Schicksal. 1. hätten ihr sowohl Mutter und Tante helfen können, da sie fließend Deutsch sprechen und des Lesens mächtig sind, 2. hat sich die Kleine (die ich echt mag) nicht mal bemüht den Text zu lesen weils ja eh wurscht ist die Frau Nachbarin wirds schon machen..... Aber weil immer wieder von sozial schwachen Menschen gesprochen wird die dann benachteiligt sind.... manche wollen auch gar nicht.... und gehen immer den einfachsten Weg!
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samakaste
 
16.11.2016, 11:23

Laura, da hast aber ein Abgrenzungsproblem, wennst müde am Abend die HÜ mit der Nachbarstochter machst und eigentlich gar nicht willst...
Würdest aber sicher auch helfen, wenns ne unmotivierte Österreicherfamilie wär, weil dir das Mädl Leid tut, oder?
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Jemaro
 
16.11.2016, 11:24

Zitat:
Zitat von lisa11 Beitrag anzeigen
@ Zu Hause lernen:
Ich denke, man wird nicht ohne zu Hause lernen auskommen. Je komplexer der Stoff wird (ab Mittelschule) bzw. wenn man Dinge lernen muss (Biologie, Chemie), müssen die Kinder zu Hause weiter lernen.
Weder Ganztagsschule noch sonst ein Konzept wird soziale Ungerechtigkeiten ausgleichen können. Es wird immer unfair sein, wenn das eine Kind Eltern zu Hause hat, die vorlesen oder mitlesen, und das Kind zum selber Lesen ermutigen, und ein anderes Kind nicht. Und das gleiche gilt für Mathe.
Je mehr man übt, desto besser wird man.
Anstatt die Kinder in eine Ganztagesschule zu stecken, wäre es mMn besser den Eltern zu vermitteln, dass Bildung einen Wert hat, und dass sie auch etwas dazu beitragen sollen.
Wenn kein Geld da ist, kann man sich z.B. Bücher ausborgen, man kann das Kind in gratis Nachhilfe-Cafes schicken usw.
Es gibt viele Möglichkeiten, nur muss man da halt selber etwas tun.
ich bin zu 100% bei dir

ich sehe aber auch -gerade eben in der schule meines kindes- dass viele Eltern, die sehr wohl engagiert sind, unter der Woche einfach keine zeit haben.
wenn die Kids noch ein paar zusätzliche Termine haben (und da rede ich nicht von vereinssportarten, da wird's noch komplizierter) fehlt leider sehr oft die zeit fürs üben.

und -so gemein und unfair es ist- da beginnt eigentlich schon die Trennung...

ich sitze 2x/Monat mit den Kids eine stunde und lese vor bzw. lasse mir vorlesen
man sieht leider wirklich deutlich, welche Kids extern sind, welche halbintern und welche intern sind...



Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Ich hab nie geschrieben, dass das elternhaus für die wissenvermittlung zuständig ist.
Ich hab geschrieben, dass ich es als meine aufgabe ansehe, das beigebrachte zu festigen, damit das kind sich leichter tut.
Das ist, bitte sehr, ein riesiger unterschied. .
das wäre ja glaube ich der punkt, bei dem sich alle einig sind
lehren sollten die Lehrer, gefestigt sollte es zu hause werden

mein Junior ist sicher kein genie, ihm fliegt nicht alles zu
wir üben zuhause pro tag 10-15min und das genügt, damit sind seine lernzielkontrollen sehr gut und er kommt gut mit.
aber natürlich ist das zusätzliche arbeit und zeit
zuerst hausübung und dann eben noch etwas üben und dann lesen
(und logischerweise dazw. spielen/austoben im garten, ....)
ich (vorrangig, natürlich auch der dazugehörige papa) nehmen uns die zeit, weil wir sie haben

ich verstehe schon, dass Eltern, die Vollzeit arbeiten, weder die zeit noch die lust dazu haben.
leider sieht man -bei den kindern in der klasse meines sohnes- welche Eltern zuhause fördern und fordern und welche nicht.
welche Kinder 10std/tag in der schule verbringen und welche nicht (zur erkärung: die schule öffnet um 7uhr und schließt schlussendlich um 17uhr 30 und es gibt Kinder, die nützen diese Zeiten voll aus)

ich muss also erwarten können, dass die Grundlagen wenigstens in der schule geschaffen werden, damit Kinder/Eltern, die unter der Woche nicht üben können wenigstens am woe nicht den wirklichen Lernstoff erarbeiten müssen sondern "nur" üben müssen.

Geändert von Jemaro (16.11.2016 um 11:38 Uhr)
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Laura82
 
16.11.2016, 11:46

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Laura, da hast aber ein Abgrenzungsproblem, wennst müde am Abend die HÜ mit der Nachbarstochter machst und eigentlich gar nicht willst...
Würdest aber sicher auch helfen, wenns ne unmotivierte Österreicherfamilie wär, weil dir das Mädl Leid tut, oder?
Abgrenzungsproblem stimmt schon.... ich tu mir ehrlich schwer einem Hilfesuchenden Kind Hilfe abzuschlagen andererseits denke ich mir würde ich es machen müssten die Eltern mal was tun.... nur tun sie es dann auch? Die Nationalität spielt keine Rolle für mich.... ich würd einem österreichischen Kind genauso weiterhelfen.
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