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(#81) [Permalink]
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wbkh
 
20.10.2016, 10:42

Also, meiner ist leider zur Zeit nicht in der Schule, sondern im AKH auf der Kinderpsychiatrie.

Leider hat er dort nur etwa 10 Wochenstunden Schule, sonst Therapien, weil offenbar einige Therapeutinnen nur vormittags arbeiten. Das Niveau der Heilstättenschule lässt sich mit dem einer normalen VS nicht vergleichen: keine wöchentlichen GÜ, meistens nur Mini-HÜ entweder Deutsch oder Rechnen.

Erst kürzlich sind sie offenbar draufgekommen, dass er für die Deutsch-Schularbeit üben soll. Er musste zwei Bildgeschichten als HÜ schreiben und wollte das am Nachmittag nicht tun. D.h. ich bekam die HÜ mit, als ich Sohn nach 17 Uhr zum Nachtausgang holte. Das erste Mal hatte ich keine Ahnung. Wir haben die Geschichte "gemeinsam" geschrieben, es war schon nach 19 Uhr. Sie war laut meinem Sohn 70 Wörter lang, die Lehrerin schrieb dazu "doppelt so lang (200-250 Wörter), auch direkte Rede". Einen Tag später bekamen wir die zweite Geschichte mit. (Ich hatte am Montag gedacht, Sohn müsste an dem Tag beide schreiben, und ein Brieflein beigelegt, dass die zweite sich nicht ausgegangen ist.) Ich habe meinen Sohn angehalten, eine direkte Rede hinzuzufügen, aber trotzdem sind es nur 97 Wörter geworden.

Letztes Jahr hatte mein Sohn lauter Einser und war Klassenbester, heuer sehe ich schwarz für ein gutes Zeugnis (vielleicht wird er überhaupt einige "nicht beurteilt" im Halbjahr haben). Weil er als I-Kind (mit normalem Lehrplan) nicht freiwillig wiederholen kann, wird die weiterführende Schule wohl die Sonderschule werden statt der am Tag der Wiener Schulen besuchten Kandlgasse (das Gespräch wurde von der Autismus-Mentorin initiiert). Der AKH-Aufenthalt ist auch nicht von mir gewünscht, sondern von der Schule "geschickt eingefädelt" worden. Sohn bekommt frisch Ritalin (auch nicht von mir gewünscht), nach 2 Tagen bereits Dosiserhöhung, nach einer Einmaldosis in der Früh läuft natürlich am Nachmittag und erst recht am Abend nichts mehr mit HÜ. Ich glaube, wir werden das Ritalin und den Aufenthalt abbrechen, aber dann schickt ihn die Schule am nächsten Tag wieder zurück ins AKH.
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(#82) [Permalink]
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Llandra
 
20.10.2016, 10:52

Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Also, meiner ist leider zur Zeit nicht in der Schule, sondern im AKH auf der Kinderpsychiatrie.

Leider hat er dort nur etwa 10 Wochenstunden Schule, sonst Therapien, weil offenbar einige Therapeutinnen nur vormittags arbeiten. Das Niveau der Heilstättenschule lässt sich mit dem einer normalen VS nicht vergleichen: keine wöchentlichen GÜ, meistens nur Mini-HÜ entweder Deutsch oder Rechnen.

Erst kürzlich sind sie offenbar draufgekommen, dass er für die Deutsch-Schularbeit üben soll. Er musste zwei Bildgeschichten als HÜ schreiben und wollte das am Nachmittag nicht tun. D.h. ich bekam die HÜ mit, als ich Sohn nach 17 Uhr zum Nachtausgang holte. Das erste Mal hatte ich keine Ahnung. Wir haben die Geschichte "gemeinsam" geschrieben, es war schon nach 19 Uhr. Sie war laut meinem Sohn 70 Wörter lang, die Lehrerin schrieb dazu "doppelt so lang (200-250 Wörter), auch direkte Rede". Einen Tag später bekamen wir die zweite Geschichte mit. (Ich hatte am Montag gedacht, Sohn müsste an dem Tag beide schreiben, und ein Brieflein beigelegt, dass die zweite sich nicht ausgegangen ist.) Ich habe meinen Sohn angehalten, eine direkte Rede hinzuzufügen, aber trotzdem sind es nur 97 Wörter geworden.

Letztes Jahr hatte mein Sohn lauter Einser und war Klassenbester, heuer sehe ich schwarz für ein gutes Zeugnis (vielleicht wird er überhaupt einige "nicht beurteilt" im Halbjahr haben). Weil er als I-Kind (mit normalem Lehrplan) nicht freiwillig wiederholen kann, wird die weiterführende Schule wohl die Sonderschule werden statt der am Tag der Wiener Schulen besuchten Kandlgasse (das Gespräch wurde von der Autismus-Mentorin initiiert). Der AKH-Aufenthalt ist auch nicht von mir gewünscht, sondern von der Schule "geschickt eingefädelt" worden. Sohn bekommt frisch Ritalin (auch nicht von mir gewünscht), nach 2 Tagen bereits Dosiserhöhung, nach einer Einmaldosis in der Früh läuft natürlich am Nachmittag und erst recht am Abend nichts mehr mit HÜ. Ich glaube, wir werden das Ritalin und den Aufenthalt abbrechen, aber dann schickt ihn die Schule am nächsten Tag wieder zurück ins AKH.
OMG, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, fühl Dich gedrückt. Habt Ihr keinen Arzt, dem ihr vertraut, sodass eine 2. Meinung eingeholt werden kann? Ich glaub, ich würde im Kreis gehen. Wünsche Dir uns Deinem Sohn alles erdenklich Gute und viel Kraft
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(#83) [Permalink]
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Dinimama
 
20.10.2016, 10:55

was für ein alptraum, wbkh!
was ist denn passiert, dass die schule so etwas macht, bzw muss für die gabe von derartigen medikamenten nicht das einverständnis der eltern eingeholt werden?

ich finde das alles grad unfassbar!
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(#84) [Permalink]
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wbkh
 
20.10.2016, 11:00

Zitat:
Zitat von Llandra Beitrag anzeigen
Habt Ihr keinen Arzt, dem ihr vertraut, sodass eine 2. Meinung eingeholt werden kann?
Leider nicht, denn gerade die von uns seit ein paar Minuten besuchte Privatärztin hat mit der Schule gemeinsame Sache gemacht. Ausgemacht mit ihr war psychosomatische Tagesklinik, um der blöden Situation in der Schule zu entkommen, keine Medikamente, geworden ist es die Psychiatrie, es ging nur mehr darum, ob er zum Asperger noch ADHS hat. Die oben genannte Ärztin hatte noch vor ein paar Monaten gemeint, mein Sohn braucht wegen seiner guten Schulleistungen kein Ritalin, ich habe sie noch angerufen, wie das Ritalin schon ins Haus stand, da war sie plötzlich auch eher dafür ... Es ist einfach ein Kampf gegen Windmühlen.
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(#85) [Permalink]
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wbkh
 
20.10.2016, 11:09

Eigentlich sollte ich im öffentlichen Bereich nicht zu viel schreiben, obwohl ich nicht glaube, dass hier jemand mitliest.

Nur kurz: Angefangen hat es mit einer von der Schule organisierten "Helferkonferenz" mit Ärztin, Therapeutin und Jugendamt ohne mich, Psychosomatik war die von der Ärztin vorgeschlagene Lösung. Leider wurde schon hinten rum alles weitererzählt, seit dem ersten Schultag fragte mich die Lehrerin, wann mein Sohn endlich ins AKH kommt, auch an dem Tag, als ich wegen seines Geburtstages am WE davor einen Kuchen mitbrachte.

An der Psychosomatik war nur in der Halbtagesklinik etwas frei, Lehrer unsympathisch (sagten auch "Alles ist schon versucht worden außer Medikamente"), sie sprachen mit der Schule ... und plötzlich war (wohl auf Intervention der Direktorin, die ihn schon seit mehr als einem Jahr gern dort gesehen hätte) ein Platz an der Psychiatrie frei.

Ich musste gegen den Willen des Papa für Ritalingabe unterschreiben, weil sie meinen Sohn sonst Mitte letzter Woche ohne Vorbereitung wieder in seine alte Schule zurückgeschickt hätten.

Vorgefallen in der Schule ist eigentlich im Mai und Juni nichts Besonderes, der Hort hat mich aber zur Kündigung gezwungen (städtischer Hort, der mit der Schule nichts zu tun hat, nur im gleichen Gebäude).

Oma hat vor ein paar Wochen mit dem Patientenanwalt telefoniert, der sagte ihr auch, dass die Schule am längeren Ast sitzt. Leider! Papa ist der Meinung, Sohn soll schulunfähig geschrieben werden und den ganzen Tag bei ihm im Büro an Computer & Co. sitzen, auch keine Lösung.

Geändert von wbkh (20.10.2016 um 11:15 Uhr)
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(#86) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
20.10.2016, 21:40

Zitat:
Zitat von Llandra Beitrag anzeigen
Die Lehrerin hat nur "toll" drunter geschrieben, aber ich hab keine Ahnung, wie es in der SA bewertet wird, wenn man 100 Wörter über der Vorgabe ist????
Vielleicht ist das ja bei jeder Lehrerin anders, aber Tochter ist eine Vielschreiberin. Sprich, bei den HÜ sollte sie ca 110 Wörter schreiben und war bei 8-9 Seiten (letztes Jahr). Die Lehrerin hat dann gemeint, sie muss das in den Griff kriegen, denn bei der SA hat sie nicht die Zeit und macht dann so auch zu viele Fehler. Seitdem haben wir das von HÜ zu HÜ geübt: Wortwahl, Fokussetzen, ... und es hat sich ziemlich rasch gebessert. Mittlerweile sucht sie immer wieder nach Adjektiva, weil sie zu wenig Wörter hat


Zitat:
Zitat von Dinimama Beitrag anzeigen
ich finde es übrigens sehr seltsam, dass einem kind verboten wird länger zu schreiben, also jetzt rein der länge wegen.
wenn das kind nur daherschwafelt und sich x mal wiederholt, dann könnte es ein lernziel sein besser auf den punkt zu kommen, wenn ein kind lang und ausführlich berichtet und mit der zeit nicht zurechtkommt ebenfalls, aber wenn es zeitlich passt und das kind einfach so viel zu erzählen hat finde ich es fast schon eine frechheit, dass es da eingebremst wird.

beistrichfehler werden in der vs noch nicht gewertet, soviel ich weiß.
Ja, so gings mir auch.
Aber letztendlich wars wie bei einem Bildhauer, der ein monströses, beeindruckendes Werk in ein feinfühliges, wertvolleres Kunstwerk verwandelt hat. Ihre Aufsätze sind jetzt wohlüberlegt in Wortwahl und Inhaltsgliederung. Sie sind auch einfacher zu lesen, unterhaltsamer und fehlerfreier.

Zur jetztigen SA bekommen sie eine Bildgeschichte plus Grammatikaufgaben.
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(#87) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
20.10.2016, 22:32

Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Also, meiner ist leider zur Zeit nicht in der Schule, sondern im AKH auf der Kinderpsychiatrie.
Der AKH-Aufenthalt ist auch nicht von mir gewünscht, sondern von der Schule "geschickt eingefädelt" worden. Sohn bekommt frisch Ritalin (auch nicht von mir gewünscht), nach 2 Tagen bereits Dosiserhöhung, nach einer Einmaldosis in der Früh läuft natürlich am Nachmittag und erst recht am Abend nichts mehr mit HÜ. Ich glaube, wir werden das Ritalin und den Aufenthalt abbrechen, aber dann schickt ihn die Schule am nächsten Tag wieder zurück ins AKH.
Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Leider nicht, denn gerade die von uns seit ein paar Minuten besuchte Privatärztin hat mit der Schule gemeinsame Sache gemacht. Ausgemacht mit ihr war psychosomatische Tagesklinik, um der blöden Situation in der Schule zu entkommen, keine Medikamente, geworden ist es die Psychiatrie, es ging nur mehr darum, ob er zum Asperger noch ADHS hat. Die oben genannte Ärztin hatte noch vor ein paar Monaten gemeint, mein Sohn braucht wegen seiner guten Schulleistungen kein Ritalin, ich habe sie noch angerufen, wie das Ritalin schon ins Haus stand, da war sie plötzlich auch eher dafür ... Es ist einfach ein Kampf gegen Windmühlen.
Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Nur kurz: Angefangen hat es mit einer von der Schule organisierten "Helferkonferenz" mit Ärztin, Therapeutin und Jugendamt ohne mich, Psychosomatik war die von der Ärztin vorgeschlagene Lösung. Leider wurde schon hinten rum alles weitererzählt, seit dem ersten Schultag fragte mich die Lehrerin, wann mein Sohn endlich ins AKH kommt, auch an dem Tag, als ich wegen seines Geburtstages am WE davor einen Kuchen mitbrachte.

An der Psychosomatik war nur in der Halbtagesklinik etwas frei, Lehrer unsympathisch (sagten auch "Alles ist schon versucht worden außer Medikamente"), sie sprachen mit der Schule ... und plötzlich war (wohl auf Intervention der Direktorin, die ihn schon seit mehr als einem Jahr gern dort gesehen hätte) ein Platz an der Psychiatrie frei.

Ich musste gegen den Willen des Papa für Ritalingabe unterschreiben, weil sie meinen Sohn sonst Mitte letzter Woche ohne Vorbereitung wieder in seine alte Schule zurückgeschickt hätten.

Vorgefallen in der Schule ist eigentlich im Mai und Juni nichts Besonderes, der Hort hat mich aber zur Kündigung gezwungen (städtischer Hort, der mit der Schule nichts zu tun hat, nur im gleichen Gebäude).

Oma hat vor ein paar Wochen mit dem Patientenanwalt telefoniert, der sagte ihr auch, dass die Schule am längeren Ast sitzt. Leider! Papa ist der Meinung, Sohn soll schulunfähig geschrieben werden und den ganzen Tag bei ihm im Büro an Computer & Co. sitzen, auch keine Lösung.
Liebe wbhk!
Ich habe jetzt kein Gesamtbild eurer Situation und auch nicht alle Informationen, um gezielt via Forum helfen zu können.
Aber hier läuft einiges schief!
Du schreibst von einer Helferkonferenz, von der du nichts wußtest. Von einer behandelnden Ärztin, die sich nicht an eure Abmachungen hält. Von der proaktiven Schule, die Psychiatrieplätze frei bekommt, von Retalinvergabe zu der du zur Unterschrift genötigt wurdest...

Irgendwo ist da gewaltig was falsch gelaufen.
Ich weiß jetzt nicht genau, mit wem deine Mutter telefoniert hat und welche Diagnose dein Sohn bekommen hat. Wie gesagt: Faktenwissen fehlt völlig.
ABER such dir sofort kompetente Unterstützung!
Das mag gerade in so einer aufreibenden Zeit noch mehr Kraftreserven aufbrauchen, klingt aber dringend notwendig!

Ohne die ganze Geschichte zu kennen: du hast die Obsorge, du entscheidest.
Wieso ist die Rückeinschulung problematisch für dich? War die Schule so schrecklich?
Ritalin wird sehr kritisiert - wieso bekommt er das?
Was ist überhaupt das "Grundproblem", weil du von einem leistungsorientiertem letzten Jahr erzählst?

Such dir ganz, ganz schnell kompetente Unterstützung!
Ich würde mich zuerst an einen Kinderpsychologen meines Vertrauens wenden, zeitgleich würde ich mir einen Anwalt nehmen und dann - wenn der Sohn daheim ist und ich sicher bin, dass es ihm gut geht - die nächsten Schritte wohlüberlegt nach Absprache mit Anwalt und Psychologe, eventuell auch mit zuständiger DSA, setzen.


Wieso hat dich weder die Schule noch die DSA über die Helferkonferenz informiert?
Warum will die Direktorin - wie es scheint - dein Kind pathologisieren?

So viele Fragen und ich sehe keine Möglichkeit, dir akut zu helfen, würde es aber sehr gern tun, weil du so verzweifelt klingst.
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Dieser Beitrag von samakaste gefällt: anna-mari
(#88) [Permalink]
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BLS
 
21.10.2016, 06:58

wbkh:

Mir ist unverständlich, wie dein Kind ohne Zustimmung von euch Eltern in der Psychatrie landen konnte. Ich kenne jetzt nur aus aktuellem Anlass die Vorgangsweise aus der Erwachsenenpsychatrie, da braucht es die Zustimmung der Person oder einen Gerichtsbeschluss mit Beiziehung eines (externen) Sachverständigen, wenn der Patient nicht zustimmt und Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.

Wende dich noch mal persönlich an den Patientenanwalt.
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Dieser Beitrag von BLS gefällt: Llandra
(#89) [Permalink]
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wbkh
 
21.10.2016, 08:08

Zitat:
Zitat von BLS Beitrag anzeigen
wbkh:

Mir ist unverständlich, wie dein Kind ohne Zustimmung von euch Eltern in der Psychatrie landen konnte. Ich kenne jetzt nur aus aktuellem Anlass die Vorgangsweise aus der Erwachsenenpsychatrie, da braucht es die Zustimmung der Person oder einen Gerichtsbeschluss mit Beiziehung eines (externen) Sachverständigen, wenn der Patient nicht zustimmt und Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt.

Wende dich noch mal persönlich an den Patientenanwalt.
Er IST mit meiner Zustimmung dort, nur der freie Platz wurde von der Frau Direktor vermittelt, während Eltern, die einen Platz haben wollen, lang warten müssen!

Und die Sozialarbeiterin war eh bei der Helferkonferenz. Da sind eben Sozialarbeiterin, Psychiaterin und Therapeutin "20 Leuten von Schule und Hort" (O-Ton der Therapeutin, die mir als Erste davon erzählt hat) gegenüber gesessen.

Ende April war es einmal so, dass ich (3km entfernt in der Arbeit) einen Anruf bekam, sie lassen meinen Sohn mit der Rettung in die Psychiatrie einliefern, weil er mit Gegenständen geworfen und im Schulhaus davon gelaufen war. Die nur 400m in unserer Wohnung entfernte Oma konnte es zum Glück verhindern, der Preis war eine 8-tägige Suspendierung.

Es ist nicht so, dass mein Sohn täglich einen Auszucker kriegt, aber alle paar Wochen einmal, Diagnose Asperger-Syndrom.

Und ja, die Ärztin im AKH (er wollte seit gestern das Ritalin nicht mehr nehmen) sagt, dass ich ihn jederzeit herausnehmen kann, aber was die Folge ist, weiß ich eh schon: Sie können ihn in der Schule so provozieren, dass er auszuckt, und dann lassen sie ihn wieder einliefern oder suspendieren ihn.
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(#90) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
21.10.2016, 08:11

Gut, dass du so viele Fragen beantwortest, danke dafür.
Sag, wenn der Umgang in dieser Schule mit deinem Kind der ist, den du beschreibst - was macht er dort noch? Habt ihr keine anderen Möglichkeiten?
Weil du das oben angeschnitten hast: natürlich ist in der Heilstättenschule der Lernfortschritt ein anderer als in einer Regelschule, aber ist das zur Zeit wirklich wichtig für euch?
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(#91) [Permalink]
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wbkh
 
21.10.2016, 08:15

Zitat:
Zitat von samakaste Beitrag anzeigen
Weil du das oben angeschnitten hast: natürlich ist in der Heilstättenschule der Lernfortschritt ein anderer als in einer Regelschule, aber ist das zur Zeit wirklich wichtig für euch?
Ja, denn es handelt sich um die 4., damit ist ihm seine Schullaufbahn etwa für die nächsten 5 Jahre verpatzt. Deshalb ist es ja so gemein, dass die Schule das gerade jetzt durchdrückt. In der 1.-3. hätte es nichts ausgemacht, wenn er ein paar Wochen fehlt!

Vor ein paar Monaten hatte ich auch mehrmals Kontakt mit der lobby4kids. Ich habe deren Anwalt angerufen und ihm per E-Mail den Entwurf von dem geschickt, was ich beim Jugendamt unterschreiben sollte, und nichts mehr von ihm gehört!
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(#92) [Permalink]
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gaense.blume
 
21.10.2016, 08:46

Das klingt ja alles sehr bescheiden...

Wie ging es deinem Sohn denn in der 1. - 3. Klasse? Du sagst er hat immer wieder Auszucker, wurden die jetzt mehr? Und in der Schule sind sie mit den Auszuckern einfach überfordert und haben ihn darum "abgeschoben"? Was wurde denn bisher von Seiten der Schule getan (das konnte ich noch nicht ganz rauslesen)? Hatte er schon mal eine Assistenz? Oder ist das eine naive Frage, weil das eh nichts bringt? Es tut mir Leid, ich weiß nicht, wie man in so einer Situation reagieren soll. Welche Vereine könnten euch noch helfen? Autistenhilfe?

Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute und dir viel Kraft! (Denn es klingt als würde es kein einfacher Weg werden)
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(#93) [Permalink]
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Benutzerbild von Erdbaerin
Erdbaerin
 
21.10.2016, 13:33

Herr Gott Himmel noch mal, dann hol dein Kind da raus! AKH und Schule!

Schließ dich mal mit Dinimama kurz, die hat es auch geschafft, daß sie ihren Sohn mitten im Schuljahr für den Heimunterricht abmelden konnte. Bzw. lass ihn wirklich mal für einige Wochen schulunfähig schreiben, ich glaub nämlich, daß ihr alle da eine Atempause braucht. Und wenn du den Kopf wieder frei hast, dann gehst das Ganze strukturiert an.
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Dieser Beitrag von Erdbaerin gefällt: samakaste
(#94) [Permalink]
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Benutzerbild von BineR
BineR
 
21.10.2016, 13:40

krass!

Ich weiß auch gar nicht was ich dir raten kann. Ich verstehe aber deinen Frust wegen dem verhauten Schuljahr. Hättet ihr denn schon eine nächste Schule fürs nächste Jahr im Auge, die zu ihm passen könnte?

unsere Probeschularbeit war ganz gut, nächste Woche steht Deutsch an, und sie soll eine Gedankenreise üben. Mir fallen keine Themen ein, euch?

lg
bine
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(#95) [Permalink]
Alt
wbkh
 
21.10.2016, 13:41

Zitat:
Zitat von Erdbaerin Beitrag anzeigen
Herr Gott Himmel noch mal, dann hol dein Kind da raus! AKH und Schule!

Schließ dich mal mit Dinimama kurz, die hat es auch geschafft, daß sie ihren Sohn mitten im Schuljahr für den Heimunterricht abmelden konnte. Bzw. lass ihn wirklich mal für einige Wochen schulunfähig schreiben, ich glaub nämlich, daß ihr alle da eine Atempause braucht. Und wenn du den Kopf wieder frei hast, dann gehst das Ganze strukturiert an.
Leider, ich habe eine andere Situation als Dinimama, Heimunterricht geht nicht. Es ist nicht jeder selbständig erwerbstätig und kann sich alles einteilen, außerdem bin ich vom Papa meines Sohnes geschieden und schon zu alt, um nach Kündigung meines Jobs einen neuen zu finden. Wir haben keinerlei Verwandtschaft in Wien, meine Familie wohnt in Graz, meine Mutter ist über 80 und wird daher auch nicht ewig zur Verfügung stehen.
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(#96) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von BineR
BineR
 
21.10.2016, 13:46

Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Leider, ich habe eine andere Situation als Dinimama, Heimunterricht geht nicht. Es ist nicht jeder selbständig erwerbstätig und kann sich alles einteilen, außerdem bin ich vom Papa meines Sohnes geschieden und schon zu alt, um nach Kündigung meines Jobs einen neuen zu finden. Wir haben keinerlei Verwandtschaft in Wien, meine Familie wohnt in Graz, meine Mutter ist über 80 und wird daher auch nicht ewig zur Verfügung stehen.
gibts andere Möglichkeiten? Freilernergruppen, andere Schule, vielleicht wirklich beim Papa im Büro lernen? ein Jahr Zeit zum Verschnaufen? wenn er dieses Jahr negativ beurteilt wird kann er ja wiederholen oder? dann habt ihr Zeit gewonnen für einen neuen Weg.

lg
bine
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Dieser Beitrag von BineR gefällt 2 Usern: anna-mari, samakaste
(#97) [Permalink]
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wbkh
 
21.10.2016, 13:47

Zitat:
Zitat von BineR Beitrag anzeigen
krass!

Ich weiß auch gar nicht was ich dir raten kann. Ich verstehe aber deinen Frust wegen dem verhauten Schuljahr. Hättet ihr denn schon eine nächste Schule fürs nächste Jahr im Auge, die zu ihm passen könnte?
Die Kandlgasse wäre das gewesen, aber die für die Autisten zuständige Lehrerin hat beim Gespräch gesagt, dass Voraussetzung dafür ist, dass wir "alles machen, was uns das AKH an 'Therapien' empfiehlt". Sprich, "medikamentöse Einstellung" ist für jede öffentliche Schule Pflicht, private brauchen "so jemanden" gar nicht nehmen.

Ich glaube, als I-Kind kann er gar nicht wiederholen, sondern muss halt in die 5. Klasse Sonderschule kommen. Es fallen ja keine I-Plätze für die 4. im nächsten Jahr vom Himmel.
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(#98) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
21.10.2016, 18:54

Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Die Kandlgasse wäre das gewesen, aber die für die Autisten zuständige Lehrerin hat beim Gespräch gesagt, dass Voraussetzung dafür ist, dass wir "alles machen, was uns das AKH an 'Therapien' empfiehlt". Sprich, "medikamentöse Einstellung" ist für jede öffentliche Schule Pflicht, private brauchen "so jemanden" gar nicht nehmen.

Ich glaube, als I-Kind kann er gar nicht wiederholen, sondern muss halt in die 5. Klasse Sonderschule kommen. Es fallen ja keine I-Plätze für die 4. im nächsten Jahr vom Himmel.
Entschuldige, ich werd jetzt mal kurz direkt:
wenn die Situation so verfahren ist, dann gibts kein "ich glaube" oder "hat sich nicht mehr gemeldet".
Ärger und Frust schlucken, Rücken grad, Telefon in die Hand und sofort Termine/Infos/Verbindlichkeiten!!!
Notfalls ein Umzug nach Graz, es gibt Schlimmeres!
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Dieser Beitrag von samakaste gefällt: Erdbaerin
(#99) [Permalink]
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Benutzerbild von samakaste
samakaste
 
21.10.2016, 18:57

Zitat:
Zitat von BineR Beitrag anzeigen
unsere Probeschularbeit war ganz gut, nächste Woche steht Deutsch an, und sie soll eine Gedankenreise üben. Mir fallen keine Themen ein, euch?

lg
bine
Eine Gedankenreise stell ich mir jetzt wie eine verschriftlichte Fantasiereise vor, stimmt das?
Dann: Ausflug zum Reiterhof mit (erster) Reitstunde. Waldspaziergang mit Pflücken der Äste, Sammeln der Blätter, Tschurtscheln, schöner Steine und anschließendes Basteln damit. ...
Wenn es das ist, was ich mir vorstelle, dann kann man diese Beispiele schön ausschmücken.

Meine Große hat heute einen "Probetest" für die SA gemacht und ich freu mich sehr, wir müssen nicht wirklich üben, sie hat alles noch drauf... sie wird einen Grammatikteil plus Personenbeschreibung bekommen. Das solltets lesen, wie lieb sie den Papa beschrieben hat
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(#100) [Permalink]
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Dinimama
 
22.10.2016, 17:17

Zitat:
Zitat von wbkh Beitrag anzeigen
Leider, ich habe eine andere Situation als Dinimama, Heimunterricht geht nicht. Es ist nicht jeder selbständig erwerbstätig und kann sich alles einteilen, außerdem bin ich vom Papa meines Sohnes geschieden und schon zu alt, um nach Kündigung meines Jobs einen neuen zu finden. Wir haben keinerlei Verwandtschaft in Wien, meine Familie wohnt in Graz, meine Mutter ist über 80 und wird daher auch nicht ewig zur Verfügung stehen.
das stimmt, wir sind beide selbständig und konnten uns deshalb die zeit einteilen, dh wir haben uns mit der kinderbetreuung abgewechselt. außerdem hat es sich bei uns ums vorschuljahr gehandelt, da gab es keine abschlussprüfung, so wie es bei homeschooling sonst ja nötig ist.

bevor das kind (oder auch du) an der situation zerbricht müsst ihr natürlich trotzdem handeln!
wie gehts denn deinem sohn mit der ganzen sache?
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