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(#41) [Permalink]
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Lilli2
 
23.07.2016, 17:24

Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
und sollte überall schon Usus sein !!

Solltest du immer machen, die Stillberaterin kann dir genau zeigen, wie es geht.

Geht es deinem Baby soweit schon gut, dass es mal an der Brust nuckeln/schlecken etc. kann ? Wenn ja, unbedingt beim Kuscheln nutzen, wenn es wach ist und bereit!

Alles Gute und versuch den Druck rauszunehmen, dass du unbedingt mehr Milch brauchst (natürlich wäre es gut, aber wenn es derzeit nicht mehr ist, lass es gut sein und es reicht nach dieser mehrwöchigen Zeit auch, wenn du 6x pumpst, also eine (hoffentlich erholsame) längere Nacht/Schlafpause hast)

lg Asterix
Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
(die Mädels sind aber meistens etwas tougher )

Meistens wird es so gehandhabt,

Verstehe nicht ganz, warum du nicht mit der Milchpumpe neben dem Inkubator abpumpen kannst... (weil du geschrieben hast, dass du da irgendwo ganz anders bist).

Frag mal, das sollte nicht (mehr) so sein!

lg Asterix
Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
Hallo!
Also, um dir ein wenig deine Verunsicherungen zu nehmen, ein paar Erklärungen...

Dann kann es sein, dass ein Baby sich verschluckt, Sätt.Abfälle macht etc. und das ist weniger schön für die Eltern, bzw. manche erschreckt das dann sehr.
Aus diesen Gründen wird es zuerst ohne die Eltern probiert - natürlich aber wird ihnen davon berichtet.

Auch wesentlich ist, dass ein "günstiger" Moment abgewartet wird, wenn das Kind sehr wach ist und mit starkem Saugen sein Essen einfordert :-) - das kann man nicht wirklich planen - das kann auch um 4h nachts der Fall sein, wenn man das Kind grad versorgt und sich die Situation ergibt - ganz spontan - und natürlich wird man, wenn Zeit ist, diesem eindeutigen Wunsch nach "selber essen" nachkommen

Das ist aber alles eine Erfahrungssache der Pfleger/innen, die das Kind im besten Fall schon etwas/gut/genauer kennen und einschätzen können.

In der Regel wird am Vortag mit den Eltern ausgemacht, wann sie kommen und wenn der Wunsch besteht, zu stillen etc., wird das auch weiter gegeben (damit es nciht vergessen wird, zu sagen, kann man auch ein zetterl beim Bett anbringen, dass z.b. a, Di um 12h die Mama gerne anlegen/waschen etc. würde und dann weiß das Personal, was Sache ist, und wartet). Dann entscheidet man direkt dann, was realistisch möglich ist (wach, schläft, ist stabil, macht Abfälle, etc. muss alles berücksichtigt werden, kann einen zeitlang noch sehr schwanken, täglich).

Auf jeden Fall wird - außer das Baby hat z.b. eine Infektion, viel Stress gehabt durch Untersuchungen, BA etc., dann muss man spontan anders entscheiden - angestrebt, dass gekuschelt wird, oder die Eltern werden in die Pflege mit eingebunden, wie es halt möglich ist.

Kommunikation ist alles....!
Nicht locker lassen!

Es ist leider nicht immer "der Idealfall" und oft ist es so,

lg Asterix
@asterix: war mir aufgrund deiner Formulierungen klar

Ich habe mir erlaubt, meine Lieblings-Killerphrasen oben herauszusuchen.

Warum werden Eltern von zu früh geborenen Kindern dermaßen fremdbestimmt und bevormundet?

Ich möchte das selbst beurteilen dürfen was man mir zumuten darf. Und ich möchte für mein Kind da sein dürfen. Ganz besonders dann, wenn es ihm nicht so besonders gut geht. Ich möchte nicht nachträglich berichtet bekommen oder in der Krankenakte nachlesen müssen.
Und es ist wenig beruhigend, wenn Pflegepersonal der Neo mein Kind besser kennt als ich als Mama.
Und es ist traurig, wenn ich mir Tage vorher einen Termin ausmachen muss, damit ich dabei sein darf, wenn mein Baby gebadet wird.

Ich weiß, dass du das anders siehst.
Aber ehrlich: das systematische Ausschließen (bei den Öffnungszeiten im wahrsten Sinne des Wortes) der Eltern ist einfach nur unmenschlich.
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(#42) [Permalink]
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
23.07.2016, 17:39

Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
Das ist aber alles eine Erfahrungssache der Pfleger/innen, die das Kind im besten Fall schon etwas/gut/genauer kennen und einschätzen können.
Jetzt muss ich meinen grant von gestern hier noch einmal anbringen: genau das hat mich ja auch so geärgert: die Pflegerin kannte meine Maus gar nicht, lt. eigener Aussage hatte sie sie erst 1x im Nachtdienst. UNd dann hat sie quasi nix besseres zu tun als ihr die Flasche zu geben? Und es ist eben nicht gut gegangen, ich war dann eine std später da und sie hatte beim Kuscheln alle 5min Sättigungsabfälle und auch 2x Bradykardien und das war überhaupt nicht schön für mich, die letzten Tage war sie schon stabiler. Sie musste ihr dann wieder den Sauerstoff hochdrehen.. und ich kommja leder eh nur 1x am Tag und das nur für kurze Zeit... ich denk mir halt es wär echt nicht nötig gewesen gleich als erste Aktion im Dienst bei einem Kind das man kaum kennt sowas zu machen
Jedenfalls war heute eine schwester da, die die Maus gut kennt und ich hab sie nach dem flascherl gefragt, sie meinte dann, derzeit sicher nicht, sie ist noch zu sehr damit beschäftigt richtig zu atmen, das wär zuviel für sie, war sehr damit einverstanden. Sie bekommt das Schnulli mit ein paar Tropferl Milch und das Stäbchen damit sie Saugen üben kann und gut ist es. Der Rest hat echt noch Zeit. Sie durfte auch wieder an die Brust und wurde währenddessen sondiert, war heute wenig interessiert am Saugen und Schlecken, aber das macht gar nix, Hauptsache sie darf es überhaupt versuchen
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Asterix
 
hi - 23.07.2016, 17:43

@jesuslovingum:

Ja, es kann auch umgekehrt sein, muss aber nicht zwangsläufig.
Natürlich wird das Stillen angestrebt, manche schaffen/checken es aber aus div. Gründen nicht so rasch wie das Flascherltrinken - und umgekehrt können manche quasi nicht von der Flasche trinken ;-)

lg Asterix

Geändert von Asterix (23.07.2016 um 17:49 Uhr)
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leilaisis
 
23.07.2016, 17:52

Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
Hallo!
Im Idealfall geht der diensthabende Arzt am NM, wenn die Eltern meistens da sind, durch die Station und gibt Auskunft (auf Wunsch, bzw. bei Vorliegen vieler Fragen usw. kann es natürlich auch ein ausführliches Gespräch in einem Nebenraum stattfinden).
Das passiert auf dieser Station gar nicht, ich muss jedes mal nach einem Arzt fragen und meistens dann am nä. Tag nochmal bis wirklich jemand kommt und mit mir spricht. Da ich leider immer nur kurz da sein kann, verstehe ich schon, dass es sich dann nicht immer ausgeht das binnen 2Std jemand zu mir kommt, aber es passiert echt fast jedes mal, und das ist für mich schon nervenaufreibend und enttäuschend bis zum nä Tag warten zu müssen, dass auch mal jemand für mich Zeit hat.
Und bei der Pflege ist es sehr unterschiedlich, einige wenige berichten von sich aus viel, sonst höre ich nur "alles wie immer", "stabil", "es gibt nix Neues" - was ja sicher positiv gemeint ist, aber ich würd halt gern wissen was in den 22 Std war in denen ich nicht da sein konnte...

Zitat:
Zitat von Lilli2 Beitrag anzeigen
Ihr werdet das schon hinbekommen!
Du weißt ja schon, wie es geht und deine Kleine kann es auch.
Danke ich hoffe es sehr...
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(#45) [Permalink]
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
23.07.2016, 17:56

Zitat:
Zitat von Lilli2 Beitrag anzeigen
Warum werden Eltern von zu früh geborenen Kindern dermaßen fremdbestimmt und bevormundet?

Ich möchte das selbst beurteilen dürfen was man mir zumuten darf. Und ich möchte für mein Kind da sein dürfen. Ganz besonders dann, wenn es ihm nicht so besonders gut geht. Ich möchte nicht nachträglich berichtet bekommen oder in der Krankenakte nachlesen müssen.
Und es ist wenig beruhigend, wenn Pflegepersonal der Neo mein Kind besser kennt als ich als Mama.
Und es ist traurig, wenn ich mir Tage vorher einen Termin ausmachen muss, damit ich dabei sein darf, wenn mein Baby gebadet wird.

Ich weiß, dass du das anders siehst.
Aber ehrlich: das systematische Ausschließen (bei den Öffnungszeiten im wahrsten Sinne des Wortes) der Eltern ist einfach nur unmenschlich.
Lilli2, du sprichst mir aus der Seele darunter leide ich extrem, jede Schwester kennt mein Kind besser als ich. Und es wär doch nicht zu viel verlangt wenn die Pflege den Eltern wenn sie kommen kurz berichtet was sich seit dem letzten Besuch getan hat? Nur ein paar Sätze...? Oder dass eben Dinge vorher angekündigt werden oder gleich berichtet wird, wenn eine Untersuchung oder ähnliches war...? Ich erfahr sowas nur, wenn ich zufällig in anderem zusammenhang etwas frage, dann heißt es, wir haben übrigens auch xy gemacht. Man könnte ja auch kommunizieren, welche Untersuchungen geplant sind oder wann das Kind gebadet wird...
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(#46) [Permalink]
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Asterix
 
hi - 23.07.2016, 18:44

Lilli2:

Hm, das könnte man alles jetzt ewig diskutieren und versuchen zu erläutern...

Ich kann dir nur sagen, dass im Gegensatz zu früher enorme Verbesserungen und Fortschritte gegeben hat.... sowohl im medizinischen als auch im zwischenmenschlichen Bereich.

Kein Kind ist genau wie das andere und im besten Fall wird versucht, die kleinen Patienten möglichst individuell wahrzunehmen und auch so zu pflegen.

Dass ein riesiges Team mit 30-50 Pflegekräften und auch je nach kürzerer/längerer Berufserfahrung nicht komplett gleich denkt und handelt, ist sicher verständlich.

Die Eltern werden niemals "ersetzt", bevormundet oder ausgeschlossen, sondern im Rahmen der notwendigen ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen und Vorgehensweisen aufgeklärt und, soweit als möglich, eingebunden.
Das alles ist oft eine große Gratwanderung, denn die ganze Situation ist eine Ausnahmesituation für die Eltern, und oft braucht es auch einige Zeit, bis diese alles aufnehmen/verarbeiten können und man sich quasi auf den Istzustand einlassen kann.

Nicht außer Acht lassen darf man, dass das da noch 10 oder mehr andere Intensivpatienten sind, dass es Notfälle, Akutsituationen, Geburten, Transporte, Spezialuntersuchungen, Blutabnahmen, Katheterlegen, Aufnahmen gibt und es daher auch zeitweise (meist gehäuft und es kommt manchmal blitzschnell...)kurz-oder mittelfristig sehr stressig werden kann und dadurch auch manchmal nicht viel/oder keine Zeit bleibt, um sich lange oder adäquat um weitere Patienten und Eltern zu kümmern (normalerweise merken das die Angehörigen, aber nicht alle in allen Zimmern, wenn mgl, wird es auch gesagt).

Niemand muss "tagelang vorher" ein Bittgesuch einreichen, um beim Pflegen/waschen dabei sein zu können etc. - jedoch ist es ratsam, dass wg. der täglichen Routine und den sonstigen angekündigten/unangekündigten möglichen Tagesablaufsänderungen eine Zeit zu vereinbaren, sodass man Pflegerunden, Untersuchungen, Ruhezeiten, Visiten, Besprechungen etc. etc. ein wenig besser planen kann - aus Sicht der Ärzte und Schwestern.

Es macht auch große Unterschiede, ob man einen neuen Patienten hat=auch neue Eltern, oder ob man schon Kinder betreut, die man kennt, die Eltern bereits gut integriert sind, der AZ des Kindes soweit ok ist und man nicht zwangsläufig jeden Handgriff erklären muss usw.
Demnach kann eine Pflegerunde von 15 Minuten bis über 1h dauern - und oft hat man auch gleichzeitig noch einen weiteren Patienten.... der vielleicht instabil ist, oder gerade gleichzeitig besondere Zuwendung braucht (oder die Eltern).

Zusätzlich werden Medikamente vorbereitet, Infusionen zusammengestellt etc., was auch seine Zeit braucht, in der man nicht abkömmlich ist.

Man darf nicht alles voraussetzen und dieser Job beruht auf sehr viel situationsgebundene Handlungsabläufe, zeitweise wird der ganze Tagesplan auf einen Schlag zunichte gemacht...

Das Wohle des Kindes steht an oberster Stelle, möglichst im Einklang mit den Eltern.
Auch da gibt es - auch bzw. nicht nur - kulturell und auch vom Typ her, sehr verschiedene Menschen.

Man muss sich demnach auch erst einmal kennenlernen und an einander herantasten, sozusagen.
Abschätzen, was man wem zumuten kann (auch da gibt es große Unterschiede! Z.b. Eltern, die bei Blutabnahmen etc. dabei sein wollen und damit gut zurecht kommen, aber auch das Gegenteil, dass sie sagen, sie gehen lieber hinaus und trösten danach das Kind - beides ist ok so - jetzt nur als 1 Beispiel genannt).

Viele viele Bedürfnisse müssen da unter einen Hut gebracht werden...

Und weil du gemeint hast, dass das Personal dein Kind "besser kennt als du als Mama".... das ist verständlich, dass du als Mutter so denkst, ABER: erstens stimmt das so nicht (du hast viele Monate Vorsprung, hast dein Kind geboren, es kennt dich quasi schon sehr gut - nur du es noch nicht... aber du wirst es binnen kürzester Zeit noch sehr gut kennenlernen
Ich, aus Perspektive der Mutter gesehen, wäre froh, wenn jemand mein Kind, das er/sie betreut, "gut kennt" und somit auf die Bedürfnisse gut eingehen kann.
Das Allerwichtigste ist aber, dass alles versucht wird, dass die kleinen Patienten gesund werden/es ihnen besser geht/sie fürsorglich begleitet werden ....!

Langzeitpatienten(Eltern) wissen das oft besonders zu schätzen... sie freuen sich, dass jemand da ist (wenn sie nicht da sind), der ihr Kind kennt (das ist nun nicht nach dem 1. Tag möglich, stellt sich aber oft bald ein) und wenn man weiß, dass z.b. gewisse Rituale beim Einschlafen gemacht werden, oder man spezielle Lagerungen etc., dann können viele Eltern beruhigt nach Hause gehen, oder sogar mal eine Auszeit nehmen.

Es gibt kein 08/15 Schema, kein Tag gleicht dem anderen und daher ist Kommunikation und Reflexion ein wichtiger Teil.

Was ist schöner, als wenn Patienten gesund entlassen/verlegt werden und oftmals noch auf Besuch kommen, Jahre später ? Das, und viele kleine geteilte Augenblicke, tröstende Worte und auch mal eine Hand auf der Schulter - das alles ist ein Teil des riesigen Puzzels, das wir versuchen, in unserem Job zusammenzusetzen.

Es gelingt aber nur mit Hilfe aller - und wie alles im Leben ist auch das nicht immer perfekt...

lg Asterix
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Asterix
 
hi - 23.07.2016, 18:46

Zitat:
Zitat von leilaisis Beitrag anzeigen
Lilli2, du sprichst mir aus der Seele darunter leide ich extrem, jede Schwester kennt mein Kind besser als ich. Und es wär doch nicht zu viel verlangt wenn die Pflege den Eltern wenn sie kommen kurz berichtet was sich seit dem letzten Besuch getan hat? Nur ein paar Sätze...? Oder dass eben Dinge vorher angekündigt werden oder gleich berichtet wird, wenn eine Untersuchung oder ähnliches war...? Ich erfahr sowas nur, wenn ich zufällig in anderem zusammenhang etwas frage, dann heißt es, wir haben übrigens auch xy gemacht. Man könnte ja auch kommunizieren, welche Untersuchungen geplant sind oder wann das Kind gebadet wird...
Das ist schade, dass es dort bei euch so ist - vielleicht merkst du das auch offen an ?

lg Asterix
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(#48) [Permalink]
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Lilli2
 
23.07.2016, 19:20

Zitat:
Zitat von Asterix Beitrag anzeigen
Ich kann dir nur sagen, dass im Gegensatz zu früher enorme Verbesserungen und Fortschritte gegeben hat.... sowohl im medizinischen als auch im zwischenmenschlichen Bereich.
nein, im Gegenteil
Damals, Ende der 19erJahre, durfte ich kommen und gehen wann ich wollte. Kurze Rücksprache mit den diensthabenden Schwestern u. alles war möglich.
Dass es an anderen zwischenmenschl. Dingen teilweise gehapert hat, tja. Da hätte ich auch keinen nennenswerten Unterschied zu 2012 gemerkt.
(z.B. wie mit den Zwergen teilweise gesprochen wird)


Die Eltern werden niemals "ersetzt", bevormundet oder ausgeschlossen, sondern im Rahmen der notwendigen ärztlichen und pflegerischen Maßnahmen und Vorgehensweisen aufgeklärt und, soweit als möglich, eingebunden.
Das alles ist oft eine große Gratwanderung, denn die ganze Situation ist eine Ausnahmesituation für die Eltern, und oft braucht es auch einige Zeit, bis diese alles aufnehmen/verarbeiten können und man sich quasi auf den Istzustand einlassen kann.
damit wären wir wieder beim Bevormunden

Nicht außer Acht lassen darf man, dass das da noch 10 oder mehr andere Intensivpatienten sind, dass es Notfälle, Akutsituationen, Geburten, Transporte, Spezialuntersuchungen, Blutabnahmen, Katheterlegen, Aufnahmen gibt und es daher auch zeitweise (meist gehäuft und es kommt manchmal blitzschnell...)kurz-oder mittelfristig sehr stressig werden kann und dadurch auch manchmal nicht viel/oder keine Zeit bleibt, um sich lange oder adäquat um weitere Patienten und Eltern zu kümmern (normalerweise merken das die Angehörigen, aber nicht alle in allen Zimmern, wenn mgl, wird es auch gesagt).
davon redet ja niemand, dass man inmitten eines Akutfalles einen Sonderservice einfordert
mir hätte es vollauf gereicht, wenn ich einfach nur still neben meinem Kind sitzen bzw. liegen hätte dürfen, sonst nix.

Niemand muss "tagelang vorher" ein Bittgesuch einreichen, um beim Pflegen/waschen dabei sein zu können etc. - jedoch ist es ratsam, dass wg. der täglichen Routine und den sonstigen angekündigten/unangekündigten möglichen Tagesablaufsänderungen eine Zeit zu vereinbaren, sodass man Pflegerunden, Untersuchungen, Ruhezeiten, Visiten, Besprechungen etc. etc. ein wenig besser planen kann - aus Sicht der Ärzte und Schwestern.
eine Routine in der die Eltern nirgendwo Platz finden
am liebsten würde alles ausserhalb der Besuchszeiten gemacht werden

Es macht auch große Unterschiede, ob man einen neuen Patienten hat=auch neue Eltern, oder ob man schon Kinder betreut, die man kennt, die Eltern bereits gut integriert sind, der AZ des Kindes soweit ok ist und man nicht zwangsläufig jeden Handgriff erklären muss usw.
niemand hat sich interessiert, ob ich schon Erfahrung habe (2 vorangegangene Frühchen)
meine allererste Begrüßung auf der Station, noch bevor ich mein Kind überhaupt gesehen geschweige denn berührt hatte: "owa aussag´numman wiad s sicha net, sie braucht a Ruah" - aus dem anderen Zimmer zugerufen, ohne Begrüßung, ohne nachträgliche Erklärung

Das Wohle des Kindes steht an oberster Stelle, möglichst im Einklang mit den Eltern.
Auch da gibt es - auch bzw. nicht nur - kulturell und auch vom Typ her, sehr verschiedene Menschen.
Meinst nicht auch, dass das das oberste Prinzip der meisten Eltern ist?

Man muss sich demnach auch erst einmal kennenlernen und an einander herantasten, sozusagen.
Abschätzen, was man wem zumuten kann (auch da gibt es große Unterschiede! Z.b. Eltern, die bei Blutabnahmen etc. dabei sein wollen und damit gut zurecht kommen, aber auch das Gegenteil, dass sie sagen, sie gehen lieber hinaus und trösten danach das Kind - beides ist ok so - jetzt nur als 1 Beispiel genannt).
es fragt ja keiner, wie man es möchte

Ich, aus Perspektive der Mutter gesehen, wäre froh, wenn jemand mein Kind, das er/sie betreut, "gut kennt" und somit auf die Bedürfnisse gut eingehen kann.
Das Allerwichtigste ist aber, dass alles versucht wird, dass die kleinen Patienten gesund werden/es ihnen besser geht/sie fürsorglich begleitet werden ....!

Langzeitpatienten(Eltern) wissen das oft besonders zu schätzen... sie freuen sich, dass jemand da ist (wenn sie nicht da sind), der ihr Kind kennt (das ist nun nicht nach dem 1. Tag möglich, stellt sich aber oft bald ein) und wenn man weiß, dass z.b. gewisse Rituale beim Einschlafen gemacht werden, oder man spezielle Lagerungen etc., dann können viele Eltern beruhigt nach Hause gehen, oder sogar mal eine Auszeit nehmen.
Das ist Zynismus.
Ich will keine Auszeit von meinem gerade eben geborenen Säugling, um den ich mir immense Sorgen mache!!!
Sag sowas bitte mal zu einer "normalen" frischgebackenen Mama, wenn du sie bei der Tür rausschicken willst und sie die nächsten mind. 16 Std. nicht zu ihrem Kind darf.

Ich darf es dir an einem Beispiel veranschaulichen:
das allererste Mal, als ich meine Kleine besuchen konnte
frischer Kaiserschnitt nach 16 Wochen Dauerliegen (damit wir es überhaupt so weit schafften)
mein Kreislauf fuhr Achterbahn, ich war mehr als bedient
und konnte nur rel. kurz bei meiner Kleinen bleiben
auf einem Rollstuhl hängend (Bett gibt es sowieso nirgends)
beim Hinausgehen hab ich mich bei der Schwester abgemeldet und sie meinte mit einem Lächeln:
"na sehen Sie. Solche Sorgen haben Sie sich gemacht wegen der Besuchszeiten. Aber wir wissen ja eh, dass es die Muttis gar nicht länger schaffen."

ja, danke auch
niemand macht sich Gedanken, was Mütter und ihre Babys brauchen würden, um diese erste Zeit gemeinsam zu schaffen

Geändert von Lilli2 (23.07.2016 um 19:29 Uhr)
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(#49) [Permalink]
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Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 23.07.2016, 19:31

Schade, dass du so viele negative Erfahrungen gemacht hast - gsd läuft es nicht überall so.

lg Asterix
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(#50) [Permalink]
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Lilli2
 
24.07.2016, 09:39

@ asterix:
schau, ich will hier ja nicht rumstreiten
schon gar nicht in einem fremden Thread und überhaupt nicht bei diesem sensiblen Thema

Ich muss aber zugeben, dass mir nach all der langen Zeit noch immer die Emotionen dabei durchgehen.
Es ist für Mütter eine enorm schwierige Lebensphase, wenn man ein viel zu früh geborenes Kind hat.

Natürlich weiß ich auch, dass es für die Angestellten auf einer Neo schwierig ist, alles unter einen Hut zu bringen. Und bis auf manche seltsame Ausnahmen sind Schwestern/PflegerInnen/Ärzte meist sehr bemüht und versuchen natürlich, den kleinen Zwergen einen guten Start zu ermöglichen.
Enorme Bürokratie, Krankenhausvorgaben und Absicherung vor rechtlichen Konsequenzen machen es den Angestellten auch schwer, das kann eh jeder erkennen.

Aber über all diese Schwierigkeiten wird leider übersehen, dass die Eltern immer weniger miteingebunden werden.
(Und damit meine ich nicht die Herausforderung der von dir angeführten "kulturellen Unterschiede".)

Warum gibt es z.B. nirgendwo die Möglichkeit, dass Mütter ein Bett neben ihren Kindern bekommen? (natürlich nicht auf der Intensiv, aber die lange Zeit danach, wo die Zwerge nur zunehmen u. stabil wärmehaushalten sollen)
Was spricht dagegen? Ausser dass es verwaltungstechnisch unmöglich gemacht wird.
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(#51) [Permalink]
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Bailey0407
 
27.07.2016, 10:25

Zitat:
Zitat von leilaisis Beitrag anzeigen
Hi!
Und wenn sie weiter MuMi kriegen soll, heißt das, dass ich noch Monate abpumpen muss, auch wenn sie - iiiirgendwann - mal daheim ist?
Hat jemand sein Kind dann daheim noch an die Brust bekommen? Die Saugtechnik ist ja ganz anders...
Wir sind zwar noch nicht beim vollstillen aber zumindest klappt es am Tag schon ganz gut. Mein kleiner kam in der 32. SSW. Wir würden nach 4 Wochen entlassen. Im KH nur 3-4 Stillversuche, ich konnte mich dort nicht entspannen. Seit wir zu Hause sind immer wieder angelegt, auch wenn die erste Zeit immer eine Katastrophe war - er hat geweint oder ist gleich eingeschlafen. Seit ein paar Tagen schafft er ganze Mahlzeiten und ich freu mich, dass ich dran geblieben bin. Mittlerweile ist er 10 Wochen alt.

Ich muss aber sagen, es ist auch mein erstes Kind und hatte keine Probleme mit'n Pumpen und konnte die Menge nach seinem Bedarf steigern. Ich dachte anfangs auch nicht, dass ich für 8 Mahlzeiten 'a 45 ml mal genug Milch beinander habe, aber es ging sich immer gut aus.

Die Zeit im KH ist der pure Horror und ich habe viel geweint, aber es geht GSD vorbei.....
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(#52) [Permalink]
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faraway
 
27.07.2016, 12:07

Liebe leilasis,

meine Tochter kam 27+3, wir hatten ähnliche Probleme wie ihr jetzt und im Endeffekt wurde sie bis über ihren vierten Geburtstag hinaus gestillt.

Ich hab hier grad einen elendslangen Beitrag mit unseren Erfahrungen für dich geschrieben - jetzt ist er weg und ich bin auch am Sprung

Lass dich nicht verunsichern!!!! Ganz sicher musst du nicht monatelang abpumpen!!!

Ich setz mich am Abend hin und schreib nochmal in Ruhe. Alles Liebe derweil!
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(#53) [Permalink]
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
27.07.2016, 14:52

@faraway & Bailey0407: danke für eure Beiträge, das baut mich auf Klammere mich so ans Stillen weil ich das Gefühl hab, nachdem Schwangerschaft, Geburt und diese erste Zeit quasi "total schief" gegangen sind, möcht ich doch "wenigstens" auch mit diesem Kind eine Stillzeit haben...

Meine Sorgen, was die Milchmenge betrifft, haben sich glücklicherweise erledigt ( an Sabineh).

Die Maus bekommt nun täglich Flascherl, sie macht das an sich schon ganz gut (heute war ich erstmals dabei), aber danach ist sie einen halben Tag komplett erschöpft und im Tiefschlaf. Der Versuch, ihr mehr als einmal die Nahrung so anzubieten hat dazu geführt, dass sie wieder mehr Abfälle hatte, es strengt sie einfach noch sehr an. An den Tagen, wo sie morgens das Flascherl bekam, hat sie dann auch nicht mehr mehr geschafft als an der Brustwarze zu schlecken und dann selig dran gekuschelt zu schlafen. ISt ja aber auch schön für sie. Und ich werde mich in Geduld üben und drauf vertrauen, dass dann daheim noch ein richtiges Stillkind aus ihr werden kann

@lilli2: ich kann voll verstehen, dass man diese Erfahrungen nie mehr vergisst... Und auch wenn natürlich die meisten Personen sehr bemüht sind, ist es doch einfach Tatsache, dass man als Elternteil nur zu einem minimalen Anteil am Leben seines Kindes teil haben kann, und wenn dann unnötige Hürden in den Weg gelegt werden (Besuchszeiten, kein Bett, etc...) ist es nochmal schwieriger und das wär echt nicht nötig.
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(#54) [Permalink]
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faraway
 
27.07.2016, 15:18

So, jetzt gings eh schneller Ich hab gesehen, du hast in der Zwischenzeit schon wieder gepostet und das relativert schon wieder einiges - wurscht, ich lass meinen Sermon jetzt so stehen

Bei uns war's damals so:

Pumpen hat im KH gut funktioniert, hatte auch jede Menge Backup im Tiefkühler dort. Tochter wurde ca. 1 1/2 Monate via Sonde ernährt, dann Flaschi & Stillversuche wie bei euch (ca. 2 Wochen). Nein, bei uns kam sogar zuerst das Flaschi und danach die Stillversuche. Schwierig, es gab an dem KH schon Stillberaterinnen, das waren aber Portugiesinnen (wir waren in Lissabon) und die Verständigung war tlw. nicht einfach. Ich weiß noch, wie süß ich naiver Weise das schmatzende Geräusch von Tochter fand, bis mir eine Schwester sagte, das sei aber gar nicht gut. Auch mit Flaschi waren noch länger Sättigungsprobleme nach dem Trinken Thema, dabei ist das Flaschi viel weniger anstrengend - also allein von daher, das Flaschi ist euer Freund! Von Sonde direkt auf Vollstillen kann vielleicht schon gehen, aber würde sicher viel länger dauern und auch einen Zeitraum erfordern, in dem du praktisch 24/7 im KH sein müsstest, denn wie soll das sonst gehen? Sie können euch nicht heim lassen, bevor nicht sichergestellt ist, dass die Kleine sich selbst ernähren kann - und das wird am schnellsten übers Flaschi sein.

Nach gut 2 Monaten konnten wir heim, der Milchvorrat blieb im KH, im Flieger konnte ich ihn ja nicht gut mitnehmen. Und dann der Schock zuhause: Über die Pumpe produzierte ich nur mehr an die 10ml im Schnitt, manchmal überhaupt nur ein paar Tropfen. Conclusio: Hilfe, meine Milch ist weg. Dann leider schlechte Beratungen (von mehreren KiÄs, ganz ohne ÄrztInnenbashing sind das in meiner Erfahrung @Stillen wirklich die schlechtesten AnsprechpartnerInnen, so gut und (überlebens)wichtig sie in anderen Bereichen waren). Hat mir mehrere Wochen mit einer angeblich milchfördernden "Diät" (Malzbier und Kohlehydrate was geht, dazu Stärkungssirup, Stilltee und was weiß ich noch alles) eingebracht, von der ich heute noch an die 10kg+ mit mir herumtrage. Und Wochen, die bestimmt waren von: Anlegen, dann zusätzlich abgepumpte Milch mit Bröselnahrung mischen, Flaschi geben, neue Milch abpumpen und wieder von vorn. Dazwischen Kontrolle auf der Apothekerwaage nach dem Anlegen - 5-10g plus, Hilfe, ich hab keine Milch
Dann hatte ich endlich genug moderne, schlaue Stillbücher bzw. das, was das Inet hergab durch und hab zu einer Stillgruppe ins EKIZ gefunden und dann kam der entscheidende Moment: Ich leg Tochter wieder nach dem Stillen auf die Apothekerwaage, 10g plus, ich fast am Heulen - Kind speibt. Aber was für einen Schwall! Der war mit Sicherheit schon allein wesentlich schwerer als 10 lumpige Gramm.
Daraufhin hab ich das Flaschi von jetzt auf gleich weggelassen, die Waage zurückgegeben und Kind war vollgestillt. Ganz einfach so.

Meine Tipps für dich:

Die Pumpe ist dazu da, dass du die Milchbildung angeregt hältst, so lange deine Tochter nicht bei dir ist. Wie viel rauskommt, ist wurscht. Du hast jetzt noch Backup, aber selbst, wenn der aufgebraucht ist und du womöglich kurz zufüttern musst, ist es auch wurscht. Deine Tochter hat schon viel Mumi bekommen und jeder Tropfen davon war wichtig und gut. Aber Bröselnahrung ist deshalb nicht schlecht! In Wahrheit nimmt sie dir Druck raus, du wirst dein Baby immer gut versorgen können!

Das heißt auch: Gönn dir unbedingt mind. 6 Stunden Durchschlafen pro Nacht, du brauchst die Energie!

Saugverwirrung mit oder ohne Stillstreik können ein Problem werden, das ist klar. Deshalb unbedingt kompetente Beratung suchen und pflegen. Am besten eine Stillgruppe! (Ergänzung: Oder sabineh, wie's ausschaut ) So tolle Stillberaterinnen es auch gibt, in einer Gruppe hast du zusätzlich zur Beraterin auch noch jede Menge Erfahrungswerte und auch Tipps von anderen dabei. Du kannst vor allem kaum gegen Saugverwirrung vorbauen - wie gesagt, momentan kriegt sie einfach Flaschi und das ist auch gut so. Meine hat dem Umstieg ganz allein gut geschafft, wie unsere Geschichte beweist - es kann bei euch auch ganz einfach werden, ich drück euch die Daumen!

Dazu noch was: ich erinnere mich, sie trank da an meiner Brust, war schnell fertig und müde. Dann gab ich ihr als Draufgabe das Flaschi und die hat das mit drei Zügen ausgesoffen, als ob sie noch nie was zu essen bekommen hätte. Das hat mich in meiner Unsicherheit bestärkt - mein armes Kind ist halb verhungert, obwohl es doch gerade an meiner Brust war. Stimmt aber nicht!!! An der Brust zu trinken ist viel anstrengender, heute glaub ich, darauf war sie auch einfach schon eingestellt und hat dann die gleiche Kraft beim Flaschi aufgewendet.

(Es KANN sein - natürlich - dass die 4 oder 5, ich weiß es nicht mehr, Wochen Zufüttern bei uns auch tatsächlich nötig waren, vielleicht hat sie die Kraft gebraucht und ein paar Wochen "leicht verfügbare Flaschimilch" - wer weiß? Aber der STRESS war so unnötig - du merkst, ob sie im Endeffekt genug bekommt, du merkst, wie's ihr geht und du kannst immer reagieren und wieder das Flaschi dazunehmen. Und du musst nicht wochenlang alle 3 Stunden pumpen, wenn sie zuhause ist - sobald sie regelmäßig an der Brust trinkt und seien es womöglich tatsächlich nur Minimengen, musst du eigentlich GAR nicht mehr pumpen, denn dann hält sie die Produktion selbst aufrecht und kann sie später, wenn sie stark genug ist, auch wieder steigern. Bei mir dürfte es so gewesen sein, dass ab dem Moment, wo Kind selbst bei mir trank, die Pumpe den Milchspendereflex einfach nicht mehr auslösen konnte und Punkt. Das sagt aber nichts über die tatsächlich verfügbare Milchmenge aus! Also ich würd heute vielleicht 1-2 Mal zusätzlich tagsüber pumpen und das war's. Und zufüttern, wenn sie mit Vollstillen von Anfang an wirklich nicht genug zunehmen würde. OB sie zunimmt, würd ich mit der Waage täglich checken wie im KH, aber nach den Mahlzeiten wiegen - vergiss es, es hat bei uns überhaupt nicht gefunkt und war damit der größte Quell der Verunsicherung. Und mir is wurscht, was die Physik dazu sagt. Die Speiberei war der Beweis. )

Also, lange Rede kurzer Sinn - ich würd an deiner Stelle am Pumpen dranbleiben, so lange deine Kleine im KH ist. Aber wie gesagt, mit ordentlichem Nachtschlaf! Und wenn die Menge weniger wird, mach dir keinen Kopf - so lange im Endeffekt was kommt, ist es gut. (Noch was: das mit dem Glas Sekt stimmt auch - wahrscheinlich, weil der Alkohol entspannt und dadurch der Milchspendereflex leichter ausgelöst wird. Heißt, du kannst durchaus, va, so lange du eh Backup-Milch hast, vereinzelt vor dem Pumpen ein Glaserl trinken, damit die Milch mal wieder richtig fließt (ich erinnere mich genau, plötzlich waren es wieder an die 50ml, von jetzt auf gleich. Das war anlässlich eines Geburtstags, ich war so baff - und kurz danach kam dann eh schon die Speib-Geschichte) und dann die Milch halt ein Mal wegschütten, wenn du dir Sorgen wegen des Alkohols machst. Schade um die Milch, dafür hast du die Sicherheit, dass du noch genug produzierst.)

Sobald - hoffentlich bald! - sie bei dir ist: Versuch Vollstillen. Schau, dass du wirklich gleich einmal 3 Exklusivtage hast, an denen du nichts anderes zu tun hast, als sie Tag und Nacht so oft und lang wie möglich trinken zu lassen. Wenn sie davon nicht genug zunimmt, fütter zu. Wenn du zufüttern musst und das Pumpen funkt gut, dann mach das eben 1-2 Mal und fütter eh sogar deine Mumi zu. Sonst lass es einfach und nimm Bröselmilch zum Zufüttern.

So, und im worst case - es geht nicht, aus welchen Gründen auch immer, die Kleine hat Saugverwirrung, mag nicht, alles ist Stress, Beratung hilft nicht weiter, du kannst nicht mehr - Ich WEISS, der Gedanke ist jetzt nicht schön, aber es macht nix!!! Mir war das Stillen soooooo wichtig und ja, es war dann gut und ja, sie hat sich davon ganz viel zurückgeholt, ganz viel KH-Zeit wieder wettgemacht, davon bin ich überzeugt. Und für mich war's auch gut, der Beweis, dass mein Körper doch funktioniert, nach diesem Frühgeburts-Desaster. (Ergänzung - jetzt hast du genau dasselbe schon geschrieben - ich versteh dich so gut ) Also, WENN es funktioniert, ist es wunderbar! ABER: Wenn NICHT, dann gibt es andere Wege, um das alles zu erreichen!!! Ich kenn viele Frühchenfamilien, war dann in Graz nach unserer Rückkehr eine Zeit lang in Frühchengruppen aktiv. Sie haben ALLE ihren Weg gemacht, alle Mittel und Wege gefunden, um die schwere Zeit aufzuarbeiten, die Ansätze waren und sind so verschieden, aber ALLE waren gut. Ob die Kinder dann flascherlgefüttert oder vollgestillt waren, war im Endeffekt nicht von Bedeutung. Von Bedeutung war nur: Wie können wir dem Kind geben, was es jetzt ganz besonders braucht. Sicher ist Stillen ein herrlich natürlicher, befriedigender und, wenns mal funkt, auch einfacher Weg, auch, weil ganz viel in einer Sache kombiniert wird - aber das heißt noch lange nicht, dass es der EINZIGE Weg ist.

So, ich hoffe, das war jetzt nicht zu viel und zu wirr. Vielleicht ist ja zumindest ein bisserl was Brauchbares für dich dabei!
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(#55) [Permalink]
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Twins
 
27.07.2016, 18:28

Ich wünsche dir viel Kraft. Es ist eine anstengende Zeit. Meine Söhne kamen in der 31 SSW. Und ich bin vollstillend 2 Wochen vor EGT nach hause gegangen. Mit zunehmenden Gewicht, tun sich die Kinder leichter. Ich gebe dir den Tipp- dir eine Stelle zu suchen, wo du dich mal auskotzen kannst- sonst holt es dich mal ein (war bei mir dann leider so)
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(#56) [Permalink]
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Lilli2
 
02.08.2016, 17:17

Liebe Leilaisis, ich hoffe, dass sich dein Mäderl gut entwickelt und alles gut läuft bei euch.
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
06.08.2016, 13:07

Wir hatten eine turbulente Woche, ganz viel Stress und Tränen, aber seit gestern Abend ist es wieder gut... Die gute Nachricht vorweg: Die Maus ist seit Dienstag endlich auf der IMC, ein wichtiger Schritt, dort geht es auch deutlich anders zu als auf der NICU. Das Beste (naja, nicht das Beste, aber doch ein Highlight ): ich hab eine eigene Milchpumpe direkt beim Bett stehen Mittlerweile reichen auch 6x am Tag pumpen und ich hab dabei noch Überschuss, also insofern mal alles fein. Wenn wir es grad so erwischen, dass ich da bin, Fütterungszeit ist und die Maus richtig munter und hungrig dann dockt sie richtig an und saugt Den MSR kann sie noch nicht auslösen, das geht bei mir auch eher schwer, aber ich hab mir vorgenommen, beim nächsten mal, wenn wir dieses gute timing erwischen, auf der anderen Seite mit der Milchpumpe nachzuhelfen (jetzt wo ich eine eigene bei ihr hab ist das ja kein Problem), nachdem sie es tlw. schon ganz gut hinkriegt mit dem Flascherlsaugen, schlucken und atmen bin ich guter Dinge, dass sie es dann schafft, die Milch direkt von der Quelle zu nehmen.

Undendlichen Stress hatte ich aber, weil sich am Tag nach der Verlegung herausgestellt hat, dass ein MRT gemacht wird, weil es im Ultraschall im Bereich des Kleinhirns eine Auffälligkeit gab, und dass wusste man schon seit zwei wochen, sogar schon zu dem Zeitpunkt, als ich das Verlaufsgespräch hatte, wo es hieß, alles wäre wunderbar. Ich war so enttäuscht, wütend und natürlich sehr besorgt, es war einfach nur schrecklich... weshalb diese Info nicht weitergegeben wurde, wird nie aufzuklären sein, der neuen Station war es unendlich unangenehm, dass es zu diesem Vertrauensbruch kam, dabei können die ja nun wirklich nix dafür. Das MRT war ein schreckliches Procedere für die Maus, hab sie erstmals bitterlich Weinen gesehen, furchtbar... Aber: alles gut, nix zu finden, bin ja sooo froh
Sie kriegt nun wieder Blutkonserven wg. Anämie, die Sauerstoffsättigung bricht immer noch sehr oft ein, vielleicht wird es dann endlich besser. Dass sie von der Sauerstoffbrille weg kommt wär nun der nächste wichtige Schritt. An ein Heimgehen noch im August kann ich momentan nicht glauben, bzw. nicht hoffen, aber mal sehen... jedenfalls war diese Verlegung auch für mich sehr wichtig, ich merke erst jetzt, wie sehr mich die Intensivstation per se gestresst hat, auch in dem Wissen, dass die Maus schon eine ganze Weile nicht mehr intensivpflichtig ist, der ganze Umgang ist natürlich ein anderer in diesem Umfeld.

@faraway: vielen lieben Dank für deinen langen Beitrag !!! ich antworte später noch darauf
@lilli2: freue mich, dass du nachgefragt hast
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Lilli2
 
06.08.2016, 18:17

oh weh!
solche Rückschläge kenne ich

Doch umso schöner, dass bei deiner Kleinen alles in Ordnung ist!!!

Ich kann gut nachfühlen, dass du die unterdrückte, wichtige Information über den Gesundheitszustand deiner Kleinen als Vertrauensbruch siehst.
Haben sie mit der Untersuchung (MRT) zugewartet bis sie stabiler ist?
Ohne jetzt die Situation genau zu kennen: aber vielleicht haben sie dir in diesen 2 Wochen auch deshalb nichts davon gesagt, weil die Untersuchung nicht früher möglich war und du dir in diesen 2 Wochen viele Ängste und Sorgen durch das Nichtwissen erspart hast.
Was natürlich das Vertrauen auch nicht wieder herstellt und rechtlich auch nicht wirklich in Ordnung war - sie hätten es nach Diagnosestellung mitteilen müssen.

Schön, dass es mit dem Stillen/Milchbildung gut funktioniert.

Ich hoffe, dass es auf dieser Station nun besser weiterläuft.
Und natürlich hoffe ich ganz besonders, dass dein kleines Mädel ordentlich zulegt, bissi speckig wird und sich stabil weiterentwickelt!
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
07.08.2016, 23:09

Zitat:
Zitat von Lilli2 Beitrag anzeigen
Ich kann gut nachfühlen, dass du die unterdrückte, wichtige Information über den Gesundheitszustand deiner Kleinen als Vertrauensbruch siehst.
Haben sie mit der Untersuchung (MRT) zugewartet bis sie stabiler ist?
Ohne jetzt die Situation genau zu kennen: aber vielleicht haben sie dir in diesen 2 Wochen auch deshalb nichts davon gesagt, weil die Untersuchung nicht früher möglich war und du dir in diesen 2 Wochen viele Ängste und Sorgen durch das Nichtwissen erspart hast.
Was natürlich das Vertrauen auch nicht wieder herstellt und rechtlich auch nicht wirklich in Ordnung war - sie hätten es nach Diagnosestellung mitteilen müssen.
Der Arzt hat beim VErlaufsgespräch extra noch betont, dass es nix gibt, was er mir nicht sagen würde... ich denke eher, es war Schlamperei, sprich er hatte sich nicht informiert (die Dienste wechseln oft, dh. es kann gut sein dass er nicht am aktuellen Stand war) und dann dachten die anderen aber wohl, ich wüsste es schon, weil ja das Gespräch war... egal, es wird nie aufzuklären sein. Warum sie solange auf die UNtersuchung warten musste, weiß ich auch nicht. Und im endeffekt hatte ich nun nur 2 schlimme Tage statt 2 Wochen, so gesehen müsste ich den Ärzten ja fast dankbar sein...

Aber kaum haben wir eine Sache ausgestanden und ich das Gefühl, es geht aufwärts, kommt schon der nächste Rückschlag: die Maus hat eine Infektion, bekommt Antibiotika und ist wieder am Infant Flow (war sie das letzte mal vor einem Monat) mit 30% Sauerstoff. Ich durfte sie heute nur ganz kurz kuscheln, weil sie vielle Sättigungsabfälle hatte miente die Schwester, das Kuscheln wär zu anstrengend und hat sie wieder ins Bett gelegt. Das war soooo schlimm für mich Ich kann nicht verstehen, dass das Liegen bei mir am Arm anstrengender ist als das Liegen im Bett, gerade wenn sie krank ist sollte doch die Nähe gut sein. Ich habs dann nimmer ausgehalten so hilflos daneben zu stehen und bin gegangen Angeblich ist sie jetzt schon stabiler, die AB wirken wohl, Befund bzgl. Infektion gibt es hoffentlich morgen. Jedenfalls sind wir nun vom Stillen bzw. vom Heimgehen wieder Lichtjahre entfernt, dabei hab ich mich so darauf gefreut, diese Woche mehr Zeit für sie zu haben und öfter mal einen Fütter/Stillversuch unternehmen zu können, weil die Geschwister ein paar Tage bei der Oma sind. Wenn ich sie nicht mal kuscheln darf....
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(#60) [Permalink]
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Lilli2
 
08.08.2016, 11:11

ach mei....

Ich kann dir nicht viel mehr sagen, als dass die Infektion genauso schnell wieder vorbeigehen kann, wie sie jetzt dahergeflogen kam.
Es ist ja schon mal gut, dass die Antibiotikagabe angreift.

Ich fürchte, du wirst noch öfters Situationen oder Aussagen von Ärzten u. Schwestern am Wärmebettchen deiner Kleinen erleben, die dich verzweifeln lassen.
Wenn man so direkt drinnen steckt, kommt einem jeder Tag wie eine kleine Ewigkeit vor.

Deine kleine Maus muss Großartiges leisten derzeit. Dazu immer wieder Untersuchungen, Stress, Anstrengungen. Für so kleine Zwergerln ist das wirklich harte Arbeit.
Das schlimmste war für mich immer, dass ich meinen Kindern nichts abnehmen konnte und meist nur hilflos daneben stand.
Ich war ebenfalls oft am Rande des Verzweifelns.
Lange Zeit kann man als Mama stark sein, manchmal hatte ich sogar euphorische Hochs wo ich irgendwie riesig stolz auf mich selber war, was ich alles schupfen konnte. Und dann kam das nächste riesige Loch....
Die eigene Hormonsituation ist eine einzige Hochschaubahn nach einer viel zu frühen Geburt.
Die großen Sorgen, die Hektik, das Managen der Familie,.... keine Minute der Ruhe,.... das erledigt ihr übriges und man merkt gar nicht, wie sehr man überlastet, überfordert, verzweifelt, verwirrt,... ist.

Ich könnte dir da auch keine Tipps geben, wie diese Zeit besser zu schaffen wäre. Jeder Tag läuft anders. Manchmal geht die eigene Planung auf, manchmal läuft man nur im Schleuderkurs.

ABER: ich kann dir versichern, dass diese Zeit vorbei geht!
Auch wenn es jetzt in deiner Situation so aussieht, als würde das nie enden.
Und zuhause warten dann die nächsten Anforderungen auf dich....

Ein Minischrittchen nach dem anderen. Deine Kleine hat ja auch noch Minifüßchen, daher geht es leider nur in Minischrittchen.
(und manchmal machen sie damit einen großen Sprung - das wünsche ich euch von ganzem Herzen!!!)
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