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(#21) [Permalink]
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Lilli2
 
18.07.2016, 08:08

@leilaisis:


Ich fühle so dermaßen mit dir......mir sind diese Sachen alle so bekannt (und auch noch sehr tief in meiner Seele eingespeichert).
Die Situation mit der Stillberaterin könnte exakt von mir stammen. Nur war es bei mir die Hebamme, die mich zuhause mit der Kleinen unterstützen hätte sollen.

Die Schwierigkeit bei Frühchen ist, dass sich für deren Mamas scheinbar niemand zuständig fühlt.
Die Hebammen der Gebärstation nicht und die Stillberaterinnen meist auch wenig, weil ja das Baby nicht unmittelbar bei der Mama dabei ist.
Also übernehmen das mehr oder weniger engagiert die Schwestern auf der Neo. (oder auch nicht)

Es ist halt eine Sondersituation, mit der scheinbar in der Ausbildung niemand gelernt hat umzugehen.

Das Pumpen im KH (irgendein Kammerl od. Winkerl), wo man zigmal jemanden anbetteln muss, damit man in den Raum reindarf bzw. steriles Pumpmaterial bekommt, ist wenig entspannend.

Und auf der Neo hat man halt als Mama oft das Gefühl, dass man eh nur ständig lästig oder im Weg ist. (und wird auch dementsprechend oft hinauskomplimentiert)

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es dich runtergezogen hat, als du die Infos bekommen hast.
Das mit dem Heimgehendürfen ist für dich natürlich DIE zentrale Frage. Aber das ist jetzt noch sehr schwer abzuschätzen - auch für die Ärzte. Die können dir jetzt auch nur einen durchschnittlichen Erfahrungswert mitteilen, und den setzen sie natürlich etwas höher an, damit sie nicht falsche Erwartungen vermitteln.
Wie sich deine Maus entwickelt, wann sie selber die Körpertemperatur halten kann, genug Nahrungsaufnahme pro Tag schafft und Kreislaufmäßig stabil ist, das könnt ihr nur begleitend beobachten. Sobald das funktioniert wird sie heimdürfen.

Geändert von Lilli2 (18.07.2016 um 08:16 Uhr)
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(#22) [Permalink]
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Lilli2
 
18.07.2016, 08:15

Bezüglich Hilfe für deine anderen Kinder zuhause:
es gibt in Wien auch die Möglichkeit einer Familienhelferin in Krisensituationen (Caritas ist der Anbieter).
Diese könnten die Kinderbetreuung zuhause, teilweise auch das Essenkochen, Wäschewaschen,... übernehmen.
Wir hatten so eine Unterstützung zwischendurch halbtagesweise.
https://www.caritas-wien.at/hilfe-angebote/kinder-familie/mobile-familienhilfe/

Die Bezahlung wird nach dem Familieneinkommen gestaffelt berechnet.
Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch die Möglichkeit, dass das Magistrat eine Familienhilfe bezuschusst. (da müsstest bitte googlen)
https://www.wien.gv.at/amtshelfer/gesellschaft-soziales/magelf/.../familienhilfe.html
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(#23) [Permalink]
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Lilli2
 
18.07.2016, 08:32

Ganz etwas anderes, das mir gerade noch eingefallen ist:
hast du eine bestehende (Zusatz-)Versicherung? z.B. Muki?
Falls ja, bitte unbedingt daran denken, dass du deine Kleine dazumeldest. Anruf genügt.
Wegen der Selbstbehaltskosten vom Krankenhaus.
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(#24) [Permalink]
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Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
18.07.2016, 17:39

@lilli2: danke für alle Tipps und dein Verständnis
die caritas familienhilfe haben wir uns eh schon überlegt als ich noch im KH war, aber im Endeffekt wär das zu teuer. Einkommen zwar gut, aber Lebenskosten leider auch sehr hoch, das geht sich nicht aus da greif ich bei bedarf auf unsere Babysitterin zurück, die kennen die kinder wenigstens schon und mögen sie sehr.
Extra versicherung haben wir nicht, aber wir sind schon lange bei KiB Mitglied, die übernehmen die kosten, insofern ist es immerhin nicht auch noch eine finanzielle Belastung.

Heute gab es eine gute Nachricht, in 2 Tagen ist die Kleine "alt genug" dass sie das erste mal an die Brust darf. Ich erhoffe mir ein bissi schlecken und riechen... sie saugt zwar manchmal am Schnulli oder Staberl, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Brustwarze überhaupt in ihren Mund passt, geschweige dann dass sie die Kraft hat richtig daran zu saugen. Aber für mich ist es jedenfalls ein wichtiger Schritt.
falls es noch tipps für diese ersten Schleck/stillversuche gibt, bitte her damit.
Die Schwester heute meinte, dass die Kleine schon viel weiter sein könnt und keine Infusionen mehr brauchen würd, wenn der Nahrungsaufbau besser klappen würde, aber da muss man eben geduldig sein, manchmal kommt dann ein Schub und es geht plötzlich.
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(#25) [Permalink]
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Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 18.07.2016, 17:48

Das ist schön zu hören, dass es deiner Kleinen wieder ein Stück besser geht !

Ja, oft sind sie noch etwas zu schwach (die Mädels sind aber meistens etwas tougher ) um richtig stark zu saugen, aber der Kontakt mit Brust und Schlecken, Riechen und Schmecken ist ein erster wichtiger Schritt.
Meistens wird es so gehandhabt, dass die Nahrung über die Sonde "im freien Fall" (dabei hält man die Milchspritze und die Milch rinnt langsam hinein) verabreicht wird, während das Baby bei der Mama kuschelt und gleichzeitig entweder an der Brust nuckelt, oder nur liegt/schläft/genießt, oder ein Milchstäbchen/Schnulli mit etwas Milch gleichzeitig bekommt.

Verstehe nicht ganz, warum du nicht mit der Milchpumpe neben dem Inkubator abpumpen kannst... (weil du geschrieben hast, dass du da irgendwo ganz anders bist). Frag mal, das sollte nicht (mehr) so sein!

lg Asterix
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(#26) [Permalink]
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Lilli2
 
18.07.2016, 17:57

Wenn ihr bei KiB seid, dann passt das schon. Dann ist das mit den Selbstbehalten eh übernommen.

Toll, dass es heute mal schöne Neuigkeiten für dich gibt!
Egal, was dein Mäderl beim Brustkuscheln schafft - es zählt der Kontakt, das Hautgefühl, das Kuscheln.
Sie ist noch so klein und muss schon so viel schaffen, sie wird das auch noch lernen.
Obs beim ersten Mal schon vielversprechend aussieht, oder ob sie einfach genießt und schläft, alles passt!

Das wird schon!
Wenn es ihr im großen und ganzen recht stabil geht, und sie keine ernsthaften medizinischen Probleme hat, dann wird das in kleinen Schrittchen schon.
Ich weiß, jeder Tag auf der Neo ist eine Herausforderung. Und jeder Tag mit den Kindern ist ein Wahnsinn im Management.
Aber jeder Tag ist auch ein Schritt näher zum Ziel, dass sie nach Hause darf.

Tipps für die ersten Still-Kuschel-Versuche:
klapp die Ohren zu, versuch das Rundherum zu vergessen und hab nur Augen für deine Kleine.
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(#27) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von sabineh
sabineh
 
18.07.2016, 19:06

ich bin heute Abend ganz lang erreichbar. Du kannst bis 23 Uhr anrufen.
Alles Liebe
Sabine
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(#28) [Permalink]
Alt
Lilli2
 
20.07.2016, 15:34

Ich hoffe, dass es deinem Mäderl heute gut genug ging um das erste Busen-Kennenlernen zu probieren.
Und noch mehr hoffe ich, dass es euch beiden wunderbar dabei gegangen ist.
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(#29) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
20.07.2016, 18:58

Danke Lilli2
Das erste mal an der Brust war fein, die Maus hat gleich brav geschleckt und kurz ein kleines bissi am Spitzerl der Brustwarze gesaugt - die passt ja noch kaum in ihren Mund rein Hab ein bissi nachgeholfen und dann hat sie auch ein tropferl milch im Mund gehabt. Währenddessen wurde sondiert. Danach hat sie wunderbar geschlafen und beim anschließenden abpumpen kam ein bisserl mehr Milch als sonst
Freu mich also auf den nä. Versuch morgen. Die Schwester hat die Maus auch gelobt, dass es gleich so gut klappt und die Maus weiß, was sie da zu tun hat
Hatte gestern ein Gespräch mit der Psychologin, sie hat mir für morgen ein Verlaufsgespräch mit Kinderarzt und ihr organisiert, dass endlich mal in Ruhe alle meine Fragen geklärt werden können. Diese 2min Arztespräche, um die ich immer 2x bitten muss, waren in letzter Zeit sehr unbefriedigend, das letzte ganz besonders Sie meinte, eigentlich sollte sowas aktiv von der Station angeboten werden, aber bei den fitten Babys wird das gern vergessen, weil es aus medizinischer Sicht nix zu besprechen gibt... Einerseits ja schön, andererseits ist das aktive Einfordern der diversen Infos nun auch schon recht kräftezehrend für mich...
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Dieser Beitrag von leilaisis gefällt 4 Usern: Asterix, Chipmunk, Lilli2, sabineh
(#30) [Permalink]
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Lilli2
 
21.07.2016, 06:59

Superschön! Ich gratuliere euch!!!

Ich weiß, dass die Zeit auf der Neo schwer ist. Die Sorgen und der Stress sind groß und die Situation im Gesamten so ganz anders, als man es sich als frische Mama vorgestellt hat.
Und auf weiten Strecken sieht es manchmal so aus, als würde das gar kein Ende nehmen.

Aber ganz ehrlich: so von völlig ausserhalb und weit entfernt betrachtet - da schaut es doch sehr gut aus bei deinem kleinen Mäderl!! Was die kleine Maus schon alles meistert!
Ein Verlaufsgespräch in Ruhe, super, dass ihr das organisieren konntet. Das bringt auf alle Fälle mehr, als diese ständigen kurzen Momentaufnahmen im Vorbeigehen.

Ich wünsche dir und deiner kleinen Kämpferin viel Kraft und Mut für die nächsten Wochen. (es schaut so aus, als wärt ihr auf einem guten Weg )
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(#31) [Permalink]
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Benutzerbild von Chipmunk
Chipmunk
 
21.07.2016, 08:13

Es ist schön zu hören, dass es deiner Maus gut geht
Lass dich von der Stillberaterin nicht runterziehen und such dir schnell eine andere. Das erinnert mich total an die Zeit mit meiner Maus (7 1/2 Wochen zu früh). Die wurde mir damals im AKH an die Flasche gewöhnt und hat an der Brust gar nicht getrunken. Ich bin vor lauter Flasche geben Kind hinlegen abpumpen, Flasche geben,.... überhaupt zu nichts mehr gekommen. Meine Beste freundin hat das Zwergerl dann mit Stillhütchen überlistet .
Stillberaterin 1: Um Gottes Willen das Kind wird Ihnen verhungern denn da geht die Milchmenge zurück
Stillberaterin 2: Wenn es für euch passt und sie immer volle Windeln hat ist alles ok

Daher: Es sind nicht alle wirklich gut in dem Fach - LEIDER. Vertraue auch auf dein Bauchgefühl. Du bist ja schon Mutter (was bei mir nicht der Fall war). Versuch vor dem Abpumpen kurz zur Ruhe zu kommen (soweit das halt möglich ist) und an dein Zwergerl zu denken.
Es gab damals eine Stillgruppe im Wilhelminen Spital. Die dortige Beraterin war sehr engagiert und nett.
Ich wünsch dir alles Gute und dass deine Maus genauso eine Kämpfernatur ist wie meine - wir durften nach 2 Wochen heim
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(#32) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Chipmunk
Chipmunk
 
21.07.2016, 08:20

Bezüglich Hilfe zu Hause - auch dafür übernimmt der KiB meines Wissen tw die Kosten. Erkundigt euch da mal. Bzw stellt er Betreuungspersonal
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(#33) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
23.07.2016, 09:31

Hi!
Wir haben nun zwei stillversuche hinter uns, beim zweiten mal war die Schwester sehr hilfsbereit, hat sondiert und Milch per Pipette in den Mund getropft, sodass sie wirklich ein rundum-Erlebnis hatte. Gestern dann das Gegenteil: die Schwester hat sie., bevor ich gekommen bin, mit der Flasche gefüttert, das erste mal überhaupt soweit ich weiß, ohne dass es vorher angekündigt war. Und sie meinte, sie wär davon so erledigt, dass sie zu wenig Kraft für einen Stillversuch hat. Ich durfte sie dann wenigstens doch anlegen, aber sie hat da überhaupt nicht geholfen, die Maus hat auch nur mal kurz geschleckt und dann durfte sie wenigstens bei mir an die Brust gekuschelt weiter schlafen. Ich war dann total aufgelöst wegen der Flasche... bei näherem Nachdenken gibt es ja wohl kaum eine andere Möglichkeit, da die Magensonde natürlich weg soll und es ja eigentlich toll ist, dass die Maus schon saugen kann. Aber ich wollte doch stillen... da ich aber nicht rund um die Uhr da sein kann, wird es bei den 1x täglichen Schleckversuchen bleiben und das wars dann mit Stillen? Und wenn sie weiter MuMi kriegen soll, heißt das, dass ich noch Monate abpumpen muss, auch wenn sie - iiiirgendwann - mal daheim ist?
Hat jemand sein Kind dann daheim noch an die Brust bekommen? Die Saugtechnik ist ja ganz anders...
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(#34) [Permalink]
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Lilli2
 
23.07.2016, 09:46

Wie es auf der Station gehandhabt wird, ist leider immer von der jeweiligen diensthabenden Schwester abhängig.
Da will ich lieber nicht zu viel erzählen, das merkst (leider) eh selber....
Versuche dich, an den positiven Beispielen zu orientieren. (und vergiss die andere)

Eventuell ist es möglich, dass du zumindest einen Zeitpunkt pro Tag mit der Station vereinbarst, wo du vorrangig Stillen mit Sondieren probieren möchtest.
Gibt es einen Zeitpunkt, z.B. Vormittag/Mittag, wo du sicher eine Std. vor der voraussichtlichen nächsten Mahlzeit bei deiner Kleinen bist?

Und lass dich nciht zu sehr entmutigen, wenn das von einzelnen Personen dann doch nicht eingehalten wird.

Wegen Stillen im Allgemeinen:
gerade Frühchenbabys sind meist sehr flexibel, was das Saugen an den unterschiedlichen Nahrungquellen angeht. Alle meine Kinder konnten von diversen verschiedenen Saugern trinken (gibt ja sogar auf den Stationen die verschiedensten) und alle konnten auch direkt von meiner Brust trinken und haben diese auch angenommen.
Bei mir hat das Vollstillen nicht geklappt. Wahrscheinlich aber auch deshalb, weil ich keinerlei Erfahrung damit hatte u. leider bei meinen ersten Beiden auch keinerlei fachliche Unterstützung.
Ich habe wahrscheinlich zu früh aufgegeben.
Das ist bei dir ja ganz anders. Du hast bereits ausreichend Erfahrung mit Stillen.

Was bei uns "lange" funktioniert hat war das Pumpstillen.
Also Stillversuche u. Abpumpen u. MuMi mit der Flasche nachfüttern.
Ich schätze, dass ich durch Nichtwissen den endgültigen Schritt zum Vollstillen nicht geschafft habe.
(und ein bisserl auch deshalb, weil ich monatelang den ganzen Tag über mit Pumpen, Füttern, Sterilisieren, und wieder von vorne,.... beschäftigt war)
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(#35) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von leilaisis
leilaisis
 
23.07.2016, 09:54

Zitat:
Zitat von Lilli2 Beitrag anzeigen
(und ein bisserl auch deshalb, weil ich monatelang den ganzen Tag über mit Pumpen, Füttern, Sterilisieren, und wieder von vorne,.... beschäftigt war)
das ist gerade mein Horror-Szenario
Dass sie nicht vollgestillt heim kommen kann, war mir eh immer klar. Aber jetzt, wo einfach so das erste mal die Flasche gegeben wurde, fühlt es sich ganz schrecklich an. Werd heute nachfragen, wie das nun ablaufen kann und soll. Mit der doofen Schwester gestern konnte ich nicht reden
Es ist eh klar, dass im Stationsalltag die Bedürfniss der Eltern keinen/kaum Platz haben, aber dass man nicht mal bei diesen "besonderen" Schritten dran denkt, vorher zu informieren oder miteinzubeziehen...??? Ich ruf eh immer an und sag wann ich an dem Tag komm...ich hätt ja auch die Flasche geben können, oder? Hab so ein dummes, schlimmes Gefühl, dass ich so ausgeschlossen bin vom Alltag meiner Tochter und alls so fremdbestimmt ist und ich abhängig bin vom Wohlwollen der jeweiligen Schwester... und damit kann ich ganz, ganz schlecht

@daheim: meine Stillerfahrung ist scher ein Virteil... und es gibt ja auch Brusternährungssets und andere Hilfsmittel. Untersützung daheim wär halt schon super, aber noch weiß ich nicht, wen ich da fragen kann, gut wäre ja eine Stillberaterin mit Frühchenerfahrung (nur nicht die aus dem KH).
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(#36) [Permalink]
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Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 23.07.2016, 10:43

Hallo!

Also, um dir ein wenig deine Verunsicherungen zu nehmen, ein paar Erklärungen...

Es ist meistens so, dass der 1. Trinkversuch ohne Anwesenheit der Eltern gemacht wird... und zwar deshalb, weil es erst einmal versucht wird, ob es überhaupt schon Sinn macht/das Kleine schon dazu fähig ist und geschaut wird, wie sie darauf reagieren. Im besten Fall läuft alles nach Wunsch, Kind trinkt ein paar Schluck und ist dann müde, aber bleibt stabil.
Es kann aber auch sein, dass die Saug-Trink-Schluckkoordination noch sehr unreif ist, bzw. die Bereitschaft zu trinken von der Flasche nicht gegeben ist. Dann kann es sein, dass ein Baby sich verschluckt, Sätt.Abfälle macht etc. und das ist weniger schön für die Eltern, bzw. manche erschreckt das dann sehr.
Aus diesen Gründen wird es zuerst ohne die Eltern probiert - natürlich aber wird ihnen davon berichtet.

Auch wesentlich ist, dass ein "günstiger" Moment abgewartet wird, wenn das Kind sehr wach ist und mit starkem Saugen sein Essen einfordert :-) - das kann man nicht wirklich planen - das kann auch um 4h nachts der Fall sein, wenn man das Kind grad versorgt und sich die Situation ergibt - ganz spontan - und natürlich wird man, wenn Zeit ist, diesem eindeutigen Wunsch nach "selber essen" nachkommen

Wenn das gut gegangen ist, dann kann man versuchen, es so zu machen, dass man z.b. zu mittag oder am NM zur Essenszeit mit den Eltern ausmacht, dass man "auf sie wartet" und dann gemeinsam schaut, ob das Baby erstens wach genug ist (ist auch wichtig, wg. Verschlucken anfangs etc.) für einen Trinkversuch, oder man sowieso gleich sagt, man legt besser vorher an (da das Stillen anstrengender ist bzw. eben die Mutter da auch anwesend ist und man ihr im Normalfall zuerst eben das Anlegen ermöglicht, und dann kann man, wenn das Kind noch wach ist und trinkbereit, ev. die Flasche nach geben.

Das ist aber alles eine Erfahrungssache der Pfleger/innen, die das Kind im besten Fall schon etwas/gut/genauer kennen und einschätzen können.

In der Regel wird am Vortag mit den Eltern ausgemacht, wann sie kommen und wenn der Wunsch besteht, zu stillen etc., wird das auch weiter gegeben (damit es nciht vergessen wird, zu sagen, kann man auch ein zetterl beim Bett anbringen, dass z.b. a, Di um 12h die Mama gerne anlegen/waschen etc. würde und dann weiß das Personal, was Sache ist, und wartet). Dann entscheidet man direkt dann, was realistisch möglich ist (wach, schläft, ist stabil, macht Abfälle, etc. muss alles berücksichtigt werden, kann einen zeitlang noch sehr schwanken, täglich).

Auf jeden Fall wird - außer das Baby hat z.b. eine Infektion, viel Stress gehabt durch Untersuchungen, BA etc., dann muss man spontan anders entscheiden - angestrebt, dass gekuschelt wird, oder die Eltern werden in die Pflege mit eingebunden, wie es halt möglich ist.

Kommunikation ist alles....!
Arztgespräch muss manchmal halt etwas mit Nachdruck eingefordert werden (natürlich sind Tage mit Aufnahmen, instabilen, schwer kranken Kindern, Notfällen etc. davon ausgenommen, sollte aber kommuniziert werden, zur Erklärung). Nicht locker lassen!
Von pflegerischer Seite her wird schon sehr viel berichtet (im Idealfall), die anderen, fachlichen Fragen bitte am besten zusammenschreiben und dann beim AG erfragen.
Im Idealfall geht der diensthabende Arzt am NM, wenn die Eltern meistens da sind, durch die Station und gibt Auskunft (auf Wunsch, bzw. bei Vorliegen vieler Fragen usw. kann es natürlich auch ein ausführliches Gespräch in einem Nebenraum stattfinden).
Es ist leider nicht immer "der Idealfall" und oft ist es so, dass das Pflegepersonal das Sprachrohr ist, daher bitte unbedingt auch alles ansprechen - manchmal ist leider arbeitstechnisch wenig Zeit, aber gsd gibt es auch andere Zeiten

Und: super, dass deine Maus schon so tüchtig ist und geschleckt hat !

lg Asterix
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(#37) [Permalink]
Alt
Lilli2
 
23.07.2016, 13:45

@asterix: darf ich kurz zwischenfragen, ob du beruflich im med. Bereich tätig bist?
Arbeitest du auf Neos od. im geburtshilflichen Bereich?
Interessiert mich sehr, denn so wie du es schilderst sollte es sein.
Meine Erfahrungen sind allerdings gänzlich andere. (2 versch. Krankenhäuser u. im Verlauf von 14 Jahren)
Daher meine Frage, weil ich es noch immer ganz schlimm finde, wie abgestellt man als Elternteil eines Frühchens ist.
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(#38) [Permalink]
Alt
Lilli2
 
23.07.2016, 14:30

Zitat:
Zitat von leilaisis Beitrag anzeigen
das ist gerade mein Horror-Szenario
Dass sie nicht vollgestillt heim kommen kann, war mir eh immer klar. Aber jetzt, wo einfach so das erste mal die Flasche gegeben wurde, fühlt es sich ganz schrecklich an. Werd heute nachfragen, wie das nun ablaufen kann und soll.
Das mit der Flasche wird sich leider nicht ganz umgehen lassen. (vermute ich jetzt mal)
Das Flaschentrinken wird den Zwergen auch angelernt, weil sie irgendwie das Saug-Schluck-Muster draufhaben müssen. Und sie müssen gewisse Tagesmengen trinken lernen, die eine stetige Zunahme garantieren.
Das ist mit der Flasche am leichtesten kontrollierbar und entspricht dem Klinikalltag am ehesten.
Was tatsächlich so ist: an der Flasche bekommen sie die benötigten Mengen leichter als beim Saugen an der Brust.
(generell über den Flaschenmodus u. das stetige raufsteigern der Trinkmengen - da könnten wir extra ewig diskutieren....)

Zitat:
Zitat von leilaisis Beitrag anzeigen
Hab so ein dummes, schlimmes Gefühl, dass ich so ausgeschlossen bin vom Alltag meiner Tochter und alls so fremdbestimmt ist und ich abhängig bin vom Wohlwollen der jeweiligen Schwester... und damit kann ich ganz, ganz schlecht
Da kann ich dir leider nicht viel Positives beisteuern.

Zitat:
Zitat von leilaisis Beitrag anzeigen
@daheim: meine Stillerfahrung ist scher ein Virteil... und es gibt ja auch Brusternährungssets und andere Hilfsmittel. Untersützung daheim wär halt schon super, aber noch weiß ich nicht, wen ich da fragen kann, gut wäre ja eine Stillberaterin mit Frühchenerfahrung (nur nicht die aus dem KH).
Stillberaterin mit Frühchenerfahrung ist sicherlich ein guter Tipp für zuhause.
Ich hoffe, dass sich sojemand in deiner Umgebung finden lässt!

Ich hatte zuhause einfach zuviel Stress um meinen Zwergen die vorgegebene Trinkmenge reinzubringen, dass ich das mit dem Stillen viel zu lange rausgeschoben habe.
Noch dazu waren meine Großen richtige Spei-Kinder. Da war das mit den Trinkmengen eine einzige Qual. Ich hatte ständig das Gefühl, dass sie das doppelte davon rausspucken, was ich vorher mühsam abgepumpt u. ihnen mililiterweise per Flasche reingebracht hatte.
Die ständigen Verlaufskontrollen haben mich auch nicht gerade entspannt und ich hatte ständig das Gefühl die KH Vorgaben nicht zu schaffen.
(ich war sehr jung damals und mit Frühchennachwuchs im 14-Monats-Abstand mehr als gefordert - ich hab alles versucht zu erfüllen, was mir aufgetragen wurde und anfangs gar nicht gewusst was Mutterinstinkt sein soll)

Bei meiner Kleinen war ich wesentlich entspannter u. hab auf viele Dinge dankend verzichtet. Voll-Stillen haben wir trotzdem nicht hinbekommen - da war eine private Situation sehr hinderlich.
Was bei ihr aber gut gegangen ist: einzelne Mahlzeiten (kleinere Zwischenmahlzeiten) z.B. in der Nacht oder wenn wir unterwegs waren durch Stillen abzudecken.

Ihr werdet das schon hinbekommen!
Du weißt ja schon, wie es geht und deine Kleine kann es auch.

Geändert von Lilli2 (23.07.2016 um 14:40 Uhr)
Mit Zitat antworten
(#39) [Permalink]
Alt
Benutzerbild von Asterix
Asterix
 
hi - 23.07.2016, 15:55

Ja, arbeite in diesem Bereich

Ich weiß leider, dass es da (leider auch ein gewisses Stadt-Land-Gefälle) noch immer mäßige-große Unterschiede gibt....

lg Asterix
Mit Zitat antworten
(#40) [Permalink]
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jesuslovingmom
 
23.07.2016, 16:55

@ Asterix: ich würde gern zu deinem Posting etwas anmerken: du schreibst dass stillen anstrengender ist als flascherl trinken. Das stimmt meines Wissens nach so nicht. Meine Hebamme und die stillberatetin im kh haben mir das unabhängig voneinander gesagt (scheinbar gibt es dazu eine Studie, ich weiß aber nicht von wem)
Die Erfahrung mit meinem Kind: nach herz-op total schwach, mit Sonde und flascherl, aus dem sie 20-30ml in einer Stunde getrunken hat, nach hause (aus genau dem Grund: stillen sei zu anstrengend). Zu Hause angelegt, innerhalb von 1 Woche war das kind voll gestillt. Grund: die saugtechnik ist beim stillen anders, sie hat am flascherl wie an der brust gesaugt und daher nix rausbekommen; beim stillen musste sie eigentlich nur den Mund aufmachen ;-)
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