erste Gedanken zum (Fertig)Eigenheim eines Neulings - Seite 2 - Parents.at | Das Elternforum
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(#21) [Permalink]
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Kaesetiger
 
12.09.2017, 20:40

Fertigteilhaus und Ziegel-Massivhaus liegen preislich sehr eng beisammen. Also nicht täuschen lassen.
Unter 300.000 kannst es aber vermutlich vergessen. So pi mal Daumen.
Und eine 12 Jahre alte Heizung würd ich nicht wieder einbauen. Lieber veräußern für solche, die etwas "altes" renovieren.
Ich würd an deiner Stelle mal verschiedene Anbieter abklappern. Wir haben übrigens ein Holzhaus (Fertigteil) und das war beim lokalen Zimmerer viel günstiger als bei einem großen FTH-Hersteller. Vor allem, wenn man sehr, sehr viel in Eigenleistung machen will (da haben die Großen stehts Angst wegen Garantie usw.).
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(#22) [Permalink]
Alt
berti123
 
13.09.2017, 12:03

Zitat:
Zitat von kookaburra Beitrag anzeigen

Der Neubau genau auf dem alten Haus - das wird nix mit dem Verwenden des Fundaments. Du hast mit ziemlicher Sicherheit einen anderen Grundriss. Entweder muss der Hausplan so individuell sein, dass es auf die alte Bodenplatte passt, aber dann wird der Bau deutlich teurer als von irgendwelchen FTH Firmen. Oder aber der Neubau ist nicht genau auf der alten Bodenplatte. Da könnte das Haus nun größer oder auch kleiner sein als die alte Platte -- jedenfalls gibts da grobe Probleme. Wenn das neue Haus größer ist, hast Du mit 2 verschiedenen Untergründen zu kämpfen. Ist die alte Bodenplatte größer, würde ich mal vermuten, dass es irgendwann Probleme mit der Dichtheit gibt. Es stellt sich überhaupt die Frage, ob eine alte Bodenplatte aus statischen und Dichtheitsgründen weiterverwendet werden kann. Da kenne ich mich nicht aus - die Frage würde ich einem Baumeister stellen.
dass ich die alte bodenplatte nicht verwenden kann, war schon klar

hab eher gemeint, dass ich eine neue bodenplatte (dem grundriss des neuen haus entsprechend) auf die alte bodenplatte setzen kann?
oder die alte bodenplatte auch weg und dann die neue bodenplatte auf den zugeschütteten keller?
oder wie gesagt, auf der gegenüberliegenden seite des grundstücks (da ist rasen) bauen?
da ist dann aber wieder keine straße...

lässt sich denn nicht einiges sparen wenn auf dem gleichen teil des grundstücks baut? ich denke da an kanal, wasser, strom, gas, usw anschlüsse?



keller bleibt aber weiterhin heikel, da hier hochwasser gebiet ist. da drückt es von unten das grundwasser hoch.
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(#23) [Permalink]
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Benutzerbild von kookaburra
kookaburra
 
13.09.2017, 15:43

Zitat:
Zitat von berti123 Beitrag anzeigen
dass ich die alte bodenplatte nicht verwenden kann, war schon klar

hab eher gemeint, dass ich eine neue bodenplatte (dem grundriss des neuen haus entsprechend) auf die alte bodenplatte setzen kann?
oder die alte bodenplatte auch weg und dann die neue bodenplatte auf den zugeschütteten keller?
oder wie gesagt, auf der gegenüberliegenden seite des grundstücks (da ist rasen) bauen?
da ist dann aber wieder keine straße...

lässt sich denn nicht einiges sparen wenn auf dem gleichen teil des grundstücks baut? ich denke da an kanal, wasser, strom, gas, usw anschlüsse?



keller bleibt aber weiterhin heikel, da hier hochwasser gebiet ist. da drückt es von unten das grundwasser hoch.
GEnau diese Fragen würde ich den Fachleuten stellen (und zwar mehreren, um die Meinungen zu vergleichen). Am besten gehst Du auf eine Baumesse (z.B Bauen und Energie) und fragst genau diese Dinge einmal sehr intensiv durch.

Wir haben damals das alte Haus komplett abgerissen, an gewissen Stellen konnten die alten Fundamente bleiben, z.B unter unserer neuen Terasse. Aber wir haben eben nicht genau darüber gebaut, sondern schräg verschoben. Der nordöstliche Teil unseres Hauses ist dort, wo auch früher Haus war, der westliche ist komplett auf aufgeschüttetem Grund, der südöstliche Teil ist größtenteils auf altem Boden, dann beginnt aber irgendwo der Bereich des ehemaligen Hauses. Beim Hausbau war das damals unproblematisch, von der Dichtheit haben wir auch kein Problem, auch nicht von Senkungen her. Das wurde alles sehr gut gemacht. Aber wir haben uns wirklich genau erkundigt, was die Firmen so zusammenbringen. Bei manchen ist mehr heiße Luft als echtes Fachwissen dahinter gewesen. Mit der Zeit bekommt man dafür schon auch ein Gefühl. Die Entscheidungsfindungs- und Planungsphase hat bei uns 2 Jahre gedauert. Der Bau war dann in knapp einem Jahr vollendet (Abriss altes Haus Juni 2008, Einzug ins neue Haus Mai 2009. Dazwischen haben wir sogar einen ganzen Winter lang das Haus ausgefroren und trocknen lassen)
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(#24) [Permalink]
Alt
maha
 
21.09.2017, 11:28

Zitat:
Zitat von Alex3 Beitrag anzeigen
Ich muss vorweg schicken, dass ich aus der Massivhausbranche komme, samt allen Vorbehalten gegen Fertighäuser.
Daher gehe ich davon aus, dass das Raumklima in deinem jetzigen Haus möglicherweise besser ist, als es in einem künftigen Fertighaus, mit Wänden ohne echte Speicherkapazität, je sein wird. Das Barackenklima (wird schnell warm und ebenso schnell wieder kalt) spürt man in jedem FTH. Aber wie gesagt, ich bin da parteiisch.

Der Preis fürs FTH ist relativ schnell ermittelt, der Unterbau macht es aber dann interessant.
Wir haben in den letzten Jahren etliche Unterbauten für FTHs errichtet, teilweise mit Keller (da kommst du auf € 80 -120.000,--) teilweise nur Bodenplatten (€ 30 - 60.000,--), kommt sehr auf die Lage und Menge der Zu- und Ableitungen an, auf etwaige Terrassen, Carport-Unterbauten, Wärmepumpenleitungen, und nicht zuletzt die Lage und Zufahrt zum Grundstück selbst an...
Vollkommen richtig!

Dazu kommt noch: Ein Holzriegelbau ist viel weniger fehlertolerant als ein Massivbau. Beim Holzriegel brauchst eine absolut funktionierende Dampfbremse. (BlowerDoortest samt Thermografie vor dem Beplanken mit Gipskarton) Beim Massivbau hast diese Probleme kaum.
u.s.w.
----------------------------------------------------------------------
Ich hab ein (massiv)Althaus mittels Holzriegel aufgestockt.... war günstiger. Ich weiß aber auch worauf es ankommt!

Geändert von maha (21.09.2017 um 11:36 Uhr)
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Dieser Beitrag von maha gefällt: Alex3
(#25) [Permalink]
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Benutzerbild von Alex3
Alex3
 
22.09.2017, 06:46

Bei FTHs verteuert sich die Bodenplatte allein schon dadurch, dass von der FTH-Firma beinahe für jeden Abfluss ein eigener Aufstandsbogen verlangt wird, der dann durch die Bodenplatte geführt werden muss.

Ein Massivhausbauer bemüht sich, die Anzahl gering zu halten, da man sich diese Kosten durch eine gute Planung sparen kann. Der FTH-Bauer möchte seine Installationskosten gering halten und fährt mit jeder Abwasserleitung einfach gerade nach unten, wo dann punktgenau das Aufstandsrohr warten muss. (=Kosten weg vom FTH, verlagert zum Unterbau. Und wenn der dann teuer ist, argumentiert man noch damit, wie teuer doch ein Massivbau sein muss, wenn schon die Bodenplatte oder der Keller so teuer ist. )
Wir bekommen oft Polierpläne, da findet man in einem Badezimmer 3 Aufstandsbögen.

Das ist bei Bodenplatten teuer, aber optisch egal, bei Kellern bekommt man aber unzählige Abwasserleitungen kreuz und quer durch den Keller, falls der Kanal hoch liegt und man damit an der Kellerdecke entlang fahren muss. Oder der Installateur quält sich unnötig damit herum.

Was bei Fertighausfirmen auch mühsam ist:
Die FTH-Firma (vor allem eine spezielle, große) schickt Leute zur Abnahme des Unterbaus, die auf einen halben Zentimeter genau Maß nehmen - was jetzt nicht unbedingt ein Problem ist, das kriegt man schon hin. Wenn das FTH dann aber geliefert wird, wird sowieso jeder Steher unterkeilt und man fühlt sich als Baufirma etwas gepflanzt.
Da liegt der Verdacht nahe, dass man alle anderen Baufirmen sekkiert und nachhaltig verscheuchen will, um die eigene Unterbaufirma besser vermitteln zu können.

Und was noch häufig ein Problem darstellt:
Die Einreichplanung der FTHs nimmt wenig Rücksicht auf künftige Straßenniveaus oder das umliegende Gelände - vor allem bei Hanglagen.
Wir bekommen oft Einreichpläne von FTH-Firmen, nach denen wir dann den Unterbau machen sollen und beginnen bei der Höhenplanung ganz von vorne, einfach, weil das Fußbodenniveau ansonsten häufig unter dem Straßenniveau liegen würde.
Daher mein Eindruck, Fertighausfirmen wollen einfach ihre Häuser verscherbeln, ohne sich viel um die künftigen Nutzer zu scheren.

Eine weitere Schnittstelle, die oft Schwierigkeiten bereitet ist jene zwischen den Professionisten der FTH-Firma und den eigenen, die man sich für den Keller oder die Zuleitungen suchen muss.

Normalerweise ist ein Installateur, ein Elektriker, eine Fensterfirma für ein Bauwerk verantwortlich, bei einem Fertighaus hat man unterschiedliche Firmen für Ober- und Unterbau - FTH-Firmen liefern beispielsweise keine Fenster für den Keller und bieten keine Installateure oder Elektriker für unten an. Klar, dass die Professionisten unten dann andere Preise verlangen, wenn sie nur für eine geringen Leistungsumfang auf eine Baustelle kommen müssen. Je größer der Leistungsumfang, desto günstiger können die Preise sein, da die Kosten für die Baustelleneinrichtung auf viel weniger Stunden umgelegt werden müssen.

Hier besteht ein großer Unterschied zu einem Holzhaus von einem Zimmerer, da hat man normalerweise auch nur mit einem Elektriker und einem Installateur zu tun und es gibt sehr gute, engagierte Firmen!

Geändert von Alex3 (22.09.2017 um 07:09 Uhr)
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