21.06.2012, 23:51
Bei mir war Grundwissen über die emotionale Entwicklung von Kindern "die halbe Miete" um besser verstehen zu können, was da bei meinem Kind abläuft. Ich bin sehr angetan vom Buch
"Gefühle regieren den Alltag ..." von Rüdiger Posth.
(Wie ich damit aber dann genau umgehe wurde da natürlich nicht beantwortet

- aber daran, was ein Kind an Reaktionen von seinem Umfeld braucht um ein ausgewogenes Selbstbewußtsein entwickeln zu können, wurde für mich umfassend beantwortet...)
Vom seinem Expertenforum habe ich mir aber auch ganz oft hilfreiche Informationen geholt:
http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/index.htm (rechts Antworten auf Elternfragen nach Stichworten - auf der linken Seite Links zu umfangreichen Texten zur emotionalen Entwicklung)
Ich habe einige Ratgeber gelesen - aber im Nachhinein betrachtet hat mir neben Juul & Co konkret
"Kinder fordern uns heraus. Wie erziehen wir sie zeitgemäß" von R. Dreikus/V. Solz am meisten gebracht. Darin finden sich wirklich anwendbare Denkansätze mit konkreten Beispielen, wie man auf Basis von Gleichwertigkeit sein Kind aber auch dabei begleiten kann, dass es sich in einem System mit anderen Menschen zurechtfinden und "einordnen" kann. Besonders hilfreich waren dabei für mich die "logischen Folgen" - wirklich! anstelle von Strafen.
Der Ansatz ist allerdings schon recht alt (das merkt man auch in der verwendeten Sprache) - und basiert auf der Individualpsychologie von Adler - der als einer der ersten Vordenker davon ausging, dass der Mensch von Grunde auf gut ist und einen "Gemeinschaftssinn" hat. Und dass die Basis von unangemessenem Verhalten häufig Entmutigung ist. Das Buch geht allerdings nicht speziell auf die Trotzphase ein. In Kombination mit einem aktuellen Buch über die emotionale Entwicklung bietet es aber mMn sehr viel an "Rüstzeug".
Die
"Familienkonferenz. Die Lösung von Konflikten zwischen Eltern und Kind" von T. Gordon hat mich in meiner Kommunikation mit meinem Kind (und anderen Menschen) ein paar große Schritte weitergebracht.
"Ermutigen statt kritisieren" von Hennings/Niemöller basiert auf dem Ansatz von R. Dreikurs und bietet konkrete Strategien für sein eigenes Verhalten mit unzähligen Beispielen. Ist aber auch kein spezielles Buch für die "Trotzphase".
"Wie kommt der Zornaffe von der Palme" von Helga Kernstock-Redl erklärt ganz wunderbar die Gefühlwelt und bietet einen "Werkzeugkoffer" zum runterkommen. Hat mir auch selbst geholfen
"Die Kunst gelassen zu erziehen" von L. Valentin/P. Kunze hab' ich noch nicht ganz durch. Es basiert auf der Achtsamkeit und bietet auch Übungen nach buddhistischen Anätzen.