Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : dachte nie...
ich war vor dem 2.10. immer nur stille mitleserin bei den unterschiedlichen themen. seit 2.10. hat sich einiges getan. ich hatte einen not-ks und danach probleme mit niere und meinem blutdruck. die zeit im kh war die hölle und die panikmache der ärzte und schwester unerträglich. bin jetzt den 4. tag zuhause und so froh. es tut sich emotional einiges auf und ich wollte hier im forum fragen, ob es eventuell frauen gibt die sich über pn´s mit mir austauschen wollen bzw. wo ihr euch genau professionelle hilfe geholt habt. wie ihr zu therapeuten o.ä. gekommen seid? ich werde jetzt mal beginnen und meine "story" aufschreiben.
meiner tochter geht es übrigens wunderbar. sie heißt mira valentine.
danke
lg ulli
was ist denn passiert, wenn man fragen darf?
lisi1981
13.10.2004, 19:05
hallo, :herz:lich willkommen im forum :)
kann es sein, dass du eine gestose hattest?
Erst einmal herzlichen glückwunsch zu deiner tochter. :herz:
Ich weiß zu hause realisiert man das ganze dann erst Stück für Stück, und es wird einem bewußt welche Wunden das alles gerissen hat.
Auch ich hatte einen Not- KS; Mir hilft und half darüber reden sehr viel.
Wenn du willst gerne.
Lg Isolde
hallo, :herz:lich willkommen im forum :)
kann es sein, dass du eine gestose hattest?
Probleme mit der Niere und Bluthochdruck müssen nicht zwingend eine Gestose sein.
Bei mir war die Niere (Einzelniere) mit der Situation der Schwangerschaft einfach überfordert und konnte deshalb das Wasser nicht genügend aus dem Körper schwemmen und deshalb erhöhte sich der Blutdruck.
Laut Dr.Putz lässt sich eine richtige Gestose allerdings nicht medikamentös bezwingen.
also bitte nicht gleich vorgreifen
lg nina
..schön antworten zu lesen.
gestose stimmt in meinem fall. ich hatte kurz vor egt hohen blutdruck und nach 2 einleitungsversuchen (gel und spray) wurde nachdem fruchtwasser mißfärbig (heißt das so?) war, in ziemlicher eile ein not-ks gemacht. vollnarkose...
Isolde, du hast recht, man realisiert vieles erst so stück für stück. bei mir kam der volle kh-horror noch dazu. die panik, die um meine werte und bluthochdruck gemacht wurden, waren unerträglich. kaum einen arzt hab ich 2x gesehen, und auch der großteil des restlichen kh-personals war echt nicht gut drauf. während dem stillen wurden mir thrompose-spritzen gegeben und blutabgenommen usw. und der hammer war das der primar der abteilung mich mit den worten entließ "wenn sie so weiter tun werden sie ein fall für die transplantation". inzwischen (not-ks war 2.10.) sind meine nierenwerte wieder normal.
ich hab mich zuhause gut erholen können.
am anfang hatte ich auch das gefühl, ich hätte versagt, weil ich nicht "normal" entbunden habe. meinen mann und meine hebamme habe ich schon alles möglich gefragt, nur um zu wissen, was mit der kleinen unmittelbar nach dem ks war. immer und immer wieder muss mein mann erzählen, was sie so gemacht hat. gestern hat mir dann meine hebamme angeboten, dass wir die geburt sozusagen noch mal durch"gehen". alle beteiligten. meine ks-narbe soll entstört werden. wie das genau sein wird, weiß ich noch nicht.
ich freue mich über jede antwort und auch über erzählungen von euch. ein austausch tut mir gut, merke ich.
danke
lg Ulli
lisi1981
14.10.2004, 13:08
Probleme mit der Niere und Bluthochdruck müssen nicht zwingend eine Gestose sein.
ja stimmt, muss nicht sein - aber in sehr vielen fällen ist es halt die gestose :)
was das "versagen" betrifft, kann ich dich absolut verstehen. mir ging es nicht anders - und das obwohl ich das glück hatte, wehen spüren zu dürfen (ich sehe es wirklich so). mein muttermund ging nach 11 stunden wehen immer noch nicht auf und ich hab auch das gefühl, "versagt" zu haben, mein kind nicht wirklich "geboren" zu haben.
dazu kommt, dass mein sohn mir erst gewaschen, und ca. 5 minuten nachdem er geholt wurde, gezeigt wurde. ich bin wie eine irre dagelegen und hab meinen kopf hin- und hergewirbelt und hab ständig nur gefragt "wo ist er? wo ist mein kind?" die minuten waren ewig! ich hab auch erst einige tage später (oder warens nur stunden???) erfahren, dass mein mann noch - symbolisch den letzten rest - nabelschnur abschneiden durfte.
ich habe nie verstanden, warum frauen sich das freiwillig antun - und nachdem ich es selbst hinter mir habe, kann ichs noch weniger verstehen bzw. halte diese frauen fast schon für verrückt :rolleyes:
lisi1981
14.10.2004, 14:08
...halte diese frauen fast schon für verrückt :rolleyes:
danke ....
also wenn das fast nicht wäre, wäre es beleidigend -
margit
clouseau
14.10.2004, 14:28
hy, hab dir ein pn geschickt schau mal nach, da hab ich dir etwas übers entstören geschrieben!
mit laser,lymhdrainage usw. frag einfach deine hebamme.....
ich hab mir einfach so geholfen, weil ich mir eingeredet habe es ist zum glück alles gut gegangen, bei uns gings ja damals auch um leben und tod!!ich hab meine maus damals erst zwei tage nach dem kaiserschnitt gesehen, weil ich auf der intesivstation war!!!
aber zum glück hat mein mann alles mit ihr gemacht, baden und füttern usw.....
es ist bei uns schon über 9 jahre her und ich habe es erst im frühjahr versucht aufzuarbeiten und erst jetzt können wir uns wieder vorstellen ein baby zu bekommen....also lass dir nicht so lange zeit, rede darüber mit wem auch immer aber verdränge das erlebte nicht, so wie ich...
alles liebe clouseau
lisi1981
14.10.2004, 15:01
also wenn das fast nicht wäre, wäre es beleidigend -
margit
für mich ist es beileidigend, ob nun dieses fast dasteht, oder auch nicht. ich glaube, es ist jeder frau selbst überlassen, wie sie ihre kinder zur welt bringen möchte, oder?
Ich kann Xenchen verstehen - ich denke so wie sie über Wunschkaiserschnitt
Dachte früher auch, jeder soll tun und lassen wie er möchte, doch ich denke, Frauen wie wir, die den Kaiserschnitt als Horror empfunden haben oder sogar noch Komplikationen hatten wie ich - können es halt nicht verstehen, dass man sich sowas wünscht.
lg nina
lisi1981
14.10.2004, 17:44
Ich kann Xenchen verstehen - ich denke so wie sie über Wunschkaiserschnitt
Dachte früher auch, jeder soll tun und lassen wie er möchte, doch ich denke, Frauen wie wir, die den Kaiserschnitt als Horror empfunden haben oder sogar noch Komplikationen hatten wie ich - können es halt nicht verstehen, dass man sich sowas wünscht.
lg nina
dagegen sage ich auch nix. schon klar, dass man nach so einem vorfall das dann nicht versteht!!!
aber deswegen die wks-mamas als verrückt oder sonstiges hinzustellen ...
@ ul-er
hier meine Story
http://elternforum.hebammen.at/showthread.php?t=97509
@lisi1981
ich verurteile niemanden - die letzte Zimmerkollegin stand nach 15 Stunden von alleine auf und brauchte keine Medis mehr - wenn mein KS so verlaufen wäre, würde ich mir auch sofort einen wünschen
doch leider ist nicht jeder damit gesegnet und ich will kein zweites Kind, ich hätte viel zu viel Angst, dass es wieder ein KS werden würde - ich glaube da würde ich wahnsinnig werden
lg nina
lisi1981
14.10.2004, 17:59
[QUOTE=Auenfee@lisi1981
ich verurteile niemanden - die letzte Zimmerkollegin stand nach 15 Stunden von alleine auf und brauchte keine Medis mehr - wenn mein KS so verlaufen wäre, würde ich mir auch sofort einen wünschen
doch leider ist nicht jeder damit gesegnet und ich will kein zweites Kind, ich hätte viel zu viel Angst, dass es wieder ein KS werden würde - ich glaube da würde ich wahnsinnig werden[/QUOTE]
nein, ich meine damit jetzt auch nicht dich - sondern xenchen. es kann doch nicht sein, dass frau - nur weil sie den ks als "arg" empfunden hat - anderen sagt, dass sie verrückt seien!!!
Liebe Ulli!
Es tut mir leid, daß du die Geburt so dramatisch erlebt hast.
Ich hatte auch Probleme mit dem Blutdruck, aber meine Blutwerte waren in Ordnung. Mit Medikamenten hatte ich ihn bis am Tag zur Geburt großteils unter Kontrolle. Aber immer die Angst, daß er steigen könnte, war auch nicht ohne. Wiederholt mußte ich zu CTG-Kontrollen und Doppler-Untersuchungen. Jede Woche hat mir mein Arzt gratuliert, daß wieder eine SS-Woche überstanden sei.
Als die Fruchtblase sprang (klares FW) fingen auch die Wehen sofort an. Aber mein Blutdruck stieg auch sehr an. Weil der Muttermund nicht aufging, wurde nach 9h ein Kaiserschnitt unternommen. Aus diesen Gründen: Blutdruck 190/130, Herztöne der Kleinen während der Wehen sanken, wegen Blasensprung Gefahr einer Infektion (außerdem hatte ich ja auch noch Streptokokken), kein Aussicht auf ein schnelles natürliches Ende der Geburt.
Das sind alles keine schönen Momente gewesen. Und dennoch war die Geburt meiner Tochter ein schönes Erlebnis. Ich konnte die KS-Geburt sehr genießen. Ich habe mich einfach meinem Schicksal ergeben.
Mein Blutdruck war noch die ganze Woche im KH viel zu hoch und erst zuhause sank er allmählich wieder ins Normale.
Die Krankenschwestern haben mich deshalb auch des Öfteren fertig gemacht.
Ich hatte übrigens auch Schwangerschaftsdiabetes, da ist eine Gestose auch wahrscheinlich.
Ich habe das Glück, daß ich immer auch die positiven Seiten eines Erlebnisses sehen kann.
Ich wünsche dir alles Gute bei der Verarbeitung
LG Manuela
nein, ich meine damit jetzt auch nicht dich - sondern xenchen. es kann doch nicht sein, dass frau - nur weil sie den ks als "arg" empfunden hat - anderen sagt, dass sie verrückt seien!!!
macht nix, dass du mich nicht verstehst, ich versteh dich ja auch nicht ;) :p
lisi1981
14.10.2004, 20:27
du musst mich nicht verstehen, aber ich mag es ganz und gar nicht, mich von jemanden als verrückt bezeichnen zu lassen
goodgirl
14.10.2004, 20:49
bin zufällig auf den Beitrag gestossen, bin normalerweise nie hier, aber ich hätt eine frage, und zwar warum hat man eigentlich einen not-ks unter vollnarkose gemacht?! ich mein, "nur" weil das fw mißfärbig ist, muss man net innerhalb von 5 min das kind holen (normalerweise!?!) bei mir haben sie um etwa 20 uhr die blase aufgemacht, und das fw war auch schon grün, und kevin kam dann um 23 uhr normal auf die welt... da habens auch 3 stunden "gewartet".. deshalb versteh ich nicht, warum das so schnell gehen hat müssen... die 20 min für die pda hätten sie nicht gehabt?
nur rein interesse-halber :) vielleicht weißt du ja warum das so war!
lg
ingrid
@lisi1981
ich verurteile niemanden - die letzte Zimmerkollegin stand nach 15 Stunden von alleine auf und brauchte keine Medis mehr - wenn mein KS so verlaufen wäre, würde ich mir auch sofort einen wünschen
doch leider ist nicht jeder damit gesegnet und ich will kein zweites Kind, ich hätte viel zu viel Angst, dass es wieder ein KS werden würde - ich glaube da würde ich wahnsinnig werden
lg nina
Auch ich kann nicht verstehn daß sich jemand freiwillig einen KS machen lassen kann.
Wobei es sicher ein Unterschied ist ob man darauf eingestellt ist oder ob es ein Not- KS ist.
@ Nina Auch ich hab immer gedacht, daß ich kein 2 mehr bekomme weil es wahrscheinlich wieder ein KS wird. Aber mittlerweile ist meine Kleine fast 16 Monate alt, und ich glaube ich hab das meist schon verdrängt.
Wobei ich mir vorstellen kann das es bei dir länger dauert;aber ich hatte mit der Narbe gsd nicht so arge Probleme.
Da fällt mir ein du willst dir die Narbe enstören lassen. Bitte lass dir Zeit damit. Ich hab es das erste Mal nach 9 Wochen machen lassen und das war viel zu früh. ich hatte Höllische Schmerzen, wobei ich aber auch galube das es für mich auch psychisch zu früh war.
Weißt du was mir am meisten Geholfen hat, wenn ich Schmerzen hatte oder mich die Situation "eingeholt" hat; Ein lachen von meiner Tochter.
:herz:
Lg Isolde
lisi1981
14.10.2004, 22:26
@hexi03: ja, zwischen einem notks und einem geplanten ks ist wirklich ein haushoher unterschied!!! bei jan wurde 5 tage lang versucht, einzuleiten. und am abend, schaut auf einmal mein fa beim kreissaal rein und sagt: so, fertig machen für den op. das könnma nicht mehr so lassen (jan wurde nicht mehr über die plazenta ausreichend versorgt - hatte gestose)
und bei rene haben wir es schon geplant - und das ist wirklich ein grosser unterschied!
@hexi03: ja, zwischen einem notks und einem geplanten ks ist wirklich ein haushoher unterschied!!! bei jan wurde 5 tage lang versucht, einzuleiten. und am abend, schaut auf einmal mein fa beim kreissaal rein und sagt: so, fertig machen für den op. das könnma nicht mehr so lassen (jan wurde nicht mehr über die plazenta ausreichend versorgt - hatte gestose)
und bei rene haben wir es schon geplant - und das ist wirklich ein grosser unterschied!
DAs glaub ich dir gerne, aber ich weiß nicht ob ich mich nach der ersten Geburt freiwillig für einen KS entschieden hätte.
Aber wenn ich jetzt nicht alles verwechsle, warst du ja auch schon vor der ersten geburt einem KS nicht abgeneigt. :rolleyes:
Und ich glaub einach das macht auch einen Unterschied.
Lg Isolde
lisi1981
14.10.2004, 22:44
ja, ich war dem nie abgeneigt bzw. so kann man das ja nicht sagen. ich hab mich halt auch wirklich eingehendst über ks informiert. und das tun ja die wenigsten. weil ... "mir passiert sowas nicht ..." weisst wie ich meine?
meine schwägerin hat am 8. sept. ihr 4. kind bekommen ... die anderen 3 alle normal geboren. das 4. musste per ks geholt werden (da nabelschnur viel zu kurz und um den hals gewickelt). und sie hat auch immer vorher gesagt: "nein, ich lass NIEEE einen ks machen ..."
weisst was ich meine? sie hat nicht mal im ansatz darüber nachgedacht, was wäre wenn ...
und ich glaube, wenn man sich von vornherein wenigstens über die wichtigsten sachen bei einem ks informiert, ist das auch schon wieder ein bisschen anders ...
Naja so kann ich das auch nicht stehen lassen. Das trifft vielleicht für einige zu; Bei mir stimmt das so nicht.
Ich weiß nicht ob du dich erinnern kannst ich hatte zu beginn der SS massive Probleme, unter anderem auch eine Plazenta praevia und daher hab ich ich eingehend mit der Möglichkeit KS auseinander gesetzt.
Ich glaube viel mehr die Schnelligkeit mit der ein Not- KS durchgeführt wird ist für viele das Problem. Man kann sich gar nicht darauf einstellen, oft hat man keine oder nur geringe Wehen vorher.
Irgendwie fehlt meiner Meinung nach die Einstellung daruf so jetzt geht es los und jetzt ist bald das Kind da.
Verstehst Du was ich meine?
lisi1981
15.10.2004, 07:00
@hexi03: machma einen eigenen thread auf. ich mag nicht in einem anderen thread jetzt über ks allgemein diskutieren :)
lilapurple
25.10.2004, 23:16
Ich kann die von euch verstehen, die den KS als Versagen sehen. Ich hab es genauso empfunden. Mein MuMu ist auch nicht aufgegangen nach 14 Stunden Wehen und ich habe es als ein verdammtes Versagen angesehen und auch während der OP nur geheult. Mein KS war also sozusagen eine "Not"OP und unter PDA aber ich hatte die PDA schon bekommen bevor der KS feststand.
FRAGE: Weshalb muß denn die Narbe entstört werden? Bei mir hat mal jmd mit einem Kugelschreiber der halb leer war Striche über die Narbe gemalt (10 Tage nach KS !!!) "Damit die Energie wieder fließen kann" Ich fand das schmerzhaft und blöd und habe das nie nachgemalt. Ist das entstören ???
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