Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : traumatisches Geburtserlebnis
hallo! obwohl ich regelmäßig diese seiten durchforste, bin ich stets auf erfreuliche geburtsberichte gestoßen, was prinzipiell ja auch schön ist.
nur, was mich interessiert, gibt es frauen, die, genauso wie ich, ein schlechtes geburtserlebnis hatten? wie seid ihr damit umgegangen? unser kleiner ist mittlerweile schon fast 1 jahr alt und noch immer hab ich die geburt nicht überwunden.
eigentlich wollte ich zu hause entbinden, aber wegen einer komplikation (nicht unmittelbar bei der geburt), mußte ich in die klinik und schließlich endete alles mit geburtsstillstand .....
wer will sich mit mir austauschen?
lg b
Mein Geburtserlebnis war auch nicht gerade eine Traumgeburt.
Ich habe auch lange gebraucht um es zu verarbeiten oder zu verdrängen. Ich weiß es nicht so recht.
Aber wie auch immer, mir hilft sehr viel meine Tochter. Jedes Lachen und jeder Laut zeigt mir das es der richtige Weg war.
Ich weiß nicht ob dir das wirklich weiter hilft; Aber wenn du trotzdem mit mir darüber reden willst gerne jeder Zeit.
Lg Isolde
Hallo,jetzt ist es zwar schon ein Jahr her-doch denke ich oft daran und jetzt kann ich recht gut damit umgehen..Damals dachte ich,ich kann nie wieder radfahren oder mich wo hinsetzen- geschweige denn Sex zu haben.
Heute kann ich mir sogar vorstellen noch eine Geburt "zu überleben"....Vergißt man so schnell oder verdrängt man es????Vergessen werde ich diesen Tag NIE(abgesehen von unseren kleinen Knopf)-es war der aller schlimmste Tag in meinen Leben und ich wünsche NIEMANDEN so eine Geburt .Aber wahrscheinlich vergrängt man alles,will es nicht mehr so im Gedächnis haben-zumindestens nicht ständig.Ich kenne Mütter die sagen:"Gell,wenn man das Kind so anschaut ist jeder Schmerz vergessen,alles Negative der Geburt ist verblasen"BEI UNS NICHT....versteht mich bitte nicht falsch...ICH LIEBE MEIN KIND SEHR UND NUR FÜR IHN HAB ICH SO GELITTEN aber vergessen tu ichs eben nie...ich trenne da vielleicht zuviel.
Christoph war dann auch noch 5,5Monate ein Schreikind und trieb mich an die Grenzen der Erschöpfung...da niemand mich unterstützen konnte oder auch teilweise wollte,war ich gleich noch fertiger(mein Mann unterstützte mich so gut es ging aber der war auch sehr verzweifelt)...Jetzt verkrafte mal die Geburt...erhol dich von den Schmerzen...beim WCgang,beim Aufstehen,beim sitzen,einfach überall und dann beruhige noch ein Kind was brüllt und nicht aufhört-egal was du machst...dabei bleibe aber bitte gut gelaunt und nicht nervös-das Kind spürt das und wird dadurch unruhig...HAHAHA...tut mir leid aber das schaffte ich nur in wenigen Sekunden....ich hasste mein Leben,und erst recht diese Sch....Geburt...sorry,das ich mich so auslasse....ABER SAGT WOHL GENUG AUS WIE DIE GEBURT VERKRAFTET WURDE??? :D lg ,wir können gerne in Kontakt treten wenn du Lust hast
irene1967
16.10.2003, 22:12
die geburt von ines war ganz schlimm für mich ....
noch ein ganzes jahr danach bin ich schweißgebadet mit zusammengepressten beinen aufgewacht, und hatte höllenangst! .....
es war lang, es war schlimm, es war mit saugglocke, mit der nix weiterging, und, die wieder abgenommen wurde, ......
aber: es ging gut aus .... nur, war ich SO erledigt, dass ich meine ines dann nicht einmal wirklich halten wollte ... ich war so erschöpft, so fertig mit den nerven, dass ich nur mehr gezittert und geweint hab ..... bis vor kurzem hab ich mir (mehr als 11jahre lang!!!) vorgeworfen, dass ich nicht die berühmten "muttergefühle" gleich nach der geburt empfunden hab, dass ich mein kind nicht sofort in den armen halten wollte, ...
und, als ich vom spital damals entlassen wurde, hat man mir noch gesagt: dass niemand mehr dran geglaubt hatte, dass mein baby überleben würde!
während der jetzigen SS hab ich meine gefühle, mein erlebnis der 1.geburt mit einer ganz lieben psychologin aufgearbeitet .....
und die geburt meines benjamins hat mich mit dem thema "geburt" wieder ganz versöhnt ....
davor konnte ich eigentlich diese "positiven geburtsberichte" regelrecht NICHT AUSSTEHEN! ....
JETZT ist es ganz was andres .... ich habs ENDLICH anders erlebt, ....
ich wünsch dir wirklich von ganzem herzen, und allen andren, die bei der 1.geburt auch nix wirklich schönes erlebt haben:
dass ihr es auch einmal ANDERS erleben könnt!
dass auch ihr euch mit dem thema "geburt" mal aussöhnen könnt!
ich sags euch: ich hab sogar schon geträumt von meiner 2.geburt ... und ich habs auch im traum regelrecht "genossen" (da hab ich allerdings nicht von schmerzen geträumt, die natürlich auch bei der 2.geburt waren .... aber, die ich wirklich schon vergessen hab!!!!!!!!) ....
ich wünsch euch wirklich ALLES LIEBE!!!!!!!!
habt bissl geduld mit euch, und eurem körper .... nach so einem erlebnis muss er sich wirklich gut erholen können ... und neben einem kleinen kind, kann das doch etwas länger dauern!
bzw: wenn ihr die chance auf hilfe habt: NEHMT SIE AN! ...
es tut wirklich SEHR GUT!!!
liebe grüße,
Voll liebe Worte hast du geschrieben...mußte gleich zum heulen anfangen...bin sonst nicht leicht gerührt-aber im Zusammenhang mit dem Thema:rolleyes: ...danke auf alle Fälle...gibt Mut das zu lesen ....lg
ich hatte nach der 1.geburt auch irgendwie nicht grad den wiunsch das nochmal durchzumachen. ich hatte einige probleme,es war nicht grad toll und ich kann mich an einiges nicht erinnern,da ich "weggetreten"war...
jedenfalls bin ich dann in der 2.schwsch. zur hypnot.tiefenentspannung gegangen und das hat mir seeehr geholfen...
Lollipop
20.10.2003, 14:23
Ich hab demnaechst eine 1. Geburt vor mir....sagts mal, seid ihr auch der Meinung, dass es vor allem aufs Atmen ankommt? (wurde mir mehrfach gesagt) ... wenn man richtig atmet und sich nur aufs Entspannen konzentriert (wenn irgend moeglich), dass dann die Geburt ertraeglicher wird?
Diejenigen, die Mehrfach-Erfahrung haben, was habt ihr bei der "leichteren" Geburt anders gemacht als bei der "schweren"?
irene1967
21.10.2003, 15:39
1. .. bei der 1.geburt war ich ganz allein (hatte keinen parnter) => das macht die geburt zumindest nicht einfacher .... und bei der 2.geburt war mein partner dabei und hat mich supertoll unterstützt!
2. bei der 1.geburt bin ich am rücken gelegen, bei der 2. am gebärhocker gesessen ..... => DAS war für mich auf JEDEN FALL geburtserleichternd (!) [es gibt aber auch viele, die die geburt am rücken liegend NICHT so extrem unangenehm, wie ich empfunden haben ... da musst auf dich selbst dann "hören"] .. ich hatte so extreme rückenschmerzen, ... bei der 2.geburt auch, weil ich zuerst, wegen blasensprung liegen musste, als ich dann aufstehen durfte, waren die rückenschmerzen fast GANZ weg!!!
3. bei der 2.geburt hab ich mich ganz anders vorbereitet als bei der ersten ....... ich würd sogar sagen: bei der 2.geburt hab ich mich WIRKLICH vorbereitet, und bei der 1.hab ich das noch nicht so streng genommen, und eigentlich nicht wirklich intensiv vorbereitet ......
4. denk ich: dass ich bei der 1.geburt einfach VIEL PECH, und bei der 2.geburt VIEL GLÜCK hatte ==> wie auch immer: es sind beides wunderbare kinder!!! :)
ich wünsch dir ALLES GUTE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!:herz:
liebe grüße,
irene1967
21.10.2003, 15:41
... vor lauter gscheit daher-schreiben, hab ich deine frage ganz vergessen! :rolleyes:
also: ich denk schon auch, dass sich das bewusste: aufs atmen konzentrieren, auf jeden fall POSITIV auswirkt!
sowie auch das "entspannen" .. soweit das möglich ist!!!
nochmals alles liebe,
irene
also: ich denk schon auch, dass sich das bewusste: aufs atmen konzentrieren, auf jeden fall POSITIV auswirkt!
sowie auch das "entspannen" .. soweit das möglich ist!!!
ja,und ich denk,wenn man sich bewusst auch aufs atmen konzentriert,"vergisst" man sich zu sehr in die schmerzen zu steigern.blöd ausgedrückt.ich mein,man hat dann nicht so viel zeit auf die schmerzen zu achten,weil man darauf schauen muss,richtig zu atmen....
Original geschrieben von Lollipop
... wenn man richtig atmet und sich nur aufs Entspannen konzentriert (wenn irgend moeglich), dass dann die Geburt ertraeglicher wird?
Diejenigen, die Mehrfach-Erfahrung haben, was habt ihr bei der "leichteren" Geburt anders gemacht als bei der "schweren"?
meiner meinung ist entspannung das wichtigste.
entspannen kann ich mich allerdings nur an einem ort wo ich mich richtig wohlfühle.
deswegen habe ich meine zwei jüngeren zuhause bekommen, das waren auch die schöneren geburten :)
Original geschrieben von jonatan
nur, was mich interessiert, gibt es frauen, die, genauso wie ich, ein schlechtes geburtserlebnis hatten?
lg b
Ich hatte eine sehr tragische, lange Geburt (2 Tage) mit Tod des Kindes nach 7 Wochen Intensivstation und eine sehr wunderschöne, super schnelle Geburt (2,5 Stunden ab Beginn der Wehen).
Ich habe mit der Zeit gelernt, daß es manchen Mitmenschen unangenehm ist, wenn ich über meine 1. Geburt rede und habe daher aufgehört über diese zu schreiben oder zu reden. Mir fällt es schwer mit den darauffolgenden Kommentaren immer richtig umgehen zu können. Aber eigentlich würde ich sehr gerne darüber reden, da es nunmal meine erste, sehr schlimme Geburtserfahrung ist.
Petra
Mich würd es wirklich interessieren wenn du wirklich reden möchtest, kannst du mir ja eine private Nachricht schreiben:herz:
also ich bin auch noch immer traumatisiert - und benjamin ist jetzt 1 1/2....
seine geburt begann mit blutungen (2 tage vor´m termin, aber ich war irgendwie noch nicht fertig mit schwanger sein, mir hat´s noch gut gefallen), die man nicht stoppen konnte, darum wurde mit wehentropf eingeleitet.
darauf bin ich abgefahren wie eine rakete, ich hab augenblicklich wehen ohne pause bekommen.
ich hab halt gedacht, man kriegt wehen (vorwehen hatte ich nie, das waren meine ersten...), dann werden die pausen kürzer und die wehen stärker - aber ich hatte nie eine pause.
nach einer weile wollte ich eine pda, da wurde ich von der station in den kreissaal verlegt - mit muttermund 4 cm offen.
10 minuten später im kreissal war er dann 8 cm offen und ich hab mir einreden lassen, dass sich eine pda nimma auszahlt.
ich hab dann so eine "wurschtigkeitsspritze" bekommen, die mich ganz schön hergerichtet hat - ich hab mich garnimma ausgekannt, benjamin offenbar auch nicht, weil von da an ist nix mehr weitergegangen.
nach (eh nur) 4 1/2 stunden haben´s ihn mit der saugglocke geholt, mich natürlich geschnitten und als der arzt sagte "es ist ein bub" (wir haben´s vorher nicht gewußt, ich hab gedacht, das wird die uraufregende überraschung) war mir noch nie in meinem leben was so wurscht - "hauptsache heraussen" hab ich gedacht.
und ich find auch,alle die sagen, wenn das baby da ist, hast den schmerz vergessen, müssen lügen.
mittlerweile sitzt der kleine wurm auf meinem schoß und wacht langsam von seinem schlaferl auf und ich bin soooo froh, dass ich ihn hab - aber ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt hab - wie unter einem zug - und ich finde, nichts rechtfertigt solche schmerzen!
die nachgeburt haben´s urmühsam rausgelockt, vielleicht war das der grund dafür, dass 2 wochen nach der geburt mein körper langsam eingegangen ist und ich die ärgsten schmerzen bekommen hab.
ich hatte noch plazenta in der gebärmutter, auf das ist aber lange keiner draufgekommen und 3 1/2 wochen nach der geburt war ich nocheinmal für ein paar tage im spital zur curretage.
mittlerweile kann ich mir schon vorstellen, noch einmal ein kind zu bekommen - aber der erste,den ich im spital sehen will, ist der anästhesist.
und sowas zu schreiben macht mich noch immer sehr fertig....
mich trösten immer die geschichten von denen, die´s grauslicher hatten als ich -aber davon kenn ich halt eigentlich nur eine...
wenn mir also jemand erzählen will - per mail, pn oder hier - freu ich mich!
danke für´s lesen, ist immer wieder eine gute therapie davon zu erzählen!
nina
die geburt von daniela liegt fast dreißig jahre zurück und so lange ich lebe, werde ich mich mit entsetzen und schaudern daran zurückerinnern.
es war ein erniedrigendes, würdeloses, brutales, demütigendes und extrem schmerzhaftes grenzerlebnis, dem ich als 16jährige hilflos und verkrampft ausgeliefert war. dazu geschnitten, gerissen, nachher langwierige nahtprobleme, brustenzündungen, schwere blutungen.
jahrelang wurde ich von albträumen gequält und beim anblick einer hochschwangeren hats mich innerlich abgebeutelt. das thema kinderkriegen war für mich erledigt.
ich war erleichtert, als ich mit 28 die diagnose erhielt, keine kinder mehr bekommen zu können. bis - ja bis ich mit 42 völlig überraschend schwanger wurde.
leona wurde sehnsüchtig erwartet und kam liebevoll durch wunsch-kaiserschnitt im beisein ihres papa zur welt.
Ich hatte auch eine traumatische erste Geburt, nur dürfte ich die einzige gewesen sein, die die richtigen Konsequenzen gezogen hat.
Und dabei habe ich schon bei der ersten Geburt in Erwägung gezogen, es einfach selbst zu machen. Der einzige Scheißgrund, warum ich hingefahren bin, war, dass einfach zu wenig Äktschn war, zu wenig Schmerzen.
Ich bin mit 3-Minuten-Wehen von zuhause weggefahren - dort angekommen natürlich weniger geworden, das ist nun einmal so -, und hab dann noch 12 (!!!) Stunden damit verbracht, völlig unnötige unerträgliche Schmerzen zu haben. Scheiße ist das. Das haben weder meine Tochter noch ich verdient, und wenn es EINE Sache gibt, die ich im Nachhinein ändern dürfte, dann das. Wenn ich nocheinmal 18 wär, wär ich einfach nicht hingefahren, und ich würde alles geben für eine, die mir damals gut zugeredet hätte, dass das ein Blödsinn ist, und mich davon abgehalten hätte.
Es kann wirklich nicht nur an den Genen oder am Horoskop liegen, dass die eine so irre ist und die andere so ruhig.
Leider konnte ich erst bei der zweiten Geburt mir selbst gut zureden.
Original geschrieben von DagmarR
Leider konnte ich erst bei der zweiten Geburt mir selbst gut zureden.
Du hast dein zweites Kind allein zur Welt gebracht? Ich meine zu Hause ohne Unterstützung?
Original geschrieben von PetraZ
Du hast dein zweites Kind allein zur Welt gebracht? Ich meine zu Hause ohne Unterstützung?
Ja. Was besseres gibt's nicht. Aber das nächste Mal mach ich's nicht zuhause, sondern im Hotel.
"Unterstützung" kann es bei einer Geburt nicht geben, auch bei der betreutesten aller Betreuungsgeburten nicht, denn niemand kann es der Mutter abnehmen, dass sie selbst das Kind gebären muss. Sie muss es auf jeden Fall selbst und ganz alleine machen. Auch ein Verbessern des Geburtsvorganges ist durch "Unterstützung" nicht möglich, nur ein Stören.
Original geschrieben von nine
warum im hotel?
:)
Erstensamal sind dort keine achtmeterlangen Teenagerhaare im Abfluss und es ist auch sonst zsammgräumt, keine Bröseln im Bett und eigene Fernbedienung, und zweitens kann mich dort nicht irgendjemand überraschend besuchen und niemand weiß, wo ich bin. Und dann krieg ich auch noch (hoffentlich) erstklassiges Futter und muss nicht abwaschen. Wahlweise Stundenhotel, da stellt keiner blöde Fragen.
Ich brauch eigentlich nur ein eigenes Bad/WC und einen Internetanschluss (heiteres hebammen.at-Hotelraten), und Spiegel beim Bett gibt es in den meisten Stundenhotels ja eh (abernurindenteurerenachherrjeimmerdieseentscheidu ngen...).
Original geschrieben von DagmarR
Leider konnte ich erst bei der zweiten Geburt mir selbst gut zureden.
Hast du keinen Mumm in den Knochen! Bist du eine Frau oder ein Lulu oder eine Maus?
Klar hättest du dir selber gut zureden können! Du hättest es einfach nur machen müssen! Dann würdest du jetzt nicht jammern!
Original geschrieben von DagmarR
Hast du keinen Mumm in den Knochen! Bist du eine Frau oder ein Lulu oder eine Maus?
Klar hättest du dir selber gut zureden können! Du hättest es einfach nur machen müssen! Dann würdest du jetzt nicht jammern!
Du hast Recht, DagmarR.
Im nächsten Leben mach ich's besser und werd nicht hinfahren, wenn ich eigentlich eh nicht will.
Mal abgesehen von deine Selbstgesprächen :p , hattest du nie Angst? Ich meine Angst um dich oder das Kind? Weißt du was ich meine? Ich rede jetzt nicht von den üblichen Diskussionen sondern einen Moment der Schwäche, wo man am liebsten Mama schreien möchte. Oder warst du schon durch deine erste Geburt geeicht ? Ich frage, weil ich die Idee, ein Kind zu Hause zu bekommen, in Ruhe, ganz gut finde, ich mich das aber nie bei meiner ersten Geburt getraut hätte. Jetzt wo ichs schon mal hinter mir habe *schufft* weiß ich was mich bei einer Geburt erwartet und hätte daher weniger Angst. Aber trotzdem bin ich mir nicht sicher, daß ich nicht zwischendurch die Panik bekommen würde.
Original geschrieben von PetraZ
Mal abgesehen von deine Selbstgesprächen :p , hattest du nie Angst? Ich meine Angst um dich oder das Kind? Weißt du was ich meine?
Natürlich hatte ich Angst um mich und das Kind. Das war ja auch der Grund, dass ich mich in so einer höchstempfindlichen Situation keinen fremden Mächten ausliefern wollte. Aber sonst war eigentlich keine Zeit. Ich kam ja nicht weiter als festzustellen, dass ich Wehen hatte, war ca. so weit wie andere Frauen, wenn sie beschließen, ins Krankenhaus zu fahren. Nur ist dann bei mir da schon das Kind bekommen. Wenn ich Stunden lang starke Schmerzen gehabt hätte (wie bei der ersten Geburt), dann hätte ich mir vielleicht irgendwann gedacht, ob und wann das endet (wie bei der ersten Geburt) und mich gefragt, was ist, wenn das jetzt ewig so weiter geht, ob ich dann sterben werde (wie bei der ersten Geburt). Aber so weit kam es ja gar nicht. Ich empfand bis zur Geburt wahrscheinlich das gleiche wie jede Frau, die weiß, dass es jetzt losgeht.
Aja, und noch eine Angst hatte ich: Dass man mich erwischt und zu einer Krankenhausgeburt vergewaltigt. Da wusste ich noch nicht, dass man mir eh nix angemerkt hätte.
Ich hatte auch bei der ersten Geburt Angst, dass sich die Hebamme mein Baby schnappt, und hab es mir schnell selbst geschnappt.
Ich hatte eigentlich immer vor irgendwas Angst, habe aber soweit wie möglich immer versucht, diesen Angstobjekten auszuweichen.
Original geschrieben von DagmarR
... fremden Mächten ausliefern ...
Also echt, DagmarR, manchmal bist du echt zum Totlachen!
Was sind denn bei dir "fremde Mächte"?
Außerirdische oder was?
Hahahaaaa!
Original geschrieben von DagmarR
, habe aber soweit wie möglich immer versucht, diesen Angstobjekten auszuweichen.
das ist der Knackpunkt bei mir
Weißt du was mir Sorgen gemacht hätte? Daß mir die Nachbarn aufgrund meiner Stöhnerei oder Geschreie die Polizei vorbeischicken und die mir die Tür einrammen während ich mein Kind gerade bekomme. Die rauschen mit der Tür rein und stehen vielleicht noch mit gezogener Waffe vor mir und glotzen mir zwischen die Beine. Brrrrrrrrrr
Bruhahahaaa!
Das ist fast der li passiert.
Ist aber auch ein Argument fürs Stundenhotel. Entweder sind die Zimmer schalldicht, oder es geht in der Geräuschkulisse eh unter.
na ja, die Reinigung wirst aber dann auch bezahlen müssen oder besser die Renovierung, wenn ich bedenke, welche Mengen sich bei mir auf den Boden ergossen haben .....
So schlimm war's bei mir nicht, obwohl das Fruchtwasser ziemlich gespritzt ist. Am nächsten Tag war wieder alles pickobello. Wenn ich es vorher gewusst hätte, hätte ich ein großes dickes Handtuch drunter gelegt. Das müsste reichen. So hat halt die Decke dran glauben müssen, und das Innere von der Decke auch. Den Fleck sieht man übrigens immer noch. Das hätte ich bei einer Stundenhotelgeburt sicher ersetzen müssen. Nana, da ist es doch besser am leicht zu reinigenden Badezimmerkachelboden und auf ein Handtuch, damit das Baby warm und weich zu liegen kommt.
Iris0205
26.12.2003, 14:58
Hallo,
habe jetzt so zufällig mal diese Seite angesehen und bin auf deine Frage gestossen:
ja mein kleiner wird jetzt 2jahre und werde die geburt nie vergessen! Es ist bei mir schon soweit, dass ich sagte nie mehr Kinder.
Bei mir war folgendes:
Ich war eine Woche über dem Termin als die Wehen begonnen hatten, das war an einem Samstag ab 19.00 Uhr (anm:seit dieser Zeit bis zur geburt keine Minute geschlafen), am Sonntag um 07.00 Uhr in die kLinik. es ging nichts weiter. Man brachte mich auf die Station und sagte man warte bis mittags, dann vielleicht einleitung. Ich wartete bis mittags - es tat sich nichts ausser wehen (aber halt nicht die richtigen geburtswehen). Am nachmittag brachte man mich dann wieder runter in den kreissaal, dort ging es so weiter dass ich alles mögliche ausprobierte (dusche, auf dem ball sitzend, unter wasser in der badewanne,usw.) nichts tat sich..; am abend sagte man mir man gebe mir eine spritze, dass ich ein bisschen ausruhen könnte, damit ich genug Kräfte für die geburt hätte. Jedoch die Spritze verfehlte ihre Wirkung - ich konnte nicht schlafen. Es war bereits Sonntag 20.00 Uhr und ich hatte seit Samstag 10.00 Uhr nichts geschlafen...! HEBAMMENWECHSEL: das war mein Verhängnis. Wenn ich hier erzähle wie diese Hebamme mich behandelte, das glaubt mir keiner. Sie war eine vom "alten" Schlag, sehr kühl. Sie sagte, dass kann noch lange dauern (sehr aufmunternd für eine die die erste Geburt vor sich hat!). Jedenfalls war es dann so , dass die Ärztin sagte: Super Muttermund 8cm weit offen, ab in den Kreissaal. Im Kreissaal sagte dann die Hebamme: Das glaub ich nicht. Brutal schob sie ihre Hand in meine Scheide und meinte: Dacht ichs mir grade mal 3 cm, da brauchst nicht hoffen..! Dennoch stich sie mir die Fruchtblase auf. Ich fragte sie wie sowas aussehe, sie meinte wie halt Wasser aussieht und versteckte es vor mir. (Nach der Geburt erfuhr ich das mein Fruchtwasser grün war). Dann schloss die Hebamme mich an den Wehentropf an und gab mir eine Spritze um die Wehen voranzutreiben, ihre Aussage: Jetzt werdens mal sehen was richtige Wehen sind!" und lachte. Seit diesem Zeitpunkt dachte ich ich wäre am sterben und schrie was das Zeug hielt. Ich wollte dass meine Mutter bei der Geburt dabei ist (da ich ja alleine war) und sagte ihr sie solle sie anrufen. Die Hebamme verweigerte dies und sagte: Ich findes es nicht gut, wenn ihre Mutter dabei ist. Ich will das nicht!!!!" Ich bettelte zwischen meine Wehen ungef. 2 Stunden bis sie endlich meine Mutter anrief. Als meine Mutter kam lag ich dann da schon 5 Stunden im Kreissaal allein ohne das was weiterging. Ich entschloss mich, da ich so schmerzen hatte und seit 40 Stunden keinen schlaf, hatte ich keine Kraft mehr und entschloss mich für eine PDA. Da konnte ich wenigstens ein bisserl dösen...dann war es endlich soweit und es ging dann alles sehr schnell 4mal pressen und er war da - aber wie...: Meine rechte Scheidenwand war eingerissen, es wurde ein Dammschnitt gemacht als ich keine Wehe hatte:eek:; mein Sohn hatte die Nabelschnur um den Hals gewickelt und seine Lungen waren voller Fruchtwasser, er musste abgesaugt werden. Es war 04.11 Uhr Montags als er ankam. Zum schlafen kam ich dann so ca. nach über 50 Stunden...! Mein Sohn musste auf die Sonderstation, da er eine hochgradige Sepsis hatte 7,5!! und auch Gelbsucht.
Nach 21/2 Wochen war GOtt sei dank alles ausgestanden. Ich brachte jedoch in erfahrung, dass gegen diese Hebamme 3 Klagen bei der Ärztekammer eingereicht wurden, doch man höre und staune diese Hebamme praktiziert HEUTE noch an der Klinik!
Ich erkundigte mich bei anderen Hebammen im ElternKindZentrum, die meinten, wenn ich eine Woche übern Termin war, das Fruchtwasser grün, hätte man sofort einen Kaiserschnitt machen müssen. Jedoch die Hebamme zog es vor mich nachdem man das grüne Fruchtwasser sah, noch 8 Stunden liegen zu lassen.
Seitdem kreist mir die Geburt ständig im Kopf herum, aber gottsei dank sind mein Sohn und ich heil über die Runden gekommen
iris
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