Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Negative Erlebnisse bei Hausgeburt?
So, nun plagt mich auch mal eine Frage. Ich leses wirklich fleissig viele viele Geburtsberichte. Krankenhausgeburten, Hausgeburten, Kaiserschnittgeburten, vaginale Geburten etc.
Viele Berichte laufen darauf hinaus, daß bei Klinikentbindungen schlechte Erfahrungen gemacht wurden und deshalb fürs nächste Mal eine Hausgeburt angestrebt wird.
Negative Hausgeburtsberichte habe ich bislang keine gefunden.
Gibt es Mütter, die schlechte Erfahrungen mit einer Hausgeburt gemacht haben? Bei denen es zu Zwischenfällen kam? Die sagen: nie wieder Hausgeburt?
Bitte berichtet mir hier von euren Erfahrungen, ich bin schon sehr gespannt!
da bin ich auch gespannt!!! Vermute mal, dass sich niemand melden wird ;)
Das denk ich mir auch schon seit Stunden.
trollina
03.08.2004, 20:33
weiss ehrlich gesagt nicht so genau was das bringen soll denn wie zu jedem thema gibt es auch hier positive und negative erfahrungen, ist doch klar. hab mir mal die mühe gemacht ein paar rauszusuchen (sorry, die meisten sind englisch).
http://www.birthstories.com/stories/2253.htm
http://www.birthstories.com/stories/3035.htm
http://www.birthstories.com/stories/4049.htm
http://www.birthstories.com/stories/4220.htm
http://www.homebirth.org.uk/ruthella.htm
http://www.homebirth.org.uk/sarahsadler.htm
http://www.homebirth.org.uk/kiara.htm
http://www.babyzimmer.de/aktiv/geburt/bericht.php?gbberichtid=787
http://www.risa-rosine.de/dezember/geburtsberichte/risa_fin.htm
trollina
03.08.2004, 20:41
(noch ein paar deutsche)
http://www.rund-ums-baby.de/family/jammer/geburtsberichtluca.htm
http://www.geburtserlebnisse.de/html/benjamin.html
eowyn140677
03.08.2004, 20:51
Vielleicht darf ich mich da anhängen und fragen. ob jemand bei einer Hausgeburt schlechte Erfahrungen speziell mit der Hebamme hatte...
wieso überrascht mich das jetzt nicht?
ein paar berichte von frauen, die ihre hausgeburten zu unkritischen zeitpunkten aus verschiedenen gründen abgebrochen haben (die eine konnte mit der hebamme nicht, die andere wollte dann doch lieber ne pda...).
keine katastrophenmeldungen?
wo ihr doch haus- und alleingeburten sooooooo unhaltbar gefährlich und unverantwortlich findet?
wo sind sie denn nun?
davidmama
04.08.2004, 08:12
wieso überrascht mich das jetzt nicht?
ein paar berichte von frauen, die ihre hausgeburten zu unkritischen zeitpunkten aus verschiedenen gründen abgebrochen haben (die eine konnte mit der hebamme nicht, die andere wollte dann doch lieber ne pda...).
keine katastrophenmeldungen?
wo ihr doch haus- und alleingeburten sooooooo unhaltbar gefährlich und unverantwortlich findet?
wo sind sie denn nun?
ich habe nicht alle links gelesen - aber bei ein paar frauen war es sehr wohl kritisch & wenn sie nicht auf ihr gefühl gehört hätten & ins kh gefahren wären, wäre es zur katastrophe gekommen.
btw. - warum der wunsch nach einer pda ? ich dachte, hausgeburten sind, weil "ungestörter" auch schmerzärmer ?
(ich kann - aus meinem entfernten bekanntenkreis- mit einer katastrophe aufwarten: sauerstoffmangel unter der hausgeburt - baby schwer geschädigt)
interessant wäre hier natürlich ein Fred á la "Negative Erlebnisse bei KH-Geburten"
Da würden einfach mehr Beiträge zusammenkommen ;) :p
davidmama
04.08.2004, 09:27
interessant wäre hier natürlich ein Fred á la "Negative Erlebnisse bei KH-Geburten"
Da würden einfach mehr Beiträge zusammenkommen ;) :p
da mach ich auch "gerne" mit ! - es würde ohne zweifel ein endlos-fred werden.
ich habe nicht alle links gelesen - aber bei ein paar frauen war es sehr wohl kritisch & wenn sie nicht auf ihr gefühl gehört hätten & ins kh gefahren wären, wäre es zur katastrophe gekommen.
btw. - warum der wunsch nach einer pda ? ich dachte, hausgeburten sind, weil "ungestörter" auch schmerzärmer ?
(ich kann - aus meinem entfernten bekanntenkreis- mit einer katastrophe aufwarten: sauerstoffmangel unter der hausgeburt - baby schwer geschädigt)
aber genau das ist doch der punkt! wir können darauf vertrauten, daß uns unsere körper sagen, wenn etwas nicht in ordnung ist. dann bleibt immer noch der weg ins krankenhaus. dafür ist es ja schließlich da.
genauso, wie auch eine künstliche befruchtung nur dann gemacht wird, wenn es nun halt gar nicht anders geht.
das ist doch toll, daß diese frauen auf ihr körpergefühl gehört haben und ins krankenhaus gegangen sind. alles andere wäre verantwortungslos gewesen.
hallo!
ich kenne eine frau flüchtig die eine uterusruptur hatte.die hg wurde abgebrochen und eine notsectio gemacht.das baby mußte reanimiert werden.ich kann mich jetzt nicht mehr ganz genau an die geschichte erinnern (solche geschichten verdränge ich erfogreich) aber ich glaube mich erinnern zu können das es das baby nicht überlebt hat und wenige stunden oder tage? später im kinderkrankenhaus verstorben ist.
das sind dann halt die extremfälle die zwar selten sind aber vorkommen und mir angst machen.trotzdem habe ich mich für eine hg entschieden.
lg ansama
trollina
04.08.2004, 11:10
da haben wir uns dann wohl missverstanden. ich gehöre nicht zu den leuten die eine kh-geburt als so viel sicherer betrachten. ich könnte mir selber auch vorstellen zu hause zu gebären (deswegen diskutiere ich ja überhaupt schon so lange über dieses thema rum). allerdings halte ich die schmerzen ohne hilfe nicht aus. und höllische schmerzen zu haben gilt für mich durchaus als "negatives erlebnis bei hausgeburt" - du hättest den fred dann vielleicht nennen sollen "gefahr für mutter und kind bei hausgeburt" oder sowas.
zu dem thema könnte ich zwar natürlich auch ein paar geburtsberichte finden aber die mühe werde ich mir jetzt nicht machen...
@ansama:
diese extremfälle gibt es - in krankenhäusern noch viel öfter!
@trollina:
vielleicht hab ich den fred wirklich blöd genannt. jedenfalls wollte ich indizien dafür sammeln, daß haus- und alleingeburten unverantwortlich und gefährlich sind. denn darauf wollen viele hinaus.
bislang wurden aber lediglich meine annahmen und meine überzeugung bestätigt.
es ist und bleibt die sicherste art, kinder zur welt zu bringen.
Mikiundbaby
04.08.2004, 11:45
aber genau das ist doch der punkt! wir können darauf vertrauten, daß uns unsere körper sagen, wenn etwas nicht in ordnung ist. dann bleibt immer noch der weg ins krankenhaus. dafür ist es ja schließlich da.
genauso, wie auch eine künstliche befruchtung nur dann gemacht wird, wenn es nun halt gar nicht anders geht.
das ist doch toll, daß diese frauen auf ihr körpergefühl gehört haben und ins krankenhaus gegangen sind. alles andere wäre verantwortungslos gewesen.
Dem sitmme ich voll und ganz zu!!! Man kann seinem Körper vertrauen, und weiß, wann es Zeit ist aufzuhören, und wann man Hilfe in Anspruch nehmen muss!!! In allen Lebenslagen!!! :)
Lollipop
04.08.2004, 12:00
Frage: Sind Todefälle v.a. bei den Babys nicht stark zurückgegangen seit es üblich ist, dass der Großteil der Frauen in KHs entbinden? ...und welche Gründe werden angeführt?
Hat da jemand Statistiken bzw. med. Studien zur Hand?
Wäre auch interessant: Wie oft geht es schief, die Frau noch ins KH zu bringen, wenn bei einer Hausgeburt was nicht gut läuft?
trollina
04.08.2004, 12:05
aber genau das ist doch der punkt! wir können darauf vertrauten, daß uns unsere körper sagen, wenn etwas nicht in ordnung ist. dann bleibt immer noch der weg ins krankenhaus. dafür ist es ja schließlich da.
das ist doch toll, daß diese frauen auf ihr körpergefühl gehört haben und ins krankenhaus gegangen sind. alles andere wäre verantwortungslos gewesen.
diese argumentation finde ich etwas verwirrend.
eine frau die von anfang an keine hausgeburt möchte sondern lieber in ein krankenhaus geht weil sie sich dort sicherer und besser aufgehoben fühlt, hört doch auch auf ihr bauchgefühl.
davidmama
04.08.2004, 12:11
@lollipop: ich glaube schon, daß die medizinische betreuung die geburten sicherer gemacht hat. früher wars halt ein luxus sich einen arzt zu leisten. meine oma wäre selbst fast am "kindbettfieber" gestorben (hat beide kinder zuhausbekommen, die hebamme kam jedesmal erst nachher) und kann vor allem massig grausige hausgeburtsgeschichten von früher erzählen ( am land ging kaum eine frau ins kh, meine urgroßmutter z.b. ist bei der geburt des dritten kindes gestorben). sie wertet die spitalsbetreuung als fortschritt.
kh-geburten sind halt nicht so "kuschelig"....ich finde, daß hauptproblem bei spitalsgeburten ist, daß viele spitäler (oder deren bedienstete) die neuen standards was gebären betrifft nicht wirklich durchführen, sondern am stand der 70er jahre dahinwerken.
http://www.menschenskinder-online.de/geburt/geb_hilfe.html
kleiner einstieg ins thema der geschichte der geburtshilfe
früher starben mehr mütter und säuglinge bei oder kurz nach der geburt. die meisten von ihnen in den gebäranstalten.
die hygienischen verhältnisse waren katastrophal, die frauen unterernährt, geburtenkontrolle gab es nicht, also unzählige schwangerschaften.
unterprivilegierte frauen waren die ersten, die in entbindungsanstalten zu forschungszwecken herhalten mußten.
mehr dazu später (muß noch bissi was arbeiten)
Frage: Sind Todefälle v.a. bei den Babys nicht stark zurückgegangen seit es üblich ist, dass der Großteil der Frauen in KHs entbinden? ...und welche Gründe werden angeführt?Das ist richtig. Es sind aber auch die Todesfälle bei Hausgeburten zurück gegangen, sowie die Todesfälle allgemein. Zu keinem Zeitpunkt der Geschichte der Geburtshilfe waren Krankenhausgeburten sicherer als Hausgeburten. Erst jetz nähern sie sich langsam an, sind aber immer noch komplikationsreicher, vor allem wegen überlieferter Gewohnheitsfehler. Zu Beginn der Krankenhausgeburtshilfe war es sogar lebensgefährlich, ins Krankenhaus zu gehen. Da hat man den Frauen noch das Schambein durchtrennt, wenn nix weiterging. Die waren dann ihr Leben lang inkontonent und frigid.
Najablablabla, da könnt ich ewig weiter erzählen. Auch heute noch schneidet man, weil man keine Ahnung hat, wie das Kind wirklich rauskommt. Wenn man diese ganzen Dummheiten endlich abschaffen würde, wären vielleicht Krankenhausgeburten tatsächlich einmal sicherer.
@ davidmama:
Ich weiß nicht, in welchem Jahr das mit deiner Großmutter war, aber Kindbettfieber ist eine klassische Krankenhausgeburtstodesfolge und war um 1900 für fast alle der ca. 25% (!!!) mütterlichen Todesfälle verantwortlich. Das deswegen, weil die Medizinstudenten direkt vom Leichensezieren weg Muttermundgreifen durften.
Lollipop
04.08.2004, 14:07
Ich glaub auch, dass es drauf ankommt wie weit das nächste KH entfernt liegt. Ich hätte eine Hausgeburt schon deshalb nicht gewagt, weil das nächste KH mit Kinderstation 1 Std. weg liegt....
Ich hatte im KH wahrscheinlich sogar eine bessere Betreuung als zu Hause, dort hatten alle Zeit für mich und das Baby, Essen war super, Ärzte und Krankenschwestern sehr sensibel, etc., ich konnte haben was ich wollte und man hätte mir nie etwas aufgezwungen, was ich nicht gemocht hätte, ich brauchte mich um nichts zu kümmern, konnte das Baby immer bei mir haben...kommt wohl auch sehr aufs KH an, aber das kann man sich ja meist aussuchen. Wenn Frauen mehr Wert auf die Wahl des KHs legen würden, wären die KHs gezwungen dem modernsten Standard auch zu entsprechen, sonst könnten sie ihre Geburtenstationen zusperren...
emma1968
04.08.2004, 16:05
Ich habe meine erste Tochter (20.11.1997) in der Klinik bekommen mit einer freien Hebamme die ich bald unter den Wehen erschlagen hätte. Ich wollte alles anders und sie mich ans Bett fesseln... ich war total unzufrieden hatte Schmerzen im liegen und wollte laufen...aber sie ließ mich nicht.
Bei der zweiten (27.08.1999) hab ich mir geschworen, nie wieder Klinik, es sei denn es liegt was an. Mein Gyn war absolut gegen das Geburtshaus aber ich habs trotzdem gemacht. Es war eine Wassergeburt, ich hatte keine Schmerzen, meine Hebamme war Gold wert und ließ mich das machen, was für mich das beste und angenehmste war. Sie war einfach für mich da und das tat gut. Ich durfte meine Schnecke alleine zur Welt holen und meine Hebamme schaute nur zu.
Ich würds immer wieder machen.
Fortsetzung zum Thema "Entstehung der Klinikgeburt"
aus einem Buch von Sheila Kitzinger (Hebamme)
"Die Entbindungskliniken des 18. und 19. Jahrhunderts waren wohltätige Einrichtungen für Frauen, die in Armut lebten und keine andere Möglichkeit hatten, und für unverheiratete Frauen, für die die Geburt als Schande galt (die anderen Frauen brachten ihr Kind zuhause zur Welt). Diese Einrichtungen lieferten das "Rohmaterial", um Routine in der Geburtshilfe zu bekommen, und die Mütter dienten als Demonstrationsobjekte für Studenten der Geburtshilfe und Frauenheilkunde; sie waren auch Versuchsobjekte der Forschung. Die ersten Experimente mit künstlicher Geburtseinleitung wurden an mittellosen Frauen durchgeführt, die die Arzthonorare nicht bezahlen konnten und als Klinikpatientinnen in diesen Häusern Aufnahme fanden.
In den USA stellen in Armut lebende Frauen, die keine Sozialversicherung haben, immer noch einen Patientinnenkreis dar, an dem Medizinstudenten üben können. In Großbritannien kann es Frauen, die ihr Kind in einem Lehrkrankenhaus zur Welt bringen, passieren, daß sich eine Traube von Studenten um ihr Bett versammelt, und sie erfahren vielleicht nie, daß der Arzt, der eifrig einen Dammschnitt nähte, ein Assistenzarzt war, der seine Nähkünste bei ihnen zum ersten Mal ausprobieren durfte.
Nach dem zweiten Weltkrieg gewährleistete die staatliche Gesundheitsfürsorge in Großbritannien allen eine kostenlose medizinische Versorgung. In vielen anderen europäischen Ländern wurden Sozialversicherungen und Krankenversicherungen geschaffen, die von Steuergeldern finanziert werden und auf der Prämisse beruhen, daß die Gesundheitsfürsorge Angelegenheit des Staates sei.
Mit der Schaffung der britischen staatlichen Gesundheitsfürsorge geriet die Geburtshilfe unter den Einfluß der Gesundheitspolitik der Regierung, und das betraf auch den Ort, an dem Geburten stattfinden. Es wurde der Beschluß gefaßt, daß genügend Betten zur Verfügung stehen sollten, damit alle Frauen ihr Kind in der Klinik zur Welt bringen können. Die Geburt geriet immer mehr unter medizinischen Einfluß. Gleichzeitig stieg der Lebensstandard beträchtlich. In Großbritannien wuchs eine Kindergeneration heran, für die die einfache, gute Ernährung der Nachkriegsjahre (Vollkornbrot, Orangensaft, Milch, wenig Fett, wenig Fleisch und viel Gemüse) von Vorteil gewesen war. Die Menschen waren gesünder als je zuvor. Das führte dazu, daß die Frauen während der Schwangerschaft gesund waren, keine Anämie hatten und Schwangerschaft nicht als Krankheit erlebten. Es kamen gesündere Babys zur Welt, und die perinatale Sterblichkeit (kindliche Todesfälle während oder kurz nach der Geburt) nahm deutlich ab; sie hat gegenwärtig den bisher niedrigsten Stand von acht pro 1000 erreicht (in Deutschland sterben innerhalb des ersten Lebensjahres 613 von 100.000 Babys, Stand 1992).
Die Frauenärzte behaupten, daß das auf eine bessere geburtshilfliche Versorgung und darauf zurückzuführen sei, daß alle Frauen in der Klinik gebären. Doch auch heute noch ist die Wahrscheinlichkeit, daß das Kind stirbt, bei Frauen aus einer niedrigen sozialen Schicht, deren Partner Hilfsarbeiter oder arbeitslos ist, gegenüber Frauen aus der Mittelschicht doppelt so hoch. Soziale Unterschiede hinsichtlich der Bildung, der allgemeine Gesundheitszustand, die Möglichkeit sich zu informieren, die Wohnverhältnisse, die Ernährung, die Einstellung zum Rauchen und Verständigungsbarrieren zwischen Betreuer und Patientin wirken sich entscheidend auf die perinatale Sterblichkeit aus. Daß Babys bei der Geburt sterben und Frauen leiden, ist oft auf Armut und Benachteiligung zurückzuführen.
Es ist richtig, daß eine komplizierte Ausrüstung und hochmoderne Apparatemedizin, Anästhesisten und Ärzte mit chirurgischer Ausbildung nur in der Klinik zur Verfügung stehen. Diese Geräte und diese Fertigkeiten können lebensrettend sein - für eine kleine Zahl von Babys. Doch seitens der Wissenschaftler taucht immer häufiger die Frage auf, ob die oftmals routinemäßig vorgenommenen Eingriffe bei vielen Klinikgeburten nicht auch gefährlich sind. Die meisten technischen Maßnahmen sind ohne entsprechende Untersuchungen in der Geburtshilfe eingeführt worden. Ungeklärt ist, ob Maßnahmen wie die Geburtseinleitung, medikamentöse Wehenverstärkung nach Geburtsbeginn, das Sprengen der Fruchtblase hochdosierte Schmerzmittel udn kontinuierliche Herzton-Wehenüberwachung für die Mütter und die Babys schädlich sind, wenn sie routinemäßig durchgeführt werden und nicht situationsgemäß.
Bei der zweiten (27.08.1999) hab ich mir geschworen, nie wieder Klinik, es sei denn es liegt was an. Mein Gyn war absolut gegen das Geburtshaus aber ich habs trotzdem gemacht. Es war eine Wassergeburt, ich hatte keine Schmerzen, meine Hebamme war Gold wert und ließ mich das machen, was für mich das beste und angenehmste war. Sie war einfach für mich da und das tat gut. Ich durfte meine Schnecke alleine zur Welt holen und meine Hebamme schaute nur zu.Pfau, geil!
trollina
04.08.2004, 23:49
dazu habe ich mal eine verständnisfrage. ich habe schon oft gehört "die hebamme hat mich das nicht machen lassen", "die hebamme hat mir das verboten" usw. in england habe ich das noch nicht gehört, hier scheinen hebammen eine andere heransgehensweise zu haben. über meine laaaaange geburt habe ich im kh 3 schichtwechsel erlebt und KEINE der hebammen dort hätte mir jemals irgendetwas "verboten". das wäre ja auch noch schöner!!???
jetzt frage ich mich aber wie ich mir das in der praxis vorzustellen habe. wenn du z.b. rumlaufen willst, was sagt die hebamme dann? oder hält sie dich mit physischer gewalt im bett? kämpft ihr dann richtig? oder droht sie dir? und was hat denn dein mann währenddessen gemacht, hätte er dich nicht tatkräftig bei deinem wunsch unterstützen können?
vielleicht liegt es ja an solchen hebammen dass hier so viele gegen kh-geburten eingestellt sind !?
@dagmarR, uvd..und alle die eine Haus-Alleingeburt befürworten...
Ich wollt nur kurz "mitsenfen":
wie ich zu beginn in diesem Forum immer wieder von den "ach so schrecklichen" KH-Geburten gelesen hab - im speziellen von dagmar und li....hab ich mich total quer gestellt und mir gedacht..was wollen die??? Zu Hause gebären..blabla....nein danke...im KH ists doch vieeeel besser!!!!
Langer Rede, kurzer Sinn..ich muß euch mittlerweile absolut "recht geben"... ich hab mittlerweile auch die Überzeugung gewonnen, daß eine Geburt im KH -wahrscheinlich in den seltensten Fällen mit einer "Hausgeburt" mithalten wird können..die Bevormundung beginnt mit der "Verfügbarkeit" der Kreissääle..welcher gerade frei ist..Badewanne etc...und hört auf bei den endlosen CTG - Kontrollen bis hin zur eigentlichen Geburt..wo dann in vielen Fällen Arzt und Assisten vor der "Linse" stehen und reinglotzen.... - ich könnt hier noch endlos aufzählen....
Ich hab auf alle Fälle jetzt einen noch kritischeren Blick..denn ganzen Abläufen im KH gegenüber..ich bin zwar schon immer ein Skeptiker gewesen und eher der alternativen Medizin zugetan als der Schulmedizin (kommt immer drauf um welche Krankheit es sich handelt..) aber beim Thema Geburt habt ihr alle sicher zu einem großen Teil recht... VORHER gehören den Erstmamis die Augen geöffnet..weil von dem "Apparat" wirst als "Ahnungslose" einfach überrollt und z.b. aufs "Kreuz" gelegt....weil ja das CTG dran ist :rolleyes: !!
(Meine 2te Geburt war super toll und ohne Arzt ..aber wenn ichs ganz genau durchleuchte...dann auch nur darum "ohne" Arzt weil ganz einfach zuviel Stress war und bei mir alles sehr flott ging!! - Ich hoffe diesmal wird es mir auch vergönnt sein..auch wenns momentan nicht danach aussieht!)
Sorry - wenns net genau in diesen Fred paßt..aber ich wollts nur endlich mal los werden... ;) Meine Meinung hat sich grundlegend geändert..auch wenn ich diesmal wieder im Spital entbinden werde..aber die Rahmenbedingungen für zu Hause wären für mich leider net o.k. gewesen!
..aber die Rahmenbedingungen für zu Hause wären für mich leider net o.k. gewesen!Hotel? :rolleyes:
@trollina:
ich habe meine erfahrungen mit den kliniken dreimal gemacht. frage mich heute noch wieso. weil alle gegen zuhause waren, weil ich es nicht besser wußte, weil "frau" das eben so macht. beim dritten waren alle kreißsäle überfüllt, es war nurmehr platz aufm flur. war mir ganz recht, ich wollte sowieso alleine sein und habe mich schon vor der abfahrt ins kh innerlich gesträubt, da wieder hinzugehen. die hebammen dachten wg. 3 cm öffnung würde das noch ewig dauern. ich wußte es besser. mein körper hat mir klar signalisiert, was ich machen muß. und als die austreibungsphase begann, wurden die helferlein panisch, weil ich immer noch voll bekleidet im flur rumstand. haben mich dann in einen kreißsaal genötigt, obwohl ich mich weigerte. haben mich auf einen fahrbaren hocker gesetzt und mich dahin gerollt. es kam wehe auf wehe und auf einmal wußte ich, jetzt mußt du runter, runter auf den boden, auf alle viere. das hab ich auch versucht zu sagen, bloß sag das mal klar und deutlich wenn das kind gerade mit aller macht nach draußen will! man sagte mir, das würde nicht gehen. ich dachte mir scheiß drauf, ich geh jetzt runter. hat wohl nicht so elegant ausgesehen. dann haben sie mich zu dritt gepackt und aufs kreißbett gehievt.
soviel zur selbstbestimmung und zur freien wahl der geburtsposition - die IMMER WIEDER versprochen wurde!
schnecke1974
05.08.2004, 08:01
interessant wäre hier natürlich ein Fred á la "Negative Erlebnisse bei KH-Geburten"
Da würden einfach mehr Beiträge zusammenkommen ;) :p
da würd ich auch mitmachen!!!! :D
trollina
05.08.2004, 09:35
also wenn ich das so höre wundert es mich jetzt natürlich kein stück mehr dass ihr alle so die hausgeburten propagiert!!! das sind ja schöne zustände in den krankenhäusern. in meinem englischen umfeld habe ich noch von niemanden solche erfahrungen gehört und selber kann ich wie gesagt auch nicht von sowas berichten.
vielleicht ist das aber auch erst ein neuer trend, geburtshäuser haben hier in den letzten jahren auch einen tierischen schub bekommen.
mich irritiert: meine hebamme hat verboten, nicht erlaubt, etc.
ich hatte 2 klinikgeburten. bei der ersten bin ich nach ca. 1 stunde draufgekommen, dass meine hebamme nichts zu erlauben, verbieten, bestimmen hat, sondern dass ich diejenige bin, die erlaubt!
ich habe erlaubt, dass sie den muttermund untersucht - und als es mir schmerzen verursachte, hab ich es ihr halt nicht mehr erlaubt! ganz einfach. bei meiner zweiten geburt hab ich dem arzt nicht erlaubt, zu dem von ihm gewählten zeitpunkt die fruchtblase zu öffnen.
das ist alles nicht besonders schwer, und auch wenn das medizinische personal sich nicht besonders darüber freut - wen kratzts? ich bin nicht dort um hebamme und arzt eine freude zu machen.
ich würde immer wieder in einer klinik entbinden, einfach deshalb, weil es für mich bequemer ist. die rahmenbedingungen dafür kann ich mir selbst schaffen!
zur geburtsverzögerung durch die "störung", wie dagmarR es immer wieder beschreibt, da muss ich ihr recht geben.
bis ich bei meiner ersten geburt draufgekommen bin, wie der hase lauft, war es tatsächlich so. (noch komplizierter war es dadurch, dass ich blöderweise einen nicht ganz nüchternen taxler erwischt habe - ich hatte im taxi nicht eine wehe, obwohl sie davor schon alle 2min kamen)
als ich das aber verstanden hatte (und damals wusste ich noch nix von dagmarR ;) ) ging eigentlich alles gut weiter.
und genau dann, davon bin ich überzeugt, ist es eigentlich völlig egal wo man entbindet, solange die sicherheit von mutter und kind gewährleistet bleiben. das ist imo nun einmal am ehesten in einer gut ausgestatteten klinik gegeben, in der entsprechend ausgebildete ärzte für den notfall gewehr bei fuss stehen.
ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich mein kind gefährden würde.
genau das war für mich der grund, meine erste geburt in einer privatklinik zu vollziehen. weil ich nicht wußte, wie eine geburt ist, bzw. wie ich mich anstelle.
heute weiß ich, daß ich das kann und hätte ich keine zusatzversicherung, würde ich auch mit meiner hebamme zuhause gebären. aber da ich diese noch habe, möchte ich sie ausnützen. und ich werde wieder in der privatklinik gebären. diesesmal aber ambulant.
meine hebamme ist gold wert, sie hat sich einfach umgedreht und das betterl hergerichtet und ließ mich machen. der arzt kam sowieso zu spät, weil elijah so schnell war :D
pda hätte sich gar nicht ausgezahlt, elijah war so schnell. aber mittels akupunktur und wasser waren die schmerzen auszuhalten. und im endeffekt hatte ich eine traumgeburt, ohne verletzungen :herz:
Hotel? :rolleyes:
du hast ja ein smiley verwendet!!!
hält sie dich mit physischer gewalt im bett?
schon möglich. gerne auch zu mehreren. (mit einer allein wär ich schon fertig geworden)
du hast ja ein smiley verwendet!!!Wahnsinn, gö? Das machen die männlichen Hormone. :D
Hier eine Geschichte aus dem wirklichen Leben, toternst und gegen jede Form von Verniedlichung und Verharmlosung gerichtet:
Auch wir haben vertraut. Auch wir haben geglaubt, dass die persönliche Betreuung einen bedeutenden Unterschied macht. Wir haben vertraut, dass wir gut aufgehoben sind, dass sich um uns gekümmert wird, dass alles getan wird, um Gefährdung zu vermeiden. Wir haben der Selbstverpflichtung der Hebammen geglaubt, die sich Verantwortung und Menschlichkeit ins Pflichtenheft schreiben. Und Selbstbestimmung der Frau.
So haben wir uns für eine Geburtshausbetreuung entschieden.
Und nun ist unser Kind tot. Totgeboren.
Was war passiert?
Nach störungsfreiem Schwangerschaftsverlauf, kam das Kind aber nicht so wie erhofft, das heißt Wehen wollten sich mit dem errechneten Termin einfach nicht einstellen.
Wir haben den Beruhigungen geglaubt. Dass Terminüberschreitung vorkommt u.s.w „alles kein Problem“ sind. Bloß keine Panikmache.
Nicht nach 8 Tagen, nicht nach 10 Tagen, nicht nach 13 Tagen. Zwischendrin 2 Tage ohne CTG. Am 14. Tag waren keine Herztöne mehr festzustellen. Und, wie wir dann hinterher durch eingehende Prüfung erfahren haben, gab es am 8. Tag nach ET schon suspekte CTG Stellen, vom letzten CTG ganz zu schweigen..
kein adäquate Risikoaufklären, bei uns war es so dass kein Sterbenswörtchen darüber verloren wurde, dass das Kind gefährdet sein könnte (!!) Wo da die vielbeschworene und zitierte Selbstbestimmung bleibt, konnte mir bis heute keiner sagen. Und die Antwort wird auch immer offen bleiben.
Im Gegenteil wurde uns (um den 10. Tag nach ET) abgeraten (!), ins Krankenhaus zum OBT zu gehen. Da würde man so leicht "einkassiert".
Wir fühlen uns hochgradig verschaukelt und menschlich betrogen, um es milde zu formulieren.
Und diese Geschichte gehört in dieses Forum, damit man sieht, dass die unter bestimmte Hebammen gepflegte Einstellungen / Ideologie ("CTGs haben wenig Aussagekraft") äußerst patientenfeindlich sein können.
Im Gegenteil wurde uns (um den 10. Tag nach ET) abgeraten (!), ins Krankenhaus zum OBT zu gehen. Da würde man so leicht "einkassiert".
Das ist natürlich das Schlimmste, was Eltern passieren kann und es tut mir sehr leid für Euch!
Ich kenne eine Frau, der das 2x passiert ist. 2x musste sie kurz vor Termin ein totes Baby zur Welt bringen. Beim 2. Mal war sie eine Risikoschwangere und wurde besonders genau überwacht und obwohl sie in KH entbinden wollte, ist es passiert!
... und obwohl sie in KH entbinden wollte, ist es passiert!solche dinge passieren, unabhängig vom gewählten geburtsort.
wenn man allerdings über dem termin ist, empfiehlt sich selbstredend eine regelmäßige kontrolle.
ich möchte diese geschichte nicht anzweifeln, das liegt mir wirklich fern, aber ich weiß, aus welchem forum sie stammt.
es gilt allerdings immer, eine gesunde skepsis zu bewahren - gegenüber ärztlichen anweisungen, krankenhausroutine oder aber auch hebammenratschlägen.
niemand hätte den eltern verwehren können, die kontrolluntersuchungen zu machen. soviel zur selbstbestimmung.
Zitat UVD: "ich möchte diese geschichte nicht anzweifeln, das liegt mir wirklich fern, aber ich weiß, aus welchem forum sie stammt."
Da gibt es nichts anzuzweifel, diese Geschichte ist einhundert Prozent authentisch und echt und von mir persönlich. Nichts secondhand oder ähnliches.
Solche Dinge passieren einfach, im Krankenhaus genauso häufig wie außerhalb, nur tut man sich bei zweiterem leichter, nach einem Schuldigen zu suchen. Im Krankenhaus wurde immer "alles versucht"
@ uvd:
Aus welchem denn?
trollina
06.08.2004, 21:35
http://www.******.de/forum/showtopic.php?thread%5Bthreadid%5D=14&post_start=775
Aaaachso! Wir wissen eh, was wir einsetzen müssen.
[QUOTE=DagmarR]Solche Dinge passieren einfach, im Krankenhaus genauso häufig wie außerhalb, nur tut man sich bei zweiterem leichter, nach einem Schuldigen zu suchen. Im Krankenhaus wurde immer "alles versucht"
Über diese Geschichte können Sie etwas lernen zu Selbstüberschätzung, Helfen-müssen, Aggressions-Hemmung, Medizin-Abwertung, falsche Rivalitäten etc.
UVD meint: Kinderarzt-********-Forum.
meine Geschichte ist nicht aus einem Forum. Sie ist von mir.
Mikiundbaby
07.08.2004, 07:17
solche dinge passieren, unabhängig vom gewählten geburtsort.
wenn man allerdings über dem termin ist, empfiehlt sich selbstredend eine regelmäßige kontrolle.
[...] es gilt allerdings immer, eine gesunde skepsis zu bewahren - gegenüber ärztlichen anweisungen, krankenhausroutine oder aber auch hebammenratschlägen.
niemand hätte den eltern verwehren können, die kontrolluntersuchungen zu machen. soviel zur selbstbestimmung.
dem stimme ich voll und ganz zu.
also wenn ich das so höre wundert es mich jetzt natürlich kein stück mehr dass ihr alle so die hausgeburten propagiert!!! das sind ja schöne zustände in den krankenhäusern. in meinem englischen umfeld habe ich noch von niemanden solche erfahrungen gehört und selber kann ich wie gesagt auch nicht von sowas berichten.
vielleicht ist das aber auch erst ein neuer trend, geburtshäuser haben hier in den letzten jahren auch einen tierischen schub bekommen.Das hat mich eine Weile irritiert, auch, dass du einmal geschrieben hast, es wird den Müttern nichts aufgezwungen. Ist das wirklich so, dass in England die Mütter in Ruhe gelassen werden? Das wäre mir nämlich neu. Lesen tut man sowas immer wieder, dass es dort teilweise ärger ist als bei uns.
trollina
07.08.2004, 13:11
also von dem was ich von freunden und verwandten in deutschland/england höre und natürlich auch von meinen eigenen erfahrungen gibt es ein paar grundlegende unterschiede - weiss aber natürlich wiederum nicht wie das in ösi ist.
- in deutschland wird routinemässig sehr viel mehr technik eingezogen
in england hat man ultraschall routinemässig z.b. nur 2 mal (ca. 14.woche und ca. 22.woche), bluttest wird nur einmal gemacht und ansonsten werden nur alle 2-4 wochen herztöne gehört und urintest gemacht. dazu geht man aber auch nicht ins kh sondern einfach zu seinem hausarzt. wenn man sich sorgen wegen was macht oder risikoschwanger ist ist das natürlich anders, dann kann man sich so oft und gründlich untersuchen lassen wie man will
- in england ist es nicht so üblich eine eigene hebamme zu haben (entweder frei oder vom kh). das wird zwar auch angeboten aber ist nicht so verbreitet. ich hatte gar keine schwierigkeiten in der ss und habe während der ss drei hebammentermine bei verschiedenen hebis gehabt und bei der geburt war´s dann wieder ne andere.
- in england ist es ABSOLUT UNÜBLICH sich vor der geburt das geschlecht des kindes sagen zu lassen. die haben mich hier alle angeguckt als wär ich ein ausserirdischer wenn ich erzählt hab dass es ein junge wird !?
- in deutschland scheinen die schwangeren/gebärenden frauen viel stärker bevormundet zu werden. das baby von meiner schwester haben sie auch einfach erst gewaschen und gewogen bevor man es ihr gegeben hat!! in england wird übrigens auch gar nicht die grösse und der kopfumfang gemessen. nur gewogen.
ich habe ja bei meiner eeewig langen geburt 3 schichtwechsel miterlebt und immer wieder bin ich gefragt worden wie denn mein birth plan ist, was ich gerne hätte (wasser, schmerzmittel, pda, gebärhocker etc.) und ob ich z.b. lieber einen dammschnitt hätte um reissen zu vermeiden oder umgekehrt. sowas wie routinemässige einläufe oder rasur vor der geburt habe ich hier noch NIE gehört, war auch total geschockt von solchen abartigkeiten als ich davon gehört hab.
DAZU muss ich allerdings sagen dass das vielleicht eine ganz neue entwicklung ist. ich habe während der ss nämlich auch viel über diese neuen ansätze der hebammen und ärzte gehört und man kriegt tolle broschüren zum thema "selbstbestimmungsrecht der gebärenden" usw. wie gesagt auch die hebammenhäuser schiessen mittlerweile wie pilze aus dem boden.
dafür finde ich hier die nachsorge nicht so optimal. es gibt z.b. gar nicht diese super babyzimmer, wo die hebammen auf dein baby aufpassen dass du ein bisschen schlafen kannst und es dir nur zum füttern bringen (WOOAAHH, LUXXUSS!). ich war stattdessen mit 8 anderen müttern in einem raum (nur durch vorhänge abgetrennt), die auch 8 babies bei sich hatten, die natürlich am stück geschrieen haben. beim stillen, wickeln oder baden hilft einem dann keiner mehr. ich nehme mal an das sind alles kosteneinsparungen seitens der krankenhäuser.
ich könnte noch viiieelll mehr zu dem thema schreiben aber ich glaube es reicht langsam... *euchnurlangweil*
@...und habe mich schon vor der abfahrt ins kh innerlich gesträubt, da wieder hinzugehen.
da wär ich wohl auch nicht gefahren. seids das nicht immer 'ihr', die selbstbestimmung predigen und den gern-im-spital-gebährenden vorhalten, sie würden sich bevormunden lassen?
die hebammen dachten wg. 3 cm öffnung würde das noch ewig dauern. ich wußte es besser. mein körper hat mir klar signalisiert, was ich machen muß. und als die austreibungsphase begann, wurden die helferlein panisch, weil ich immer noch voll bekleidet im flur rumstand. haben mich dann in einen kreißsaal genötigt, obwohl ich mich weigerte. haben mich auf einen fahrbaren hocker gesetzt und mich dahin gerollt. es kam wehe auf wehe und auf einmal wußte ich, jetzt mußt du runter, runter auf den boden, auf alle viere. das hab ich auch versucht zu sagen, bloß sag das mal klar und deutlich wenn das kind gerade mit aller macht nach draußen will! man sagte mir, das würde nicht gehen. ich dachte mir scheiß drauf, ich geh jetzt runter. hat wohl nicht so elegant ausgesehen. dann haben sie mich zu dritt gepackt und aufs kreißbett gehievt.
soviel zur selbstbestimmung und zur freien wahl der geburtsposition - die IMMER WIEDER versprochen wurde!
das ist ja schlimm. da würde ich zumindest zur patientenanwaltschaft gehen.
das ist ja schlimm. da würde ich zumindest zur patientenanwaltschaft gehen.
*lach* mir hams dort xagt, was ich eigentlich will, die kinder sin xund... ich hab keine groben verletzungen (physische), also warum beschwer ich mich, da gibts noch ganz andere fälle, da ist das kind geschädigt - grad dass ned xagt ham, ich soll mich schämen und im winkerl stehn...
*lach* mir hams dort xagt, was ich eigentlich will, die kinder sin xund... ich hab keine groben verletzungen (physische), also warum beschwer ich mich, da gibts noch ganz andere fälle, da ist das kind geschädigt - grad dass ned xagt ham, ich soll mich schämen und im winkerl stehn...Durch solche Fälle sieht frau immer wieder, dass sich die Krankenhausgeburtshilfe praktisch im rechtsfreien Raum befindet und das Faustrecht gilt. Das ist das, was viele nicht begreifen, wenn ich schreibe, die können mit dir machen, was sie wollen. Der Glaube an das Gute im Menschen ist da absolut nicht angebracht und von einer beinahe selbstschädigenden Naivität.
trollina
08.08.2004, 11:31
also mit so einer situation war ich (zum glück!!) nicht konfrontiert.
mich würde mal interessieren was die männer in diesem thema für eine rolle spielen. können sie den willen der frau bei der geburt nicht unterstützen/ für sie durchsetzen? zu ZWEIT gegen EINE hebamme?
das ist auch ein heikles thema. meinen hatte ich entsprechend "geimpft". hab ihm genau gesagt, was ich will und was nicht und wenn ich nicht mehr in der lage sein sollte, das auch durchzusetzen, müßte er das für mich tun.
er hat dann trotzdem nur auf das gehört, was arzt und hebamme sagten. war ich recht sauer darüber.
nun, aber auch das ist mittlerweile geschichte, zumindest spielt er in meinem leben keine rolle mehr.
mich würde mal interessieren was die männer in diesem thema für eine rolle spielen. können sie den willen der frau bei der geburt nicht unterstützen/ für sie durchsetzen? zu ZWEIT gegen EINE hebamme?
erstens wärs zu zweit gegen zwei hebammen und drei ärzte und eine assistenzärztin gwesn.
zweitens hats schon damit angfangen, dass die notärztin ihn nicht im krankenwagen mitgenommen hat.
Vielleicht warst du beim falschen Anwalt. Sowas gehört meiner Meinung nach nicht zum Patientenanwalt, sondern zum Staatsanwalt. Das war eine Freiheitsentziehung unter besonders schweren Umständen und hat nix mit einer schlechten oder falsch gewählten medizinischen Behandlung zu tun.
Und natürlich von den Privatpersonen begangen, nicht von Ärtzen/Hebammen im Dienst.
Vielleicht warst du beim falschen Anwalt. Sowas gehört meiner Meinung nach nicht zum Patientenanwalt, sondern zum Staatsanwalt. Das war eine Freiheitsentziehung unter besonders schweren Umständen und hat nix mit einer schlechten oder falsch gewählten medizinischen Behandlung zu tun.
*unterschreib* ich sag ja: zumindest zum patientenanwalt...
Solche Dinge passieren einfach, im Krankenhaus genauso häufig wie außerhalb, nur tut man sich bei zweiterem leichter, nach einem Schuldigen zu suchen. Im Krankenhaus wurde immer "alles versucht"
Es hat nichts damit zu tun, wo etwas passiert. Alles auf dieser Welt passiert, nie oder immer gibt es nicht ... Leute gewinnen im Lotto, sind Opfer von Gewalt, werden vom Blitz erschlagen etc.
Es geht um verantwortliches oder leichtsinniges Verhalten, sprich um Verniedlichungen, um Schönrederei, um das Herbeireden von "Schicksal", Wegreden von Risiken etc. Das sind Themen um die es bei der Diskussion um ärztliches oder hebammliches Handeln geht.
ich glaube nicht, daß sich hier irgendjemand was schönredet...
ich glaube nicht, daß sich hier irgendjemand was schönredet...
Gut. Das ist mir schon wichtig.
Es geht nicht um´s Spalten, hier die guten - da die schlechten.
Rivalität zwischen den Berufsgruppen ist letzlich patientenfern - daher denke ich, auch und gerade geburtshilfe sollte den Selbstanspruch der Patientennähe auch dahingehend haben, mit der jeweils anderen Berufsgruppe zusammenzuarbeiten.
Und nicht "wir können´s besser". Das wär mein Wunsch.
Es geht um verantwortliches oder leichtsinniges Verhalten, sprich um Verniedlichungen, um Schönrederei, um das Herbeireden von "Schicksal", Wegreden von Risiken etc.Das passiert aber in Krankenhäusern sehr viel häufiger.
Das passiert aber in Krankenhäusern sehr viel häufiger.
Auf jeden Fall, denn die haben deutlich mehr Fallzahlen, Faktor 1:50 bis 1:100, sprich 50 bis 100 mal mehr Geburten, inklusive aller Schwierigkeitsgrade. Da wär ich vorsichtig, zu sagen, bei denen im Krankenhaus siehts schlechter aus.
man sollte nicht die absoluten zahlen vergleichen. sondern vergleichsgruppen verschiedener schwierigkeitsgrade, um es so zu nennen. also 1000 entbindungen mit low risk, kh und außerklinisch, 1000 mit mittlerem risiko, 1000 mit hohem risiko.
und dann schneiden die kliniken erst recht schlecht ab. in JEDER kategorie.
DAS sollte jedem zu denken geben.
Auf welche Quellen beziehen Sie sich bei Ihren Schlüssen. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie die Quellen nennen könnten. Dann kann man schwarz auf weiß nachgucken.
wenn ein uterus reisst, liegt das nicht am entbindungsort. dann reisst er, dem uterus ist es nämlich wurscht, ob er in der xy straße in hintertupfing oder in einer klinik reisst.
man darf hier nicht verwechseln und mischen:
eine abgebrochene hausgeburt ist m.m. nach keine schlechte erfahrung per se.
eine abgebrochene hausgeburt heisst, dass der geburtsort gewechselt wird aus deftigen gründen. wenn alle alles richtig machen, dann wird das zeitgerecht geschehen.
eine krise kann im kh genauso auftreten, der punkt ist, ist man dann rechtzeitig im krankenhaus
oder erkennt die hebi die krise rechtzeitig
oder erkennt der arzt die krise rechtzeitig
und werden rechtzeitig maßnahmen gesetzt.
soweit ich mich erinnern kann, hat auch im krankenhaus eine hebi die geburt geleitet, und der herr in weiß kam einmal vorbei, um die herztöne zu überwachen (die mir zu dem zeitpunkt eher unwichtig waren). erst als es darum ging, die sich nicht verabschieden wollende nachgeburt herauszuholen, mischte er sich wieder ein - sehr zu meinem leidwesen, er und meine nachgeburt hatten einfach ein unterschiedliches timing, wie ich später erfahren habe, geht das auch ohne karate-schlag in den unterbauch.
ich habe zu einem bestimmten zeitpunkt eine höllische angst gehabt daheim: als ich nach einer stunde presswehen das gefühl hatte, ich zuzle das baby eher richtung kopf als richtung ausgang - die stimme des gyns im ohr: das baby ist sehr groß. und ich gestehe, ich war mir mittendrin absolut nicht mehr einer meinung mit mir vorher, dass ich keine pda will - ich hätt was drum gegeben, hätt ich eine parat gehabt. seis drum. ich hatte mit der hebi vereinbart, dass wir beide jederzeit ohne angabe von gründen abbrechen können, und ich hab hebi gefragt, obs noch ok ist und hebi hat heftig genickt. ich hab ihr vertraut, und die angst ging weg.
ich bin sicher, emmas geburt wäre im krankenhaus genauso einzigartig, genauso aufregend gewesen wie zuhause und ich bin dankbar, dass alles so gut gelaufen ist. ebenso wie bei lena in der semmelweis.
und die nächste wird, wenn alles gutläuft, ebenso daheim geboren werden - immer mit der option, ins spital zu fahren, wenn ich mich danach fühle.
der vernünftige umgang mit dem "haus", das nicht festbeissen in einer fixen idee, das ist glaub ich sehr sehr wichtig. eine abgebrochene hausgeburt nicht als "versagen" zu interpretieren und sich den spaß und die freude nicht nehmen zu lassen.
ich wünsch allen, die die geburt noch vor sich haben, ein wunderschönes geburtserlebnis
eure
eva
man sollte nicht die absoluten zahlen vergleichen. sondern vergleichsgruppen verschiedener schwierigkeitsgrade, um es so zu nennen. also 1000 entbindungen mit low risk, kh und außerklinisch, 1000 mit mittlerem risiko, 1000 mit hohem risiko.
und dann schneiden die kliniken erst recht schlecht ab. in JEDER kategorie.
DAS sollte jedem zu denken geben.
Wenn Sie mit GROSS-Schreibung Ihrer Aussage Nachdruck verschaffen, sollten Sie schon Ihre Behauptung für andere nachvollziehbar machen und
sie untermauern.
Welche Kategorien sind das denn konkret, die Sie oben ansprechen? In welchen konkreten Punkten sind Außerklinische "besser"?
Ich glaube eher, dass es die von Ihnen angesprochenen Vergleiche nicht gibt.
Wie sollte eine Gruppe von 1000 Geburten mit hohem Risiko Außerklinisch
verglichen werden mit einer Klinischen? Ich hoffe jedenfalls inständig, dass es keine 1000 hoch-risiko GEburtshaus- oder Hausgeburten gibt.
das wäre auch bei etwa insgesamt 8 bis 11.000 außerklinischen Geburten in
Deutschland (bei über 700.000 GEburten alle Geburtsorte) unwahrscheinlich bis unverantwortlich.
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort zu den erwähnten Kategorien und zu Ihren Quellen.
sheila kitzinger, hausgeburt - ein ratgeber für werdende eltern, ISBN 3-466-34313-5
--> verweise auf die studie von marjorie tew, statistikerin aus england, die die perinatale sterblichkeit untersuchte, um zu untermauern, daß klinikgeburten sicherer sind als hausgeburten. hier das ergebnis:
sterblichkeitsrate pro 1000 geburten
risiko klinik geburtshaus/zuhause
sehr niedrig 8,0 3,9
niedrig 17,9 5,2
mittel 32,2 3,8
hoch 53,2 15,5
sehr hoch 162,6 133,3
sehr gute vergleiche bieten auch statistiken aus den niederlanden, wo weit über 1/3 aller kinder außerhalb von kliniken geboren werden.
aktuelle zahlen aus dem jahr 2002 bieten folgende links/erhebungen:
klinikgeburten baden-württemberg:
http://geqik.de
außerklinische geburten deutschland:
http://www.quag.de/downloads/qm_bericht2002.pdf
vergleichende studien USA:
http://www.gentlebirth.org/ronnie/homejjg.html
alleingeburts-statistik 2003:
http://www.unhinderedliving.com/stats.html
weitere studien/berichte zur sicherheit von hausgeburten:
http://www.lifeline.de/cda/ci/text/show_print/1,1922,2151,00.html
http://www.geburtsstaette.ch/sicher.drucken.html
http://www.infoline.at/schwangerschaft/entbindungsort.htm
ach ja, wenn ich mal nicht gleich antworte, heißt das nicht, daß ich nichts zu sagen habe. ich muß nur zwischendurch ab und zu mal was arbeiten ;-)
ähm, die statistik wird blöd dargestellt, ich versuch's nochmal:
sterblichkeitsrate pro 1000
risiko sehr niedrig, klinik 8,0, geburtshaus/zuhause 3,9
risiko niedrig, klinik 17,9, geburtshaus/zuhause 5,2
risiko mittel, klinik 32,2, geburtshaus/zuhause 3,8
risiko hoch, klinik 53,2, geburtshaus/zuhause 15,5
risiko sehr hoch, klinik 162,6, geburtshaus/zuhause 133,3
trollina
09.08.2004, 17:00
wow zahlen über zahlen. über 127 seiten!! papier hat für mich nichts mit kinderkriegen zu tun.
ich bleibe dabei, ich muss mich nach meinem gefühl richten und nicht nach schwarzen zahlen auf weissem papier. (abgesehen davon dass die statistiken natürlich fast ausschliesslich aus pro-hausgeburt quellen stammen)
Danke für die Links und die zahlreichen Quellen.
Der Quag Bericht ist mir bekannt. Er erfasst immerhin etwa 82% aller außerklinischen Geburten im betreffenden Jahr.
Bei den gut 9000 dokumentierten Geburten gab es 13% Verlegungen. So weit so gut.
Von den im GH oder zu Haus verbliebenen mußten 18% nachgeburtlich verlegt werden, dh. entweder Mutter oder Kind oder beide.
Das sind Zahlen von der Quag, nicht von mir. Wie ich finde eine stolze Zahl. Wenn die Zahl so hoch ist, wieso dann nicht gleich ins KH wenn das Risiko per se (also vonvornherein 1:5 ist?) Zumindest müßte eine bessere Risikoselektion gefunden werden.
Bei den holländischen STatistiken muss ergänzt werden, dass (1) Verlegungen der Krankenhausstatistik zugerechnet werden und dass (2) die Zusammenarbeit Hebammen-Ärzte wesentlich besser und konfliktärmer ist als beispweise in Deutschland.
Zu den von Ihnen genannten Zahlen:
Diese müßten wohl noch übersetzt werden, wessen STerblichkeit ist hier gemeint? Rechnerisch stellen sich mir Fragen:
auf rund 700.000 Geburten in Deutschland kommen 2700 Totgeborende. Das sind 0,38 % oder aber 3,8 auf 1000. Nimmt man die Kinder, die in den ersten 7 Tagen nach Geburt gestorben sind hinzu (knapp 1500), kommt man auf eine Quote von 0,6% oder 6 auf 1000.
wie die von Ihnen zitierten Zahlen zustande kommen, ist so nicht ersichtlich. Bei Statistik muss man sich immer angucken, wie die Zahlen zustande kommen, was wie verrechnet wird, wie groß die STichprobe, echte Zufallsstichprobe etc. Man kann natürlich auch vertrauen. Wenn die Quelle vertrauenswürdig ist.
(1) Wenn die Zahlen halbwegs stimmten, würde das ja bedeuten, dass die Behandlung im Krankenhaus selbt eine Schädigung bedeutete, also iatrogen.
Wenn auch nicht total ausgeschlossen, aber ziemlich unwahrscheinlich.
(2) Wenn die Zahlen stimmten und sie eine Realität abbilden würden, sprich die Wirklichkeit widerspiegelten, müßten sie sich ja regelmässig wiederfinden lassen.
So weit erst einmal.
Beste Grüße
wenn ein uterus reisst, liegt das nicht am entbindungsort. dann reisst er, dem uterus ist es nämlich wurscht, ob er in der xy straße in hintertupfing oder in einer klinik reisst.Das ist nicht ganz richtig. Es gibt schon eine eindeutige Neigung zu Geburten mit eingeleiteten, stärkeren Wehen. Außerdem erhöht ja die absolute Summe der Wehentätigkeit, die ja im Krankenhaus unbestritten höher ist, die Wahrscheinlichkeit eines Risses.
@ uvd:
Voll geile Links! Eigenartig dass man darüber noch diskutieren muss, dass ungestörte Geburten besser ablaufen.
Ich kann mir übrigen durchaus vorstellen, dass Krankenhausgeburten sicherer sein KÖNNTEN, wenn die Leute dort einen Funken Ehrgeiz besitzen würden. Allein schon, wie ungeniert immer noch die Rückenlage praktiziert wird, zeigt ja, dass da eher eine Art dillettantischer Bürokratie herrscht statt Umsetzung medizinischen Wissens. Betrifft D wie Ö.
alleingeburts-statistik 2003:
http://www.unhinderedliving.com/stats.htmlIch sag's ungern, aber der eine Kaiserschnitt ist durch mütterliche Dummheit entstanden. Das war die Michelle damals. Die wollte einfach nicht andrücken, weil sie geglaubt hat, das Kind fließt von selber raus, die hatte völlig unrealistische Vorstellungen über die Sanftheit einer Geburt. Die hat uns die gesamte Statistik zsammghaut.
sunfriend
10.08.2004, 01:04
Ich hatte 2 positive KH-Erlebnisse. Ich habe mir beide Male das KH genau ausgesucht, in das ich gehe.
Ich durfte selbstbestimmt entscheiden, durfte rumgehen, auf die Knie gehen, in der Hocke gebären, in die Wanne gehen und wieder raus, ich bekam auf meinen Wunsch Akkupunktur, ... aber PDA, Weheneinleitung, Fruchtblase stechen, Einlauf, Zwang zur Rückenlage oder ähnliches ist mir nicht begegnet. Die Hebammen / Ärzte, die mich begleitet haben, haben mir immer erzählt, was sie weswegen vorschlagen würden, und auf meine Meinung dazu gehört.
Bei meiner ersten Geburt kam die Plazenta nur stückweise hinterher, und leider lange nicht alles. Das heißt: riesiger Blutverlust. Ich war doch sehr froh, direkt da im KH in den OP zu können und nicht erst auf einen Krankenwagen warten zu müssen und umgebettet zu werden ... Ich wäre wahrscheinlich noch nicht dran gestorben, und das Kind erst recht nicht, aber ich hätte ne Menge mehr Panik gehabt.
Vorletzte Woche hat eine Freundin von mir eine Hausgeburt sehr abrupt beenden müssen und zum Notkaiserschnitt ins KH gemusst. Auch in so einer Situation wäre ich lieber schon im KH.
Ich weiß, dass das ganz individuelle Erfahrungen sind, und möchte mich deswegen gar nicht groß gegen Hausgeburten aussprechen.
Ich möchte nur berichten, dass ich mich aus meiner eigenen Erfahrung heraus zur zweiten Geburt wieder ins KH (diesmal ein anderes, wegen Umzug) begeben habe und gut betreut war (wobei viel Betreuung nicht nötig war). Ich habe ambulant entbunden, denn wenn Kind + ich in Ordnung sind, brauche ich das KH nicht mehr. Und genauso werde ich es auch bei meiner dritten Geburt halten.
Wie gesagt, ich verstehe eure Entscheidung zur Hausgeburt. Bitte respektiert auch meine Erfahrung - sie mag selten sein, aber sie existiert.
Liebe Grüße,
sun
Ich hatte 2 positive KH-Erlebnisse. Ich habe mir beide Male das KH genau ausgesucht, in das ich gehe.
Wie gesagt, ich verstehe eure Entscheidung zur Hausgeburt. Bitte respektiert auch meine Erfahrung - sie mag selten sein, aber sie existiert.
Liebe Grüße,
sun
Danke für den Beitrag. Habe ihn als sehr wohltuend empfunden - gegen Grabenkämpfe und falsche Rivalitäten. Schön, dass die KH´s mal positiv empfunden werden, wo ihnen oft so schlechtes nachgesagt wird. In Deutschland hat sich meines Wissens in Krankenhäusern viel getan, was Atmosphäre und Beziehungsgestaltung angeht.
Viele Grüße.
Ich kann mir übrigen durchaus vorstellen, dass Krankenhausgeburten sicherer sein KÖNNTEN, wenn die Leute dort einen Funken Ehrgeiz besitzen würden. Allein schon, wie ungeniert immer noch die Rückenlage praktiziert wird, zeigt ja, dass da eher eine Art dillettantischer Bürokratie herrscht statt Umsetzung medizinischen Wissens. Betrifft D wie Ö.
Also doch: "Wir außerklinischen sind die Besseren" !
Also doch: "Wir außerklinischen sind die Besseren" !Korrreckt!
Korrreckt!
und immer schön die anderen abwerten!
Das hebt den Eigenwert.
Was soll ich machen, wenn's nun einmal so ist.
trollina
10.08.2004, 23:20
auch ne art zu diskutieren...
Matthias
11.08.2004, 11:18
Und wieder ein Beispiel, wo sich eine Komplikation einfach nicht darum kümmer, ob sie im Krankenhaus oder zuhause passiert. Nur dass man genau dabei im Krankenhaus mehr tun kann.
Fast schief gegangene Hausgeburt (http://elternforum.hebammen.at/showthread.php?t=82094)
Dagmar wird es natürlich nicht sehen.
die geschichte ist etwas vage. war das eine geplante hausgeburt? war eine hebamme dabei? hatte die beatmungsgerät dabei? oder ist die geburt "einfach so" zuhause passiert?
und - viele babys sind bei der geburt blau und/oder haben die nabelschnur um den hals. das alleine macht noch keine komplikation.
Matthias
11.08.2004, 11:56
die geschichte ist etwas vage. war das eine geplante hausgeburt? war eine hebamme dabei? hatte die beatmungsgerät dabei? oder ist die geburt "einfach so" zuhause passiert?Es stimmt allerdings, die genauen Umstände sind nicht bekannt, ausser dass es eine Hausgeburt war, die zu Komplikationengeführt hat. Daggybaby könnte somit argumentieren, dass Hebamme und oder andere Leute die Gebärende durcheinander gebracht haben.
und - viele babys sind bei der geburt blau und/oder haben die nabelschnur um den hals. das alleine macht noch keine komplikation.Das allerdings finde ich schon eine komische Sichtweise, wie sieht eine Komplikation für dich aus? Herzstillstand?
als komplikation sehe ich an, wenn z.b. der kopf des kindes nicht durch's becken der frau passt, wenn es zu einem nabelschnurvorfall kommt, eine vorgelagerte plazenta, starke blutungen, solche sachen.
nabelschnurumwicklung alleine nicht. nur wenn diese abgeklemmt wird - egal wo sie sich befindet, umwickelt oder nicht, halte ich es für eine komplikation, weil das zu sauerstoffmangel beim baby führt. was anhand der herztöne überprüft werden kann.
@ Hiasl:
Was du wieder heruminterpretierst! Klar kann auch bei Hausgeburten etwas schiefgehen, aber halt viel seltener als im Krankenhaus. Wär ja auch ein Wunder, wenn da nie was passieren würde. Aber wenn frau auf Nummer sicher gehen will, muss sie schon zur Hausgeburt greifen.
Einfach nur Blausein beim Baby (Nabelschnurumwicklung zählt sowieso nicht) würde ich allein noch nicht als schiefgegangene Hausgeburt bezeichnen. Oder würdest du eine Krankenhausgeburt, wo das Baby blau ist, als schief gegangen bezeichnen? Da bist du weniger kritisch, gell?
Übrigens ist eine Nabelschnurumwicklung im Krankenhaus viel gefährlicher als zuhause, weil da die Austreibungsphase viel länger dauert. Eine Krankenhausgeburt hätte dieses Kind höchstwahrscheinlich nicht überlebt.
MamaTina
11.08.2004, 13:12
Ich find dieses übertriebene Sicherheitsdenken langsam echt zum verrücktwerden (um es mal freundlich auszudrücken). Viele Geburten werden doch nur dadurch unnötig kompliziert gemacht, daß man die Frauen total verunsichert und ihnen jede Eigenständigkeit nimmt, sie in Rückenlage und manchmal sogar Beinhaltern "aufs Bett schnallt". Wer sich dabei nicht verkrampft hat echt meine Bewunderung verdient.
Ausserdem der Irrsinn, große Teile der Schwangeren pauschal als Risikoschwangere abzustempeln, nur weil die ein Merkmal haben bei dem es laut Statistik gelegentlich zu einem höheren Anteil an Komplikationen kommt (wobei dieses Merkmal ja noch nichtmal ursächlich für die komplikation sein muss, siehe oben). Alle Frauen über 35, alle Mehrlingsschwangerschaften und, und, und ...alles Risikoschwangere ?? Und vor allem ohne jede individuelle Beurteilung des konkreten Umstands, pauschal abgestempelt. ne danke, diesem "Medizin-System" gehts doch nur noch darum, den eigenen Geldbeutel zum Platzen zu bringen.
Ausserdem der Irrsinn, große Teile der Schwangeren pauschal als Risikoschwangere abzustempeln, nur weil die ein Merkmal haben bei dem es laut Statistik gelegentlich zu einem höheren Anteil an Komplikationen kommt (wobei dieses Merkmal ja noch nichtmal ursächlich für die komplikation sein muss, siehe oben). Alle Frauen über 35, alle Mehrlingsschwangerschaften und, und, und ...alles Risikoschwangere ??Frauen über 35 haben öfter einen Kaiserschnitt, und zwar deshalb, weil sie über 35 sind. Deshalb sind Frauen über 35 Risikoschwangere.
ach du liebe zeit.
ich hab mal irgendwo gelesen, daß manche ärzte auch frauen mit schuhgröße 36 und kleiner als risikoschwangere einstufen - weil angeblich das becken proportional groß sei zu den füßen.
Vielleicht findet Ihr hier einfach nicht so viele negative Berichte über Hausgeburten, weil die Meisten in Krankenhäuser gebären??? Schon mal darüber nachgedacht?
Für mich ist es müßig, schon wieder mal zu sagen, dass mein Großer tot wäre, hätte ich ihn woanders als im Krankenhaus zur Welt gebracht.
Ich erwarte nichts anderes als ein Verhältnis von 99:1 bei negativen Geburtserlebnissen. Sind es aber nicht.
Interessanter Weise hört und liest man das oft, dass ein Kind oder auch die Mutter eine Hausgeburt nicht überlebt hätten. Aber warum passiert das dann so selten?
was an einer nabelschnurumschlingung ist kompliziert? ist doch wurscht, solang die ns lang genug ist. mein onkel hatte sie dreimal um den hals. hausgeburt, alles paletti.
p.s.: wenn sie zu kurz ist, hören gewöhnlich die wehen auf. ausser im spital, dort gibts dann wehenmittel. daheim werden die nicht verwendet, ergo bemerkt man die komplikation früher.
Ich glaub, wir sind jetzt ganz allein, li...
Weißt, welche mir nie aus dem Kopf gehen? Die, die so pathetisch "Das könnte ich mir nie verzeihen, wenn mit dem Kind was is!" oder Ähnliches schreiben, wenn sie begründen, warum sie lieber ins Krankenhaus gehen. Glaubst du, dass eine schwere Dauerfolge für diese Frauen leichter zu verkraften ist, wenn im Krankenhaus "was is"? Oder wollen diese Frauen nur damit sagen, dass sie lieber die Unannehmlichkeiten einer Krankenhausgeburt auf sich nehmen, wenn sie damit dem Kind das Leben retten wollen. (Ich erinnere mich da an die redrose, die das einmal sehr schön beschrieben hat, wie sie mittels Kaiserschnitt ihren Kindern das Leben rettet, während ich Egoistin meine mittels Vaginalgeburt erwürge, nur weil's so geil ist.) Naja, wenn mir das nächste Mal eine mit den Tränen der Rührung in den Tasten wieder mit dem Mutter-Teresa-Argument kommt, schreib ich vielleicht was Böses. Irgendwie reizen tät's mich schon.
Gut, dass uns niemand zuhört...
:D
(ich MUSS den jetzt einfach hermalen)
Die, die so pathetisch "Das könnte ich mir nie verzeihen, wenn mit dem Kind was is!" oder Ähnliches schreiben, wenn sie begründen, warum sie lieber ins Krankenhaus gehen. Glaubst du, dass eine schwere Dauerfolge für diese Frauen leichter zu verkraften ist, wenn im Krankenhaus "was is"?
Gut, dass uns niemand zuhört...
ich rette das für morgen, wenn uns dann wieder wer zuhört. ned dassd auf blede ideen kommst.
@li: Schon mal was von unterschiedlicher Länge der Nabelschnur gehört?
Ausserdem haben bei mir nicht die Wehen aufgehört- sondern nur der Herzton des Kindes hat sich verlangsamt. (meiner Meinung nach nur mit CTG zu sehen)
Wie macht man das bei einer Hausgeburt- hört da der Vater immer mit dem Stetoskop ab? :confused:
ich rette das für morgen, wenn uns dann wieder wer zuhört. ned dassd auf blede ideen kommst.He, das Rauszitieren ist doch meine Lieblingsforumsgrausamkeit!
Ausserdem haben bei mir nicht die Wehen aufgehört- sondern nur der Herzton des Kindes hat sich verlangsamt. (meiner Meinung nach nur mit CTG zu sehen)
Wie macht man das bei einer Hausgeburt- hört da der Vater immer mit dem Stetoskop ab? :confused:Ein CTG ist aber echt nicht das einzige Gerät, mit dem man Herztöne abhören kann. Ja, Stethoskope gibt es auch, aber mittlerweile ist man technisch schon ein bissl weiter. Heutzutage hat schon jede anständige Schwangere einen MAS Baby Watcher (http://www.mas-babywatcher.com/) zuhause. Den können sogar Frauen verwenden. Auch ein Stethoskop kann von einer Frau verwedent werden - ist nicht so kompliziert. Es ist sogar besser, wenn die Gebärende selbst die Herztöne abhört, denn die weiß ja ohne jeden Zweifel, wann sie eine Wehe hat.
Bei einer Hausgeburt gibt es aber gar keinen Grund anzunehmen, dass die Herztöne so arg reagieren. Da zuhause die Gebärmutter besser durchblutet ist, hat nämlich das Baby mehr Sauerstoff (u.a. weil auch für das Baby die Wehen weniger schmerzhaft sind, weil es nicht gegen einen harten Muttermund gedrückt wird, Schmerzen verbrauchen Sauerstoff, Probe aufs Exempel: fest in den Finger zwicken - die Herzfrequenz steigt und man beginnt zu keuchen) und gerät weder in Panik noch wird es vor Sauerstoffmangel ohnmächtig.
Viele Berichte laufen darauf hinaus, daß bei Klinikentbindungen schlechte Erfahrungen gemacht wurden und deshalb fürs nächste Mal eine Hausgeburt angestrebt wird.
(aus Beitrag 1)Viele Frauen entschließen sich aber auch nach schlechten Erfahrungen im Krankenhaus beim nächsten Mal zu einem Kaiserschnitt. So klug sind die wenigsten, dass sie die richtigen Konsquenzen ziehen.
trollina
12.08.2004, 09:39
Viele Frauen entschließen sich aber auch nach schlechten Erfahrungen im Krankenhaus beim nächsten Mal zu einem Kaiserschnitt.
ich glaube dabei kommt es doch darauf an worauf man seine schlechte erfahrung begründet. wenn ich so wie ihr auch das kh-personal zum kotzen gefunden hätte und die nur alles schlimmer gemacht hätten, würde ich wahrscheinlich auch sagen hey, beim nächsten mal fahr ich in den saftladen einfach gar net erst hin.
deswegen fällt es mir ja auch so schwer mich gänzlich mit einer hausgeburt anzufreunden. ich gebe dem kh nicht die schuld an meiner schlechten erfahrung. im gegenteil, schmerzen hatte ich nur zu hause. im kh dann endlich die pda. und niemand hat mich dort bevormundet oder mir reingeredet.
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