PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seid ihr verheiratet?



Seiten : 1 [2] 3

Ribiselschnitte
24.06.2013, 22:50
Unsere wohnung gehört mir - geht also an unsere Kinder über, denn diese erben vor den Eltern;). Ich habe, nicht notariell aber ebenso gültig verfügt, dass mein LG im Falle meines ablebens bis zum 18 Lebensjahr meines jüngsten ein wohnrecht ind er wohnung hat und sich danach mit den Kidnern über die weitere verwendung der wohnung einigen müsste.

Das finde ich traurig. Dass dein Mann innerhalb eurer Familie materiell gesehen nicht mit euch gleichgestellt ist. Stört ihn das nicht?

majos
24.06.2013, 22:51
Man kann es auch anders machen, so wie wir: verheiratet seit bald 7 Jahren, wir tragen alle meinen Namen :love::herz2: Warum sollte es immer die Frau sein, die ihren her gibt? Wir leben nicht mehr im Mittelalter...

der weg scheint aber leider sehr selten beschritten zu werden

Ribiselschnitte
24.06.2013, 22:51
Ja, find ich auch netter. Aber der nachname des Vaters steht trotzdem an erster stelle und wird an die Kinder als Name der Mutter weitergegeben. Es bleibt daher eine patriarchale Namens-erbfolge

Achja, das stimmt. Diese Reihenfolge hab ich verwurschtelt.

majos
24.06.2013, 22:53
Das finde ich traurig. Dass dein Mann innerhalb eurer Familie materiell gesehen nicht mit euch gleichgestellt ist. Stört ihn das nicht?

warum ist er nicht gleichgestellt? Er verdient viel mehr als ich. unsere söhne verdienen noch gar ncihts. Mithin ist es mir wichtiger diese abzusichern als meinen mann, der das selbst (hoffentlich) auch gut kann. Kann er es einmal nicht mehr so gut, will ich ihn gerne unterstützten - so wie ich mir erwarte, dass er mich dann auch unterstützt.

PS: In einer ehe wird auch keine materielle gleichheit hergestellt, zumindest dann nicht, wenn es sich um anschaffungen vor der ehe handelt, was bei uns der fall ist: Die wohnung haben mir meine Eltern bei ihrer Scheidung überschrieben.

Seifenblase
24.06.2013, 22:56
sie drückt eben ein bestimmtes wertesystem aus, das rechtlich gestützt wird....

Du gehörst zur Minderheit. Ein Wertesystem, das sagt, wenn zwei Menschen zusammenleben und einen gemeinsamen Haushalt führen, sie füreinander verantwortlich sind und gegenseitig erben. Was stört dich daran?

Ribiselschnitte
24.06.2013, 22:58
warum ist er nicht gleichgestellt? Er verdient viel mehr als ich. unsere söhne verdienen noch gar ncihts. Mithin ist es mir wichtiger diese abzusichern als meinen mann, der das selbst (hoffentlich) auch gut kann. Kann er es einmal nicht mehr so gut, will ich ihn gerne unterstützten - so wie ich mir erwarte, dass er mich dann auch unterstützt.

Wenn deine Kinder 17 sind und dir passiert was, haben sie im Jahr darauf eine Eigentumswohnung und dein LG, Vater deiner Kinder, ist nach einem Jahr praktisch obdachlos. Aber gut, das ist eure Sache, das geht mich nix an, ihr werdet euch schon was dabei gedacht haben. Brauchst mir nicht mehr darauf antworten, ich hätte gar nix sagen sollen, das geht mich wirklich nix an. Und außerdem wird´s OT. Sorry :hug:

Seifenblase
24.06.2013, 22:58
Ja, find ich auch netter. Aber der nachname des Vaters steht trotzdem an erster stelle und wird an die Kinder als Name der Mutter weitergegeben. Es bleibt daher eine patriarchale Namens-erbfolge

Kannst du in einigen Ländern inzwischen selbst aussuchen, also wär die geschriebene Variante durchaus möglich. Es gibt auch Länder, wo man nicht heiraten muss, weil Paare nach 2 Jahren automatisch die Rechte kriegen, die auch verheiratete haben. Man muss sich nur irgendwo registrieren oder aber im Streitfall nachweisen, dass es so war. Das ist auch eine nette Variante. In Österreich ist es trotzdem anzuraten zu heiraten.

majos
24.06.2013, 23:04
Du gehörst zur Minderheit. Ein Wertesystem, das sagt, wenn zwei Menschen zusammenleben und einen gemeinsamen Haushalt führen, sie füreinander verantwortlich sind und gegenseitig erben. Was stört dich daran?

Die ehe steht aber gesellschaftlich für viel mehr als für gegenseitige Verantwortung und gegenseitiges erben. Was mich daran stört hab ich ganz zu beginn der debatte schon geschrieben. Ich verstehe nicht warum es nötig ist eine lebensform gegenüber anderen zu privilegieren und durch den staat absichern zu lassen. ich verstehe nicht, warum ich eine meiner sozialen Beziehungen gegenüber den anderen privilegieren soll, die mich ebenso ausmachen. Denn sie ist - so wie ich sie führen, zu den anderen sowieso schon unterschieden und dazu brauch ich keine bestätigung durch den staat.

Die idee der Ehe spricht ein bestimmtes Familienideal an und ein bestimmtes ideal des zusammenlebens von Mann/Frau/Kindern das ich so nicht teilen will.

Und pragmatisch-rechtlich gesehen in deinem sinn: Ich will meine kinder vor meinem Mann absichern ;)

PS: Ich weiß, dass ich zu einer minderheit gehör. Sonst wäre die ehe ja keine norm ;-)

majos
24.06.2013, 23:14
Kannst du in einigen Ländern inzwischen selbst aussuchen, also wär die geschriebene Variante durchaus möglich. Es gibt auch Länder, wo man nicht heiraten muss, weil Paare nach 2 Jahren automatisch die Rechte kriegen, die auch verheiratete haben. Man muss sich nur irgendwo registrieren oder aber im Streitfall nachweisen, dass es so war. Das ist auch eine nette Variante. In Österreich ist es trotzdem anzuraten zu heiraten.

Stimm ich dir zu. Aber zu Ö: Da kommt es darauf an wo die beiden Partner/innen stehen (beispiel unserer Wohnung;)). Zudem: Wenn mein LG sich z.B. schwer verschuldet kann unsere Wohnung, weil sie rechtlich gesehen meine ist, nicht eingerechnet werden,nicht auf meine ersparnisse rückgegriffen werden,... das hat also auch vorteile;)

anna-mari
24.06.2013, 23:33
Wer die Ehe nur als Verpflichtung und Last sieht, sollte im Prinzip eh nie heiraten...
Selbst eine Lebensgemeinschaft deutet ja auf ein gemeinsames Nehmen & Geben hin, aber ok.

Natürlich befinden wir uns in einer schnelllebigen Zeit, in der manche Leute ihren nervenden Partner genauso häufig wie die Sommermode wechseln...


Sehe ich genauso!
In einer langfristigen Beziehung entwickelt man sich (Vertrauen, Loyalität etc) und erlebt gemeinsam Höhen und Tiefen...
Gemeinsam alt werden und Halt geben, sich auf jemanden verlassen können...

Die heutige Generation kennt oft keine wahren Konfliktpotenziale (Zusammenhalt in Krankheit) oder gemeinsame Erlebnisse, wo man sich was zusammen aufbauen muss.
Wenn ich mich aber bei den ersten Problemchen von meinem LAG (Lebensabschnittsgefährten) trenne, weil nicht alles so läuft, wie man denkt (und niemand bereit ist Kompromisse einzugehen), werde ich nie den Mr. Right /Mrs. Right finden.

Natürlich ist die Heiratsurkunde nur ein Stück Papier, welches man nicht zwingend braucht, wenn man sich liebt. Aber die rechtlichen Auswirkungen dieses Papiers sind doch enorm.


Ich selber könnte mir nicht vorstellen, 10 Jahre (Beispiel) unverheiratet in "wilder Ehe" zu leben,
für mich ist das nicht Richtiges und nicht Ganzes...
Jahrelang zusammenzuleben, ohne den endgültigen Schritt zu gehen kommt mir vor, als würde man weiterhin probeweise zusammenwohnen, ohne entsprechende Verbindlichkeit (da man sich ja schnell trennen kann).
Wenn man sich dann nach 10 Jahren trennt (aus welchen Gründen auch immer), hat man ein Jahrzehnt vergeudet, gratis gearbeitet, keinerlei rechtlichen Anspruch.. und war somit nur der "Lebensabschnitt"..

Entweder heiratet man und
- mein Mann steht zu mir (Familienname),
- will mit mir gemeinsam alt werden (dazu gehört Erbfolge, Testament, Patientenverfügung, Vorsorge)
- wir beide ziehen an einem Strang (in jeglicher Hinsicht),
- gewähren uns Freiheiten, gehen Kompromisse ein usw.
oder aber nicht.



:D

Aber trotzdem sehe ich in der Ehe viele Vorteile
"Die gesetzlichen Bestimmungen der Ehe (Rechte und Pflichten) sind im Gesetz geregelt. Wir haben in Österreich 1,7 Mio. Ehen und ca. 40.000 Eheschließungen im Jahr, davon werden ca. 20.000 geschieden. Es bestehen ca. 300.000 Lebensgemeinschaften, mehr als 1/3 der Neugeborenen sind unehelich. Es gibt im österreichischen Recht keine gesetzlichen Regelungen der Lebensgemeinschaft, wer nun glaubt, er erspart sich in der Lebensgemeinschaft Streitigkeiten, die wie bei der Eheauflösung ausgetragen werden müssen, irrt. Gerade weil in der Ehe aber auch bei Scheidung die vermögensrechtliche Auseinandersetzung geregelt ist, sind Streitigkeiten kalkulierbar und bieten dem sozial Schwächeren Schutz. Da in der Lebensgemeinschaft diese familienrechtlichen Regelungen fehlen, ist das Austragen von vermögensrechtlichen Streitigkeiten, die sich mit dem Auflösen ergeben, mit einem größeren Risiko behaftet." Quelle (http://www.notar-schnabl.at/index_newsaktuell_4_n6__1_0_b11_.html)


:D....

anna-mari
24.06.2013, 23:39
Jahrelang zusammenzuleben, ohne den endgültigen Schritt zu gehen kommt mir vor, als würde man weiterhin probeweise zusammenwohnen

Den gehe ich auch, wenn es mir der Staat nicht legitimiert in Form einer Ehe.

majos
24.06.2013, 23:54
Den gehe ich auch, wenn es mir der Staat nicht legitimiert in Form einer Ehe.

Endgültiger schritt klingt in meinen Ohren schlimm - das klingt wie unentrinnbar - wie der Tod;). ....

Eule
25.06.2013, 09:23
Das finde ich traurig. Dass dein Mann innerhalb eurer Familie materiell gesehen nicht mit euch gleichgestellt ist. Stört ihn das nicht?
Einmal einen Schritt weitergedacht. Stell dir vor du hast eine Tochter. Stell dir vor du hast ein Leben lang gearbeitet und gespart und ihr schließlich eine Eigentumswohnung geschenkt. Sie hat einen Freund, der bei ihr einzieht. Sie ist unglücklich mit ihm und sie trennt sich. Und dann soll ihm die Hälfte ihrer Wohnung, die du finanziert hast, gehören, weil alles andere wäre ungerecht? ;)

Seifenblase
25.06.2013, 09:40
Einmal einen Schritt weitergedacht. Stell dir vor du hast eine Tochter. Stell dir vor du hast ein Leben lang gearbeitet und gespart und ihr schließlich eine Eigentumswohnung geschenkt. Sie hat einen Freund, der bei ihr einzieht. Sie ist unglücklich mit ihm und sie trennt sich. Und dann soll ihm die Hälfte ihrer Wohnung, die du finanziert hast, gehören, weil alles andere wäre ungerecht? ;)

Das ist doch Blödsinn. Auch wenn man verheiratet ist, gehört dem andern dann nicht automatisch die Hälfte von allem. Bei Tod würde die Hälfte der Whg dann dem Ehepartner und die restliche Hälfte den Kindern gehören, bei Scheidung jedoch nicht.

majos
25.06.2013, 09:54
Das ist doch Blödsinn. Auch wenn man verheiratet ist, gehört dem andern dann nicht automatisch die Hälfte von allem. Bei Tod würde die Hälfte der Whg dann dem Ehepartner und die restliche Hälfte den Kindern gehören, bei Scheidung jedoch nicht.

Wenn es der gemeinsame lebensmittelpunkt war gehört ihm nicht die hälfte, aber ich bin zu einer ausgleichszahlung verpflichtet

Seifenblase
25.06.2013, 09:54
Stimm ich dir zu. Aber zu Ö: Da kommt es darauf an wo die beiden Partner/innen stehen (beispiel unserer Wohnung;)). Zudem: Wenn mein LG sich z.B. schwer verschuldet kann unsere Wohnung, weil sie rechtlich gesehen meine ist, nicht eingerechnet werden,nicht auf meine ersparnisse rückgegriffen werden,... das hat also auch vorteile;)

Mein Mann kann, wenn er sich verschulden sollte auch nicht auf mein Vermögen zugreifen. So einfach geht das ja auch wieder nicht ;) Wenn ihr vertraglich so abgesichert und finanziell so verbandelt seid, dann seid ihr ja eh verheiratet. Nur weil du keine Heiratsurkunde hast, ändert das ja nix. Find dich damit ab, du hast einen Mann :)

Seifenblase
25.06.2013, 09:56
Wenn es der gemeinsame lebensmittelpunkt war gehört ihm nicht die hälfte, aber ich bin zu einer ausgleichszahlung verpflichtet

Ausgleich über den Wertzuwachs, wenn der durch gemeinsame Investitionen entstand. Aber nur weil er ein oder zwei Jahre da gewohnt hat, steht ihm gar nichts zu, auch bei Ehe und Scheidung nicht. Wenn Kinder da sind, schauts anders aus, weil die dann wahrscheinlich ein Wohnrecht haben. Aber genau dafür ist so ein Vertrag mit Namen Ehe dann ja auch da!

Sommar
25.06.2013, 10:19
Ich finde es übrigens lustig, dass du von Lebensgemeinschaften als "wilde ehe" sprichst. (Ich weiß, das ist gängig, aber es unterstreicht nochmals das vorher gesagt)

Ich mag den Ausdruck, er klingt so cool und rebellisch. :)

Susi27
25.06.2013, 10:47
9 Jahre Beziehung, nicht verheiratet.
Wir bekommen im Oktober unser 1. Kind und haben ein gemeinsames Haus. Das ist eh schon fast so als wenn man verheiratet wäre.

Ich würde aber schon mal gerne heiraten. Ich finde das gehört einfach dazu. Außerdem ist es doch schön wenn alle den gleichen Namen haben.
Aber es hat auch noch ein paar Jahre Zeit. Bin aber auch der altmodische Typ. Ich möchte natürlich von ihm gefragt werden. ;)

majos
25.06.2013, 10:52
Find dich damit ab, du hast einen Mann :) Jo aber keine ehe:) - und damit kann er mich nicht mit seinem Eigentum verwechseln... ;)

Ribiselschnitte
25.06.2013, 11:23
Jo aber keine ehe:) - und damit kann er mich nicht mit seinem Eigentum verwechseln... ;)

Das ist aber schon a bissl a schräge Denkweise :roflsmiley::roflsmiley::roflsmiley:

Ribiselschnitte
25.06.2013, 11:34
Einmal einen Schritt weitergedacht. Stell dir vor du hast eine Tochter. Stell dir vor du hast ein Leben lang gearbeitet und gespart und ihr schließlich eine Eigentumswohnung geschenkt. Sie hat einen Freund, der bei ihr einzieht. Sie ist unglücklich mit ihm und sie trennt sich. Und dann soll ihm die Hälfte ihrer Wohnung, die du finanziert hast, gehören, weil alles andere wäre ungerecht? ;)

Das ist Schicksal. Denk mal umgekehrt. Deine Tochter heiratet einen Mann, und der bringt eine Eigentumswohnung mit in die Ehe, somit schaffen sie sich kein gemeinsames Eigentum an weil es nicht notwendig erscheint. Deine Tochter spart aber kein Geld auf die Seite für den Fall einer Scheidung, weil das ja unromantisch ist und am Sinn einer Ehe vorbeigeht. Trotzdem lassen sie sich leider irgendwann scheiden. Deine Tochter steht nun wieder ohne Eigentum da und kann sich eine Mietwohnung suchen, und von vorne anfangen. Das wünsche ich meiner Tochter auch nicht ;)

Aber wie dem auch sei. Das muss eh jeder selber wissen. ICH wäre auf so einen Deal jedenfalls nicht eingegangen.

Eule
25.06.2013, 11:51
Das ist Schicksal. Denk mal umgekehrt. Deine Tochter heiratet einen Mann, und der bringt eine Eigentumswohnung mit in die Ehe, somit schaffen sie sich kein gemeinsames Eigentum an weil es nicht notwendig erscheint. Deine Tochter spart aber kein Geld auf die Seite für den Fall einer Scheidung, weil das ja unromantisch ist und am Sinn einer Ehe vorbeigeht. Trotzdem lassen sie sich leider irgendwann scheiden. Deine Tochter steht nun wieder ohne Eigentum da und kann sich eine Mietwohnung suchen, und von vorne anfangen. Das wünsche ich meiner Tochter auch nicht ;)

Aber wie dem auch sei. Das muss eh jeder selber wissen. ICH wäre auf so einen Deal jedenfalls nicht eingegangen.
Wenn sie so dämlich ist - selber schuld. Besser gesagt - das wird nicht passieren - weil meine Tochter nicht dumm ist und ich sie auch nicht zu einem nicht denkenden Anhängsel eines Mannes erziehe. ;)
Romantik ist für mich nicht der Sinn einer Ehe. Es geht meiner Meinung nach überhaupt nicht am Sinn einer Ehe vorbei nicht dämlich zu sein. Das hängt für mich nämlich nicht zwingend zusammen. :D

majos
25.06.2013, 11:56
Das ist aber schon a bissl a schräge Denkweise :roflsmiley::roflsmiley::roflsmiley:

Passiert aber leider nur all zu oft. Was genau heißt denn sonst die formulierung, dass ist MEINE Frau - sie trägt MEINEN Ring?

Ich glaub nämlich schon, dass die Ehe was mit den Leuten macht - und das muß nicht nur positiv sein. (von wegen wohliges gefühl im bauch,...)

Augusta
25.06.2013, 12:01
Wer heiratet, ist dämlich :confused:

Zum Glück wird ja keiner gezwungen zu heiraten. Ist eine sehr persönliche Entscheidung, zu der ja immer 2 gehören. Ich kenne genug Frauen (und auch Männer), die gerne heiraten würden, denen aber der richtige Partner fehlt oder auch welche, die einen Partner haben, der/die nicht heiraten möchte.

Ich hatte bei der Entscheidung zu heiraten (die wir beide getroffen haben, aber dennoch wurde ich ganz altmodisch gefragt) natürlich die Romantik im Kopf (gemeinsam alt werden etc, hab ich eh schon ganz am Anfang geschrieben), aber auch die rechtlichen Sachen wie Absicherung usw. Für mich persönlich wäre es nicht in Frage gekommen ein uneheliches Kind zu haben. FÜR MICH PERSÖNLICH! Nicht, dass sich jemand angegriffen fühlt, aber ICH wollte es NICHT.

wunsch
25.06.2013, 12:04
:kopkra:

Schräge Ansichten gibt's hier.
Und manche lesen sich doch nach verstecktem Heiratswunsch, auch wenn sie's noch so sehr dementieren - find ich ;)

Wenn ich mit einem Mann nichts teilen will, dann sollte ich auch kein Kind mit ihm zeugen - oder?
Denn eine Partnerschaft - egal ob verheiratet oder nicht - basiert auf Vertrauen. Und wenn man da schon Angst um seine materiellen Güter hat...

Hegaelis
25.06.2013, 12:22
Passiert aber leider nur all zu oft. Was genau heißt denn sonst die formulierung, dass ist MEINE Frau - sie trägt MEINEN Ring?

Ich glaub nämlich schon, dass die Ehe was mit den Leuten macht - und das muß nicht nur positiv sein. (von wegen wohliges gefühl im bauch,...)


Und ich glaub, es gibt nicht die Ehe.
Ich hab mir die ganzen Postings nicht genau durchgelesen, weil ich diese Aufteilungs, Rechtsanspruchs-Diskussionen sehr anstrengend finde.

Seit gestern denk ich viel über diesen Thread nach. Mir kommt vor, es wird hier nach einer allgemein gültigen Sichtweise gesucht, die es nicht geben kann.

Ich höre den Tenor heraus, dass es (stark vereinfacht gesagt) zum einen die Fraktion gibt, für die Ehe etwas Traditionelles ist, das auf alle Fälle wichtig ist, inkl. Namen des Mannes tragen usw.. Dann gibt es die konträre Fraktion, die sagt, Ehe ist was Unnötiges, wozu eine staatliche Legitimation einer Sache, die sich zwei Menschen auch privat ausmachen können.

Ich selber habe stark den Eindruck, dass die eigene Lebensgeschichte die Einstellung gerade bei diesem Thema stark prägt. Darum finde ich es auch ziemlich gewagt, wenn hier genaue Altersangaben genannt werden, wann man im Stande ist, eine im Optimalfall langfristige Entscheidung wie eine Ehe zu treffen.

Nur weil man selber eine bestimmte (vielleicht traurige) Erfahrung im Leben gemacht, kann man nicht für andere Menschen Selbiges voraussetzen.
Verheiratet sein kann man auf unzählige Weisen.
Ich habe den Namen meines Mannes dazu genommen (ich bin also eine spießige Doppelnamensträgerin), unsere Kinder heißen nun wie mein Mann (Achtung Patriachat!) und trotzdem werden wir z.B. niemals ein gemeinsames Bankkonto führen. Es funktioniert bestens.

majos
25.06.2013, 12:37
:kopkra:

Schräge Ansichten gibt's hier.
Und manche lesen sich doch nach verstecktem Heiratswunsch, auch wenn sie's noch so sehr dementieren - find ich ;)

Wenn ich mit einem Mann nichts teilen will, dann sollte ich auch kein Kind mit ihm zeugen - oder?
Denn eine Partnerschaft - egal ob verheiratet oder nicht - basiert auf Vertrauen. Und wenn man da schon Angst um seine materiellen Güter hat...

Wieso versteckter wunsch zu heiraten? Ich anerkenne nur, dass die Ehe, als gesellschaftlich anerkannteste Lebensform - mit mehr rechten ausgestattet ist als andere.
@WOhung: Ich will meine Kinder vor meinem Mann absichern, da sie mir in dieser hinsicht näher stehen - ist das so schwer zu verstehen?

Klar basiert beziehung auf Vertraun. und ich teile sehr viel mit meinem LG: Zeit, gemeinsame Zukunftspläne, Freunde, Ärger, den Haushalt, Erfahrungen,....

Und gerade diese erfahrungen bewegen mich z.b. dazu, dass wir unsere matereillen verhältnisse autonom verwalten (denn als wir das konto zusammenlegten war es ständig überzogen) Mein LG kann nämlich gar nciht mit geld umgehen. Das macht ihn aber nicht zu einem schlechten Menschen oder einen menschen, mit dem ich mein leben nciht verbrignen will. Aber ich weiß, dass eine getrennte kontoführung sichert, dass wir am ende des Monats noch was zu essen kaufen können, ohne das Konto zu überziehen - weil ich dann eben von meinem Konto bezahle,

Wenn ich zusammen lebe sind die Matereillen verhältnisse nie ganz getrennt... Wäre ja unsinnig. Aber es ist gerechtfertigt und klug, sich eine autonomie in dem Bereich beizubehalten (vor allem dann, wenn die erfahrungswerte gegen eine gemeinsame Finanz sprechen;)).

Abgesehen davon: In vielen Ehen ist ein sg. Haushaltsgeld für die Frauen üblich? Ist das etwa dann Teilen? Das ist meines erachtens selbstaufgabe....

Seifenblase
25.06.2013, 12:48
Wenn ich zusammen lebe sind die Matereillen verhältnisse nie ganz getrennt... Wäre ja unsinnig. Aber es ist gerechtfertigt und klug, sich eine autonomie in dem Bereich beizubehalten (vor allem dann, wenn die erfahrungswerte gegen eine gemeinsame Finanz sprechen;)).

Abgesehen davon: In vielen Ehen ist ein sg. Haushaltsgeld für die Frauen üblich? Ist das etwa dann Teilen? Das ist meines erachtens selbstaufgabe....

Du hast Erfahrungswerte, dass dein Mann schlecht mit Geld umgehen kann. Das ist aber prinzipiell kein Grund gegen die Ehe. Vor allem kein Grund für die Ehe von andern Leuten ;) Getrennte Konten hatten und haben wir, obwohl wir beide gut mit Geld umgehen können, weil ich das lieber mag. Gemeinsame Finanzen haben wir trotzdem. Ist ja nicht so schwer mehrere Konten anzulegen.
Aber du hast schon recht, manches post liest sich seltsam, wenn es um "nur mit gemeinsamen Namen eine Familie", "nur mein Vorname ist meiner, der Rest egal" und "Vertrauen heißt ein gemeinsames Konto" geht.
Ich möchte jedoch festhalten, dass es durchaus möglich ist verheiratet zu sein und autonom zu denken und zu handeln. :cool:

Hegaelis
25.06.2013, 12:51
Du hast Erfahrungswerte, dass dein Mann schlecht mit Geld umgehen kann. Das ist aber prinzipiell kein Grund gegen die Ehe. Vor allem kein Grund für die Ehe von andern Leuten ;) Getrennte Konten hatten und haben wir, obwohl wir beide gut mit Geld umgehen können, weil ich das lieber mag. Gemeinsame Finanzen haben wir trotzdem. Ist ja nicht so schwer mehrere Konten anzulegen.
Aber du hast schon recht, manches post liest sich seltsam, wenn es um "nur mit gemeinsamen Namen eine Familie", "nur mein Vorname ist meiner, der Rest egal" und "Vertrauen heißt ein gemeinsames Konto" geht.
Ich möchte jedoch festhalten, dass es durchaus möglich ist verheiratet zu sein und autonom zu denken und zu handeln. :cool:

Danke, vor allem für den letzten Satz!:)

wunsch
25.06.2013, 12:54
Seifenblase hat's auf den Punkt gebracht!

Und gäbe mir mein Partner/Mann kein "Haushaltsgeld" dann wäre es schwierig für unser Kind zu sorgen.
Er würde es aber nie so bezeichnen und ich habe nicht das Gefühl, dass es mir irgendeine Freiheit nimmt.

Stell dir vor, ich hab nicht mal 'ne Kette am Bein! :D

Seifenblase
25.06.2013, 12:54
Wenn ich mit einem Mann nichts teilen will, dann sollte ich auch kein Kind mit ihm zeugen - oder?
Denn eine Partnerschaft - egal ob verheiratet oder nicht - basiert auf Vertrauen. Und wenn man da schon Angst um seine materiellen Güter hat...

Vertrauen ist gut, Sicherheit ist besser. Ich hab nicht geheiratet, weil ich Angst um meine materiellen Güter habe, aber ich es ist für mich ein Vertrag, der vieles regelt um das ich mich "bei Schönwetter" nicht kümmern will. Wer dran glaubt, dass immer schönes Wetter ist, kann so zusammenleben. Kann gut gehen, muss aber nicht. Da ist mir im Zweifelsfall eine ordentliche Scheidung lieber. Für mich war es überraschend wie viel unsere Heirat trotzdem emotional verändert hat. Positiv! Und es hat uns so manche Krise leichter durchleben lassen, dass wir wußten, dass wir eine echte Scheidung brauchen würden-

Susi27
25.06.2013, 12:55
Naja, ich finde schon dass wenn man sich entschieden hat, ein Haus zu bauen dass das beiden gehören soll. Wenn ich mich entscheide gemeinsam ein Kind zu bekommen, kann ich mich auch nicht einfach trennen. Das verbindet dich ein ganzes Leben lang, egal ob du verheiratet bist oder nicht.
Die Ehe ist halt dann noch Formsache, damit das vor dem Gesetz auch gilt.
Für mich ist es selbstverständlich dass ich alles mit meinem Freund teile. Man muss ja nicht ein gemeinsames Konto haben, man kann ja auch ein gemeinsames und eine eigenes Bankkonto haben.

Für mich käme es nie in Frage dass unser Haus nur einem gehört oder dass mein LG meine Hälfte des Hauses nicht erbt (sollte mir etwas passieren).

Seifenblase
25.06.2013, 12:57
Die Ehe ist halt dann noch Formsache, damit das vor dem Gesetz auch gilt.
.

Eben. Was ist schlecht an der Formsache? Bzw. warum die Formsache erst nach dem 2. Kind?

majos
25.06.2013, 13:21
Du hast Erfahrungswerte, dass dein Mann schlecht mit Geld umgehen kann. Das ist aber prinzipiell kein Grund gegen die Ehe. Vor allem kein Grund für die Ehe von andern Leuten ;) Getrennte Konten hatten und haben wir, obwohl wir beide gut mit Geld umgehen können, weil ich das lieber mag. Gemeinsame Finanzen haben wir trotzdem. Ist ja nicht so schwer mehrere Konten anzulegen.
Aber du hast schon recht, manches post liest sich seltsam, wenn es um "nur mit gemeinsamen Namen eine Familie", "nur mein Vorname ist meiner, der Rest egal" und "Vertrauen heißt ein gemeinsames Konto" geht.
Ich möchte jedoch festhalten, dass es durchaus möglich ist verheiratet zu sein und autonom zu denken und zu handeln. :cool:
hab ich nicht bestritten. das war eine antwort auf den vorwurf mangelnden vertrauens und des nicht-teil wollens, weil man nicht heiratet..

majos
25.06.2013, 13:29
Seifenblase hat's auf den Punkt gebracht!

Und gäbe mir mein Partner/Mann kein "Haushaltsgeld" dann wäre es schwierig für unser Kind zu sorgen.
Er würde es aber nie so bezeichnen und ich habe nicht das Gefühl, dass es mir irgendeine Freiheit nimmt.

Stell dir vor, ich hab nicht mal 'ne Kette am Bein! :D

Mein lg überweist mir auch seinen anteil der fixkosten +100 euro zum finanziellen ausgleich zwischen uns. Aber da bin ich weiterhin finanziell unabhängig. mich freiwillig in die Abhängigkeit von Haushaltsgeld zu begeben könnte ich nicht. Und es ist eine abhängigkeit die sich daraus ergibt.

majos
25.06.2013, 13:32
. Für mich war es überraschend wie viel unsere Heirat trotzdem emotional verändert hat. Positiv! Und es hat uns so manche Krise leichter durchleben lassen, dass wir wußten, dass wir eine echte Scheidung brauchen würden-
Siehst du, für mich wäre diese veränderung eben negativ - weil es emotional nicht gleich bleibt. Scheidung und trennung sind beide anstrengend und emotional belastend.

majos
25.06.2013, 13:34
Naja, ich finde schon dass wenn man sich entschieden hat, ein Haus zu bauen dass das beiden gehören soll. Wenn ich mich entscheide gemeinsam ein Kind zu bekommen, kann ich mich auch nicht einfach trennen. Das verbindet dich ein ganzes Leben lang, egal ob du verheiratet bist oder nicht.
Die Ehe ist halt dann noch Formsache, damit das vor dem Gesetz auch gilt.
Für mich ist es selbstverständlich dass ich alles mit meinem Freund teile. Man muss ja nicht ein gemeinsames Konto haben, man kann ja auch ein gemeinsames und eine eigenes Bankkonto haben.

Für mich käme es nie in Frage dass unser Haus nur einem gehört oder dass mein LG meine Hälfte des Hauses nicht erbt (sollte mir etwas passieren).
Gemeinsam ein Haus bauen und eine wohnung in eine lebensgemeinschaft/ehe einbringen ist aber was anderes, das gestehst du mir schon zu....

Ribiselschnitte
25.06.2013, 13:48
"Haushaltgeld" von meinem Mann zu bekommen würde mir aber auch gegen den Strich gehen. Mein Mann und ich haben immer beide gut verdient, da will ich nicht zum "Bittsteller" werden, oder zum "Lohnempfänger". Auch wenn es so nicht ablaufen würde, schon klar, aber ein tiefes inneres Gefühl würde mir diese Ansicht vermitteln. So haben das nämlich meine Großeltern in den 50ern handgehabt.

Daher lieber ein gemeinsames Konto wo alle Rechnungen weggehen, alle Einkünfte ankommen, und jeder sich nimmt was er braucht.

Mohnschoen
25.06.2013, 13:48
Mein lg überweist mir auch seinen anteil der fixkosten +100 euro zum finanziellen ausgleich zwischen uns. Aber da bin ich weiterhin finanziell unabhängig. mich freiwillig in die Abhängigkeit von Haushaltsgeld zu begeben könnte ich nicht. Und es ist eine abhängigkeit die sich daraus ergibt.

das versteh ich nicht. finanziell abhängig bin ich ja vermutlich, weil ich kein eigenes einkommen hab. nicht, weil ich verheiratet bin :confused:

haushaltsgeld hat meine schwester von ihrem lg gekriegt, solange sie arbeitslos und daheim war. dafür konnte sie sich aber nicht bei ihm mitversichern.

mein finanzieller status hat sich durch die eheschließung nicht verändert. ich hab mein einkommen, so, wie ich es davor hatte.

Bredhya
25.06.2013, 13:49
Ich hab mit 18 schon geheiratet. Ich weiß es schon fast nicht mehr wie es sich anfühlt unverheiratet zu sein.
Macht aber nichts. Ich bereue eh nix.

Same here ;)

Ich war auch so "irre", um Eule zu zitieren.

War aber "schon" 19.

Und ich bin noch immer verheiratet, ich "halte" jetzt schon seit 22,5 Jahren "durch" :P

Ribiselschnitte
25.06.2013, 13:52
Apropos gemeinsames Konto:

Ihr wisst schon, dass euch getrennte Konten in einer Ehe genau NIX bringen - außer doppelten Spesen und doppelter Buchführung?

Im Falle einer Scheidung werden nämlich beide Konten addiert und halbiert. So sieht´s aus. So hat man das uns nach unserer Hochzeit auf der Bank Austria erklärt. Wenn ich mit 10.000 in der Kreide stehe und mein Mann 10.000 im Plus ist, hätten wir beide nach der Scheidung: 0.

Daher sind gemeinsame Konten für mich nur angenehm. Jeder zahlt ein, jeder nimmt, es muss nix auseinanderdividiert werden wer nun die Kinorechnung übernimmt, usw. Und wenn man gemeinsam ein Haus besitzt und Kinder ernährt, wäre mir das viel zu kompliziert mit getrennten Konten.

anotherbaby
25.06.2013, 13:56
Ich muss mal ganz offen sagen, dass ich es nicht verstehe wenn man NICHT heiratet!

"Das ist so eine große Entscheidung" "Das sollte ja dann fürs Leben sein, man weiß ja nie was kommt" ... hört man dann immer.
ABER kinder kann man bekommen miteinander, die sind ja viel weniger entscheidung als ein ganz zum Standesamt. Scheiden kann man sich lassen, aber die Kinder "wird man nicht mehr los".
Ich finde dass es auch für die Kinder besser ist, wenn alles geregelt ist. Wobei heut zu tage sind so viele leute nicht verheiratet (bzw. nehmen den Namen des mannes nicht an - auch so was was ich in 99 % der Fällen nicht verstehe), dass es in der Schule wohl nicht mehr komisch ist, wenn die Eltern unterschiedlich heißen.

Wir haben uns für Kinder entschieden und bevor wir "gebastelt" haben, haben wir geheiratet. Da bin ich einfach Altmodisch. Meiner Meinung nach MUSS das so sein.
Aber jedem das seine. Ich muss ja nicht alle Menschen immer verstehen

Ribiselschnitte
25.06.2013, 14:12
Und jetzt möchte ich noch einmal ganz kurz und klar auf die Ausgangsfrage eingehen und erklären warum ich geheiratet habe.

Wenn ich vorhabe mein Leben mit einem Menschen zu teilen, mit gemeinsamen Anschaffungen und gemeinsamen Kindern, dann ist es für mich nötig, sich vorab voreinander zu bekennen und zu heiraten. Jetzt werden die Ledigen wieder aufschreien und meinen, dass man keinen Trauschein braucht, um sich zueinander zu bekennen. Und ich meine: DOCH. Es macht einfach einen Unterschied. Man fühlt sich als Paar einfach noch "zusammener" wenn man verheiratet ist. Auf eine schöne Art. Aber das weiß man erst wenn man sich getraut hat (im wahrsten Sinne des Wortes).

Wenn ich es nicht schaffe, mich zu "trauen", dann hätte ich es auch niemals geschafft, von diesem Menschen Kinder zu bekommen. Denn Kinder binden in Wahrheit dann wirklich ein Leben lang. Dann doch lieber mit rechtlicher und emotionaler Absicherung.

Es mag vielleicht nicht fair sein, aber ich nehme Beziehungen meiner Umwelt ernster, wenn das Paar verheiratet ist. Das ist halt so in meinem Kopf drinnen, so hat mich die Gesellschaft eben geprägt. Ich bin mit meinem Mann seit 13 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, da würde ich von meinem Lebenspartner nicht mehr als meinen "Freund" sprechen wollen.

Und am schlimmsten finde ich den Begriff "Lebensabschnittspartner". Das schreit dann von Beginn an nach baldiger Trennung. Es ist vielleicht nicht fair, da es wirklich unverheiratete Paare gibt die wirklich ohne Trauschein ein Leben lang beieinander bleiben wollen, aber TROTZDEM hebt die Ehe in unserer Gesellschaft halt die Bezihehung auf ein höheres Niveau. Und in dieser Gesellschaft leben wir eben, da kann man sich nur schwer dagegen wehren.


Wie dem auch sei. Ich bin eine emanzipierte, selbstständige Frau mit gutem finanziellen Background und abgeschlossenem Hochschulstudium mit gutem Gehalt. Mir wäre noch nie der Gedanke gekommen, dass ich mich durch meine Hochzeit in irgendeine Abhängigkeit begeben hätte oder ein Stück von mir selbst aufgegeben hätte, nur weil ich seinen Namen angenommen hatte. Heiratsgegner könnten jetzt widerum sagen, dass ich dann aufpassen muss nicht IHM irgendwann Unterhalt zahlen zu müssen, ja. Man kann es immer so drehen dass man als Frau das Opfer ist. Ich bin halt gerne verheiratet und lebe mit 2 Kindern im gemeinsamen Haus, bin dann wohl spießig ;)

Und was sich rund um den Globus in allen Kulturen seit allen Zeiten recht gut bewährt, kann ja nicht so falsch sein. Scheint wohl ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, in einer monogamen, scheinbar "gesicherten" Beziehung zu leben.

wbkh
25.06.2013, 14:13
Apropos gemeinsames Konto:

Ihr wisst schon, dass euch getrennte Konten in einer Ehe genau NIX bringen - außer doppelten Spesen und doppelter Buchführung?

Im Falle einer Scheidung werden nämlich beide Konten addiert und halbiert. So sieht´s aus. So hat man das uns nach unserer Hochzeit auf der Bank Austria erklärt. Wenn ich mit 10.000 in der Kreide stehe und mein Mann 10.000 im Plus ist, hätten wir beide nach der Scheidung: 0.

Daher sind gemeinsame Konten für mich nur angenehm. Jeder zahlt ein, jeder nimmt, es muss nix auseinanderdividiert werden wer nun die Kinorechnung übernimmt, usw. Und wenn man gemeinsam ein Haus besitzt und Kinder ernährt, wäre mir das viel zu kompliziert mit getrennten Konten.

Echt, bei "normalen Eheleuten" lässt nach der Eheschließung einer sein Konto auf, und man lässt beide Gehälter auf dieses Konto überweisen? :eek: Ich kenne es eher so, dass viele (verheiratete und nicht verheiratete) Paare noch ein drittes Konto haben, eben das "Haushaltskonto", und dieses erspart keine Spesen!

Ich bin übrigens verheiratet, aber wohl nicht mehr lange. Den Namen meines Mannes habe ich nicht angenommen, unser Sohn hat leider den Familiennamen meines Mannes, weil das nach der damaligen Gesetzgebung bei Nicht-Einigkeit noch so üblich war. Ich habe den selteneren Familiennamen, und wenn ich den bei www.google.at eingebe, komme ich "on top". (Bei meinem Mann ist es ebenso - unsere Arbeitsstelle hat eben beim österreichischen google eine hohe Priorität.)

Meine Schwester hat erst geheiratet, wie meine Nichte schon 4 Jahre alt war, und dabei hat meine Nichte ihren Namen geändert, aber meine Schwester nicht. Wenn man schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, trennt man sich nicht so leicht von seinem Namen. ;)

Ribiselschnitte
25.06.2013, 14:21
Ich muss mal ganz offen sagen, dass ich es nicht verstehe wenn man NICHT heiratet!

"Das ist so eine große Entscheidung" "Das sollte ja dann fürs Leben sein, man weiß ja nie was kommt" ... hört man dann immer.
ABER kinder kann man bekommen miteinander, die sind ja viel weniger entscheidung als ein ganz zum Standesamt. Scheiden kann man sich lassen, aber die Kinder "wird man nicht mehr los".



Genau das meine ich auch. Es ist mir wirklich unverständlich wie man Kinder haben und Haus bauen kann, aber den Gang zum Standesamt nicht schafft. Dieses Gerede von "wir brauchen keinen Trauschein um uns zu lieben und zu ehren" hat auch eine Spur etwas mit Blauäugigkeit und "sich etwas vormachen" zu tun. Finde ich. Von einem Tag in den nächsten zu leben. Und dann kommt das große Jammern wenn die Beziehung in die Brüche geht oder ein Todesfall eintritt.

Emotional betrachtet ist es wieder ein anderes Kapitel. Das muss und kann eh jeder selber entscheiden. Ich selber kann es halt nicht verstehen, dass man zwar Kinder miteinander haben will, aber das Bekenntnis zueinander vor dem Gesetz (oder vor Gott, je nach Ansicht halt) nicht durchziehen kann/will/wasauchimmer.

Ich habe vor meiner Ehe auch immer gedacht dass ich das nicht bräuchte. Hab anfangs eher deshalb mit dem Gedanken gespielt zu heiraten, weil es meinem Mann wichtiger war als mir. Rückblickend betrachtet bin ich froh darüber, dass sich meine Einstellungen diesbezüglich um 180 Grad gewendet hatten. Denn für mich macht es nun doch einen Unterschied :)

Ribiselschnitte
25.06.2013, 14:23
Meine Schwester hat erst geheiratet, wie meine Nichte schon 4 Jahre alt war, und dabei hat meine Nichte ihren Namen geändert, aber meine Schwester nicht. Wenn man schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, trennt man sich nicht so leicht von seinem Namen. ;)

Das stimmt wohl. Ich war halt eine Mittzwanzigerin. In den 30ern würde ich das jetzt sicherlich auch anders sehen.

Susi27
25.06.2013, 14:24
Eben. Was ist schlecht an der Formsache? Bzw. warum die Formsache erst nach dem 2. Kind?

Bei uns hat es sich halt so ergeben, weil mein LG ein "Heiratsmuffel" ist und wir einfach jetzt ein Kind wollten. Ich hätte nich noch warten können bis wir endlich geheiratet haben.
Ich kann es aber durchaus verstehen, wenn es Leute gibt die alles nach der Reihe (Heirat, Haus, Kind) machen wollen. Aus rechtlicher Sicht ist das sicher einfacher.

majos
25.06.2013, 14:26
das versteh ich nicht. finanziell abhängig bin ich ja vermutlich, weil ich kein eigenes einkommen hab. nicht, weil ich verheiratet bin :confused:

haushaltsgeld hat meine schwester von ihrem lg gekriegt, solange sie arbeitslos und daheim war. dafür konnte sie sich aber nicht bei ihm mitversichern.

mein finanzieller status hat sich durch die eheschließung nicht verändert. ich hab mein einkommen, so, wie ich es davor hatte.

Eh - die debatte um die finanzielle autonomie ergab sich, weil mir der vorwurf gemacht wurde, dass ich - weil ich meine wohnung an meine kinder vererbe und nicht an meinen LG - nicht teilen will.... Ich find eh,d ass sich viele Problem/Sachlagen eher aus dem Zusammenleben als aus dem Wisch vom Standesamt ergeben;)

Ribiselschnitte
25.06.2013, 14:27
Echt, bei "normalen Eheleuten" lässt nach der Eheschließung einer sein Konto auf, und man lässt beide Gehälter auf dieses Konto überweisen? :eek: Ich kenne es eher so, dass viele (verheiratete und nicht verheiratete) Paare noch ein drittes Konto haben, eben das "Haushaltskonto", und dieses erspart keine Spesen!


Ich weiß nicht was "normale Eheleute" tun, und ob ich da dazuzähle :D Fakt ist aber, dass man in deinem beschriebenen Fall halt 3x Kontogebühren und -spesen hat. Und den Mehraufwand die Dinge immer auseinanderzurechnen. Denn rechtlich gesehen macht es keinen Unterschied ob man als Ehepaar nur ein gemeinsames oder 10 getrennte KOnten hat, man haftet zu gleichen Teilen für ALLE Konten. Was ich persönlich ja eigentlich schräg finde, denn da müsste man ja bei jeder Kontoeröffnung eigentlich das Einverständnis des Ehepartners holen, finde ich, wenn dieser dann mithaften muss... Aber was soll´s, mich fragt man ja nicht :D

Und nicht einer löst "SEIN" Konto auf. Im Grunde werden beide aufgelöst und das neue Konto lautet auf BEIDE Personen. Ein Gemeinschaftskonto also. Da ist niemand benachteiligt.

majos
25.06.2013, 14:30
Apropos gemeinsames Konto:

Ihr wisst schon, dass euch getrennte Konten in einer Ehe genau NIX bringen - außer doppelten Spesen und doppelter Buchführung?

Im Falle einer Scheidung werden nämlich beide Konten addiert und halbiert. So sieht´s aus. So hat man das uns nach unserer Hochzeit auf der Bank Austria erklärt. Wenn ich mit 10.000 in der Kreide stehe und mein Mann 10.000 im Plus ist, hätten wir beide nach der Scheidung: 0.

Daher sind gemeinsame Konten für mich nur angenehm. Jeder zahlt ein, jeder nimmt, es muss nix auseinanderdividiert werden wer nun die Kinorechnung übernimmt, usw. Und wenn man gemeinsam ein Haus besitzt und Kinder ernährt, wäre mir das viel zu kompliziert mit getrennten Konten.

Kompliziert ja - aber unter umständen rational;) - wie gesagt, eine komplizierte sachlage ist mir lieber, als kein geld am ende des Monats zu haben (oder vor ende des Monats) . So kann ich nicht leben. Für meinen LG ist das ein normalzustand. Was er hat gibt er aus...
Man muß ja deswegen nicht alles penibel abrechene. sollte sich halt keine/r benachteiligt fühlen.

Ribiselschnitte
25.06.2013, 14:39
Kompliziert ja - aber unter umständen rational;) - wie gesagt, eine komplizierte sachlage ist mir lieber, als kein geld am ende des Monats zu haben (oder vor ende des Monats) . So kann ich nicht leben. Für meinen LG ist das ein normalzustand. Was er hat gibt er aus...
Man muß ja deswegen nicht alles penibel abrechene. sollte sich halt keine/r benachteiligt fühlen.

Das verstehe ich in eurem Fall eh. Allerdings frage ich mich, wie ihr auf gemeinsame Ziele spart, wenn er alles was auf seinem Konto ist rausschleudern darf, und du deine Finanzen gut regelst?

Bei uns war es früher ähnlich. Mein Mann war da eher ein "schlamperter Hund" was seine Finanzen anging :D Da flatterten dann auch schon des Öfteren Mahnungen ins Haus, einfach weil der Zahlschein Eeeewigkeiten herumflog. Das ging mir schwer auf die Nerven. So habe ich die Dinge dann einfach in die Hand genommen. Ein Konto wo alle Einzahlunen ankommen, und ich kümmere mich um die Überweisungen und behalte den Überblick. Jeder kann abheben oder mit seiner Bankomatkarte und VISA bezahlen was er will, solange es im vernünftigen Rahmen bleibt. Bei größeren Anschaffungen spricht man sich ab, weil man eben das Leben und auch die Verpflichtungen teilt. Ich würde jetzt nicht einfach mir ein neues Auto leasen, und er würde sich nicht einfach ein Motorrad dazukaufen. Das sind aber keine Themen die groß besprochen werden, das versteht sich irgendwie von selber und sind sozusagen unausgesprochene Regelungen in unserer Ehe.

moncherie
25.06.2013, 14:42
Und jetzt möchte ich noch einmal ganz kurz und klar auf die Ausgangsfrage eingehen und erklären warum ich geheiratet habe.

Wenn ich vorhabe mein Leben mit einem Menschen zu teilen, mit gemeinsamen Anschaffungen und gemeinsamen Kindern, dann ist es für mich nötig, sich vorab voreinander zu bekennen und zu heiraten.für mich ist die heirat nicht DIE bekenntnis, sondern eine option. KINDER sind hingegen eine bekenntnis fürs leben. und das schaffe ich auch ohne ehe. mal aus einem anderen licht betrachtet. Jetzt werden die Ledigen wieder aufschreien und meinen, dass man keinen Trauschein braucht, um sich zueinander zu bekennen. Und ich meine: DOCH. Es macht einfach einen Unterschied. Man fühlt sich als Paar einfach noch "zusammener" wenn man verheiratet ist. Auf eine schöne Art. Aber das weiß man erst wenn man sich getraut hat (im wahrsten Sinne des Wortes). du kannst doch niemandem vorschreiben, was er tun sollte, um sich noch "zusammener" zu fühlen. wie schwammig das auch ist. kannst du es dir nicht vorstellen, dass andere menschen mit anderem, nicht traditionell beeinflussten charakter sich ebenso zusammen fühlen können wie du mit trauschein? der eine brauchts oder wills, der andere eben nicht. super intolerant, jemandem diese erfahrungswelt abzusprechen.

Wenn ich es nicht schaffe, mich zu "trauen", dann hätte ich es auch niemals geschafft, von diesem Menschen Kinder zu bekommen.ja, DU nicht. irgendwo auch komisch, oder? da braucht man den braven, gesicherten, rechtlichen und pseudo(weil es ja keine garantie für die dauer der gefühle gibt)emotionalen rahmen um kinder zu zeugen? Denn Kinder binden in Wahrheit dann wirklich ein Leben lang. Dann doch lieber mit rechtlicher und emotionaler Absicherung. seine kinder kann man übrigens auch ganz neumodisch rechtlich absichern, ohne verheiratet zu sein. erbrecht, testamente, geteiltes sorgerecht, etc.

Es mag vielleicht nicht fair sein, aber ich nehme Beziehungen meiner Umwelt ernster, wenn das Paar verheiratet ist.das ist eine persönliche einstellung von dir, die wohl hoffentlich niemanden zum heiraten bewegt. das ist nämlich einfach spießig. und solche spießer lach ich dann aus, wenn sie sich scheiden lassen. MEINE persönliche einstellung. Das ist halt so in meinem Kopf drinnen, so hat mich die Gesellschaft eben geprägt.und sowas zu hinterfragen würd kopfweh verursachen, deswegen lässt man es eben? ich bin überhaupt kein gegner der ehe, aber dieses MUSS versteh ich einfach nicht. Ich bin mit meinem Mann seit 13 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, da würde ich von meinem Lebenspartner nicht mehr als meinen "Freund" sprechen wollen. was auf eine starke persönlichkeit schließen lässt, wenn sowas auch nur im geringsten zur argumentation bemüht wird. die begrifflichkeit "freund" ist zu peinlich, dann mal lieber schnell ab in die kirche und principessa für einen tag spielen....:D

Und am schlimmsten finde ich den Begriff "Lebensabschnittspartner". Das schreit dann von Beginn an nach baldiger Trennung. Es ist vielleicht nicht fair, da es wirklich unverheiratete Paare gibt die wirklich ohne Trauschein ein Leben lang beieinander bleiben wollendas wollen auch viele paare in der ehe und es klappt nicht. schade eigentlich, dass man die qualität einer beziehung eben leider NICHT am trauschein messen kann, aber TROTZDEM hebt die Ehe in unserer Gesellschaft halt die Bezihehung auf ein höheres Niveau. Und in dieser Gesellschaft leben wir eben, da kann man sich nur schwer dagegen wehren. doch, kann man. wenns einem wurscht ist, was andere über die eigene beziehung denken. wenn man "freund" aussprechen kann, ohne sich minderwertig zu fühlen, weil es einfach nur ein wort ist. wenn man keinen drang hat, seine beziehung repräsentativ aufzupimpen, weil man sie eben einfach so lebt wie sie ist.


Wie dem auch sei. Ich bin eine emanzipierte, selbstständige Frau mit gutem finanziellen Background und abgeschlossenem Hochschulstudium mit gutem Gehalt. Mir wäre noch nie der Gedanke gekommen, dass ich mich durch meine Hochzeit in irgendeine Abhängigkeit begeben hätte oder ein Stück von mir selbst aufgegeben hätte, nur weil ich seinen Namen angenommen hatte. Heiratsgegner könnten jetzt widerum sagen, dass ich dann aufpassen muss nicht IHM irgendwann Unterhalt zahlen zu müssen, ja. Man kann es immer so drehen dass man als Frau das Opfer ist. Ich bin halt gerne verheiratet und lebe mit 2 Kindern im gemeinsamen Haus, bin dann wohl spießig ;)

Und was sich rund um den Globus in allen Kulturen seit allen Zeiten recht gut bewährt, kann ja nicht so falsch sein. Scheint wohl ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, in einer monogamen, scheinbar "gesicherten" Beziehung zu leben.ein unglaubliches urbedürfnis, ich lach mich tot. deswegen bescheißen sich die leute auch andauernd und tun dann auf moralisch entrüstet. die ehe ist ein verdammt gut erfundenes wirtschaftliches konstrukt, das in vielen punkten die menschen tief befriedigt und absichert. aber sie ist keine "natürliche" sache. sie ist einfach eine entscheidungsfrage und eben kein qualitätssiegel.

ich versteh dieses extrem nicht. als würde es nicht einfach reichen, dass man persönlich die ehe gut, egal oder schlecht findet. würde ich anders leben, würde das auch meine einstellung zur ehe verändern, da bin ich mir sicher. würde mein partner nicht so denken wie ich, dann wäre ich auch zum kompromiss gewillt. wir wollen aber beide nicht heiraten, lieben uns, bekommen ein kind und später vielleicht mehr, haben uns gegenseitig rechtlich abgesichert (todesfall, krankheitsfall, sorgerecht) und sind rundum zufrieden mit der situation. aber ich würde NIE so weit gehen, der ehe irgendeine funktion als qualitätserhöhung einer beziehung oder quasi als gütesiegel zu geben. das find ich echt vermessen. aber manche lügen sich gerne in die eigene tasche...

majos
25.06.2013, 14:44
Und jetzt möchte ich noch einmal ganz kurz und klar auf die Ausgangsfrage eingehen und erklären warum ich geheiratet habe.

Wenn ich vorhabe mein Leben mit einem Menschen zu teilen, mit gemeinsamen Anschaffungen und gemeinsamen Kindern, dann ist es für mich nötig, sich vorab voreinander zu bekennen und zu heiraten. Jetzt werden die Ledigen wieder aufschreien und meinen, dass man keinen Trauschein braucht, um sich zueinander zu bekennen. Und ich meine: DOCH. Es macht einfach einen Unterschied. Man fühlt sich als Paar einfach noch "zusammener" wenn man verheiratet ist. Auf eine schöne Art. Aber das weiß man erst wenn man sich getraut hat (im wahrsten Sinne des Wortes).

Ich würde mich in einer ehe nicht mehr oder weniger sicher fühlen als jetzt. Sicherheit kann auch schnell als selbstverständlichkeit uminterpretiert werden. und selbstverständlichkeiten sind ein killer im Alltag.

Wenn ich es nicht schaffe, mich zu "trauen", dann hätte ich es auch niemals geschafft, von diesem Menschen Kinder zu bekommen. Denn Kinder binden in Wahrheit dann wirklich ein Leben lang. Dann doch lieber mit rechtlicher und emotionaler Absicherung.

die emotionale sicherheit bekommst du auch durch eine ehe nicht. Stimmt kinder binden. Gemeinsame Jahre und Erlebnisse binden auch, sie prägen einen. Wozu dann noch die staatliche legitimation.

Es mag vielleicht nicht fair sein, aber ich nehme Beziehungen meiner Umwelt ernster, wenn das Paar verheiratet ist. Das ist halt so in meinem Kopf drinnen, so hat mich die Gesellschaft eben geprägt. Ich bin mit meinem Mann seit 13 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, da würde ich von meinem Lebenspartner nicht mehr als meinen "Freund" sprechen wollen.

ich kann ehen auch nicht ernster nehmen als echte liebesbeziehungen und lebensgemeinschaften. Für mich ist es emotional gleichwertig, nur anders organisiert - immerhin gibt es auch so was wie las-vegas trauungsen und menschen die aus jux und tollerei heiraten um sich nach 1 monat wieder scheiden zu lassen;)
Trauschein ein Leben lang beieinander bleiben wollen, aber TROTZDEM hebt die Ehe in unserer Gesellschaft halt die Bezihehung auf ein höheres Niveau. Und in dieser Gesellschaft leben wir eben, da kann man sich nur schwer dagegen wehren.

Es legitimiert den Status des Zusammenlebens. "Höheres " niviau - na ich weiß nicht ....

Wie dem auch sei. Ich bin eine emanzipierte, selbstständige Frau mit gutem finanziellen Background und abgeschlossenem Hochschulstudium mit gutem Gehalt. Mir wäre noch nie der Gedanke gekommen, dass ich mich durch meine Hochzeit in irgendeine Abhängigkeit begeben hätte oder ein Stück von mir selbst aufgegeben hätte, nur weil ich seinen Namen angenommen hatte. Heiratsgegner könnten jetzt widerum sagen, dass ich dann aufpassen muss nicht IHM irgendwann Unterhalt zahlen zu müssen, ja. Man kann es immer so drehen dass man als Frau das Opfer ist. Ich bin halt gerne verheiratet und lebe mit 2 Kindern im gemeinsamen Haus, bin dann wohl spießig ;)

Und was sich rund um den Globus in allen Kulturen seit allen Zeiten recht gut bewährt, kann ja nicht so falsch sein. Scheint wohl ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, in einer monogamen, scheinbar "gesicherten" Beziehung zu leben.

Rund um den Globus herrscht auch seit jahren ein patriarchales System - und das find ich falsch;). Da gibt ein schönes lied von den "Schmetterlingen" - in anderem Kontext - was immer so war muss noch lange nicht so bleiben...

Seifenblase
25.06.2013, 14:46
Apropos gemeinsames Konto:

Ihr wisst schon, dass euch getrennte Konten in einer Ehe genau NIX bringen - außer doppelten Spesen und doppelter Buchführung?

Im Falle einer Scheidung werden nämlich beide Konten addiert und halbiert. So sieht´s aus. So hat man das uns nach unserer Hochzeit auf der Bank Austria erklärt. Wenn ich mit 10.000 in der Kreide stehe und mein Mann 10.000 im Plus ist, hätten wir beide nach der Scheidung: 0.

Daher sind gemeinsame Konten für mich nur angenehm. Jeder zahlt ein, jeder nimmt, es muss nix auseinanderdividiert werden wer nun die Kinorechnung übernimmt, usw. Und wenn man gemeinsam ein Haus besitzt und Kinder ernährt, wäre mir das viel zu kompliziert mit getrennten Konten.

Woher hast du das? Bei einem GEMEINSAMEN Konto haftest du für die Überziehungen, egal ob du das Geld geholt hast, oder er. Bei getrennten Konten haftet jeder für seins. Ebenso bei Schulden. Wenn du den Kreditvertrag unterschreibst, dann haftest du. Wenn du nicht unterschreibst, dann haftest du nicht. Allerdings bestehen Banken natürlich drauf, dass beide unterschreiben. Da gehts um Sicherheit für die Bank, das wird aber auch bei Lebensgemeindschaften meist so gemacht, da ist also kein Unterschied. Mensch muss halt schauen wo sie ihre Unterschrift hinsetzt!

Dass die Bank für ein gemeinsames Konto berät ist logisch, es ist sicherer für die Bank, jedoch schlechter für dich.

majos
25.06.2013, 14:46
Das verstehe ich in eurem Fall eh. Allerdings frage ich mich, wie ihr auf gemeinsame Ziele spart, wenn er alles was auf seinem Konto ist rausschleudern darf, und du deine Finanzen gut regelst?

Bei uns war es früher ähnlich. Mein Mann war da eher ein "schlamperter Hund" was seine Finanzen anging :D Da flatterten dann auch schon des Öfteren Mahnungen ins Haus, einfach weil der Zahlschein Eeeewigkeiten herumflog. Das ging mir schwer auf die Nerven. So habe ich die Dinge dann einfach in die Hand genommen. Ein Konto wo alle Einzahlunen ankommen, und ich kümmere mich um die Überweisungen und behalte den Überblick. Jeder kann abheben oder mit seiner Bankomatkarte und VISA bezahlen was er will, solange es im vernünftigen Rahmen bleibt. Bei größeren Anschaffungen spricht man sich ab, weil man eben das Leben und auch die Verpflichtungen teilt. Ich würde jetzt nicht einfach mir ein neues Auto leasen, und er würde sich nicht einfach ein Motorrad dazukaufen. Das sind aber keine Themen die groß besprochen werden, das versteht sich irgendwie von selber und sind sozusagen unausgesprochene Regelungen in unserer Ehe.

Ich will aber auch nicht seine sekretärin/sachwalterin sein - bin ich so sowieso auch zum teil;)

wbkh
25.06.2013, 15:16
Ich weiß nicht was "normale Eheleute" tun, und ob ich da dazuzähle :D Fakt ist aber, dass man in deinem beschriebenen Fall halt 3x Kontogebühren und -spesen hat. Und den Mehraufwand die Dinge immer auseinanderzurechnen. Denn rechtlich gesehen macht es keinen Unterschied ob man als Ehepaar nur ein gemeinsames oder 10 getrennte KOnten hat, man haftet zu gleichen Teilen für ALLE Konten. Was ich persönlich ja eigentlich schräg finde, denn da müsste man ja bei jeder Kontoeröffnung eigentlich das Einverständnis des Ehepartners holen, finde ich, wenn dieser dann mithaften muss... Aber was soll´s, mich fragt man ja nicht :D

Und nicht einer löst "SEIN" Konto auf. Im Grunde werden beide aufgelöst und das neue Konto lautet auf BEIDE Personen. Ein Gemeinschaftskonto also. Da ist niemand benachteiligt.

Ich habe mit den 3 Kontogebühren meine Schwester gemeint. Mein Noch-Ehemann und ich haben beide nach der Eheschließung unsere Konten behalten, meines habe ich seinerzeit als Studentenkonto für die Studienbeihilfe eröffnet. Ja, und mein Mann hat mir dann aufs Konto das überwiesen, was ich "Wirtschaftsgeld" nenne (eben für seinen Anteil an Betriebskosten, Strom, Lebensmitteleinkäufen usw.), er selbst hätte es wohl als "Miete" bezeichnet (weil ich die Eigentumswohnung vor der Eheschließung gekauft hatte). Da streife ich lieber "Wirtschaftsgeld" ein, als der Bank Gebühren für noch ein Konto in den Rachen zu schieben! Abgesehen davon, dass ich (siehe oben) eben nicht jemand bin, der gern täglich seine Kontonummer ändert wegen der vielen zu ändernden Eingänge (v.a. Gehalt) und Einziehungsaufträge, ist "nur ein Konto" wohl eher etwas für Leute, die fast ihr ganzes Geld brauchen, und nichts für welche, denen einiges übrig bleibt - im letzten Fall ist es doch besser, wenn jeder fürs Anlegen seiner Ersparnisse verantwortlich ist.

Das mit der Scheidung und den Konten glaube ich auch nicht. Es ist so, dass der Ehefrau ein gewisser Prozentsatz der Einkünfte beider Ehepartner während der Ehe zusteht (Erbschaften ausgenommen), der davon abhängt, ob sie auch berufstätig ist. Eine Bekannte hat auf diese Weise noch einen Prozentsatz der kurz vor der Scheidung erhaltenen Abfertigung ihres Mannes erhalten. Wenn Männlein das Doppelte von mir (oder mehr) verdient, aber das Geld verjubelt, während ich meines anlege, werde ich ihm trotzdem nie was von meinen Ersparnissen geben müssen.

Eule
25.06.2013, 15:30
Und was sich rund um den Globus in allen Kulturen seit allen Zeiten recht gut bewährt, kann ja nicht so falsch sein. Scheint wohl ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, in einer monogamen, scheinbar "gesicherten" Beziehung zu leben.
Da irrst du dich aber. Liebe will jeder Mensch, aber schon beim Maß an Sicherheit sind Menschen sehr verschieden. Für manche ist das was die einen noch als Sicherheit bezeichnen bereits Freiheitsberaubung oder Bevormundung. Für manche bedeutet die Sippe Sicherheit, nicht der Partner. Die Art der Beziehung, die man sich wünscht, weicht erheblich von Individuum zu Individuum ab und wird auch in verschiedenen Kulturen verschieden empfunden. Es ist die Frage welche Rolle man sich selbst aussucht oder welche einem durch die Gesellschaft aufoktroiert wird, oder manchmal auch nur scheinbar aufgezwungen wird. Manche wollen mehrere Ehefrauen oder auch Ehemänner und finden das durchaus normal, manche wollen von Zeit zu Zeit den Partner wechseln. Es kommt einfach auch darauf an wem man begegnet, wie sehr man sich in einem Partner irrt, oder wie sehr sich das Leben verändert oder die betroffenen Menschen ändert.

Ein Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Mosuo

majos
25.06.2013, 15:38
Da irrst du dich aber. Liebe will jeder Mensch, aber schon beim Maß an Sicherheit sind Menschen sehr verschieden. Für manche ist das was die einen noch als Sicherheit bezeichnen bereits Freiheitsberaubung oder Bevormundung. Für manche bedeutet die Sippe Sicherheit, nicht der Partner. Die Art der Beziehung, die man sich wünscht, weicht erheblich von Individuum zu Individuum ab und wird auch in verschiedenen Kulturen verschieden empfunden. Es ist die Frage welche Rolle man sich selbst aussucht oder welche einem durch die Gesellschaft aufoktroiert wird, oder manchmal auch nur scheinbar aufgezwungen wird. Manche wollen mehrere Ehefrauen oder auch Ehemänner und finden das durchaus normal, manche wollen von Zeit zu Zeit den Partner wechseln. Es kommt einfach auch darauf an wem man begegnet, wie sehr man sich in einem Partner irrt, oder wie sehr sich das Leben verändert oder die betroffenen Menschen ändert.

Ein Beispiel: http://de.wikipedia.org/wiki/Mosuo

Aber auch wenn ich meinen Partner nicht wechseln will - und es noch nie habe - ist es eine frage, wie ich mich wohl fühle, meine beziehung zu diesem einen zu definieren....

Ribiselschnitte
25.06.2013, 15:41
Zitat:
Zitat von Ribiselschnitte
Und jetzt möchte ich noch einmal ganz kurz und klar auf die Ausgangsfrage eingehen und erklären warum ich geheiratet habe.

Wenn ich vorhabe mein Leben mit einem Menschen zu teilen, mit gemeinsamen Anschaffungen und gemeinsamen Kindern, dann ist es für mich nötig, sich vorab voreinander zu bekennen und zu heiraten.für mich ist die heirat nicht DIE bekenntnis, sondern eine option. KINDER sind hingegen eine bekenntnis fürs leben. und das schaffe ich auch ohne ehe. mal aus einem anderen licht betrachtet. Jetzt werden die Ledigen wieder aufschreien und meinen, dass man keinen Trauschein braucht, um sich zueinander zu bekennen. Und ich meine: DOCH. Es macht einfach einen Unterschied. Man fühlt sich als Paar einfach noch "zusammener" wenn man verheiratet ist. Auf eine schöne Art. Aber das weiß man erst wenn man sich getraut hat (im wahrsten Sinne des Wortes). du kannst doch niemandem vorschreiben, was er tun sollte, um sich noch "zusammener" zu fühlen. wie schwammig das auch ist. kannst du es dir nicht vorstellen, dass andere menschen mit anderem, nicht traditionell beeinflussten charakter sich ebenso zusammen fühlen können wie du mit trauschein? der eine brauchts oder wills, der andere eben nicht. super intolerant, jemandem diese erfahrungswelt abzusprechen. Geht´s noch? Ich schreibe doch niemandem etwas vor?!? Ich kenne beide Seiten, da ich vorher 8 Jahre lang NICHT mit ihm verheiratet war, und hab eben nun geschildert, wie ich die Unterschiede empfinde.

Wenn ich es nicht schaffe, mich zu "trauen", dann hätte ich es auch niemals geschafft, von diesem Menschen Kinder zu bekommen.ja, DU nicht. irgendwo auch komisch, oder? da braucht man den braven, gesicherten, rechtlichen und pseudo(weil es ja keine garantie für die dauer der gefühle gibt)emotionalen rahmen um kinder zu zeugen? Denn Kinder binden in Wahrheit dann wirklich ein Leben lang. Dann doch lieber mit rechtlicher und emotionaler Absicherung. seine kinder kann man übrigens auch ganz neumodisch rechtlich absichern, ohne verheiratet zu sein. erbrecht, testamente, geteiltes sorgerecht, etc. Ja kannst du. Worum geht´s? Da willst lieber für 15 Verträge zum Notar rennen, anstatt das mit einer Heirat zu lösen? Ja mach, kostet halt auch alles extra.


Es mag vielleicht nicht fair sein, aber ich nehme Beziehungen meiner Umwelt ernster, wenn das Paar verheiratet ist.das ist eine persönliche einstellung von dir, die wohl hoffentlich niemanden zum heiraten bewegt. das ist nämlich einfach spießig. und solche spießer lach ich dann aus, wenn sie sich scheiden lassen. MEINE persönliche einstellung. Das ist halt so in meinem Kopf drinnen, so hat mich die Gesellschaft eben geprägt.und sowas zu hinterfragen würd kopfweh verursachen, deswegen lässt man es eben? ich bin überhaupt kein gegner der ehe, aber dieses MUSS versteh ich einfach nicht. Natürlich ist es eine persönliche einstellung. Und es ist auch keineswegs ein MUSS. Jeder kann tun und lassen was er will. Ich habe mich eben aus genannten Gründen so entschieden. Du lachst "Spießer" aus wenn sie sich scheiden lassen? Was für eine noble Charaktereigenschaft.


Ich bin mit meinem Mann seit 13 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, da würde ich von meinem Lebenspartner nicht mehr als meinen "Freund" sprechen wollen. was auf eine starke persönlichkeit schließen lässt, wenn sowas auch nur im geringsten zur argumentation bemüht wird. die begrifflichkeit "freund" ist zu peinlich, dann mal lieber schnell ab in die kirche und principessa für einen tag spielen.... Du kannst ja deinen "Lebensabschnittspartner" und Vater deines Kindes als Freund bezeichnen, wenn du meinst ihm damit gerecht zu werden. Für mich klingt der Begriff eben nach einem 16-jährigen den man auf der Landschulwoche kennengelernt hat.

Und am schlimmsten finde ich den Begriff "Lebensabschnittspartner". Das schreit dann von Beginn an nach baldiger Trennung. Es ist vielleicht nicht fair, da es wirklich unverheiratete Paare gibt die wirklich ohne Trauschein ein Leben lang beieinander bleiben wollendas wollen auch viele paare in der ehe und es klappt nicht. schade eigentlich, dass man die qualität einer beziehung eben leider NICHT am trauschein messen kann, aber TROTZDEM hebt die Ehe in unserer Gesellschaft halt die Bezihehung auf ein höheres Niveau. Und in dieser Gesellschaft leben wir eben, da kann man sich nur schwer dagegen wehren. doch, kann man. wenns einem wurscht ist, was andere über die eigene beziehung denken. wenn man "freund" aussprechen kann, ohne sich minderwertig zu fühlen, weil es einfach nur ein wort ist. wenn man keinen drang hat, seine beziehung repräsentativ aufzupimpen, weil man sie eben einfach so lebt wie sie ist. Da geht es gar nicht so sehr darum, was andere darüber denken, sondern auch was ich selber darüber denke weil ich eben in einem bestimmten Kultur- und Wertesystem aufgewachsen bin. Und trotzdem ist es mir nicht wurscht was andere denken - man lebt mit anderen zusammen, zu beahupten dass einem die meinung anderer egal wäre, wäre asozial. Und ich fühlte mich nicht minderwertig meinen Mann als Freund zu bezeichnen, sondern ER WAR EINFACH MEHR ALS MEIN FREUND! Und du denkst, eine Ehe ist dazu da, dem Drang zu folgen seine Beziehung emotional aufzupimpen?


Wie dem auch sei. Ich bin eine emanzipierte, selbstständige Frau mit gutem finanziellen Background und abgeschlossenem Hochschulstudium mit gutem Gehalt. Mir wäre noch nie der Gedanke gekommen, dass ich mich durch meine Hochzeit in irgendeine Abhängigkeit begeben hätte oder ein Stück von mir selbst aufgegeben hätte, nur weil ich seinen Namen angenommen hatte. Heiratsgegner könnten jetzt widerum sagen, dass ich dann aufpassen muss nicht IHM irgendwann Unterhalt zahlen zu müssen, ja. Man kann es immer so drehen dass man als Frau das Opfer ist. Ich bin halt gerne verheiratet und lebe mit 2 Kindern im gemeinsamen Haus, bin dann wohl spießig

Und was sich rund um den Globus in allen Kulturen seit allen Zeiten recht gut bewährt, kann ja nicht so falsch sein. Scheint wohl ein Urbedürfnis des Menschen zu sein, in einer monogamen, scheinbar "gesicherten" Beziehung zu leben.ein unglaubliches urbedürfnis, ich lach mich tot. deswegen bescheißen sich die leute auch andauernd und tun dann auf moralisch entrüstet. die ehe ist ein verdammt gut erfundenes wirtschaftliches konstrukt, das in vielen punkten die menschen tief befriedigt und absichert. aber sie ist keine "natürliche" sache. sie ist einfach eine entscheidungsfrage und eben kein qualitätssiegel. Das ist Unsinn. Eherituale gab´s schon bei den alten Indianern ohne Bezirksgerichte und Standesämter. Treue ist ein anderes Thema.

ich versteh dieses extrem nicht. als würde es nicht einfach reichen, dass man persönlich die ehe gut, egal oder schlecht findet. würde ich anders leben, würde das auch meine einstellung zur ehe verändern, da bin ich mir sicher. würde mein partner nicht so denken wie ich, dann wäre ich auch zum kompromiss gewillt. wir wollen aber beide nicht heiraten, lieben uns, bekommen ein kind und später vielleicht mehr, haben uns gegenseitig rechtlich abgesichert (todesfall, krankheitsfall, sorgerecht) und sind rundum zufrieden mit der situation. aber ich würde NIE so weit gehen, der ehe irgendeine funktion als qualitätserhöhung einer beziehung oder quasi als gütesiegel zu geben. das find ich echt vermessen. aber manche lügen sich gerne in die eigene tasche...

Dieses Thema scheint bei dir einen wunden Punkt zu treffen, anders kann ich mir nicht erklären warum du so angriffslustig bist. Ich hab hier nur erklärt wie ich die Dinge sehe, und dass ich persönlich eben der Meinung bin, dass man besser dran ist die Sache" offiziell" zu machen wenn die anderen ernsten Dinge ja sowieso schon anstehen. Bemessen finde ich es, dass du hier zu stänkern beginnst und mir die Worte im Mund umdrehst. Eine Qualitätserhöhung bedeutete die Ehe in MEINER beziehung. Und auch wenn unverheiratete Paare eine ernste Beziehung führen können, so ist es doch nicht abzustreiten, dass man bei einem verheirateten Paar noch mehr davon ausgehen kann, dass es ernst gemeint ist. Der Status "verheiratet" sagt auf´s erste halt einfach etwas anderes aus als "in einer Beziehung". In einer Beziehung kann man ein paar Monate sein, getrennt leben, ein paar Mal auf Urlaub fahren und sich wieder trennen. Natürlich kann man auch in "wilder Ehe" leben wie ein altes Ehepaar. Aber es muss halt nicht so sein. Und stell dich jetzt bitte nicht dumm, du weißt bestimmt ganz genau was ich damit meine. Ich meine das nämlich nicht als Provokation.

Und du unterstellst mir, ich lüge mir in die eigene Tasche, weil ich verheiratet bin, und das als ernster betrachte als unsere damalige unverheiratete Beziehung? DAS ist vermessen. Wenn du nicht heiraten willst dann lass es, aber lass mich in Ruhe. Wir sind hier um unsere Ansichten auszutauschen, und nicht um uns gegenseitig anzufeinden. Und was du dir zwischen meinen Zeilen zusammenreimst hab ich nie so hingeschrieben.

anna-mari
25.06.2013, 15:41
Endgültiger schritt klingt in meinen Ohren schlimm - das klingt wie unentrinnbar - wie der Tod;). ....

Ich dachte, sie meint damit, sich komplett auf den anderen einzulassen. Und das kann ich halt auch ohne Trauschein.

kleolein
25.06.2013, 15:47
Ich hab viele Einträge gelesen. Ich finde ja, dass jeder selbst wissen muss wie er sich wohler fühlt. Wenn man glücklich ist mit seiner Situation - was will man mehr! Geborgen kann man sich auf viele Arten fühlen.

Ich persönlich habe immer gemeint, ich will nicht heiraten, ich will keine Kinder.... Tja, mit Mitte 20 hab ich meine "große Liebe" kennengelernt. Bei uns war am Anfang nicht alles so einfach, da er sich nicht so sicher war mit uns. Ich habe dann gemerkt ab wann er sich sicher war und wir waren einfach nur glücklich. Trotzdem konnte ich mir plötzlich eine Familie mit ihm vorstellen und wollte die Liebe einfach weitergeben. Tja, mit diesen Gedanken wollte ich dann plötzlich alles rundherum. Ich wollte eine Hochzeit und sein offizielles Bekenntnis zu mir (auch wenn ich zu dem Zeitpunkt keine Zweifel mehr an ihm oder unserer Beziehung hatte). So hat sich das gedreht. Ich bin nun sehr froh, dass alles geregelt ist und könnte nicht glücklicher sein. Ich hoffe das hält noch viele Jahre an (wir sind ja erst ein Jahr verheiratet :o). Garantien gibt es nie welche, aber es war trotzdem der richtige Schritt für uns.

Zum Namen: ich habe meinen aufgegeben. Mir ist es wichtig auch nach aussen zu zeigen, dass wir zusammengehören. Fragt mich nicht, wieso. Es ist einfach schön. Ausserdem will ich auf keinen Fall, dass meine Kinder nicht meinen Namen tragen. Andererseits will ich auch nicht, dass der Vater sich aussen vor gelassen fühlt. Also ist ein gemeinsamer Name für mich die lösung (Doppelnamen finde ich furchtbar und mein Name wäre eh zu lang gewesen für so einen).

Zum Konto: ich finde ein gemeinsames Konto unsagbar praktisch. Wir hatten das aber eigentlich sobald wir zusammengezogen sind. Wir zahlen beide drauf ein und finanzieren uns so alles wichtige und unwichtige was uns beide betrifft. Wir haben aber noch unsere getrennten Konten und die will ich auch nicht ganz aufgeben. Ich hab keine Geheimnisse, aber ich finds auch komisch wenn mein GG aufs Konto schaut und alles sieht was ich privat gekauft habe, bzw. es auch schwer wird zu verheimlichen wo ich sein Geb.Geschenk bestellt hab. Aber ich möchte keine großen Geheimnisse - ich weiss was mein Mann verdient und was er hat und er weiss es von mir. Wir sind auch nicht kleinlich falls es doch mal was zum abrechnen gibt - wir sind verheiratet und teilen gerne miteinander.

Ich muss dazusagen wir haben ja noch kein Kind (ist leider gerade etwas mühsames basteln). Wir haben beide studiert und ich stehe auf meinen eigenen Füßen. Aber rechtlich abgesichert will ich schon sein. Ich will nicht ohne was da stehen weil ich unsere Kinder aufgezogen habe und er stirbt oder mit verlässt. Also ist Absicherung für mich schon auch wichtig - und das obwohl ich eine gut gebildete (und gut verdienende), selbstständige Frau bin.

anna-mari
25.06.2013, 15:50
Worum geht´s? Da willst lieber für 15 Verträge zum Notar rennen, anstatt das mit einer Heirat zu lösen? Ja mach, kostet halt auch alles extra.


Bei mir würde eine Heirat gar nichts lösen. Im Gegenteil. Ich bin seit Ewigkeiten selbständig und habe eine Firma. Schon lange vor meiner Beziehung. Das müsste ich alles rechtlich absichern. Es nicht zu tun, wäre blauäugig. Daher kannst Du nicht davon ausgehen, dass sich mit einer Heirat die finanziellen Dinge simpel und einfach lösen.

Ribiselschnitte
25.06.2013, 15:57
Woher hast du das? Bei einem GEMEINSAMEN Konto haftest du für die Überziehungen, egal ob du das Geld geholt hast, oder er. Bei getrennten Konten haftet jeder für seins. Ebenso bei Schulden. Wenn du den Kreditvertrag unterschreibst, dann haftest du. Wenn du nicht unterschreibst, dann haftest du nicht. Allerdings bestehen Banken natürlich drauf, dass beide unterschreiben. Da gehts um Sicherheit für die Bank, das wird aber auch bei Lebensgemeindschaften meist so gemacht, da ist also kein Unterschied. Mensch muss halt schauen wo sie ihre Unterschrift hinsetzt!

Dass die Bank für ein gemeinsames Konto berät ist logisch, es ist sicherer für die Bank, jedoch schlechter für dich.

Bank Austria! Gut wenn´s nicht so ist :)

BineR
25.06.2013, 16:02
Bei mir würde eine Heirat gar nichts lösen. Im Gegenteil. Ich bin seit Ewigkeiten selbständig und habe eine Firma. Schon lange vor meiner Beziehung. Das müsste ich alles rechtlich absichern. Es nicht zu tun, wäre blauäugig. Daher kannst Du nicht davon ausgehen, dass sich mit einer Heirat die finanziellen Dinge simpel und einfach lösen.
Eine Firma fällt aber nie in die zu teilenden Sachen bei einer Scheidung hinein - zumindest in Österreich. Nicht mal wenn sie während der Ehe gegründet wurde. Die Firma und alles was dazugehört, bleibt Eigentum des einen Ehepartners. Das war eine der Aussagen der Rechtsberatung, die ich mir angehört hab, wie mein Mann seine Firma gegründet hat.


lg
bine

majos
25.06.2013, 16:07
@Notar: Du weißt aber schon, dass es in vielen Punkten (nicht der Obsorge) ausreicht einen wisch zu schreiben, der von beiden seiten unterschrieben wird. Es braucht nicht immer den notar. (Auskunftsrechte im Krankenhaus,...)

@Generell: Ich versuch mich jetzt auf meine eigentliche arbeit zu konzentreiren und meine ablenkungsmanöver zu lassen. Nur abschließend so viel.

Ich verstehe das ansinnen von z.b. Ribiselschnitte nicht, andere Lebensformen als defizitär darzustellen. es ist schön, wenn du dich in der ehe- so wie sie heute gestaltet ist und für was sie steht - wohlfühlst. Es ist aber find ich auch gut, dass es menschen gibt, die sie darüber gedanken machen, wie dieser gesellschaftliche Konsens verbessert werden kann/an den stellen wo er hakt. und bestimmte gesellschaftliche Normen in frage stellen. Sonst wäre wir wohl immer noch in einer situation wo es heißt "Der Mann arbeitet und bringt das Geld - die freu ist immer fleißig und lieb, ihn unterstützend an seiner seite.... " Das die heutigen Ehen dem nicht mehr in vollem umfang entsprechen ist gut. Und das ist das werk der Kritik/bzw. der Kritiker/innen an dieser Institution. Ich bin einfach für eine vielfallt an lebensformen, die nicht diskriminiert werden sollen.

moncherie
25.06.2013, 16:25
Zitat:
Zitat von Ribiselschnitte
DOCH. Es macht einfach einen Unterschied. Man fühlt sich als Paar einfach noch "zusammener" wenn man verheiratet ist. Auf eine schöne Art. Aber das weiß man erst wenn man sich getraut hat (im wahrsten Sinne des Wortes). du kannst doch niemandem vorschreiben, was er tun sollte, um sich noch "zusammener" zu fühlen. wie schwammig das auch ist. kannst du es dir nicht vorstellen, dass andere menschen mit anderem, nicht traditionell beeinflussten charakter sich ebenso zusammen fühlen können wie du mit trauschein? der eine brauchts oder wills, der andere eben nicht. super intolerant, jemandem diese erfahrungswelt abzusprechen. Geht´s noch? Ich schreibe doch niemandem etwas vor?!? Ich kenne beide Seiten, da ich vorher 8 Jahre lang NICHT mit ihm verheiratet war, und hab eben nun geschildert, wie ich die Unterschiede empfinde.

Wenn ich es nicht schaffe, mich zu "trauen", dann hätte ich es auch niemals geschafft, von diesem Menschen Kinder zu bekommen.ja, DU nicht. irgendwo auch komisch, oder? da braucht man den braven, gesicherten, rechtlichen und pseudo(weil es ja keine garantie für die dauer der gefühle gibt)emotionalen rahmen um kinder zu zeugen? Denn Kinder binden in Wahrheit dann wirklich ein Leben lang. Dann doch lieber mit rechtlicher und emotionaler Absicherung. seine kinder kann man übrigens auch ganz neumodisch rechtlich absichern, ohne verheiratet zu sein. erbrecht, testamente, geteiltes sorgerecht, etc. Ja kannst du. Worum geht´s? Da willst lieber für 15 Verträge zum Notar rennen, anstatt das mit einer Heirat zu lösen? Ja mach, kostet halt auch alles extra.


Es mag vielleicht nicht fair sein, aber ich nehme Beziehungen meiner Umwelt ernster, wenn das Paar verheiratet ist.das ist eine persönliche einstellung von dir, die wohl hoffentlich niemanden zum heiraten bewegt. das ist nämlich einfach spießig. und solche spießer lach ich dann aus, wenn sie sich scheiden lassen. MEINE persönliche einstellung. Das ist halt so in meinem Kopf drinnen, so hat mich die Gesellschaft eben geprägt.und sowas zu hinterfragen würd kopfweh verursachen, deswegen lässt man es eben? ich bin überhaupt kein gegner der ehe, aber dieses MUSS versteh ich einfach nicht. Natürlich ist es eine persönliche einstellung. Und es ist auch keineswegs ein MUSS. Jeder kann tun und lassen was er will. Ich habe mich eben aus genannten Gründen so entschieden. Du lachst "Spießer" aus wenn sie sich scheiden lassen? Was für eine noble Charaktereigenschaft.


Ich bin mit meinem Mann seit 13 Jahren zusammen, seit 7 Jahren verheiratet. Irgendwann kommt einfach der Zeitpunkt, da würde ich von meinem Lebenspartner nicht mehr als meinen "Freund" sprechen wollen. was auf eine starke persönlichkeit schließen lässt, wenn sowas auch nur im geringsten zur argumentation bemüht wird. die begrifflichkeit "freund" ist zu peinlich, dann mal lieber schnell ab in die kirche und principessa für einen tag spielen.... Du kannst ja deinen "Lebensabschnittspartner" und Vater deines Kindes als Freund bezeichnen, wenn du meinst ihm damit gerecht zu werden. Für mich klingt der Begriff eben nach einem 16-jährigen den man auf der Landschulwoche kennengelernt hat.

Und am schlimmsten finde ich den Begriff "Lebensabschnittspartner". Das schreit dann von Beginn an nach baldiger Trennung. Es ist vielleicht nicht fair, da es wirklich unverheiratete Paare gibt die wirklich ohne Trauschein ein Leben lang beieinander bleiben wollendas wollen auch viele paare in der ehe und es klappt nicht. schade eigentlich, dass man die qualität einer beziehung eben leider NICHT am trauschein messen kann, aber TROTZDEM hebt die Ehe in unserer Gesellschaft halt die Bezihehung auf ein höheres Niveau. Und in dieser Gesellschaft leben wir eben, da kann man sich nur schwer dagegen wehren. doch, kann man. wenns einem wurscht ist, was andere über die eigene beziehung denken. wenn man "freund" aussprechen kann, ohne sich minderwertig zu fühlen, weil es einfach nur ein wort ist. wenn man keinen drang hat, seine beziehung repräsentativ aufzupimpen, weil man sie eben einfach so lebt wie sie ist. Da geht es gar nicht so sehr darum, was andere darüber denken, sondern auch was ich selber darüber denke weil ich eben in einem bestimmten Kultur- und Wertesystem aufgewachsen bin. Und trotzdem ist es mir nicht wurscht was andere denken - man lebt mit anderen zusammen, zu beahupten dass einem die meinung anderer egal wäre, wäre asozial. Und ich fühlte mich nicht minderwertig meinen Mann als Freund zu bezeichnen, sondern ER WAR EINFACH MEHR ALS MEIN FREUND! Und du denkst, eine Ehe ist dazu da, dem Drang zu folgen seine Beziehung emotional aufzupimpen?


Wie dem auch sei. Ich bin eine emanzipierte, selbstständige Frau mit gutem finanziellen Background und abgeschlossenem Hochschulstudium mit gutem Gehalt. Mir wäre noch nie der Gedanke gekommen, dass ich mich durch meine Hochzeit in irgendeine Abhängigkeit begeben hätte oder ein Stück von mir selbst aufgegeben hätte, nur weil ich seinen Namen angenommen hatte. Heiratsgegner könnten jetzt widerum sagen, dass ich dann aufpassen muss nicht IHM irgendwann Unterhalt zahlen zu müssen, ja. Man kann es immer so drehen dass man als Frau das Opfer ist. Ich bin halt gerne verheiratet und lebe mit 2 Kindern im gemeinsamen Haus, bin dann wohl spießig


ich versteh dieses extrem nicht. als würde es nicht einfach reichen, dass man persönlich die ehe gut, egal oder schlecht findet. würde ich anders leben, würde das auch meine einstellung zur ehe verändern, da bin ich mir sicher. würde mein partner nicht so denken wie ich, dann wäre ich auch zum kompromiss gewillt. wir wollen aber beide nicht heiraten, lieben uns, bekommen ein kind und später vielleicht mehr, haben uns gegenseitig rechtlich abgesichert (todesfall, krankheitsfall, sorgerecht) und sind rundum zufrieden mit der situation. aber ich würde NIE so weit gehen, der ehe irgendeine funktion als qualitätserhöhung einer beziehung oder quasi als gütesiegel zu geben. das find ich echt vermessen. aber manche lügen sich gerne in die eigene tasche...

Dieses Thema scheint bei dir einen wunden Punkt zu treffen, anders kann ich mir nicht erklären warum du so angriffslustig bist. Ich hab hier nur erklärt wie ich die Dinge sehe, und dass ich persönlich eben der Meinung bin, dass man besser dran ist die Sache" offiziell" zu machen wenn die anderen ernsten Dinge ja sowieso schon anstehen. Bemessen finde ich es, dass du hier zu stänkern beginnst und mir die Worte im Mund umdrehst. Eine Qualitätserhöhung bedeutete die Ehe in MEINER beziehung. Und auch wenn unverheiratete Paare eine ernste Beziehung führen können, so ist es doch nicht abzustreiten, dass man bei einem verheirateten Paar noch mehr davon ausgehen kann, dass es ernst gemeint ist. Der Status "verheiratet" sagt auf´s erste halt einfach etwas anderes aus als "in einer Beziehung". In einer Beziehung kann man ein paar Monate sein, getrennt leben, ein paar Mal auf Urlaub fahren und sich wieder trennen. Natürlich kann man auch in "wilder Ehe" leben wie ein altes Ehepaar. Aber es muss halt nicht so sein. Und stell dich jetzt bitte nicht dumm, du weißt bestimmt ganz genau was ich damit meine. Ich meine das nämlich nicht als Provokation.

Und du unterstellst mir, ich lüge mir in die eigene Tasche, weil ich verheiratet bin, und das als ernster betrachte als unsere damalige unverheiratete Beziehung? DAS ist vermessen. Wenn du nicht heiraten willst dann lass es, aber lass mich in Ruhe. Wir sind hier um unsere Ansichten auszutauschen, und nicht um uns gegenseitig anzufeinden. Und was du dir zwischen meinen Zeilen zusammenreimst hab ich nie so hingeschrieben.

meine antwort scheint wohl eher bei DIR wunde punkte zu treffen. ich fühl mich nicht angegriffen, finde es aber immer wieder erstaunlich, wie sehr man rundumschlagen kann, obwohl man selbst zuvor die andere lebensform als defizitär hinstellt. mir persönlich ist es völlig wurscht, ob eine ribiselschnitte meinen freund als landschulwochenliebe (was wär schlecht dran, eigentlich steh ich auf das wort, danke!) bezeichnet oder sonstwie probleme mit meiner einstellung zur ehe hat. ich zahl auch lieber 15 verträge, ich habs ja, als dass ich aus geldgründen heirate. für mich haben emotionale und finanzielle absicherung nix miteinander zu tun, die ehe vermischt das für mich teilweise ungesund, deswegen trenne ich da streng.
und ja, ich steh dazu, ich lach über leute wie dich ganz besonders teuflisch und hämisch mit weit aufgerissem rachen und wackelndem gaumenzäpfchen, wenn sie dann doch mal von ihrem hohen hinkenden ross fallen und der gatte irgendwann das weite sucht. das ist menschlich. da lob ich mir meine landschulheimliebe:winken:

Eule
25.06.2013, 16:37
Man kann auch acht mal heiraten... z.B. Elizabeth Taylor...
...oder gestern habe ich Dokus über zwei tolle Frauen gesehen, die auch beide mehrmals verheiratet waren: Josephine Baker und Ruth Westheimer.

Es ist ohnehin nicht so, dass man für immer verheiratet bleiben müsste, wenn man nicht mehr will.
Mir graut nur vor der Vorstellung allen möglichen Papierkram noch erledigen zu müssen, wenn man vom Mann die Nase voll hat und zu den Diskussionen, die zur Beendigung der Beziehung geführt haben, noch dazu gezwungen ist weiterzudiskutieren wegen der Trennungsangelegenheiten und sich womöglich alle erdenklichen Bosheiten in der Zeit auch noch gefallen lassen muss. Das kann man sich ganz einfach ersparen.
Ich habe jedenfalls schon mehrmals gesehen was sich Männer (die ihre Frauen betrogen haben und nach Jahren der Ehe die Scheidung wollten) haben einfallen lassen, um den Frauen das Leben noch so ein Jährchen schwerzumachen, Erpressung auf Unterhaltverzicht, etc. Und wie sie die Kinder (Ehe=gemeinsames Sorgerecht) dazu benutzt haben weiter Macht über die Exfrau ausüben zu können, ihren Tagesablauf durcheinanderbringen zu können, ihr weiteres Leben schlicht in eine Hölle verwandelt haben.

Auf der sicheren Seite ist eine Frau ohnehin nur, wenn sie arbeitet und so viel verdient, dass sie samt Kindern alleine durchkommen könnte - mit Ehe oder ohne.

Und wenn sie sich auf keine Schulden einlässt. Bei Ehe gilt dann aber auch: mitgehangen, mitgefangen. Es haben sich schon viele im Partner geirrt und dürfen dann brav nach der Scheidung viele Jahre seine Schulden zurückzahlen - oder für ein halbfertiges gemeinsames Haus, dass einen Bruchteil der Kosten wert ist und in dem man nicht mehr wohnt, weil verkauft bzw. von der Bank verklopft. Blöd, wenn die Frau weniger verdient als der Mann, denn dann trifft es sie härter. Blöd, dass das leider oft der Fall ist.

Es ist nicht so, dass eine Ehe nur Vorteile hätte - zumindest nicht für Frauen. ;)

BineR
25.06.2013, 16:50
Man kann auch acht mal heiraten... z.B. Elizabeth Taylor...
...oder gestern habe ich Dokus über zwei tolle Frauen gesehen, die auch beide mehrmals verheiratet waren: Josephine Baker und Ruth Westheimer.

Es ist ohnehin nicht so, dass man für immer verheiratet bleiben müsste, wenn man nicht mehr will.
Mir graut nur vor der Vorstellung allen möglichen Papierkram noch erledigen zu müssen, wenn man vom Mann die Nase voll hat und zu den Diskussionen, die zur Beendigung der Beziehung geführt haben, noch dazu gezwungen ist weiterzudiskutieren wegen der Trennungsangelegenheiten und sich womöglich alle erdenklichen Bosheiten in der Zeit auch noch gefallen lassen muss. Das kann man sich ganz einfach ersparen.
Ich habe jedenfalls schon mehrmals gesehen was sich Männer (die ihre Frauen betrogen haben und nach Jahren der Ehe die Scheidung wollten) haben einfallen lassen, um den Frauen das Leben noch so ein Jährchen schwerzumachen, Erpressung auf Unterhaltverzicht, etc. Und wie sie die Kinder (Ehe=gemeinsames Sorgerecht) dazu benutzt haben weiter Macht über die Exfrau ausüben zu können, ihren Tagesablauf durcheinanderbringen zu können, ihr weiteres Leben schlicht in eine Hölle verwandelt haben.

Auf der sicheren Seite ist eine Frau ohnehin nur, wenn sie arbeitet und so viel verdient, dass sie samt Kindern alleine durchkommen könnte - mit Ehe oder ohne.

Und wenn sie sich auf keine Schulden einlässt. Bei Ehe gilt dann aber auch: mitgehangen, mitgefangen. Es haben sich schon viele im Partner geirrt und dürfen dann brav nach der Scheidung viele Jahre seine Schulden zurückzahlen - oder für ein halbfertiges gemeinsames Haus, dass einen Bruchteil der Kosten wert ist und in dem man nicht mehr wohnt, weil verkauft bzw. von der Bank verklopft. Blöd, wenn die Frau weniger verdient als der Mann, denn dann trifft es sie härter. Blöd, dass das leider oft der Fall ist.

Es ist nicht so, dass eine Ehe nur Vorteile hätte - zumindest nicht für Frauen. ;)
Natürlich nicht, aber Schulden machen sollte man sich immer überlegen. Auch die eigene wirtschaftliche Lebensfähigkeit aufgeben ist eine harte Entscheidung. Das hat aber mit der Ehe an sich nichts zu tun, wenn man den Kreditvertrag nicht unterschreibt, hat man auch als verheirateter keine Schulden, auch wenn der andere es tut. Aber weil eine Ehe geschieden werden kann, sie nicht einzugehen ist auch nicht schlau. Es gibt Punkte, die kann man nur mit einer Ehe so regeln. Erbrecht zum Beispiel. Witwen/Witwerrente. Man sollte halt abwägen ob es für einen selber sinnvoll ist.

kleolein
25.06.2013, 17:10
Man kann auch acht mal heiraten... z.B. Elizabeth Taylor...
...oder gestern habe ich Dokus über zwei tolle Frauen gesehen, die auch beide mehrmals verheiratet waren: Josephine Baker und Ruth Westheimer.

Es ist ohnehin nicht so, dass man für immer verheiratet bleiben müsste, wenn man nicht mehr will.
Mir graut nur vor der Vorstellung allen möglichen Papierkram noch erledigen zu müssen, wenn man vom Mann die Nase voll hat und zu den Diskussionen, die zur Beendigung der Beziehung geführt haben, noch dazu gezwungen ist weiterzudiskutieren wegen der Trennungsangelegenheiten und sich womöglich alle erdenklichen Bosheiten in der Zeit auch noch gefallen lassen muss. Das kann man sich ganz einfach ersparen.
Ich habe jedenfalls schon mehrmals gesehen was sich Männer (die ihre Frauen betrogen haben und nach Jahren der Ehe die Scheidung wollten) haben einfallen lassen, um den Frauen das Leben noch so ein Jährchen schwerzumachen, Erpressung auf Unterhaltverzicht, etc. Und wie sie die Kinder (Ehe=gemeinsames Sorgerecht) dazu benutzt haben weiter Macht über die Exfrau ausüben zu können, ihren Tagesablauf durcheinanderbringen zu können, ihr weiteres Leben schlicht in eine Hölle verwandelt haben.

Auf der sicheren Seite ist eine Frau ohnehin nur, wenn sie arbeitet und so viel verdient, dass sie samt Kindern alleine durchkommen könnte - mit Ehe oder ohne.

Und wenn sie sich auf keine Schulden einlässt. Bei Ehe gilt dann aber auch: mitgehangen, mitgefangen. Es haben sich schon viele im Partner geirrt und dürfen dann brav nach der Scheidung viele Jahre seine Schulden zurückzahlen - oder für ein halbfertiges gemeinsames Haus, dass einen Bruchteil der Kosten wert ist und in dem man nicht mehr wohnt, weil verkauft bzw. von der Bank verklopft. Blöd, wenn die Frau weniger verdient als der Mann, denn dann trifft es sie härter. Blöd, dass das leider oft der Fall ist.

Es ist nicht so, dass eine Ehe nur Vorteile hätte - zumindest nicht für Frauen. ;)


Hmm, aber hat man viel davon nicht, wenn man jahrelang in einer Lebensgemeinschaft mit gemeinsamen Kindern hat. Da gibts auch genug zum rumstreiten und gesetzliche Regelungen für Aufteilungen, oder?

Ich würd jetzt auch nicht sagen, dass eine Ehe für Männer mehr Vorteile hätte :confused:

Bin auch dafür, dass man schaut selbstständig zu sein. Aber verheiratet oder nicht verzichtet die Frau kurzfristig (manchmal etwas länger, kommt auf Anzahl der Kinder und Gesundheitszustand drauf an) auf ein Einkommen. Und da find ich es als Frau sehr unklug sich das vom Mann dann nicht entlohnen zu lassen (bzw. er zahlt halt Miete oder Haushaltsgeld oder sonstiges - so, dass die Frau nicht schlechter aussteigt als er - Oder sie macht Mutterschutz, er Karenz). Es wollen ja (im Idealfall) beide die Kinder. Aber ja, das kann man natürlich auch ohne Ehe vereinbaren. Ich hab halt dabei auch schon einige auf die Schnauze fallen gesehen. Aber auch bei Ehen gibts genug wo dann alles anders ist als man sichs vorstellt bei einer Scheidung. Ist halt ein sehr heikles emotionales Thema. Will sich keiner übervorteilt fühlen.

ramonaflowers
25.06.2013, 18:07
Sind noch nicht verheiratet, seit 16 Jahren zusammen, seit 2 1/2 Jahren verlobt, aber irgendwie haben wir es noch nicht geschafft. Ist für uns auch nur ein Formalakt, ein gemeinsames Kind und Haus verbindet mehr als ein Stück Papier und derselbe Name.

für uns ists auch ein reiner formalakt, ohne wär nichts anders bis auf den namen.

Susi27
25.06.2013, 19:54
Gemeinsam ein Haus bauen und eine wohnung in eine lebensgemeinschaft/ehe einbringen ist aber was anderes, das gestehst du mir schon zu....

Das mag schon sein. Trotzdem würde ich für meinen Lebensgefährten im Falle eines Unglücks nicht wollen dass er nur das Wohnrecht hat.
Aber das ist Ansichtssache! Jeder muss so leben wie er sich am sichersten fühlt!

Selira
25.06.2013, 22:29
Nein, wir sind zwar seid bald 10 Jahren ein Paar (Jugendliebe :love:) aber wir haben einfach nicht das Bedürfnis zu heiraten. Wir sind beide weder wirklich religiös noch stehen wir gerne im Mittelpunkt. Hin und wieder reizt uns die Idee schon, unserer Liebe zu Ehren ein großes Fest zu schmeißen, aber ich denke, das machen wir dann an unserem 10 Jahres Jubiläum einfach zu dritt als kleine Familie (:

Für Notfälle hat jeder von uns eine Ausweis mit, in welchem steht, wer zu verständigen ist. Und ich fänds auch keine Tragödie, wenn es zuerst meine Eltern erfahren würden oder ich von seinen Eltern, da tut doch in solch einer Situation nichts mehr zur Sache bei.

Unseren gemeinsam Besitz (einstweilen eh noch nicht viel, aber bald ein bissi mehr) sichern wir mit Verträge, etc. ab.

Kurz nach der Geburt unseres Babys haben wir gemeinsame Obsorge beantragt.

Seifenblase
26.06.2013, 09:01
Nein, wir sind zwar seid bald 10 Jahren ein Paar (Jugendliebe :love:) aber wir haben einfach nicht das Bedürfnis zu heiraten. Wir sind beide weder wirklich religiös noch stehen wir gerne im Mittelpunkt. Hin und wieder reizt uns die Idee schon, unserer Liebe zu Ehren ein großes Fest zu schmeißen, aber ich denke, das machen wir dann an unserem 10 Jahres Jubiläum einfach zu dritt als kleine Familie (:

Für Notfälle hat jeder von uns eine Ausweis mit, in welchem steht, wer zu verständigen ist. Und ich fänds auch keine Tragödie, wenn es zuerst meine Eltern erfahren würden oder ich von seinen Eltern, da tut doch in solch einer Situation nichts mehr zur Sache bei.

Unseren gemeinsam Besitz (einstweilen eh noch nicht viel, aber bald ein bissi mehr) sichern wir mit Verträge, etc. ab.

Kurz nach der Geburt unseres Babys haben wir gemeinsame Obsorge beantragt.

Ich find wer sich so gegenseitig mit Verträgen absichert ist eh verheiratet ;) Nur halt a bissl komplizierter.

majos
26.06.2013, 14:36
Ich find wer sich so gegenseitig mit Verträgen absichert ist eh verheiratet ;) Nur halt a bissl komplizierter.

Wenn du alle Lebensformen an der Ehe misst kann jedes Zusammenleben mit einem Mann nur eheähnlich erschienen ...

majos
26.06.2013, 14:37
Ich dachte, sie meint damit, sich komplett auf den anderen einzulassen. Und das kann ich halt auch ohne Trauschein.

Mein sie ja auch;) - ich hab nur meine gedanken zu dem Wort "Endgültiger Schritt" weitergesponnen.

Bruno
26.06.2013, 15:13
Eine Firma fällt aber nie in die zu teilenden Sachen bei einer Scheidung hinein - zumindest in Österreich. Nicht mal wenn sie während der Ehe gegründet wurde. Die Firma und alles was dazugehört, bleibt Eigentum des einen Ehepartners. Das war eine der Aussagen der Rechtsberatung, die ich mir angehört hab, wie mein Mann seine Firma gegründet hat.



bine
Ja aber wenn man Einzelunternehmer ist und keine GmbH oder so hat, haftet man mit seinem Privatvermögen, das kann auch das gemeinsame Haus sein.

Die Firma bleibt natürlich immer bei dem, dem sie gehört.

zwerg
26.06.2013, 15:39
Ich gehöre wohl zu den Leuten (für manche von euch) die viel zu bald geheiratet hat... Ich war 23 Jahre und zum Zeitpunkt der Eheschließung bereits 5,5 Jahre mit meinem Mann zusammen. Wir haben höhen und tiefen durchgemacht und gemeinsam gelacht und geweint.
Warum haben wir geheiratet?? Einfach aus richtiger Liebe.. Wir wollten auch ohne Kind bereits als Familie gesehen werden. Ich liebe es den gleichen Namen wie mein Mann zu tragen und freue mich drauf, wenn auch unser Zwerg den gleichen Namen trägt wie Mama & Papa!! :love:

Außerdem war ich als Kind lange in der Situation, dass meine Eltern nicht verheiratet waren und wir somit nicht einen Namen getragen haben und das fand ich echt ätzend... Wir hatten keine Türglocke/Postkasteb mit der Aufschrift Fam. *** sondern 2x Nachname... MICH hat das als Kind total gestört...

Die Eltern meiner Nichte sind ebenfalls nicht verheiratet und auch sie findet es doof...

Ich habe mich bewusst auch öffentlich durch Namensänderung dazu entschlossen, dass man uns SOFORT als Familie erkennen kann...

Was ich nicht verstehe... Warum fühlt man sich nicht in der Lage mit einem gewissen Alter die Entscheidung zu treffen zu heiraten, da man sich ja nicht sicher sein kann, dass die Beziehung ein Leben lang hält, man aber schon teilweise sehr bald sich ein gemeinsames Kind 'anschafft'?!?
Eine Ehe kann man ganz schnell mit ner Unterschrift beenden, ein Kind bindet allerdinhs ein Leben lang an den anderen Elternteil...
Also wenn man sich an niemanden offiziell binden will, sollte man sich am besten in ner Samenbank begruchten lassen

BineR
26.06.2013, 16:01
Ja aber wenn man Einzelunternehmer ist und keine GmbH oder so hat, haftet man mit seinem Privatvermögen, das kann auch das gemeinsame Haus sein.

Die Firma bleibt natürlich immer bei dem, dem sie gehört.
Ja, mein Mann ist Einzelunternehmer, das ist uns sehr bewusst und auch dagegen kann man sich absichern - denn wenns mir gehört, kanns ihm keiner wegnehmen. Ich hafte nicht für seine Firma, auch nicht als Ehefrau. Also gehört die Genossenschaftswohnung samt Schulden mir alleine.

lg
bine

majos
26.06.2013, 16:07
Was ich nicht verstehe... Warum fühlt man sich nicht in der Lage mit einem gewissen Alter die Entscheidung zu treffen zu heiraten

Sich mit den Argumenten anderer Menschen auseinander zu setzten scheint manchmal echt schwer zu sein. Tatsache: Es gibt leute die es nicht als erstrebenswert erachten verheiratet zu sein/zu heiraten,... D.h. die Person, die sich gegen eine heirat entscheidet ist in der Lage eine Entscheidung zu treffen - nämlich dagegen ;)

Zu der Samenbanklogik: Soll das etwas heißen, dass Menschen die nicht heiraten wollen zu keiner engen bindung fähig sind? - hohöm:confused: - da könnt ich genauso argumentieren - wozu menschen die Heiraten sie absicherung durch den Staat brauchen um sich gegenseitig geliebt zu fühlen... ? (und bitte darüber jetzt keine debatte lostreten - das ist nicht meine ansicht im engeren sinn, es ist ein argument, dass mein Konter-argument gegen die Samenbanklogik von Zwerg bekräftigen soll)

zwerg
26.06.2013, 16:35
@ majos: Anscheinend hab ich mich nicht deutlich ausgedrückt... Dieser Post geht an diejenigen, die der Meinung sind, dass sie nicht dazu bereit sind sich für einen Menschen im Leben zu entscheiden, aber dennoch mit einem gewissen Menschen ein Kind möchten/haben (ne engere Bindung und das ein Leben lang gibts nicht...)
Siehe auf der ersten Seite gleich einer der ersten Posts...
Ich hoffe das war jetzt verständlich...

lula
27.06.2013, 15:23
für uns war auch ein wichtiges argument für die ehe, dass jeder für den anderen medizinische entscheidungen treffen und im schlimmsten fall auch die art uns weise der beerdigung gestalten kann.

wenn also mein mann einen schweren unfall hätte und z.b. im koma läge, dann dürfte ich, als seine lebensgefährtin keine medizinischen entscheidungen treffen, sondern ausschliesslich seine eltern und umgekehrt.
es war uns wichtig, dass ich für ihn und er für mich entscheidet und sich gegebenfalls keiner mit unseren eltern streiten muss (was nicht ausgeschlossen werden kann).

mit der eheschliessung haben wir entschieden, dass wir einander nicht nur emotional, sondern auch rechtlich näher stehen als unseren stammfamilien.

mamasya
28.06.2013, 00:41
Bzgl sinnhaftigkeit der Ehe im Fall des Falles: Meine Tante hat geheiratet, nachdem sie eigentlich eh schon wussten, dass sie zusammen bleiben wollten, Haus gebaut und 2 Kinder in die Welt gesetzt hatten - leider aus einem eher traurigen Anlass: Ihr damaliger LG und jetziger Mann hatte einen schlaganfall, GsD gut ausgegangen, und sie wussten: Seine Eltern würden ihr alles streitig machen, falls sich sowas wiederholt und er stirbt, Kidner der nicht. Also haben sie sobald wie möglich nach seiner Genesung standesamtlich geheiratet, um sie abzusichern. Große Hochzeit folgte dann aber auch noch.
Ich fands irgendwie schade, dass sie durch solche Umstände dazu gezwungen waren. Hab aber nie mit ihr drüber gesprochen, ob das für sie den Wert der Hochzeit geändert hat...

mamasya
28.06.2013, 00:57
Man kann auch acht mal heiraten... z.B. Elizabeth Taylor...
...oder gestern habe ich Dokus über zwei tolle Frauen gesehen, die auch beide mehrmals verheiratet waren: Josephine Baker und Ruth Westheimer.

Es ist ohnehin nicht so, dass man für immer verheiratet bleiben müsste, wenn man nicht mehr will.
Mir graut nur vor der Vorstellung allen möglichen Papierkram noch erledigen zu müssen, wenn man vom Mann die Nase voll hat und zu den Diskussionen, die zur Beendigung der Beziehung geführt haben, noch dazu gezwungen ist weiterzudiskutieren wegen der Trennungsangelegenheiten und sich womöglich alle erdenklichen Bosheiten in der Zeit auch noch gefallen lassen muss. Das kann man sich ganz einfach ersparen.
Ich habe jedenfalls schon mehrmals gesehen was sich Männer (die ihre Frauen betrogen haben und nach Jahren der Ehe die Scheidung wollten) haben einfallen lassen, um den Frauen das Leben noch so ein Jährchen schwerzumachen, Erpressung auf Unterhaltverzicht, etc. Und wie sie die Kinder (Ehe=gemeinsames Sorgerecht) dazu benutzt haben weiter Macht über die Exfrau ausüben zu können, ihren Tagesablauf durcheinanderbringen zu können, ihr weiteres Leben schlicht in eine Hölle verwandelt haben.


Das Argument kommt ja extrem oft, aber damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Gerade wenn man nicht gleich heiratet, sondern erst nach ein paar Jahren Lebensgemeinschaft, muss man doch wissen, wer da auf der anderen Seite sitzt. Ich kenn halt auch persönlich keine solchen Geschichten, vielleicht denk ich mir deswegen immer, dass diese Frauen irgendwie selber Schuld sind, dass sie jemanden heiraten, mit dem die gemeinsame Basis nicht dafür ausreicht, sich im Fall des Falles freundschaftlich zu trennen.
Aber es liegt vielleicht auch daran, dass Ehe oder auch Lebensgemeinschaft (sicher auch durch Hollywood-Liebesschnulzen) etwas idealisiert wird, ganz á la: "Man verliebt sich und schwubs ist man schon zusammen und alles ist schön:rolleyes:" Für mich wars extrem wichtig, bestimmte Sachen auszudiskutieren, Lebensvorstellungen abzuwiegen, jeweilige Prioritäten und Interessen zu kennen, bevor ich mich auch nur annährend auf was Ernstes eingelassen habe. Frau muss ja wissen, woran sie ist!

majos
28.06.2013, 08:35
Das Argument kommt ja extrem oft, aber damit kann ich mich einfach nicht anfreunden. Gerade wenn man nicht gleich heiratet, sondern erst nach ein paar Jahren Lebensgemeinschaft, muss man doch wissen, wer da auf der anderen Seite sitzt. Ich kenn halt auch persönlich keine solchen Geschichten, vielleicht denk ich mir deswegen immer, dass diese Frauen irgendwie selber Schuld sind, dass sie jemanden heiraten, mit dem die gemeinsame Basis nicht dafür ausreicht, sich im Fall des Falles freundschaftlich zu trennen.
Aber es liegt vielleicht auch daran, dass Ehe oder auch Lebensgemeinschaft (sicher auch durch Hollywood-Liebesschnulzen) etwas idealisiert wird, ganz á la: "Man verliebt sich und schwubs ist man schon zusammen und alles ist schön:rolleyes:" Für mich wars extrem wichtig, bestimmte Sachen auszudiskutieren, Lebensvorstellungen abzuwiegen, jeweilige Prioritäten und Interessen zu kennen, bevor ich mich auch nur annährend auf was Ernstes eingelassen habe. Frau muss ja wissen, woran sie ist!

Auch wenn man glaub jemanden sehr gut zu kennen kann es anders kommen im fall der trennung. ich kann das nur aus der kindersicht sagen. ich hatte 18 jahre eine gute vater-tochter beziehung und als der sich in eine andere verliebte war die schwubs obsolet. er wohnt 5 min von mir meinen großen sohn hat er genau 5 mal gesehen (also nicht mal zu seinen geburtstagen jedes mal). ich dachte auch ihn zu kennen....

Eule
28.06.2013, 10:40
Das mit dem lange Kennen ist leider keine Garantie. Ich kannte jemanden sechs Jahre lang, habe ihn fast täglich in der Arbeit gesehen, wir waren auch immer wieder aus, etc., verstanden uns gut. Nach zwei Monaten Beziehung rannte ich allerdings davon als ob der Teufel hinter mir her wäre.

Oder eine meiner Freundinnen war mit einem Mann acht Jahre glücklich zusammen bevor sie heirateten, nach zwei Kindern und sechs weiteren Jahren betrog er sie laufend, fand dann eine neue Freundin, war weg und benahm sich sehr unschön. Für sie war es u.a. arbeitstechnisch eine Katastrophe, weil sie ja auch zwei Kinder hat und plötzlich eine neue Wohnung und einen Full-time-Job mit einer Stunde Pendeln brauchte. Mann weg, Haus weg, Kinder oft beim Vater mit Freundin (alle möglichen Bestechungen und Geschenke, Freundin wurde Mama genannt,...).
Natürlich hat sich sich im Laufe der nächsten Jahre wieder aufgerappelt, aber ohne Ehe hätte sie sich sicher gar nicht so weit reingelassen. Bei allem Vertrauen und Liebe, man muss immer einkalkulieren, dass die Ehe nach ein paar Jahren kaputt ist - oder auch erst, wenn man über 50 ist. Man sollte zumindest für seine eigene Pension vorgesorgt haben und nicht dann nach vielen Jahren blöd bzw. am Existenzminimum dastehen, nur weil der Mann einmal gemeint hat er würde gut verdienen, immer für sie sorgen und sie möge doch bei den Kindern daheim bleiben.
Ich glaube, dass man ohne Ehe einfach nicht so leicht in Versuchung kommt nicht gut für sich vorzusorgen. Ehe lullt die Wachsamkeit ein.

minecraft1
28.06.2013, 12:43
finde ich komisch, verheiratet sein mit durchhalten zu vergleichen. durchhalten versuch ich zb die 5km beim frauenlauf. oder im fitnesscenter die eine stunde am laufband. durchhalten=mit was abquälen, wo das ziel nicht mehr weit ist. für mich gibts kein ziel in der ehe: weil die ehe endet, bis das........

für mich steht da auch ein kind als argument ganz vorne. und ich will auch, dass alle den gleichen namen tragen. das soll für andere offensichtlich sein, dass wir zusammen gehören. ist in der heutigen zeit auch nicht mehr der regelfall. so sieht man gleich, was sache ist.
für mich geht gar nicht zu sagen: das ist mein lebensabschnittspartner oder mein freund. das klingt für mich wie eine familie auf zeit. beide sind sich ihrer sache nicht sicher. lassen sich ein hintertürchen offen, denn es könnte ja sein........

minecraft1
28.06.2013, 12:58
Oder eine meiner Freundinnen war mit einem Mann acht Jahre glücklich zusammen bevor sie heirateten, nach zwei Kindern und sechs weiteren Jahren betrog er sie laufend, fand dann eine neue Freundin, war weg und benahm sich sehr unschön. Für sie war es u.a. arbeitstechnisch eine Katastrophe, weil sie ja auch zwei Kinder hat und plötzlich eine neue Wohnung und einen Full-time-Job mit einer Stunde Pendeln brauchte. Mann weg, Haus weg, Kinder oft beim Vater mit Freundin (alle möglichen Bestechungen und Geschenke, Freundin wurde Mama genannt,...).
Natürlich hat sich sich im Laufe der nächsten Jahre wieder aufgerappelt, aber ohne Ehe hätte sie sich sicher gar nicht so weit reingelassen. Bei allem Vertrauen und Liebe, man muss immer einkalkulieren, dass die Ehe nach ein paar Jahren kaputt ist - oder auch erst, wenn man über 50 ist. Man sollte zumindest für seine eigene Pension vorgesorgt haben und nicht dann nach vielen Jahren blöd bzw. am Existenzminimum dastehen, nur weil der Mann einmal gemeint hat er würde gut verdienen, immer für sie sorgen und sie möge doch bei den Kindern daheim bleiben.
Ich glaube, dass man ohne Ehe einfach nicht so leicht in Versuchung kommt nicht gut für sich vorzusorgen. Ehe lullt die Wachsamkeit ein.


muss einkalkulieren ist der falsche ansatz für eine heirat. wenn ich alles negative im leben einkalukuliere, ist das erstrebenswert? wenn ich alleine bin mit kindern, kann mir auch alles mögliche passieren. der arbeitgeber kann mich auch kündigen. wenn ich lange keinen job finde, schaffe ich meine 15 jahre vielleicht auch nicht und schramm am existenzminuimum. dann schramm ich lieber mit einem partner an meiner seite. verheiratet sein ist eher zum nachteil, weil beide gehälter gerechnet werden.
zum heiraten fehlt dir jedenfalls die richtige einstellung. ist gut, wenn du diesen schritt nicht machst!

minecraft1
28.06.2013, 13:05
Auch wenn man glaub jemanden sehr gut zu kennen kann es anders kommen im fall der trennung. ich kann das nur aus der kindersicht sagen. ich hatte 18 jahre eine gute vater-tochter beziehung und als der sich in eine andere verliebte war die schwubs obsolet. er wohnt 5 min von mir meinen großen sohn hat er genau 5 mal gesehen (also nicht mal zu seinen geburtstagen jedes mal). ich dachte auch ihn zu kennen....

wie man sieht hast du einen grund dafür, wie es zu deiner einstellung kommt.
aber warum beziehst du das auf deine beziehung mit deinen kindern?

lavie
28.06.2013, 14:30
ich persönlich lebe und liebe lieber bedingungslos und glücklich als andauernd wachsam und lauernd sein zu müssen. vielleicht fahr ich damit ein, so what. geht ja keinen was an außer mich. und vielleicht geht sich doch ein glückliches leben mit dem menschen, den ich liebe, aus, wer weiß. alles is möglich. ob ich darauf lauere oder nicht. und ich glaub ehrlich gesagt, dass das andauernde negativ und unsicher sein und dem anderen potenziell alles unterstellen erst so richtig den wurm reinbringt. aber das muss jeder halten, wie er mag. nennt mich naiv, is mir wurscht. naiv und glücklich is mir lieber als überdrüberaware und miesepetrig.

Seifenblase
28.06.2013, 14:55
Oder eine meiner Freundinnen war mit einem Mann acht Jahre glücklich zusammen bevor sie heirateten, nach zwei Kindern und sechs weiteren Jahren betrog er sie laufend, fand dann eine neue Freundin, war weg und benahm sich sehr unschön. Für sie war es u.a. arbeitstechnisch eine Katastrophe, weil sie ja auch zwei Kinder hat und plötzlich eine neue Wohnung und einen Full-time-Job mit einer Stunde Pendeln brauchte. Mann weg, Haus weg, Kinder oft beim Vater mit Freundin (alle möglichen Bestechungen und Geschenke, Freundin wurde Mama genannt,...).
Natürlich hat sich sich im Laufe der nächsten Jahre wieder aufgerappelt, aber ohne Ehe hätte sie sich sicher gar nicht so weit reingelassen. Bei allem Vertrauen und Liebe, man muss immer einkalkulieren, dass die Ehe nach ein paar Jahren kaputt ist - oder auch erst, wenn man über 50 ist. Man sollte zumindest für seine eigene Pension vorgesorgt haben und nicht dann nach vielen Jahren blöd bzw. am Existenzminimum dastehen, nur weil der Mann einmal gemeint hat er würde gut verdienen, immer für sie sorgen und sie möge doch bei den Kindern daheim bleiben.
Ich glaube, dass man ohne Ehe einfach nicht so leicht in Versuchung kommt nicht gut für sich vorzusorgen. Ehe lullt die Wachsamkeit ein.


Das ist doch ein tolles Beispiel. Wäre sie NICHT verheiratet gewesen und all das passiert, wäre ihr Schaden noch um vieles höher gewesen, da kannst du sicher sein!

Es gibt keine Garantien für das ewige Bestehen einer Beziehung. Aber zu sagen: deshalb heirate ich nicht, weil ich sowieso weiß, dass es schief geht ist doch furchtbar? Grad für Kinder ist das nicht nett, wenn der Vater so als Übergangslösung gesehen wird, der gleich mal wieder rausfliegen kann.

Emanzipation ist mir sehr wichtig, ich habe mein eigenes Geld und ich habe auch meinen eigenen Namen, aber wir sind eine Familie und keine Zwischenlösung und das darf auch gern auf einem Papier stehen. Mein Mann ist für dauerhaft, nicht für dazwischen, wenn wer besserer vorbeikommt.
Wer das nicht will: auch gut, ich akzeptiere JEDE Form der Familie und auch dass AE, unverheiratete, Homosexuelle, Patchwork...... Familien sind. Was ich aber nicht mag, ist wenn so getan wird als wären alle verheirateten Frauen doofe Heimchen am Herd.

Eule
28.06.2013, 15:31
ich persönlich lebe und liebe lieber bedingungslos und glücklich als andauernd wachsam und lauernd sein zu müssen. vielleicht fahr ich damit ein, so what. geht ja keinen was an außer mich. und vielleicht geht sich doch ein glückliches leben mit dem menschen, den ich liebe, aus, wer weiß. alles is möglich. ob ich darauf lauere oder nicht. und ich glaub ehrlich gesagt, dass das andauernde negativ und unsicher sein und dem anderen potenziell alles unterstellen erst so richtig den wurm reinbringt. aber das muss jeder halten, wie er mag. nennt mich naiv, is mir wurscht. naiv und glücklich is mir lieber als überdrüberaware und miesepetrig.
Es geht nicht ums Lauern, negativ, unsicher sein, etc. Glücklich ja. Aber nicht völlig bedingungslos. Es geht tatsächlich darum nicht naiv zu sein und vor lauter Romantik das Gehirn auszuschalten. Kein Problem, wenn man heiratet, aber nur, wenn die Finanzlage der Frau auch bei einer Trennung - egal ob in 5 Jahren oder in 30, in Ordnung bleibt und nicht durch die Ehe bzw. Kindererziehung eine miese Situation entsteht.
Das erfordert Durchrechnen und vielleicht auch "unromantische" Maßnahmen zu treffen zu einem Zeitpunkt wo man ganz, ganz verliebt ist - vor der Heirat, nicht Jahre später, wenn mit ein bisschen Pech der negative Fall eingetreten ist. Auch von "gemütlichen/bequemen Dingen" (lange Kinderbetreuungszeiten üder Überschuldung wegen verfrühten Hausbaus) sollte man die Finger lassen. Selbst, wenn man für den anderen aus Liebe "alles" tun würde, sollte man nicht alles tun. Nicht die Dinge, die einem selbst Schaden zufügen.
Ich kenne einige Frauen, die sich in den A... beißen, weil sie als Twen so doof und lieb, manchmal auch zu feig und bequem waren, um eigene Bedürfnisse anzumelden oder in aller Romantik auch einmal zu Sachthemen Klartext zu reden. Das Leben dauert nun einmal länger als bis 30 oder 40 oder 50.
Denken bedeutet nicht gleichzeitig automatisch miesepetrig zu sein - und auch nicht den anderen zu belauern. Man sollte sich nur nicht über den Tisch ziehen lassen und das auch noch für normal halten, weil "Liebe". Wer wirklich liebt, muss mit seinem Partner auch über sachliche Themen, Finanzen, etc. reden können, sich auch einmal gegen eine "einfache" Lösung entscheiden, die hohes Risiko in sich birgt (oft Hausbau, unleistbare Urlaube, etc.), sonst ist es wirklich romantischer Schmarrn mit Ablaufdatum. ;)

Eule
28.06.2013, 15:45
Das ist doch ein tolles Beispiel. Wäre sie NICHT verheiratet gewesen und all das passiert, wäre ihr Schaden noch um vieles höher gewesen, da kannst du sicher sein!

Wie kommst du darauf?
Unverheiratet hätte sie ihren Job nicht aufgegeben, sondern zumindest teilzeit weitergearbeitet. Sie hätte eine höhere Pension. Sie hätte nach der Trennung nicht zwei Jahre lang 60 km weit pendeln müssen bis sie wieder näher am Wohnort einen Job ergattern konnte. Sie hätte sich in der Zeit um ihre Kinder besser kümmern können. Sie hätte nicht so mühsam um Alimente feilschen müssen, wenn sie die Finanzen von Vornherein mit ihm festgelegt hätte. Alles wäre einfacher gewesen. Sie hätte das alles natürlich auch innerhalb einer Ehe machen können. Hat sie aber nicht, weil sie sich auf ihn verlassen hat. Nicht die Ehe ist ein Fehler, sondern das bedingungslose Sich-Verlassen ohne nachzurechnen was das für einen bedeutet im Trennungsfall. Ein Partner, der sich weigern würde zu heiraten, weil man so unromantisch ist und von ihm eine ordentliche Finanzgebarung verlangt und das noch vor der Hochzeit anspricht, wäre doch nichts wert, oder? Warum also nicht ansprechen? ;)

minecraft1
28.06.2013, 16:44
Wie kommst du darauf?
Unverheiratet hätte sie ihren Job nicht aufgegeben, sondern zumindest teilzeit weitergearbeitet. Sie hätte eine höhere Pension. Sie hätte nach der Trennung nicht zwei Jahre lang 60 km weit pendeln müssen bis sie wieder näher am Wohnort einen Job ergattern konnte. Sie hätte sich in der Zeit um ihre Kinder besser kümmern können. Sie hätte nicht so mühsam um Alimente feilschen müssen, wenn sie die Finanzen von Vornherein mit ihm festgelegt hätte. Alles wäre einfacher gewesen. Sie hätte das alles natürlich auch innerhalb einer Ehe machen können. Hat sie aber nicht, weil sie sich auf ihn verlassen hat. Nicht die Ehe ist ein Fehler, sondern das bedingungslose Sich-Verlassen ohne nachzurechnen was das für einen bedeutet im Trennungsfall. Ein Partner, der sich weigern würde zu heiraten, weil man so unromantisch ist und von ihm eine ordentliche Finanzgebarung verlangt und das noch vor der Hochzeit anspricht, wäre doch nichts wert, oder? Warum also nicht ansprechen? ;)

hättest du doch vorher schon in deine glaskugel geschaut!

Es geht nicht ums Lauern, negativ, unsicher sein, etc. Glücklich ja. Aber nicht völlig bedingungslos. Es geht tatsächlich darum nicht naiv zu sein und vor lauter Romantik das Gehirn auszuschalten. Kein Problem, wenn man heiratet, aber nur, wenn die Finanzlage der Frau auch bei einer Trennung - egal ob in 5 Jahren oder in 30, in Ordnung bleibt und nicht durch die Ehe bzw. Kindererziehung eine miese Situation entsteht.
Das erfordert Durchrechnen und vielleicht auch "unromantische" Maßnahmen zu treffen zu einem Zeitpunkt wo man ganz, ganz verliebt ist - vor der Heirat, nicht Jahre später, wenn mit ein bisschen Pech der negative Fall eingetreten ist. Auch von "gemütlichen/bequemen Dingen" (lange Kinderbetreuungszeiten üder Überschuldung wegen verfrühten Hausbaus) sollte man die Finger lassen. Selbst, wenn man für den anderen aus Liebe "alles" tun würde, sollte man nicht alles tun. Nicht die Dinge, die einem selbst Schaden zufügen.
Ich kenne einige Frauen, die sich in den A... beißen, weil sie als Twen so doof und lieb, manchmal auch zu feig und bequem waren, um eigene Bedürfnisse anzumelden oder in aller Romantik auch einmal zu Sachthemen Klartext zu reden. Das Leben dauert nun einmal länger als bis 30 oder 40 oder 50.
Denken bedeutet nicht gleichzeitig automatisch miesepetrig zu sein - und auch nicht den anderen zu belauern. Man sollte sich nur nicht über den Tisch ziehen lassen und das auch noch für normal halten, weil "Liebe". Wer wirklich liebt, muss mit seinem Partner auch über sachliche Themen, Finanzen, etc. reden können, sich auch einmal gegen eine "einfache" Lösung entscheiden, die hohes Risiko in sich birgt (oft Hausbau, unleistbare Urlaube, etc.), sonst ist es wirklich romantischer Schmarrn mit Ablaufdatum. ;)

total anstrengend zu lesen und negativ, negativer am negativsten. bitte tu das keinen mann an. (das mit den twen halt ich für ein gerücht)

lavie
28.06.2013, 16:48
Es geht nicht ums Lauern, negativ, unsicher sein, etc. Glücklich ja. Aber nicht völlig bedingungslos. Es geht tatsächlich darum nicht naiv zu sein und vor lauter Romantik das Gehirn auszuschalten. Kein Problem, wenn man heiratet, aber nur, wenn die Finanzlage der Frau auch bei einer Trennung - egal ob in 5 Jahren oder in 30, in Ordnung bleibt und nicht durch die Ehe bzw. Kindererziehung eine miese Situation entsteht.
Das erfordert Durchrechnen und vielleicht auch "unromantische" Maßnahmen zu treffen zu einem Zeitpunkt wo man ganz, ganz verliebt ist - vor der Heirat, nicht Jahre später, wenn mit ein bisschen Pech der negative Fall eingetreten ist. Auch von "gemütlichen/bequemen Dingen" (lange Kinderbetreuungszeiten üder Überschuldung wegen verfrühten Hausbaus) sollte man die Finger lassen. Selbst, wenn man für den anderen aus Liebe "alles" tun würde, sollte man nicht alles tun. Nicht die Dinge, die einem selbst Schaden zufügen.
Ich kenne einige Frauen, die sich in den A... beißen, weil sie als Twen so doof und lieb, manchmal auch zu feig und bequem waren, um eigene Bedürfnisse anzumelden oder in aller Romantik auch einmal zu Sachthemen Klartext zu reden. Das Leben dauert nun einmal länger als bis 30 oder 40 oder 50.
Denken bedeutet nicht gleichzeitig automatisch miesepetrig zu sein - und auch nicht den anderen zu belauern. Man sollte sich nur nicht über den Tisch ziehen lassen und das auch noch für normal halten, weil "Liebe". Wer wirklich liebt, muss mit seinem Partner auch über sachliche Themen, Finanzen, etc. reden können, sich auch einmal gegen eine "einfache" Lösung entscheiden, die hohes Risiko in sich birgt (oft Hausbau, unleistbare Urlaube, etc.), sonst ist es wirklich romantischer Schmarrn mit Ablaufdatum. ;)

aber das hat doch alles nix mit ehe oder nicht zu tun.

und wenn ich lange bei den kindern daheim bleib, mach ich das nicht aus liebe zum partner, sondern für die kinder oder für mich oder im besten fall, weil ich das will und es allen gut tut. und auch das hat nix mit verheiratet sein oder nicht zu tun.

majos
29.06.2013, 16:34
Oder eine meiner Freundinnen war mit einem Mann acht Jahre glücklich zusammen bevor sie heirateten, nach zwei Kindern und sechs weiteren Jahren betrog er sie laufend, fand dann eine neue Freundin, war weg und benahm sich sehr unschön. Für sie war es u.a. arbeitstechnisch eine Katastrophe, weil sie ja auch zwei Kinder hat und plötzlich eine neue Wohnung und einen Full-time-Job mit einer Stunde Pendeln brauchte. Mann weg, Haus weg, Kinder oft beim Vater mit Freundin (alle möglichen Bestechungen und Geschenke, Freundin wurde Mama genannt,...).


Meine Eltern waren 20 Jahre verheiratet und heute schafft es mein Vater nicht ein normales Verhältnis zu mir - geschweige denn zu ihr aufrechtzuerhalten. Zeit spielt da leider gar keine Rolle. Es gibt einfach leute, die mit trennungen und konfliktsituationen nicht umgehen können.

majos
29.06.2013, 16:50
wie man sieht hast du einen grund dafür, wie es zu deiner einstellung kommt.
aber warum beziehst du das auf deine beziehung mit deinen kindern?

Meine Vorbehalte gegenüber der Institution Ehe haben nur peripher etwas mit der Erfahrung meiner Eltern zu tun. Es wäre für mich (in meiner Situation) einfach nicht klug zu heiraten und das Bedürfnis mich durch den Staat zu einer Einheit zusammenzurren zu lassen, tut mir leid, dass verspür ich gar nicht.

majos
29.06.2013, 16:54
Wie kommst du darauf?
Unverheiratet hätte sie ihren Job nicht aufgegeben, sondern zumindest teilzeit weitergearbeitet.

Also das Argument versteh ich nicht - auch in der Ehe muss man sich nicht völlig vom anderen abhängig machen. Da gehört schon eine gehörige Portion (sag jetzt nicht was ich mir denk)... dazu.;)

majos
29.06.2013, 16:56
aber das hat doch alles nix mit ehe oder nicht zu tun.

und wenn ich lange bei den kindern daheim bleib, mach ich das nicht aus liebe zum partner, sondern für die kinder oder für mich oder im besten fall, weil ich das will und es allen gut tut. und auch das hat nix mit verheiratet sein oder nicht zu tun.

Stimmt in bezug auf die Heirat. Das langes zuhausebleiben der Frau, allen gut tut, stimmt aber leider nie.. denn sie macht sich ohne eigene Ressoucen jedenfalls von ihren LG oder mann abhängig. Der Frau kann es daher langfristig gesehen nicht gut tun. (Finde ich)

mamasya
29.06.2013, 17:03
Ich denke auch, dass das Problem in den Fällen die blauäugigkeit des Frauen ist. Ich bin z.B. verheiratet, zweites Kind unterwegs, aber ich bin dabei meine Ausbildung abzuschließen, und mein Mann unterstützt mich dabei, finanziert mir das zumindest teilweise.
Aber ich bin auch der Meinung, dass frau doch auch nachdenken sollte, bevor sie eine Ehe, oder auch eine Beziehung eingeht. Bevor ich eine gemeinsame Wohnung beziehe, möcht ich doch auch (so gut es geht) wissen, woran ich bin. Und da soltle man schon soweit sein, über alles mögliche, was auf eine im gemeinsamen Leben zukommen kann, nachzudenken und gemeinsam darüber zu sprechen, wie man sich die jeweilige Situation vorstellen könnte: Kinder, Karenz, Ausbildung, Haushaltsführung, Scheidung oder auch Tod eines Partners.
Deine Beispiele haben mich aber schon schockiert, Eule. Aber die Beispiele, die du genannt hast (Hausbau, lange Kinderbetreuungszeit, etc.) gelten auch ohne Trauschein, genau überlegen solte frau immer!