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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit Kindern neben einem Fluss leben?



Zwergenmann
25.04.2012, 14:36
Wir haben ein neues Wohnobjekt im Auge. Es würde von der Lage und allem Drum und Dran super passen.

Das einzige was mich stutzig macht ist, dass es direkt neben der Mur (relativ reißend) steht. Unser Garten wäre natürlich abgezäunt, danach kommt eine schmale Straße, aber dann geht die Böschung gleich zum Fluss runter.
Ich habe zwei kleine Buben. Man kann wohl noch so viel predigen und verbieten zum Fluss zu gehen, aber spätestens wenn sie mal 13/14 sind, dann ist das ein magischer Anziehungspunkt.
Mein Mann hat sogar gesagt, er wäre in dem Alter dort surfen gegangen! :eek::eek:

Wie ist eure Meinung?
Wie gesagt, sonst wäre das Objekt ideal!

mane9
25.04.2012, 15:04
wir haben unser haus neben einem rinnsal gebaut, das nur wenige tage im jahr den namen bach verdient.
selst dieses rinnsal (noch unbezäunt) macht mir grobe bauchschmerzen. eines ist sicher: kinder machen ab einem gewissen alter mehr blödsinn als frau mutter wissen will :o andererseits ist es kaum möglich alle eventualitäten zu vermeiden.
von mir also kein rat in irgendeiner richtung.

montag
25.04.2012, 15:09
mein bruder ist mit 11 in die salzach gefallen (und gott sei dank wieder lebend rausgekommen). wir haben nicht danebengewohnt...

mir persönlich würde das leben neben einem fluß nicht so viel ausmachen (außer wegen dem geräusch vielleicht), die kinder sind so von vornherein besser auf die gefahr sensibilisiert als wenn man weiter weg wohnt (siehe erster satz) und so eher vor blödsinnigkeiten gefeit.

Elli
25.04.2012, 19:15
Ich kann deine Bedenken gut nachvollziehen! Die Sicherheit der Kinder sollte immer vorgehen, allerdings ist es ja schon mal ein guter Schutz (zumindest im Kleinkindalter), wenn das Objekt rundherum eingezäunt ist.


Wir haben uns mal ein Grundstück auch direkt an einem Fluss angesehen und dort hat halt dagegen gesprochen, dass, sofern es zu einem Hochwasser kommt, das Areal mit Sicherheit betroffen ist und man daher auch bestimmte bauliche Maßnahmen einhalten musste. Bei einem Haus auf jeden Fall auf Hochwassergefahr/Feuchtigkeitsschäden schauen! Soetwas kann sonst sehr teuer werden.


Alles Liebe!

Zwergenmann
25.04.2012, 19:16
mein bruder ist mit 11 in die salzach gefallen (und gott sei dank wieder lebend rausgekommen). wir haben nicht danebengewohnt...

mir persönlich würde das leben neben einem fluß nicht so viel ausmachen (außer wegen dem geräusch vielleicht), die kinder sind so von vornherein besser auf die gefahr sensibilisiert als wenn man weiter weg wohnt (siehe erster satz) und so eher vor blödsinnigkeiten gefeit.


So habe ich das noch nicht gesehen. Klingt zwar vernünftig, aber ob das der Realität entspricht? Ich meine, kann man Kinder wirklich auf die Gefahr sensibilisieren? ....

Stonifreedom
25.04.2012, 19:23
So habe ich das noch nicht gesehen. Klingt zwar vernünftig, aber ob das der Realität entspricht? Ich meine, kann man Kinder wirklich auf die Gefahr sensibilisieren? ....

Das glaub ich schon! Wir wohnen im 8. Stock mit großer Dachterrasse...selbst wenn wir alle draußen sind, müsste ich Sohnemann immer hinterher dackeln um ihn im Auge zu haben.
Wir haben ihm von Anfang an eingeschärft, dass er NIE auf die Brüstung klettern darf, wenn er runter schauen will. Er kann einen von uns holen und wir heben ihn dann hoch.
Wir verbringen jetzt den 3. Sommer in der Wohnung und noch nie hat er (5 Jahre) Blödsinn gemacht. Wir haben aber auch nicht um den heißen Brei herum geredet, sondern ihm ganz klar gesagt, dass er sich schwer verletzen kann (z.B. nicht mehr gehen kann) oder tot ist, wenn er runterfällt.
Was auch hilft, das am Balkon ein Element aus Glas ist und er da problemlos alleine runterschauen kann.

Grad bei einem Fluss kann man ja auch anhand von z.B. Papierschiffchen demonstrieren, wie reißend der Fluss ist und das man gegen die Strömung keine Chance hat.

DaisyD
25.04.2012, 19:26
Ich versteh zwar schon deine bedenken, aber dann dürfte man ja in der Nähe einer straße auch nicht wohnen.....

Aber ich geb schon zu, ein gewisses alter, in dem sie eigentlich schon allein herumstreifen dürften, wenn nicht..... Ist sicher kritisch...

montag
25.04.2012, 21:47
Ich versteh zwar schon deine bedenken, aber dann dürfte man ja in der Nähe einer straße auch nicht wohnen.....

Aber ich geb schon zu, ein gewisses alter, in dem sie eigentlich schon allein herumstreifen dürften, wenn nicht..... Ist sicher kritisch...

Aber wenn sie alt genug sind um allein herumstreifen zu können, können sie theoretisch auch in einem fluß ertrinken ohne danebenzuwohnen.

ich glaub mit gefahren zu leben ist einfacher als alle abwenden zu wollen. dein straßenbeispiel ist sehr gut. ich bin in einem kaff aufgewachsen, wenn wir dort bei meinen eltern zu besuch sind ist meine mama immer schwer begeistert daß mein kind brav auf den selten vorkommenden gehsteigen geht, bei jedem gassl schaut ob was kommt etc.

ein kind das sehr entlegen wohnt und mit durchzugstraßen nicht viel am hut hat ist sicher gefährdeter im straßenverkehr als ein großstadtkind welches tagtäglich mit der gefahr konfrontiert wird.

mane9
26.04.2012, 08:01
bei unserem rinnsal ist meine angst sicher aufs kleinkindalter beschränkt.
bei einem fluß hätte ich um teenagerkinder angst. was mein mann für blödsinn aufgeführt hat (changierend zwischen kleinkriminell und lebensgefählich) wovon seine eltern rein gar nichts mitbekommen haben macht mir jetzt schon hinsichtlich meiner buben bauchschmerzen. (das surfen in der mur ist ebenso nicht gerade kleinkindsport - aber teenagern durch und durch zu zutrauen. teenager auf gefahr zu sensibilisieren ist ziemlich zwecklos).

montag
26.04.2012, 08:20
aber für den teenager ist es wurst ob er daneben wohnt oder nicht. der blödsinn lauert überall

Raabenweib
26.04.2012, 08:49
ich hab mit drei kindern neben einem fluss gewohnt und sie sind nie runter weil sie das von anfang an wussten, dass sie da ohne eltern nicht runter dürfen.
der nachbarjunge ist dreimal reingefallen und wurde raus gezogen. meiner ist trotzdem ich dabei war einmal ohne schwimmflügerl reingesprungen und wurde von nachbarn rausgefischt.
die gefahr besteht immer.

PinkPanther
26.04.2012, 09:07
mein bruder und ich haben jahrelang neben der schwarza gewohnt (garten direkt neben dem fluß - ohne zaun!) es gab vom garten 7 stufen runter auf einen podest, und von dem aus konnte man sogar in den fluß reingehen (im sommer, wenn er wenig wasser führte und nicht so reißend war).
wir haben niemals nie blödsinn gemacht. keiner von uns ist jemals aus versehen reingefallen o.ä.

jetzt aber, seitdem mein bruder und ich kinder haben, hat meine mutter einen zaun gemacht, damit die kleien nicht runterfallen bzw. die stufen runter laufen.

bedenken hätte ich im kleinkindalter. mit 13 oder 14 sollte man einem jungen menschen doch einiges an gesundem menschenverstand zutrauen.

PiQuadrat
26.04.2012, 09:31
Ich habe zwei kleine Buben. Man kann wohl noch so viel predigen und verbieten zum Fluss zu gehen, aber spätestens wenn sie mal 13/14 sind, dann ist das ein magischer Anziehungspunkt.
Kinder in dem Altern machen Blödsinn oder eben nicht. Aber das ganz unabhängig davon, wo sie wohnen.

EvaSabine
26.04.2012, 21:13
Ich denke, dass jedes Kind anders ist... wer hat gerade das Beispiel mit der Dachterrasse genannt? Also ich weiß, würde ich so wohnen hätte ich wahrscheinlich keine Tochter (4,5) mehr:(, denn einschärfen oder dergleichen hilft genau NICHTS bei ihr.

Dennoch glaube ich auch, wenn man jahrelang daneben wohnt ist der Reiz nicht derselbe, wie der, wenn man endlich mal die Gelegenheit hat dort zu surfen... Die Murpromenade ist wunderschön... ich hab immer alle beneidet, die dort leben:)

Zwergenfee
27.04.2012, 01:24
es kommt eben darauf an - wieweit das Kind das bereits versteht - dass rinnendes Wasser nichts ist in dem man planschen sollte.

Und selbst ich wundere mich mit fast schon 40 Jahren teilweise sehr - was die jugendlichen hier aufführen. So gesehen im letzten Hochwasser am hiesigen Bach - nun ja - bei Hochwasser wird dass schon ein 4 meter breiter - reissender Strom - mit etlichen Treppen drinnen - wo sich die Jugendlichen an Bäumen usw Leinen festbinden sich draufstellen und dort in der Brandung rumsurfen :rolleyes::rolleyes::rolleyes:

Mary555
27.04.2012, 06:38
Hallo!

Wir wohnen auch direkt neben einem Bach, der ist allerdings nicht reißend oder so, sondern ein langsam fließender.

Bei uns ist die Gefahr wahrscheinlich mit dem Kleinkinalter vorbei. Schwimmen können sie mittlerweilen beide, der Große mittlerweilen gut genug, dass er wenn er reinfallen würde wieder alleine rauskommt.
Trotzdem dürfen sie nie alleine runter gehen und vorallem der Kleine, der ja weiß dass er nicht gut schwimmen kann hält mehrere Meter Sicherheitsabstand zum Wasser.
Allerdings ist das ein ruhiger Bach und wenn sie älter sind auch ein netter "Spielplatz".

Ich glaube man kann die Kinder schon dazu erziehen und wenn ihr direkt neben dem Fluß wohnt hast du das besser im Auge.

LG
Mary