Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nochmal medizinische Frage zur Arthrose!
Nailstar
28.06.2004, 09:55
Gibt es einen Zusammenhang, zwischen Arthrose und "schlechte" Zähne...??
Irgendeinen Mangel an Vitamine oder Nährstoffe??
DerGrosseBaer
28.06.2004, 10:28
Gibt es einen Zusammenhang, zwischen Arthrose und "schlechte" Zähne...??
Irgendeinen Mangel an Vitamine oder Nährstoffe??
Wie so oft spielt die Ernährung eine wichtige Rolle bei dieser Erkrankung.
Menschen mit einer entzündlichen oder degenerativen rheumatoiden Arthritis sollten weitgehend auf tierische Fette verzichten. Diese enthalten nämlich in hohen Konzentrationen Arachidonsäure (http://www.ernaehrung-fuer-gesundheit.de/Fette/AA.html), welche entzündungsfördernd ist. Gegenspieler zur Arachidonsäure sind viele pflanzliche Fette.
Der erste - und auch sinnvollste Weg liegt in dem weitgehenden Verzicht auf tierische Fette. Der Zweite ist die vermehrte Zufuhr an Alpha- und Gamma-Linolensäure. Diese Linolensäuren verdrängen die Arachidonsäure. Aus der Linolensäure bildet der Körper wieder - diesmal entzündungshemmende Prostaglandine und Leukotriene.
Jede Entzündung ist durch das Auftreten von schädlichen Sauerstoffradikalen gekennzeichnet. Gegenspieler der Sauerstoffradikale sind das Vitamine C und Vitamin E. Man nennt diese Vitamine auch Antioxydantien.
Fasten (natürlich unter ärztlicher Aufsicht!) ist ebenfalls empfehlenswert. Von Fastenkuren weiß man, dass viele Menschen mit rheumatischen Beschwerden oder Schmerzen aufgrund von einer Arthrose sehr von Fastenkuren profitieren. Das Befinden dieser Patienten bessert sich in der Regel danach. Ob langfristige Besserung eintritt oder ob das Leiden nur kurzfristig verschwindet entscheidet jeder selbst. Kehren sie zu ihren Ernährungsgewohnheiten zurück, kehrt auch das alte Leiden zurück!
Buchtips zum Thema Arthrose (http://www.amazon.de/exec/obidos/external-search?tag=argewellness-21&keyword=arthrose&index=books-de)
Buchtips zum Thema Fasten (http://www.amazon.de/exec/obidos/external-search?tag=argewellness-21&keyword=fasten&index=books-de)
Nailstar
28.06.2004, 11:16
Von Fastenkuren weiß man, dass viele Menschen mit rheumatischen Beschwerden oder Schmerzen aufgrund von einer Arthrose sehr von Fastenkuren profitieren.
[/url]
...keine gute Idee, ich denke, ich habe die Probleme erst mit dem fasten bekommen....
Kann der Hausarzt einen Mineralien/oder-was-auch-immer-mir-abgeht-Check
machen?? Blutbild, oder wo sieht man das?
Danke schon mal.... :D
Ich glaube ich hätte einen Arzt heiraten sollen :rolleyes:
Kann der Hausarzt einen Mineralien/oder-was-auch-immer-mir-abgeht-Check
machen?? Blutbild, oder wo sieht man das?
ja kann er, wurd bei mir auch gemacht.
ich hab zwar auch arthrose aber meine zanderl sind völlig o.k.
Nailstar
28.06.2004, 11:27
@Sonja5
Danke für die Info.... :herz:
Matthias
28.06.2004, 12:30
1. Arthrose ist nicht gleich Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine autoimmun erzeugte Entzündung, meist der Gelenke. Eine RA kann zur Arthrose führen, also zur teilweisen Zerstörung des Gelenks. Eine Arthrose kann aber auch durch ganz normale oder erhöhte Abnutzung ohne direkt Entzündung entstehen. Die Arthrose wiederum kann "aktiviert" werden, dass heisst sich entzünden, das tut dann meistens weh. Das ist dann aber keine Autoimmunangelegenheit.
2. Der Arachnidonsäurezyklus spielt eine Rolle bei der RA.
3. Vitamingaben wie Vitamin E können etwas helfen, ich habe allerding noch nie gehört, dass das bei jemand mit RA wirklich genügt.
3. Fasten taugt nichts. Durch Fasten wird der Körper in eine Notprogramm gedrückt. Er fährt die Immunabwehr hinunter, dadurch gibt es zeitweilig weniger Autoimmunprozesse, also weniger RA, aber eben auch eine erhöhte Infektanfälligkeit. Zudem wird der Körper gezwungen von seinen Reserven zu zehren. Dass dabei eher Abbauprozesse beschleunigt werden liegt auf der Hand. Genau diese will man ja bei Arthroseprophylaxe verhindern.
Gut fühlt man sich beim Fasten, da der Körper Endorphine ausschüttet, um den Menschen trotz Notprogramm handlungfähig zu halten, damit er sich wieder Essen besorgen kann. Der Mensch wird dadurch also auch psychisch noch mehr auf die Nahrungssuche konzentriert. Dies kann dazu führen, dass er danach entweder erst recht "zuschlägt" oder die andere Richtung zur Magersucht einschlägt. Essstörungen werden durch Fasten also auch eher gefördert als gebremst.
DerGrosseBaer
29.06.2004, 07:15
...keine gute Idee, ich denke, ich habe die Probleme erst mit dem fasten bekommen....
Vom Fasten bekommt man keine Arthrose. Du solltest mal mit einem Arzt reden, der sich mit dem Fasten auskennt.
Nailstar
29.06.2004, 07:44
Vom Fasten bekommt man keine Arthrose. Du solltest mal mit einem Arzt reden, der sich mit dem Fasten auskennt.
...ich faste seit 10 Jahren, ich schätze mal, wenn sich daraus eine Magersucht entwickelt, dann fehlen ständig Nährstoffe und das wirkt sich auch auf den Körper negativ aus, ist halt so meine Phantasie... :rolleyes:
Matthias
29.06.2004, 08:42
Ich kenne definitiv mindestens 2 Frauen die zumindest an der absoluten Gewichtsuntergrenze lavieren und trotzdem meinen mehrfach im Jahr fasten zu müssen, weil es ja so gut sei. Die sind auch ständig dabei aufs Gewicht zu gucken (inkl GG). Dabei ist es bestimmt nicht der Blick auf die Modells, dafür sind sie nicht der Typ. Es geht um die Kontrolle über den eigenen Körper. Genau die kann aber dabei abhanden kommen.
Nailstar
29.06.2004, 09:02
.....Es geht um die Kontrolle über den eigenen Körper. Genau die kann aber dabei abhanden kommen.....
Yes...so is es..
DerGrosseBaer
29.06.2004, 09:15
Es ging ums Thema Arthrose, schon vergessen? ;)
DerGrosseBaer
29.06.2004, 09:16
...ich faste seit 10 Jahren, ich schätze mal, wenn sich daraus eine Magersucht entwickelt, dann fehlen ständig Nährstoffe und das wirkt sich auch auf den Körper negativ aus, ist halt so meine Phantasie... :rolleyes:
Wie wichtig ist Dir Deine Phantasie? Bist Du bereit, darüber mit einem Arzt oder Ernährungsberater zu reden?
Nailstar
29.06.2004, 09:24
Mein Arzt ist wieder mal auf Urlaub.... :D
DerGrosseBaer
29.06.2004, 09:29
Aber er kommt wieder... und dann...
Nailstar
29.06.2004, 09:43
Ja, na klar, ich bin ja dort schon Stammgast, Hypochonder eben.... :rolleyes:
@Nailstar,
nur noch einmal was Prinzipielles zu Arthritis und Arthrose.
Arthritis ist eine Gelenkentzündung, die kann zum rheumatischen Formenkreis gehören (= Autoimmunerkrankung, kleine Gelenke betroffen) oder durch Bakterien oder deren Toxine/Viren ausgelöst werden (Infektionserkrankung, meist große Gelenke betroffen) oder durch Reizung eines arthrotischen Gelenkes (= aktivierte Arthrose) entstehen. Hat alles Null mit Ernährung, Nährstoffmangel etc.pp. zu tun. Es wird viel geredet, dass Antioxidantien, allen voran Vitamin E, hier der Stein der Weisen sind. Das ist keineswegs so sicher belegt, wie die Protagonisten immer behaupten.
Eine Arthrose ist eine degenerative, nicht-entzündliche Gelenkerkrankung. Sie basiert u.a. auf altersbedingten oder belastungsbedingten Gelenkschäden. Sie betrifft, wenn man vom Kiefergelenk einmal absieht, meist große Gelenke, v.a. die, die Gewicht tragen (Hüfte, Knie). Das Problem der Arthrose ist in der Regel, dass das Gelenk „trocken“ reibt und so der Gelenkknorpel zerstört wird, der nicht wieder regenerieren kann (!). Danach reibt der Knochen aufeinander, was zu weiteren Zerstörungsprozessen führt, die Knochenhaut wird gereizt, entzündet sich (= aktivierte Arthrose). Auch das hat Null mit Ernährung zu tun, wenn man vom Problem Überernährung/Übergewicht einmal absieht.
Ausreichend Vitamine und Mineralien sind nie schädlich, aber eine Arthrose durch Auffüllen der Nährstoffspeicher aller Art heilen zu wollen, geht leider nicht. Wenn man deutlich (Es geht hier nie um die 4-5 Pfund zu viel, sondern um Größenordnungen oberhalb des „Normal-BMI“ von 25.) übergewichtig ist, kann Abnehmen sehr hilfreich sein, um die Gelenke zu entlasten, das reduziert den weiteren Verschleiß, macht den Zerstörungsprozess jedoch nicht rückgängig.
Basiert die Arthrose auf Fehlbelastung, falschen Bewegungsmustern etc. kann man versuchen, diese Belastungen/Muster krankengymnastisch oder mittels Sporttherapie zu korrigieren. Sporttherapeuten sind eine rare Spezies, ich bin froh, einen in der Familie zu haben, der sich meines Bürorückens annimmt.
Claudia
Nailstar
29.06.2004, 11:39
Danke!!
Ich Depp, meinte eigentlich Osteoporose... :rolleyes: :D
DerGrosseBaer
29.06.2004, 19:14
Danke!!
Ich Depp, meinte eigentlich Osteoporose... :rolleyes: :D
Osteoporose ist auf jeden Fall mit der Ernährung verbunden.
Gesund bis auf die Knochen - Osteoporose (http://www.mdr.de/hier-ab-vier/natuerlich-gesund/1388381.html)
Osteoporose - Raubbau an den Knochen (http://www.mdr.de/hauptsache-gesund/808649.html)
Osteoporose und Ernährung (http://www.mdr.de/brisant/gesundheit/812631-hintergrund-815815.html)
Buchtips zum Thema Osteoporose (http://www.amazon.de/exec/obidos/external-search?tag=argewellness-21&keyword=osteoporose&index=books-de)
Matthias
29.06.2004, 19:18
Osteoporose ist auf jeden Fall mit der Ernährung verbunden.[/url]Und mit der Bewegung.
Und mit der Genetik.
Dabei fällt mir dann noch ein Langzeitmedikament ein, das Osteroperose verursachen kann: Kortison. Die Betonung liegt immer bei Langzeit. Ich amüsiere mich immer grimmend, wenn sich Leute weg 7 oder 14 Tagen Kortison im Alter mit Oberschenkelhalsbruch liegen sehen.
1. Arthrose ist nicht gleich Arthritis
Rheumatoide Arthritis ist eine autoimmun erzeugte Entzündung, meist der Gelenke.
Eine RA kann zur Arthrose führen, also zur teilweisen Zerstörung des Gelenks. Eine Arthrose kann aber auch durch ganz normale oder erhöhte Abnutzung ohne direkt Entzündung entstehen.
Die Arthrose wiederum kann "aktiviert" werden, dass heisst sich entzünden, das tut dann meistens weh. Das ist dann aber keine Autoimmunangelegenheit.
Kann man das auch in den Fingern bekommen? Meine sind seit ein paar Tagen ziemlich starr und schmerzen bei jeder Bewegung.:confused:
Copyright ©2000-2013, Parents.at Internet Service GmbH.