Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : lachendes und weinendes auge
Füchlein
30.05.2004, 08:51
auf der einen seite würde ich ihn genre loswerden weil er mich fürchterlich nervt. dann hat er wieder anfälle in denen er sich "perfekt" benimmt. aber wie gesagt nur anfälle.
wart ihr bei der trennung nur froh endlich alleine zu sein oder hattet ihr auch ein lachendes und ein weinendes auge?
vom gefühl her ist er sowas wie ein freund. ich würde ihm aber nie wünsche, träume, probleme oder sonstiges anvertrauen.
Hallo!
Bei mir war es so, das ich letztendlich einfach nur froh war, das es vorbei ist! Sicherlich hab ich mir später noch darüber Gedanken gemacht, wie es IHM geht, wie er finanziell über die runden kommt (hat ziemliche Schulden) - aber seit ca. einem 1/2 Jahr ist er mir sowas von egal - hat sich einiges während der letzten Jahre geleistet - er sieht seine Kids selten bis gar nicht!Momentan geniesse ich unser alleinsein! Und fühle mich gut dabei! Ich habe zwar Freund, aber ich möchte zur Zeit nicht, das er bei uns einzieht - WILL meine/unsere Selbsttändigkeit NICHT aufgeben!Und das wird von ihm akzeptiert! Weiss aber nicht, wie es in einem Jahr ausschaut wird - MOMENTAN ist es für uns alle das Beste! Lg Andrea
wuschel-maus
01.06.2004, 19:18
Also ich war auf der einen Seite totunglücklich weil er weg war und dachte,nun sei mein Leben vorbei und dann kam plötzlich auch ein gewaltiges positives Gefühl zum Vorschein;
plötzlich bekam ich das Gefühl, daß mich da etwas total wundervolles erwarten würde...daß ich das erste mal in meinem Leben die Chance hätte mich selbst zu entfalten wie ICH bin und nicht,wie andere mich haben wollen (wir waren zusammen seit ich 15 war); ich konnte tun und lassen was ich wollte (also schon mit Rücksicht auf die Kinder), aber plötzlich war ich frei und konnte leben und ich fuhr das allererste mal mit meinen Kindern auf Urlaub!!!
Ich bemerkte,daß die Leute MICH mochten und ich nicht bloß der Schatten meines Mannes war (wie ich all die Jahre geglaubt hatte) ; und ich bemerkte, daß mich die Männer noch begehrenswert fanden (obwohl mein Exmann immer meinte, ich würde mir wohl eh nie wieder einen anderen Mann finden, weil ich zu dick und zu hässlich sei und ihm ohnehin nie das Wasser reichen hätte können); es tat mir so gut anerkannt zu werden, viele Leute unterstützten mich; in dieser Zeit probierte ich das allererste Mal meine Weiblichkeit aus (wie gesagt ich war als wir zusammenkamen 15 und er war mein erster Freund und als wir uns trennten 28);hatte einige One-Night-Stands, was normalerweise gar nicht meine Art ist, aber es tat mir so unheimlich gut in dieser Zeit so ein bissl die Bestätigung zu bekommen, Du siehst gut aus, Du bist gut, Du bist begehrenswert und nicht das graue Mäuslein, welches ER mir immer eingeredet hatte zu sein.
Es war eine total schlimme Zeit, die allerschlimmste Zeit meines Lebens zugleich aber auch eine Tolle, aus der ich irrsinnig viel gelernt habe, auch über mich selbst:-))
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