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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : stottern



tikimama
29.05.2010, 21:00
da mir im "kindergesundheitsforum" zwar die liebe schamanin geantwortet hat, sonst aber niemand etwas zu dem thema sagen konnte, wollt ich mein anliegen noch mal hier vorbringen. vielleicht hat ja von euch jemand erfahrung und kann mir ein bisschen was erzählen:

mein sohn wird im september 4 und stottert seit gut 2 monaten sehr. vor allem der erste buchstabe am satzanfang wird manchmal bis zu 15x wiederholt und auch im weiteren verlauf des sprechens bleibt er immer wieder hängen. gelegentlich schafft er nicht mal den ersten ton und "preßt" richtig, reißt die augen auf und müht sich schrecklich ab.

er hatte schon vor einem jahre ähnliche probleme, allerdings nicht in diesem ausmaß und die sache war nach einiger zeit wieder ausgestanden. damals war ich überzeugt, es mit dem sogenannten entwicklungsstottern zu tun zu haben, diesmal seh ich das ganze aber anders.

er ist extrem mitteilungsbedürftig momentan, will allen möglichen leuten, auch fremden in geschäften, im lift usw. von seinen abenteuern erzählen - nur verstehen ihn die wenigsten. bis jetzt hat er zum glück noch keine negativen erfahrungen gemacht, wird er mal von einem ungeduldigen kind (oder leider auch erwachsenen) nachgemacht, lacht er mit. auch sagt selber zb. "mah, jetzt stotter ich wieder" oder ganz herzig "dass ich's raus krieg..." . trotzdem mache ich mir sorgen.

wir haben in 2 wochen einen termin bei einer logopädin, das beruhigt mich schon mal. aber womit kann ich auf weitere sicht rechnen? kann bei so jungen kindern überhaupt schon interveniert werden und wenn ja, was kommt da auf ihn zu?

braut06
29.05.2010, 21:16
Lass Dich erstmal :hug:

Das Thema Stottern ist für alle Beteiligten immer ein etwas heikles Thema. Gut, dass ihr Euch bereits an eine Logopädin gewandt habt. Wie Du schreibst, hat Dein Sohn schon selbst bemerkt, dass etwas nicht stimmt - d.h. bitte offen mit dem Thema umgehen und es auch ruhig benennen. Nichts ist schlimmer für die Kinder, wenn man so tut als ob nichts wäre.

Eine frühe Intervention ist richtig und wichtig, denn das Ziel der Therapie ist wirklich die Remission - d.h. das Stottern soll wieder verschwinden. Nicht immer kann das gelingen, aber kann/darf ein Ziel sein.
In der Therapie lernen die Kinder ihr Sprechen/ihr Stottern kennen und so verringert sich die Angst davor (der Effekt ist, dass sich durch das Verringern der Angst die Symptome verringern).

Wichtig ist, dass Eure Logopädin Erfahrung mit dieser Therapie hat, stellt Euch auf einen längeren Zeitraum für die Therapie ein und lasst Euch von eventuellen Rückschlägen nicht entmutigen...

Alles Liebe
braut