Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Begleitung während der Trennungsphase...
...hattet ihr eine Begleitung vor, während bzw. nach der Trennungsphase?
Geht es überhaupt ohne? Waren es Freunde, Familie, Bekannte, Therapeuten?
Bei mir beginnt jetzt der Trauerprozess und ich bin mir nicht sicher ob ich diesen alleine bewältigen kann, ohne in ein tiefes Loch zu fallen.
Ich habe die Trennung ausgesprochen. Seit mein Ex-Mann vor ca. 2 Monaten ausgezogen ist, hatte ich immer viel um die Ohren, zu erledigen, keine Zeit zum nachdenken.
Seit diese "Ablenkungen" abgeflacht sind schleichen sich diese traurigen Heulphasen ein und ich bin am überlegen, ob ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen soll.
Wie habt ihr diese Zeit bewältigt?
Maritina
26.04.2010, 20:08
Das tut mir sehr leid für Dich. :hug:
Bei uns war die Konstellation insofern anders, als mein Mann ging, als der Kleine gerade geboren war. Als er dann mit Sack und Pack ausgezogen war, hat eine fürchterliche Depression begonnen. Bei mir war es auch so, dass ich immer dann losheulen musste, wenn ich gerade allein war. Seltenst vor den Kindern. Das hat etwa ein Jahr gedauert. Ein richtiges Trauerjahr. Ich hoffe, es tröstet Dich ein wenig: es wird ganz sicherlich besser werden, nur braucht es Zeit. Du musst Dich ja nicht nur von einem Partner trennen, dazu kommen die Schuldgefühle, weil die Kinder ihren Vater aus dem Alltag verlieren, Du musst Deinen Lebensplan begraben... das alles, bevor Du etwas neu ordnen kannst...
Da unser neugeborenes Söhnchen SIDS-Risiko hatte und am Monitor hing, hatte ich vom AKH aus eine Psychologin zugeteilt bekommen. Leider war dieses junge Mädl mit meiner Situation vollkommen überfordert; hat gar nichts gebracht, nur meine Zeit geraubt. Mittlerweile kenne ich aber eine exzellente Familientherapeutin, die ich Dir auf Wunsch gerne empfehlen kann (bitte PN).
Obwohl ich sehr gute Freunde habe, hatte ich mich während der Trennung von diesen zurückgezogen, weil ich das Gefühl hatte, auf niemanden eingehen zu können...
Alles Gute Dir und Deinen Kindern!
LG
Maritina
phileasfogg
26.04.2010, 20:13
:hug::hug::hug:
Ich schilder Dir einfach kurz, wie es bei mir abgelaufen ist:
Trennung im Juni 2008
Scheidung im Herbst 2008
ein paar Stunden Lebensberatung, weiß gar nicht mehr, warum ich nicht merh hingegangen bin:confused:, hat mir nämlich sehr gut getan
Krankenstand ab Feb. 2009 wg Burnout,
5 Wochen Krankenhaus wg. Depression Mai/Juni 2009,
danach war ich eine Weile regelmäßig bei einer Psychotherapeutin... Das hat mir sehr geholfen!
Ich hatte viele gute Gespräche mit Freunden, aber ein Profi ist nun mal ein Profi.
War jetzt schon länger nicht mehr in Therapie (v.a. wg Umzug), hab aber jetzt wieder ein paar Termine bei einer Lebensberaterin, weil ich momentan einfach überfordert bin (und diesmal will ich gegensteuern, BEVOR ich wieder ins Burnout schlittere)
Es kann schon auch ohne professionelle Hilfe gehen. Aber ich denk mir, wenn Du Dir schon mal die Frage stellst, dann ist es an der Zeit Dir Hilfe zu suchen.
Alles Gute :hug: Du schaffst das... mit Hilfe noch besser :)
...hattet ihr eine Begleitung vor, während bzw. nach der Trennungsphase?
Nein. Ich war ganz allein.
Es war sehr schlimm, aber ist zum Glück ein paar Jahre hinter mir.
also dürfte ich mit meinem gefühl richtig liegen, dass es ohne professionelle hilfe fast unmöglich ist. Bei mir ist es so, dass ich meine familie bzw. freunde damit nicht belasten will und sätze wie z.b. "du wolltest es ja so" nicht weiterhelfen.
ich werde mich mal in meiner umgebung schlau machen - was an professioneller hilfe geboten wird.
danke für eure schilderungen :hug:
also dürfte ich mit meinem gefühl richtig liegen, dass es ohne professionelle hilfe fast unmöglich ist. Bei mir ist es so, dass ich meine familie bzw. freunde damit nicht belasten will und sätze wie z.b. "du wolltest es ja so" nicht weiterhelfen.
ich werde mich mal in meiner umgebung schlau machen - was an professioneller hilfe geboten wird.
danke für eure schilderungen :hug:
zu prof. hilfe kann ich dir jemanden im 21. bezirk empfehlen. eine supertolle frau! ideal zum quatschen, aufbaun, cranio und lebensberatung in einem.
bei mir gings ganz gut dank:
meiner freunde :love:
meinr familie :love:
viel arbeit durch umzug!
ein paar kleine affairen fürs ego .....
und dann, ankommen im neuen leben mit dem gewissen das richtige getan zu haben!
Kallisto2005
27.04.2010, 09:29
...
Wie habt ihr diese Zeit bewältigt?
Ähh?
Wie bewältigen denn Eure Kinder diese Zeit?
Haben die auch Bekannte, Freunde, Therapeuten die ihnen zur Seite stehen und intensiv helfen wenn sie gerade ihren geliebten Elternteil verlieren müssen ohne auch nur irgendwie daran Schuld zu sein?
Also ich versteh Menschen nicht die sich selbst bemitleiden können und ständig Beistand benötigen aber Kleinkinder haben die nebenbei einfach so den Bach runtergehen.
:confused:
Ähh?
Wie bewältigen denn Eure Kinder diese Zeit?
Haben die auch Bekannte, Freunde, Therapeuten die ihnen zur Seite stehen und intensiv helfen wenn sie gerade ihren geliebten Elternteil verlieren müssen ohne auch nur irgendwie daran Schuld zu sein?
Also ich versteh Menschen nicht die sich selbst bemitleiden können und ständig Beistand benötigen aber Kleinkinder haben die nebenbei einfach so den Bach runtergehen.
:confused:
Kommt doch auf die Situation an.
Mein Sohn war gewohnt seinen Vater nur alle 2 Wochen am WE zu sehen weil der sich ja beruflich im Ausland verwirklichen musste. Für meinen Sohn hat sich nicht viel verändert. Ich musste das Haus verkaufen, mein Leben hat sich sehr verändert.
Natürlich tut man alles für seine Kinder, aber ganze ehrlich! Die werden erwachsen leben ihr eigenes Leben und werden sich mit 20 nicht bedanken und sagen: Mama super das du ewig beim Papa geblieben bist, egal wie traurig du warst, egal wieviel ihr gestritten habt - hauptsache wir hatten euch immer beide.
Bullshit!
Fruechtchen
27.04.2010, 09:32
Ähh?
Wie bewältigen denn Eure Kinder diese Zeit?
Haben die auch Bekannte, Freunde, Therapeuten die ihnen zur Seite stehen und intensiv helfen wenn sie gerade ihren geliebten Elternteil verlieren müssen ohne auch nur irgendwie daran Schuld zu sein?
Also ich versteh Menschen nicht die sich selbst bemitleiden können und ständig Beistand benötigen aber Kleinkinder haben die nebenbei einfach so den Bach runtergehen.
:confused:
Du, stell dir vor - es gibt Kinder, die froh sind, wenn eine Ehe auseinandergeht, wenn Eltern sich trennen, weils unerträglich ist daheim.
Vl. ist das auch hier bei der TE so.
Fruechtchen
27.04.2010, 09:34
Kommt doch auf die Situation an.
Mein Sohn war gewohnt seinen Vater nur alle 2 Wochen am WE zu sehen weil der sich ja beruflich im Ausland verwirklichen musste. Für meinen Sohn hat sich nicht viel verändert. Ich musste das Haus verkaufen, mein Leben hat sich sehr verändert.
Natürlich tut man alles für seine Kinder, aber ganze ehrlich! Die werden erwachsen leben ihr eigenes Leben und werden sich mit 20 nicht bedanken und sagen: Mama super das du ewig beim Papa geblieben bist, egal wie traurig du warst, egal wieviel ihr gestritten habt - hauptsache wir hatten euch immer beide.
Bullshit!
Richtig!
Mein damals 5jähriger hat nur einen Satz gesagt, als ich die Scheidung und den Auszug vom KV ausgesprochen hab:
Gott sei dank, dann hört die schreierei auf.
So kanns auch gehen.
Kallisto2005
27.04.2010, 09:39
....
Die werden erwachsen leben ihr eigenes Leben ....!
Dann haben die Kinder ihren Müttern ja scheinbar einiges voraus und die Mütter setzen dies auch offensichtlich von ihren Kindern voraus.
Also die armen Mütter sind immer ärmer als ihre Kinder in Krisensituationen.
So hab ichs eigentlich eh auch verstanden wenn ich Beiträge von AEs in diesem UF lese.
:confused:
Kallisto:
Den Kindern geht es besser (laut Rücksprache mit Schule und Pädagogen) als vor der Trennung. Sie sind entspannter, fröhlicher und wissen was Sache ist. Sie verlieren ja keinen Elternteil. Sie haben weiterhin beide Elternteile. Sie wachsen in einer Umgebung auf, wo es keine Spannungen, miese Laune, drückende Luft mehr gibt.
Bei einer Trennung schaut man doch zuerst mal auf die Kinder, dass Sie die Sache gut überstehen. Und das ist bei uns so der Fall.
Die Eltern haben meist das schlechte Gewissen, der Traum einer heilen Familie ist geplatzt. Die Kinder gehen oft mit Neuerungen am besten um und stellen sich drauf ein, vorausgesetzt die Trennung ist sauber gelaufen.
Fruechtchen
27.04.2010, 09:46
Kallisto:
Den Kindern geht es besser (laut Rücksprache mit Schule und Pädagogen) als vor der Trennung. Sie sind entspannter, fröhlicher und wissen was Sache ist. Sie verlieren ja keinen Elternteil. Sie haben weiterhin beide Elternteile. Sie wachsen in einer Umgebung auf, wo es keine Spannungen, miese Laune, drückende Luft mehr gibt.
Bei einer Trennung schaut man doch zuerst mal auf die Kinder, dass Sie die Sache gut überstehen. Und das ist bei uns so der Fall.
Die Eltern haben meist das schlechte Gewissen, der Traum einer heilen Familie ist geplatzt. Die Kinder gehen oft mit Neuerungen am besten um und stellen sich drauf ein, vorausgesetzt die Trennung ist sauber gelaufen.
Sag ich ja.
Grad wenn eh nur mehr gezofft wird, ist es für die Kinder besser wenn man sich trennt.
Du packst das sicher Gabi :hug:
Danke Früchtchen :) ich schaue auch nach vor und denke es brauch einfach noch Zeit.
Ich denke wenn man trotz alldem einen respektvollen Umgang miteinander hat und die Kinder auch das positive abgewinnen können, ist es für sie leichter zu verarbeiten. Vorallem dürfen sie nicht das Gefühl haben einen Elternteil verloren zu haben - denn das haben sie definitiv nicht.
Ich hatte das Glück, das ich mich an das Emplyoee Service richten konnte.
Diese Einrichtung hat sowohl die Mediation für die Trennung/Scheidung gestellt, juristisch beide Partner separat beraten als auch danach Lebens- und Sozialberatung angeboten.
Ungefähr ein dreiviertel Jahr lang habe ich das begleitend gemacht und mich auch später hin- und wieder bei spezifischen Fragen an sie gewendet.
Diese Begleitung war sehr wertvoll und wichtig.
Zusätzlich habe ich noch eine sehr liebe Freundin, bei der ich alles abladen kann :).
Kallisto2005
27.04.2010, 10:23
Kallisto:
Den Kindern geht es besser (laut Rücksprache mit Schule und Pädagogen) als vor der Trennung. .....
Warum sollts ihnen besser gehen?
Gibts dazu auch eine einzige logische Begründung oder muss man sich zwangstherapieren lassen um diese auch sehen zu können?
Dazu würd ich jedenfalls erst mal mein Kind selber fragen als mit irgendwelchen Pädagogen Rücksprache zu halten.
Tatsächlich werden Kinder während Trennungen einem aussergewöhnlichen Traumata ausgesetzt und es hilft ihnen niemand dabei.
Aber nett ständig zu lesen wie locker es die Kinder nehmen während die Eltern daran zerbrechen. Das hat wirklich überzeugenden Charakter!
Die Eltern werden oft sogar medizinisch behandelt (Ja es gibt eine Menge AEinnen die Psychopharmaka einnehmen) und die Kinder werden sich selbst überlassen, ausser Papa darf vielleicht alle 14 Tage, die für Kinder eine Ewigkeit sind ein paar Eieis verteilen.
:(
Fruechtchen
27.04.2010, 10:27
Warum sollts ihnen besser gehen?
Weils Kindern besser geht, wenns keine Streiterein und Schreierein dauern hören müssen.
Gibts dazu auch eine einzige logische Begründung oder muss man sich zwangstherapieren lassen um diese auch sehen zu können?
Ja, siehe oben.
Dazu würd ich jedenfalls erst mal mein Kind selber fragen als mit irgendwelchen Pädagogen Rücksprache zu halten.
Hab ich.
Tatsächlich werden Kinder während Trennungen einem aussergewöhnlichen Traumata ausgesetzt und es hilft ihnen niemand dabei.
Falsch.
Aber nett ständig zu lesen wie locker es die Kinder nehmen während die Eltern daran zerbrechen. Das hat wirklich überzeugenden Charakter!
Die Eltern werden oft sogar medizinisch behandelt (Ja es gibt eine Menge AEinnen hier die Psychopharmaka einnehmen) und die Kinder werden sich selbst überlassen,
Blödsinn.
ausser Papa darf vielleicht alle 14 Tage, die für Kinder eine Ewigkeit sind ein paar Eieis verteilen.
:(
Sicher, weil ja nur der arme arme Papa ei-eis verteilt. :cool:
Dann haben die Kinder ihren Müttern ja scheinbar einiges voraus und die Mütter setzen dies auch offensichtlich von ihren Kindern voraus.
Also die armen Mütter sind immer ärmer als ihre Kinder in Krisensituationen.
So hab ichs eigentlich eh auch verstanden wenn ich Beiträge von AEs in diesem UF lese.
:confused:
kallisto, ich gehöre zu den heutigen erwachsenen die sich ihre ganze kindheit über gewunschen hätten das sich die eltern trennen. weil die situation für mich ein horror war und ich das nicht wollte. ja ich glaub es war gut meinem sohn das zu ersparen. heute ein gutes verhältnis zum kv zu haben und ein kind das mit der situation gut klar kommt. der vater könnte das kind viel mehr sehen wenn er wollte. will er nicht, kann ich nicht ändern und muss mich darüber nicht ärgern.
ich glaub du hast keine ahnung wie sehr kinder unter streitigkeiten der eltern leiden können!
Fruechtchen
27.04.2010, 10:41
kallisto, ich gehöre zu den heutigen erwachsenen die sich ihre ganze kindheit über gewunschen hätten das sich die eltern trennen. weil die situation für mich ein horror war und ich das nicht wollte. ja ich glaub es war gut meinem sohn das zu ersparen. heute ein gutes verhältnis zum kv zu haben und ein kind das mit der situation gut klar kommt. der vater könnte das kind viel mehr sehen wenn er wollte. will er nicht, kann ich nicht ändern und muss mich darüber nicht ärgern.
ich glaub du hast keine ahnung wie sehr kinder unter streitigkeiten der eltern leiden können!
Ich glaub, er will es sich halt nicht eingestehen, das es tatsächlich Kinder gibt, die glücklicher sind, wenn die Eltern getrennt sind.
Kallisto2005
27.04.2010, 10:42
Sicher, weil ja nur der arme arme Papa ei-eis verteilt. :cool:
Für den armen Papa beginnt der Spass erst wenn sich die AEin seiner Kinder bereits mit vielfach begleitender therapeutischen Unterstützung auf die Matte geworfen hat und hilfsbedürftig ihre Arme und Beine in die Luft streckt. Der darf dann beginnen mit enormen Aufwand ohne Chance auf Hoffnung um seine verlorenen Kinder zu kämpfen, damit diese nicht wie die Hälfte aller Trennungswaisen vaterlos aufwachsen.
:winken:
Fruechtchen
27.04.2010, 10:46
Für den armen Papa beginnt der Spass erst wenn sich die AEin seiner Kinder bereits mit vielfach begleitender therapeutischen Unterstützung auf die Matte geworfen hat und hilfsbedürftig ihre Arme und Beine in die Luft streckt. Der darf dann beginnen mit enormen Aufwand ohne Chance auf Hoffnung um seine verlorenen Kinder zu kämpfen, damit diese nicht wie die Hälfte aller Trennungswaisen vaterlos aufwachsen.
:winken:
Echt?
Vaterlos?
Hui, dann haben meine Kinder echt gut, die haben 2 Väter :cool:
Den KV und den Stiefvater.:love:
Kallisto2005
27.04.2010, 11:12
Reaktionsformen von Scheidungskindern:
- Hyperaktivität
- Weglaufen von zu Hause
- Verlust von Freunden
- Zunahme kleiner Unfälle
- enger Körperkontakt
- Schulverweigerung
- Schulprobleme
- vorbildliches Verhalten
- verstärkte Besorgnis um das Wohlergehen der Eltern
- Versuch, die Eltern wieder zu vereinen
- Verleugnung der Situation (z.B. Vater auf Reisen)
- Wutanfälle
- Kämpferische Aggression
- Aufbau von Fantasiewelten
- Kummer, innere Unruhe
- Scham, Schuldgefühle
- verstärkte Masturbation
- anhaltende Trauer
- Albträume
- Ängstlichkeit, vermehrtes Weinen
- Besitzgier (zB bei Gefühlen)
- größere Sensibilität
- Vermissen des gegangenen Elternteils
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Esssucht
- Appetitverlust
- Neurodermitis
- Asthma
- Krampfanfälle
- Gastro-intestinale Beschwerden
- Nägelkauen
- Daumenlutschen
(Quelle: Kardas & Langenmayr 1996)
Fruechtchen
27.04.2010, 11:22
Reaktionsformen von Scheidungskindern:
- Hyperaktivität nein
- Weglaufen von zu Hause nein
- Verlust von Freunden nein
- Zunahme kleiner Unfälle nein
- enger Körperkontakt normaler Kontakt, meine waren immer schon Schmuser
- Schulverweigerung nein
- Schulprobleme nein
- vorbildliches Verhalten normales Verhalten
- verstärkte Besorgnis um das Wohlergehen der Eltern Normales Verhalten
- Versuch, die Eltern wieder zu vereinen Lol Nein
- Verleugnung der Situation (z.B. Vater auf Reisen) nein
- Wutanfälle hat jedes Kind
- Kämpferische Aggression kampfspielchen mit Freunden sind normal
- Aufbau von Fantasiewelten machen Kinder in normales Ehen auch
- Kummer, innere Unruhe nein
- Scham, Schuldgefühle nein
- verstärkte Masturbation nein
- anhaltende Trauer nein
- Albträume nein
- Ängstlichkeit, vermehrtes Weinen nein
- Besitzgier (zB bei Gefühlen) nein
- größere Sensibilität nein
- Vermissen des gegangenen Elternteils das ist ja wohl normal :rolleyes:
- Schlafstörungen nein
- Kopfschmerzen ja, kam aber dadurch weil er ne Brille brauchte :D
- Esssucht nein
- Appetitverlust nein
- Neurodermitis nein
- Asthma nein
- Krampfanfälle nein
- Gastro-intestinale Beschwerden nein
- Nägelkauen nein
- Daumenlutschen nein
(Quelle: Kardas & Langenmayr 1996)
Daran sieht man ja, wie "schlecht" meine Kinder die Scheidung verarbeitet haben :D
Sry, aber das ist nur mehr zum lachen....
Reaktionsformen von Scheidungskindern:
- Hyperaktivität - ehm nein, aber wäre toll, wenn er seinen Arsch mal vom PC wegbekommen würde
- Weglaufen von zu Hause - ja bitte, ich pack ihm auch die Tasche, kann aber gern wiederkommen wenn die Pubertät vorbei ist. :D
- Verlust von Freunden - GSD nicht, er hat immer noch die Freunde aus der KiGa Zeit, was aber auch daran liegen kann, dass schon deren Eltern mit uns befreundet sind.
- Zunahme kleiner Unfälle - na ja, patschert war er immer schon :cool:
- enger Körperkontakt - ja, Kuschler war er auch immer schon - wobei ist das jetzt ein Nachteil?
- Schulverweigerung - konnte ich noch nicht feststellen, immerhin geht er freiwillig die nächsten Jahre in die Schule
- Schulprobleme - 8 Schuljahre einen Notendurchschnitt von 1,0 und im 9 mit 3 NG immer noch 2,7
- vorbildliches Verhalten - welch großer Nachteil für ein Kind :D
- verstärkte Besorgnis um das Wohlergehen der Eltern - habe wir auch nicht
- Versuch, die Eltern wieder zu vereinen - kann ich nicht behaupten :cool:
- Verleugnung der Situation (z.B. Vater auf Reisen) - auch nicht
- Wutanfälle - auch nicht
- Kämpferische Aggression - auch nicht, der wollte ja nicht mal in Judo, weils dort alle nur hinhauen wollen, er will lieber in die Theatergruppe :cool:
- Aufbau von Fantasiewelten - nein, außer es gehört WOW auch dazu
- Kummer, innere Unruhe - schwer, er ist immerhin Teenager
- Scham, Schuldgefühle - eh, nein
- verstärkte Masturbation - uahhh, woher soll ich wissen was bei einem 15 jährigen normal ist? Allerdings hat er (zumindest nach seinem Kondomverbrauch) ein recht reges Sexualleben mit seiner Freundin
- anhaltende Trauer - nein
- Albträume - nein, zumindest sagt er nichts
- Ängstlichkeit, vermehrtes Weinen - Gott, nein, er leidet allerdings manchmal unter Größenwahn
- Besitzgier (zB bei Gefühlen) - nein
- größere Sensibilität - eher nein
- Vermissen des gegangenen Elternteils - ganz sicher nicht
- Schlafstörungen - nein
- Kopfschmerzen - nein
- Esssucht - nein, bzw. gehört die Sucht nach Vollkorncornflakes mit Kirschjoghurt auch dazu?
- Appetitverlust - NEIN
- Neurodermitis - nein
- Asthma - hatte er als Baby und Kleinkind, war mit Schulbeginn weg
- Krampfanfälle - nein
- Gastro-intestinale Beschwerden - nein
- Nägelkauen - nein
- Daumenlutschen - nein
(Quelle: Kardas & Langenmayr 1996)
Was du da aufzählst ist niedlich, stimmt aber sicherlich für so ziemlich alle Kinder in irgend einer Richtung. Kinder gehts zu 99,9 % dann gut, wenns der Bezugsperson gut geht - Ausnahmen würde ich da nur in Missbrauchsfällen sehen.
Wobei die Annahme das es Kinder nach der Trennung besser geht ja deinem Disney 50 Jahre Familiebild mit dem Vater als Mittelpunkt des kindlichen Universums entgegen spricht.
ich bin davon überzeugt das ein kind glücklicher aufwächst wenn es der bezugsperson gut geht und nicht alles nur show ist. kinder sind ja nicht blöd.
kallisto, soll ich dir einen guten therapeuten empfehlen? ich kenn da jemanden ;)
Kallisto2005
27.04.2010, 11:45
"Kinder gehts zu 99,9 % dann gut, wenns der Bezugsperson gut geht."
[Quelle müll23 aus Bruck a. d. L., selbstüberzeugte Alleinerzieherin]
Ich glaub ohne diese ständig vorgebetete Selbsttäuschungsfloskel hätten viele AEinnen ein echtes Problem :rolleyes:
tinimauserl
27.04.2010, 11:51
Reaktionsformen von Scheidungskindern:
- Weglaufen von zu Hause
- Verlust von Freunden
- Zunahme kleiner Unfälle
- enger Körperkontakt
- Schulverweigerung
- Schulprobleme
- vorbildliches Verhalten
- verstärkte Besorgnis um das Wohlergehen der Eltern
- Wutanfälle
- Kämpferische Aggression
- Aufbau von Fantasiewelten
- Scham
- verstärkte Masturbation
- Ängstlichkeit, vermehrtes Weinen
- größere Sensibilität
(Quelle: Kardas & Langenmayr 1996)
das sind Dinge die auch auf "normale" Teenies zutreffen und sicher nicht nur auf arme vaterlose Kinder:vogelzeig:
es wär wieder mal an der zeit, dass der stern für eine zeit gesperrt wird. diese depperte hetzerei ist nicht zum aushalten.
"Kinder gehts zu 99,9 % dann gut, wenns der Bezugsperson gut geht."
[Quelle müll23 aus Bruck a. d. L., selbstüberzeugte Alleinerzieherin]
Ich glaub ohne diese ständig vorgebetete Selbsttäuschungsfloskel hätten viele AEinnen ein echtes Problem :rolleyes:
und was hältst du von den vätern die gehen? ihre kinder gar nicht oder im notfall grad mal jedes 2te WE sehen wollen? männer die ihre fraun in der schwangerschaft betrügen und zur geliebten gehen und auf frau und kind pfeifen.
ja, klar. wir frauen wünschen uns kinder um ja AE zu werden. ist ja so schön. du hast echt nen knall! :boes:
Kallisto2005
27.04.2010, 12:21
das sind Dinge die auch auf "normale" Teenies zutreffen und sicher nicht nur auf arme vaterlose Kinder:vogelzeig:
Das Vogerl kannst Frau Diplom-Psychologin Dr. phil. Jeannette Kardas zeigen, von der stammt dieser Text wie es auch als Quelle ausgewiesen wurde. Als Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und Forensische Sachverständige weiß die sicher nicht worums geht. Ebenso Prof. Dr. Arnold Langenmayr, ordentlicher Professor auf der Uni Duisburg, der ist sicher auch ahnungslos und die beiden haben sich den Text sicher aus der Nase gezogen :rolleyes:
Könnt ma bitte beim Thema bleiben und solchen Usern nicht Raum und Gelegenheit geben permanent ihr Lieblingsthema auf alle Threads gleichmäßig zu verteilen?
Was könnt ihr @Gabi raten bzw. was hat euch in der Trennungsphase geholfen?
tinimauserl
27.04.2010, 12:28
Das Vogerl kannst Frau Diplom-Psychologin Dr. phil. Jeannette Kardas zeigen, von der stammt dieser Text wie es auch als Quelle ausgewiesen wurde. Als Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und Forensische Sachverständige weiß die sicher nicht worums geht. Ebenso Prof. Dr. Arnold Langenmayr, ordentlicher Professor auf der Uni Duisburg, der ist sicher auch ahnungslos und die beiden haben sich den Text sicher aus der Nase gezogen :rolleyes:
aber du glaubst ihr und daher gebührt das Vogerl ganz alleine dir. Es gibt zu jedem Thema verschiedene Meinungen und du pickst dir immer nur die herraus die zu deiner bösen AE-Anschauung passen. Daher bist du wie immer unobjektiv und trägst nichts passendes zum Thema bei. Eigentlich solltest einen Pokal für ständige Themenverfehlung und Engstirnigkeit bekommen.
Und schreiben solltest auch lernen, irgendwie kommt mein Nick bei dir sehr beleidigend rüber.
Und schreiben solltest auch lernen, irgendwie kommt mein Nick bei dir sehr beleidigend rüber.
das hat er schon bewusst so gemacht ;)
tinimauserl
27.04.2010, 13:08
das hat er schon bewusst so gemacht ;)
ich glaube nicht das ich mir das gefallen lassen muß;)
ich glaube nicht das ich mir das gefallen lassen muß;)
nö.
Fruechtchen
27.04.2010, 13:19
Könnt ma bitte beim Thema bleiben und solchen Usern nicht Raum und Gelegenheit geben permanent ihr Lieblingsthema auf alle Threads gleichmäßig zu verteilen?
Was könnt ihr @Gabi raten bzw. was hat euch in der Trennungsphase geholfen?
Ich war viel draussen, hab mich mit Freunden getroffen und hab alles das gemacht, was ich vorher nicht konnte.
Ablenkung hilft.
Das Vogerl kannst Frau Diplom-Psychologin Dr. phil. Jeannette Kardas zeigen, von der stammt dieser Text wie es auch als Quelle ausgewiesen wurde. Als Diplom-Psychologin, Diplom-Pädagogin und Forensische Sachverständige weiß die sicher nicht worums geht. Ebenso Prof. Dr. Arnold Langenmayr, ordentlicher Professor auf der Uni Duisburg, der ist sicher auch ahnungslos und die beiden haben sich den Text sicher aus der Nase gezogen :rolleyes:
Geh, magst bitte nicht endlich in Thearpie gehen?
Du wirst imer tiefer und unnötiger.
Kallisto2005
27.04.2010, 13:43
Wenn die Argumente ausgehen, bleinen nur noch Pöbeleien (Petzerein) :rolleyes:
Also ich bleib dabei. An erster Stelle gehört den Kindern geholfen die gerade einen Elternteil unwiederbringlich verlieren was die Beziehung Kind-Vater betrifft und nicht vorrangig dem Elternteil der sich die Trennung/Scheidung wünscht, auch wenns nicht AEinnen konform ist die meinen den Kindern gehts nur gut wenns ihnen selbst gut geht. Mit diesem Humbug ist natürlch Tür und Tor für die kryptischsten Aktionen geöffnet, da in dieser Sichtweise ja alles erlaubt besser gesagt alles gerechtfertigt ist was KM Ego förderlich ist.
Ab Juli 2010 gibts in Österreich den "Kinderbeistand" der in Trennungen/Scheidungen die Kinder vertritt und nicht die Eltern, also wird meine Sicht nicht ganz so falsch sein.
Gehe aber davon aus dass der Kinderbeistand von wenigen Kindesmüttern in Anspruch genommen wird, da das Kind womöglich bei Gericht sagen würde es will seinen Papa nicht verlieren und will öfters bei ihm sein als die läppischen Minuten die die meißten KMs an Umgang zulassen.
:winken:
tinimauserl
27.04.2010, 13:50
Wenn die Argumente ausgehen, bleinen nur noch Pöbeleien (Petzerein) :rolleyes:
:winken:
wer pöbelt da wen an, denk mal ganz scharf nach................
Was könnt ihr @Gabi raten bzw. was hat euch in der Trennungsphase geholfen?
da ja das ende der ehe ziemlich schnell da war (auch wenn ich schon monate davor gesagt habe, ich kann so nicht mehr leben), hats mich ordentlich aus der bahn geworfen.
mir haben leute geholfen, denen ich das niemals zugetraut hätte, die waren immer da, auch wenn sie weit weggewohnt haben, aber zumind. am tel hatten sie immer zeit, haben mir zugehört, haben mich getröstet, tipps gegeben, mir irrsinnig viel geholfen.
somit hat sich mein freundeskreis verändert, erweitert. und für das bin ich unendlich dankbar!!!
Fruechtchen
27.04.2010, 14:56
Wenn die Argumente ausgehen, bleinen nur noch Pöbeleien (Petzerein) :rolleyes:
Sprach unser Pöbel-Oberhaupt. :D
Also ich bleib dabei. An erster Stelle gehört den Kindern geholfen die gerade einen Elternteil unwiederbringlich verlieren was die Beziehung Kind-Vater betrifft und nicht vorrangig dem Elternteil der sich die Trennung/Scheidung wünscht, auch wenns nicht AEinnen konform ist die meinen den Kindern gehts nur gut wenns ihnen selbst gut geht. Mit diesem Humbug ist natürlch Tür und Tor für die kryptischsten Aktionen geöffnet, da in dieser Sichtweise ja alles erlaubt besser gesagt alles gerechtfertigt ist was KM Ego förderlich ist.
Ab Juli 2010 gibts in Österreich den "Kinderbeistand" der in Trennungen/Scheidungen die Kinder vertritt und nicht die Eltern, also wird meine Sicht nicht ganz so falsch sein.
Gehe aber davon aus dass der Kinderbeistand von wenigen Kindesmüttern in Anspruch genommen wird, da das Kind womöglich bei Gericht sagen würde es will seinen Papa nicht verlieren und will öfters bei ihm sein als die läppischen Minuten die die meißten KMs an Umgang zulassen.
:winken:
Das ist kein Humburg.
Wenns mir schlecht geht, gehts meinen Kindern auch schlecht.
Wenns mir gut geht, dann geht meinen Kindern auch gut.
Und wenn du das nicht verstehst, hast du keine Ahnung von Kindern - aber das haben wir ja eh schon an anderer Stelle zu hören bekommen, gelle kleiner Stern :winken::D
Dann haben die Kinder ihren Müttern ja scheinbar einiges voraus und die Mütter setzen dies auch offensichtlich von ihren Kindern voraus.
Also die armen Mütter sind immer ärmer als ihre Kinder in Krisensituationen.
So hab ichs eigentlich eh auch verstanden wenn ich Beiträge von AEs in diesem UF lese.
:confused:
Schon mal dran gedacht, dass Eltern nur dann für ihre Kinder da sein können, wenn es ihnen selbst einigermassen gut geht? Und da brauchen manche in Krisenzeiten halt Unterstützung.
ICH war depressiv, nicht meine Kinder, die haben nur auf meine Depression reagiert (ja, in dieser Zeit ging es ihnen nicht so gut, v.a. die Kleine war recht unausgeglichen) ICH ließ mich behandeln... und was ist passiert... die Kids sind wieder ausgeglichen, alles ok :)
Kallisto2005
27.04.2010, 16:30
Schon mal dran gedacht, dass Eltern nur dann für ihre Kinder da sein können, wenn es ihnen selbst einigermassen gut geht? ....
Klar!
Trotzdem ist die Redewendung nicht ok so wie sie hier interpretiert wird.
Quasi ich muss alles erhalten damits mir gutgeht und das ganze auf die Kinder projeziert damit ichs auch erhalte, denn wer sich gegen das Wohl von Kindern stellt wird von der gesamten Gesellschaft geächtet.
Und irgendwie kommts auch genauso durch wenn man manche Argumente ließt bzw. sich die Gesamtsituation betrachtet wie Trennungen in Ö ablaufen.
Stell Dir einmal vor wie es einem Papa geht wenn er weiß er sieht seine geliebten Kinder nur mehr selten bis gar nicht, sie verfremden ihm und die Chancen stehen 50:50 das er seine Kinder zur Gänze verliert, weil das dem Willen/Wohl einer KM halt grad so entspricht. Ließ und hinterfrag doch mal die posts einiger einschlägigen männerhassenden userinnen.
Und dann das Leid der betroffenen Kinder, die zusehen müssen wie ihre einzige Bastion, die Familie zerstört wird. Ich schätz denen geht das doppelt so intensiv ans Gemüt wenn sie sehen wie ihre beiden Eltern in der Scheidungskrise in die Knie gehen als den Eltern selber.
Diese Tatsache zu bagatelisieren ist nicht in Ordnung, ausser man spricht Kindern einen menschlichen Status der schutzwürdig ist ab.
Ich bleib dabei! In erster Priorität sind die Kinder in Scheidungskrisen zu betreuen. Ich hoffe die gesetzlich eingeführte Institution des Kinderbeistands ändert die derzeit katastrophale Situation für Scheidungskinder in Obsorge und Umgangsverfahren, wobei das schwer zu glauben ist da hier grundsätzliches geändert werden muss um Verbesserung einzuführen.
:winken:
ps:
....
ICH war depressiv, nicht meine Kinder, die haben nur auf meine Depression reagiert (ja, in dieser Zeit ging es ihnen nicht so gut, v.a. die Kleine war recht unausgeglichen).....
Würde das ich oder irgendein anderer Vater hier schreiben wäre das Anlass dass der thread binnen einer Stunde eskaliert und geschlossen wird, war schon mehrmals so, und vollgestopft mit Meldungen "gut dass dieser Vater sein Kind nicht mehr sehen darf".
freejames
27.04.2010, 16:52
Schon mal dran gedacht, dass Eltern nur dann für ihre Kinder da sein können, wenn es ihnen selbst einigermassen gut geht? Und da brauchen manche in Krisenzeiten halt Unterstützung.
ICH war depressiv, nicht meine Kinder, die haben nur auf meine Depression reagiert (ja, in dieser Zeit ging es ihnen nicht so gut, v.a. die Kleine war recht unausgeglichen) ICH ließ mich behandeln... und was ist passiert... die Kids sind wieder ausgeglichen, alles ok :)
Im Prinzip stimmt's natürlich: Je besser/schlechter es den Eltern geht, umso besser/schlechter geht's den Kindern. Aber mit dieser Binsenweisheit wird auch oft genug Schindluder getrieben, nämlich wenn eine den KV ausgrenzende KM meint, wenn er mit Anträgen Druck mache, würde sie darunter leiden und somit auch das Kind. Dieser erpresserische Umgang mit einem im Grunde richtigen Prinzip wird übrigens auch von höchster Stelle gefördert, etwa wenn ein Herr Stormann vom Justizministerium meint, wer als Vater zu viel Druck mache (auf die KM bezüglich Besuchsrecht), sei fehl am Platz.
Im Prinzip stimmt's natürlich: Je besser/schlechter es den Eltern geht, umso besser/schlechter geht's den Kindern. Aber mit dieser Binsenweisheit wird auch oft genug Schindluder getrieben, nämlich wenn eine den KV ausgrenzende KM meint, wenn er mit Anträgen Druck mache, würde sie darunter leiden und somit auch das Kind. Dieser erpresserische Umgang mit einem im Grunde richtigen Prinzip wird übrigens auch von höchster Stelle gefördert, etwa wenn ein Herr Stormann vom Justizministerium meint, wer als Vater zu viel Druck mache (auf die KM bezüglich Besuchsrecht), sei fehl am Platz.
Da gebe ich Dir recht.
Grundsätzlich glaube ich, dass es nach Trennungen viel hochwertige Unterstützung bräuchte, damit man manche Dinge abfangen und deeskalieren kann. Und Deeskalation alleine bewirkt manchmal schon viel. Und wirklich gute Freunde bzw. gute professionelle Betreuung können so viel bewirken und manchmal auch in die richtige Richtung lenken.
meine begleitung in all meinen trennungsphasen waren höchstens meine freundinnen. aber viel "begleitung" war nicht nötig: immer hab ich mich von den jeweiligen männern getrennt und niemals war es umgekehrt, dass ich verlassen wurde: daher war für mich die "trauerphase, dass die beziehung nicht funktioniert" stets schon vor der trennung überwunden - und ich habe trennungen stets als befreiung und erleichterung erlebt.
das war auch beim kv nr 1 nicht anders. gut, da hatte ich 1,5 jahre im anschluss finanzielle probleme (er zahlte nix, läppisches karenzgeld...), aber sonst wars mit "trauer" nicht weit her. (finanzielle probleme hätte ich auch mit ihm in der karenz gehabt, war er doch die totale tröte, die kaum das geld für seinen eigenen kram aufbringen konnte. da hab ja auch ich immer noch super mitgezahlt - essen zb.
freejames
27.04.2010, 17:31
meine begleitung in all meinen trennungsphasen waren höchstens meine freundinnen. aber viel "begleitung" war nicht nötig: immer hab ich mich von den jeweiligen männern getrennt und niemals war es umgekehrt, dass ich verlassen wurde: daher war für mich die "trauerphase, dass die beziehung nicht funktioniert" stets schon vor der trennung überwunden - und ich habe trennungen stets als befreiung und erleichterung erlebt.
Vielleicht wär's nicht schlecht, wenn ER jeweils schon vor der Trennung eine Ahnung gehabt hätte, dass du's schon überwunden hattest
Ich meinte auch, dass vor allem wenn Kinder im Spiel sind, es oft gut ist wenn einem jemand hilft "vernünftig" zu denken. Gerade in der Trennungsphase, wo Verletzungen noch akut sind reagiert man oft emotionell und da hilft die "coolere" Sichtweise von einem Anderen.
Beispiel: Eine gute Bekannte wurde von ihrem Ex von vorne bis hinten belogen und betrogen. Als sie und Baby akut ins Krankenhaus mussten konnte niemand den KV erreichen, weil der bei der Geliebten war. Es war also eine der sehr unerfreulichen Trennungen.
Sie hat erzählt wie schwer es ihr gefallen ist, dann das erste Mal das Kleinkind dem Vater zum Besuchsrecht mitzugeben - weil soviel Wut usw. in ihr war. Sie sagt heute noch, wenn ihr die Freundin nicht so zugeredet hätte, dass sie ihm das Kind mitgeben müsse, er wäre ja der Vater - sie weiß nicht ob sie nicht alles verkehrt gemacht hätte. Heute weiß sie, dass es das Richtige war und ist ihrer Freundin total dankbar.
Unterstützung unter anderem in der Art meine ich. Freunde oder Professionelle Hilfe, die um Deeskalation bemüht sind und nicht die negativen Emotionen schüren.
Würde das ich oder irgendein anderer Vater hier schreiben wäre das Anlass dass der thread binnen einer Stunde eskaliert und geschlossen wird, war schon mehrmals so, und vollgestopft mit Meldungen "gut dass dieser Vater sein Kind nicht mehr sehen darf".
Da mags Du recht haben. Ich bin meinem Exmann auch sehr dankbar, dass er in dieser schweren Zeit voll hinter mir stand... ausschlaggebend, dass ich ins KH bin, war, dass er mir auf den Kopf zugesagt hab, was ich eigentlich schon eine Weile wußte, es aber nicht wahrhaben wollte: ich konnte mich nicht mehr richtig um die Kinder kümmern :(
Du hast sicher recht... wäre ein Vater in so einer Situation, wäre es wohl gleich DAS Drama.
Poah, wenn ich so zurück denke... ich bin sooo froh, dass das vorbei ist :)
Und jetzt zurück zu Gabi: lass es gar nicht so weit kommen... hol Dir JETZT Hilfe, wenn Du das Gefühl hast, es wird Dir zu viel. Tu es für Dich und für Deine Kinder.
Kallisto2005
27.04.2010, 22:23
....Du hast sicher recht... wäre ein Vater in so einer Situation, wäre es wohl gleich DAS Drama.
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Für viele Väter ists das Debakel ihres Lebens und sehr viele erfangen sich auch nie wieder davon. Damit krachen zig Existenzen.
Als mir letztens mein kleiner Bub gesagt hat "Du Papa heut wars so schön , ich träum heut nacht sicher davon dass wir beide z.B. gemeinsam spazieren gehn", hab ich mir die Tränen sehr anstrengend bis Besuchsende aufsparen müssen.
Ich versteh nicht warum sich in unserer Regierung niemand hinsetzt und im Interesse unserer Kinder die die Zukunft bedeuten, einmal ein Konzept ausarbeitet damit diese Problematik den zeitgemäßen Umständen auch im Rechtswesen entspricht. Das kann doch nicht so schwer sein.
:winken:
Vielleicht wär's nicht schlecht, wenn ER jeweils schon vor der Trennung eine Ahnung gehabt hätte, dass du's schon überwunden hattest
das ist interessant, dass männer da so schlechte antennen haben. die beziehung läuft zum davonrennen - und sie haben bis zuletzt das gefühl dass "eh alles irgendwie passt".
aber du hast recht. wahrscheinlich würd ichs jetzt so machen, dass ich den betroffenen mann zwangsweise mehr einbinden würde ich meine beziehungsende-gedanken (denn interessanterweise wollen männer in beziehungsend-phasen ja kaum mal was davon hören. man redet eh schon wenig und wenn frau dann noch damit anfängt dann gibts höchstens ein männliches: :rolleyes: "was du schon wieder hast - läuft eh alles gut":rolleyes:)
allerdings bin ich momentan ja schon seit einiger zeit gut und glücklich verheiratet, vielleicht ist dieser lernschritt meinerseits eh nicht mehr nötig:)
das ist interessant, dass männer da so schlechte antennen haben. die beziehung läuft zum davonrennen - und sie haben bis zuletzt das gefühl dass "eh alles irgendwie passt".
aber du hast recht. wahrscheinlich würd ichs jetzt so machen, dass ich den betroffenen mann zwangsweise mehr einbinden würde ich meine beziehungsende-gedanken (denn interessanterweise wollen männer in beziehungsend-phasen ja kaum mal was davon hören. man redet eh schon wenig und wenn frau dann noch damit anfängt dann gibts höchstens ein männliches: :rolleyes: "was du schon wieder hast - läuft eh alles gut":rolleyes:)
Den emotionalen Vorsprung hat immer der, der das Ende der Beziehung aktiv herbeiführt. Ich glaube nicht, dass früheres Ankündigen wirklich hilft, den real wird es erst, wenn der Zug tatsächlich abgefahren ist.
Unsere Beziehungsprobleme waren vier Jahre lang massiv, dann kam erstmals mein konkreter Wunsch nach Trennung und dann nochmals ein Zusammenraufen. Da habe ich ganz direkt ausgesprochen, dass ich nicht mehr bereit bin a) mit der Gewalttätigkeit b) der Sauferei und c) der Lieblosigkeit/Demütigungen/Erniedrigungen zu leben.
Ich habe ganz unmissverständlich gesagt, dass wenn sich das fortsetzt, ich gehen werde. Dass ich nicht bereit bin, die zweite Lebenshälfte mit jemanden zu verbringen, der mich und die Kinder nur runterzieht.
Drei Monate lang ist es gut gegangen, dann folgten zwei Monate Schweigen und weitere Monate unerträglicher Angespanntheit und Aggessivität. Als ich nach insgesamt neun Monate über den Anwalt die Scheidung eingereicht habe, kam das total überraschend, aus dem heiteren Himmel und völlig unvorbereitet.
Selbstverständlich, war es für mich emotional leichter zu ertragen.
Ich hatte fünf Jahre hinter mir, in denen ich sukzessive Abschied von der Ehe genommen hatte, nachdem ich alles erdenklich Mögliche probiert habe, um aus der Misere raus zu kommen.
Aber es wird schon auch so sein, wie @James es geschrieben hat, dass manche Beziehungen tatsächlich völlig unerwartet auseinandergehen, weil in der Beziehung selber nicht über eigene Gefühle, Bedürfnisse und Schwierigkeiten gesprochen wird - aber gerade dann, habe ich die Sicherheit nicht, dass beide Partner in die gleiche Richtung segeln, gerade das würde mich nachdenklich und unsicher machen.
freejames
28.04.2010, 11:52
das ist interessant, dass männer da so schlechte antennen haben. die beziehung läuft zum davonrennen - und sie haben bis zuletzt das gefühl dass "eh alles irgendwie passt".
Auf eine schlechte Antenne sollte sich ein seriöser Sender nicht ausreden, wenn er Sendeprobleme hat.
Ich glaube nicht, dass früheres Ankündigen wirklich hilft, den real wird es erst, wenn der Zug tatsächlich abgefahren ist.
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so wilde beziehungen wie du deine beschreibst hab ich nie geführt. aber ich habe oben zitiertes ganz ähnlich erlebt.
mein ankündigen bzw aktives über-probleme-reden-wollen hab ich von männerseite oft mit genervtem augenrollen und mit einem "was hast du denn schon wieder, es passt eh alles wunderbar" oä quittiert bekommen.
dadurch hat sich natürlich auch mein redebedürfnis mit der zeit minimiert. und meine persönliche verabschiedung aus der jeweiligen beziehung mag dann vielleicht stiller als erwünscht vonstatten gegangen sein.
Auf eine schlechte Antenne sollte sich ein seriöser Sender nicht ausreden, wenn er Sendeprobleme hat.
siehe oben.
manche männer haben definitiv probleme mit dem reden über probleme ganz generell und daher ihre antennen gut eingezogen.
ich bin doch kein alleinverantwortlicher dauersender.
war bei uns auch so - für meinem Ex-Mann war alles ok. er hatte keine antennen dafür oder waren die eingefahren.
ich erhoffte mir immer, dass er merkt, dass nichts in Ordnung ist bzw. ich unglücklich bin. habs auch oft genug angesprochen, versucht lösungsansätze zu finden.
wenn ich dann explodiert bin, meist wenn er seine fernsehsendungen sehen wollte. da war er sauer, weil er die sendung sehen wollte und ich weil ich probleme wälzen wollte.
und als ich den trennungswunsch ausgesprochen habe - war er wie versteinert.
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