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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : geburt - gründlich vorbereiten oder einfach machen?



nina797
12.04.2010, 16:18
hallo
ich bin zwar nicht schwanger usw aber trotzdem befass ich mich seit kurzem mit dem thema.
bis vor kurzem (als mir eine bekannte ihre horrorgeburt genau berichten musste) war ich der meinung, dass ich derzeit nichts wissen brauch und wenn ich mal schwanger sein sollte dann muss das baby ja sowieso irgendwie raus :rolleyes::D.
mir war klar, dass man sich ein wenig während der schwangerschaft informiert, aber genau diese horrorgeschichten wollte ich NIE hören (also entweder hat sie übertrieben oder es war für sie wirklich wie beim sterben?) - wie es kommt so kommt es.
gleich darauf hab ich meine schwester (2 fache mutter) angerufen um mich "beruhigen" zu lassen - ich weiss, dass sie alles als normal ansieht, sie mich sicher nicht belügt aber mir es auch nicht als horrorerlebnis erzählen wird.
eine weitere freundin meinte wiederum, dass es sehr hilfreich ist wenn man ALLES weiss - also alles was eintreten könnte um eben dann während der geburt nicht verunsichert zu werden - klingt auch logisch... aber irgendwie bin ich trotzdem dafür, dass ich es einfach "geschehen lassen" möchte - ist meine einstellung falsch?

Krabbelkaefer
12.04.2010, 16:24
Ich denke schon, dass man ein paar grundsätzliche Dinge wissen sollte. Es können einfach Situation auftreten, wo man überlegen sollte, wie gehe ich/der Partnr damit um. Abgesehen davon ist keine Geburt vergleichbar und es gibt nichts, was es nicht gibt.

Nachtschatten-
12.04.2010, 16:26
flasch ist sicher keine einstellung.
jeder muss wissen, was für sich am besten ist.
ich hatte auch so eine "freundin", die ganz entsetzt war (als wir beide schwanger waren), dass ich diese und jene kinderkrankheit nicht kenne und mich nicht über alles informiere usw, ich rabenmutter ich :cool::D und trotzdem ist meine tochter pumperlgsund und glücklich! man hat es im gefühl, wann etwas nicht so ist wie es sein soll!
mich persönlich würde es glaub ich fertig machen, wenn ich ständig und wegen jedem wimmerl auf dem hintern meiner kleinen prognostizieren müsste, welche krankheit sie als nächstes bekommt :rolleyes::D genauso bei der geburt.

rheneas
12.04.2010, 16:26
ein geburtsvorbereitungskurs ist auf jeden fall sinnvoll.

fischerl05
12.04.2010, 16:32
ich empfehle dir ein buch und zwei filme:

1. das buch "die selbstbestimmte geburt" von Ina May Gaskin
2. den film " the business of being born"
3. den film "laboring under an illusion

ich finde, dass die kombi aus den dreien (und es gibt sicher noch mehr gutes info-material!!) einen ganz gut vorbereitet auf das gebären! :)

nina797
12.04.2010, 16:37
hm ich hab mich nicht ordentlich ausgedrückt. also ein wenig vorbereiten würd ich mich zum richtigen zeitpunkt schon, also sobald ich von "meiner schwangerschaft" wüsste. auch eventuell einen vorbereitungskurs besuchen.
aber zb. meinte sie dass sie "unten total zerrissen (sorry, dass ist noch der nette ausdruck) war, dass quasi alles "total hin" war, sie so stark geblutet hätte, dass sie quasi in nem blutbett aufgewacht ist und solche sachen halt.
weiss nicht, sowas muss ich ja nicht jetzt unbedingt hören. kann mir auch nicht vorstellen, dass es jeder so sieht :o? ich hab meine schwester eben angerufen, sie meinte, dass es sicher schmerzen sind, man eventuell ein wenig reisst oder geschnitten werden muss (das wusst ich vorher auch - nur hört sich o. g. etwas schlimm an) aber sie es jederzeit wieder in kauf genommen hätte für ein baby und sie es schade findet, wenn jemand seine geburt "so schlimm" erlebt oder empfunden hat.

Krabbelkaefer
12.04.2010, 16:41
aber zb. meinte sie dass sie "unten total zerrissen (sorry, dass ist noch der nette ausdruck) war

Es ist aber leider so, dass schwere Geburtsverletzungen auftreten können, die ev. sogar im OP versorgt werden müssen. Dass das als nicht angenehm empfunden wird, kann ich gut nachvollziehen.

Jeder hat eine persönliche Grenze wo er etwas als furchtbar empfindet oder nicht.

LiviaS
12.04.2010, 16:46
Grundsätzlich vorbereitet zu sein halte ich schon für wichtig. Vor allem darüber informiert zu sein, dass eben Dammschnitt notwendig sein könnte, ein Notkaiserschnitt oder sonst etwas "Außergewöhnliches" - ich persönlich finde, dass einem das Wissen darum, was passieren könnte bzw. was in einem "Notfall" gemacht wird, eine gewisse Sicherheit gibt.

Sich jetzt zig Geburtsberichte (und da vielleicht noch die grausigsten, die man finden kann) zu geben, halte ich widerum für grundverkehrt, das schürt dann eher die Hysterie.

Auch festlegen auf: ich will das und das und das auf jeden Fall, halte ich für "gefährlich". So in etwa: ich will eine Hausgeburt im Geburtspool, die Hebamme nur im Nebenzimmer (überspitzt gesagt ... ;)), kann ein Schuß in den Ofen sein, wenn plötzlich irgendetwas wieder nicht so läuft.

nina797
12.04.2010, 16:46
Es ist aber leider so, dass schwere Geburtsverletzungen auftreten können, die ev. sogar im OP versorgt werden müssen. Dass das als nicht angenehm empfunden wird, kann ich gut nachvollziehen.

Jeder hat eine persönliche Grenze wo er etwas als furchtbar empfindet oder nicht.

schon, aber mich nervt es, dass sie mir das so erzählt hat. weil jetzt denk ich drüber nach. vorher hatte ich die einstellung "ich kanns dann eh nicht ändern" bzw. dass es mir zu diesem zeitpunkt dann vermutlich "egal" ist und wäre gelassen geblieben.
ich wusste vor diesem gespräch auch, dass man eventuell geschnitten wird oder "aufreissen" kann, aber über das wollt ich nicht wirklich was wissen weil wie gesagt ich es zu diesem zeitpunkt eh nicht ändern könnte :o.
eine geburt soll ja auch angeblich was schönes sein? meine schwester wurde auch ein wenig geschnitten usw aber sie meinte auch, dass es zu diesem zeitpunkt wirklich egal ist und man einfach nur ans kind denkt. also dass man nicht "ausflippt" sondern ganz andere gedanken hat?
also ich hätte mich so eingeschätzt: eben einen bezug zum kind aufgebaut, man spürt es ja vorher im bauch usw.
die geburt: schmerzen usw aber eben immer den gedanken, dass es egal ist - weil mein baby bald bei mir ist.

LiviaS
12.04.2010, 16:48
Es ist aber leider so, dass schwere Geburtsverletzungen auftreten können, die ev. sogar im OP versorgt werden müssen. Dass das als nicht angenehm empfunden wird, kann ich gut nachvollziehen.

Jeder hat eine persönliche Grenze wo er etwas als furchtbar empfindet oder nicht.
Sicher ... aber ob das der werdenden (Erstlings-)mama jetzt irgendwie hilft, bezweifle ich, vor allem, wenn man es dann schön dramatisch-grauslig schildert. ;)
(was es bestimmt war, dass will ich gar nicht absprechen, aber gerade bei Erstgebärenden wäre ich vorsichtig, mit welchen Worten ich meine traumatischen Erlebnisse schildern würde ...)

LiviaS
12.04.2010, 16:50
die geburt: schmerzen usw aber eben immer den gedanken, dass es egal ist - weil mein baby bald bei mir ist.
Ich könnt jetzt nicht behaupten, dass mir so "schöne" Gedanken durch den Kopf gegangen sind. Eher so: "kommt dieses Monster jetzt dann raus" :D ...

Ändert natürlich nichts an den wunderbaren Gefühlen, wenn das Kind da ist. Aber während der Wehen wars mir ehrlich gesagt herzlich wurscht, ich wollts nur raushaben! ;)

Krabbelkaefer
12.04.2010, 16:51
eine geburt soll ja auch angeblich was schönes sein? meine schwester wurde auch ein wenig geschnitten usw aber sie meinte auch, dass es zu diesem zeitpunkt wirklich egal ist und man einfach nur ans kind denkt. also dass man nicht "ausflippt" sondern ganz andere gedanken hat?

Selbstverständlich soll die Geburt etwas schönes sein. Aber jetzt stell dir vor, du hast eine anstrengende Geburt hinter dir und möchtest eigentlich mit deinem Baby kuscheln und kannst es aber nicht weil du in den OP musst. Wärst du da nicht enttäuscht? Es hat alles zwei Seiten.

Mupfeloma
12.04.2010, 16:54
Hallöchen :)

Ich glaube, dass der Verlauf einer Geburt zu einem großen Teil sowas wie "Glück" oder meinetwegen "Schicksal" ist, aber ein ebenso großer Teil durchaus durch viel Wissen, gute Vorbereitung und vor allem eine positive Einstellung beeinflussbar ist.
Wenn man zum Beispiel weiß, dass bei einer Wassergeburt das Risiko eines Dammrisses sich verringert, könnte man also so versuchen etwas Einfluss zu nehmen. Dennoch KANN es passieren, aber man kann es eben ein wenig "positiv" beeinflussen (soll nur ein Beispiel sein).

Mein Tipp also: Ganz viele GUTE Infos aufsaugen, für alle Fälle informieren (also auch Saugglocke, Kaiserschnitt, etc.) und -wenn vorhanden- mit dem Partner besprechen. Was machen wir, wenn.....? Damit er deine Wünsche und Vorstellungen vertreten kann, falls du da unter den Wehen grad was anderes zu tun hast ;) Für den Fall einer Klinikgeburt ist sicher ein individuell ausgearbeiteter Patientenbrief sinnvoll, schon alleine weil man sich beim Schreiben viele Gedanken machen muss.

Die oben genannten Quellen kann ich unterstreichen und möchte noch mit dem Video "Orgasmic Birth" ergänzen und das Buch -falls nicht zu teuer: "Rockenschaub: Gebären ohne Aberglaube" empfehlen.

Meine Tochter hatte vor 2 Monaten eine wunderbare Geburt und ich glaube, das war zu 30% Glück und zu 30% gute Vorbereitung und zu 40% ein liebevoller Partner, eine großartige Hebamme, eine tolle Doula und ganz viel gute Laune ;)

Alles Gute!

Kirsten

Mausale
12.04.2010, 16:55
Für mich teilt sich die Geschichte "Geburtsvorbereitung" auf in 2 Teile:

Ein Teil ist der rationale Wissensteil. Es ist sicher hilfreich einige Dinge im Vorfeld zu wissen. Alles muß frau in dem Punkt aber sicher nicht wissen, um ein Kind zu bekommen....

Der zweite Teil und in meinen Augen fast wichtiger als der erste, ist der Gefühls- oder unterbewußte Teil. Ich kann mich noch so gut durch Wissen vorbereiten, aber wenn ich von zig Erzählungen oder früherer Erfahrung darauf programmiert bin, dass Geburt schrecklich ist, unaushaltbar weh tut und nix Schönes ist und ich das eh nicht schaffen kann oder werde....dann hilft mir das ganze Wissen im schlechtesten Fall genau nix.

Einen großen Teil der Geburtsvorbereitung macht für mich deswegen die Stärkung in das eigene Vertrauen in den Körper aus. Und auch wenn es dann anders kommt, als erhofft oder erwünscht, fällt es dann vielleicht leichter, sich mit den Ereignissen zu arrangieren.

nina797
12.04.2010, 16:56
dann hoff ich einfach, dass es stimmt - also wenns in der familie immer recht unproblematisch war, man davon ausgehen kann, dass es bei einem auch so ist :o.
ich werd trotzdem diese gedanken einfach streichen, ich kann ja nicht durchs leben rennen mit einem "was wäre wenn". alles kann eintreffen aber man sollte doch an keine sache negativ rangehen?

LiviaS
12.04.2010, 17:00
alles kann eintreffen aber man sollte doch an keine sache negativ rangehen?
Schon gar nicht an die Geburt des eigenen Kindes! ;)

Allerdings eben auch zusätzlich zu einer positiven Einstellung mit Vernunft und rationalem Wissen.

reitsonj
12.04.2010, 20:09
Bitte lass dich nicht von solchen sachen verunsichern!! glaub mir wenn du schwanger wirst informierst du dich automatisch über geburt usw. aber les dir keine horrorgeschichten durch bzw. lass dir keine erzählen!
ich hab z.b keinen geburtsvorbereitungskurs besucht weil ich denke eine schwangere tut instinktiv genau das was ihr am besten gut tut! auch wenn du viele bücher liest das das und das am besten ist oder du so und so atmen musst...im endeffekt kommt es immer anders als man denkt!
ich hatte auch keine traumgeburt war weit entfernt von dem...und ich würde jederzeit wieder ein kind bekommen! es ist so ein wunderschönes erlebnis was ich in meinen leben nicht missen möchte!
geh entspannt hin...informier dich über grundlegende sachen...denk aber nicht über andere geburten nach!! man kann es sowieso nicht ändern wies kommt!
also kopf hoch...
ich wünsch dir alles gute und hoffe das du auch bald das wunderschöne erlebnis geburt erleben kannst!!
lg sonja

tikimama
13.04.2010, 13:54
viele themen rund um geburt und kind waren mir einfach bereits klar, lange bevor sich mein eigener nachwuchs angekündigt hat. viele meiner weiblichen bekannnten hatten damals auch bereits kinder geboren gehabt und so konnte ich mir eine menge abschauen (positives und negatives) und mir eine eigene meinung dazu bilden. ich wage sogar zu behaupten, von der theorie her vor der geburt bereits 90% von dem gewußt zu haben, was mir jetzt geläufig ist (geburt, ernährung, kinderkrankheiten, impfungen, erziehung - mit einschränkungen ;)).

was ich jedoch nicht gemacht hab war, die geburt selber als solche zu planen. ich hab in etwa gewußt, wie's ablaufen kann und war allem gegenüber offen. sollte ich eine pda benötigen, sollte es in einem kaiserschnitt enden - alles im bereich des möglichen, hauptsache kind und ich sind fit.
ich hab auch keinen geburtsvorbereitungskurs besucht und mich von meinen hausgeburtsfanatischen bekannten nicht beraten lassen ;) (nichts gegen hausgeburten!).

mein sohn ist dann 3 wochen vor termin ganz relaxed gesund in einem krankenhaus zur welt gekommen. das ganze war zwar anstrengend aber immer im bereich des ertäglichen, gedanken an schmerzmittel oder kaiserschnitt hatte ich während der ganzen zeit überhaupt nie und ich bin heute (3 jahre später) noch immer ganz betört ;), dass ich das so gut über die bühne gebracht hab. wo ich mir doch so gar nichts erwartet hab- geburtstechnisch mein ich.

ManuBruceFan
13.04.2010, 16:18
Ich werde einen Geburtsvorbereitungskurs besuchen. Allerdings möchte ich für alles, was dann kommt, offen sein und mich nicht festlegen, sei es jetzt die Geburt oder das Stillen. Letztendlich kann alles ganz anders kommen, solche Sachen hat man nicht in der Hand.

Egal wie sicher man sich vorher ist z.B. unbedingt eine Wassergeburt haben zu wollen, die kleinste Komplikation und schon wird nichts daraus oder man merkt, dass es einem doch außerhalb der Wanne mehr taugt.

Eine ehemalige Arbeitskollegin hat sich die Geburt in den schönsten Farben ausgemalt und war dann (verständlicherweise) enttäuscht, weil sie einen Kaiserschnitt hatte.

Ich möchte vorab etwas über die verschiedenen Möglichkeiten erfahren, werde mich aber dann wohl überraschen lassen :D

Mausi88
13.04.2010, 23:51
Also ich hab meine Geburten immer einfach auf mich zukommen lassen und es war perfekt so. :)

Sie waren super schnell, es gab keine Probleme, ich bin gleich wieder heim..., wunderbar. :)

bixi
14.04.2010, 07:49
hallo
ich bin zwar nicht schwanger usw aber trotzdem befass ich mich seit kurzem mit dem thema.
bis vor kurzem (als mir eine bekannte ihre horrorgeburt genau berichten musste) war ich der meinung, dass ich derzeit nichts wissen brauch und wenn ich mal schwanger sein sollte dann muss das baby ja sowieso irgendwie raus :rolleyes::D.
mir war klar, dass man sich ein wenig während der schwangerschaft informiert, aber genau diese horrorgeschichten wollte ich NIE hören (also entweder hat sie übertrieben oder es war für sie wirklich wie beim sterben?) - wie es kommt so kommt es.
gleich darauf hab ich meine schwester (2 fache mutter) angerufen um mich "beruhigen" zu lassen - ich weiss, dass sie alles als normal ansieht, sie mich sicher nicht belügt aber mir es auch nicht als horrorerlebnis erzählen wird.
eine weitere freundin meinte wiederum, dass es sehr hilfreich ist wenn man ALLES weiss - also alles was eintreten könnte um eben dann während der geburt nicht verunsichert zu werden - klingt auch logisch... aber irgendwie bin ich trotzdem dafür, dass ich es einfach "geschehen lassen" möchte - ist meine einstellung falsch?

Ich glaube, der größte Fehler, den man machen kann, ist, sich ein genaues Szenario fest zu legen, damit das und das nicht geschieht, z.B. so und so lange in der Wanne/auf dem Pezi-Ball/was auch immer, damit sich alles entspannt und es nur ja kein Not-KS wird, oder hecheln bis zum Umfallen und bloß keine PDA zulassen.
MMn (und damit bin ich zweimal sehr gut gefahren) ist es gut, auf "alle" Eventualitäten vorbereitet zu sein, aber sich auf nichts zu versteifen. Eine gewisse Flexibilität ist absolut notwendig, der Körper ist ja keine Maschine. Eine Hebamme, der man vertrauen kann, ist hier eine große Hilfe.

Eine Geburt ist kein Spaziergang. Aber machbar und aushaltbar, wie unzählige Frauen tagtäglich beweisen. ;) Vieles ist Einstellungssache. Abgesehen davon - die Mühe lohnt sich, ein Baby schaut dabei heraus (im wahrsten Sinne des Wortes :D).

Nici-06
14.04.2010, 09:40
Ich denke auch, dass während der Schwangerschaft ausreichend Zeit bleibt um sich angemessen und ausreichend auf die Geburt vorzubereiten :).

Wichtig ist, dass man sich nicht zu sehr festlegt. Bei einer Geburt können Komplikationen auftreten. Je konkreter man sich vorab auf xy festlegt desto leichter kann sich nachträglich Enttäuschung über Abweichungen vom Plan einstellen.

Ich finde es wichtig sich vom Partner unterstützen zu lassen. Ich hatte kein großes Vertrauen in mein Durchsetzungsvermögen (habe befürchtet, dass Anliegen mind. 3x nachhaltig bei xy Dezibel vorgebracht werden müssen bevor irgendwas passiert ;) und meinen Mann eingeschworen mich hier bei Bedarf zu unterstützen). Am Ende war es zwar nicht nötig. Im Vorfeld hat es mir einfach Sicherheit verliehen.

Brokkoli
14.04.2010, 09:53
Ich habe Leinsamen gegessen und einen Geburtsvorbereitungstee getrunken - ansonsten habe ich die Geburt(en) auf mich zukommen lassen.

Hab aber ein Glück beim gebären - die erste Geburt hat 4 Std gedauert, die zweite 2 Std und die dritte nur mehr eine Stunde. Ob es am Tee und Leinsamen lag? Keine Ahnung.

SanjaM
15.04.2010, 10:56
zum eingangsstatement:

mein eindruck ist, dass es gewisse dinge gibt, die vor einer geburt förderlich sind. das sind zb
- allgemeine informationen zum thema geburt
- wissen was ist wie üblich (damit ich mir klarwerden kann davor, was ich wie will und warum und was ich sicher nicht will bzw. nur wenn es nicht anders geht)
- ein paar tipps und tricks werden sicher nicht schaden.

wichtiger scheint mir aber noch eine emotionale vorbereitung auf die geburt:
- mich gefühlsmäßig drauf einstellen, was es bedeutet, ein kind zur welt zu bringen
- inkl. mir die frage stellen, wie ich mit schmerzen umgehe, wie ich mich innerlich kräftigen kann (= mir klarmachen, dass ich als frau grundsätzlich dafür gebaut bin, ein kind zu gebären), wie ich den schmerz besser annehmen
kann
- mich mit menschen umgeben, die mir diesen übergang (+ das was nachher kommt) gut zutrauen anstatt mir ständig horrorgeschichten o.ä. anzuhören


was meinem gefühl nach hinderlich sein kann
- allzu detailreiches wissen, insbesondere wenns um ungünstige richtungen geht (was kann wo wie schiefgehen etc.)
- umgekehrt aber auch allzu hohe erwartungen im positiven sinn, a la "die geburt ist die erfüllung meines bisherigen lebens als frau"
- und defintiv: horrorgeschichten jeder art! auch wenn frauen, die schreckliches erlebt haben (und ja, es gibt sie leider, wenn auch nicht so häufig wie's oft erscheint), darüber reden müssen: sicher nicht mit schwangeren und vielleicht auch nicht mit frauen, die demnächst kinder haben wollen. besser mit frauen, die schon kinder haben - die könnens sowieso besser nachvollziehen und ggf. auch relativieren. und am besten mit hebammen o.ä., die können sie nämlich auch gut begleiten..

glorifica
15.04.2010, 11:26
ich hab mich auf die geburt nicht wirklich gross vorbereitet. ich wusste zwar über die verschiedenen arten der wehen bescheid, und ein bisl übers atmen, und auch über die medizinischen möglichkeiten usw... aber im grossen und ganzen war meine einstellung

"ich lass es mal auf mich zu kommen, ich seh dann schon wies wird"



im nachhinein gesehn war ich unvorbereitet. ich war völlig schockiert als es so schnell ging am ende, und ich war geistig nicht bereit, ich war überfordert vom wehensturm. ich hatte nach der geburt noch einige woche zu kämpfen mit dem erlebten.



wenn ich wieder schwanger bin werd ich mich besser vorbereiten. ich werd mir eine eigene hebamme suchen, mit der ich ins KH gehe, ich werd mich über hypnobirthing und "die selbstbestimmte geburt" informieren...

ManuBruceFan
15.04.2010, 14:32
im nachhinein gesehn war ich unvorbereitet. ich war völlig schockiert als es so schnell ging am ende, und ich war geistig nicht bereit, ich war überfordert vom wehensturm. ich hatte nach der geburt noch einige woche zu kämpfen mit dem erlebten.

Das verstehe ich nicht, bitte um Erklärung :confused:
Ich meine, man kann ja vorher nicht wissen, ob es am Ende schnell oder langsam geht, inwieweit könnte man sich als Erstgebärende darauf vorbereiten?
Außerdem nehme ich als naive Erstmals-Mama an, dass jede Geburt bei jeder Frau anders verläuft und man sowieso überrascht wird...

Sasi
16.04.2010, 00:42
Ich würde einen Geburtsvorbereitungskurs machen und es ansonsten auf mich zukommen lassen. Ich habe es bei meinen Geburten zumindest so gemacht und bin damit gut gefahren.

Ich glaube weder, dass man sich auf einen Wehensturm, noch auf eine schnelle oder langsame Geburt oder alle Eventualitäten vorbereiten kann. Ich denke es macht nur Angst und muss bei weitem nicht jeder Frau passieren.

Ich hatte immmer die Einstellung "Ich weiß nicht, was auf mich zukommt, also brauche ich auch keine Angst zu haben." Mir ging es damit gut und ich hatte wohl auch Glück denn beide Geburten waren absolut nicht dramatisch.

bixi
16.04.2010, 08:35
Das verstehe ich nicht, bitte um Erklärung :confused:
Ich meine, man kann ja vorher nicht wissen, ob es am Ende schnell oder langsam geht, inwieweit könnte man sich als Erstgebärende darauf vorbereiten?
Außerdem nehme ich als naive Erstmals-Mama an, dass jede Geburt bei jeder Frau anders verläuft und man sowieso überrascht wird...

Ich glaube ich weiß, was glorifica meinte, mir ging es bei der ersten Geburt ähnlich. Sicher, jede Geburt verläuft anders, aber irgendwie geht man als Erstgebärende (zumindest ich damals ;)) von der 08/15-Normalo-Geburt mit, keine Ahnung, 12 oder 14 Stunden Dauer, nicht mit 3,5 unter Dauerwehen. Ich war ziemlich überfordert damit, als die Wehen nach Einsetzen nicht mehr aufhörten und immer stärker wurden und steckte regelrecht in einem Strudel aus Ereignissen. Schlussendlich fühlte ich mich total überrumpelt, als mir "auf einmal" ein Baby auf den Bauch gelegt wurde.
Wahrscheinlich hätte mich darauf keine Literatur vorbereiten können, wie auch. Aber ich habe mir damals gewünscht, ich hätte mich mehr mit den verschiedenen Varianten der Geburt auseinander gesetzt. Hab ich aber nicht, weil ich mich nicht selbst verschrecken wollte. :o

ManuBruceFan
16.04.2010, 11:05
@bixi: Ah, verstehe!
Dann bin ich gespannt, ob so Themen wie "Wehensturm" beim Geburtsvorbereitungskurs behandelt werden.

Muß zugeben, dass ich diesen Begriff bis dato gar nicht gekannt habe...
und es sicher von Vorteil ist, wenn man zumindest weiß, dass es das gibt, natürlich ohne sich vorab deswegen fertigzumachen...

Tilia79
17.04.2010, 12:26
da ist wahrscheinlich jeder anders, aber ich hab mir die ganze medizinische Fachliteratur über Geburtshilfe angeschafft, mir die schlimmsten Szenarien durchstudiert, schreckliche Bilder angeschaut - und hatte eine entspannte, schöne Geburt. mehr haben mich die Horrorgeschichten gestört, die ich auch reichlich erzählt bekommen hab - nicht dass sie mich wirklich geschreckt hätten, aber es ich halt nicht gerade taktvoll (ich würde meine Geburt - obwohl untraumatisch - auch niemanden ohne extra zu fragen erzählen).
aber das muss jeder für sich selbst wissen

alicewunderland
17.04.2010, 12:45
also ich gehöre vom menschenschlag eher zu den "machern" und gern aktiv.
früher war das thema geburt für mich immer mit einem mulmigen gefühl bis angst verbunden.
nun hab ich aber das buch "die selbstbestimmte geburt" gelesen (würd ich jedem ans herz legen), andere fachliteratur gelesen, hab im krankenhaus alles inspiziert, stecke mitten im geburtsvorbereitungskurs, war bei einer homöopathin und hab eine ganzes paket für vor/während/nach der geburt bekommen, werde akkupunktur, dammmassage, dampfbäder machen und geburtsvorbereitenden tee trinken.
also das ganze paket....seit ich diesen plan hab, bin ich total entspannt und mir kommt sogar der gedanke hausgeburt immer wieder mal. war für mich früher absolut NIE UND NIMMER vorstellbar.
vielleicht probiers ich beim nächsten damit ;):D

aber jeder sollte seinem gefühl vertrauen.....

:winken:

mamamaus1710
17.04.2010, 21:05
Ich kann dir nur unsere Meinung berichten, die meines Mannnes und meine. Wir fanden den Geburtsvorbereitungskurs sowas von überflüssig!

Während der Geburt kann man eh nur alles auf sich zukommen lassen.
Ich hab mich z.B.vor der 1.Geburt strikt gegen eine PDA gewehrt - ich wollte keine. Dann unter den Wehen hab ich meine Meinung geändert und es war gut.
ich hab mich auch strikt gegen die Schwangerschaftsratgeber gewehrt - das war mir von Anfang an klar dass sowieso jede Schwangerschaft einzigartig ist und man keine mit einer anderen vergleichen kann.
Und so ist es!

Davon abgesehen schreibt sowieso jeder was anderes.

Das Stillen hat auch beide Male einwandfrei funktioniert ohne vorher Stillberatungen,-bücher und ähnliches gelesen zu haben.

Ich finde es viel wichtiger auf die ureigenen Instinkte zu achten - damit bin ich beide Male am besten gefahren.
Hören was der Körper einem sagt.
In der Schwangerschaft mit unserer Tochter z.B. hab ich sämtliches Obst und Gemüse verabscheut, ausgenommen Erdbeeren, und wollte nur Süßes, Mäcki, Fastfood aller Art haben :D. Und sie ist kerngesund.