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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausbildung Lebensberater - Jobaussicht?



Kruemel77
22.01.2010, 19:48
Das Ende meiner Karenz naht, und somit auch schon seit längerem die Frage, was ich beruflich mit mir anstellen möchte.
Ich habe schon vor der Schwangerschaft das Bedürfnis gehabt, mich zu verändern, keinesfalls möchte ich mein Leben lang im Büro sitzen.

Nun überlege ich, die Ausbildung zum Sozial-und Lebensberater zu machen. Einerseits, weil ich aus persönlichen Gründen glaube, dass die Ausbildung gut für mich wäre, andererseits weil das Berufsbild genau dem entspricht, wo ich mich beruflich sehen würde.

Hat jemand diese Ausbildung gemacht und kann mir sagen, wie es danach mit Jobs ausschaut? Die eine Sache ist ja, sich selbstständig zu machen - aber ob man damit überleben kann? Und gibt es auch die Möglichkeit wo angestellt zu werden, vorallem um ein Gehalt mit dem ich mich und mein Kind durchfüttern kann?

Wie gesagt, ich denke, ich werde die Ausbildung auf jeden Fall machen, eben aus persönlichen Gründen und weil es mich total anspricht. Aber es wäre halt fein, wenn ich aus der "Berufung" meinen Beruf machen könnte.

Danke für eure Erfahrungen!

felin
22.01.2010, 20:08
Ich habs gemacht, allerdings fehlen mir noch supervisionsstunden,Ich finds gut als Zusatzausbildung wenn man aus einem "sozialen Beruf" (Lehrer, Kindergärtner, Sozialarbeiter, Sozialpädagoge,...) kommt.Aber ob du davon Leben kannst bezweifle ich. Es gibt nicht viele Stellen bei denen du als Beraterin arbeiten kannst (und dabei Geld verdienst). Und wenn ich zu einer selbstsändigen L&S Beraterin geh, dann würd ich wohl nur jemand wählen der aus einem entsprechendem Beruf kommt. Ich hab z.B. Lebens und Sozialberatung mit Schwerpunkt Erziehungsberatung und Elternbildner gemacht.(Ich studier Sonderpädagogik) Aber ich dachte mir damals auch immer, solang ich nicht selbst Kinder hab, würd ich mich da auch nicht als "Fachkraft" bezeichnen!
lg

Kruemel77
22.01.2010, 20:21
@felin: ich seh das genau so.
Ich hab leider von Anfang an den falschen Beruf gewählt. Habe jetzt 8Jahre im Büro gearbeitet, und nun ist der Absprung sehr schwer. Aber ich mag nicht noch 30Jahre vor dem PC sitzen und mich nach dem Sinn dieser Tätigkeit fragen... Darum suche ich zur Zeit grad nach einem "Ausweg"

Kruemel77
23.01.2010, 07:35
Ich würde noch gerne Erfahren und Meinungen von anderen hören, falls es hier noch L&S-Berater gibt!

Teresa27
23.01.2010, 10:06
Hallo

habe auch vor diese Ausbildung zu machen. Deswegen habe ich viele e-mails an Soziale Einrichtungen gesendet um deren meinung zu dieser Ausbildung zu hören.
Die meisten haben geschrieben das viele eine anstellung bekommen wenn sie meist studiert haben oder matura und eine Schule zb Pädagogik oder als Sozialarbeiter gemacht haben.
Also so sehr waren die halt nicht begeistert von der Ausbildung.
Habe dann auch mit einer Dame persönlich gesprochen die meinte jede ausbildung im sozialen berreich ist gut empfohlen hast sie mir aber eher die ausbildung coaching.
Ich habe am mittwoch einen Termin bei einer Berufsberaterin umd mal schauen was sie sagt sie hat selbst die ausbildung auch gemacht.

Kruemel77
23.01.2010, 10:49
Hallo

habe auch vor diese Ausbildung zu machen. Deswegen habe ich viele e-mails an Soziale Einrichtungen gesendet um deren meinung zu dieser Ausbildung zu hören.
Die meisten haben geschrieben das viele eine anstellung bekommen wenn sie meist studiert haben oder matura und eine Schule zb Pädagogik oder als Sozialarbeiter gemacht haben.
Also so sehr waren die halt nicht begeistert von der Ausbildung.
Habe dann auch mit einer Dame persönlich gesprochen die meinte jede ausbildung im sozialen berreich ist gut empfohlen hast sie mir aber eher die ausbildung coaching.
Ich habe am mittwoch einen Termin bei einer Berufsberaterin umd mal schauen was sie sagt sie hat selbst die ausbildung auch gemacht.

Wäre lieb, wenn du mir dann berichtest, was die Berufsberaterin gesagt hat. Ich habe am Montag einen Termin bei meiner Kinesiologin, die hat die Ausbildung auch gemacht. Kann dir dann ja auch Bescheid geben, was ihre Meinung ist.

lg

TiggerLilli
23.01.2010, 13:29
Ich habe auch die Ausbildung zur LSB gemacht, dann dazu noch den Zusatz zur Familienberaterin, plus Zusatz Supervisorin. Das alles nach und nach hier: www.fitforkids.at
Ich kanns empfehlen, wenn man das Geld leicht aufbringen kann und die Familie mitspielt. Jetzt im nachhinein und mit Erfahrung in der berufsbranche kann ich sagen, dass man noch sehr viel verbessern könnte. Es ist außerdem sehr teuer (8000.- Euro Ausbildung plus jede Menge Supervision, Einzeltherapie und 750 Stunden fachliche Tätigkeit). Auf 10000.- Euro kommt man leicht.
Ich lass das mal so stehen, falls noch Fragen kommen, beantworte ich sie gern.

Jobchancen. Naja. Die Branche ist schwierig, weil sie in Österreich streng geschützt wird, damit eben nicht so Schindluder getrieben wird, wie beispielsweise in Deutschland, wo es keine gesetzliche Regelung gibt und sich jeder leicht Lebensberater nennen darf. Das finde ich furchtbar und man hat viel am Image des Berufsstandes zu kämpfen. Alles in Allem ist es aber so, wie in jeder anderen Branche. Wenn du wirklich gut bist, dich reinkniest und weißt, was du willst und was du kannst (und was du nicht kannst!), hat man gute Chancen.
Ich kenne sehr wenige, die angestellt sind. Sehr wenige. Alle anderen sind selbstständig.

Ich kenne übrigens auch eine Berufsberaterin, die da sehr gut weiterhelfen könnte. Also bei Interesse, bitte per PN.

Hoffe, ich konnte ein bisserl helfen.

Lilli :winken:

Teresa27
24.01.2010, 08:42
@TigerLilli: denkst du oder glaubst du das wenn man die Ausbildung hat das man damit trotzdem in den sozialen bereich kommt bzw fuß fassen kann.
Meine überlegung war nämlich die das ich die Ausbildung machen aber nicht als LSB später tätig bin sondern das ich damit die chance hab wenigstens in dem sozialen bereich zu arbeiten.
Ich finds halt schwer weils ja so viele gibt die eine Schule gemacht haben oder Studiert haben.
Ach ja meinst du die Berufsberaterin vom Vitafamily? Wenn ja bei ihr bin ich am Mittwoch:).


Lg Teresa

TiggerLilli
24.01.2010, 10:19
Ja, die meine ich.
Wir teilen uns die Räumlichkeiten der Praxis. :)

Hmmm naja ich würde sagen, es kommt drauf an, welchen sozialen Bereich du meinst! Als SozialarbeiterIn wirds schwierig werden, weil das ja wirklich mit einer anderen Schule verbunden ist. Kommt aber auch drauf an, was genau du da machen möchtest!

Lilli

Cathi
24.01.2010, 10:39
ich selbst bin sozialarbeiterin und ich sag dir was meine erfahrung ist (und nicht pauschal gewertet werden kann, ist bloß meine erfahrung... ;)):

als LBS wirst du nicht in einer guten einrichtung angestellt - immer wenn wir in verschiedensten institutionen auf der suche nach personal waren haben wir geächzt und gestöhnt unter der flut von LBS-Bewerbungen - mittlerweile gibt es sogar stellenanzeigen in denen ausdrücklich drin steht "keine lebens- und sozialberaterInnen"...
die LBSler haben ehrlich gesagt keinen guten stand in der sozialbranche, nicht bei den sozialarbeiterInnen und auch nicht bei den psychologInnen/therapeutInnen - zumindest hab ich es so erlebt.
es gitb leider sehr viele halbschwindlige ausbildungen im sozialbereich die nicht zu empfehlen sind und einen auch bei der jobsuche nicht weiterbringen weil die einrichtungen vermehrt darauf achten das die qualität der ausbildung stimmt. und die stimmt leider oft nicht (nicht nur bei den LBSlern - will mir da jetzt keine feinde machen).

wenn du also im sozialbereich angestellt werden möchtest wäre eine spezifische ausildung sinnvoll - was interessiert dich denn genau, beratung, arbeit mit kindern/jugendlichen/erwachsenen/alten menschen... ? gibt ja soviele möglichkeiten, sozialarbeiterin, (sozial)pädagogin, die wahrscheinlich auch noch weniger kosten als der LBS...

Teresa27
24.01.2010, 11:17
also arbeiten würde ich gern mit kindern, jugendlichen, erwachsenen (sozialschwachen) zb frauen mit kindern oder schwangere in notsituationen.
Hab vor jahren ein praktikum beim hilfswerk gemacht und ich war so begeistert.
Hab dort vor kurzem eh nachgefragt was man für eine ausbildung bräuchte um dort zu arbeiten leider war die antwort ausbildug als sozialberater also die 5 jährige schule oder fh studium.
LSB würde nix bringen.
Hab mir ja im Internet viel angesehen es gibt so wie du sagst so viele ausbildungen aber da denke ich mehr eh das die nichts bringen.
Problem ist halt auch das ich kinder habe und ich eine ausbildung berufsbegleitend machen muss .
Bin noch 20 monate in Karenz und da möcht ich die zeit nützen.
Naja so wie es aussieht werd ich wohl wieder im büro landen:(.

Cathi
24.01.2010, 11:36
für kinder und jugendliche bietet sich berufsbegleitend die ausbildung zum sozialpädagogen an (kolleg) oder die jugendbetreuer (oder jugendleiter? weiß den namen nimmer genau) ausbildung beim wifi - beides gibt gute jobchancen, besser hast du mit dem kolleg.

für erwachsene in sozial schwachen situationen oder schwangere frauen brauchst du den sozialarbeiter - geht auch berufsbegleitend an der FH...
das du schon erfahrung hast ist super und hilft dir bei den bewerbungen für die ausbildungsstätten.

ned gleich aufgeben ;)!

schau mal auf der homepage der FH in wien. und wo man den sozialpädagogen in wien machen kann weiß ich leider nicht - einfach googeln...

:winken:

TiggerLilli
24.01.2010, 11:36
als LBS wirst du nicht in einer guten einrichtung angestellt - immer wenn wir in verschiedensten institutionen auf der suche nach personal waren haben wir geächzt und gestöhnt unter der flut von LBS-Bewerbungen - mittlerweile gibt es sogar stellenanzeigen in denen ausdrücklich drin steht "keine lebens- und sozialberaterInnen"...
die LBSler haben ehrlich gesagt keinen guten stand in der sozialbranche, nicht bei den sozialarbeiterInnen und auch nicht bei den psychologInnen/therapeutInnen - zumindest hab ich es so erlebt.
es gitb leider sehr viele halbschwindlige ausbildungen im sozialbereich die nicht zu empfehlen sind und einen auch bei der jobsuche nicht weiterbringen weil die einrichtungen vermehrt darauf achten das die qualität der ausbildung stimmt. und die stimmt leider oft nicht (nicht nur bei den LBSlern - will mir da jetzt keine feinde machen).

wenn du also im sozialbereich angestellt werden möchtest wäre eine spezifische ausildung sinnvoll - was interessiert dich denn genau, beratung, arbeit mit kindern/jugendlichen/erwachsenen/alten menschen... ? gibt ja soviele möglichkeiten, sozialarbeiterin, (sozial)pädagogin, die wahrscheinlich auch noch weniger kosten als der LBS...
Ich bin bei diesen beiden Aussagen wirklich ganz bei dir.
Grund: Ich halte auch alle Versicherungsvertreter für Scharlatane, obwohl mein bester Freund einer ist. Und der kann sein Handwerk und arbeitet sehr professionell. Des weiteren ist es allgemein im sozialen Bereich so, dass viele Ausbildungen nichts taugen udn somit einschlechtes Bild auf den gesamten Berufsstand werfen!! Schlimm! LSB sollten und müssen sich klar von Psychotherapie abgrenzen, aber das ist auch nicht schwer, finde ich! Ich arbeite mit Psychotherapeuten zusammen, an die ich weiterverweise, wenn das Thema nicht zu meiner Arbeit passt und umgekehrt!!

Zum zweiten fett gesetzten Satz: Würde ich auch machen. Du hast als LSB auch in dem von dir beschriebenen Bereich Chancen, aber eher selbstständig, was viel Power und Durchhaltevermögen verlangt. Ansonsten würde ich dir auch empfehlen, eher eine andere Schule zu besuchen.

:hug:

Lilli

TiggerLilli
24.01.2010, 11:38
ned gleich aufgeben ;)
Genau! Der Sozialbereich, wurscht welcher, braucht gute Leut!! ;)

Cathi
24.01.2010, 11:40
ja das "problem" bei den LSBlern ist einfach das quasi "jeder" der sich dazu berufen fühlt und sich die ausbildung leisten kann die ausbildung auch machen kann und sich danach selbst als experte für ein gebiet X ernennen kann.

es gibt viele tolle LSBler, die einfach auch eine grund-qualifikation von der persönlichkeit mitbringen und deshalb einen sehr guten job machen - aber leider gibt es auch viele schlechte, die einfach von der grundkonstitution her nicht für den sozialbereich geeignet sind - und da die aufnahmsprüfungen wegfallen gibts da keine grenzen - wie bei den lehrern :rolleyes:
und das ist eigentlich schade... zumindest für die die gute arbeit leisten...

TiggerLilli
24.01.2010, 13:45
ja das "problem" bei den LSBlern ist einfach das quasi "jeder" der sich dazu berufen fühlt und sich die ausbildung leisten kann die ausbildung auch machen kann und sich danach selbst als experte für ein gebiet X ernennen kann.

es gibt viele tolle LSBler, die einfach auch eine grund-qualifikation von der persönlichkeit mitbringen und deshalb einen sehr guten job machen - aber leider gibt es auch viele schlechte, die einfach von der grundkonstitution her nicht für den sozialbereich geeignet sind - und da die aufnahmsprüfungen wegfallen gibts da keine grenzen - wie bei den lehrern :rolleyes:
und das ist eigentlich schade... zumindest für die die gute arbeit leisten...

*unterschreib*

DANKE du sprichst mir aus der Seele! :hug: :winken:

Ich wundere mich (leider) immer wieder, wer da mit mir, nach mir oder vor mir diese Ausbildung macht und wer einem dann an Kollegen im Arbeitsleben begegnet....

felin
26.01.2010, 19:54
tigerlilly und cathi: ich bin da ganz eurer Meinung!Habs übrigens auch bei fitfor kids gemacht!
lg

TiggerLilli
26.01.2010, 21:38
tigerlilly und cathi: ich bin da ganz eurer Meinung!Habs übrigens auch bei fitfor kids gemacht!
lg
:winken: Welche AG?
Hmmmm ich glaub, ich hab dich das schon mal gefragt kann das sein? :D :rolleyes:

Lilli (AG10 bzw AG12)

felin
27.01.2010, 19:58
da muss ich nachschauen. Weiss gar nimmer. sag dir morgen bescheid!
lg

star
31.01.2010, 13:59
Ich kenne mindestens 7 Personen, die die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater gemacht haben - allesamt sind sie NICHT in dem Bereich tätig und sind dann in komplett anderen Berufen gelandet. Diese "Weiter"bildung kann eine Zusatzqualifikation sein, nicht aber eine Ausbildung an sich.

Star

Kruemel77
01.02.2010, 08:06
Ich kenne mindestens 7 Personen, die die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater gemacht haben - allesamt sind sie NICHT in dem Bereich tätig und sind dann in komplett anderen Berufen gelandet. Diese "Weiter"bildung kann eine Zusatzqualifikation sein, nicht aber eine Ausbildung an sich.

Star

Hab jetzt auch mit einer L&S-Beraterin gesprochen. Sie meinte, dass die Ausbildung in puncto Selbsterfahrung und persönlicher Weiterentwicklung sehr zu empfehlen ist. Das ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Beruflich hat sie gesagt, dass sie einige kennt, die auch ohne Vorkenntnisse den Sprung in diese Richtung geschafft haben, und sich selbständig gemacht haben. Natürlich gehts nicht ohne persönliches Engagement und andere Weiterbildungskurse...

Mal sehen, schaue mir jetzt mal den Infoabend an. Kann die Entscheidung aus persönlichen Gründen grad sowieso nicht treffen und warte mal ab....

latella
08.02.2010, 19:26
jobchancen: vergiss es eher;)
wenn du das geld, das du in die ausbildung gesteckt hast, jemals zurückverdienst, dann bist du eh schon gut dabei.

ich würds nicht machen, außer du machsts in erster linie aus "persönlichem interesse" und geld spielt für dich keine rolle.

Kruemel77
08.02.2010, 23:20
jobchancen: vergiss es eher;)
wenn du das geld, das du in die ausbildung gesteckt hast, jemals zurückverdienst, dann bist du eh schon gut dabei.

ich würds nicht machen, außer du machsts in erster linie aus "persönlichem interesse" und geld spielt für dich keine rolle.

Denke ich werds machen, gekoppelt mit Kinesiologie. Ich glaube doch, dass man sich mal nebenbei ein zweites berufliches Standbein aufbauen kann, und ev läßt sich ja auch später mal davon leben....

latella
11.02.2010, 09:42
Denke ich werds machen, gekoppelt mit Kinesiologie. Ich glaube doch, dass man sich mal nebenbei ein zweites berufliches Standbein aufbauen kann, und ev läßt sich ja auch später mal davon leben....

eine gute koppelung ist wichtig - damit du dich von der masse abhebst. kinesiologie find ich gut.
ich als psychologin hab ja das glück eine anstellung zu haben, der arbeitsmarkt ist aber extrem eng und es gibt viele jobsuchende in diesem bereich, die alle in die gleichen jobs drängen (pädagogen, psychologen, sozialarbeiter, sozialpädagogen, lebensberater...).
parallel biete ich selbständig (mit geringfügigem jahreseinkommen) training und beratung an:) aber alleine von der selbständigkeit leben möcht ich nicht müssen. zu groß ist die konkurrenz von gratis-beratungsstellen und anderen selbständigen.

Lebensfreude
20.02.2010, 18:54
In diesem Thread ist zwar schon länger nicht geschrieben worden, dennoch möchte ich auch meine Meinung dazu abgeben.

Auf dem Beratungsmarkt sind Lebens- und SozialberaterInnen, PsychologInnen sowie PsychotherapeutInnen tätig, die sich dieses Feld teilen. Jede Berufsgruppe hat andere Schwerpunkte.

Wie bereits erwähnt ist es mit einer ausschließlichen LSB-Ausbildung schwieriger am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Eine Grundausbildung im pädagogischen, sozialen oder psychologischem bringt enorme Vorteile. Wichtig ist auch nicht einen Bauchladen an Angeboten anzubieten sondern Schwerpunkte zu setzen.

Ich selbst habe eine pädagogische Grundausbildung und biete die Schwerpunkte Schmerzcoaching, Burnout-Prävention, Supervision sowie Bildungs- und Berufsberatung an.

Die meisten bieten LSB nebenberuflich und auf selbständiger Basis an. Es gibt sehr wenige, die mit einer LSB-Ausbildung angestellt werden und wenn ja Leute mit einer guten Ausbildungsmischung.

Die Ausbildung selbst ist sehr interessant. Einige machen die Ausbildung auch nur für sich zwecks Persönlichkeitsbildung. Allerdings ist sie nicht gerade billig. Wer etwas für seine Persönlichkeitsbildung machen möchte, könnte auch Selbsterfahrungs-Seminare besuchen. Dies kommt günstiger. Es gibt auch sehr viele, die diese Ausbildung haben, deshalb hebt man/frau sich nur ab, wenn eine Nische gefunden wird, was nicht so viele anbieten.

Wer im sozialen Bereich arbeiten möchte, findet eine Fülle von Ausbildungen, die preiswerter sind und wo es auch mehr Jobchancen gibt. Wer wirklich gut ist, die richtige Mischung an Ausbildungen hat und Schwerpunkte anbietet, die am Markt gefragt sind, hat auch gute Chancen mit LSB.

Wichtig ist auch die einzelnen Ausbildungsinstitute zu vergleichen und sich das Preis-Leistungsverhältnis anzuschauen und zu überlegen, welcher Schwerpunkt zu einem passt.

Hier ein Link, wo nachgesehen werden kann, welche Ausbildungsinstitute es gibt:

http://www.lebensberater.at (http://www.lebensberater.at/)

Liebe Grüße
:winken:

SunshineSusi
23.02.2010, 16:27
Eine Freundin von mir möchte auch was auf dem Gebiet machen und wird wahrscheinlich einen Kurs auf der Vitalakademie machen.
Kennt ihr die bzw. was haltet ihr davon? Ich hab mich mal ein wenig online schlau gemacht ( http://www.vitak.at/ ), die Kurse hören sich ja ganz interessant an. Die Ausbildung zum Lebens- und Sozialberater dauert immerhin 5 Semester also glaub ich schon das die seriös ist. Der Preis ist natürlich eine andere Sache, die Finanzierung müsste man halt vorher planen.

Ich sehe das ganze Berufsbild zwar eher skeptisch, meine Freundin will das aber unbedingt machen. So wies schon einige hier gesagt haben glaub ich auch nicht das man nur als Lebensberater überleben kann, aber als Zusatzqualifikation is es sicher nicht schlecht.

TiggerLilli
27.02.2010, 08:59
Die Ausbildung zum LSB ist gesetzlich geregelt. Die groben Inhalte sind also überall gleich, bzw müssen überall gleich sein. Zumindest in Ö! Was die Schulen dann aus den Vorgaben machen, ist eine andere Sache. Leider gibt es wenige Schulen, die auch eine Spezifizierung anbieten. Diese macht man hauptsächlich nach Abschluss der Ausbildung, man schnuppert währenddessen nur in verschiedene Bereiche hinein, wie etwa Familienberatung, Erziehungsberatung, Berufs- und Karriereberatung, Eheberatung,....

Über die Vitak habe ich schon viel positives und viel negatives gehört. Aber vielleicht meldet sich ja noch jemand, der dir da genaueres sagen kann.

Lilli :winken:

SunshineSusi
28.02.2010, 19:24
Hallo,
danke für die Antwort. Ich weiß zwar nicht wie das bei der Vitalakademie mit den Spezialisierungen ist, aber ich glaub in 5 Semester lernt man schon einiges (wie lange dauert das bei anderen Ausbildungsinstituten?).

Was hast du positives/negatives über die Vitak gehört? Ich glaub dadurch das es viele solcher Institute gibt und einige dabei sind die eine nicht so hohe Qualität haben ist es schwerer, das Vertrauen der Leute zu gewinnen.
Aber allein durch das große Angebot an Kursen und Studiengänge sieht man das der Bereich immer wichtiger wird. Mit einer Ausbildung in dem Bereich hat man sicher gute und verschiedenste Jobmöglichkeiten.

Lebensfreude
28.02.2010, 20:38
In anderen Instituten dauert es auch 5 Semester, ganz wenige bieten zusätzlich ein 6. Semester an. Aber es gibt unterschiedliche Methoden, die unterrichtet werden wie z.B Gestaltberatung, Existenzanalyse, Systemischer Ansatz u.s.w. Je nachdem was einem liegt bzw. welche Schwerpunkte man/frau gerne anbieten möchte, sollte auch das Institut gewählt werden. Da jedes Institut unterschiedliche Schwerpunkte hat.

Eine Übersicht der Ausbildungsinsitute gibt es hier:

http://www.lebensberater.at/indexlsb.html

Über die Vitak habe ich positives und negatives gehört. Am besten die verschiedenen Institute vergleichen und vielleicht ein Schnupperseminar probieren und schauen, ob einem dieses Institut liegt.

Liebe Grüße
:winken:

TiggerLilli
01.03.2010, 18:09
Hallo,
danke für die Antwort. Ich weiß zwar nicht wie das bei der Vitalakademie mit den Spezialisierungen ist, aber ich glaub in 5 Semester lernt man schon einiges (wie lange dauert das bei anderen Ausbildungsinstituten?).

Was hast du positives/negatives über die Vitak gehört? Ich glaub dadurch das es viele solcher Institute gibt und einige dabei sind die eine nicht so hohe Qualität haben ist es schwerer, das Vertrauen der Leute zu gewinnen.
Aber allein durch das große Angebot an Kursen und Studiengänge sieht man das der Bereich immer wichtiger wird. Mit einer Ausbildung in dem Bereich hat man sicher gute und verschiedenste Jobmöglichkeiten.
Ich muss gestehen, dass ich mich nicht mehr ganz genau an die positiven und negativen Erfahrungsberichte erinnere. Hab mich damals vor meine Ausbildung informiert, das ist schon ein paar Jahre her. Ich würd auch persönlich vergleichen und vielleicht auch mal anrufen und um ein Gespräch bitten. Dort, wo ich die Ausbildung schließlich machte, ging man ohnehin von einem Erstgespräch aus. Auch von Seiten der Schule.

Alles Gute! :winken:
Lilli

SunshineSusi
02.03.2010, 17:09
Danke für die Tipps!
Ah ok dann ist der Unterschied eh nicht so groß, ich dachte es gäbe vielleicht auch noch Lehrgänge mit 7 oder 8 Semestern. Die Liste bei deinem Link ist ja ziemlich lang, da tut man sich ziemlich schwer beim vergleichen. Ich glaube meine Freundin hat sich aber schon für die Vitak entschieden, ich werd nach den ersten Wochen mal davon berichten wie sie damit zufrieden ist ;)

AmericanDad
04.03.2010, 17:12
Sehr interessanter Thread. Gut finde ich, dass es in Österreich strenge Auflagen gibt und sich nicht jeder Lebensberater nennen darf.

Was die Vitalakademie betrifft so hat eine Kollegin von mir dort eine Ausbildung gemacht. Meines Wissens war sie sehr zufrieden damit. Laut der Vitak-Homepage sind sie dieses Wochenende auf der Best-Messe vertreten, vielleicht möchte sich deine Freundin ja persönlich dort informieren. Ein Gespräch mit einem Vortragenden ist sicher sehr hilfreich.

TiggerLilli
05.03.2010, 14:10
dieses Wochenende auf der Best-Messe vertreten, vielleicht möchte sich deine Freundin ja persönlich dort informieren
Ein sehr guter Tipp!
Auf der Messe steh ich wahrscheinlich nächstes Jahr auch! *freu*

Lilli

SunshineSusi
05.03.2010, 16:08
Danke für den Hinweis auf die Best, da werden wir auf jeden Fall hinschauen :)

Salulejo
09.03.2010, 17:57
Hätte da noch eine Frage zum Thema LSB-Ausbildung. Weiss jemand von euch wo in der Steiermark ein guter Ausbildungsträger zu finden ist? Hat jemand in Graz die Ausbildung gemacht?

Und noch eine Überlegung: Glaubt ihr, dass ein Grundausbildung in (systemischem) Coaching am Arbeitsmarkt besser ankommt als der LSB?

Lebensfreude
09.03.2010, 21:01
Hier sind Ausbildungsinsitute nach Bundesländern gelistet:

http://www.lebensberater.at/indexlsb.html

Mit Coaching allein, darfst du keine Praxis aufmachen, da brauchst du den Gewerbeschein für LSB oder Unternehmensberatung, dann kannst du Coaching anbieten.

Liebe Grüße
:winken:

Sonne1984
25.03.2010, 10:32
Das Ende meiner Karenz naht, und somit auch schon seit längerem die Frage, was ich beruflich mit mir anstellen möchte.
Ich habe schon vor der Schwangerschaft das Bedürfnis gehabt, mich zu verändern, keinesfalls möchte ich mein Leben lang im Büro sitzen.

Nun überlege ich, die Ausbildung zum Sozial-und Lebensberater zu machen. Einerseits, weil ich aus persönlichen Gründen glaube, dass die Ausbildung gut für mich wäre, andererseits weil das Berufsbild genau dem entspricht, wo ich mich beruflich sehen würde.

Hat jemand diese Ausbildung gemacht und kann mir sagen, wie es danach mit Jobs ausschaut? Die eine Sache ist ja, sich selbstständig zu machen - aber ob man damit überleben kann? Und gibt es auch die Möglichkeit wo angestellt zu werden, vorallem um ein Gehalt mit dem ich mich und mein Kind durchfüttern kann?

Wie gesagt, ich denke, ich werde die Ausbildung auf jeden Fall machen, eben aus persönlichen Gründen und weil es mich total anspricht. Aber es wäre halt fein, wenn ich aus der "Berufung" meinen Beruf machen könnte.

Danke für eure Erfahrungen!

Freu mich grad total dass ich diesen Thread gefunden habe.
Ich bin in einer ähnlichen Situation, bin seit über 8 Jahren im Büro tätig und es nervt mich total, ich würde generell lieber einen Job machen wo ich mehr mit Leuten zu tun habe.

Ich hab mich auch grad über die LSB ausbildungen informiert, mich schrecken halt die kosten total ab und wenn ich höre wie es da mit den Jobaussichten aussicht, brauch ich garnicht viel überlegen.

ich würde gerne in einer Beratungsstelle wie "Rat auf Draht", "Sorgentelefon" oder "First Love" arbeiten, mir wurde gesagt dass man da mit einer LSB ausbildung reinkommt, allerdings kann ich mir vorstellen dass man da nicht übermäßig viel verdient und es schwer ist eine anstellung zu bekommen.

Auch der Beruf "Bildungs- und Berufsberaterin" würde mir gefallen, aber eine passende Ausbildung hab ich da auch nicht gefunden.

Dazu kommt natürlich auch das ich voll berufstätig bin, das Geld natürlich brauche und deshalb nur berufsbegleitend etwas machen kann.

Es gibt zwar ein großes Bildungsangebot, aber wenn man sich schon mal in einer Schiene befindet, finde ich es total schwer sich wirklich umzuorientieren. Das ist total schade.

Lg Sonne

Lebensfreude
25.03.2010, 15:03
Liebe Sonne, hier ein paar Ausbildungsmöglichkeiten:

Bildungs- und Berufsberatung, bifeb (universitärer Lehrgang)
Lehrgang Bildungs- und Berufsberatung,wifi
Diplomierte Erwachsenenbildnerin mi dem Schwerpunkt Beratung, wba
Sozial- und BerufspädagogIn (bfi, Steiermarkt)
BerufsorientierungstrainerIn (viele Anbieter)

Eine Möglichkeit wäre auch für arbeitsmarktpolitische Projekte zu arbeiten.

Liebe Grüße
:winken:

Sonne1984
26.03.2010, 13:52
Super danke :)
Das werde ich mir gleich mal alles anschauen.

LG Sonne

gerne
28.03.2010, 10:33
so, weil hier die profis sitzen, auch wenns eigentlich ot geht:

was ist der unterschied zwischen lsb und psychotherapie?
es geht um mich, ich stell mir das wie folgt vor und ihr korrigiert mich, ok?
lsb gibt rasche antworten, zwar nicht so tiefgehend, aber schneller als psychotherapie?
steht mehr in der lebenssituation, nicht abgehoben?
eine mindestens 3 jährige "psychohygiene" (gefällt mir besser, das wort) kann ich mir, auch mit förderung der kassa, nicht leisten. also alternative?
bitte um tipp für lsb im nordburgenland - frau rammer hat eine super homepage, aber ich komm leider nicht an sie dran.

danke, gerne:winken:

Lebensfreude
28.03.2010, 15:33
Hallo gerne!

LSB arbeitet mit gesunden Menschen und Psychotherapie mit kranken Menschen, wobei die Übergänge fließend sind. Jemand, der in LSB ausgebildet ist, muss über psychische Erkrankungen bescheid wissen, um bei einem krankheitswertigen Symptom weiter zu überweisen. LSB arbeiten an Themen wie Persönlichkeitsentwicklung, Veränderungen, Entscheidungsfindung u.s.w.
Bei folgendem Link gibt es eine ganze Liste an möglichen Themen und auch wo in Burgenland LSB angeboten wird.
http://www.lebensberater.at/index.html (http://www.lebensberater.at/index.html)

Psychotherapie arbeitet mit kranken Menschen. LSB kann ebenfalls sehr in die Tiefe gehen, wenn sehr persönliche Bereiche im Leben näher angeschaut werden.

Hier noch ein Link zur Abgrenzung:
http://www.donau-uni.ac.at/imperia/md/content/studium/umwelt_medizin/psymed/artikel/berpsych.pdf (http://www.donau-uni.ac.at/imperia/md/content/studium/umwelt_medizin/psymed/artikel/berpsych.pdf)

Liebe Grüße
:winken:

gerne
29.03.2010, 20:51
hallo, lebensfreude!

danke wegen der abgrenzung, ich denke, ich werde beide professionen brauchen, einmal konkret und rasch lsb, und tiefgreifend psychohygiene, es gibt ja auch noch den psd.

in deinem link kommen leider keine lebensberater im burgenland vor, aber ich werde einmal schauen.

lg, gerne:winken:

Lebensfreude
30.03.2010, 20:06
Hallo gerne,

ja auf dieser Seite ist es momentan nicht möglich die Mitglieder abzurufen auch von den anderen Bundesländern nicht, habe sie mir gerade angesehen. Vielleicht wird die Seite gerade gewartet.

Was möglich ist, wenn du auf dieser Seite bist, Burgenland eingeben und dann erscheint die Ansprechperson für dieses Bundesland. Am besten dort nachfragen, und um Zusendung einer Liste von LSB-lern ersuchen.
http://www.lebensberater.at/

Liebe Grüße
:winken: