Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Opferrolle
klaraklee
13.12.2009, 13:18
Hallo,
meine neuneinhalbjährige Tochter gefällt sich gut in der Opferrolle, jammert und sudert herum, nicht nur daheim auch in der Schule. Dort fällt sie auch mit "Dramaqueen"-Gehabe auf (wenn gar nichts mehr geht dann weinen) - kann man das irgendwie abstellen?
Ich rede oft mit ihr und versuche ihr bewusst zu machen daß sie sich mit so einem Verhalten selbst ins Eck stellt und daß es wichtig ist Verantwortung zu übernehmen, aber es fruchtet nicht wirklich dauerhaft.
Hat jemand eine Idee, ich bin einigermaßen ratlos.
LG Klara
Steinfrau
14.12.2009, 16:13
Na ja meine Grosse hat auch so Tendenzen, sie ist sehr schnell beleidigt und macht dann ein Gesicht wie 10 Tage Regenwetter,
es hilft wenn ich (sofern es bei uns zuhaus passiert) ihre Gefühle spiegle und verbalisiere, sie erklärt sich dann und kommt aus der Rolle raus.
Hallo,
meine neuneinhalbjährige Tochter gefällt sich gut in der Opferrolle, jammert und sudert herum, nicht nur daheim auch in der Schule. Dort fällt sie auch mit "Dramaqueen"-Gehabe auf (wenn gar nichts mehr geht dann weinen) - kann man das irgendwie abstellen?
Ich rede oft mit ihr und versuche ihr bewusst zu machen daß sie sich mit so einem Verhalten selbst ins Eck stellt und daß es wichtig ist Verantwortung zu übernehmen, aber es fruchtet nicht wirklich dauerhaft.
Hat jemand eine Idee, ich bin einigermaßen ratlos.
LG Klara´
Das Verhalten wird wohl das Resultat länger falschlaufender Prozesse sein denke ich. So was kann ja nicht von heute auf morgen kommen, sorry, tja, kommen schon, aber nicht entstehen. Vielleicht hatte sie bereits öfter Erfolg mit dieser Masche? Aufmerksamkeit kriegt sie damit ja mal auf alle Fälle, vielleicht gehts ja auch "nur" darum.
Konsequentes Handeln ist manchmal sicher die bessere Wahl als elendslange Gespräche, deren Sinn ein Kind in diesem Alter noch gar nicht erfassen kann.
Vielleicht testet sie aus, wie weit sie kommt? Wenn sie damit nichts erreichen würde, würde sie im Nu wieder aufhören denke ich. Aber sie erreicht ja etwas ;)
Steinfrau
20.12.2009, 08:58
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Das Verhalten wird wohl das Resultat länger falschlaufender Prozesse sein denke ich. So was kann ja nicht von heute auf morgen kommen, sorry, tja, kommen schon, aber nicht entstehen. Vielleicht hatte sie bereits öfter Erfolg mit dieser Masche? Aufmerksamkeit kriegt sie damit ja mal auf alle Fälle, vielleicht gehts ja auch "nur" darum.
Konsequentes Handeln ist manchmal sicher die bessere Wahl als elendslange Gespräche, deren Sinn ein Kind in diesem Alter noch gar nicht erfassen kann.
Vielleicht testet sie aus, wie weit sie kommt? Wenn sie damit nichts erreichen würde, würde sie im Nu wieder aufhören denke ich. Aber sie erreicht ja etwas ;)
So seh ich das nicht, ich bin ein sehr konsequenter Typ aber meine Kinder haben einfach unterschiedliche Charaktere (die Grosse eher schnell angrührt,die Kleine eine absolute Anarchistin);
ich hab die Aufgabe beiden gerecht zu werden und so auf sie zu reagieren wie sie es brauchen. (Na klar ist das nicht immer - situationsabhängig - zu machen) Warum sollte ich die Gefühle meiner Kinder ignorieren einfach auf ihre "Spinnereien" nicht eingehen ?
Klar gibts Situationen in denen ich weiß jetzt wrd einfach nur übertrieben, aber ich weiß auch wenn´s ernst ist. Und dann reagier ich auch wenn ich persönlich es nicht für so schlimm halte. Es sind ihre Gefühle und sie haben ein Recht darauf dass sie jemand begleitet wenn sie selber aus einer Situation nimmer rauskommen,
zum Beispiel sieht meine Große oft schwarz, macht sich um die unmöglichsten Dinge Sorgen und wird absolut unleidlich (Hysterie), wenn man mit ihr in Ruhe redet, ihre Gefühle anspricht lösen sich oft die Knöpfe
die Kleine macht das was sie nicht will aber sicher nicht, nehm ich sie (das kreischende Bündel) zu mir, hol sie auch räumlich aus der Situation und erklär ihr ganz ruhig warum und wieso etwas so ist wie es ist funktionierts auch mit ihr - Zwang ist sinnlos bei ihr, ich kann das aus eigener Erfahrung sagen, ich war ihr als Kind absolut ähnlich.
Ich ärger mich selber immer über mich wenn ichs mit Zwang probiert hab weil ich eigentlich eh weiß es wird nix bringen, Konsequenz ja aber der Situation angepasst.
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Das Verhalten wird wohl das Resultat länger falschlaufender Prozesse sein denke ich. So was kann ja nicht von heute auf morgen kommen, sorry, tja, kommen schon, aber nicht entstehen. Vielleicht hatte sie bereits öfter Erfolg mit dieser Masche? Aufmerksamkeit kriegt sie damit ja mal auf alle Fälle, vielleicht gehts ja auch "nur" darum.
Konsequentes Handeln ist manchmal sicher die bessere Wahl als elendslange Gespräche, deren Sinn ein Kind in diesem Alter noch gar nicht erfassen kann.
Vielleicht testet sie aus, wie weit sie kommt? Wenn sie damit nichts erreichen würde, würde sie im Nu wieder aufhören denke ich. Aber sie erreicht ja etwas ;)
Zuerst meinst du, dass das Kind Aufmerksamkeit braucht und dann empfiehlst du praktisch, dass man das Kind ignoriert?
Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
Wenn das Kind Aufmerksamkeit braucht (was ich auch vermute) dann ist es mmn das effektivste wenn man ihr diese Aufmerksamkeit gibt bevor sie überhaupt zum opferrollen anfängt.
die geschichte mit den gefühlen spiegeln find ich ganz gut. ich hab nämlich die erfahrung gemacht dass kinder umgekehrt oft das verhalten der eltern spiegeln, bzw auf etwas reagieren was grad nicht passt. ohne jemanden verurteilen zu wollen wär das vieleicht mal eine überlegung wert?
meine tochter ist erst 1 1/2, insofern weiß ich nicht wie sehr das auch auf größere kinder zutrifft, aber in sehr vielen ihrer verhaltensweisen erkenn ich meine eigenen wieder ... ist schon ein großes stück selbsterkenntnis nötig um das akzeptieren zu können :) würd mich interessieren wie du das siehst klaraklee?
alles liebe mejo
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