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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nachhilfe für kinder



Puschl1
26.05.2009, 10:49
im tv wurde gerade wieder berichtet, dass die eltern wahnsinnig viel für nachhilfestunden ihrer sprösslinge ausgeben. die nachhilfe-lehrer verlangen immer mehr, die stunden werden oft verkürzt, alles in allem sind das alles sehr hohe kosten für die betreffenden eltern.

mich würde jetzt einmal interessieren, ob ihr für eure kinder generell gleich nachhilfestunden finanzieren würdet, wenn es den schulstoff nicht von alleine schafft. oder überlegt ihr den wechsel an eine andere schule, wo es leichter zu lernen ist und das kind eher mitkommt???

KinderKinder
26.05.2009, 10:56
Was mich viel eher wundert ist der neueste Trend, schon Volksschulkindern Nachhilfe geben zu lassen. Können oder wollen die Eltern den Kindern nicht mehr helfen?

In höheren Schulen sehe ich ein, dass man nicht mehr so leicht helfen kann.

Ich würde mich trotzdem gemeinsam mit dem Kind hinsetzen und beim Lernen helfen, vielleicht gemeinsame Strategien erarbeiten, bevor ich Nachhilfe zahle. Und dabei geht es mir nicht ums Geld, sondern darum, dass das Kind auch erkennen soll, dass nicht immer alles von den Eltern geregelt wird, sondern dass es auch selbst gefragt ist.
Verstehst du, was ich meine?

sane
26.05.2009, 11:20
wenn es den schulstoff nicht von alleine schafft. oder überlegt ihr den wechsel an eine andere schule, wo es leichter zu lernen ist und das kind eher mitkommt???

Die Frage ist doch "kapiert es den Stoff nicht oder will es ihn nicht kapieren"?

Die Lehrpläne in AHS/NMS und HS sind in den ersten vier Jahren die gleichen. Das heisst, wenn ein Kind den Stoff nicht kapiert, dann wird es schwierig sein Alternativen zu finden.

inkale
26.05.2009, 11:43
im tv wurde gerade wieder berichtet, dass die eltern wahnsinnig viel für nachhilfestunden ihrer sprösslinge ausgeben. die nachhilfe-lehrer verlangen immer mehr, die stunden werden oft verkürzt, alles in allem sind das alles sehr hohe kosten für die betreffenden eltern.

mich würde jetzt einmal interessieren, ob ihr für eure kinder generell gleich nachhilfestunden finanzieren würdet, wenn es den schulstoff nicht von alleine schafft. oder überlegt ihr den wechsel an eine andere schule, wo es leichter zu lernen ist und das kind eher mitkommt???

Ich kenne andere Beiträge von dir und deine Affinität zur HS.
Es ist aber nicht alles schwarz und weiss.
Nicht jedesmal, wenn ein Kind Defizite hat, ist es mit dem Stoff überfordert.
Es gibt Arbeitshaltungen bei Kindern, mit denen hupfen sie auch nicht weit, wenn sie in eine Schule gehen würden, die ihnen so gut wie nichts abverlangt.

Ich habe ein Kind von AHS in HS wechseln lassen.
Ich habe ein Kind, dass ich gerade im Gym durchboxe - im Wissen, wenn sie die spinnerte Phase vorbei hat, es wieder leichter geht und die Eigenverantwortung und Selbstorganisation zunimmt. Und sie bekommt jetzt Nachhilfe.

Puschl1
26.05.2009, 12:27
ich weiss jetzt nicht wirklich, was du mit deinem beitrag "affinität zur HS" meinst.

ich war bei meinen kindern mit der HS total zufrieden, das hab ich schon etliche male gepostet, aber hier gehts ja um "nachhilfestunden" und wie ihr das seht. auch wegen der finanzierung, da diese stunden ja immer teurer werden.

das hat mit hauptschule doch überhaupt nichts zu tun.

Sandra77
26.05.2009, 13:03
Hallo!

Mit meinem Kleinen und meinem Grössten lerne ich nicht, mit meinem Mittleren dagegen schon.
Oft sitze ich bis zu 3 Stunden am Tag( herausschreiben, abprüfen, Übungstest schreiben....und ich bin berufstätig)
um mit ihm zu lernen. Er geht in die 1 Klasse HS und ich lerne alle Gegenstände mit ihm außer Mathe da geht er zur Schülerhilfe und ich zahle monatlich 150Euro!!( 2x90min/woche)

:winken:

Khalida
26.05.2009, 16:05
im tv wurde gerade wieder berichtet, dass die eltern wahnsinnig viel für nachhilfestunden ihrer sprösslinge ausgeben. die nachhilfe-lehrer verlangen immer mehr, die stunden werden oft verkürzt, alles in allem sind das alles sehr hohe kosten für die betreffenden eltern.

mich würde jetzt einmal interessieren, ob ihr für eure kinder generell gleich nachhilfestunden finanzieren würdet, wenn es den schulstoff nicht von alleine schafft. oder überlegt ihr den wechsel an eine andere schule, wo es leichter zu lernen ist und das kind eher mitkommt???

Ich würde dir raten, dein Kind in einer andere Schule zu geben, wenn dein Kind nicht die Oberstufe einer Gym besucht. In der Unterstufe einer AHS müsste es selbstständig arbeiten können, sonst ist der Unterricht nicht in Ordnung. Laut Lehrplan muss nämlich inder Unterstufe der AHS sehr wohl differenziert unterrichtet werden und auf die Leistungsfähigkeit der Kinder Rücksicht genommen werden.
Kinder sollten elicht lernen können, sonst vermasselt man ihnen die Freude am lebenslangen Lernen!

Khalida
26.05.2009, 16:10
Ich kenne andere Beiträge von dir und deine Affinität zur HS.
Es ist aber nicht alles schwarz und weiss.
Nicht jedesmal, wenn ein Kind Defizite hat, ist es mit dem Stoff überfordert.
Es gibt Arbeitshaltungen bei Kindern, mit denen hupfen sie auch nicht weit, wenn sie in eine Schule gehen würden, die ihnen so gut wie nichts abverlangt.

Ich habe ein Kind von AHS in HS wechseln lassen.
Ich habe ein Kind, dass ich gerade im Gym durchboxe - im Wissen, wenn sie die spinnerte Phase vorbei hat, es wieder leichter geht und die Eigenverantwortung und Selbstorganisation zunimmt. Und sie bekommt jetzt Nachhilfe.

Kein Kind sollte schon in der Unterstufe Nachhilfe brauchen! Vielleicht kannst du den Lehrer/die Lehrerin fragen, wie sie es mit der Differenzierung im Unterricht hält? Das ist laut Lehrplan nämlich verpflichtend!

sane
26.05.2009, 16:16
In der Unterstufe einer AHS müsste es selbstständig arbeiten können, sonst ist der Unterricht nicht in Ordnung.

Was verstehst du unter selbständig "arbeiten können"?



Laut Lehrplan muss nämlich inder Unterstufe der AHS sehr wohl differenziert unterrichtet werden und auf die Leistungsfähigkeit der Kinder Rücksicht genommen werden.
Ich sehe ein bisschen das Problem am differenzierten Unterricht, dass die besseren/motivierteren Kinder dadurch immer besser werden und die schlechteren/unmotivierteren eher abtriften.

Kinder sollten elicht lernen können, sonst vermasselt man ihnen die Freude am lebenslangen Lernen!
Leicht lernen können ist aber kein Garant für die Freude am Lernen. (wobei ich nicht so ganz verstehe, was du mit dem Wort "können" in dem Zusammenhang meinst)

Ausserdem hat Puschl nichts von Nachhilfe in der HS oder AHS geschrieben - ihre Frage war ganz allgemein. Bist du ein bisschen fixiert? ;)

Khalida
26.05.2009, 16:22
Was verstehst du unter selbständig "arbeiten können"?



Ich sehe ein bisschen das Problem am differenzierten Unterricht, dass die besseren/motivierteren Kinder dadurch immer besser werden und die schlechteren/unmotivierteren eher abtriften.


Leicht lernen können ist aber kein Garant für die Freude am Lernen. (wobei ich nicht so ganz verstehe, was du mit dem Wort "können" in dem Zusammenhang meinst)

Ausserdem hat Puschl nichts von Nachhilfe in der HS oder AHS geschrieben - ihre Frage war ganz allgemein. Bist du ein bisschen fixiert? ;)

Selbständig arbeiten heißt: Der Lehrer gibt einen Arbeitsauftrag und die Kinder organisieren sich, um diesen zu erledigen.

Differenzierter Unterricht: Die Stärkeren arbeiten an einem neuen Thema, die Schwächeren wiederholen das noch nicht so Gefestigte (freies Lernen).

Leichter Lernen: Wenn ein Kind einen teil des Stoffes schon gut beherrscht und dann in kleinen Schritten weiter arbeitet, erhält es die Motivation am Lernen!

Bin nicht fixiert, sondern spreche aus Erfahrung mit Kindern unterschiedlicher Schultypen!

inkale
26.05.2009, 16:24
Kein Kind sollte schon in der Unterstufe Nachhilfe brauchen! Vielleicht kannst du den Lehrer/die Lehrerin fragen, wie sie es mit der Differenzierung im Unterricht hält? Das ist laut Lehrplan nämlich verpflichtend!
Danke für deine Belehrungen.
Ich bin laufend mit den Lehrern im Gespräch und kann über die Qualität des Unterrichtes nicht klagen.
Und es gibt ausreichend Individualisierung und Differenzierung.


Ach ja, mein Kind braucht trotzdem Nachhilfe. Und ich find's nicht schlimm.
Ich bin froh, wenn ich am Abend nicht noch extra zwei Stunden hocken muss und über der englischen Grammatik brüte, auch wenn ich die Sprache selber fließend spreche.
Ist doch schön, wenn ich in dieser Zeit mit meinen anderen Kindern was machen kann.

sane
26.05.2009, 16:28
Leichter Lernen: Wenn ein Kind einen teil des Stoffes schon gut beherrscht und dann in kleinen Schritten weiter arbeitet, erhält es die Motivation am Lernen!
Ich dachte du meintest Kinder, die einfach leicht lernen.

Khalida
26.05.2009, 16:29
Eltern sollten sich darüber informieren, wie mit den Kindern in der Schule gearbeitet wird! Es gibt Lehrer, die in ihren klassen so unterrichten, dass es unter den Kindern zu keinem Konkurrenzverhalten kommt. Die Stärkeren helfen den Schwächeren! Damit halten sie die Motivation aufrecht. Es gibt keine besseren lehrer, als die Mitschülerinnen selbst! Außerdem stärkt es das Klassenklima. Und nur, wenn sich Kinder im Klassenverband wohlfühlen, kann guter Unterricht stattfinden!

sane
26.05.2009, 16:31
Es gibt Lehrer, die in ihren klassen so unterrichten, dass es unter den Kindern zu keinem Konkurrenzverhalten kommt.
Wobei ich Konkurrenzverhalten doch auch als gute Motivation sehe.

Und nur, wenn sich Kinder im Klassenverband wohlfühlen, kann guter Unterricht stattfinden!
da gebe ich dir Recht, aber das hat meiner Meinung nicht unbedingt etwas mit der Unterrichtsmethode zu tun.

inkale
26.05.2009, 16:33
Eltern sollten sich darüber informieren, wie mit den Kindern in der Schule gearbeitet wird! Es gibt Lehrer, die in ihren klassen so unterrichten, dass es unter den Kindern zu keinem Konkurrenzverhalten kommt. Die Stärkeren helfen den Schwächeren! Damit halten sie die Motivation aufrecht. Es gibt keine besseren lehrer, als die Mitschülerinnen selbst! Außerdem stärkt es das Klassenklima. Und nur, wenn sich Kinder im Klassenverband wohlfühlen, kann guter Unterricht stattfinden!
Und das schließt aus, dass Kinder Nachhilfe bekommen sollen?

Khalida
26.05.2009, 16:33
Danke für deine Belehrungen.
Ich bin laufend mit den Lehrern im Gespräch und kann über die Qualität des Unterrichtes nicht klagen.
Und es gibt ausreichend Individualisierung und Differenzierung.


Ach ja, mein Kind braucht trotzdem Nachhilfe. Und ich find's nicht schlimm.
Ich bin froh, wenn ich am Abend nicht noch extra zwei Stunden hocken muss und über der englischen Grammatik brüte, auch wenn ich die Sprache selber fließend spreche.
Ist doch schön, wenn ich in dieser Zeit mit meinen anderen Kindern was machen kann.

Das finde ich ganz toll! Mach weiter so! Es gibt nichts Besseres für Kinder als Eltern, die mit ihnen kommunizieren und die Arbeit ihrer Sprösslinge hoch schätzen ! Super!!!

Khalida
26.05.2009, 16:36
Und das schließt aus, dass Kinder Nachhilfe bekommen sollen?

Ich meine, Kinder sollten in dem Schultyp sitzen, in dem sie die Aufgaben/Prüfungen möglichst alleine schaffen! Stell dir vor, wie es dir ginge, wenn du ständig eine Anleitung für deine Aufgaben bräuchtest!
In der Oberstufe kann das schon der Fall sein. Aber in der Unterstufe sollten es Kinder alleine schaffen!

sane
26.05.2009, 16:39
Ich meine, Kinder sollten in dem Schultyp sitzen, in dem sie die Aufgaben/Prüfungen möglichst alleine schaffen! Stell dir vor, wie es dir ginge, wenn du ständig eine Anleitung für deine Aufgaben bräuchtest!


Warum sollte eine HS/KMS dann leichter sein, wenn dort der gleiche Lehrplan gilt wie in einer AHS?

Zumindest wird behauptet, dass in der NMS sogar AHS-Lehrer unterrichten, wenn das aber so schlecht ist, macht es ja keinen Sinn mein Kind dort hin zugeben.

inkale
26.05.2009, 16:45
Das finde ich ganz toll! Mach weiter so! Es gibt nichts Besseres für Kinder als Eltern, die mit ihnen kommunizieren und die Arbeit ihrer Sprösslinge hoch schätzen ! Super!!!
Gibt es einen Grund dafür, dass du so abwertend bist?

Wer sagt dir, dass ich mit meinen Kindern nicht kommuniziere?
Wer sagt dir, dass ich nicht weiß, wie bei uns in der Schule unterrichtet wird, nach welchen Methoden, mit welchen Techniken?
Wer sagt dir, dass ich nicht weiß, welche Bedeutung es hat, dass meine Tochter sich dort wohl fühlt, wo sie ist?
Wer sagt, nur weil meine Tochter Nachhilfe nimmt, sie nicht in der Lage ist, selbständig zu arbeiten?

.....

Aber schön, dass du weißt, was für andere Kinder gut ist und deren Eltern so gut einschätzen kannst.
Zum Glück sind mir solche Charaktere bei den Lehrern meiner Kinder bis jetzt noch erspart geblieben.
Da gab's bis jetzt ausschließlich konstruktive Zusammenarbeit und keine Pauschalaussagen.

Ach ja, meine Tochter geht in ein bilinguales Gym, hat alle Nebenfächer auf Englisch und erarbeitet Präsentation mit 12 die manche ihr ganzes Leben lang noch nicht gemacht haben.
Sie macht das, weil sie das will und weil sie sich in der Klasse wohl fühlt.
Ich nehme mir die Freiheit sie dort zu unterstützen wo sie es braucht.

Sino
26.05.2009, 16:55
Ich meine, Kinder sollten in dem Schultyp sitzen, in dem sie die Aufgaben/Prüfungen möglichst alleine schaffen! Stell dir vor, wie es dir ginge, wenn du ständig eine Anleitung für deine Aufgaben bräuchtest!
In der Oberstufe kann das schon der Fall sein. Aber in der Unterstufe sollten es Kinder alleine schaffen!
Aha, in der Oberstufe akzeptierst du es...und was ist dann auf der Uni? Nachhilfe vor allen Uniprüfungen?...sorry, aber den Gedankengang versteh ich nicht.

Wenn meine Kinder Lernprobleme hätten würde ich mich auch heute noch (4.+7.Kl. Gym)selbst mit ihnen hinsetzen. Wenn andere Eltern diese Aufgabe jemandem anderen übertragen, weil sie selbst überfordert sind, verstehe ich das. Aber ich sehe Nachhilfe (egal von wem) nicht als permanente Doppelbetreuung, sondern als kurzfristige Überbrückungshilfe, wenn mal ein Problem auftaucht.

Im Übrigen ist der Trend zur Nachhilfe bei uns in einem harmlosen, sehr erträglichen und vernünftigen Rahmen. Mein chinesisches Reservekind kriegt schon Nachhilfeunterricht, wenn sie in Mathe mal einen Zweier statt dem erwarteten Einser schreibt:rolleyes:

Khalida
26.05.2009, 17:11
Gibt es einen Grund dafür, dass du so abwertend bist?

Wer sagt dir, dass ich mit meinen Kindern nicht kommuniziere?
Wer sagt dir, dass ich nicht weiß, wie bei uns in der Schule unterrichtet wird, nach welchen Methoden, mit welchen Techniken?
Wer sagt dir, dass ich nicht weiß, welche Bedeutung es hat, dass meine Tochter sich dort wohl fühlt, wo sie ist?
Wer sagt, nur weil meine Tochter Nachhilfe nimmt, sie nicht in der Lage ist, selbständig zu arbeiten?

.....

Aber schön, dass du weißt, was für andere Kinder gut ist und deren Eltern so gut einschätzen kannst.
Zum Glück sind mir solche Charaktere bei den Lehrern meiner Kinder bis jetzt noch erspart geblieben.
Da gab's bis jetzt ausschließlich konstruktive Zusammenarbeit und keine Pauschalaussagen.


Ach ja, meine Tochter geht in ein bilinguales Gym, hat alle Nebenfächer auf Englisch und erarbeitet Präsentation mit 12 die manche ihr ganzes Leben lang noch nicht gemacht haben.
Sie macht das, weil sie das will und weil sie sich in der Klasse wohl fühlt.
Ich nehme mir die Freiheit sie dort zu unterstützen wo sie es braucht.

Ich habe das nicht zynisch gemeint! Wenn es keine Probleme gibt, dann ist das ja ganz in Ordnung!

Khalida
26.05.2009, 17:17
Aha, in der Oberstufe akzeptierst du es...und was ist dann auf der Uni? Nachhilfe vor allen Uniprüfungen?...sorry, aber den Gedankengang versteh ich nicht.

Wenn meine Kinder Lernprobleme hätten würde ich mich auch heute noch (4.+7.Kl. Gym)selbst mit ihnen hinsetzen. Wenn andere Eltern diese Aufgabe jemandem anderen übertragen, weil sie selbst überfordert sind, verstehe ich das. Aber ich sehe Nachhilfe (egal von wem) nicht als permanente Doppelbetreuung, sondern als kurzfristige Überbrückungshilfe, wenn mal ein Problem auftaucht.

Im Übrigen ist der Trend zur Nachhilfe bei uns in einem harmlosen, sehr erträglichen und vernünftigen Rahmen. Mein chinesisches Reservekind kriegt schon Nachhilfeunterricht, wenn sie in Mathe mal einen Zweier statt dem erwarteten Einser schreibt:rolleyes:

Genau das ist es , was ich meine! Ich finde, dass Kinder oft überfordert werden! Es gibt Kinder, die bekommen schon in der Volksschule 3 mal wöchentlich Nachhilfe und das finde ich nicht o.k.! In der Oberstufe kann ich es persönlich akzeptiern, wenn Nachhilfe gelegentlich gebraucht wird. Aber besser wäre es, wenn es Förderungen an den Schulen gäbe. Als ich ins Gymnasium ging, hat es Professoren gegeben, die haben KOSTENLOS für meine Klasse Wiederholungsstunden am Nachmittag gemacht vor einer Mathe-Schularbeit!

Sino
26.05.2009, 17:37
"KOSTENLOS" für Schüler und Eltern, aber die Lehrer wurden damals schon dafür bezahlt;) die haben das nicht aus reinem Idealismus gemacht.

Wenn das ungefähr zu der Zeit war, wo auch ich die Schulbank gedrückt habe, dann war das in Zeiten eines saftigen Budgetdefizits...aber politisieren mag ich hier jetzt eigentlich nicht...

sane
26.05.2009, 17:51
Es gibt Kinder, die bekommen schon in der Volksschule 3 mal wöchentlich Nachhilfe und das finde ich nicht o.k.!

Vielleicht sollten wir jetzt da ansetzen: was stört dich jetzt an der Nachhilfe?
Ich meine, es gibt Kinder, die sich einfach schwerer tun. Ich lerne sehr wohl mit meiner Tochter in der 2. Klasse VS: sie kann das selbständig und alleine nicht.
Es sind Ansagen zum Ueben, das 1x1 wird wiederholt. Dann gibt die Lehrerin manchmal Kopfrechenübungen auf, auch die kann sie schwer alleine üben. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass meine Tochter dadurch in irgendeiner Weise überfordert ist.

Ich bin aber auch in der glücklichen Lage, dass ich zB Deutsch als Muttersprache habe und diesbezüglich für meine Tochter keine Hilfe brauche.
Wäre Deutsch nicht meine Muttersprache, würde ich für meine Tochter jemanden engagieren, der mit ihr die Ansagen übt oder die Deutsche Grammatik (natürlich Alters entsprechend).

Im Moment lerne ich mit meiner anderen Tochter Englisch: sie ist froh, dass sie jemanden hat, der sie die Englisch-Vokabeln ausfragt oder ab und zu mal Grammatikübungen kontrolliert (oder auch Unklarheiten beseitigt, sie fragt die Lehrer nicht so gerne, da sie recht schüchtern ist).
Könnte ich kein Englisch würde ich zum Beispiel vor Schularbeiten bei Bedarf jemanden bitten/bezahlen, der ihr (auf Wunsch) noch Fragen beantworte und kurz durchcheckt, ob sie irgendwo Lücken hat.

Ich sehe da eigentlich das Problem nicht.
Ich habe das aber auch bei meinem Sohn gemacht, der in der HS war.

Khalida
26.05.2009, 17:57
Vielleicht sollten wir jetzt da ansetzen: was stört dich jetzt an der Nachhilfe?
Ich meine, es gibt Kinder, die sich einfach schwerer tun. Ich lerne sehr wohl mit meiner Tochter in der 2. Klasse VS: sie kann das selbständig und alleine nicht.
Es sind Ansagen zum Ueben, das 1x1 wird wiederholt. Dann gibt die Lehrerin manchmal Kopfrechenübungen auf, auch die kann sie schwer alleine üben. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass meine Tochter dadurch in irgendeiner Weise überfordert ist.

Ich bin aber auch in der glücklichen Lage, dass ich zB Deutsch als Muttersprache habe und diesbezüglich für meine Tochter keine Hilfe brauche.
Wäre Deutsch nicht meine Muttersprache, würde ich für meine Tochter jemanden engagieren, der mit ihr die Ansagen übt oder die Deutsche Grammatik (natürlich Alters entsprechend).

Im Moment lerne ich mit meiner anderen Tochter Englisch: sie ist froh, dass sie jemanden hat, der sie die Englisch-Vokabeln ausfragt oder ab und zu mal Grammatikübungen kontrolliert (oder auch Unklarheiten beseitigt, sie fragt die Lehrer nicht so gerne, da sie recht schüchtern ist).
Könnte ich kein Englisch würde ich zum Beispiel vor Schularbeiten bei Bedarf jemanden bitten/bezahlen, der ihr (auf Wunsch) noch Fragen beantworte und kurz durchcheckt, ob sie irgendwo Lücken hat.

Ich sehe da eigentlich das Problem nicht.
Ich habe das aber auch bei meinem Sohn gemacht, der in der HS war.

Ich denke, wir zahlen als Staatsbürger genügend Steuern, um Schulen und Lehrer zu bezahlen. Warum müssen dann Eltern noch zusätzlich als Nachhilfelehrer fungieren? Was leistet unser Schulsystem? Wieso üben Kinder nicht in der Schule? Warum sollen Kinder zuhause auch noch lernen müssen, wenn sie 5 oder 6 Stunden sowieso in Unterricht verbringen? Was macht man eigentlich in der Schule?

sane
26.05.2009, 18:03
Ich denke, wir zahlen als Staatsbürger genügend Steuern, um Schulen und Lehrer zu bezahlen. Warum müssen dann Eltern noch zusätzlich als Nachhilfelehrer fungieren? Was leistet unser Schulsystem? Wieso üben Kinder nicht in der Schule? Warum sollen Kinder zuhause auch noch lernen müssen, wenn sie 5 oder 6 Stunden sowieso in Unterricht verbringen? Was macht man eigentlich in der Schule?
Aber das ist ein anderes Thema und dass Schule reformiert gehört, darüber sind wir uns doch alle klar.
Jedoch ich persönlich will bei den Reformen keine Nivellierung nach unten und die freie Schulwahl.

Khalida
26.05.2009, 18:13
Aber das ist ein anderes Thema und dass Schule reformiert gehört, darüber sind wir uns doch alle klar.
Jedoch ich persönlich will bei den Reformen keine Nivellierung nach unten und die freie Schulwahl.

Da sind wir gleicher Meinung! Freie Schulwahl, aber bessere Beratung für die Eltern, die oftmals durch das Angebot der verschiedenen Schultypen überfordert sind! Gute und ausreichende Beratungen und das selbst entscheiden lassen!
Aber: Ich bin dafür, dass jeder Schüler automatisch einer KMS zugeteilt wird- und nur auf ausdrücklichen Wunsch der Eltern oder des Kindes nach einer vorherigen Besprechung mit ausführlicher Beratung- in eine AHS aufgenommen wird!

Das klingt wie ein Widerspruch, ist aber nicht so gemeint! Die Eltern müssen wissen, was auf sie zukommt! Förderungen gibt es halt in den HS/KMS viel mehr und dazu kostenlos.
Aber sehr begabte Schülerinnen sollten natürlich die Möglichkeit haben, sofort nach der VS eine Höhere Schule zu besuchen! Dadurch gäbe es auch keine Nivellierung nach unten und das ewige Gestöhne "Mein Kind muss so viel lernen!" würde verstummen, wenn die Eltern wüssten, was sie erwartet!

muell23
27.05.2009, 14:01
Ich rede hier mal von meinem Sohn. Einer der sogenannten Hochbegabten (IQ von 142). Lauter 1 bis auf Englisch, da eine 4!! Das Zeugnis bzw. die Schulnachricht sah super aus :D.

Nein, es lag nicht an der Lehrkraft, es lag nicht am Elternhaus - es lag eindeutig am Schüler - den der faule Sack war einfach nicht bereit Vokabel zu lernen (das hätte ja mehr als seine 20 Minuten täglich für die Hausübungen bedeuted) und dementsprechend waren dann die SA beide mit 5 zu bewerten. Na no na ned

Jetzt im 2. Semester, nachdem ich einen ziemlich hysterischen Anfall (man muss es mir bitte nachsehen) hingelegt habe, ihm Nachhilfe bei einer Lehramtsstudentin besorgt habe - AUF SEINE KOSTEN !! - war es auf einmal möglich die SA auf 1 und 2 zu schreiben.

Was laut Lehrkraft eine Sensation ist, denn in einer Fremdsprache von einem klaren NG auf ein SG zu rutschen ist der Wahnsinn, was mir aber wiederum beweist, nicht die Schule ist die falsche, sondern das Kind ein Faultier.

Ich bin übrigens froh, dass AHS ab September Geschichte ist und er dann in eine BAKIP geht.

Nachhilfe ist wichtig und ich würde jederzeit einem Kind diese Möglichkeit geben. Egal in welchem Alter und egal in welchem Fach. Elterliche Nachhilfe ist nicht immer möglich, denn die Kinder sprechen auf fremde Lehrkräfte meist besser an.

inkale
27.05.2009, 23:14
Ich bin übrigens froh, dass AHS ab September Geschichte ist und er dann in eine BAKIP geht.
Warum?

Elterliche Nachhilfe ist nicht immer möglich, denn die Kinder sprechen auf fremde Lehrkräfte meist besser an.
So ist es.
Wenn ich was meiner Tochter sage, wird sie aggressiv - weil es für sie einer Kritik gleichkommt.
Bei der Nachhilfelehrerin kann sie das ohne Probleme annehmen.

Ansonsten sehe ich es auch so wie @muell23.
Meine Tochter ist auch ein Faulsack. Geschichte im Zeugnis eine 4, erster Test im 2. Semester eine 5 (hat "vergessen", dass es einen Test gab) und somit eine Frühwarnung.
Dann gab es auch einen Anfall von mir. Man möge ihn mir nicht verzeihen. Ich hab's gebraucht.
Dann freiwillige Wiederholung: Sehr gut.
Regulärer Test vier Wochen späer: Sehr gut. Und alles auf Englisch.
Und das gleiche nun übermorgen für Geo.
Von diesem Semester hat sie gelernt, dass es weniger anstrengend ist, wenn sie gleich g'scheit macht.
Hoffentlich weiß sie das nächstes Semester auch noch.

Und um auf die Eingangsfrage zurückzukommen:
Was würde es in diesem Fall helfen sich um eine "leichtere" Schule umzusehen?
Wenn Kind dort auch nichts lernt, weil sie zu faul ist, wird sie auch ihre Nicht Genügend haben.

Wichtig ist, dass man beobachtet, ob das Kind einfach überfordert ist und mit dem Stoff an sich nicht klar kommt oder ob es andere Gründe dafür gibt.
Bei meiner Ältesten und Schulkollegen habe ich beobachtet, dass ungefähr ab der 3. Unterstufe die Eigenverantwortung und Selbstorganisation stark zugenommen hat.

muell23
28.05.2009, 00:05
Warum?




Weil ihm die AHS keinen Spaß macht. Ich bin wirklich froh, dass er so klug ist und vieles eben nicht lernen muss, weil fleißig ist er nicht.

Die BAKIP macht ihm Spaß, er hat sie sich selbst ausgesucht und daher kann ich mich zurücklehnen und die nächsten 5 Jahre entspannen. Er freut sich auf diese Schule und sieht sie nicht als tägliches Übel einfach hingehen zu müssen.

Bachblueten
28.05.2009, 01:38
Meine Kinder bekommen Nachhilfe - meine Tochter nur zur Kontrolle; das Verhältnis zwischen Mutter und Kind ist einfach anders als zwischen Nachhilfe und SchülerIn!
Ich war früher total gegen Nachhilfe - funktioniert aber eindeutig besser so (natürlich nur dort wo es Probleme gibt - ein Kind hat ja normalerweise nur in einzelnen Gegenständen Schwierigkeiten).
Wenn das Kind grunsätzlich mit dem Lernen Probleme Hat, würde ich es mit Brain Gym versuchen.

inkale
28.05.2009, 09:26
Die BAKIP macht ihm Spaß, er hat sie sich selbst ausgesucht und daher kann ich mich zurücklehnen und die nächsten 5 Jahre entspannen. Er freut sich auf diese Schule und sieht sie nicht als tägliches Übel einfach hingehen zu müssen.
Ich hoffe das stimmt - das mit dem Zurücklehnen :D - habe mir die BAKIP auch selber ausgesucht, aber da gab's schon den einen oder anderen Durchhänger der meine Mutter zur Verzewiflung gebracht hat, auch wenn ich dann mit Vorzug abgeschlossen habe.