Taeubchen
14.04.2004, 11:10
Also hier der GEburtsbericht unseres Sohnes:
Am Gründonnerstag, 08.04.2004 bin ich schon mit einem seltsames Gefühl wach geworden - ich dachte mir, "heute kommt mein Zwuck".
Dadurch, dass ich aber 0 Beschwerden hatte den frühen Vormittag über, habe ich diesen Gedanken sofort wieder verdrängt.
Am späten Vormittag haben ich ein starkes Ziehen im Rücken bekommen. Dachte da aber eher an Überanstrengung, weil ich die Tage zuvor meinen Sohn Alexander (2,5 Jahre) öfters auf und nieder getragen habe.
Um die Mittagszeit, pünktlich um 12 Uhr habe ich einen wirklich wilden Schmerz im Unterleib bekommen. Viel ärger als Regelschmerzen, es hat überall gezogen und ich dachte sofort, so, jetzt gehts los. Diese Schmerzen kamen und gingen und für mich zeichnete sich ab, das es wohl losgehen würde. Nach ca. 1 Stunde war der Spuk dann aber wieder vorbei und ich habe trotzdem noch schnell wichtige Dinge erledigt. Ein wenig geputzt und einfach geschaut, dass alles passt bevor ich weg muss. Mir ging es zu der Zeit aber supergut.
Um ca. 15 Uhr habe ich mich dann erschöpft ins Bett gelegt und auf einmal einen dumpfen Schmerz im Unterleib verspürt. Ich dachte noch daran, was mir meine Hebi vom ersten Kind sagte, wenn der Schmerz kommt, nicht zusammenzwicken, sondern offen lassen, untenrum "aufmachen". Puuuh, war gar nicht so leicht, den der Schmerz war grauenhaft und gleich danach bemerkte ich auch schon ein warmes Gefühl. Ups, dachte ich, die Fruchtblase ist geplatzt. Ich kurz aufgestanden und zu kontrollieren, aber nix tat sich. Bin dann aufs WC gegangen, und erst als ich auf der Brille saß, tröpfelte es ein wenig. Ich habe mir schnell WC-Papier zwischen die Beine gelegt und bin mich anziehen gegangen. Meine Eltern waren kurz davor mit dem Auto weggefahren, mein erster Sohn schlief in seinem Bett. Ich habe dann meinen Freund angerufen, der innerhalb von 5 Minuten bei mir war. Er hat dann meine Eltern angerufen und gebeten, das sie wieder heim kommen sollen und auf meinen Sohn aufpassen.
So lag ich dann da auf der Bank, wartend auf meine Eltern, und das Fruchtwasser kam mehr und mehr aus mir raus. Nach ca. 15 Minuten waren meine Eltern da, mein Sohn ist zur gleichen Zeit aufgestanden und war ganz fertig, als er Mami da liegen sah und wusste, jetzt gehts ins Spital. Meine Eltern sind dann aber mit ihm gleich wieder losgefahren und mein Freund hat mich liegend ins Krankenhaus gebracht.
Dort wurde ich mal aufs WC geschickt und mir wurde gesagt, ich darf aufstehen und rumgehen. Muttermund wurde untersucht, war bei 2cm. Wehen hatte ich leichte zu dem Zeitpunkt, ganz locker zum Aushalten. Ich habe dann dort noch gegessen und dann einen Einlauf verlangt, damit das die Wehen anregt. Globuli habe ich auch genommen, alle 15 Minuten 5 Stück, auch das half, das ich stärkere und regelmäßigere Wehen bekam.
Meinen Freund habe ich dann um ca. 19 Uhr nach Hause geschickt, damit er unseren Sohn schlafen legt und ihm gesagt, dass ich ihn anrufen, wenn es ärger wird, wenn die Wehen stärker werden und ich ihn brauche.
Tja, um ca. 21 Uhr wurden die Wehen dann echt ganz gemein und unerträglich. Habe alle verschiedenen Positionen durchprobiert bis ich erst wieder schnaufend im Bett lag. Die Hebi hat dann um ca. 22 Uhr meinen Muttermund kontrolliert, er war erst 3cm offen. Es war zwar alles sehr weich, aber eben erst 3cm.
Puh dachte ich, von 19 Uhr bis 22 Uhr nur 1 cm - das war niederschmetternd.
Die Plegehelferin die da rumgegeistert ist, hat dann meinen Freund angerufen, sie hat in der Zwischenzeit mit mir gesprochen, mir gut zugeredet und mir sogar dann den Rücken massiert, nachdem ich mich wieder entschlossen hatte, ans Fenster gelehnt zu stehen und zu atmen. Sie meinte, "sie kriegen ihr Baby noch vor Mitternacht, ich spüre das". Für mich klang das nicht gerade sehr realistisch, da sich mein Muttermund nicht öffnete.
Ich hatte dann von Minuten zu Minute stärkere Wehen, konnte kaum noch stehen und es viel mir sehr sehr schwer, richtig zu atmen. Ich hab mich dann wieder ins Bett gelegt und habe eine krampflösende Infusion bekommen. Mein Freund kam gerade zu der Zeit, war total fertig, mich da sooo liegen zu sehen, wo er mich doch noch lächelnd verlassen hatte. Ich war den Tränen nahe, konnte kaum noch sprechen, weil die Wehen fast ohne Pause kamen. Die Hebamme half mir dann auf die Matte, dort habe ich einige Wehen veratmet und meinen Freund weiß Gott wie oft gesagt, das ich es nicht mehr schaffe. Ich musste dann aufs WC, wo ich auch 2 Wehen veratmen musste, an meinen Freund geklammert gingen wir wieder auf die Matte. Die Hebi fragte noch, ob ich in die Wanne wolle,, da aber mein Kreislauf derartig im Sand war, meinte ich, ich wolle zuerst noch auf der Matte verschnaufen.
Kaum auf der Matte, verspürte ich einen derartigen Druck hinten rum und ich bat, mir aufzuhelfen, damit ich aufs WC gehen kann. Mir war schon klar, dass das ev. das Baby sein könnte, da der Muttermund aber vorher noch bei 3cm war, hielt ich das für ausgeschlossen und deshalb wollte ich aufs WC. Die Hebi sagte aber, dass das das Baby sei, kontrollierte meinen Muttermund und sagte ganz erstaunt: Er ist komplett offen, das Baby kommt.
So, dann gibts nicht mehr viel zu berichten. Nach ca. 2 Presswehen und ca. 2 Presswehen die ich veratmen musste, kam unser Sohn ins Leben geglitten. Ohne Riss, ohne Schnitt. Die Presswehen habe ich sehr sehr schmerzhaft verspürt, vor allem auch, weil ich den Druck nicht mithelfen durfte, sondern auch veratmen musste. Das war schlimm, aber es ging ganz schnell.
Also, mein Sohn wog 3450 Gramm, war 50cm groß und der Kopfumfang war 35,5 cm.
Wir konnten es kaum glaube, als er da schon rauskam, es war so unbeschreiblich, als er rausglitt, dieses Gefühl, als mal der Kopf draußen war, dann als das restliche nachglitt. Einfach einmalig schön!!!
So, das wars - danke fürs Lesen.
LG
Susi
Am Gründonnerstag, 08.04.2004 bin ich schon mit einem seltsames Gefühl wach geworden - ich dachte mir, "heute kommt mein Zwuck".
Dadurch, dass ich aber 0 Beschwerden hatte den frühen Vormittag über, habe ich diesen Gedanken sofort wieder verdrängt.
Am späten Vormittag haben ich ein starkes Ziehen im Rücken bekommen. Dachte da aber eher an Überanstrengung, weil ich die Tage zuvor meinen Sohn Alexander (2,5 Jahre) öfters auf und nieder getragen habe.
Um die Mittagszeit, pünktlich um 12 Uhr habe ich einen wirklich wilden Schmerz im Unterleib bekommen. Viel ärger als Regelschmerzen, es hat überall gezogen und ich dachte sofort, so, jetzt gehts los. Diese Schmerzen kamen und gingen und für mich zeichnete sich ab, das es wohl losgehen würde. Nach ca. 1 Stunde war der Spuk dann aber wieder vorbei und ich habe trotzdem noch schnell wichtige Dinge erledigt. Ein wenig geputzt und einfach geschaut, dass alles passt bevor ich weg muss. Mir ging es zu der Zeit aber supergut.
Um ca. 15 Uhr habe ich mich dann erschöpft ins Bett gelegt und auf einmal einen dumpfen Schmerz im Unterleib verspürt. Ich dachte noch daran, was mir meine Hebi vom ersten Kind sagte, wenn der Schmerz kommt, nicht zusammenzwicken, sondern offen lassen, untenrum "aufmachen". Puuuh, war gar nicht so leicht, den der Schmerz war grauenhaft und gleich danach bemerkte ich auch schon ein warmes Gefühl. Ups, dachte ich, die Fruchtblase ist geplatzt. Ich kurz aufgestanden und zu kontrollieren, aber nix tat sich. Bin dann aufs WC gegangen, und erst als ich auf der Brille saß, tröpfelte es ein wenig. Ich habe mir schnell WC-Papier zwischen die Beine gelegt und bin mich anziehen gegangen. Meine Eltern waren kurz davor mit dem Auto weggefahren, mein erster Sohn schlief in seinem Bett. Ich habe dann meinen Freund angerufen, der innerhalb von 5 Minuten bei mir war. Er hat dann meine Eltern angerufen und gebeten, das sie wieder heim kommen sollen und auf meinen Sohn aufpassen.
So lag ich dann da auf der Bank, wartend auf meine Eltern, und das Fruchtwasser kam mehr und mehr aus mir raus. Nach ca. 15 Minuten waren meine Eltern da, mein Sohn ist zur gleichen Zeit aufgestanden und war ganz fertig, als er Mami da liegen sah und wusste, jetzt gehts ins Spital. Meine Eltern sind dann aber mit ihm gleich wieder losgefahren und mein Freund hat mich liegend ins Krankenhaus gebracht.
Dort wurde ich mal aufs WC geschickt und mir wurde gesagt, ich darf aufstehen und rumgehen. Muttermund wurde untersucht, war bei 2cm. Wehen hatte ich leichte zu dem Zeitpunkt, ganz locker zum Aushalten. Ich habe dann dort noch gegessen und dann einen Einlauf verlangt, damit das die Wehen anregt. Globuli habe ich auch genommen, alle 15 Minuten 5 Stück, auch das half, das ich stärkere und regelmäßigere Wehen bekam.
Meinen Freund habe ich dann um ca. 19 Uhr nach Hause geschickt, damit er unseren Sohn schlafen legt und ihm gesagt, dass ich ihn anrufen, wenn es ärger wird, wenn die Wehen stärker werden und ich ihn brauche.
Tja, um ca. 21 Uhr wurden die Wehen dann echt ganz gemein und unerträglich. Habe alle verschiedenen Positionen durchprobiert bis ich erst wieder schnaufend im Bett lag. Die Hebi hat dann um ca. 22 Uhr meinen Muttermund kontrolliert, er war erst 3cm offen. Es war zwar alles sehr weich, aber eben erst 3cm.
Puh dachte ich, von 19 Uhr bis 22 Uhr nur 1 cm - das war niederschmetternd.
Die Plegehelferin die da rumgegeistert ist, hat dann meinen Freund angerufen, sie hat in der Zwischenzeit mit mir gesprochen, mir gut zugeredet und mir sogar dann den Rücken massiert, nachdem ich mich wieder entschlossen hatte, ans Fenster gelehnt zu stehen und zu atmen. Sie meinte, "sie kriegen ihr Baby noch vor Mitternacht, ich spüre das". Für mich klang das nicht gerade sehr realistisch, da sich mein Muttermund nicht öffnete.
Ich hatte dann von Minuten zu Minute stärkere Wehen, konnte kaum noch stehen und es viel mir sehr sehr schwer, richtig zu atmen. Ich hab mich dann wieder ins Bett gelegt und habe eine krampflösende Infusion bekommen. Mein Freund kam gerade zu der Zeit, war total fertig, mich da sooo liegen zu sehen, wo er mich doch noch lächelnd verlassen hatte. Ich war den Tränen nahe, konnte kaum noch sprechen, weil die Wehen fast ohne Pause kamen. Die Hebamme half mir dann auf die Matte, dort habe ich einige Wehen veratmet und meinen Freund weiß Gott wie oft gesagt, das ich es nicht mehr schaffe. Ich musste dann aufs WC, wo ich auch 2 Wehen veratmen musste, an meinen Freund geklammert gingen wir wieder auf die Matte. Die Hebi fragte noch, ob ich in die Wanne wolle,, da aber mein Kreislauf derartig im Sand war, meinte ich, ich wolle zuerst noch auf der Matte verschnaufen.
Kaum auf der Matte, verspürte ich einen derartigen Druck hinten rum und ich bat, mir aufzuhelfen, damit ich aufs WC gehen kann. Mir war schon klar, dass das ev. das Baby sein könnte, da der Muttermund aber vorher noch bei 3cm war, hielt ich das für ausgeschlossen und deshalb wollte ich aufs WC. Die Hebi sagte aber, dass das das Baby sei, kontrollierte meinen Muttermund und sagte ganz erstaunt: Er ist komplett offen, das Baby kommt.
So, dann gibts nicht mehr viel zu berichten. Nach ca. 2 Presswehen und ca. 2 Presswehen die ich veratmen musste, kam unser Sohn ins Leben geglitten. Ohne Riss, ohne Schnitt. Die Presswehen habe ich sehr sehr schmerzhaft verspürt, vor allem auch, weil ich den Druck nicht mithelfen durfte, sondern auch veratmen musste. Das war schlimm, aber es ging ganz schnell.
Also, mein Sohn wog 3450 Gramm, war 50cm groß und der Kopfumfang war 35,5 cm.
Wir konnten es kaum glaube, als er da schon rauskam, es war so unbeschreiblich, als er rausglitt, dieses Gefühl, als mal der Kopf draußen war, dann als das restliche nachglitt. Einfach einmalig schön!!!
So, das wars - danke fürs Lesen.
LG
Susi