Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie erkläre ich kindgerecht
warum Jesus gekreuzigt wurde?
Konkrete Frage meiner 5-jährigen: Wieso haben sie den Jesus aufgehängt?
Ich hab ihr vorerst mal gesagt: das ist eine längere Geschichte - ich erkläre es Dir morgen
alexandra81
15.04.2009, 20:57
da häng ich mich mit an, meiner hat dann noch weitergefragt - warum wurde er nicht erschossen von den Soldaten, wie ist er wieder aufgestanden, warum und wie geht das...
ich habe versucht es zu erklären, aber grad die Auferstehung - da bin ich total gescheitert (und in der Kinderbibel wird das ganze mit 2 Sätzen abgehandelt)
alexandra81
15.04.2009, 21:05
ach ja, beim "warum" war diese Seite sehr hilfreich.
http://www.ekd.de/jesus_fragen/frage2.html
Hoffnung und Angst
http://www.ekd.de/jesus_fragen/hosianna.gif In Israel gab es viele Menschen, die sich wünschten, die Herrschaft der Römer zu beenden - notfalls mit Gewalt. Die Zeichen und Wunder, die Jesus vollbrachte, hoben ihn aus der Menge der Wanderlehrer heraus. Die Anhänger von Jesus hielten ihn deshalb für den Messias, den von Gott selbst gesandten König, der die Römer mit Gottes Hilfe besiegen könnte.
Die Mitglieder des Hohen Rates befürchteten jedoch, dass es wegen Jesus zu Unruhen kommen könnte - bei der das Volk aufgrund seiner militärischen Unterlegenheit nur den kürzeren ziehen würde. Ausserdem hielten sie Jesus für einen Irrlehrer, der im Kreuzverhör zugab: Ja, er sei Gottes Sohn. Das war Gotteslästerung. Deshalb zeigten sie Jesus beim römischen Statthalter Pontius Pilatus als Unruhestifter an.
Jesus wurde gekreuzigt, weil er sich SOHN DES LEBENDIGEN GOTTES genannt hat.
Und damit hat er den Kaiser zornig gemacht. Weil der der Meinung war, das darf Jesus nicht, und gefürchtet hat, er will ihm seinen Kaisertitel abspenstig machen. Und da er sich so gefürchtet hat, weil Jesus auch noch sehr beliebt war und immer mehr Anhänger hatte, hat er ihn mit dem Kreuzigen bestraft, weil er ihn loswerden wollte. Ungerecht, ok, aber es war so.
Und kreuzigen und nicht erschießen deshalb, weil kreuzigen damals einfach die Strafe für gewisse Verbrechen war. So wie man heute ins Gefängnis kommen würde.
Alles weitere nur erklären, wenn die Frage auch kommt.
Ich find, der Ansatz wär erst einmal zu wissen wie du Pythia das angehen willst: ob im religiösen Sinn oder im faktischen. Gibst religiöse Vorbildung bei deinem Kind oder nicht.
Danach würd sich dann die Antwortschiene richten.
Ich find, der Ansatz wär erst einmal zu wissen wie du Pythia das angehen willst: ob im religiösen Sinn oder im faktischen. Gibst religiöse Vorbildung bei deinem Kind oder nicht.
Danach würd sich dann die Antwortschiene richten.
Schwieriges Thema.
Religiöse Vorbildung hat sie wenig - eigentlich nur, dass verschiedene Menschen an verschiedene Götter glauben und damit unterschiedliche Bräuche verbunden sind.
Obwohl ich selbst nicht religiös bin, will ich es nicht wie ein Märchen oder eine Fabel erzählen - das empfinde ich als zu banal und respektlos gegenüber religiösen Menschen.
Und es als Weltgeschichte und somit als Wahrheit darzustellen, passt mir auch irgendwie nicht - da tue ich mir mit Auferstehung etc irgendwie schwer.
Wir gehen sonst recht ungezwungen mit dem Thema Tod etc. um - aber meinem Kind zu erklären, dass das kleine Jesukindlein später als es erwachsen war, von (bösen?) Männern umgebracht worden ist, dass aber eigentlich egal ist, weil der Jesus eh wieder auferstanden ist und er das eigentlich nur für uns alle getan hat, kommt mir dann doch schwer über die Lippen. Und ist mit lauter Ungereimtheiten gespickt...
Vielleicht gehts darum: Wie soll ich etwas schlüssig erklären, was ich selbst nicht verstehe? Oder soll ich ihr einfach erzählen, was Sache ist und ihr dazusagen, dass ich es selbst nicht verstehe?:confused:
da es ja ein fünfjähriges kind verstehen soll, würde ich es sehr wohl "märchenhaft" erzählen, das ist nicht respektlos m.m.
etwa im sinne von artemis`post - nur ohne den "sohn des lebendigen gottes" - das versteht sie nicht.
je einfacher, desto besser.
Vielleicht gehts darum: Wie soll ich etwas schlüssig erklären, was ich selbst nicht verstehe? Oder soll ich ihr einfach erzählen, was Sache ist und ihr dazusagen, dass ich es selbst nicht verstehe?:confused:
Du kannst es ihr nicht verkaufen wenn es dir nicht schlüssig ist. Weißt was, wieso, wenn du dich wirklich informieren willst, wieso gehst nicht zu deinem Pfarrer und bittest den um ein Gespräch. Der soll dir das erklären, sodass du es verstehst, und dem kannst du all diese Fragen stellen.
Der ist ja immerhin vom Fach und dafür zuständig :D
Sternenkind26
15.04.2009, 21:46
warum wurde er nicht erschossen von den Soldaten
Zu der Zeit gabs noch keine Schusswaffen, oder?Damit wäre wenigstens diese eine Frage beantwortet ;)
Gut, den Mittelweg zwischen faktisch und religiöser Überlieferung würd ich dann eher so angehen wie ein Märchen: (wie ausgefeilt das im Endeffekt gemacht werden kann, kann eh nur der wissen der das Kind kennt)
Ich kleide das jetzt übrigens bewusst in einfache Formulierung...:D
Es gibt eine uralte Geschichte von einem Menschen der kommt und der für Gott seine Worte/Gesetze unter die Menschen bringt.
Jesus und die Menschen die an ihn geglaubt haben, haben gedacht, dass er dieser Mensch ist. (Messias=Heilsbringer etc.).
Da der Kaiser in Rom sich aber selbst für einen Gott gehalten hat, musste jeder ihn auch wie einen Gott behandeln und das hat Jesus nicht gemacht, denn er hat ja an einen anderen Gott geglaubt (da sie ja weiß, dass es verschiedene Götter gibt, sollte der Spagat funktionieren).
Dafür gab es damals eine besondere Strafe. Menschen die sich gegen den Kaiser (von Rom... oder auch nicht so genau, man muss das ja nicht historisch exakt erzählen) aufgelehnt haben, aber auch normale Verbrecher die gestohlen oder jemanden ermordet haben, wurden gekreuzigt.
Und das ist Jesus wiederfahren.
Hm..so in der Art denk ich (bitte nicht schlagen, ich hab das jetzt sehr schnell niedergeschrieben *g*).
alexandra81
15.04.2009, 21:49
Zu der Zeit gabs noch keine Schusswaffen, oder?Damit wäre wenigstens diese eine Frage beantwortet ;)
ja, klar, das habe ich ja eh noch beantwortet. ich bin dann an der Auferstehung gescheitert - und fürcht mich schon vor Pfingsten.
aber die Idee, den Pfarrer zu involvieren, ist wirklich nicht schlecht, der wohnt eh bei uns in der Siedlung...
da es ja ein fünfjähriges kind verstehen soll, würde ich es sehr wohl "märchenhaft" erzählen, das ist nicht respektlos m.m.
.
Hey lucy, ein Gedanke.:D
ja, klar, das habe ich ja eh noch beantwortet. ich bin dann an der Auferstehung gescheitert - und fürcht mich schon vor Pfingsten.
aber die Idee, den Pfarrer zu involvieren, ist wirklich nicht schlecht, der wohnt eh bei uns in der Siedlung...
die auferstehung würde ich so erklären, dass zwar der körper jesu gestorben war, seine seele aber eben nicht.
siehe auch das beispiel in einem anderen thread zum thema sterben:
e.kübler-ross hat kindern immer die verwandlung der raupe zum schmetterling als beispiel des "freiwerdens" der seele gebracht.
ich finde das ein sehr schönes gleichnis.
Danke für diesen Thread.
Mein Sohn hat mich vor Ostern gefragt, warum Jesus FÜR UNS am Kreuz gestorben ist. Soweit ich mich erinnere, begründet die Kirche das mit der Erlösung von unseren Schulen, oder?
Ich brachte es nicht über mich, meinem 8jährigen das zu erzählen. Ich hab ihm gesagt, er soll die Rel.Lehererin fragen.:o
Am selben Abend hatte ich mit GG wieder mal ein Gespräch. Ich sollte aus der Kirche austreten....:(
http://www.weltbild.at/3/15478824-1/buch/das-ostergeheimnis-kindern-erklaert.html
Hab es aber nicht selber gelesen.
Oder soll ich ihr einfach erzählen, was Sache ist und ihr dazusagen, dass ich es selbst nicht verstehe?:confused:
wenn du mich fragst: ja. sie kann vielleicht auch andere fragen und wird sich im laufe der zeit aus den unterschiedlichen antworten und interpretationen ihr eigenes bild machen.
Danke für diesen Thread.
Soweit ich mich erinnere, begründet die Kirche das mit der Erlösung von unseren Schulen, oder?
das wird den salcher aber freuen:D
Danke für diesen Thread.
Mein Sohn hat mich vor Ostern gefragt, warum Jesus FÜR UNS am Kreuz gestorben ist. Soweit ich mich erinnere, begründet die Kirche das mit der Erlösung von unseren Schulen, oder?
Ich brachte es nicht über mich, meinem 8jährigen das zu erzählen. Ich hab ihm gesagt, er soll die Rel.Lehererin fragen.:o
Am selben Abend hatte ich mit GG wieder mal ein Gespräch. Ich sollte aus der Kirche austreten....:(
Für die Erlösung unser aller Sünden, jetzt und in alle Ewigkeit, auf dem Stand ist die Kirche.
Und als Zeichen der Liebe und Vergebung den Menschen gegenüber, weil er für sie seinen eigenen Sohn geopfert hat.
Wie du das aber einem Kind erklärst, müsstest du wirklich einen Pfarrer fragen.
Meine Fünfjährigen haben auch immer wieder Fragen zu Glaubensthemen. Die Frage nach dem Warum der Kreuzigung lässt sich aus der Kinderbibel finde ich ganz gut nachlesen. Vom Kinderkreuzweg, aber auch aus den Evangelien der Karwoche haben sie viel mitgenommen und fragen eigentlich konkret zum Gehörten nach.
Ich glaube zum Beispiel an Jesus und die Auferstehung, meine Antwort auf deine Frage wäre daher: "Jesus war tot, ist aber auferstanden und lebt jetzt bei Gott. Ich weiß auch nicht wie das gegangen ist. Ich bin ja nicht Gott - aber für Gott ist nichts unmöglich"
Ich würde dir raten, dass du authentisch das rüberbringst, was deine Überzeugung ist. Also wenn du nicht an die Auferstehung glaubst, aber das auch nicht als lächerlich abwerten möchtest vielleicht so "Christen glauben, dass Jesus auferstanden ist. Ich weiß aber nicht wie das gegangen ist, weil ich selbst mir das nicht vorstellen kann."
Auf die Frage wie es im Himmel denn ist, sag ich zB auch, dass ich keine Ahnung habe. Das finde ich ehrlicher bzw besser als irgendwas ausdenken, weil wenn die Kinder merken dass ich erfundene Antworrten gebe, können sie mir ja nicht mehr glauben. - Wenn sie irgendeine Frage zu Geografie, Biologie oder so haben, die ich nicht sofort beantworten kann, schau ich ja auch nach oder sag, dass ich es nicht weiß, bevor ich irgendeinen Unsinn verzapfe.
.
alexandra81
15.04.2009, 22:04
die auferstehung würde ich so erklären, dass zwar der körper jesu gestorben war, seine seele aber eben nicht.
siehe auch das beispiel in einem anderen thread zum thema sterben:
e.kübler-ross hat kindern immer die verwandlung der raupe zum schmetterling als beispiel des "freiwerdens" der seele gebracht.
ich finde das ein sehr schönes gleichnis.
das wirft wieder das nächste Problem auf. weil - die Jünger haben den auferstandenen Jesus ja nochmal gesehen. wie erklärst das logisch (und er akzeptiert nur logisch sinnvolle Erklärungen, Seele ist für ihn fast noch zu abstrakt). abgesehen davon, steht dann auch noch der Tod seiner Schwester im Hintergrund, auf den das halt nicht so einfach ummünzbar ist, wie er das gerne hätte.
das wirft wieder das nächste Problem auf. weil - die Jünger haben den auferstandenen Jesus ja nochmal gesehen. wie erklärst das logisch (und er akzeptiert nur logisch sinnvolle Erklärungen, Seele ist für ihn fast noch zu abstrakt). abgesehen davon, steht dann auch noch der Tod seiner Schwester im Hintergrund, auf den das halt nicht so einfach ummünzbar ist, wie er das gerne hätte.
man kann etwas unlogisches nicht logisch erklären, die ganze bibel beruht ja auf gleichnissen und sinnbildern.
oder hälts du die biblischen geschichten für real?
gerade kinder aber haben doch einen zugang zu solchen sinnbildern - siehe märchen.
alexandra81
15.04.2009, 22:14
man kann etwas unlogisches nicht logisch erklären, die ganze bibel beruht ja auf gleichnissen und sinnbildern.
oder hälts du die biblischen geschichten für real?
gerade kinder aber haben doch einen zugang zu solchen sinnbildern - siehe märchen.
dass ich es nicht erklären kann, weil es einfach nicht erklärbar ist, ist ja das Problem ..
nein, ich halte es nicht für real. er schon.
mein Sohn hat eben leider keinen Zugang dazu, er ist gnadenloser Realist und Logiker.
mir fällt grad ein, im Kindergarten meiner Brüder sind Ordensschwestern, die werden wohl kindgerechte Erklärungen auf Lager haben.
danke, für eure Anregungen
das wird den salcher aber freuen:D
ups - war ja fast ein freud´scher ;)
die Erlösung von der Schule würde der 8jährige ja ziemlich freudig annehmen...:D
aber ich kanns ihm nicht wirklich erklären, ich versteh es selbst nicht.
Ich habe bisher versucht, die Geschichten aus der Bibel an meine Kinder so zu vermitteln, dass ich ihnen mitgeteilt habe, das ist die Geschichte, die uns sagen will...
zu Ostern versagt meine Fantasie, ich kanns nicht erklären. Die Sache mit der Schuld verweigere ich.
zu Ostern versagt meine Fantasie, ich kanns nicht erklären. Die Sache mit der Schuld verweigere ich.
Dann kannst aber, ohne Angriff jetzt, den Gedanken mit der Auferstehung GAR nicht rüberbringen.
Weil auf dem Schuld- bzw. Vergebungsprinzip basiert der gesamte christliche Glaube. Ohne den funktionierts nicht. Dann würd ich das als Glaube rüberbringen, den manche Menschen haben.
Danke an maribah und 3unter3 - daraus kann ich mir gut was zusammenbasteln...
Die Idee mit dem Pfarrer wollt ich gleich verwerfen, aber eigentlich gibts bei meiner Heimat einen echt netten - den werd ich mir schnappen, wenn er wieder mal auf seinem Moped Richtung Kirche vorbeifährt und ihm die Kinder umbinden:D
warum Jesus FÜR UNS am Kreuz gestorben ist
Tja - genau das ist das Unschlüssige für mich. Hätte man ja auch etwas weniger dramatisch lösen können...
Dann kannst aber, ohne Angriff jetzt, den Gedanken mit der Auferstehung GAR nicht rüberbringen.
Weil auf dem Schuld- bzw. Vergebungsprinzip basiert der gesamte christliche Glaube. Ohne den funktionierts nicht. Dann würd ich das als Glaube rüberbringen, den manche Menschen haben.
ja, ich weiß - und ich fühl mich von dir gar nicht angriffen:)
Ich weiß, dass das Christentum - zu dem ich sehr intesiv erzogen wurde - für mich nicht 100 % lebbar ist. Ich kann mich auch viel eher mit der Reinkarnation anfreunden, als mit dem "ewigen Leben". Warum? keine Ahnung. mir wurden die christlichen Grundsätze zwar ewig antrainiert, war jeden Sonntag in der Kirche, mein Gefühl lässt aber eher das andere zu als das eine.
Meine Kinder sind evang. getauft. Ich bin kath. - schon hier eine Veränderung, weil der evang. Glaube für mich nicht ganz so konservativ ist, wie der kath.
Wir leben in einer Gemeinde, in der Kirche sehr fortschrittlich und lebensnah praktiziert wird. Wo beide Pfarrer (kath. + evang.)) eher jung sind und auch gut miteineander auskommen.
Meine Kinder sind bewußt in div. Kirchenveranstaltungen involviet. Die Rel-Lehrering (sehr jung, modern und motiviert) und die evang. PfarrersFAMILIE macht hier besonders tolles christliches Kinderprogramm, dass sich nicht mit dem deckt, was mir als Kind gelehrt wurde. Aber dassselbe vermittelt: Nächstenliebe, Familienzusammenhalt, Toleranz.
Ich halte DAS für meine Kinder für wichtig. Tlw. finde ich auch eine gute Erklärung der bilblischen Geschichen für meine Kinder, dass es sich um "Geschichten" handelt und nicht um 100 % wahre Begebenheiten, wissen meine Kinder. Ich möchte, dass sie bspw. wissen, wie Erde enstanden ist - die Schöpfungsgeschichte kann da ruhig NEBENBEI bestehen.
Diese fortschrittliche Kirchengemeinschaft lässt mich Kirchenmitglied bleiben (wenn auch kath. wo ich fast nur mehr in evang. Gottesdienste gehe). Wäre ich in meinem Geburtsort geblieben, hätte ich mich aufgrund alter, frustrierter Pfarrer und entsprechender Gottesdienste schon von der Kirche verabschiedet.
ja, ich weiß - und ich fühl mich von dir gar nicht angriffen:)
Ich weiß, dass das Christentum - zu dem ich sehr intesiv erzogen wurde - für mich nicht 100 % lebbar ist. Ich kann mich auch viel eher mit der Reinkarnation anfreunden, als mit dem "ewigen Leben". Warum? keine Ahnung. mir wurden die christlichen Grundsätze zwar ewig antrainiert, war jeden Sonntag in der Kirche, mein Gefühl lässt aber eher das andere zu als das eine.
Meine Kinder sind evang. getauft. Ich bin kath. - schon hier eine Veränderung, weil der evang. Glaube für mich nicht ganz so konservativ ist, wie der kath.
Wir leben in einer Gemeinde, in der Kirche sehr fortschrittlich und lebensnah praktiziert wird. Wo beide Pfarrer (kath. + evang.)) eher jung sind und auch gut miteineander auskommen.
Meine Kinder sind bewußt in div. Kirchenveranstaltungen involviet. Die Rel-Lehrering (sehr jung, modern und motiviert) und die evang. PfarrersFAMILIE macht hier besonders tolles christliches Kinderprogramm, dass sich nicht mit dem deckt, was mir als Kind gelehrt wurde. Aber dassselbe vermittelt: Nächstenliebe, Familienzusammenhalt, Toleranz.
Ich halte DAS für meine Kinder für wichtig. Tlw. finde ich auch eine gute Erklärung der bilblischen Geschichen für meine Kinder, dass es sich um "Geschichten" handelt und nicht um 100 % wahre Begebenheiten, wissen meine Kinder. Ich möchte, dass sie bspw. wissen, wie Erde enstanden ist - die Schöpfungsgeschichte kann da ruhig NEBENBEI bestehen.
Diese fortschrittliche Kirchengemeinschaft lässt mich Kirchenmitglied bleiben (wenn auch kath. wo ich fast nur mehr in evang. Gottesdienste gehe). Wäre ich in meinem Geburtsort geblieben, hätte ich mich aufgrund alter, frustrierter Pfarrer und entsprechender Gottesdienste schon von der Kirche verabschiedet.
Finde ich gut. Aber ich denk, dann muss man das ja gar nicht als 100% Wahrheit verkaufen, wenn man nicht 100% dran glaubt.
Könnte man nicht einfach dem Kind eine offene Haltung beibringen, ich schau mir alles mal an, ich hab Freunde in mehreren Glaubensrichtungen, ich stell den Kindern die Glaubensrichtungen nach und nach vor... entscheiden was es glaubt wird es dann eh selber, durch die tolerante und offene Haltung die du ihm vorlebst. Und einfach sagen, im christlichen Glauben GLAUBT man, dass... usw usf...
Und wie man das RICHTIG rüberbringt, was man im christlichen Glauben glaubt, das würd ich dann irgendwie arrangieren, dass mir jemand hilft, der diesen Glauben LEBT. Der kann das den Kids rüberbringen oder dir sagen, was er eben glaubt :D
Ich kann ja einem Kind auch nicht zB den Buddhismus als Wahrheit und 100% richtig rüberbringen, wenn ich zwar davon weiß, aber den Glauben nicht lebe und manche Dinge mir nicht klar sind... dann sag ich das so. Die glauben das so, die Frage, ja das ist mir auch nicht klar, aber da fragen wir den und jenen...
Wichtig ist nicht, dass man auf alles eine Antwort hat, nur dass man ihnen beibringt, wie man die Antworten findet, wenn man sie sucht. Find ich halt.
ich würde das weder dem pfarrer noch den ordensschwestern überlassen - es sei denn, ich möchte, dass mein kind indoktriniert wird.
Und wie man das RICHTIG rüberbringt, was man im christlichen Glauben glaubt, das würd ich dann irgendwie arrangieren, dass mir jemand hilft, der diesen Glauben LEBT. Der kann das den Kids rüberbringen oder dir sagen, was er eben glaubt :D
Richtig erklären kann man das nur, wenn man es selbst glaubt. Sonst ist es so, als würde ein Blinder von der Farbe reden...
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