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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kiga-eingewöhnung



nessa
17.12.2008, 14:04
habe zwei buben. der große 4 geht seit einem jahr in den kiga. der kleine 3 seit einem monat. nur jetzt mag er auf einmal nicht mehr. ich hab ihn jetzt schon ein paar mal mit heim genommen, weil er sich so gesträubt hat. da ich erst arbeiten gehe, wenn er sich gut eingewöhnt hat, ist das ja nicht so schlimm. aber ich stelle mir die frage, wie ich mich am besten verhalten soll, damit er sich leichter tut. die erste woche ist er voller freude hingegangen und der abschied ist ihm nicht schwer gefallen. er war auch sehr aufgeschlossen im kiga und hat überall mitgemacht laut betreuerinnen. dann hat er ein paar mal hinterher geweint als ich weg war. so ca. 15 minuten, sich aber wieder beruhigt und mitgemacht. am wochenende hat er dann schon zuhause gesagt, dass er nicht hin möchte und am dienstag beim hinfahren geweint, dass war sonst auch noch nie.
gestern und vorgestern hab ich ihn in der früh sehr lange versucht zu überreden und zu motivieren, aber er will sich nicht von mir trennen. jetzt möcht ich halt versuchen, dieses "du musst gehen" in den hintergrund zu stellen und heut hab ich gar nicht lange versucht ihn dazu zu bringen dort zu bleiben, sondern hab ihn gleich wieder mitgenommen als er wieder angefangen hat sich an mich zu klammern. im ersten moment war er schon ein bisserl verblüfft, dass ich nicht wieder ewig herumrede..aber ob das der richtige weg ist, weiß ich auch nicht. möchte damit erreichen, dass der druck mal weg ist und er von sich aus wieder lust bekommt. kann aber genauso ein schuss nach hinten sein und für ihn verwirrend...
blöde sache und ich ein wenig ratlos...
wie war das bei euch? bzw. wie würdet/habt ihr das lösen/gelöst?

danke:winken:

Bliss
17.12.2008, 15:11
Meine ist mit 2,5 Jahren in den KiGa gekommen, und sie wollte gleich am ersten Tag alleine bleiben (sie kannte die Erzieherinnen schon von 3 Treffen und hatte sich den ganzen Sommer darauf gefreut)

3 Wochen war alles wunderbar, ich hab sie immer nach 3 Stunden wieder abgeholt.

Dann fing sie eines Morgens aus heiterem Himmel an zu weinen. Die Erzieherin hat sie dann abgelenkt und gemeint, sie würden mir jetzt am Fenster noch winken und dann die Spülmaschine ausräumen. Sie hat dann zwar weinerlich geschaut, aber es war o.k.

Am nächsten Tag hat sie sich aber an mich geklammert und so bin ich eine halbe Stunde mit da geblieben und letztendlich hat sie dann immer noch etwas geweint als ich gegangen bin, aber als ich außer Sichtweite war wieder aufgehört, so dass ich dann trotzdem gegangen bin.

Die nächsten Tage hat mein Mann sie hingebracht, da hat sie zwar die ersten 2 Tage auch noch etwas weinerlich geschaut, aber sich dann doch von den Erzieherinnen ablenken lassen und seitdem gab es keine Probleme mehr.

Drachela
17.12.2008, 17:18
Meine Kleine (2) hat auch öfters so Anwandlungen. Meistens muß ich sie hoppern hoppern hoppern und wieder hoppern und danach hoppern hoppern hoppern *augenleier* aber wenn ich ca. 5 Min mit der Erzieherin quatsche geht sie plötzlich von selber zu ihr. Hab gemerkt daß es so leichter ist als wenn ich sie gleich ihr in die Hand drück. Da weint sie gleich. Richtige Tränen hatten wir 2 - 3 x, war aber nach ein paar Minuten erledigt. Jetzt geht sie total gerne hin mit anfänglichen "Mama hoppa!"-Getue. Glaube das sind aber auch teilweise Machtspielchen bei ihr.
Nur nicht aufgeben!

justmarried
17.12.2008, 18:34
Ich misch mich hier mal als Kindergärtnerin ein!

Die Eingewöhnung ist zunächst mal nicht bei jedem Kind gleich, auch nicht unter Geschwistern.
Aber es ist normal wenn die Kinder dabei weinen! Darum heißt es auch Eingewöhnung.
Es gibt nun die Sorte Kind die von Anfang an immer ein wenig weinen und sich aber schnell wieder beruhigen. Meistens ist bei denen die Eingewöhnung kürzer. Allerdings haben alle Kinder (auch die Älteren) immer wieder Phasen wo etwas geweint wird oder einfach mal probiert wird was möglich ist.

Die andere Hälfte ist wie dein Sohn! Zunächst alles wunderbar und toll aber sobadl er merkt, das muss jetzt wirklich immer sein, fängt er an zu weinen. Das heißt er hat einfach eine verspätete Eingewöhnung, weil er es erst später begriffen hat worum es hier wirklich geht.

Dein Verhalten ihn wieder mit nach Hause zu nehmen, ist zwar lieb gemeint, bringt aber genau das Gegenteil! Er weiß jetzt wenn ich laut genug weine, darf ich eh wieder heim. Und mit überreden wirst du hier auch nicht weit kommen. Du musst leider konsequent sein! Also am besten hinfahren, Jacke ausziehen, Schuhe umziehen, kurz verabschieden und in die Hände der Kindergärtnerin geben. Auch wenn er furchtbar plärrt. Ich weiß es ist sehr sehr hart sein Kind so zu sehen, aber im Endeffekt für das Kind wirklich das Beste!

Und keine Angst die Pädagogin weiß schon wie sie mit ihm umgehen muss.
Aber lass dich nicht erweichen sonst wirst du niemehr arbeiten gehen können! Kinder können dieses Spiel sehr gut betreiben! ;)

ANSO
17.12.2008, 18:46
Ich misch mich hier mal als Kindergärtnerin ein!

Die Eingewöhnung ist zunächst mal nicht bei jedem Kind gleich, auch nicht unter Geschwistern.
Aber es ist normal wenn die Kinder dabei weinen! Darum heißt es auch Eingewöhnung.
Es gibt nun die Sorte Kind die von Anfang an immer ein wenig weinen und sich aber schnell wieder beruhigen. Meistens ist bei denen die Eingewöhnung kürzer. Allerdings haben alle Kinder (auch die Älteren) immer wieder Phasen wo etwas geweint wird oder einfach mal probiert wird was möglich ist.

Die andere Hälfte ist wie dein Sohn! Zunächst alles wunderbar und toll aber sobadl er merkt, das muss jetzt wirklich immer sein, fängt er an zu weinen. Das heißt er hat einfach eine verspätete Eingewöhnung, weil er es erst später begriffen hat worum es hier wirklich geht.

Dein Verhalten ihn wieder mit nach Hause zu nehmen, ist zwar lieb gemeint, bringt aber genau das Gegenteil! Er weiß jetzt wenn ich laut genug weine, darf ich eh wieder heim. Und mit überreden wirst du hier auch nicht weit kommen. Du musst leider konsequent sein! Also am besten hinfahren, Jacke ausziehen, Schuhe umziehen, kurz verabschieden und in die Hände der Kindergärtnerin geben. Auch wenn er furchtbar plärrt. Ich weiß es ist sehr sehr hart sein Kind so zu sehen, aber im Endeffekt für das Kind wirklich das Beste!

Und keine Angst die Pädagogin weiß schon wie sie mit ihm umgehen muss.
Aber lass dich nicht erweichen sonst wirst du niemehr arbeiten gehen können! Kinder können dieses Spiel sehr gut betreiben! ;)

haben es bei nr. 1 und nr. 2 genauso gehandhabt und nach ein paar jammertagen war alles vorbei und sie gingen bzw. gehen gerne hin!

Drachela
17.12.2008, 18:49
Klingt einleuchtend! NUR hatte ich vor ca. 2 Wochen ein Erlebnis da hats mir die Haare gesträubt. Vor mir ne Mama mit Kind. Nationalität sag ich nicht sonst kommts wieder zu Diskussionen die mit diesem Thread nix zu tun haben...
Das Mädchen hat etwas vor sich hingesumst, hab mir nix gedacht. Plötzlich im Kindergarten hat sie losgeplärrt als würde man sie aufspießen, ohne Übertreibung. Die Mutter hat sie in die Garderobe ziehen müssen, das Mädl ist wieder abgehaun, die Mutter hinterher und hat sie gepackt und hingetragen zur Garderobe. Die Kindergärtnerin kam raus, hat das Mädchen auch unter Geplärre und Gebrüll an den Armen gepackt und in die Gruppe regelrecht geschleift. So ging das ständig, nur Gebrüll und Geschrei, es kam sogar die Tante von der Gruppe meiner Kleinen raus um nachzusehen was da los ist. Ziemlich motivierend für mein Kind das eh schon eher ängstlich dahingeht.
Und die Mutter kam mir nicht sonderlich gestresst vor daß sie in die Arbeit oder zu einem Termin müßte...

Ist sowas auch normal???? :confused:

Bliss
18.12.2008, 14:14
Dein Verhalten ihn wieder mit nach Hause zu nehmen, ist zwar lieb gemeint, bringt aber genau das Gegenteil! Er weiß jetzt wenn ich laut genug weine, darf ich eh wieder heim. Und mit überreden wirst du hier auch nicht weit kommen. Du musst leider konsequent sein! Also am besten hinfahren, Jacke ausziehen, Schuhe umziehen, kurz verabschieden und in die Hände der Kindergärtnerin geben. Auch wenn er furchtbar plärrt. Ich weiß es ist sehr sehr hart sein Kind so zu sehen, aber im Endeffekt für das Kind wirklich das Beste!



Kommt aufs Kind drauf an, ich habe den KiGa gehasst und hab auch mal so Theater gemacht, dass meine Mutter mal wieder gekommen ist und mich abgeholt hat. Daraufhin wußte ich, dass ich im Notfall doch abgeholt werde, und allein das Wissen, dass es doch auch anders geht war für mich so beruhigend, dass ich darauf hin nie wieder Probleme gemacht habe, obwohl ich nach wie vor nicht gerne gegangen bin.

justmarried
18.12.2008, 15:22
Kommt aufs Kind drauf an, ich habe den KiGa gehasst und hab auch mal so Theater gemacht, dass meine Mutter mal wieder gekommen ist und mich abgeholt hat. Daraufhin wußte ich, dass ich im Notfall doch abgeholt werde, und allein das Wissen, dass es doch auch anders geht war für mich so beruhigend, dass ich darauf hin nie wieder Probleme gemacht habe, obwohl ich nach wie vor nicht gerne gegangen bin.


naja das abholen im Notfall bzw. einfach die ersten Tage früher kommen ist ganz normal und erwünscht.

Das heißt man sollte das Kind in den ersten zwei bis drei Tagen nach einer halben Stunde bis Stunde wieder abholen und das langsam ausdehnen. Hier kommt es dann auch wieder auf das Kind drauf an. Manche sind nach einer Woche den ganzen Tag da und andere brauchen ein Monat dazu. Diese Zeit muss man dem Kind einfach geben.

Aber eben keine ewigen Abschiedsszenarien veranstalten!

Die Geschichte des Mädchens die man hineinschleifen musste hat vielleicht einen anderen Hintergrund. Das kann ich so nicht beurteilen. Entweder eine falsche oder zu kurze Eingewöhnungszeit oder sie wird vielleicht wegen der anderen Nationalität anders behandelt, oder sie hat keine Freunde dort oder sie kann die Kindergärtnerin und Betreuerin nicht ausstehen.
Da gbit es unendlich viele Möglichkeiten. Deshalb würd ich das nicht so vom bloßen zusehen beurteilen.

KleineStaudn
19.12.2008, 00:36
Also am besten hinfahren, Jacke ausziehen, Schuhe umziehen, kurz verabschieden und in die Hände der Kindergärtnerin geben. Auch wenn er furchtbar plärrt. Ich weiß es ist sehr sehr hart sein Kind so zu sehen, aber im Endeffekt für das Kind wirklich das Beste!

)

warum? auf welche entwicklungspsychologische/persönlichkeitstheoretische fakten stützt sich diese aussage?

Sw33tKiss
19.12.2008, 02:21
warum? auf welche entwicklungspsychologische/persönlichkeitstheoretische fakten stützt sich diese aussage?

Ich weiss nicht ob ich es richtig verstehe oder ob sie das meint aber als Pädagoging würde ich sagen das im endeffekt eine konsequente haltung gegenüber vom Kind das Kind eher unterstützt als eine Mutter die mal so ist und dann wieder so.
Denn dann ist das Kind verunsichert und versucht sich immer wieder neu auf eine schwierige situation einzustellen und darauf hin wird es fürs kind nicht leichter sondern eher schweiriger die "trennug" oder "verabschiedung" zum Elternteil zu verarbeiten oder zu verstehen.

Ist nur eine Vermutung wie ich es interpretiere.

justmarried
19.12.2008, 17:03
Ich weiss nicht ob ich es richtig verstehe oder ob sie das meint aber als Pädagoging würde ich sagen das im endeffekt eine konsequente haltung gegenüber vom Kind das Kind eher unterstützt als eine Mutter die mal so ist und dann wieder so.
Denn dann ist das Kind verunsichert und versucht sich immer wieder neu auf eine schwierige situation einzustellen und darauf hin wird es fürs kind nicht leichter sondern eher schweiriger die "trennug" oder "verabschiedung" zum Elternteil zu verarbeiten oder zu verstehen.

Ist nur eine Vermutung wie ich es interpretiere.

genau so ist es gemeint!!

nessa
19.12.2008, 19:49
ich danke euch für die antworten.
werd nach den weihnachtsferien neu starten und die verabschiedung kurz halten. alles andere hat keinen sinn, wie ich jetzt auch weiß. er soll ja hin und gefallen tuts ihm. also liegts an mir. denn wenn er zw. mama und kiga wählen kann, dann steh ich an erster stellen (soll ja auch so sein), deshalb überfordert ihn mein getue bestimmt. am vormittag sollte er mit den kindern und betreuerinnen vorlieb nehmen und ich hoff, dass mein gewissen mich nicht auffrisst, wenn er dann herumweint, wenn ich geh.
kann es der psyche eines kindes schaden, wenn es sich auf diese weise von seiner mama trennen muss?
ich mach mir wahrscheinlich einfach zuviele gedanken:kopkra:

Schnabilein
20.12.2008, 08:26
Ich misch mich hier mal als Kindergärtnerin ein!

Die Eingewöhnung ist zunächst mal nicht bei jedem Kind gleich, auch nicht unter Geschwistern.
Aber es ist normal wenn die Kinder dabei weinen! Darum heißt es auch Eingewöhnung.
Es gibt nun die Sorte Kind die von Anfang an immer ein wenig weinen und sich aber schnell wieder beruhigen. Meistens ist bei denen die Eingewöhnung kürzer. Allerdings haben alle Kinder (auch die Älteren) immer wieder Phasen wo etwas geweint wird oder einfach mal probiert wird was möglich ist.

Die andere Hälfte ist wie dein Sohn! Zunächst alles wunderbar und toll aber sobadl er merkt, das muss jetzt wirklich immer sein, fängt er an zu weinen. Das heißt er hat einfach eine verspätete Eingewöhnung, weil er es erst später begriffen hat worum es hier wirklich geht.

Dein Verhalten ihn wieder mit nach Hause zu nehmen, ist zwar lieb gemeint, bringt aber genau das Gegenteil! Er weiß jetzt wenn ich laut genug weine, darf ich eh wieder heim. Und mit überreden wirst du hier auch nicht weit kommen. Du musst leider konsequent sein! Also am besten hinfahren, Jacke ausziehen, Schuhe umziehen, kurz verabschieden und in die Hände der Kindergärtnerin geben. Auch wenn er furchtbar plärrt. Ich weiß es ist sehr sehr hart sein Kind so zu sehen, aber im Endeffekt für das Kind wirklich das Beste!

Und keine Angst die Pädagogin weiß schon wie sie mit ihm umgehen muss.
Aber lass dich nicht erweichen sonst wirst du niemehr arbeiten gehen können! Kinder können dieses Spiel sehr gut betreiben! ;)
und was macht man wenn die kindergärtnerin nicht mitmacht???

mein sohn hat kurz vor ende des 2 kindergartenjahres plötzlich gemeint er geht jetzt nicht mehr in den kg.
hat in der früh ein unglaubliches theater veranstaltet.
ich hätte ihn auch konsequent dort gelassen, nur leider hat die kindergärtnerin nicht mitgemacht :mad:.

...in dem alter "zwingen" sie die kinder nicht mehr zum dableiben. dann wäre sie ja der sündenbock... ich soll ihn in die gruppe stellen und einfach gehen.
und wie macht man das wenn das kind sofort nachläuft und sich anklammert? wegstossen und davonrennen? :( weil halten will sie ihn nicht, da muss er schon freiwillig bleiben.

er ist dann die 2 wochen bis zum jahresende nicht mehr in den kg gegangen...

justmarried
20.12.2008, 13:05
dann muss ich ehrlich sagen, versteh ich die kindergärtnerin nicht. es muss nicht immer festgehalten werden. man kann auch zum fenster winken gehen, ein bisschen kuscheln, ein buch anschauen, einfach plaudern, etc.
da muss sich die kindergärtnerin halt was einfallen lassen und ausprobieren. find es komisch dass sie sich da mit dem kind nicht auseinandersetzen will.

Schnabilein
20.12.2008, 13:26
na ja, ohne zwang (zumindest bis ich weg gewesen wäre) wäre da wohl nichts zu machen gewesen :cool:.
ablenkung hätte sicher solange ich noch da gewesen bin nicht funktioniert. dazu war er einfach zu hysterisch.

aber ich fand die aussage der kindergärtnerin allgemein in der situation nicht so prickelnd.
da steht man und schwitzt und weiss schon nicht mehr was man tun soll, weil das kind tobt und dann kommt: na dann stellen sie ihn halt in die gruppe und gehen sie... :grrbrr:pädagogisch sehr wertvoll.

BRINAL
20.12.2008, 13:44
hi,

hatte fast das gleiche problem.

barthi hatte im september begonnen, ein paar tage vor seinem 3ten geburtstag!

die ersten 2 tage gingen super. am dritten tag nahm papa ihn nach 1 std, gemeinsam dort sein wieder mit heim, und die restliche woche hat nur mit "heimlich" gehen funktioniert... er hat aber nie geweint.

dann kam das wochenende.
er weinte nachts auf und schrie: "nicht kindergarten gehen, bitte nicht kindergarten gehen, nein , nein"!!

am mo, das erste theater... nicht aufstehen wollen, nicht anziehen, nicht zum auto, horror. im kindergarten selber hat er SO ARG GEWEINT UND geschriehen als würdens ihm foltern dort!!! ich hab ihm angeboten das ich mit ihm dorten bleibe ein bissal, was ich auch gemacht habe aber in dieser stunde wollte er nur mit mir spielen und er hat 25 mal gesagt das er dann eh wieder mitgehen darf nachhause???

nach 1 woche extremsten theater hab ich aufgegeben!!!

wenn er am boden liegt meine füsse umschlingt, ein rotes gesicht vor schreien hat und herzerreissend weint und bettelt dann KANN ICH IHN NICHT SO DORT LASSEN!!!!

wir beginnen nächsten sept. in einem anderen kiga wieder. und ich hab von der kindergärtnerin aus dem kiwi kiga schon gehört das es mit 4 jahren noch schlimmer sein wird. obwohl noch schlimmer unmöglich wäre :(

ich hab echt JETZT schon angst!!!

er erwähnt auch jetzt alle paar tage mal: " mama bitte nicht kiga gehen wenn ich gross bin und mama dann nicht arbeiten gehen" :(

SteffiUndLeonie
20.12.2008, 13:56
Leonie wollte auch gleich allein bleiben.Sie hat nicht geweint gar nix.
Von einem Tag am anderen wollte sie nicht mehr gehn und hat geweint.Ich hab sie ausgezogen der Pädagogin übergeben und bin gegangen.Es war nicht leicht für mich und nun geht sie gern in den Kiga.Sa und So fragt sie immer warum sie nicht in den Kiga darf.....

alles gute
lg

Schnabilein
20.12.2008, 14:02
anfangs war es bei uns genau so. (kam mit 3 in den kg)
die ersten paar tage alles in ordnung, auf einmal streik.

aber da hat die kindergärtnerin dann mitgeholfen und ihn einfach genommen und ist gegangen.
(natürlich nur weil ich damit einverstanden war)

sie hat uns immer wieder versichert er hört sofort auf zu weinen sobald ich weg bin. und ich soll mir nichts draus machen, das ist bei vielen kindern so.

war eine sehr schwere zeit für uns, haben schon gedacht wir müssen ihn wieder rausnehmen. diese phase hat bis weihnachten angehalten :eek:.
nicht nur einmal sind mir beim gehen die tränen gestanden und ich hab mir gedacht, das kann jetzt aber auch nicht richtig sein.

bei dem anderen geschilderten erlebnis hab ich mich einfach von den betreuerinen sehr allein gelassen gefühlt. :mad:

Sw33tKiss
20.12.2008, 14:55
Als Pädagogin höre ich hier ein paar verschiedene Anhaltspunkte raus:

Erstens die Eltern fühlen sich ein bisschen allein gelassen mit der Situation:
Also kaum/keine Rückmeldung oder Gespräche mit der Erzieherin
Hinstellen und weg gehen einfach als tatsachen lösung anbieten ohne Erklärung
Trennugsprobleme ( selbst tränen in den Augen )

Kinder mit trennungsangst ( was eigentlich immer vor kommt mal schwerwiegender mal schneller gelöst )

Ich habe in einer Privaten Krappelgruppe gearbeitet und hier war es irgendwie standard bei den ersten Elternabenden ( noch bevor die Kinder da waren )
Die Eltern zu informieren was da jetzt auf sie zu kommt:
Weinende Kinder, Hysterische Kinder, Trennungsängste ( von beiden seiten )
Informationen was machen WIR mit den Kindern wenn die Eltern rausgehen.
Die ersten Wochen wurden individuel gestaltet nach dem Bedürniss der Kinder und Eltern:
Also einmal das die Eltern ein paar stunden da bleiben mit dem Kind
Mal für ein paar minuten zwischen zeitlich rausgehen ( aber immer in der nähe das wenn es auffällt die Mutter/Vater sofort wieder rein geholt werden kann ) das ausweiten auf halbe stunde .. stunde ganzen Vormittag usw.
Uns als Team war es immer wichtig nicht nur den Kindern die Angst zu nehmen sondern auch den Eltern!
Fast alle Eltern haben das Gefühl das sie Rabeneltern sind wenn sie ihre Kinder weinend zurück lassen. Es ist ja herz zerbrechend wie die Kinder dann da stehen völligst losgelöst.
Dann kommen so fragen/gedanken wie:
Mein Kind braucht mich doch ? Wie kann ich mein Kind so stehen lassen?
Mein Kind hasst mich bestimmt jetzt. Wie geht es meinem Kind jetzt?

Es gab Mütter die auch mal angerufen haben und nach ihrem Kind gefragt haben ( gehts der kleinen gut weint sie noch ist alles ok ... soll ich wieder kommen )
Eltern brauchen genauso eine stütze und hilfe von ihrem Kind loszulassen wie die Kinder.
Nur weil wir "Erwachsen" sind heisst es ja nicht das wir mit der Situation besser umgehen können. Da helfen klärende Gespräche über Ängste und Probleme.
Rituale waren sehr wichtig ( nicht nur für die Kinder!! )
Wir hatten auch ein "Abschiedsgedicht" gehabt das die Eltern mit dem Kind dann aufgesagt haben.
Dann das abschiedswinken.

Im stättischen KiTa wo wir waren das gleiche Schema:
Elterngespräche und auch Eltern/Kind Gespräche, Eingewöhnugsphasen.
Finde es schade wenn die Eltern immer so vor vollendeten tatsachen gestellt werden. Finde es auch Schade wenn Erzieherinnen nicht auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder eingehen.
Und ja ich weiss das es schwer ist bei einer Gruppe von 25+ Kindern das zu machen. Leider :(

SteffiUndLeonie
20.12.2008, 20:23
Da bin ich froh das leonies Päd.nicht so war.
Sie hat oft mit mir darüber gesprochen und sie hat sich sehr um Leonie bemüht.

quakfrosch
20.12.2008, 22:06
kann es der psyche eines kindes schaden, wenn es sich auf diese weise von seiner mama trennen muss?

ich glaube schon, und ich glaube auch, dass nicht viele das glauben.

Angel100
21.12.2008, 12:44
kann es der psyche eines kindes schaden, wenn es sich auf diese weise von seiner mama trennen muss?
ich mach mir wahrscheinlich einfach zuviele gedanken:kopkra:

das kann es! (meine mutter hat entwicklungspsychologie und pädagogik studiert)
es ist gut und wichtig das du dir gedanken machst!:daumenhoch:

meine tochter hatte auch auf grund einiger vorkommnisse trennungsängste.
sie freute sich riesig auf den kiga blieb auch gleich am ersten tag allein und es war überhaupt kein problem.
nach einen monat fing sie an zu sagen,daß sie nicht will. ich konnte sie aber überreden und so ging sie wieder. mit der zeit wurde es aber schlimmer und sie wollte gar nicht mehr bleiben. ich bin dann draufgekommen,daß einige schlimme respektlosigkeiten von der kiga tante den kindern gegenüber passiert sind. (die kinder psychologin die ich später aufsuchte meinte ich sollte das anzeigen)
ich habe dann den kiga gewechselt und einen wirklich ganz tollen gefunden. die kindergärtnerinnen sind absolut spitze:love: einfühlsam,verständnisvoll einfach perfekt. (ich hätte nicht gedacht das ich so einen kiga bei uns finde)
meine tochter hatte aber so tiefsitzende ängste,daß sie nicht allein im kiga bleiben wollte.
ich gab ihr zeit, ging 5wochen täglich mit ihr hin am anfang immer in ihrer nähe,dann in der gardarobe, dann auch mit lg. dann kam mein sohn zur welt und ich hatte wenig zeit. sie ging dann nur ab und zu wenn ich od. lg zeit hatten in den kiga.
einmal fuhr die ganze gruppe mit dem autobus zum zahnarzt. angelina wollte umbedingt mit. ich erklährte ihr,daß sie gerne mitfahren könnte ich aber keinen platz im bus mehr hätte. sie wollte trotzdem mit und seitdem geht sie ohne probleme in den kiga. sie bleibt auch manchmal zum essen od. am nachmittag. wenn sie nicht gehen kann ist sie traurig.

auch die psychologien,die wir in dieser zeit aufsuchten meinte,: "niemals ein kind schreiend zurücklassen!" ich hätte das auch niemals gemacht.
wenn ein kind nicht in den kiga (der ja eigentlich toll sein soll,da kann man spielen hat andere kinder usw.) will,hat das einen grund! und ganz sicher nicht den,das es eltern "austesten" od. eines "auswischen" will.
wenn du die möglichkeit dazu hast,gib deinem kind zeit! zeig ihm das es sich auf dich verlassen kann!
alles gute.

Angel100
22.12.2008, 10:20
habe jetzt etwas mehr zeit und wollte nochmals etwas dazu sagen.




Aber es ist normal wenn die Kinder dabei weinen! Darum heißt es auch Eingewöhnung.
das ist schlicht und ergreifend falsch!
es ist NICHT normal das kinder weinen!
tatsächlich ist es oft nicht anders möglich,weil die eltern arbeiten gehen müssen und niemand aus der familie haben,der die kinderbetreuung übernehmen kann. und somit gar keine zeit od.möglichkeit haben dem kind die zeit die es bräuchte zu geben.
da ist es sehr wichtig einfühlsame,verständnissvolle kiga betreuerinnen zu haben,die versuchen eine vertrauensbasis mit dem kind zu schaffen und liebevoll für das kind da sind.

ich finde es aber sehr anmassend von jemand,der lediglich eine verhältnismäßig kurze pädagogische ausbildung und offensichtlich keine eigenen kinder? hat,einer mutter die sagt sie hat zeit und will/muß erst arbeiten gehen wenn das kind eingewöhnt ist zu sagen,dass es normal ist wenn ein kind weint und das sie ihrem kind noch schadet wenn sie es mit nachhause nimmt! und sogar androht,dass sie nie wieder arbeiten gehen können wird,wenn sie ihr kind nicht brüllen lässt:( das gegenteil ist der fall!!!!

es ist wichtig seinem kind zu sagen,das man gerne arbeiten gehen will und das man sich wünscht,dass es in den kiga geht! (damit man nicht eventuelle eigene unsicherheiten od.trennungsängste auf das kind überträgt) aber wenn man die möglichkeit hat,würde ich jeden druck disbezüglich vom kind nehmen! immer wieder gemeinsam mit kind hinfahren spielen, dann das kind (wenn es will) auch mal allein spielen lassen und sich unterhalten od. lesen usw. usf...
es gibt kinder,die sind von der emotionalen reife einfach noch nicht so weit, sich von den eltern zu trennen, es gibt kinder die haben schlechte erfahrung im kiga (und da reicht es wenn ein kind soetwas wie von Drachela beschrieben mit ansehen muß) od. ganz wo anders zb. todesfall in der familie, scheidung usw.gemacht und desshalb angst allein bleiben zu müssen.
ein kiga sollte ein schöner ort sein,wo kinder mit anderen kinden spielen und spielerisch lernen können ---> das tut jedes kind wenn es soweit ist, normalerweise gerne! wenn das nicht der fall ist MUß ich mich als mutter fragen WARUM? und was kann ich tun um meinem kind zu helfen!

leider ist es in unserer hektischen gesellschaft oft nicht möglich od. üblich einem kind zuzuhören,da kommen sofort erklährungen wie: grenzen austesten und machtspielchen,:rolleyes:
aber warum sollte ein kind,(als soziales wesen) nicht gerne mit sovielen spielsachen wie im kiga und anderen kindern spielen wollen? was für einen grund könnte es geben,daß ein kind lieber allein zuhause anstatt in gesellschaft spielt?
ein kind sollte in den kiga gehen dürfen nicht müssen!

nessa
24.12.2008, 10:31
hi,

hatte fast das gleiche problem.

barthi hatte im september begonnen, ein paar tage vor seinem 3ten geburtstag!

die ersten 2 tage gingen super. am dritten tag nahm papa ihn nach 1 std, gemeinsam dort sein wieder mit heim, und die restliche woche hat nur mit "heimlich" gehen funktioniert... er hat aber nie geweint.

dann kam das wochenende.
er weinte nachts auf und schrie: "nicht kindergarten gehen, bitte nicht kindergarten gehen, nein , nein"!!

am mo, das erste theater... nicht aufstehen wollen, nicht anziehen, nicht zum auto, horror. im kindergarten selber hat er SO ARG GEWEINT UND geschriehen als würdens ihm foltern dort!!! ich hab ihm angeboten das ich mit ihm dorten bleibe ein bissal, was ich auch gemacht habe aber in dieser stunde wollte er nur mit mir spielen und er hat 25 mal gesagt das er dann eh wieder mitgehen darf nachhause???

nach 1 woche extremsten theater hab ich aufgegeben!!!

wenn er am boden liegt meine füsse umschlingt, ein rotes gesicht vor schreien hat und herzerreissend weint und bettelt dann KANN ICH IHN NICHT SO DORT LASSEN!!!!

wir beginnen nächsten sept. in einem anderen kiga wieder. und ich hab von der kindergärtnerin aus dem kiwi kiga schon gehört das es mit 4 jahren noch schlimmer sein wird. obwohl noch schlimmer unmöglich wäre :(

ich hab echt JETZT schon angst!!!

er erwähnt auch jetzt alle paar tage mal: " mama bitte nicht kiga gehen wenn ich gross bin und mama dann nicht arbeiten gehen" :(

ich kann deine angst so gut nachvollziehen. mich frisst mein gewissen auch fast auf, wenn er immer wieder sagt, dass er nicht gehen mag.
ich drück ganz fest die daumen, dass es dann klappt:herz2:
wir starten im neuen jahr wieder neu und ich wünsch mir, dass es ihm nicht so schwer fallen wird.

nessa
24.12.2008, 10:35
na ja, ohne zwang (zumindest bis ich weg gewesen wäre) wäre da wohl nichts zu machen gewesen :cool:.
ablenkung hätte sicher solange ich noch da gewesen bin nicht funktioniert. dazu war er einfach zu hysterisch.

aber ich fand die aussage der kindergärtnerin allgemein in der situation nicht so prickelnd.
da steht man und schwitzt und weiss schon nicht mehr was man tun soll, weil das kind tobt und dann kommt: na dann stellen sie ihn halt in die gruppe und gehen sie... :grrbrr:pädagogisch sehr wertvoll.

das ist wirklich total blöd. wie soll ein kind seine angst verlieren, wenn es spürt bzw. sieht, dass die pädagoginnen es nicht in dieser schweren situation "auffangen" bzw. unterstützen. da kann sich meiner meinung nach gar keine vertrauensbasis aufbauen. :boes:

nessa
24.12.2008, 10:36
Leonie wollte auch gleich allein bleiben.Sie hat nicht geweint gar nix.
Von einem Tag am anderen wollte sie nicht mehr gehn und hat geweint.Ich hab sie ausgezogen der Pädagogin übergeben und bin gegangen.Es war nicht leicht für mich und nun geht sie gern in den Kiga.Sa und So fragt sie immer warum sie nicht in den Kiga darf.....

alles gute
lg

schön, dass es so gut geklappt hat dann. ich weiß ja von den ersten wochen ja auch, dass es ihm dort gefällt. es ist bei uns nur die trennung von mir, die ihm schwer fällt. natürlich mir dann um so mehr:(

nessa
24.12.2008, 10:40
Als Pädagogin höre ich hier ein paar verschiedene Anhaltspunkte raus:

Erstens die Eltern fühlen sich ein bisschen allein gelassen mit der Situation:
Also kaum/keine Rückmeldung oder Gespräche mit der Erzieherin
Hinstellen und weg gehen einfach als tatsachen lösung anbieten ohne Erklärung
Trennugsprobleme ( selbst tränen in den Augen )

Kinder mit trennungsangst ( was eigentlich immer vor kommt mal schwerwiegender mal schneller gelöst )

Ich habe in einer Privaten Krappelgruppe gearbeitet und hier war es irgendwie standard bei den ersten Elternabenden ( noch bevor die Kinder da waren )
Die Eltern zu informieren was da jetzt auf sie zu kommt:
Weinende Kinder, Hysterische Kinder, Trennungsängste ( von beiden seiten )
Informationen was machen WIR mit den Kindern wenn die Eltern rausgehen.
Die ersten Wochen wurden individuel gestaltet nach dem Bedürniss der Kinder und Eltern:
Also einmal das die Eltern ein paar stunden da bleiben mit dem Kind
Mal für ein paar minuten zwischen zeitlich rausgehen ( aber immer in der nähe das wenn es auffällt die Mutter/Vater sofort wieder rein geholt werden kann ) das ausweiten auf halbe stunde .. stunde ganzen Vormittag usw.
Uns als Team war es immer wichtig nicht nur den Kindern die Angst zu nehmen sondern auch den Eltern!
Fast alle Eltern haben das Gefühl das sie Rabeneltern sind wenn sie ihre Kinder weinend zurück lassen. Es ist ja herz zerbrechend wie die Kinder dann da stehen völligst losgelöst.
Dann kommen so fragen/gedanken wie:
Mein Kind braucht mich doch ? Wie kann ich mein Kind so stehen lassen?
Mein Kind hasst mich bestimmt jetzt. Wie geht es meinem Kind jetzt?

Es gab Mütter die auch mal angerufen haben und nach ihrem Kind gefragt haben ( gehts der kleinen gut weint sie noch ist alles ok ... soll ich wieder kommen )
Eltern brauchen genauso eine stütze und hilfe von ihrem Kind loszulassen wie die Kinder.
Nur weil wir "Erwachsen" sind heisst es ja nicht das wir mit der Situation besser umgehen können. Da helfen klärende Gespräche über Ängste und Probleme.
Rituale waren sehr wichtig ( nicht nur für die Kinder!! )
Wir hatten auch ein "Abschiedsgedicht" gehabt das die Eltern mit dem Kind dann aufgesagt haben.
Dann das abschiedswinken.

Im stättischen KiTa wo wir waren das gleiche Schema:
Elterngespräche und auch Eltern/Kind Gespräche, Eingewöhnugsphasen.
Finde es schade wenn die Eltern immer so vor vollendeten tatsachen gestellt werden. Finde es auch Schade wenn Erzieherinnen nicht auf die Bedürfnisse der Eltern und Kinder eingehen.
Und ja ich weiss das es schwer ist bei einer Gruppe von 25+ Kindern das zu machen. Leider :(

find ich ganz toll, was du da schreibst und auch sehr wichtig!!!

nessa
24.12.2008, 10:42
das kann es! (meine mutter hat entwicklungspsychologie und pädagogik studiert)
es ist gut und wichtig das du dir gedanken machst!:daumenhoch:

meine tochter hatte auch auf grund einiger vorkommnisse trennungsängste.
sie freute sich riesig auf den kiga blieb auch gleich am ersten tag allein und es war überhaupt kein problem.
nach einen monat fing sie an zu sagen,daß sie nicht will. ich konnte sie aber überreden und so ging sie wieder. mit der zeit wurde es aber schlimmer und sie wollte gar nicht mehr bleiben. ich bin dann draufgekommen,daß einige schlimme respektlosigkeiten von der kiga tante den kindern gegenüber passiert sind. (die kinder psychologin die ich später aufsuchte meinte ich sollte das anzeigen)
ich habe dann den kiga gewechselt und einen wirklich ganz tollen gefunden. die kindergärtnerinnen sind absolut spitze:love: einfühlsam,verständnisvoll einfach perfekt. (ich hätte nicht gedacht das ich so einen kiga bei uns finde)
meine tochter hatte aber so tiefsitzende ängste,daß sie nicht allein im kiga bleiben wollte.
ich gab ihr zeit, ging 5wochen täglich mit ihr hin am anfang immer in ihrer nähe,dann in der gardarobe, dann auch mit lg. dann kam mein sohn zur welt und ich hatte wenig zeit. sie ging dann nur ab und zu wenn ich od. lg zeit hatten in den kiga.
einmal fuhr die ganze gruppe mit dem autobus zum zahnarzt. angelina wollte umbedingt mit. ich erklährte ihr,daß sie gerne mitfahren könnte ich aber keinen platz im bus mehr hätte. sie wollte trotzdem mit und seitdem geht sie ohne probleme in den kiga. sie bleibt auch manchmal zum essen od. am nachmittag. wenn sie nicht gehen kann ist sie traurig.

auch die psychologien,die wir in dieser zeit aufsuchten meinte,: "niemals ein kind schreiend zurücklassen!" ich hätte das auch niemals gemacht.
wenn ein kind nicht in den kiga (der ja eigentlich toll sein soll,da kann man spielen hat andere kinder usw.) will,hat das einen grund! und ganz sicher nicht den,das es eltern "austesten" od. eines "auswischen" will.
wenn du die möglichkeit dazu hast,gib deinem kind zeit! zeig ihm das es sich auf dich verlassen kann!
alles gute.

dankeschön!!!

nessa
24.12.2008, 11:00
habe jetzt etwas mehr zeit und wollte nochmals etwas dazu sagen.




das ist schlicht und ergreifend falsch!
es ist NICHT normal das kinder weinen!
tatsächlich ist es oft nicht anders möglich,weil die eltern arbeiten gehen müssen und niemand aus der familie haben,der die kinderbetreuung übernehmen kann. und somit gar keine zeit od.möglichkeit haben dem kind die zeit die es bräuchte zu geben.
da ist es sehr wichtig einfühlsame,verständnissvolle kiga betreuerinnen zu haben,die versuchen eine vertrauensbasis mit dem kind zu schaffen und liebevoll für das kind da sind.

ich finde es aber sehr anmassend von jemand,der lediglich eine verhältnismäßig kurze pädagogische ausbildung und offensichtlich keine eigenen kinder? hat,einer mutter die sagt sie hat zeit und will/muß erst arbeiten gehen wenn das kind eingewöhnt ist zu sagen,dass es normal ist wenn ein kind weint und das sie ihrem kind noch schadet wenn sie es mit nachhause nimmt! und sogar androht,dass sie nie wieder arbeiten gehen können wird,wenn sie ihr kind nicht brüllen lässt:( das gegenteil ist der fall!!!!

es ist wichtig seinem kind zu sagen,das man gerne arbeiten gehen will und das man sich wünscht,dass es in den kiga geht! (damit man nicht eventuelle eigene unsicherheiten od.trennungsängste auf das kind überträgt) aber wenn man die möglichkeit hat,würde ich jeden druck disbezüglich vom kind nehmen! immer wieder gemeinsam mit kind hinfahren spielen, dann das kind (wenn es will) auch mal allein spielen lassen und sich unterhalten od. lesen usw. usf...
es gibt kinder,die sind von der emotionalen reife einfach noch nicht so weit, sich von den eltern zu trennen, es gibt kinder die haben schlechte erfahrung im kiga (und da reicht es wenn ein kind soetwas wie von Drachela beschrieben mit ansehen muß) od. ganz wo anders zb. todesfall in der familie, scheidung usw.gemacht und desshalb angst allein bleiben zu müssen.
ein kiga sollte ein schöner ort sein,wo kinder mit anderen kinden spielen und spielerisch lernen können ---> das tut jedes kind wenn es soweit ist, normalerweise gerne! wenn das nicht der fall ist MUß ich mich als mutter fragen WARUM? und was kann ich tun um meinem kind zu helfen!

leider ist es in unserer hektischen gesellschaft oft nicht möglich od. üblich einem kind zuzuhören,da kommen sofort erklährungen wie: grenzen austesten und machtspielchen,:rolleyes:
aber warum sollte ein kind,(als soziales wesen) nicht gerne mit sovielen spielsachen wie im kiga und anderen kindern spielen wollen? was für einen grund könnte es geben,daß ein kind lieber allein zuhause anstatt in gesellschaft spielt?
ein kind sollte in den kiga gehen dürfen nicht müssen!

danke für deine worte. ich bin ein bisserl hin und hergerissen. mir ist es wichtig, dass er das gefühl hat "ich darf gehen"...
nur wurde dieses tägliche "probieren" schon nach einer woche zur belastung, nicht nur für mich. ich hab mich immer ruhig verhalten und überhaupt keinen druck gemacht. nur dieser druck entsteht automatisch (ist bei uns so gewesen), weil er ja schon zuhause gesagt hat, dass er nicht möchte und ich mit ihm und seinem bruder trotzdem hin bin und geschaut hab, dass er dort bleibt. doch ich weiß, dass er, wenn er hat die wahl zw. mir und kiga hat, lieber bei mir ist, das ist tatsache..nur sollte er erfahren dürfen, dass ein vormittag im kiga ohne mama auch toll ist. weiß nicht, ob das mit dem immer wieder probieren auch mal klappen wird. er hat ja dann immer die wahl und ich hab das gefühl, dass ihn das überfordert und auch einen großen druck auf ihn ausübt. er weiß ja, dass ich gern hätt, dass er dort ist. blöd sind kinder ja nicht;)

Schnabilein
24.12.2008, 12:13
das ist wirklich total blöd. wie soll ein kind seine angst verlieren, wenn es spürt bzw. sieht, dass die pädagoginnen es nicht in dieser schweren situation "auffangen" bzw. unterstützen. da kann sich meiner meinung nach gar keine vertrauensbasis aufbauen. :boes:
na ja, er hatte ja schon 2 jahre kindergarten hinter sich. hatte nichts mit eingewöhnung zu tun!
gott sei dank musste ich nicht arbeiten gehen, was man dann macht ist mir nämlich schleierhaft.

Angel100
26.12.2008, 23:59
danke für deine worte. ich bin ein bisserl hin und hergerissen. mir ist es wichtig, dass er das gefühl hat "ich darf gehen"...
nur wurde dieses tägliche "probieren" schon nach einer woche zur belastung, nicht nur für mich. ich hab mich immer ruhig verhalten und überhaupt keinen druck gemacht. nur dieser druck entsteht automatisch (ist bei uns so gewesen), weil er ja schon zuhause gesagt hat, dass er nicht möchte und ich mit ihm und seinem bruder trotzdem hin bin und geschaut hab, dass er dort bleibt. doch ich weiß, dass er, wenn er hat die wahl zw. mir und kiga hat, lieber bei mir ist, das ist tatsache..nur sollte er erfahren dürfen, dass ein vormittag im kiga ohne mama auch toll ist. weiß nicht, ob das mit dem immer wieder probieren auch mal klappen wird. er hat ja dann immer die wahl und ich hab das gefühl, dass ihn das überfordert und auch einen großen druck auf ihn ausübt. er weiß ja, dass ich gern hätt, dass er dort ist. blöd sind kinder ja nicht;)

ich würde ihn nicht tägl. fragen ob er dort bleiben möchte.
ich würde ihm sagen,: ich möchte bald wieder arbeiten gehen, du darfst in dieser zeit dann im kiga mit deinem bruder bleiben, ich bin mir sicher,daß du dort eine menge spaß haben wirst! (basteln, malen usw....). wenn du JETZT noch nicht dort bleiben willst,ist es ok,wir haben zeit... und wenn du bleiben willst, sagst du mir bescheid,dann versuchen wir es!?"
dann würde ich mir innerlich ein limit setzen ( drei,vier wochen?) in dieser zeit würde ich kein einziges mal fragen! nur in der früh mit bruder hin und wieder nach hause gehen.
es ist wichtig,das du innerlich akzeptierst,das er jetzt noch nicht geht,das nimmt dann auch den druck und die erwartungshaltung vom kind.
vielleicht kann dein großer ihm sachen zeigen die er im kiga gemacht hat. vielleicht macht das den keinen neugierig?
ich würde aber keinen falls versuchen ihn zu überreden,das bringt gar nichts und überfordert ihn tatsächlich. lass ihm wirklich einfach mal zeit,ich bin sicher das wird.

NIEMAND hätte bei meiner tochter geglaubt,daß sie jemals (ohne zu weinen) in den kiga gehen wird. es gab sehr oft zeiten in denen ich es selbst nicht mehr geglaubt habe,ich war mir auch nicht mehr sicher ob ich richtig handle oder sie doch einfach dort lassen soll wie von tausend leuten empfohlen:rolleyes: erst als es mir wirklich egal war, weil mein sohn zur welt kam und ich kaum zeit für den kiga hatte, und es mir vollkommen egal war ob sie geht od.nicht wollte sie von selbst gehen. sie hatte zeit ihre ängste zu überwinden und hatte keinen druck mehr.
und wenn ich sehe,wieviel freude sie hat,wie selbstbewusst sie ist (im gegensatz zu den kindern die weinend dort gelassen wurden und noch immer geweint haben als angelina schon ohne probleme ging,die teilweise auch im kiga schüchtern und unsicher sind) bin ich froh und stolz,daß ich ihr die nötige zeit gegeben habe!
unsere kinder werden sooooo schnell groß,was sind da schon ein paar wochen/monate? und den kindern bringt es so viel!
alles gute

PS:
wie tut er sich den sonst wenn er wo ohne dir bleiben soll? zb. papa, oma usw...
möglicher weiße ist er (von der emotionalen reife) einfach noch nicht soweit, das er einen vm ohne dir wirklich genießen kann?!

Angel78
27.12.2008, 12:53
(...) weil er ja schon zuhause gesagt hat, dass er nicht möchte und ich mit ihm und seinem bruder trotzdem hin bin und geschaut hab, dass er dort bleibt. (...)

Wir haben in der Eingewöhnungsphase schon im vorhinein (Vorabend und Früh) mit Dominik vereinbart wann und wie lange er bei der Tagesmutter bleiben wird und dass und zu welchem Zeitpunkt ich ihn abhole (bzw. wie lange ich dabei sein werde - war 2 Wochen dabei, am Schluss nur noch im Nebenraum). Dominik hat uns immer wieder danach gefragt und wir haben über das Arbeitengehen, die Trennungsängste, das Weinen, das Spielen, die anderen Kinder, die Regeln... gesprochen, gesprochen und wieder gesprochen.
Er wusste genau, wenn er am nächsten Tag zur TM gehen wird - wir haben ihm vorher klare Richtlinien und Regelungen diesbezüglich kommuniziert. Wir haben ihm nicht gefragt, ob er hingehen möchte oder nicht (Unterschied zu Eurer Situation: ich musste wieder nach einer bestimmten Zeit arbeiten gehen), weil wir ohnehin keine Wahl hatten.
Wir haben Dominiks Trennungsängste angenommen, mit ihm reflektiert, ihm Zeit gelassen, ihm zugesichert, dass Tränen und Ängste in seiner Situation normal sind und es auch den anderen Tageskindern zu Beginn so gegangen ist. Wir haben ihm aber auch das Gefühl (durch Worte) gegeben, dass wir der TM 100%ig vertrauen (wir hatten das Glück, dass wir die TM schon aus einer Spielgruppe kannten) und dass sie ihn gut betreut und für ihn da ist. Im Gegenzug hat die TM Dominik bestätigt, dass sie für ihn da ist, ihn während unserer Arbeitszeit betreut, er weinen darf und dass das so in Ordnung ist.
Unser meist gesprochene Satz war damals: "Das wird schon."
Wir (wir Eltern und die TM) mussten standhaft bleiben (die Situation akzeptieren, dass Dominik fremdbetreut wird, kurze Verabschiedung mit Ritual, weitermachen - auch wenn sich noch keine Besserung zeigte, uns sicher sein, dass Dominik gut betreut ist).

Wir haben (nur) sechs Wochen Zeit gehabt Dominik bei der TM einzugewöhnen, bevor wir wieder beide arbeiten mussten. Leider war es nach sechs Wochen noch nicht so, dass Dominik uns ohne Tränen verabschiedete und begrüßte bzw. hatte er dazwischen auch oft "Liebeskummer". Letztendlich dauerte es ca. 12 Wochen bis es ihm deutlich besser ging.

Ja, der Kinderseele kann so einiges schaden (auch viele uns harmlos erscheinende oder unbewusste immer wiederkehrende Situationen). Deshalb ist es uns wichtig, dass wir mit Dominik reflektieren und über seine Ängste sprechen (Ängste annehmen, nicht versuchen auszureden oder zu verharmlosen, also nicht "Du brauchst keine Angst haben." oder "Jetzt hör´auf zu weinen." oder "So schlimm ist es doch nicht.") - den Ängsten Raum und Zeit zur Bewältigung widmen (aktives Zuhören - nicht mit Fragen bedrängen). Denn: Die Natur hat es so eingerichtet, dass Kinder durch Bewältigung ihrer Ängste stark werden und wachsen.

Dominik hat mich im Oktober erstmalig und jetzt während der betreuungsfreien Weihnachtsferien in der Früh auffordernd gefragt: "Jetzt anziehen und zu Bina (TM) gehen?" Er scheint an der Betreuungsgruppe Gefallen gefunden zu haben - er braucht die Gruppe zum Wachsen.

So haben wir unsere Situation bestmöglich gemeistert, obwohl ich das 3. LJ aus entwicklungspsychologischer Sicht nicht als geeignet finde, das Kleinkind in Fremdbetreuung zu geben...

Unser Beispiel wird nicht 1:1 zu Eurer Situation passen, aber die fett geschriebenen Anregungen passen meiner Meinung auch zu Eurer Situation.